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Ob Linsensuppe oder Erbseneintopf: Früher als "Arme-Leute-Essen" verschrien, haben Hülsenfrüchte inzwischen einen festen Paltz auf unserem Speiseplan. Aus gutem Grund. Hülsenfrüchte haben eine wichtige Rolle in der Landwirtschaft, da sie durch eine Symbiose mit den sogenannten Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Atmosphäre gewinnen können. Außerdem sind Linsen, Bohnen und Co für mehr als ein Fünftel der Weltbevölkerung die wichtigsten Eiweißlieferanten und extrem klimaschonend in der Produktion.

In Supermärkten und Bioläden gibt es Linsen, Erbsen und Bohnen mittlerweile in vielen verschiedenen Sorten, frisch, getrocknet, gefroren oder in Glas und Dose. Eher seltener ist auf unseren Tellern die Adzukibohne. Adzukibohnen werden hauptsächlich in der japanischen, chinesischen und koreanischen Küche verwendet. Sie ist sehr proteinreich, hat aber weniger Kalorien als andere Bohnenarten wie Kidneybohnen, Pintobohnen oder Weiße Bohnen. Ein Grund mehr, sie etwas genauer unter die Lupe zu nehmen: 

AdzukibohneHülsenfrüchte werden immer beliebterDie Adzukibohne ähnelt in der Form der Mungbohne, wird in China auch rote Bohne genannt und es gibt Sie auch in schwarz auf dem Markt. Die feinste aller Bohnen (und nach der Sojabohne auch die meist gegessene) „kleine rote Bohne“ (chin. chi xiao dou 赤小豆) hat einen so leckeren süßen Geschmack, dass sie meist in Süßspeisen landet, in Japan zum Beispiel in dem marmeladeähnlichen Anko (siehe Rezept am Ende des Artikels). Gleichzeitig ist sie sehr nahrhaft, enthält große Mengen pflanzliches Eiweiß, hat aber gleichzeitig deutlich weniger Kalorien und den geringsten Fettgehalt. Überdies sind Adzukibohnen verdaulicher als europäische Bohnen und haben viel Kalium, Calcium, außerdem Eisen, Zink und andere wertvolle Spurenelemente wie Phosphor. 

Nach der Chinesischen Medizin hat die Adzukibohne so herausragende Eigenschaften, dass sie seit dem Altertum nicht nur in der Küche, sondern auch als Heilkraut eingesetzt wird. Bei uns im Westen wurde die kleine rote Bohne zunächst nur in der Makrobiotik verwendet, ist heute aber getrocknet in allen Bioläden erhältlich. Ob für Suppen, Hauptgerichte oder Desserts, Adzukibohnen sind vielseitig zu verwenden.

Bohnen in der Dessertcreme
Mit ihrer mehligen Konsistenz und ihrem nussigen Geschmack passen sie auch besonders gut zu Süßspeisen. Dazu werden sie mit Zucker gekocht und zu einer süßen Paste verarbeitet, die als Grundlage für Cremedesserts oder Füllungen dient. Adzukibohnen sind besonders leicht verdaulich und eine gute Wahl für EinsteigerInnen.

Kochtipps:

  • Bohnen mindestens 8 h oder länger in reichlich Wasser einweichen
  • Vor dem Kochen das Quellwasser wegschütten, denn es enthält unverträgliche, blähende Substanzen.
  • Die Hülsenfrüchte abwaschen und in frischem Wasser gar kochen.
  • Geben Sie die Gewürze von Anfang an in das Kochwasser.


Zu Adzukibohnen passen Gewürze wie Zimt, Curry, Ingwer, Koriander, Chili, Rosmarin, Thymian und Salbei. Sie unterstützen die Verdauung.

Lust auf mehr Bohnen?
Hier einige Rezepte:

Reiscongee mit Adzukibohnen
Das Reiscongee gilt in der TCM als die am leichtesten verdaubare und dabei sehr stärkende Speise. Dabei wird ein Teil Reis gut gewaschen und mit 6-10 Teilen Wasser über mindestens 2 Stunden auf kleinster Flamme ge(zer-)kocht. Wenn eine stärker diuretische Wirkung erwünscht ist, können Adzukibohnen mitgekocht werden und zwar bis zu einem Verhältnis von 1:1. Das Congee wird erst nach dem Kochen gewürzt.

