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Recyclingmaterial wird mit dem Gabelstabler verladen

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In seiner heute vorgelegten Studie bestätigt das Fraunhofer-Institut UMSICHT zum zehnten Mal den positiven Umwelteffekt des Recyclings. Den Wissenschaftlern zufolge schont die Kreislaufführung von Wertstoffen in entscheidendem Maße die natürlichen Rohstoffe und reduziert wirksam die Treibhausgasemissionen. Die Untersuchung, im Auftrag der ALBA Group zeigt, dass Kreislaufwirtschaft ein wichtiger Schlüssel zu einer erfolgreichen Klimapolitik ist. Denn: Recycling bietet die Chance, eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung zu realisieren, die – wie von der G7-Allianz für Ressourceneffizienz gefordert – innerhalb der Grenzen der globalen Ressourcenverfügbarkeit bleibt.         

Im Jubiläumsjahr der Studie wurden durch die Geschäftstätigkeit des Rohstoffversorgers und Umweltdienstleisters Treibhausgasemissionen in Höhe von etwa 4,3 Millionen Tonnen vermieden. Das entspricht den durchschnittlichen jährlichen Emissionen einer Stadt mit 375 000 Einwohnern, etwa Wuppertal oder Bochum. Ein Mischwald müsste 428 000 Hektar Fläche besitzen, um die gleiche Menge an Treibhausgasen zu binden. Zugleich schonte die ALBA Group vergangenes Jahr durch die Kreislaufführung von rund 4,3 Millionen Tonnen Wertstoffen rund 36,2 Millionen Tonnen Primärressourcen.

Recycling EinleitungsbildRecycling bietet die Chance, eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung zu realisieren. ALBA GroupWeitere Kreisläufe schließen
»Klima- und Ressourcenschutz erlauben keinen Aufschub. Das zeigen uns die aktuellen globalen Entwicklungen mehr als deutlich«, so Dr. Axel Schweitzer, Vorstandsvorsitzender ALBA Group plc & Co. KG. »Gerade im Vorfeld der Weltklimakonferenz COP23 in Bonn im November dieses Jahres ist es zentral, das enorme Potenzial von Recycling aufzuzeigen. Die Unternehmen der Kreislaufwirtschaft besitzen das Know-how und die Technologien, um gemeinsam mit Partnern aus Industrie, Handel, Dienstleistung und Logistik immer mehr Kreisläufe vollständig zu schließen – und damit unbürokratisch und effektiv Treibhausgase und Ressourcen einzusparen. Wenn jetzt alle Parteien an einem Strang ziehen, lassen sich die UN-Klimaziele noch erreichen.«

»Kreislaufwirtschaft, konsequent zu Ende gedacht, führt letztlich zu einem deutlich veränderten Wirtschaftsmodell«, so Dr.-Ing. Markus Hiebel, Leiter der Abteilung Nachhaltigkeits- und Ressourcenmanagement bei Fraunhofer UMSICHT. »Wir haben bereits in vielen Studien nachgewiesen, dass die ALBA Group nicht nur durch ‚klassisches’ Recycling die Umwelt messbar entlastet. Auch Projekte zur Herstellung hochwertiger Recycling-Kunststoffe, zu innovativen Sammelsystemen und zur Wiederverwendung von IT-Geräten treiben die notwendige Abkehr von der Wegwerfgesellschaft voran.«

Recycling zehn Jahre intensiv untersucht
Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT untersucht seit mittlerweile zehn Jahren, wie sich die Recyclingaktivitäten der ALBA Group auf die Umwelt – konkret auf das Klima und die natürlichen Ressourcen – auswirken. Veröffentlicht werden die Ergebnisse alljährlich in der Broschüre »resources SAVED by recycling«. In der diesjährigen Studie nahmen die Wissenschaftler die Stoffströme Metalle, Elektroaltgeräte, Papier/Pappe/Karton,Glas, Leichtverpackungen, Kunststoffe und Holz unter die Lupe. Die aktuelle Broschüre dokumentiert zudem anhand von Fallbeispielen aus den einzelnen Stoffströmen, wie sich eine ganzheitliche Kreislaufwirtschaft konkret umsetzen lässt.    

Weitere Informationen: https://www.resources-saved.com/home/

Text: Dipl.-Chem. Iris Kumpmann Abteilung Public Relations Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, Eilleitungsbild ALBA Group-und Beitragsbild pixabay, big merci

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Velibre-Kapseln sind voll biologisch abbaubar.

