Das Bundeskabinett hat am heutigen Mittwoch das "Nationale Programm für nachhaltigen Konsum" verabschiedet. Ziel ist, Nachfrage und Angebot von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen zu stärken. 

Der Vegetarierbund Deutschland (VEBU) in einer ersten Stellungnahme zum "Nationalen Programm für nachhaltigen Konsum":

Erste Maßnahmen direkt umsetzen
"Der VEBU begrüßt, dass die Bundesregierung die Ernährung als ein zentrales Handlungsfeld im 'Nationalen Programm für nachhaltigen Konsum' benennt. Denn in der Tat haben Entscheidungen im Supermarkt und Restaurant sehr großen Einfluss auf den ökologischen Fußabdruck eines jeden Einzelnen", sagt Till Strecker, Leitung VEBU-Politik. 

Vegan ich bin´sDie Bundesregierung stellt im am heutigen Mittwoch vom Kabinett verabschiedeten Programm zutreffend fest, dass die Auswahl von Lebensmitteln von großer ökologischer Bedeutung ist, da "pflanzliche Lebensmittel i. d. R. erheblich weniger Umweltbeeinträchtigungen (z. B. Treibhausgase, Bodenbelastung, Wasserverbrauch, Grundwasserbeeinträchtigung) als Lebensmittel tierischer Herkunft" verursachen.
"Nun ist es dringend an der Zeit, diese Erkenntnis auch in konkrete Politik umzusetzen", fordert Strecker. Die Ausrichtung der deutschen Agrarpolitik auf Tierhaltung muss beendet werden. Dazu zählt die Orientierung auf den Export, die umgehend korrigiert werden kann. Zurzeit baut die Bundesregierung ihre Unterstützung für den Verkauf von klimaschädlichen tierischen Produkten ins Ausland sogar noch aus. "Einen Wirtschaftszweig zu stützen, der nur zu hohen Kosten für Klima, Tiere und Menschen funktioniert, ist nicht nachhaltig und widerspricht den Zielen, die sich die Bundesregierung selbst gesetzt hat", so Strecker weiter. 

Dem "Nationalen Programm für nachhaltigen Konsum" liegt ein weites Verständnis von Nachhaltigkeit zugrunde. Dazu zählen nicht nur Umweltaspekte, sondern auch Soziales, Gesundheit, Tierschutz und Alltagstauglichkeit. "All diesen Zielen können wir durch eine pflanzenorientierte Ernährung näherkommen. Rahmenbedingungen dafür muss die Politik schaffen und ihren Worten Taten folgen lassen", sagt Till Strecker abschließend.

Text: Stephanie Stragies VEBU ,   Bilder: pixabay   big merci

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