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Essen Stadtschild

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Am 18. Juni 2015 hat die Europäische Kommission der Stadt Essen den Titel „Grüne Hauptstadt Europas 2017“ verliehen. 
           European green Award                                                                                                                                                                                                                                  Mit dem Titel wird eine europäische Stadt ausgezeichnet, die nachweislich hohe Umweltstandards erreicht hat und fortlaufend ehrgeizige Ziele für die weitere Verbesserung des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung verfolgt.

Die Grüne Hauptstadt bietet 300 Aktionen
Essen ist die grünste Stadt in Nordrhein-Westfalen und drittgrünste in ganz Deutschland. Im Grüne Hauptstadt-Jahr werden zahlreiche Veranstaltungen, Kongresse und Bürgerprojekte stattfinden.

„Ich freue mich sehr, dass wir ein so abwechslungsreiches und zukunftsweisendes Programm zur Grünen Hauptstadt Europas 2017 präsentieren können“, sagt der Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Die Auszeichnung ist in erster Linie ein Titel für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Mit dem Programm möchten wir aber auch unsere nationale und internationale Vorbildfunktion als Titelträger unterstreichen.“

Beteiligung über Bürgerprojekte
Bei der Programmgestaltung spielen europaweit richtungsweisende Projekte ebenso eine Rolle wie die Beteiligung der Bürgerschaft. Ziel ist, dass sich die Essenerinnen und Essener möglichst vielfältig in das zwölfmonatige Programm der Grünen Hauptstadt Europas 2017 über Bürgerprojekte einbringen.

So soll zum Beispiel im Beginenhof ein regelmäßiges Tausch-Café, das Tauschwatt-Café, stattfinden. In einem offenen Regal werden dann Bücher, Kleidungstücke und kleinere Gebrauchsgegenstände angeboten. Ein weiteres Bürgerprojekt wird die Green Fashion Tour sein. Diese startet im kommenden Jahr als informative und inspirierende Tour zu den besten Shopping-Adressen für grüne Mode in der Stadt.

Wie vielfältig die Bürgerprojekte sind, beweist das Fledermausprojekt des Naturschutzvereins Volksgarten e. V. Der Naturschutzverein schafft Nistmöglichkeiten für Fledermäuse und legt Insektenwiesen an. In der ersten Ideenbörse der Bürgerprojekte wurden 115 Projekte ausgewählt. Die Jurysitzung für die zweite Ideenbörse findet im Dezember 2016 statt.

Das Programm der Grünen Hauptstadt steht online unter www.essengreen.capital zur Verfügung.

Text: Pressebüro Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017/ Grafik links: European Green Capital Award 2017 Einleitungsbild: Pixabay

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Messinstrument für Kommunen in Sachen Nachhaltigkeit

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Bertelsmann Stiftung und Difu stellen neues Instrument für bundesweites Monitoring nachhaltiger Entwicklung vor/Kommunen können mit "Monitor Nachhaltige Kommune" den Grad ihrer Nachhaltigkeit messen

monitorBerlin - Die Mehrzahl der Kommunen steht zu einer nachhaltigen Entwicklung. Allerdings war es bisher schwierig, den Erfolg des nachhaltigen Handelns zu messen. Der von der Bertelsmann Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Urbanistik in Berlin entwickelte „Monitor Nachhaltige Kommune“ liefert dazu nun die Möglichkeit: Er zielt darauf ab, den Stand der nachhaltigen Entwicklung in deutschen Kommunen transparent zu machen und die Entwicklung eines wirkungsorientierten Nachhaltigkeitsmanagements zu unterstützen. Im Internet-Portal www.wegweiser-kommune.de der Bertelsmann Stiftung können Kommunen mit mehr als 5.000 Einwohnern ihre individuellen Werte und Entwicklungsverläufe abrufen und mit den Werten anderer Kommunen vergleichen. Zwei Veröffentlichungen fassen die detaillierten Ergebnisse zusammen, sie stehen als PDF kostenfrei im Netz bereit.

