NACH OBEN

  

Deutsche Umwelthilfe sucht "Gärten der Integration".

Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv

Gartenprojekte und Initiativen, bei denen geflüchtete Menschen mitarbeiten oder die von Geflüchteten initiiert wurden sind aufgerufen, sich am DUH-Wettbewerb zu beteiligen - Gärten sind ideale Orte zur Umweltbildung und Integration

Berlin - Gartenarbeit ist bestens geeignet, um miteinander ins Gespräch zu kommen, Kontakte zu knüpfen und gleichzeitig das Wissen über Umwelt und Natur zu erweitern. Kleingärtnervereine und Gemeinschaftsgärten, die ihre Anbauflächen für geflüchtete Menschen öffnen, bieten eine große Chance für deren Integration. Genau solche Gärten sucht die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Kleingärtnervereine und Gemeinschaftsgärten mit Flüchtlingsarbeit, Interkulturelle Gärten oder Gärten auf dem Gelände von Flüchtlingsunterkünften sind ab dem 1. März 2017 aufgerufen, am Wettbewerb "Gärten der Integration" teilzunehmen.

"Mit unserem Wettbewerb möchten wir den Fokus auf Gartenprojekte lenken, die in der Flüchtlingsarbeit aktiv sind. Denn hier finden Geflüchtete nicht nur Kontakte, hier lernen sie auch die hiesige Natur kennen", erläutert Robert Spreter, Leiter Kommunaler Umweltschutz der DUH.

Gemeinsames Gärtnern mit Menschen aus verschiedenen Ländern, Kulturkreisen und Klimazonen kann einen Wissensschatz hervorbringen, von dem alle profitieren: Die Vielfalt der angebauten Gemüsesorten wächst und neue Zubereitungsarten kommen dazu. Die Geflüchteten erweitern ihr Wissen über die regionale und saisonale Arten- und Sortenvielfalt, Nährstoffkreisläufe, Anbaumethoden sowie Nützlinge und Schädlinge.

Die DUH möchte Gartenprojekte ermutigen, zu einer Plattform für die Integration zu werden. "Gärten sind ein idealer Ort, um Menschen unterschiedlicher Herkunft, Sprache oder Religion zusammenzubringen, Wissen zu teilen und miteinander zu wachsen. Zudem werden die Geflüchteten beim gemeinsamen Gärtnern ungezwungen mit der neuen Sprache und Kultur vertraut", sagt Silke Wissel, Teamleiterin Stadtnatur der DUH.

Im Juni, September und November wird jeweils ein Projekt als "Garten der Integration" ausgezeichnet und erhält ein Preisgeld von je 500 Euro. Die Einreichungsfrist für die erste Auszeichnung ist der 15. Mai 2017, letzter Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2017. In diesem Zeitraum können Fragebögen eingereicht und Ergänzungen nachgereicht werden. Gefördert wird der Wettbewerb durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt.
Quelle: Text: DUH/Bilder: Pixabay

Alle Informationen zum Wettbewerb finden Sie auf: www.duh.de/gaerten-der-integration
Mehr über die Arbeit der DUH im Bereich Stadtnatur: http://www.duh.de/zielgruppen/kommunen/stadtnatur/

 KeimlingeVielleicht auch interessant: Tipps zum Ziehen von Keimlingen und Sprossen

Bauelement zur vertikalen BegrünungFraunhofer UMSICHT

Bewertung: 4 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern inaktiv

Bauelement zur vertikalen Begrünung   Fraunhofer UMSICHTBauelement zur vertikalen Begrünung Fraunhofer UMSICHT

Mit vertikaler Begrünung lassen sich Gebäudefassaden langfristig bepflanzen – mit dem zusätzlichen Ziel, das Mikroklima positiv zu beeinflussen, die Feinstaubkonzentration zu senken und den Schallschutz zu verbessern. Auf der Messe BAU 2017 präsentiert Fraunhofer UMSICHT ein Pilotsystem zur vertikalen Begrünung, das bereits jetzt im kleinen Rahmen einsatzfähig ist.

