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Zitronenscheibe fällt ins Wasser, Wasser mit Zitrone, erfrischendes Zitronenwasser, Zitronendeo

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Rezepte zum Herstellen von erfrischenden Deos und weiteren Hautpflegeprodukten von "die umweltberatung", Wien.

Wien - Die Zutatenlisten herkömmlicher Deos sind lange und enthalten meist Aluminiumsalze, die als krebserregend gelten. Für ein selbstgemachtes Zitronendeo hingegen reichen drei Zutaten: Wasser, Bio-Zitronenschale und Natron. Von schädlichen Inhaltsstoffen keine Spur – ein gutes Gefühl, genau zu wissen was drin ist!

Zitronendeo Foto: © Monika Kupka "die umweltberatung"Eine Anleitung für selbstgemachtes Deo bietet "die umweltberatung" im Infoblatt „Naturkosmetik selbst gemacht“ auf www.umweltberatung.at/naturkosmetik und im Video „DIY Anleitung Zitronendeo“ (siehe unten).

Das Lieblingsdeodorant enthält Aluminiumsalze? Dann heißt’ s rasch umsteigen auf gesunde, natürliche Alternativen, denn: „Aluminiumsalze in Deodorants sind in Verruf gekommen: Sie stehen im Verdacht, auf rasierten Achseln aufgetragen Brustkrebs auszulösen. Wer will sich schon diesem Risiko aussetzen? Die Alternative ist, beim Kauf auf die Zutatenliste zu achten oder ein Deo mit wenigen Handgriffen selbst herzustellen“, erklärt Mag.a Sandra Papes, Naturkosmetikexpertin von "die umweltberatung".

Anleitung für selbst gemachtes Zitronendeo
Die Zutaten für das DIY-Deo sind 100 ml Wasser, die geriebene Schale einer halben Bio-Zitrone und 1 Teelöffel Natron. Natron ist in der Backabteilung vieler Supermärkte erhältlich. So einfach geht’s:

  • Wasser aufkochen
  • Bio-Zitronenschale im aufgekochten Wasser 15 Minuten ziehen lassen
  • Natron dazugeben
  • in Sprühfläschchen abfüllen


DIY Anleitung im Video: Zitronen Deo selber machen


So wirkt das Zitronendeo
Natron bindet Gerüche und wirkt desinfizierend. Die ätherischen Öle der Zitrone desodorieren, kühlen und straffen die Haut. Das Deo ist im Kühlschrank 1 bis 2 Monate haltbar.

Worauf achten beim Kauf?
Wer ein fertiges Deodorant kauft, sollte in der Liste der Inhaltsstoffe auf den Begriff ALUMINUM achten: Er wird für alle Verbindungen mit Aluminium verwendet. Produkte mit Aluminiumverbindungen haben eine schweißhemmende Wirkung, da Aluminium das Zusammenziehen der Hautporen bewirkt und so das Schwitzen verhindern soll.  Sie sollten im Hinblick auf Gesundheit und Umwelt besser im Regal stehen bleiben, da die wöchentlich tolerierbare Aufnahmemenge (tolerable weekly intake, TWI) von 1 mg Aluminium je Kilo Körpergewicht bei einmaliger täglicher Verwendung schnell überschritten wird (*). Aluminium wird neben aluminiumhaltiger Kosmetik über Lebensmittel, Lebensmittelverpackungen wie Alufolie, Alu-Grillschalen, Kochgeschirr aus Aluminium, Trinkwasser und Arzneimittel in den menschlichen Körper aufgenommen.
Quelle: Text: "die umweltberatung"/Bilder: Pixabay

(*) Fragen und Antworten zu Aluminium in Lebensmitteln und verbrauchernahen Produkten vom 20. Februar 2015, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

Weitere Informationen
"die umweltberatung" bietet im Infoblatt Naturkosmetik selbst gemacht genaue Anleitungen zum Herstellen der eigenen Hautpflegeserie - von Deo, Creme, Haar- und Lippenpflege bis zum Rasierschaum - und gibt einen Überblick über die Gütesiegel für den Kauf fertiger Naturkosmetikprodukte. Das Infoblatt wurde in Kooperation mit der Kräuterpädagogin Gabriela Nedoma erstellt. Kostenloser Download auf www.umweltberatung.at/naturkosmetik.
Beratung zur ökologischen Körperpflege bei "die umweltberatung", Tel. 01 803 32 32.