Obwohl Städte, Gemeinden und Kreise bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien des Bundes und der Länder eine wichtige Rolle spielen, gibt es wenige gesicherte Erkenntnisse darüber, wie nachhaltig Deutschlands Kommunen tatsächlich sind und mit welchen Themen sie sich beschäftigen. Diese Lücke soll der auch von den kommunalen Spitzenverbänden unterstützte neue "Monitor Nachhaltige Kommune" schließen.

Die im Rahmen des Monitors durchgeführte Befragung der Stadtspitzen deutscher Städte und Kreise zeigt, wie nachhaltig Deutschlands Kommunen handeln. Fast 90 Prozent der befragten Kommunen betonen, dass das Thema für sie sehr wichtig bzw. wichtig ist. Dabei stehen die Themen Haushaltsführung, Bildung, Wohnen und Wohnumfeld sowie Klima und Energie in den befragten Kommunen derzeit hoch im Kurs. Gleichzeitig wird allerdings dem Engagement für Armut, Sicherheit, Gesundheit und Pflege sowie für die „Eine-Welt“ eher nachrangige Bedeutung beigemessen. Dies kann als Defizit bewertet werden: Die Vereinten Nationen betonen in ihrer Resolution zu den neuen globalen Zielen („Sustainable Development Goals“), dass die Beseitigung der Armut ein zentraler Aspekt und eine Vorbedingung für nachhaltige Entwicklung ist, und das gilt nicht nur global, sondern trifft auch auf deutsche Kommunen zu.

Neben der Befragung zum Nachhaltigkeitsmanagement wurde im Monitor Nachhaltige Kommune ein umfassender Indikatorenkatalog entwickelt, der dem Monitoring und der Evaluation von nachhaltiger Entwicklung dient. Von insgesamt 125 Indikatoren aus den zentralen kommunalen Aufgabenbereichen werden insbesondere 37 sogenannte „Kernindikatoren“ empfohlen. Zu diesen erfolgten eine flächendeckende Datenerhebung sowie statistische Analysen zu Zusammenhängen zwischen den Indikatoren.
Quelle: Text und Cover: Sybille Wenke-Thiem, Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Deutsches Institut für Urbanistik/
Bilder: Pixabay

EssenÜber die Stadt Essen und ihre Auszeichnung lesen Sie hier

Gartenmännchen Deko für den Garten

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Im Rahmen einer Umfrage haben Wissenschaftler des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V.  Berlinerinnen und Berliner zur Akzeptanz von urbaner Landwirtschaft befragt. Die ersten Ergebnisse der Studie wurden jetzt vorgestellt: Als bevorzugte Produktionsform erfahren Dachgärten die größte Zustimmung, da so ungenutzte Flächen sinnvoll für die Lebensmittelproduktion eingesetzt werden können. Die Mehrzahl der Befragten wäre auch bereit, mehr Geld für in der Nachbarschaft erzeugte Lebensmittel auszugeben, wenn damit ökologische und soziale Ziele verbunden sind, beispielsweise Bildungsaspekte.     

Die Berliner wünschen sich mehr „Grün“ auf ihren Dächern: Unter www.zfarm.de wurden bisher ungenutzte und potentiell geeignete Dachflächen verzeichnet.Die Berliner wünschen sich mehr „Grün“ auf ihren Dächern: Unter www.zfarm.de wurden bisher ungenutzte und potentiell geeignete Dachflächen verzeichnet.Die Forscher gehen noch einen Schritt weiter und zeigen unter www.zfarm.de auf einer interaktiven Karte, welche Berliner Dächer sich für eine „Begrünung“ eignen. Derzeit sind über 7000 Dachflächen, also insgesamt rund 5 Mio. Quadratmeter, als potentiell nutzbare und derzeit brachliegende Areale erfasst.   

