CoverMake-up soll Pickel, Pigmentflecken und andere vermeintliche Makel abdecken, ohne wie eine Maske auf dem Gesicht zu liegen. Für eine möglichst natürliche Wirkung verwenden die Profis deshalb mehrere Farbtöne - mindestens drei verschiedene Nuancen. Damit dieser Effekt auch zu Hause gelingt, bietet der Kosmetikhandel ein riesiges Sortiment an Produkten, in dem sich ebenfalls der Wunsch nach Natürlichkeit spiegelt. Was man den Make-ups allerdings nicht ansieht: ob sie problematische Stoffe enthalten. Deshalb hat die Zeitschrift ÖKO-TEST für ihre neueste Ausgabe 20 Produkte in die Labore geschickt. 

 

Das Fazit: Frauen sollten bei Make-up möglichst Naturkosmetikprodukte verwenden, denn das Ergebnis der Untersuchung besagt: Fast alle konventionellen Produkte stecken voller Schadstoffe.

Die Liste an bedenklichen Inhaltsstoffen ist bei fast allen konventionellen Flüssig-Make-ups lang: Vier enthalten etwa Duftkomponenten wie künstlichen Moschusduft, der sich im menschlichen Fettgewebe anreichert und verdächtigt wird, Leberschäden zu verursachen. Auch der Duftstoff Lilial steckt in einigen Marken. Er hat sich im Tierversuch als fortpflanzungsgefährdend erwiesen.

MakeupZwölf von 13 konventionellen Produkten im Test enthalten außerdem PEG/PEG-Derivate. Durch sie können andere Schadstoffe unter Umständen leichter die Hautbarriere passieren. Manche Make-ups beinhalten die Konservierungsstoffe Propyl- und Butylparaben oder bestimmte chemische UV-Filter, die den körpereigenen Hormonhaushalt stören können.

Ein weiteres Thema sind Silikonöle, die zwar dafür sorgen, dass das Make-up sich gleichmäßig verteilen lässt und möglichst lange auf der Haut haftet. Aber sie stören auch das empfindliche Hautgleichgewicht. ÖKO-TEST rät daher, lieber Produkte mit natürlichen Ölen und Wachsen zu verwenden. Diese sind in Naturkosmetik enthalten. Die getesteten zertifizierten Make-ups enthielten auch keine anderen bedenklichen Inhaltsstoffe und schnitten daher alle mit der Bestnote „sehr gut“ ab.
Quelle: Text, Cover und Produktbild: ÖKO-TEST/Bilder: Pixabay

Das ÖKO-TEST-Magazin April 2017 gibt es seit dem 30. März 2017 im Zeitschriftenhandel. Mehr Infos und eine Liste der getesteten Produkte gibt es auch hier!

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