 NaturkosmetikMehr Naturkosmetik gibt's hier!

Diese Rosencreme spendet Feuchtigkeit, nährt, vitalisiert und verbessert die Hautelastizität.

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Wien - Selbst gemachte Naturkosmetik ist ein ganz besonderes Geschenk: beste Zutaten, mit viel Liebe persönlich gerührt, ohne Konservierungsstoffe, im wiederbefüllbaren Tiegel. Wie wär's zum Muttertag mit einem "cremigen" Rosengruß?
Anleitungen fürs Selbermachen von Rosencreme und weiteren Pflegeprodukten bietet "die umweltberatung" im Online-Infoblatt „Naturkosmetik selbermachen“ unter www.umweltberatung.at/naturkosmetik.

Rosencreme© Marie-Christine MattnerDie Rosencreme ist ganz einfach hergestellt. Rosenköpfe, Karotte, Apfel und Kokosfett in feinster Bio-Qualität kaufen und los geht's. Damit die edle Creme lang hält, ist sauberes Arbeiten wichtig, das heißt: vor der Zubereitung unbedingt die Hände waschen, den Arbeitsplatz reinigen, die Arbeitsgeräte und Gefäße mit Alkohol, z. B. 40-prozentigem Wodka, desinfizieren. Fürs Desinfizieren den Alkohol in eine Zerstäuberflasche füllen und alle Arbeitsgeräte und Arbeitsflächen besprühen.

Die Rosencreme – ein Allrounder
Diese Hautcreme spendet Feuchtigkeit, nährt, vitalisiert und verbessert die Hautelastizität. Natürliche Antioxidantien schützen und stärken die Haut. Die Rosencreme ist universell einsetzbar: als Gesichts- und Hautcreme, Handcreme, Aftershave, Lippenpflege, Nachtcreme oder Fußcreme. 
Zutaten
100 g Bio-Kokosfett
25 g Bio-Karotte
25 g Bio-Apfel
4 getrocknete Bio-Rosenköpfe

Zubereitung
- Apfel und Karotte fein raspeln
- Rosenköpfe grob zerkleinern
- geraspelte Karotte und Apfel mit den zerkleinerten Rosen vermischen
- in einem Gefäß das Kokosfett erhitzen, Karotte, Apfel und Rosen ins geschmolzene Kokosfett     einrühren
- 30 Minuten auf unterster Stufe erhitzen – das Fett soll nicht zu sieden beginnen
- abkühlen lassen, durch ein feines Sieb filtrieren und abfüllen

Gekühlt hält die Rosencreme etwa 2 Monate.
Quelle: Text: "die umweltberatung", Wien/Bilder: Pixabay

NaturkosmetikWeitere Informationen: 
Anleitungen für das Herstellen von Naturkosmetik finden Sie hier auf unserer Webseite

Die meisten konventionellen Kosmetika enthalten feste, flüssige oder wachsartige Kunststoffe.

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Viele Produzenten tricksen beim Ausstieg

Hamburg – Deutsche Markenhersteller und Drogerien mit Eigenmarken nennen sich Mikroplastik-frei, verwenden aber diverse Kunststoffe in ihren Kosmetik- und Körperpflegeprodukten, ohne die Umweltfolgen vollständig zu kennen.

Möglich macht dies eine löchrige Selbstverpflichtung der Industrie. Dies ist das Ergebnis einer Greenpeace-Bewertung von 22 deutschen Firmen. Plastik etwa in Shampoo, Creme und Make-up gelangt über den Abfluss bis ins Meer. Einige Kunststoffverbindungen sind nachweislich umweltschädlich, viele nicht ausreichend untersucht. „So wird weiterhin Tag für Tag Plastik aus Kosmetik unsere Flüsse und Meere verschmutzen“, sagt Sandra Schöttner, Greenpeace-Meeresexpertin. „Der Einsatz von festen und flüssigen Kunststoffen ist überflüssig und muss per Gesetz verboten werden. Die zertifizierte Naturkosmetik zeigt, dass es auch ohne geht.“