 

 


Erfolg der Gemeinschaftgärten

Neue Geschäftsideen im Bereich der landwirtschaftlichen und gärtnerischen Produktion etablieren sich in den Großstädten. Grüne Orte der Begegnung und der Auseinandersetzung mit der Natur, der Ökologie und der Nahrungsmittelproduktion werden für immer mehr Menschen attraktiv. Während Anbauflächen für Nahrungsmittel mit der einsetzenden Industrialisierung fast gänzlich aus dem Stadtbild verschwanden, ist derzeit eine verstärkte Rückkehr der Produktion in die Städte zu verzeichnen: Neben traditionellen Formen, z. B. den rund 73.000 Schrebergärten in der Stadt Berlin, sind in den letzten Jahren mehr als 100 Gemeinschaftsgärten sowie Initiativen wie das „Himmelbeet“, der „Prinzessinnengarten“, oder der „Allmende Kontor“ auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof entstanden. Die Gründe für den Erfolg liegen insbesondere in der steigenden Nachfrage der Verbraucher nach Transparenz und Nähe zur Lebensmittelproduktion

 Um herauszufinden, welche Präferenzen die Bevölkerung mit der Nutzung städtischer Flächen und die verschiedenen Typen und Produkte urbaner Landwirtschaft verbindet, haben Forscherinnen und Forscher des ZALF im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt „Nachhaltiges Landmanagement – Wissenschaftliches Begleitvorhaben Innovative Systemlösungen“ Einwohner Berlins zu ihren Einstellungen, Ansprüchen und Erwartungen befragt.

Die Städter wollen mehr soziale und ökologische Anbauflächen in ihrer Nähe
Die Ergebnisse bestätigen die Trendaussagen der Forscher: Dachgärten und Dachfarmen erfahren mit rund 80 Prozent eine besonders hohe Zustimmung, ebenso wie Projekte auf städtischen Brachflächen oder am Stadtrand (60 Prozent). Wichtig ist den Befragten außerdem, dass weniger intensive Produktionssysteme, zum Einsatz kommen (50 Prozent). Gemeint sind hier Anbau in Erde (gegenüber erdlosen Verfahren) und ressourcenschonender bzw. biologischer Anbau. Über die Hälfte gab außerdem an, dass sie gartenbauliche Produkte aus urbaner Landwirtschaft kaufen würde, wohingegen Tierhaltung und tierische Produkte überwiegend abgelehnt wurden (70 Prozent).
Die höchste Akzeptanz besteht für Geschäftsmodelle, die kommerzielle Ziele mit einer ökologischen Ausrichtung und sozialen Zielen, z. B. Bildungsaspekten, kombinieren.

Dies ist weltweit die erste Studie, die das Thema der „urban agriculture businesses“ aus der Perspektive potentieller Konsumenten untersucht. Die Ergebnisse sind relevant für alle, die derartige Projekte in Zukunft planen, umsetzen, wissenschaftlich untersuchen oder politisch unterstützen wollen.

Text: Hendrik Schneider Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. , Einleitungsbild und Foto unten: Pixabay

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Bauelement zur vertikalen BegrünungFraunhofer UMSICHT

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Bauelement zur vertikalen Begrünung   Fraunhofer UMSICHTBauelement zur vertikalen Begrünung Fraunhofer UMSICHT

Mit vertikaler Begrünung lassen sich Gebäudefassaden langfristig bepflanzen – mit dem zusätzlichen Ziel, das Mikroklima positiv zu beeinflussen, die Feinstaubkonzentration zu senken und den Schallschutz zu verbessern. Auf der Messe BAU 2017 präsentiert Fraunhofer UMSICHT ein Pilotsystem zur vertikalen Begrünung, das bereits jetzt im kleinen Rahmen einsatzfähig ist.

Immer mehr Menschen leben in Städten. Aus dieser Entwicklung heraus gerät zwangsläufig auch die Begrünung des urbanen Raums in das Blickfeld von Architekten und Planern. Zum einen besteht der Wunsch, grüne Flächen als gestalterisches Element zu verwenden. Zum anderen verspricht man sich positive Einflüsse auf die CO2-Bindung und Feinstaubfilterung, das Mikroklima und den Schallschutz.
Für die Begrünung von Dächern gibt es mittlerweile viele Lösungsansätze. Die Begrünung vertikaler Flächen wie Gebäudefassaden steckt dagegen noch in den Anfängen. Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen hat in diesem Rahmen ein Pilotsystem für vertikale Begrünung entwickelt. Das Modulsystem funktioniert bodenungebunden und auf der Basis mineralischer Bauelemente aus Kalksandstein, die zu großflächigen Elementen verbaut und mit verschiedenen Pflanzenarten begrünt werden können.