Immer mehr Menschen leben in Städten. Aus dieser Entwicklung heraus gerät zwangsläufig auch die Begrünung des urbanen Raums in das Blickfeld von Architekten und Planern. Zum einen besteht der Wunsch, grüne Flächen als gestalterisches Element zu verwenden. Zum anderen verspricht man sich positive Einflüsse auf die CO2-Bindung und Feinstaubfilterung, das Mikroklima und den Schallschutz.
Für die Begrünung von Dächern gibt es mittlerweile viele Lösungsansätze. Die Begrünung vertikaler Flächen wie Gebäudefassaden steckt dagegen noch in den Anfängen. Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen hat in diesem Rahmen ein Pilotsystem für vertikale Begrünung entwickelt. Das Modulsystem funktioniert bodenungebunden und auf der Basis mineralischer Bauelemente aus Kalksandstein, die zu großflächigen Elementen verbaut und mit verschiedenen Pflanzenarten begrünt werden können.

Bessere Luft durch begrünte Wände
Auf der BAU 2017, der Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme, präsentiert Fraunhofer UMSICHT vom 16. bis zum 21. Januar in München ein Bauelement für die wandgebundene vertikale Begrünung. »Außerdem zeigen wir am Messestand ein Video, das anhand von 3D-Animationen die Funktionsweise der Wand demonstriert«, sagt Dr. Holger Wack, stellvertretender Leiter der Abteilung Materialsysteme und Hochdrucktechnik, der das Projekt bei Fraunhofer UMSICHT betreut. »Wir freuen uns, auf der BAU die Akzeptanz und mögliche Einsatzgebiete von Systemen vertikaler Begrünung zu diskutieren.«

Pilotsysteme sind seit Anfang 2015 in Castrop-Rauxel (UNIKA), in Orihuela in Spanien (biolit) und in Oberhausen (Fraunhofer UMSICHT) zu Forschungszwecken installiert. Neben Untersuchungen zum Bewässerungsverhalten, Pflanzenwachstum und zur Feinstaubsorption steht derzeit vor allem die positive Beeinflussung des Mikroklimas im Fokus: Speziell in großen Städten gibt es Areale, die signifikant wärmer sind als die Umgebung, sogenannte Urban Heat Islands. »Die Vertikalbegrünung ist ein Mittel, um die Überhitzung im urbanen Raum zu reduzieren«, erklärt Dr. Wack. So konnten Wärmebildkameraaufnahmen bereits zeigen, dass die Pilotwand deutlich kühler ist als die Umgebung.

Vertical Gardening: Erdbeeren, die in der UMSICHT-Pilotwand gewachsen sind.   Fraunhofer UMSICHTVertical Gardening: Erdbeeren, die in der UMSICHT-Pilotwand gewachsen sind. Fraunhofer UMSICHTModulsystem beliebig skalierbar
Das von UMSICHT entwickelte System zur wandgebundenen vertikalen Begrünung lässt sich bereits jetzt in der Praxis nutzen, beispielsweise als Trennwand zwischen zwei Häusern, Dr. Wack: »Durch die einzelnen Bauelemente bieten wir ein skalierbares Modul, mit dem sich beliebig große Flächen erstellen lassen.« Langfristig gesehen könnten damit beispielsweise auch Lärmschutzwände an Autobahnen realisiert werden. Das System bietet im Sinne des vertikalen Gärtnerns auch für Privatleute eine interessante Option: Die Baumodule eignen sich durch ein automatisches Bewässerungssystem für die Obst- und Gemüseaufzucht wie Erdbeeren oder Zucchini auch auf der eigenen Terrasse.  
Darüber hinaus arbeiten Dr. Wack und sein Team derzeit an Techniken zur Vermessung und Visualisierung von vertikal begrünten Wänden, die später auch anderen Betreibern von Vertikalbegrünungen zugänglich gemacht werden sollen. Damit können dann Aussagen über den Ist-Zustand getroffen und Reglungsstrategien abgeleitet werden – beispielsweise um wie viel Grad die Temperatur beeinflusst wird oder wie in Abhängigkeit der Wettersituation bewässert werden muss. 

Die BAU 2017, Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme, findet vom 16. bis zum 21. Januar in München statt. Fraunhofer UMSICHT ist an allen Messetagen in Halle C2, Stand 538 vertreten.
Projektpartner biolit GmbH & Co. KG und UNIKA GmbH
Kompetenzen von UMSICHT im Bereich Bau
Fraunhofer UMSICHT forscht neben vertikaler Begrünung außerdem in den Bereichen Materialentwicklung für die Baubranche (z.B. optimierte Wärmedämmputzsysteme), Recycling von Bauschutt (Projekt BauCycle) und zu energietechnischen Fragestellungen im Gebäudesektor am Fraunhofer-inHaus-Zentrum

Text: Dipl.-Chem. Iris Kumpmann Abteilung Public Relations Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT    Beitragsbild und Bild unten: pixabay

bosco VerticaleVielleicht auch interessant: Glosse zum grünen Städtebau: Mailänder Fassadenkletterei

Geco-Gardens Gemüseanbau auf dem Balkon

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv

Eine Biofarm auf dem Balkon – die platzsparenden, automatischen Kleingärten von „Geco-Gardens“, die einen integrierten Wasser- und Nährstoffkreislauf haben, überzeugten die Jury. Damit setzte sich Mitte November diese Geschäftsidee beim dritten Ideenwettbewerb PUSH! Campus Challenge der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) in Kooperation mit der Universität Hohenheim (Fachgebiet Entrepreneurship) gegen sieben Studierendenteams durch.