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Velibre bietet biologisch-abbaubare Kaffee-Kapseln an

Bremen - Schnell und einfach: Handelsüblicher Kaffee aus der Kapsel hat viele Fans und eine wesentliche Kehrseite. Da die meisten Kapseln aus Aluminium bestehen, verursachen sie jährlich Tausende Tonnen von Müll. Damit der smarte Kaffee-Komfort die Umwelt nicht belastet, bietet das Bremer Start-up Velibre Kaffeekapseln an, die zu 100 Prozent biologisch-abbaubar und mit allen gängigen Nespresso®* Maschinen für Privathaushalte kompatibel sind. Kaffeeliebhaber genießen zwei Lungos, "Lento" und "Concerto", sowie drei Espressi, "Allegro", "Presto" und "Fortis", aus kontrolliert-biologischem Anbau. Ob mild und ausgewogen, vollmundig oder komplex: Das Bremer Unternehmen bietet insgesamt fünf fair-gehandelte Sorten unterschiedlicher Intensität für jeden Geschmack an. Die komplette Übersicht sowie weiterführende Informationen erhalten Interessierte unter www.velibre.com.

Von Anfang an aus Liebe zum Planeten
Schon seit der Gründung war es das Unternehmensziel von Velibre umweltfreundliche Kapseln zu entwickeln, sowie Transparenz und Nachhaltigkeit zu fördern: "Wir lieben Kaffee, sowie den einfachen und unkomplizierten Kaffeegenuss. Aber noch mehr lieben wir unseren Planeten. Und aus genau diesem Leitgedanken heraus arbeiten wir jeden Tag daran beides bestmöglich zu verbinden", erklärt Geschäftsführer David Wolf-Rooney. Die neusten Kapseln stellen ein ganzheitlich umweltfreundliches Produkt dar, denn sie kombinieren zertifizierten Bio-Kaffee mit abbaubarem Biokunststoff.

Bakterien übernehmen Recycling
BakterienDamit der Kaffee in der Umverpackung frisch bleibt, kommt ein Beutel aus regenerierter Cellulose zum Einsatz. Dieser Beutel schützt die Kapseln und hält Sauerstoff fern. Der Kapselverschluss besteht aus Filterpapier und die Kapsel selber aus aliphatischem Biokunststoff. Aufgrund des chemischen Aufbaus lösen sich beide Bestandteile bereits bei Raumtemperatur im Boden auf und belasten nicht das Ökosystem. Ob im Erdboden oder dem Hauskompost: Mikroorganismen kümmern sich um die Müllverwertung. Alle Verpackungsrohstoffe stehen in keiner Konkurrenz mit Anbauflächen und sind GMO-frei (1).
Quelle: Text: Presseportal Deutschland/Bilder: Velibre, Pixabay 

(1) Gentechnisch veränderter Organismus (engl. genetically modified organism)
*Nespresso® ist die Marke einer Drittpartei und steht in keiner Verbindung zu der velibre GmbH.

Über Velibre
Velibre steht für nachhaltigen Kaffeegenuss. Das Unternehmen wurde 2013 mit dem Ziel gegründet, die "Welt der Kaffeekapseln" zu revolutionieren. Die Velibre-Kapsel ist biologisch-abbaubar und kompatibel mit der gängigen Nespresso®*-Kaffeekapselmachinen. Das Sortiment beinhaltet neben dem biozertifizierten Kaffee auch einen geschmacksintensiven Kakao. Velibre hat seinen Firmensitz in Bremen und verkauft die Kapseln über ihren Onlineshop auf https://www.velibre.com/.

KaffeekapselnMehr zum Thema "Kaffeekapseln" finden Sie hier

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Weihnachten steht vor der Tür, Silvester ist nicht mehr fern. Aber wohin mit typischen Abfällen, die bei beiden Festlichkeiten anfallen? Der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (bvse) gibt praktische Tipps, wie die anfallenden Abfälle richtig entsorgt werden, so dass wertvolle Rohstoffe nicht verloren gehen und die Umwelt geschützt wird.