Bessere Luft durch begrünte Wände
Auf der BAU 2017, der Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme, präsentiert Fraunhofer UMSICHT vom 16. bis zum 21. Januar in München ein Bauelement für die wandgebundene vertikale Begrünung. »Außerdem zeigen wir am Messestand ein Video, das anhand von 3D-Animationen die Funktionsweise der Wand demonstriert«, sagt Dr. Holger Wack, stellvertretender Leiter der Abteilung Materialsysteme und Hochdrucktechnik, der das Projekt bei Fraunhofer UMSICHT betreut. »Wir freuen uns, auf der BAU die Akzeptanz und mögliche Einsatzgebiete von Systemen vertikaler Begrünung zu diskutieren.«

Pilotsysteme sind seit Anfang 2015 in Castrop-Rauxel (UNIKA), in Orihuela in Spanien (biolit) und in Oberhausen (Fraunhofer UMSICHT) zu Forschungszwecken installiert. Neben Untersuchungen zum Bewässerungsverhalten, Pflanzenwachstum und zur Feinstaubsorption steht derzeit vor allem die positive Beeinflussung des Mikroklimas im Fokus: Speziell in großen Städten gibt es Areale, die signifikant wärmer sind als die Umgebung, sogenannte Urban Heat Islands. »Die Vertikalbegrünung ist ein Mittel, um die Überhitzung im urbanen Raum zu reduzieren«, erklärt Dr. Wack. So konnten Wärmebildkameraaufnahmen bereits zeigen, dass die Pilotwand deutlich kühler ist als die Umgebung.

Vertical Gardening: Erdbeeren, die in der UMSICHT-Pilotwand gewachsen sind.   Fraunhofer UMSICHTVertical Gardening: Erdbeeren, die in der UMSICHT-Pilotwand gewachsen sind. Fraunhofer UMSICHTModulsystem beliebig skalierbar
Das von UMSICHT entwickelte System zur wandgebundenen vertikalen Begrünung lässt sich bereits jetzt in der Praxis nutzen, beispielsweise als Trennwand zwischen zwei Häusern, Dr. Wack: »Durch die einzelnen Bauelemente bieten wir ein skalierbares Modul, mit dem sich beliebig große Flächen erstellen lassen.« Langfristig gesehen könnten damit beispielsweise auch Lärmschutzwände an Autobahnen realisiert werden. Das System bietet im Sinne des vertikalen Gärtnerns auch für Privatleute eine interessante Option: Die Baumodule eignen sich durch ein automatisches Bewässerungssystem für die Obst- und Gemüseaufzucht wie Erdbeeren oder Zucchini auch auf der eigenen Terrasse.  
Darüber hinaus arbeiten Dr. Wack und sein Team derzeit an Techniken zur Vermessung und Visualisierung von vertikal begrünten Wänden, die später auch anderen Betreibern von Vertikalbegrünungen zugänglich gemacht werden sollen. Damit können dann Aussagen über den Ist-Zustand getroffen und Reglungsstrategien abgeleitet werden – beispielsweise um wie viel Grad die Temperatur beeinflusst wird oder wie in Abhängigkeit der Wettersituation bewässert werden muss. 