Anko mit Kastanien und Orangenschale
200 g Adzuki über Nacht einweichen. Am nächsten Tag mit einem halben Liter frischem Wasser aufkochen und 5 Minuten lang kochen lassen. Das Kochwasser abgießen und die Bohnen mit 700 ml frischem Wasser aufsetzen. 90 Minuten lang köcheln lassen, dabei ab und zu umrühren und bei Bedarf noch etwas Wasser dazugeben. 10 Minuten vor Ende der Kochzeit zwei Handvoll gekochte, grob zerkleinerte Kastanien zugeben und 180 g Vollrohrzucker unterrühren. Gut rühren und schließlich mit einer Prise Salz und etwas Orangenschale abschmecken. Die Bohnen zerkochen fast völlig, aber falls nötig, kann man mit einem Pürierstab etwas nachhelfen, um einen glatte Creme zu erhalten. Je nach Verwendung kann das Anko nach der Zugabe von Zucker noch auf kleinster Flamme etwas eingekocht werden.

Eintopf mit Adzuki und Kürbis
200 g Adzukibohnen und ein kleines Stück Kombu-Alge über Nacht einweichen. Mit frischem Wasser aufsetzen und 30 Minuten lang köcheln lassen und dabei immer wieder Wasser aufgießen, wenn es nötig ist. Die ersten 5 Minuten ohne Deckel und stark kochen, danach zudecken und die Hitze auf ein Minimum reduzieren. 350 g Speisekürbis in mundgerechte Stücke schneiden, nach den 30 Minuten auf die Bohnen geben und knapp mit Wasser bedecken. Weitere 40 Minuten lang weiterkochen, bis der Kürbis und die Bohnen weich sind. 10 Minuten vor Ende der Kochzeit kann man den Eintopf mit Sojasoße oder Salz abschmecken. Vor dem Servieren mit Olivenöl beträufeln und nach Geschmack mit Petersilie oder anderen aromatischen Kräutern bestreuen.
Quelle: Text: lin/die umweltberatung.at/Bilder: Pixabay

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Hamburg - Verbraucher kaufen zunehmend vegetarische oder vegane Lebensmittel und haben hohe Ansprüche an deren Inhaltsstoffe und Kennzeichnung. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Umfrage der Verbraucherzentralen, an der fast 6.000 Verbraucher teilnahmen. Die Mehrheit der Befragten lehnt demnach Spuren tierischer Bestandteile in sogenannten Ersatzprodukten grundsätzlich ab und orientiert sich beim Einkauf der Lebensmittel kaum an Siegeln, sondern vor allem an der Zutatenliste.

Laut Umfrage kaufen nicht nur Veganer (99 %) und Vegetarier (96 %), sondern auch Flexitarier (82 %) und Mischköstler (62 %) vegane oder vegetarische Ersatzprodukte. „Bei Veganern und Vegetariern erwartet man nichts anderes, aber der hohe Anteil bei den Mischköstlern ist überraschend“, sagt Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. Am beliebtesten waren bei den Umfrageteilnehmern Fleisch- und Wurstersatz sowie Milchersatzprodukte.

Produktionsbedingt können vegetarische und vegane Ersatzprodukte Spuren von Fisch, Milch oder beispielsweise Ei enthalten. Nur 46 Prozent der befragten Veganer stören sich an solchen Verunreinigungen. In der Gruppe der Vegetarier lehnen hingegen 74 Prozent tierische Zutaten in ihren Lebensmitteln grundsätzlich ab. Auch von den Flexitariern (69 %) und Mischköstlern (60 %) werden unbeabsichtigte Inhaltsstoffe mehrheitlich nicht toleriert. „Aus diesem Grund vertrauen viele Verbraucher beim Einkauf wohl eher auf die Zutatenliste als auf besondere Siegel“, meint Valet. Immerhin 67 Prozent der Befragten bestätigten im Rahmen der Umfrage, dass sie die Zutatenliste lesen.

Grafik

Als wesentliche Kaufmotive für vegetarische und vegane Ersatzprodukte wie beispielsweise Seitan-Würstchen, Tofu-Burger oder Lupinen-Eis wurden der Tierschutz (42 %), ethische Gründe (28 %) sowie die Gesundheit (11 %) genannt. Die Priorität der Beweggründe für den Kauf von Ersatzprodukten unterschied sich jedoch je nach Ernährungsweise stark. Während Veganer und Vegetarier den Tierschutz und ethische Gründe am wichtigsten fanden, spielte für Flexitarier der gesundheitliche Aspekt ebenfalls eine bedeutende Rolle. Für Mischköstler war die Gesundheit sogar das hauptsächliche Kaufmotiv.