KosmetikDie meisten konventionellen Kosmetika enthalten feste, flüssige oder wachsartige Kunststoffe. Foto: PixabayGrundlage des Greenpeace-Checks sind schriftliche Nachfragen bei Firmen sowie eigene Online- und Produktrecherchen. Folgende Kriterien hat die unabhängige Umweltschutzorganisation für die Bewertung der deutschen Hersteller festgelegt: Definition von Mikroplastik, Einsatz fester Plastikpartikel, Einsatz weiterer Kunststoffe sowie Kenntnisse zu deren Umweltverträglichkeit. Gut schneiden hierbei zertifizierte Naturkosmetikhersteller ab – schlecht hingegen die Hersteller konventioneller Kosmetik bzw. Drogerien mit Eigenmarken. Zwar hat die Selbstverpflichtung im sogenannten „Kosmetikdialog“ zwischen Industrie und Politik feste Plastikpartikel aus Peelings und anderen abwaschbaren Pflegeprodukten verdrängt. Geblieben aber ist der massive Einsatz von synthetischen Polymeren in flüssiger, gel-, wachsartiger oder suspendierter Form – mit ungewissen Folgen für die Umwelt. „Was die konventionelle Kosmetik uns als Mikroplastik-frei verkauft, ist eine Verbrauchertäuschung“, sagt Schöttner. „Bekannte Kosmetik- und Körperpflegeprodukte, zum Beispiel aus der Nivea-Linie, haben nach wie vor ein Plastikproblem.“

Mikroplastik gelangt aus dem Meer zurück auf unseren Tellern
Geschätzt 150 Millionen Tonnen Plastik belasten die Weltmeere, darunter zerkleinerter Plastikmüll, aber auch primäres Mikroplastik aus der Industrie. Von festen Partikeln ist zum Beispiel bekannt, dass sie Pestizide aus der Landwirtschaft an sich binden und so in die Nahrungskette einbringen. Forscher haben die winzigen Plastikteilchen auch in Speisefischen nachgewiesen. Dort können sie Entzündungen hervorrufen, die Nahrungsaufnahme beeinflussen – oder letztlich auf unserem Teller landen. Die Umweltfolgen der flüssigen, gel- und wachsartigen Kunststoffe sind oftmals nicht bekannt oder geben Anlass zur Sorge. So gelten bestimmte Polyquaternium-Verbindungen als sehr giftig für Wasserorganismen.

Da die Selbstverpflichtung der Industrie nicht ausreicht, um die Meere zu schützen, fordert Greenpeace von Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) ein umfassendes Verbot für den Einsatz von Mikroplastik, einschließlich synthetischer Polymere, in Verbrauchsgütern, die ins Abwassersystem gelangen. Wenn nicht zweifelsfrei sicher ist, dass diese Kunststoffe unbedenklich sind, müssen sie gemäß dem Vorsorgeprinzip verboten werden.
Quelle: Text: Greenpeace Deutschland/Bilder: Pixabay

HerstellercheckHersteller-Check:
Plastik in Kosmetik - Wie konventionelle Markenhersteller und Drogerien beim Mikroplastik-Ausstieg tricksen.
Der Einsatz von Kunststoffen in Kosmetik- und Pflegeprodukten ist in die Kritik geraten – Silikone und Mikroperlen sind längst keine Kaufargumente mehr, sondern schrecken viele Kunden ab. Und tatsächlich haben es Shampoo, Lotion und Lippenstift auch auf die Agenda der Umweltverbände und der Politik geschafft. Denn über den Abfluss unserer Badezimmer gelangen die umstrittenen Inhaltsstoffe in Flüsse und Meere – mit negativen bis ungewissen Folgen für die Umwelt. Eine Greenpeace-Bewertung der deutschen Hersteller.

 PlastikMehr zum Thema "Mikroplastik und Plastik" finden Sie hier!

 

Pflegeserie Weleda „Mandel"

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Schwäbisch-Gmünd - Unsere Hauttypen sind so unterschiedlich wie wir. Nicht umsonst wird die Haut als Spiegelbild der Seele bezeichnet. Sie zeigt sofort an, wenn wir mal über die Strenge schlagen, nicht in Einklang mit uns selbst leben, aus dem Gleichgewicht geraten sind und vor allem auch – wie wir uns pflegen. Einiges können wir am Hautbild beeinflussen, anderes nicht. Wichtig ist, die Hauttypen zu differenzieren, denn sie haben unterschiedliche Bedürfnisse und verlangen deshalb nach individuellen Pflegestrategien. Nur so kann unsere Haut gesund und schön strahlen.