Geco Gardens BfdW 06.2016IIGeco Gardens - vertikale KleingärtenVertikale Kleingärten für den Balkon haben Zeug zum Verkaufserfolg
„Geco-Gardens“- Gründer Bastian Winkler, ehemaliger Master-Student und jetzt Doktorand im Fachgebiet Nachwachsende Rohstoffe und Bioenergiepflanzen an der Universität Hohenheim, konnte die Glückwünsche von Dr. Andreas Chatzis von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart entgegennehmen.

„Die PUSH! Campus Challenge bietet eine gute Möglichkeit, junge Menschen mit Unternehmergeist zu bestärken, sich an eigenen Ideen auszuprobieren und sie in die Tat umzusetzen. Die Jury hat die Geschäftsidee am höchsten bewertet, in der sie auch ein ökonomisches Potenzial gesehen hat“, erklärt Prof. Dr. Andreas Kuckertz vom Fachgebiet Entrepreneurship an der Universität Hohenheim und Gastgeber der PUSH! Campus Challenge.

Platzsparendes Gärtnern in Bioqualität
Das Geco-Gartensystem passt auf kleinste Flächen. Durch die vertikale Anordnung der Pflanzbehälter wachsen die Pflanzen übereinander. Dadurch ist die Pflanzfläche um ein Vielfaches größer als die benötigte Grundfläche.
Geco-Gardens“ schafft damit Flächen für den ökologischen Eigenanbau von frischem Gemüse, Kräutern und Obst in der Stadt und ist perfekt geeignet zum Urban Gardening.

Eine elektrische Tauchpumpe sorgt für gleichmäßige Wasser- und Nährstoffzirkulation durch alle Pflanzbehälter. Dadurch sind die Pflanzen nicht nur optimal versorgt, sondern erhalten über den Wasserkreislauf auch alle wichtigen Nährstoffe für ein gesundes Wachstum.
Dank des integrierten Wasser-und Nährstoffkreislaufs müssen die Pflanzen kaum gegossen werden. Dies ist nur bei Jungpflanzen oder nach der Einsaat während der ersten Wochen nötig. Außerdem bietet „Geco-Gardens“ die Möglichkeit, jedes Gartensystem individuell zu planen.

Nährstoffrückgewinnung aus Bioabfällen
Herzstück des Systems ist ein Wurmkomposter. In ihm produzieren hunderte Kompostwürmer aus den eigenen Bioabfällen natürlichen Dünger. Bastian Winkler: „Dies vollzieht sich heimlich, still und leise und ohne Geruch.“
Die Losung der Würmer (Kot) enthält neben allen essentiellen Pflanzennährstoffen zusätzlich Pflanzenwachstumshormone und eine Reihe günstiger Mikroorganismen, die das Pflanzenwachstum nachhaltig verbessern. Dadurch wird dem Gartensystem Leben eingehaucht und ein kleines Ökosystem geschaffen.

Hintergrund: PUSH! Campus Challenge
Die PUSH! Campus Challenge bietet eine Plattform für Hochschulteams, ihre Geschäftsideen einem breiteren Publikum und einer Fachjury aus Vertretern der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart, der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Baden Württemberg sowie weiteren Vertretern der Gründerszene der Metropolregion Stuttgart vorzustellen.

Weitere Informationen: http://www.geco-gardens.de

Florian Klebs Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Universität Hohenheim, Text: Töpfer, Bilder: Geco-Gardens, Bild unten: pixabay

urban gardening BeitragsbildVielleicht auch interessant: Urban Gardening bringt mehr Lebensqualität in die Städte

Essen Stadtschild

Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv

Am 18. Juni 2015 hat die Europäische Kommission der Stadt Essen den Titel „Grüne Hauptstadt Europas 2017“ verliehen. 
           European green Award                                                                                                                                                                                                                                  Mit dem Titel wird eine europäische Stadt ausgezeichnet, die nachweislich hohe Umweltstandards erreicht hat und fortlaufend ehrgeizige Ziele für die weitere Verbesserung des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung verfolgt.