Die Verbraucherzentralen nehmen das Resultat der Umfrage zum Anlass, um einen Marktcheck durchzuführen, mit dem sie vegetarische und vegane Ersatzprodukte besonders im Hinblick auf deren Spurenkennzeichnung, ihren Gesundheitswert sowie die Kennzeichnung der Haltungsform bei tierischen Zutaten wie Eiklar analysieren werden. „Wir wollen wissen, ob die Rezepturen den hohen Erwartungen der Verbraucher gerecht werden und die Kennzeichnung der Produkte aussagekräftig genug ist“, erklärt Armin Valet.

Weitere Informationen, ein ausführlicher Bericht  zur aktuellen Umfrage sowie anschauliche Infografiken sind veröffentlicht auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg unter www.vzhh.de.
Quelle: Text und Grafik: VZHH/Bilder: Pixabay

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VEBU testet Schnellrestaurants: Forderung nach mehr vegan-vegetarischem Angebot

Berlin - Der VEBU (Vegetarierbund Deutschland) hat Schnellrestaurants in Deutschland getestet und deren veganes und vegetarisches Angebot beurteilt. Die Ergebnisse des Rankings stellt der VEBU jetzt, gemeinsam mit der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, vor. Als veggie-freundlichstes Schnellrestaurant ging Vapiano, gefolgt von Subway Sandwiches, hervor. Bis auf Vapiano schnitt keines der getesteten Restaurants im Urteil besser als ‘mittelmäßig’ ab.

Ranking

“In Deutschland leben mittlerweile rund 7,8 Millionen Vegetarier, 900.000 vegan lebende Menschen und über 42 Millionen Flexitarier. Entsprechend positiv entwickelt sich das vegan-vegetarische Speisenangebot in der Gastronomie. Das Veggie-Angebot der Schnellrestaurants in Deutschland zeigt jedoch noch großen Nachholbedarf”, sagt VEBU-Geschäftsführer Sebastian Joy.
“Beim vegetarischen und veganen Angebot sind die meisten Schnellrestaurants noch recht langsam – vor allem, wenn man Vergleiche zum Lebensmitteleinzelhandel zieht. Das bietet Marktchancen”, kommentiert Mahi Klosterhalfen, Geschäftsführer der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt.

Die Ergebnisse des Veggie-Rankings
RankingDer Gewinner des Rankings heißt Vapiano und weist mit Abstand das größte vegetarische und vegane Angebot aller bewerteten Schnellrestaurants auf. Vapiano überzeugt dabei durch eine große Bandbreite an Veggie-Gerichten. Der Zweitplatzierte des VEBU-Rankings ist Subway Sandwiches. Dort finden die Kunden ein großes und sättigendes, vegetarisches Angebot. Vegane Gerichte sind zwar vertreten, aber machen im Verhältnis zum Gesamtangebot lediglich einen geringen Anteil aus. Pizza Hut landet auf dem dritten Platz und überzeugt mit einem umfangreichen vegetarischen Angebot. Großer Nachholbedarf besteht bei veganen Optionen. In Sachen Transparenz zählt Pizza Hut im Ranking zu den beiden veggie-freundlichsten Schnellrestaurants. Sämtliche Zutaten der Gerichte werden bei Pizza Hut im Menü aufgelistet. Weiter unten im Ranking finden sich auf Platz vier bis sieben McDonald’s, Burger King, Nordsee und KFC.

Ziel des Rankings: Anreiz für Schnellrestaurants, Orientierung für Kunden
Das Ranking soll ab sofort in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Somit werden Anreize für Schnellrestaurants geschaffen, sich künftig besser zu positionieren, das Angebot auszubauen und die weitere Entwicklung vergleichbar zu dokumentieren. Zusätzlich liefert das Ranking Verbrauchern eine Orientierungshilfe für vegan-vegetarische Angebote in Schnellrestaurants und bietet Unternehmen die Möglichkeit, auf die Wünsche von vegan-vegetarisch lebenden Menschen zu reagieren.