Die BAU 2017, Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme, findet vom 16. bis zum 21. Januar in München statt. Fraunhofer UMSICHT ist an allen Messetagen in Halle C2, Stand 538 vertreten.
Projektpartner biolit GmbH & Co. KG und UNIKA GmbH
Kompetenzen von UMSICHT im Bereich Bau
Fraunhofer UMSICHT forscht neben vertikaler Begrünung außerdem in den Bereichen Materialentwicklung für die Baubranche (z.B. optimierte Wärmedämmputzsysteme), Recycling von Bauschutt (Projekt BauCycle) und zu energietechnischen Fragestellungen im Gebäudesektor am Fraunhofer-inHaus-Zentrum

Text: Dipl.-Chem. Iris Kumpmann Abteilung Public Relations Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT    Beitragsbild und Bild unten: pixabay

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Geco-Gardens Gemüseanbau auf dem Balkon

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Eine Biofarm auf dem Balkon – die platzsparenden, automatischen Kleingärten von „Geco-Gardens“, die einen integrierten Wasser- und Nährstoffkreislauf haben, überzeugten die Jury. Damit setzte sich Mitte November diese Geschäftsidee beim dritten Ideenwettbewerb PUSH! Campus Challenge der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) in Kooperation mit der Universität Hohenheim (Fachgebiet Entrepreneurship) gegen sieben Studierendenteams durch.

Geco Gardens BfdW 06.2016IIGeco Gardens - vertikale KleingärtenVertikale Kleingärten für den Balkon haben Zeug zum Verkaufserfolg
„Geco-Gardens“- Gründer Bastian Winkler, ehemaliger Master-Student und jetzt Doktorand im Fachgebiet Nachwachsende Rohstoffe und Bioenergiepflanzen an der Universität Hohenheim, konnte die Glückwünsche von Dr. Andreas Chatzis von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart entgegennehmen.

„Die PUSH! Campus Challenge bietet eine gute Möglichkeit, junge Menschen mit Unternehmergeist zu bestärken, sich an eigenen Ideen auszuprobieren und sie in die Tat umzusetzen. Die Jury hat die Geschäftsidee am höchsten bewertet, in der sie auch ein ökonomisches Potenzial gesehen hat“, erklärt Prof. Dr. Andreas Kuckertz vom Fachgebiet Entrepreneurship an der Universität Hohenheim und Gastgeber der PUSH! Campus Challenge.

Platzsparendes Gärtnern in Bioqualität
Das Geco-Gartensystem passt auf kleinste Flächen. Durch die vertikale Anordnung der Pflanzbehälter wachsen die Pflanzen übereinander. Dadurch ist die Pflanzfläche um ein Vielfaches größer als die benötigte Grundfläche.
Geco-Gardens“ schafft damit Flächen für den ökologischen Eigenanbau von frischem Gemüse, Kräutern und Obst in der Stadt und ist perfekt geeignet zum Urban Gardening.

Eine elektrische Tauchpumpe sorgt für gleichmäßige Wasser- und Nährstoffzirkulation durch alle Pflanzbehälter. Dadurch sind die Pflanzen nicht nur optimal versorgt, sondern erhalten über den Wasserkreislauf auch alle wichtigen Nährstoffe für ein gesundes Wachstum.
Dank des integrierten Wasser-und Nährstoffkreislaufs müssen die Pflanzen kaum gegossen werden. Dies ist nur bei Jungpflanzen oder nach der Einsaat während der ersten Wochen nötig. Außerdem bietet „Geco-Gardens“ die Möglichkeit, jedes Gartensystem individuell zu planen.

Nährstoffrückgewinnung aus Bioabfällen
Herzstück des Systems ist ein Wurmkomposter. In ihm produzieren hunderte Kompostwürmer aus den eigenen Bioabfällen natürlichen Dünger. Bastian Winkler: „Dies vollzieht sich heimlich, still und leise und ohne Geruch.“
Die Losung der Würmer (Kot) enthält neben allen essentiellen Pflanzennährstoffen zusätzlich Pflanzenwachstumshormone und eine Reihe günstiger Mikroorganismen, die das Pflanzenwachstum nachhaltig verbessern. Dadurch wird dem Gartensystem Leben eingehaucht und ein kleines Ökosystem geschaffen.

Hintergrund: PUSH! Campus Challenge
Die PUSH! Campus Challenge bietet eine Plattform für Hochschulteams, ihre Geschäftsideen einem breiteren Publikum und einer Fachjury aus Vertretern der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart, der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Baden Württemberg sowie weiteren Vertretern der Gründerszene der Metropolregion Stuttgart vorzustellen.