Vor allem bei Naturprodukten in der Kosmetikindustrie geht es weniger um sogenannte Wunderwirkungen, als um den sanften Einfluss natürlicher Inhaltsstoffe und Pflanzenextrakte und um gute Verträglichkeit. Wir haben in unserem Naturkosmetik-Special zum Thema ganzheitliche Naturkosmetik, die verschiedenen Hauttypen und speziell die Pflege von empfindlicher Haut mit Expertin Lilith Schwertle gesprochen. Die Weleda Naturkosmetikexpertin und Pharmareferentin kennt sich aus mit den verschiedenen Bedürfnissen unseres vielseitigsten Organs und gibt Pflege-Tipps, wie wir mit unserer Haut am besten umgehen.

Lilith SchwertleWeleda Naturkosmetik-expertin und Pharma-referentin Lilith Schwertle Foto: WeledaDie Gesichtshaut lässt sich in unterschiedliche Hauttypen einteilen. Was versteht man unter einer sensiblen Mischhaut?
In den meisten Fällen entsteht sensible Haut durch eine Kombination von inneren und äußeren Faktoren, die erfahrungsgemäß auch nicht auf den ersten Blick zu durchschauen sind. Innerlich spielt die genetische Veranlagungen eine wichtige Rolle. Hinzu kommen Ernährungsweise und Hormonschwankungen, welche den Hautzustand verändern können.

Äußere Einflüsse wie Klima, Luftverschmutzung, Heizungsluft, Klimaanlagen, und Pflegegewohnheiten können ebenfalls das Erscheinungsbild der Haut beeinflussen. Auch Pflegegewohnheiten während jüngerer Jahre wie häufiges Verwenden von aggressiven Peelings, mangelnde Pflege und fordernde Lebensumstände (Schicht etc.) können in späteren Jahren die Haut sensibilisieren und empfindlicher werden lassen.

Wie kann ich meinen Hauttyp am besten einschätzen?
Der Mensch durchlebt verschiedene Lebensabschnitte, die jeweils besondere Anforderungen an ihn stellen. Wir haben unser Pflegekonzept darauf abgestimmt und bieten der Haut in jedem Alter genau das, was sie benötigt. Der Weleda Online-Gesichtspflegeberater hilft, das richtige Pflegekonzept zu finden

Unsere Haut ist äußeren Faktoren wie Sonnenlicht und verschiedenen Umwelteinflüssen ausgesetzt, die immer aggressiver werden. Hat diese Tatsache auch Einfluss auf die Inhaltsstoffe Ihrer Pflegeprodukte?
Nicht direkt, denn wir arbeiten ganzheitlich und mit natürlichen Inhaltstoffen. Ziel ist es, die hauteigenen Kräfte zu unterstützen.

Naturkosmetik Beitragsbildechte Naturkosmetik - im Einklang mit der NaturNach welchen Kriterien werden Pflanzen für die Herstellung von Naturkosmetik ausgewählt?
Ganzheitliche Naturkosmetik bedeutet für Weleda den verantwortungsvollen, nachhaltigen Umgang mit der Natur und eine umweltverträgliche Rohstoffgewinnung. Für die Herstellung werden ausgewählte natürliche Rohstoffe eingesetzt, wo immer möglich aus biologisch-dynamischem Anbau oder zertifizierter Wildsammlung stammend. Durch eigene Anbauprojekte und fairen Handel mit langjährigen Vertragspartnern weltweit unterstützt Weleda lokale Erzeuger. Weleda ist Mitglied der Union for Ethical Biotrade (UEBT) – einer Non-Profit-Organisation, die sich weltweit für eine nachhaltige Rohstoffbeschaffung einsetzt. Durch ihre Vollmitgliedschaft verpflichtet sich Weleda auf globaler Ebene zu den Prinzipien des ethischen Wirtschaftens, zur Erhaltung der Biodiversität und zur fairen Entlohnung aller Beteiligten innerhalb der gesamten Lieferkette.

Was bedeutet im Zusammenhang mit Naturkosmetik das Attribut „ganzheitlich"?
Wenn wir bei Weleda von einem ganzheitlichen Hautpflegekonzept sprechen, verstehen wir darunter mehr als das bloße Weglassen von Substanzen wie Paraffinöl. Für uns soll Pflege nicht nur der Schönheit, sondern auch der Gesunderhaltung dienen. Denn nur dann ist es möglich, sich in seiner Haut wohl zu fühlen und das Äußere mit dem Inneren in Einklang zu bringen.

