Tierische Produkte schneiden beim Wasserfußabdruck schlecht ab
Anlässlich des Weltwassertages am 22. März weist der VEBU (Vegetarierbund Deutschland) auf die Zusammenhänge von Wasserverbrauch und dem Konsum tierischer Lebensmittel hin.

"Die wenigsten wissen, dass unser Wasserverbrauch am stärksten durch unsere Ernährung bestimmt wird. Bis zu einem 10-fachen übersteigt der Wasserbedarf der Nahrungsmittelproduktion unseren privaten, alltäglichen Bedarf. Wer seinen Wasserfußabdruck gering halten möchte, sollte auf eine pflanzliche Ernährung umsteigen", rät Sebastian Joy, Geschäftsführer des VEBU. 
Tierische Lebensmittel verbrauchen das meiste Wasser  Bei der Nahrungsmittelproduktion verbraucht die Erzeugung tierischer Produkte das meiste Wasser. Laut der UNESCO* werden bis zu 15.500 Liter Wasser benötigt, um 1 Kilogramm Rindfleisch zu produzieren. Das ist so viel, wie ein in Deutschland lebender Mensch durchschnittlich in einem Jahr beim Duschen verbraucht. Etwa 5.000 Liter Wasser müssen für 1 Kilogramm Käse aufgebracht werden und für 1 Kilogramm Eier werden 3.300 Liter Wasser verbraucht. Im Vergleich dazu: nur etwa 700 Liter Wasser kommen auf 1 Kilogramm Äpfel. "Durch die Massentierhaltung werden außerdem große Mengen an Trinkwasser verschmutzt. Tierische Produkte sind somit deutlich ressourcenintensiver als pflanzliche Nahrungsmittel", betont Joy.  

Größerer Wasserfußabdruck durch tierische Produkte 
Wasser kommt in vielen Bereichen des landwirtschaftlichen Herstellungsprozesses tierischer Produkte zum Einsatz. Angefangen bei der Bewässerung der Felder für den Anbau von Futtermitteln, über das Trinkwasser für die Tiere bis hin zur Reinigung von Ställen, Tiertransportern und Schlachthäusern. All dies zusammengenommen ergibt die Wasserbilanz eines tierischen Produktes. Hinzu kommt die Menge an Wasser, die durch die Gülle verunreinigt wird. Diese Bilanz wird auch als Wasserfußabdruck bezeichnet. Der Wasserfußabdruck betrachtet die gesamte Herstellungskette bis zum Verbraucher. 

Pflanzliche Ernährung zugunsten der Umwelt
"Der Zusammenhang zwischen Wasserverbrauch und Ernährung liegt auf der Hand. Auf Obst, Gemüse und Getreide umzusteigen, trägt dazu bei, den persönlichen Wasserverbrauch gering zu halten und die Umwelt zu schützen", so Joy weiter. Eine pflanzliche Ernährung kann einen gewichtigen Beitrag zur Schonung der Ressourcen leisten. Durch eine konsequent vegetarisch-vegane Ernährung können Verbraucher ihren Wasserfußabdruck halbieren.

Pflanzlich in die Zukunft  
Wer die ersten Schritte hin zu einer fleischfreien Ernährung nicht allein machen möchte, kann sich für den VEBU Veggie-Schnupperkurs anmelden. Kostenfrei und unverbindlich begleitet der VEBU Interessierte mit Rezepten und spannenden Informationen 30 Tage lang dabei, die vegan-vegetarische Lebensweise auszuprobieren.
Die VEBU Grafik zum Wasserverbrauch bei der Produktion verschiedener Lebensmittel, finden Sie zum Download unter:  http://vebu.de/files/presse/2016.weltwassertag.grafik.wasserverbrauch.zip 
Alle Infos zum VEBU Veggie-Schnupperkurs unter:   https://vebu.de/publikationen/veggie-schnupperkurs

Der Wasserfußabdruck ist eine Orientierungshilfe. Er setzt sich zusammen aus dem Gesamtvolumen an Wasser, das für ein Produkt insgesamt verbraucht und verschmutzt wird. Bei Nahrungsmitteln heißt das konkret: das Bewässern des Ackerlandes, die Wassermenge, die ein Tier trinkt, die Reinigung von Ställen, Tiertransportern und Schlachthäusern. * IHE der UNESCO (2008). Water Footprint: www.waterfootprint.org

Text: VEBU, Bilder pixabay,  big merci 

Vielleicht auch interessant:
Ökologischer Fußabdruck bei Veggie- und Fleischgerichten
Vegetarische und vegane Kost erlernen