Weitere Informationen: http://www.geco-gardens.de

Florian Klebs Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Universität Hohenheim, Text: Töpfer, Bilder: Geco-Gardens, Bild unten: pixabay

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Holz - ein nachwachsender Rohstoff

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Im Nordosten von Paris, im 17ten Arrondissement an der Ringstraße (die sogenannte “Périphérique”), entsteht das neues Ökoviertel “Clichy-Batignolles” auf einem ehemaligen Industriegelände. Das Projekt wurde vom Pariser Stadtrat 2002 initiiert. Ziel ist es, 3 400 Wohnungen und 12 700 Arbeitsplätze in einer umweltschonenden Umgebung zu schaffen.  

Bereits fertiggestellte Hochhäuser mit Holzfassade des OstflügelsBereits fertiggestellte Hochhäuser mit Holzfassade des Ostflügels Foto: Wissenschaftl. Abtlg. französische BotschaftÖkoviertel über 50 Hektar groß
Das neue Viertel erstreckt sich über eine Fläche von 54 ha, davon 10 ha Park in der Mitte, und wird CO2-neutral sein. Entgegen der in Paris geltenden Vorschrift einer maximal zulässigen Gebäudehöhe von 37m dürfen in Clichy-Batignolles 50m hohe Gebäude entstehen. Zudem werden alle Gebäude einen niedrigen Energieverbrauch aufweisen: Es wurde ein Zielwert von maximal 50 kWh/m2 pro Jahr festgelegt, der der aktuellen Wärmeverordnung in Frankreich entspricht (die sogenannte “RT2012”).
Für den Heizungsverbrauch wurde sogar der Zielwert von 15 kWh/m2 pro Jahr festgelegt (wie bei der deutschen “Passivhaus”-Zertifizierung).

Der Pariser Justizpalast wird dort ein 160m hohes Gebäude beziehen. Es wird einen neuen Rekordwert für Hochhäuser mit einem maximalen Energieverbrauch von 75 kWh/m2 pro Jahr erreichen (zum Vergleich: die neuesten Hochhäuser des Pariser Geschäftsviertels La Défense verbrauchen circa 150 kWh/m2 pro Jahr).

Die Energieversorgung wird teilweise über Solaranlagen gewährleistet: 2020 sollen auf insgesamt 35 000 m2 Fläche (Dächer und Fassaden) Solarpanele installiert werden, die 3 500 MWh pro Jahr erzeugen. Mit der Solarenergie sollen ungefähr 40% des gesamten Stromverbrauchs abgedeckt werden. Die Energie für die Heizung und die Warmwasserbereitung wird über Geothermie gewonnen. Zu diesem Zweck wird Clichy-Batignolles mit dem bereits vorhandenen Pariser Wärmenetz verbunden.

Automatische Müllentsorgung
Um den Auto- und LKW-Verkehr im Viertel zu umgehen, werden zwei neue Metrohaltestellen gebaut, die die vollautomatisierte Linie 14 verlängern. Existierende Bus-, Straßenbahn- und Metro-Haltestellen liegen auch in der Nähe und ermöglichen es den Einwohnern von Clichy-Batignolles, in nur 20 Minuten die wichtigsten Bahnhöfe im Zentrum von Paris zu erreichen (Gare de Lyon, Gare Saint-Lazare, Châtelet-les-Halles).
Der Müll wird über eine automatisierte pneumatische Anlage entsorgt. Hierfür werden an öffentlichen Plätzen und in allen Gebäuden Anschlusspunkte installiert, sogenannte im Boden verankerte Müllsäulen. Der Müll wird angesaugt, verdichtet und drei Mal pro Woche per LKW entsorgt.
Ein großer Teil des Projekts ist schon fertiggestellt: der Park, die pneumatische Anlage, der Ostflügel etc. und die ersten Bewohner sind bereits 2012 eingezogen.
2020 sollen die letzten Gebäude eingeweiht werden. Das Projekt wurde durch öffentliche und private Investoren finanziert.

Text: Marie de Chalup Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland und Fotos pixabay 

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