Mülltonnen

  • Altpapier, Kartonagen, Weihnachtskarten, Geschenkpapier: in die Papiersammlung oder die Papiertonne; 
  • Geschenk- und Einwickelpapier aus Kunststoff: Restmülltonne; 
  • Große Kunststoffverpackungen wie Styropor oder aufgeschäumte Matten: ohne Kennzeichnung Rückgabe dort, wo gekauft. Oftmals auch Annahme am Wertstoffhof möglich oder Abgabe beim lokalen Entsorger;
  • Kunststofffolien: Wenn grüner Punkt, dann in die Gelbe Tonne bzw. Gelben Sack. 
  • Sekt- und Weinflaschen: farblich getrennt in den Altglascontainer;
  • Raketen und Böller: abgeschossene in die Restmülltonne; 
  • Defekte Raketen und Böller, da z.B. ohne Zünder der weil sie feucht geworden sind, sollen sofort in die Restmülltonne. Keine weiteren Sprengversuche, da höchste Verletzungsgefahr! Auch die Abgabe beim Sammelmobil oder am Wertstoffhof ist möglich. 
  • Reste aus dem Chemiebaukasten oder sonstige Chemikalien: Abgabe als Sondermüll beim Sammelmobil oder beim Wertstoffhof; 
  • Blumen: Biotonne, Komposter; 
  • Elektrogeräte wie z.B. Unterhaltungselektronik, Spielzeug mit elektronischen Bauteilen: kommunale Sammelstelle
  • Batterien: kommunale Sammelstellen, Sammelmobil für Sonderabfall
  • Christbäume, natürliche (Lametta, Kerzen, Kugeln u.ä. bitte entfernen):  Sammlung bzw. Sammelstellen der Gemeinden; 
  • Adventskränze, natürliche (Lametta, Kerzen, Kugeln u.ä. bitte entfernen), dann zur Christbaumsammlung oder Biotonne oder Komposter;
  • Plastik-Christbäume oder Adventskränze: Restmülltonne oder Wertstoffhof 
  • Speisereste: Biotonne, wenn kleine Mengen an Fleisch, Knochen und Beilagen (Kartoffeln, Nudeln, Reis) bitte in Zeitungspapier einwickeln, ansonsten Restmülltonne;
  • Kerzenreste: manchmal Sammlung bei den Kirchen, ansonsten Restmülltonne 
  • Glaskugeln: Restmülltonne; 
  • Reste vom Zinn- oder Bleigießen: bitte als Sondermüll beim Sammelmobil oder beim Wertstoffhof abgeben.


+ Bei der Eigenkompostierung ist zu berücksichtigen, dass bei Temperaturen unter 20 °C die Verrottung kaum bis gar nicht funktioniert. Daher dürfen im Winter die Speisereste keinesfalls eigenkompostiert werden!
++ Speisereste bitte nicht in die Toilette geben, da sonst eine Verstopfung derselben durch Knochen oder größere Stücke, wie Knödel (Klöße), Kartoffeln und sich verfestigenden Fette droht. Die oftmals flüssigen Fette verfestigen sich sehr schnell in den Haushaltsabflüssen und führen zu Verstopfungen, die kaum mehr mit Abflussreinigern rückgängig gemacht werden können.
Quelle: Text: bvse/Bilder: Pixabay

 
Upcycling und Recycling das das Projekt "Besser Machen" erlernen

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Startschuss für Umweltbildungs-Projekt zur Wiederverwendung gebrauchter Güter – DBU gibt 123.000 Euro
„Gebrauchten oder scheinbar nutzlosen Konsumgütern ein neues, sogar aufgewertetes Leben einzuhauchen, ist ausgesprochen kreativ, innovativ und umweltschonend. Durch Upcycling können Rohstoffe gespart, Müllberge verringert und die Wegwerfmentalität gemäßigt werden“, sagte Dr. Heinrich Bottermann, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), zum Startschuss für das Projekt „Besser machen!“. Um mehr Bewusstsein für diese Thematik zu schaffen und den gesellschaftlichen Wertewandel hin zu mehr Langlebigkeit von Gebrauchsgütern schon bei Jugendlichen anzustoßen, fördert die DBU 2017 und 2018 ein Umweltbildungsprojekt des Online-Magazins LizzyNet und des jfc Medienzentrums (Köln), das in Schulen und Bildungseinrichtungen umgesetzt wird.