Forderung nach mehr Veggie-Auswahl
Im vergangenen Jahr hat die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt (ASS) zusammen mit dem VEBU bereits ein Ranking der veggie-freundlichsten Supermarktketten veröffentlicht. “Das aktuelle VEBU-Ranking, die Bewertung der veggie-freundlichsten Schnellrestaurants, rückt die vegan-vegetarische Lebensweise weiter in den Fokus der Servicelandschaft und ruft Unternehmen dazu auf, das Veggie-Angebot vielfältiger und kundenfreundlicher zu gestalten”, erklärt Joy.
Quelle: Text und Tabellen: VEBU/Bilder: Pixabay

Alle Infos zum VEBU-Ranking der Schnellrestaurants finden Sie hier: https://vebu.de/veggie-ranking

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- Etwa einer von drei Apfelsäften wird mit tierischer Gelatine geklärt
- Verbraucherinnen und Verbraucher werden darüber im Unklaren gelassen
- foodwatch fordert Kennzeichnungspflicht für tierische Inhalts-, Zusatz- und Hilfsstoffe

Berlin - Wer klaren Apfelsaft kauft, kann nicht sicher sein, dass es sich dabei um ein rein pflanzliches Produkt handelt. Bei mehr als jedem dritten Apfelsaft bzw. -nektar (7 von 17) und jeder dritten Apfelschorle (5 von 14) war laut foodwatch-Analyse die Klärung mit tierischer Gelatine nicht ausgeschlossen. Für den Marktcheck hat die Verbraucherorganisation das gesamte Angebot an Hersteller- und Eigenmarken aus drei Filialen von Edeka, Lidl und Rewe berücksichtigt, den drei größten Lebensmitteleinzelhändlern in Deutschland.

„Viele Verbraucherinnen und Verbraucher wollen in Bezug auf Lebensmittel tierischen Ursprungs bewusste Kaufentscheidungen treffen – aus welchem Grund auch immer“, sagte Sophie Unger von foodwatch. „Solange aber auf den Flaschen oder Tetrapaks nicht angegeben werden muss, ob mit tierischer Gelatine geklärt wurde, ist eine informierte Kaufentscheidung nicht möglich.“

Dabei machte es grundsätzlich keinen Unterschied, ob der Saft oder die Schorle von einem Markenhersteller kam oder die Eigenmarke eines Handelskonzerns war: Sowohl der klare Apfelsaft von Albi als auch die Schorlen von Adelholzener, Lichtenauer und Rewes eigene Bioschorle wurden mit Schweine- oder auch Rindergelatine geklärt.

Dass es auch anders geht, zeigen dagegen zum Beispiel Pfanner, Beckers Bester und Valensina. Alle drei Hersteller gaben an, Säfte entweder mechanisch durch Ultrafiltration oder mithilfe pflanzlicher „Gelatine“ zu klären. Adelholzener arbeitet nach eigenen Angaben derzeit an einem Projekt um zu testen, ob statt tierischer Gelatine künftig Erbsenprotein verwendet werden kann. Im Allgemeinen wird beim so genannten Schönungsprozess naturtrübem Saft Gelatine zugesetzt, die zusammen mit den anhaftenden Trübstoffen anschließend wieder herausgefiltert wird. Im Endprodukt ist die Gelatine nach Herstellerangaben nicht mehr nachweisbar.

apfelsaft

„Auch wenn die Gelatine im Endprodukt nicht mehr enthalten ist, werden Verbraucherinnen und Verbraucher in ihrer Erwartung getäuscht“, so Unger. „Denn bei an sich pflanzlichen Produkten – und dazu gehört auch klarer Apfelsaft – geht man selbstverständlich davon aus, dass keine tierischen Inhalts-, Zusatz- oder Hilfsstoffe verwendet wurden. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob diese Säfte zusätzlich als ‚vegetarisch‘ bzw. ‚vegan‘ beworben werden.“

foodwatch fordert daher eine klare und gut lesbare Kennzeichnungspflicht, wenn tierische Substanzen an irgendeiner Stelle im Produktionsprozess verwendet wurden. Gleiches gilt für Aromen tierischen Ursprungs, die zum Beispiel bei einigen Chipssorten verwendet werden, oder für Farbstoffe, die aus Tieren gewonnen werden. Es sei höchste Zeit, diese gesetzlichen Kennzeichnungslücken zu schließen.
Quelle: Text und Produktbilder: foodwatch/Einl.bild: Pixabay

Downloads
foodwatch-Marktcheck: „Ein Schweinchen namens Babe“ (PDF, 739 KB)

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Die Suche hat begonnen: PETA sucht die attraktivsten Veganer*innen des Landes - jetzt mitmachen und gewinnen!