Die Grüne Hauptstadt bietet 300 Aktionen
Essen ist die grünste Stadt in Nordrhein-Westfalen und drittgrünste in ganz Deutschland. Im Grüne Hauptstadt-Jahr werden zahlreiche Veranstaltungen, Kongresse und Bürgerprojekte stattfinden.

„Ich freue mich sehr, dass wir ein so abwechslungsreiches und zukunftsweisendes Programm zur Grünen Hauptstadt Europas 2017 präsentieren können“, sagt der Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Die Auszeichnung ist in erster Linie ein Titel für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Mit dem Programm möchten wir aber auch unsere nationale und internationale Vorbildfunktion als Titelträger unterstreichen.“

Beteiligung über Bürgerprojekte
Bei der Programmgestaltung spielen europaweit richtungsweisende Projekte ebenso eine Rolle wie die Beteiligung der Bürgerschaft. Ziel ist, dass sich die Essenerinnen und Essener möglichst vielfältig in das zwölfmonatige Programm der Grünen Hauptstadt Europas 2017 über Bürgerprojekte einbringen.

So soll zum Beispiel im Beginenhof ein regelmäßiges Tausch-Café, das Tauschwatt-Café, stattfinden. In einem offenen Regal werden dann Bücher, Kleidungstücke und kleinere Gebrauchsgegenstände angeboten. Ein weiteres Bürgerprojekt wird die Green Fashion Tour sein. Diese startet im kommenden Jahr als informative und inspirierende Tour zu den besten Shopping-Adressen für grüne Mode in der Stadt.

Wie vielfältig die Bürgerprojekte sind, beweist das Fledermausprojekt des Naturschutzvereins Volksgarten e. V. Der Naturschutzverein schafft Nistmöglichkeiten für Fledermäuse und legt Insektenwiesen an. In der ersten Ideenbörse der Bürgerprojekte wurden 115 Projekte ausgewählt. Die Jurysitzung für die zweite Ideenbörse findet im Dezember 2016 statt.

Das Programm der Grünen Hauptstadt steht online unter www.essengreen.capital zur Verfügung.

Text: Pressebüro Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017/ Grafik links: European Green Capital Award 2017 Einleitungsbild: Pixabay

essbare StadtVielleicht auch interessant: Essbare Stadt: Ein Pilotprojekt trägt Früchte

Messinstrument für Kommunen in Sachen Nachhaltigkeit

Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv

Bertelsmann Stiftung und Difu stellen neues Instrument für bundesweites Monitoring nachhaltiger Entwicklung vor/Kommunen können mit "Monitor Nachhaltige Kommune" den Grad ihrer Nachhaltigkeit messen

monitorBerlin - Die Mehrzahl der Kommunen steht zu einer nachhaltigen Entwicklung. Allerdings war es bisher schwierig, den Erfolg des nachhaltigen Handelns zu messen. Der von der Bertelsmann Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Urbanistik in Berlin entwickelte „Monitor Nachhaltige Kommune“ liefert dazu nun die Möglichkeit: Er zielt darauf ab, den Stand der nachhaltigen Entwicklung in deutschen Kommunen transparent zu machen und die Entwicklung eines wirkungsorientierten Nachhaltigkeitsmanagements zu unterstützen. Im Internet-Portal www.wegweiser-kommune.de der Bertelsmann Stiftung können Kommunen mit mehr als 5.000 Einwohnern ihre individuellen Werte und Entwicklungsverläufe abrufen und mit den Werten anderer Kommunen vergleichen. Zwei Veröffentlichungen fassen die detaillierten Ergebnisse zusammen, sie stehen als PDF kostenfrei im Netz bereit.

Obwohl Städte, Gemeinden und Kreise bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien des Bundes und der Länder eine wichtige Rolle spielen, gibt es wenige gesicherte Erkenntnisse darüber, wie nachhaltig Deutschlands Kommunen tatsächlich sind und mit welchen Themen sie sich beschäftigen. Diese Lücke soll der auch von den kommunalen Spitzenverbänden unterstützte neue "Monitor Nachhaltige Kommune" schließen.