Besser MachenFoto: Beim Projekt "Besser machen!", das von der DBU fachlich und finanziell gefördert wird, sollte manchen ein Licht aufgehen. © iStock.com/RichVintageAkzeptanz umweltschonender Produkte erhöhen
Europa gehöre zu den Kontinenten mit dem weltweit höchsten Ressourcenverbrauch. Um die damit verbundenen negativen Umwelteinwirkungen zu verringern, müsse mehr in die Entwicklung, Gestaltung und Akzeptanz umweltschonender Produkte investiert werden. Das gelte besonders für langlebige Konsumgüter, wie Einrichtungsgegenstände, elektronische Geräte, Haushaltsgeräte oder Fahrzeuge.

Bundesweites Projekt für Schulen, Bildungs- und Jugendeinrichtungen
Unter dem Motto „Besser machen!“ rufen LizzyNet und das jfc, eine Fachstelle für Kinder- und Jugendmedienarbeit, bundesweit Schulen (ab Klasse 7), Bildungs- und Jugendeinrichtungen auf, sich intensiv und kreativ mit den Themen Konsum, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung besonders im Hinblick auf langlebige Konsumgüter zu beschäftigen. In eigenen Upcycling-Projekten, Repair-Cafés oder Tausch-Börsen soll das dann umgesetzt werden. Beim Upcycling werden Abfallprodukte oder gebrauchte Materialien in neuwertige Produkte umgewandelt und somit aufgewertet. Besonders geeignet sei das Thema nach Darstellung der Projektpartner für Projektwochen oder interdisziplinäre Unterrichtsprojekte, die sich mit dem Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung beschäftigen.

Bundesweiter Wettbewerb Ende des Jahres
Begleitend zu der Durchführung eines eigenen Upcycling-Projekts erhalten teilnehmende Schulen, Bildungs- und Jugendeinrichtungen Einblicke in Abfallwirtschaftsbetriebe, Unternehmen und Initiativen der Upcyclingwirtschaft und Green Economy, um einen anschaulichen Bezug zur Idee von Wertstoffkreisläufen und Produktlebenszyklen herzustellen. Von September bis Dezember 2017 können die durchgeführten Schul-Projekte dann als Beitrag zu einem bundesweiten Wettbewerb eingereicht werden.

Workshops für Lehrer und Pädagogen in Nordrhein-Westfalen
Für Lehrer und Pädagogen in NRW bietet das jfc Medienzentrum Upcycling-Workshops an, bei denen pädagogische Möglichkeiten der Nutzung von digitalen Fabrikationstechniken wie 3D-Drucken, Physical Computing und auch analoge Werkzeuge vorgestellt werden. Auf der Webseite www.lizzynet.de werden Hintergrundmaterialien, Unterrichtsvorschläge und Modell-Beispiele aus Bildungsprojekten vorgestellt, die die pädagogische Planung unterstützen.

Zielsetzung: Bewusstsein für nachhaltigen Konsum erhöhen
Die Umweltbildungsmaßnahme „Besser machen!“ möchte Jugendlichen theoretisches Hintergrundwissen über nachhaltige und umweltschonende Wirtschaftsweisen vermitteln und ihnen über den praktischen Zugang von Upcycling-Projekten die Themen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung im Hinblick auf langlebige Konsumgüter nahebringen. Ziel ist, das Denken in Wertstoffkreisläufen anzuregen und ihr Bewusstsein für nachhaltigen Konsum zu erhöhen. Nachhaltiger Konsum heißt, dass heutige und zukünftige Generationen weiterhin gut leben können, ohne dass sich die Menschen heute selbst die Lebensgrundlagen durch zum Beispiel übermäßigen Verbrauch von Rohstoffen entziehen. Alle Infos sowie Anmeldeunterlagen zur Teilnahme unter http://www.lizzynet.de/besser-machen.php 
Quelle: Text: Franz-Georg Elpers Pressestelle Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
Foto: Beim Projekt "Besser machen!", das von der DBU fachlich und finanziell gefördert wird, sollte manchen ein Licht aufgehen.

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IKEA bringt eine nachhaltige Küche auf den Markt.

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Hofheim-Wallau - IKEA hat kürzlich die KUNGSBACKA Küchenfronten eingeführt, die aus recyceltem Kunststoff und Holz hergestellt werden. Gemeinsam mit einem italienischen Lieferanten wurde hierfür ein neues Material entwickelt: eine Kunststofffolie aus 100 % recycelten PET-Flaschen.