Dazu gehört die sorgfältige Komposition von natürlichen Rohstoffen, die die Selbstregulierungskräfte von Haut, Seele und Geist ansprechen. Dies geschieht bei uns auch über den Duft. Bei unseren Rohstoffen achten wir auf höchste Qualität: So bilden hochwertige Pflanzenauszüge und Pflanzenöle die Grundlage unserer Pflegeprodukte. Auch der Prozess der Verarbeitung spielt eine zentrale Rolle für unsere Produkte. Um die guten Eigenschaften aller Rohstoffe vollständig auszuschöpfen, sind uns achtsame und nachhaltige Gewinnungs- und Verarbeitungsmethoden besonders wichtig.

Die Pflegeserie Weleda „Mandel" trägt das Attribut „sensitiv". Warum ist gerade die Mandel für sensible Haut geeignet?
In der Pflege für sensible Haut sollten die „Ursachen der Sensibilität" berücksichtig werden. Das Zusammenspiel von äußeren und inneren Faktoren spielt eine große Rolle und beeinflusst den Hautzustand. Daher ist es wichtig, der Haut ein Pflegeprogramm anzubieten, welches beruhigt. Aus ganzheitlicher Sicht der Weleda Naturkosmetik ist die wohltuende Mandelserie sehr unterstützend. Eine Art „Schonkost für die Haut", die der Haut hilft, ihr eigenes Gleichgewicht wieder zu finden und Schutz gegen äußere Einflüsse bietet, ohne die sensible Haut zu reizen.

Mit einer dicken und festen Schale schützt die Mandel ihr Kostbarstes, den Kern. Damit ist sie das ideale natürliche Vorbild, wie eine Pflege für sensible Haut aussehen soll: Eine gesunde Umhüllung für eine gute Abgrenzung nach außen und eine Stärkung und Pflege aus sich selbst heraus.

Mandelöl ist eines der kostbarsten Öle in der Hautpflege. Das feine Pflegeöl ähnelt in seiner Struktur den äußeren Lipidschichten der Haut. Deshalb kann diese Mandelöl auch besonders gut aufnehmen. Der hohe Gehalt an ungesättigten Fettsäuren stärkt die Haut und vermindert den hauteigenen Feuchtigkeitsverlust. Irritierte Haut wird sanft umhüllt, so dass sie ihr natürliches Gleichgewicht wieder leichter erlangen kann.

Gibt es bei dieser Serie eine Altersbeschränkung für die Pflegeanwendung?
Nein, denn sensible Haut kann in jedem Alter auftreten. Bei sensibler Kinderhaut empfehlen wir Weiße Malve oder die Calendula Serie.

Wie sieht die optimale „Mandel-Pflege" aus?
Der Pflegeplan für sensible Haut beinhaltet die regelmäßige Reinigung morgens und abends. Wichtig ist dies vor allem für diejenigen, die sich gerne schminken.

Für das Entfernen des Augen-Make-ups empfiehlt sich das Mandel Gesichtsöl. Angewendet auf leicht angefeuchteten Wattepads entfernt es das Augen Make-up sehr schonend und pflegt gleichzeitig die zarte Haut der Augenumgebung. Gesicht, Hals und Dekolleté werden mit einer sehr milden Reinigungsmilch von Sebum (Hauttalg, Anm.d.Red.) und Umweltschmutz befreit und so auf die Pflege optimal vorbereitet. Auf ein stark adstringierendes (d.h. (d.h. die Blutgefäße ziehen sich zusammen = weniger Rötungen und porenverfeinernd, Anm.d.Red.) Gesichtswasser wird aus naturkosmetischer Sicht bei sensibler Haut zunächst verzichtet, damit die Hautberuhigung nicht gestört wird. Auch auf Peelings, oder intensive Waschgels sollte verzichtet werden, da sie die Hautirritationen verstärken können und so die Sensibilität der Haut erhöhen anstatt sie zu beruhigen.

Für die Basispflege, oder als Make-up Grundlage und je nach Hautgefühl wird eine Feuchtigkeitscreme oder Gesichtscreme verwendet. Da die Mandelserie unparfümiert ist, wird sie ausgezeichnet vertragen.