Die im Rahmen des Monitors durchgeführte Befragung der Stadtspitzen deutscher Städte und Kreise zeigt, wie nachhaltig Deutschlands Kommunen handeln. Fast 90 Prozent der befragten Kommunen betonen, dass das Thema für sie sehr wichtig bzw. wichtig ist. Dabei stehen die Themen Haushaltsführung, Bildung, Wohnen und Wohnumfeld sowie Klima und Energie in den befragten Kommunen derzeit hoch im Kurs. Gleichzeitig wird allerdings dem Engagement für Armut, Sicherheit, Gesundheit und Pflege sowie für die „Eine-Welt“ eher nachrangige Bedeutung beigemessen. Dies kann als Defizit bewertet werden: Die Vereinten Nationen betonen in ihrer Resolution zu den neuen globalen Zielen („Sustainable Development Goals“), dass die Beseitigung der Armut ein zentraler Aspekt und eine Vorbedingung für nachhaltige Entwicklung ist, und das gilt nicht nur global, sondern trifft auch auf deutsche Kommunen zu.

Neben der Befragung zum Nachhaltigkeitsmanagement wurde im Monitor Nachhaltige Kommune ein umfassender Indikatorenkatalog entwickelt, der dem Monitoring und der Evaluation von nachhaltiger Entwicklung dient. Von insgesamt 125 Indikatoren aus den zentralen kommunalen Aufgabenbereichen werden insbesondere 37 sogenannte „Kernindikatoren“ empfohlen. Zu diesen erfolgten eine flächendeckende Datenerhebung sowie statistische Analysen zu Zusammenhängen zwischen den Indikatoren.
Quelle: Text und Cover: Sybille Wenke-Thiem, Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Deutsches Institut für Urbanistik/
Bilder: Pixabay

EssenÜber die Stadt Essen und ihre Auszeichnung lesen Sie hier

Gartenmännchen Deko für den Garten

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv

Im Rahmen einer Umfrage haben Wissenschaftler des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V.  Berlinerinnen und Berliner zur Akzeptanz von urbaner Landwirtschaft befragt. Die ersten Ergebnisse der Studie wurden jetzt vorgestellt: Als bevorzugte Produktionsform erfahren Dachgärten die größte Zustimmung, da so ungenutzte Flächen sinnvoll für die Lebensmittelproduktion eingesetzt werden können. Die Mehrzahl der Befragten wäre auch bereit, mehr Geld für in der Nachbarschaft erzeugte Lebensmittel auszugeben, wenn damit ökologische und soziale Ziele verbunden sind, beispielsweise Bildungsaspekte.     

Die Berliner wünschen sich mehr „Grün“ auf ihren Dächern: Unter www.zfarm.de wurden bisher ungenutzte und potentiell geeignete Dachflächen verzeichnet.Die Berliner wünschen sich mehr „Grün“ auf ihren Dächern: Unter www.zfarm.de wurden bisher ungenutzte und potentiell geeignete Dachflächen verzeichnet.Die Forscher gehen noch einen Schritt weiter und zeigen unter www.zfarm.de auf einer interaktiven Karte, welche Berliner Dächer sich für eine „Begrünung“ eignen. Derzeit sind über 7000 Dachflächen, also insgesamt rund 5 Mio. Quadratmeter, als potentiell nutzbare und derzeit brachliegende Areale erfasst.   

 

 


Erfolg der Gemeinschaftgärten

Neue Geschäftsideen im Bereich der landwirtschaftlichen und gärtnerischen Produktion etablieren sich in den Großstädten. Grüne Orte der Begegnung und der Auseinandersetzung mit der Natur, der Ökologie und der Nahrungsmittelproduktion werden für immer mehr Menschen attraktiv. Während Anbauflächen für Nahrungsmittel mit der einsetzenden Industrialisierung fast gänzlich aus dem Stadtbild verschwanden, ist derzeit eine verstärkte Rückkehr der Produktion in die Städte zu verzeichnen: Neben traditionellen Formen, z. B. den rund 73.000 Schrebergärten in der Stadt Berlin, sind in den letzten Jahren mehr als 100 Gemeinschaftsgärten sowie Initiativen wie das „Himmelbeet“, der „Prinzessinnengarten“, oder der „Allmende Kontor“ auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof entstanden. Die Gründe für den Erfolg liegen insbesondere in der steigenden Nachfrage der Verbraucher nach Transparenz und Nähe zur Lebensmittelproduktion

 Um herauszufinden, welche Präferenzen die Bevölkerung mit der Nutzung städtischer Flächen und die verschiedenen Typen und Produkte urbaner Landwirtschaft verbindet, haben Forscherinnen und Forscher des ZALF im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt „Nachhaltiges Landmanagement – Wissenschaftliches Begleitvorhaben Innovative Systemlösungen“ Einwohner Berlins zu ihren Einstellungen, Ansprüchen und Erwartungen befragt.