Stuttgart -  Sexy, charmant und einfach überzeugend: Die Temperaturen sind wieder auf Höchstniveau – jetzt wird es bei PETA noch heißer, denn die Tierrechtsorganisation sucht „Germany’s Sexiest Vegan 2016“. Das große Onlinecasting zur Wahl der attraktivsten Veganer*innen in den Kategorien „Frau“, „Offen“ und „Mann“ hat auf Sexy.PETA.de begonnen.

PETASexy für PETA: Friseur und Visagist Armin Morbach/PETA, action press plusDie „offene“ Kategorie lädt all jene zur Teilnahme ein, die sich hinreißend, aber nicht im klassischen Sinne männlich oder weiblich fühlen. Dabei sein ist ganz unkompliziert: Einfach den Fragebogen im Internet ausfüllen, ein Foto hochladen und schon ist die Chance auf den begehrten Titel gesichert. Bei der Wahl zählt nicht nur das schöne Äußere; vor allem das Engagement für die Rechte der Tiere hat Gewicht. Nach einer Vorauswahl durch die PETA-Jury werden die fünf Finalist*innen jeder Kategorie ab dem 31. August in einem Onlinevoting durch die PETA-Fangemeinde auf Sexy.Peta.de gewählt.

„Veganer*innen, zeigt, wie charmant ihr seid! Es gibt schließlich kaum etwas, das so attraktiv macht wie Mitgefühl für andere Lebewesen“, so Felicitas Kitali, Fachreferentin bei PETA. „Wir rechnen auch in diesem Jahr mit einem Ansturm von Teilnehmer*innen für den ‚Germany’s Sexiest Vegan‘ Contest.“

 


Die Gewinner*innen werden am 7. September auf Sexy.PETA.de präsentiert und dürfen den begehrten Titel ein Jahr lang tragen. Zudem gibt es traumhafte Preise zu gewinnen:
- Die Ersten der jeweiligen Kategorie erhalten einen Flowjuicer Entsafter der Firma Klarstein, Hersteller innovativer und qualitativ hochwertiger Modern Living Produkte mit unverkennbarem Design.
- Auf die Zweitplatzierten wartet ein Gutschein im Wert von 100 Euro, einzulösen bei Loveco, Berlins größtem Concept Store für Fair Trade Kleidung und Bio Mode, der jetzt auch online verfügbar ist.
- Die Drittplatzierten dürfen sich über einen Präsentkorb im Wert von 50 Euro von Veganz, Europas erster veganer Supermarktkette, freuen.

Bewerben kann sich jeder, der vegan lebt und das 18. Lebensjahr vollendet hat. Teilnahmeschluss ist der 28. August 2016.

Schon in den vergangenen beiden Jahren war der Wettbewerb, mit dem PETA für eine tier- und umweltfreundliche Lebensweise wirbt, ein voller Erfolg. Veganer führen in der Regel nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder in Fischernetzen. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht.
Quelle: Text: PETA/Einl.bild: Pixabay

Mehr über das Engagement von Promis für PETA finden Sie hier!

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Für Vegetarier gehört Käse oftmals zum Speiseplan. Doch die wenigsten wissen, dass auch Käse nicht immer vegetarisch ist. Der Grund ist die Verwendung von Kälberlab in der Käseproduktion. Der VEBU (Vegetarierbund Deutschland) hat eine aktuelle Liste veröffentlicht, die darüber Auskunft gibt, welche Käsesorten der verschiedenen Hersteller vegetarisch sind und welche nicht.

Berlin - Der VEBU hat eine Liste veröffentlicht, die zeigt, welche Käseprodukte mit tierischem und welche mit mikrobiellem Lab hergestellt werden. „Mit dieser Liste bieten wir den Verbrauchern eine Unterstützung beim Einkauf, denn auf vielen Produkten fehlen Angaben darüber, mit welchem Lab der Käse hergestellt wurde. Käse, der mit tierischem Lab aus Kälbermägen produziert wird, ist nicht vegetarisch. Das wissen viele Verbraucher nicht“, erklärt Sebastian Joy, VEBU-Geschäftsführer. „Viele Vegetarier kaufen also unwissentlich ein Produkt, das nicht vegetarisch ist“, so Joy weiter.