Das Holz und der Kunststoff in KUNGSBACKA bestehen zu 100 % aus recycelten Materialien. Recyceltes FSC®-zertifiziertes Holz wurde für das Basismaterial genommen, die Kunststofffolie auf der Vorderseite besteht aus recycelten PET-Flaschen.

Jedes Jahr werden weltweit Milliarden von PET-Flaschen verwendet. Einige davon werden zu neuem Material für neue Produkte recycelt, doch der Großteil wird zu Abfall. 25 Halbliter-PET-Flaschen werden benötigt, um daraus Folie für die schwarze Oberfläche einer 40×80 cm großen KUNGSBACKA Küchenfront zu gewinnen. "Dies ist ein wichtiger Schritt für IKEA auf unserem Weg zu Ressourcenunabhängigkeit. KUNGSBACKA nutzt recycelte Kunststoffflaschen und recyceltes Holz und gibt Rohstoffen so ein neues, sehr viel längeres Leben", sagt Ulf Wenzig, Nachhaltigkeitsmanager bei IKEA Deutschland.

"Was wir bei IKEA unternehmen, hat große Auswirkungen auf die Umwelt, da wir mit großen Mengen arbeiten. Wenn wir recycelte Materialien einsetzen, können wir nachhaltiger produzieren", erklärt Anna Granath, Produktentwicklerin bei IKEA und Projektleiterin des Teams, das KUNGSBACKA entwickelt hat. Das Projekt mit der Vision, eine nachhaltigere Küchenfront zu entwerfen, nahm vor zwei Jahren seinen Anfang. Gemeinsam mit einem innovativen italienischen IKEA Lieferanten begann das Team die Möglichkeiten auszukundschaften, die recyceltes Material bietet. Dies führte dazu, dass ein neues Material entwickelt wurde - eine Kunststofffolie, die aus weggeworfenen PET-Flaschen gewonnen wird, die in Japan gesammelt werden.

Damit handelt es sich bei den Hauptmaterialien der KUNGBACKA Küchenfronten (Holz und Kunststoff) um 100 % recyceltes Material. Lediglich der Klebstoff in der Spanplatte und die Farbpigmente, die in der Kunststofffolie zum Einsatz kommen, sind Neumaterialien.

"Die größte Herausforderung lag darin, aus dem recycelten Material eine Folie zu machen, die die gleichen Qualitätsanforderungen erfüllt wie Folie aus neuem Material. Schließlich ist uns dies gelungen, ohne bei Qualität oder Preis Kompromisse eingehen zu müssen", erklärt Marco Bergamo, Leiter der Entwicklungsabteilung beim italienischen IKEA Lieferanten 3B.

"Wir müssen die Ressourcen unserer Erde besser und durchdachter nutzen. Es ist unser Bestreben, den Anteil an recycelten Materialien in unseren Produkten zu erhöhen. Daher untersuchen wir neue Möglichkeiten, um Materialien wie Papier, Fasern, Schaum und Kunststoff wiederzuverwerten, damit diese in einem neuen Produkt weiterverwendet werden können", sagt Anna Granath.

Die KUNGSBACKA Küchenfronten sind ab Anfang Februar auf allen IKEA Märkten verfügbar. Wie bei allen Küchenfronten gewährt IKEA auch bei KUNGSBACKA eine Garantie von 25 Jahren.
Quelle: Text: Presseportal Deutschland/Bilder: Pixabay

So entstand KUNGSBACKA:

 

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Deutsche Umwelthilfe leitet Rechtsverfahren gegen Apple wegen vorsätzlichen Verstoßes gegen Umwelt- und Verbraucherrecht ein – Apple verweigert Rücknahme von Elektroaltgeräten mit der Aussage "Wir sind Apple" und empfiehlt Rückgabe bei anderen Händlern – DUH fordert sofortigen Stopp der Gesetzesverstöße und die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung 

Berlin - Apple verstößt gegen die gesetzliche Rücknahmepflicht von Elektroaltgeräten. Testbesuche der Deutschen Umwelthilfe (DUH) belegen, dass der Elektronikkonzern Elektrokleingeräte nur bei einem Neukauf zurücknehmen möchte. Die Rücknahme von Taschenrechnern, Föhns und Radioweckern ist jedoch auch ohne den Kauf eines neuen Geräts verpflichtend. Deren Rücknahme verweigerten Apple-Mitarbeiter mit der Begründung "Wir sind Apple" und verwiesen ausdrücklich auf andere Unternehmen wie Media-Markt oder Saturn. Nach Auffassung der DUH versucht der Elektronikkonzern, sich seinen gesetzlichen Verpflichtungen zu entziehen und die Verantwortung auf andere Marktteilnehmer abzuwälzen. 