Die Städter wollen mehr soziale und ökologische Anbauflächen in ihrer Nähe
Die Ergebnisse bestätigen die Trendaussagen der Forscher: Dachgärten und Dachfarmen erfahren mit rund 80 Prozent eine besonders hohe Zustimmung, ebenso wie Projekte auf städtischen Brachflächen oder am Stadtrand (60 Prozent). Wichtig ist den Befragten außerdem, dass weniger intensive Produktionssysteme, zum Einsatz kommen (50 Prozent). Gemeint sind hier Anbau in Erde (gegenüber erdlosen Verfahren) und ressourcenschonender bzw. biologischer Anbau. Über die Hälfte gab außerdem an, dass sie gartenbauliche Produkte aus urbaner Landwirtschaft kaufen würde, wohingegen Tierhaltung und tierische Produkte überwiegend abgelehnt wurden (70 Prozent).
Die höchste Akzeptanz besteht für Geschäftsmodelle, die kommerzielle Ziele mit einer ökologischen Ausrichtung und sozialen Zielen, z. B. Bildungsaspekten, kombinieren.

Dies ist weltweit die erste Studie, die das Thema der „urban agriculture businesses“ aus der Perspektive potentieller Konsumenten untersucht. Die Ergebnisse sind relevant für alle, die derartige Projekte in Zukunft planen, umsetzen, wissenschaftlich untersuchen oder politisch unterstützen wollen.

Text: Hendrik Schneider Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. , Einleitungsbild und Foto unten: Pixabay

GemüseVielleicht auch interessant:
Schwindelfreie Radieschen - das Zero Acreage Farming und gartenlos ernten

AKTUELLE NACHRICHTEN

Düfte, die unter die Haut gehen

Freitag, 26. Mai 2017 04:21
Wien - Was für die einen purer Genuss ist, kann bei anderen Allergien auslösen. Künstliche Duftstoffe begleiten uns im Alltag auf Schritt und Tritt, empfindliche Menschen sollten sie aber möglichst aus dem Badezimmerschrank verbannen. Welche Duft

Deutsche Gewässer zum Baden - top

Donnerstag, 25. Mai 2017 11:15
Rund 98 Prozent der Badegewässer in Deutschland erfüllen die Qualitätsanforderungen der EG-Badegewässerrichtlinie. Knapp 91 Prozent wurden sogar mit der besten Note ‚ausgezeichnet‘ bewertet. Dies zeigen die vor kurzem von der EU-Kom

Einkorn, Emmer, Dinkel: Alte Weizenarten fördern die Sehkraft und senken das Cholesterin

Mittwoch, 24. Mai 2017 07:57
Experten der Universität Hohenheim veröffentlichen wissenschaftliche Artikel zu Nährstoffen und Anbaufragen in alten Weizenarten / Herausforderungen liegen im Anbau          Der Emmer galt zur Römerzeit als „Weizen von

 

 

oxfamunverpackt
Anzeige

 

 

NEU in der MEDIATHEK

TTIP-Urteil - Niederlage für die EU-Kommission und Sieg für die Bürger

Freitag, 12. Mai 2017 18:31

3,3 Millionen Menschen haben vor zwei Jahren für die selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative (EBI) gegen TTIP und CETA unterschrieben. Der Europäischen Kommisson interessierte das wenig. Nun hat die Organisation vor Gericht der Europäischen Union (EuG) Recht bekommen – in allen Punkten! Gratulation. Das ist gelebte Demokratie und eine Blamage für Junker und all diejenigen, die Bürgerbegehren in der EU am liebsten überhaupt nicht akzeptieren wollen.

Unsere Glosse zu TTIP .



 

ichtragenatur.de will für alle – Konsumenten wie Unternehmen – die Plattform sein, um sich zu sammeln und kennenzulernen, sich miteinander zu vernetzen und dann gemeinsam zu starten mit dem Ziel: mit unseren Ressourcen schonend umzugehen, für eine Umwelt, die allen Menschen das Leben erlaubt und – lebenswert macht.

 

 

REDAKTION

ichtragenatur - Das Magazin

Reitham 14
83627 Warngau
info@ichtragenatur.de
 

Feedback

Sie haben Fragen oder interessante Themen für die Redaktion?
Wir freuen uns über Ihre Nachricht.