VEBU-Labliste
KäsereiManche Hersteller von Käsesorten weisen auf der Verpackung auf die Verwendung von mikrobiellem Lab hin.Die VEBU-Labliste umfasst das Käseangebot von 42 Unternehmen*. Viele Unternehmen stellen ihre Käseprodukte bereits ausschließlich mithilfe von mikrobiellem Lab her. Einige andere nutzen nach wie vor tierisches Lab für ihre Käsesorten. Manche Hersteller weisen auf der Verpackung auf die Verwendung von mikrobiellem Lab hin. Rund 80 Prozent der angefragten Produkte werden mit mikrobiellem Lab hergestellt. Im Jahr 2010 betrug der Anteil noch rund 70 Prozent. „Im Gegensatz zum Jahr 2010, als der VEBU schon einmal eine Recherche zur Labverwendung durchgeführt hat, können wir eine deutliche Entwicklung hin zum vermehrten Einsatz von mikrobiellem Lab feststellen“, sagt Joy. In manchen Fällen ist keine eindeutige Aussage über die Verwendung der Lab-Art möglich. Manche Hersteller wechseln bei der Produktion zwischen tierischem und mikrobiellem Lab, je nach Verfügbarkeit und Preisgestaltung. Dies trifft oft auch auf die Käseprodukte zu, die von Supermärkten als Eigenmarken verkauft werden. In diesen Fällen können Verbraucher jedoch eine Produktanfrage unter Angabe der genauen Produktnummer starten.

Lab in der Käseproduktion
KalbWer ganz sicher gehen möchte, sollte zu veganen Käsevarianten greifen.Lab wird in der Käseherstellung eingesetzt, um die Milch dickzulegen. Tierisches Lab ist ein Gemisch aus Enzymen und stammt aus den Mägen junger, geschlachteter Kälber. Während die Tiere sich noch im milchtrinkenden Alter befinden, besitzen ihre Mägen genug Enzyme, die zum Spalten des Milcheiweißes Kasein benötigt werden. Mikrobielles Lab ist eine vegetarische Alternative zum tierischen Lab. Es wird im Labor nachgebildet und erzielt vergleichbare Effekte. Einige Käsesorten kommen ganz ohne Lab aus, wie zum Beispiel Harzer Käse und andere Käse aus Sauermilchquark.

Tierleid verhindern: Vegane Alternativen beim Einkauf bevorzugen
„Wir empfehlen den Verbrauchern jedoch eine gänzlich tierleidfreie pflanzliche Variante, statt den trotzdem mit Tierleid verbundenen Käse zu kaufen. Heute gibt es zahlreiche vegane Alternativen, die sich beim Kochen und Zubereiten von Menüs ähnlich verwenden lassen“, erläutert Joy. Der VEBU bietet mit den Informationen auf seiner Homepage eine Übersicht zu den pflanzlichen Käsealternativen **.

Sicherheit bietet das V-Label
V-LabelAngaben über die Verwendung des Labs auf Produktverpackungen sind nicht gesetzlich vorgeschrieben. Lab muss nicht deklariert werden, da es international nicht als Lebensmittelzusatzstoff eingestuft wird. Es ist ein sogenannter Produktionshilfsstoff. Werden Angaben dazu gemacht, sind das freiwillige Leistungen der Hersteller. Sicherheit beim Einkauf bietet das V-Label. Das V-Label ist ein international geschütztes Qualitätssiegel zur Kennzeichnung von vegetarischen und veganen Lebensmitteln und Produkten. Es wird als Orientierungshilfe auf Verpackungen eingesetzt. Verbraucher können so beim Einkauf auf den ersten Blick erkennen, ob ein Produkt für sie geeignet ist.
Das V-Label wird in Deutschland vom VEBU vergeben.
Quelle: Text: VEBU/Bilder: Pixabay

Die Labliste des VEBU finden Sie hier:
https://vebu.de/wp-content/uploads/2016/05/VEBU-Labliste-2015-2016.pdf

* Die Informationen wurden durch Anfragen an die Unternehmen per E-Mail, per Telefon und durch die Mitarbeit der Händler und Lieferanten oder anhand von Aussagen auf den Firmenhomepages zusammengetragen.

** Einen Artikel über die zehn besten pflanzlichen Käsealternativenfinden Sie hier:
https://vebu.de/essen-genuss/pflanzliche-alternativen/veganer-kaese-die-besten-kaesealternativen/

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