Das Unternehmen Algopack aus Saint-Malo (Bretagne) entwickelt seit einigen Jahren einen Prozess zur Herstellung von Kunststoff aus Braunalgen. Diese werden als Alternative zu fossilen Ressourcen für Verpackungen und Kunststoffobjekte genutzt.

Für die Herstellung werden hauptsächlich speziell zu diesem Zweck gezüchtete Algen eingesetzt. Das Unternehmen hat sich dafür entschieden, keine Algen aus dem Meer zu ernten, um die empfindlichen Küstenökosysteme nicht zu schädigen. Hinzu kommen noch Restalgen aus der Kosmetikindustrie, die nicht die gleichen Teile für ihre eigenen Prozesse verwerten. Sie werden in Kunststoffgranulate umgewandelt, die dann an Unternehmen verkauft werden.

Zahlreiche Produkte werden bereits aus Algopack-Granulaten hergestellt: Spielzeuge, Smartphone-Hüllen, Tüten, Lebensmittelverpackungen etc. Die Vorteile dieser Biokunststoffe im Vergleich zu fossilen Kunststoffen liegen darin, dass sie biologisch abbaubar sind und als Dünger eingesetzt werden können. Sie sind zudem wasserlöslich, ohne dass sie toxische Moleküle ans Wasser abgeben.
Die Algopack-Granulate stehen schon zur Verfügung.
Das Unternehmen arbeitet bereits an einer neuen Idee zur Verwertung von Braunalgen, die, wie z.B. in der Karibik, massiv an die Strände gespült werden und deren Entsorgung problematisch ist.

Text: Marie de Chalup Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland, Bilder ixabay

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