Ihr „naturkosmetischer" Tipp für unsere LeserInnen, damit Ihr Teint die sonnenintensiven Monate möglichst schonend übersteht?
Wohltuende Gesichtsmassage mit dem Mandel-Öl wirkt hautberuhigend und schützt die Haut vor äußeren Einflüssen. Oder gestalten Sie Ihre individuelle Mischung: Wählen Sie die wohltuende Mandel–Feuchtigkeits– oder Gesichtscreme und mischen Sie sich ein Tröpfchen Mandelöl hinein. Dies ist ein besonderer Genuss für sensible Haut und ein individuelles Pflegeerlebnis.

Und wenn das Gesicht doch mal zuviel Sonne abbekommen hat?
Von innen her mit Sanddorn Ursaft den freien Radikalen begegnen und zur Pflege kann das Granatapfelserum interessant sein oder eine Kur mit Wildrosen Pflegeampullen.
Frau Schwertle, vielen Dank für das ausführliche und interessante Gespräch!

Das Gespräch führte Linda Fischer./Bilder: Weleda, Bilder: Pixabay

LavendelWeitere Infos über Naturkosmetik und "grüne Mode" finden Sie hier!

Unter den Heilpflanzen gilt die Aloe Vera Pflanze als unbestrittene Königin.

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Hamburg - Die Wüstenpflanze Aloe vera entfaltet ihre grünen Blätter auf Verpackungen von Drogerie- und Kosmetikartikeln. Doch in vielen Cremes, Duschbädern oder Hautgelen ist Aloe vera nur in geringen Mengen vorhanden. Das ergab eine Prüfung von insgesamt  21 Produkten durch die Verbraucherzentrale Hamburg. In einigen Artikeln mit Aloe fanden die Verbraucherschützer sogar umweltschädliches Mikroplastik.

Kosmetikprodukte mit Aloe Vera

Große Bilder, wenig Inhalt
Während Bilder der Aloe-Pflanze bis zu 50 Prozent der Fläche auf der Schauseite der untersuchten Verpackungen ausmachten, betrug der Anteil im Produkt häufig nur wenige Prozent. Bei einer Feuchtigkeitsmilch und einer Pflegecreme war es jeweils lediglich ein Prozent. Gleichzeitig war häufig nicht klar zu erkennen, ob ein Hersteller Aloe vera als Direktsaft verwendet oder nur rückverdünntes Pulver- oder Saftkonzentrat einsetzt. Dem Direktsaft wird die größte kosmetische Wirkung nachgesagt. 

Menge unklar
Kaum ein Hersteller machte auf der Verpackung oder im Internet konkrete Angaben zum prozentualen Anteil des Aloe-Saftes im Produkt. „Die Anbieter nutzen eine Gesetzeslücke, wonach der Prozent-Anteil bei einer Auslobung in Wort und Bild nicht angegeben werden muss“, erläutert Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg. Wie viel Aloe ein Drogerie- oder Kosmetikartikel tatsächlich enthält, ist für Verbraucher – anders als bei Lebensmitteln –  nicht ersichtlich. Drei Viertel der Hersteller benannten nicht einmal auf Nachfrage der Verbraucherzentrale die genaue Menge an Aloe in ihrem Produkt.

Aloe vera und Mikroplastik
In fünf der 21 untersuchten Produkte fanden die Hamburger Verbraucherschützer trotz des vermeintlich grünen Images umweltschädliche Plastikverbindungen. Die kleinen Plastikteilchen verbargen sich hinter langen chemischen Begriffen. „Ohne chemisches Insiderwissen sind die Stoffe kaum zu identifizieren“, warnt Schwartau.  

Unbelegte Werbeaussagen
19 von 21 Unternehmen legten zu Auslobungen wie „feuchtigkeitsspendende Wirkung“ keine ausreichenden Belege vor. Fünf Anbieter führten Studien zur allgemeinen Wirkung von Aloe vera an, ohne sich jedoch auf die konkrete kosmetische Wirkung in ihrem Produkt zu beziehen. 