Seit dem 24. Juli 2016 gilt in Deutschland eine Rücknahmeverpflichtung für den Handel. Eines der wesentlichen Ziele dieses Gesetzes ist die Erhöhung der viel zu niedrigen Sammelmenge von Elektroschrott. Verbraucher haben nun deshalb das Recht, alte Elektro- und Elektronikgeräte im Handel zurückzugeben. Bereits im August veröffentlichte die DUH das Ergebnis einer Untersuchung des Rücknahmeverhaltens von 45 Unternehmen. Verbraucher machten daraufhin die DUH auf Verstöße von Apple aufmerksam. Diese bestätigten sich bei Testbesuchen der DUH.

Als klageberechtigte Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation hat die DUH nun ein Rechtsverfahren gegen Apple eingeleitet und das Unternehmen aufgefordert, diese rechtswidrige Praxis sofort zu beenden und zudem eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben. Dadurch soll sichergestellt werden, dass der Elektronikkonzern in Zukunft Verbrauchern die Rückgabe defekter Elektrogeräte gewährt.

„Apple entzieht sich nicht nur seiner Verpflichtung zur korrekten Zahlung von Steuern. Auch Umwelt- und Verbrauchergesetze werden vorsätzlich gebrochen und Kunden mit ihren Altgeräten an Unternehmen verwiesen, die durch ehrliche Steuerzahlungen sowieso eine höhere Belastung haben. Apple stellt sich gerne als innovatives Unternehmen dar. Beim Umwelt- und Verbraucherschutz ist das kalifornische Unternehmen jedoch ein abschreckendes Beispiel“, kritisiert der DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. 

Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft bei der DUH, ergänzt: „Apple entzieht sich seiner ökologischen Verantwortung. Der Elektronikkonzern hatte, wie alle anderen Handelsunternehmen auch, während einer neunmonatigen Übergangsfrist ausreichend Zeit sich auf die Rücknahme von Elektrogeräten vorzubereiten. Die DUH hatte Apple acht Wochen vor Beginn der Scharfstellung des Gesetzes angeschrieben und darauf hingewiesen, dass die Rücknahme alter Geräte verbraucherfreundlich erfolgen muss. Apples Hinweis, Elektrogeräte sollten einfach bei der Konkurrenz abgegeben werden, zeigt wie ernst das Unternehmen Umweltschutz und gesetzliche Verpflichtungen wirklich nimmt.“ 

In Deutschland werden jährlich etwa 1,7 Millionen Tonnen Elektrogeräte verkauft, jedoch nur 40 Prozent davon ordnungsgemäß gesammelt und der Weiterverwendung bzw. dem Recycling zugeführt. Um dieses Umweltproblem in den Griff zu bekommen, hat die EU-Kommission im Rahmen der WEEE2-Richtlinie (EU-Richtlinie 2012/19/EU) die Handelsunternehmen verpflichtet, kostenfrei Altgeräte zurückzunehmen. So soll sichergestellt werden, dass die hierin enthaltenen Schadstoffe umweltgerecht behandelt und wertvolle Rohstoffe recycelt werden. Die deutsche Bundesregierung hat auf Druck der Handelskonzerne diese EU-Richtlinie erst mit mehreren Jahren Verzögerung halbherzig umgesetzt. Die DUH fordert alle Handelsunternehmen auf, den Kunden verbraucherfreundliche Rückgabemöglichkeiten für defekte Elektrogeräte anzubieten.
Quelle: Text: DUH/Bilder: Pixabay 

Informationen und Hintergründe:

  • Informationsblatt über die Rechte von Verbrauchern bei der Rückgabe von alten Elektro- und Elektronikgeräten: l.duh.de/i9kzc
  • Informationsblatt über die Pflichten der Händler bei der Rücknahme von alten Elektro- und Elektronikgeräten: l.duh.de/ytpxm
  • Ergebnisse der DUH-Untersuchung zur Rücknahme von Elektroaltgeräten bei 45 Unternehmen: l.duh.de/h0712


WäscheLesen Sie dazu eine Glosse über den Trend des "grünen Waschens"

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