„Die Ergebnisse unseres Marktchecks zeigen, dass auch bei Kosmetik- und Drogerieartikeln mehr Transparenz dringend geboten ist“, meint Verbraucherschützerin Schwartau. Ein unabhängiges kontrolliertes Label für Naturkosmetik würde vielen Verbrauchern helfen, schwarze Schafe besser zu erkennen. „Es kann nicht sein, dass sich in vermeintlich grünen Aloe-Produkten kleine Plastikpartikel verbergen, die unabsehbare Schäden in der Umwelt anrichten. Plastik aller Art in Cremes oder Duschgelen gehört schnellstmöglich auf die Verbotsliste der Kosmetikverordnung.“

Eine Aufstellung der untersuchten Aloe-Produkte mit Bildern und Bewertungen ist veröffentlicht auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg unter www.vzhh.de. Zu finden ist dort ebenfalls eine Liste mit 22 möglichen Bezeichnungen für Mikroplastik in Kosmetika. Eine Beurteilung der allgemeinen Wirkung von Aloe Vera durch die Stiftung Warentest finden Sie hier.
Quelle: Text und Produktbild: Verbraucherzentrale Hamburg/Bilder: Pixabay

MakeupLesen Sie dazu den Kosmetik-Check von Greenpeace zu Mikroplastik in Produkten

 
Auf vielen Packungen ist nur eine allgemeine Auflistung von Farbstoffen angegeben, die in allen angebotenen Nuancen enthalten sein können - aber nicht müssen.

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CoverMake-up soll Pickel, Pigmentflecken und andere vermeintliche Makel abdecken, ohne wie eine Maske auf dem Gesicht zu liegen. Für eine möglichst natürliche Wirkung verwenden die Profis deshalb mehrere Farbtöne - mindestens drei verschiedene Nuancen. Damit dieser Effekt auch zu Hause gelingt, bietet der Kosmetikhandel ein riesiges Sortiment an Produkten, in dem sich ebenfalls der Wunsch nach Natürlichkeit spiegelt. Was man den Make-ups allerdings nicht ansieht: ob sie problematische Stoffe enthalten. Deshalb hat die Zeitschrift ÖKO-TEST für ihre neueste Ausgabe 20 Produkte in die Labore geschickt. 

 

Das Fazit: Frauen sollten bei Make-up möglichst Naturkosmetikprodukte verwenden, denn das Ergebnis der Untersuchung besagt: Fast alle konventionellen Produkte stecken voller Schadstoffe.

Die Liste an bedenklichen Inhaltsstoffen ist bei fast allen konventionellen Flüssig-Make-ups lang: Vier enthalten etwa Duftkomponenten wie künstlichen Moschusduft, der sich im menschlichen Fettgewebe anreichert und verdächtigt wird, Leberschäden zu verursachen. Auch der Duftstoff Lilial steckt in einigen Marken. Er hat sich im Tierversuch als fortpflanzungsgefährdend erwiesen.

MakeupZwölf von 13 konventionellen Produkten im Test enthalten außerdem PEG/PEG-Derivate. Durch sie können andere Schadstoffe unter Umständen leichter die Hautbarriere passieren. Manche Make-ups beinhalten die Konservierungsstoffe Propyl- und Butylparaben oder bestimmte chemische UV-Filter, die den körpereigenen Hormonhaushalt stören können.

Ein weiteres Thema sind Silikonöle, die zwar dafür sorgen, dass das Make-up sich gleichmäßig verteilen lässt und möglichst lange auf der Haut haftet. Aber sie stören auch das empfindliche Hautgleichgewicht. ÖKO-TEST rät daher, lieber Produkte mit natürlichen Ölen und Wachsen zu verwenden. Diese sind in Naturkosmetik enthalten. Die getesteten zertifizierten Make-ups enthielten auch keine anderen bedenklichen Inhaltsstoffe und schnitten daher alle mit der Bestnote „sehr gut“ ab.
Quelle: Text, Cover und Produktbild: ÖKO-TEST/Bilder: Pixabay

Das ÖKO-TEST-Magazin April 2017 gibt es seit dem 30. März 2017 im Zeitschriftenhandel. Mehr Infos und eine Liste der getesteten Produkte gibt es auch hier!

Tox FoxLesen Sie dazu: ToxFox - der Kosmetik-Check fürs Handy 
Mehr zum Thema "Naturkosmetik" finden Sie hier!

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Freitag, 12. Mai 2017 18:31

3,3 Millionen Menschen haben vor zwei Jahren für die selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative (EBI) gegen TTIP und CETA unterschrieben. Der Europäischen Kommisson interessierte das wenig. Nun hat die Organisation vor Gericht der Europäischen Union (EuG) Recht bekommen – in allen Punkten! Gratulation. Das ist gelebte Demokratie und eine Blamage für Junker und all diejenigen, die Bürgerbegehren in der EU am liebsten überhaupt nicht akzeptieren wollen.

Unsere Glosse zu TTIP .



 

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