NACH OBEN

  

Unter den Heilpflanzen gilt die Aloe Vera Pflanze als unbestrittene Königin.

Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv

Hamburg - Die Wüstenpflanze Aloe vera entfaltet ihre grünen Blätter auf Verpackungen von Drogerie- und Kosmetikartikeln. Doch in vielen Cremes, Duschbädern oder Hautgelen ist Aloe vera nur in geringen Mengen vorhanden. Das ergab eine Prüfung von insgesamt  21 Produkten durch die Verbraucherzentrale Hamburg. In einigen Artikeln mit Aloe fanden die Verbraucherschützer sogar umweltschädliches Mikroplastik.

Kosmetikprodukte mit Aloe Vera

Große Bilder, wenig Inhalt
Während Bilder der Aloe-Pflanze bis zu 50 Prozent der Fläche auf der Schauseite der untersuchten Verpackungen ausmachten, betrug der Anteil im Produkt häufig nur wenige Prozent. Bei einer Feuchtigkeitsmilch und einer Pflegecreme war es jeweils lediglich ein Prozent. Gleichzeitig war häufig nicht klar zu erkennen, ob ein Hersteller Aloe vera als Direktsaft verwendet oder nur rückverdünntes Pulver- oder Saftkonzentrat einsetzt. Dem Direktsaft wird die größte kosmetische Wirkung nachgesagt. 

Menge unklar
Kaum ein Hersteller machte auf der Verpackung oder im Internet konkrete Angaben zum prozentualen Anteil des Aloe-Saftes im Produkt. „Die Anbieter nutzen eine Gesetzeslücke, wonach der Prozent-Anteil bei einer Auslobung in Wort und Bild nicht angegeben werden muss“, erläutert Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg. Wie viel Aloe ein Drogerie- oder Kosmetikartikel tatsächlich enthält, ist für Verbraucher – anders als bei Lebensmitteln –  nicht ersichtlich. Drei Viertel der Hersteller benannten nicht einmal auf Nachfrage der Verbraucherzentrale die genaue Menge an Aloe in ihrem Produkt.

Aloe vera und Mikroplastik
In fünf der 21 untersuchten Produkte fanden die Hamburger Verbraucherschützer trotz des vermeintlich grünen Images umweltschädliche Plastikverbindungen. Die kleinen Plastikteilchen verbargen sich hinter langen chemischen Begriffen. „Ohne chemisches Insiderwissen sind die Stoffe kaum zu identifizieren“, warnt Schwartau.  

Unbelegte Werbeaussagen
19 von 21 Unternehmen legten zu Auslobungen wie „feuchtigkeitsspendende Wirkung“ keine ausreichenden Belege vor. Fünf Anbieter führten Studien zur allgemeinen Wirkung von Aloe vera an, ohne sich jedoch auf die konkrete kosmetische Wirkung in ihrem Produkt zu beziehen. 

„Die Ergebnisse unseres Marktchecks zeigen, dass auch bei Kosmetik- und Drogerieartikeln mehr Transparenz dringend geboten ist“, meint Verbraucherschützerin Schwartau. Ein unabhängiges kontrolliertes Label für Naturkosmetik würde vielen Verbrauchern helfen, schwarze Schafe besser zu erkennen. „Es kann nicht sein, dass sich in vermeintlich grünen Aloe-Produkten kleine Plastikpartikel verbergen, die unabsehbare Schäden in der Umwelt anrichten. Plastik aller Art in Cremes oder Duschgelen gehört schnellstmöglich auf die Verbotsliste der Kosmetikverordnung.“

Eine Aufstellung der untersuchten Aloe-Produkte mit Bildern und Bewertungen ist veröffentlicht auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg unter www.vzhh.de. Zu finden ist dort ebenfalls eine Liste mit 22 möglichen Bezeichnungen für Mikroplastik in Kosmetika. Eine Beurteilung der allgemeinen Wirkung von Aloe Vera durch die Stiftung Warentest finden Sie hier.
Quelle: Text und Produktbild: Verbraucherzentrale Hamburg/Bilder: Pixabay

MakeupLesen Sie dazu den Kosmetik-Check von Greenpeace zu Mikroplastik in Produkten

 
Auf vielen Packungen ist nur eine allgemeine Auflistung von Farbstoffen angegeben, die in allen angebotenen Nuancen enthalten sein können - aber nicht müssen.

Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv

CoverMake-up soll Pickel, Pigmentflecken und andere vermeintliche Makel abdecken, ohne wie eine Maske auf dem Gesicht zu liegen. Für eine möglichst natürliche Wirkung verwenden die Profis deshalb mehrere Farbtöne - mindestens drei verschiedene Nuancen. Damit dieser Effekt auch zu Hause gelingt, bietet der Kosmetikhandel ein riesiges Sortiment an Produkten, in dem sich ebenfalls der Wunsch nach Natürlichkeit spiegelt. Was man den Make-ups allerdings nicht ansieht: ob sie problematische Stoffe enthalten. Deshalb hat die Zeitschrift ÖKO-TEST für ihre neueste Ausgabe 20 Produkte in die Labore geschickt. 

 

Das Fazit: Frauen sollten bei Make-up möglichst Naturkosmetikprodukte verwenden, denn das Ergebnis der Untersuchung besagt: Fast alle konventionellen Produkte stecken voller Schadstoffe.

Die Liste an bedenklichen Inhaltsstoffen ist bei fast allen konventionellen Flüssig-Make-ups lang: Vier enthalten etwa Duftkomponenten wie künstlichen Moschusduft, der sich im menschlichen Fettgewebe anreichert und verdächtigt wird, Leberschäden zu verursachen. Auch der Duftstoff Lilial steckt in einigen Marken. Er hat sich im Tierversuch als fortpflanzungsgefährdend erwiesen.

MakeupZwölf von 13 konventionellen Produkten im Test enthalten außerdem PEG/PEG-Derivate. Durch sie können andere Schadstoffe unter Umständen leichter die Hautbarriere passieren. Manche Make-ups beinhalten die Konservierungsstoffe Propyl- und Butylparaben oder bestimmte chemische UV-Filter, die den körpereigenen Hormonhaushalt stören können.

Ein weiteres Thema sind Silikonöle, die zwar dafür sorgen, dass das Make-up sich gleichmäßig verteilen lässt und möglichst lange auf der Haut haftet. Aber sie stören auch das empfindliche Hautgleichgewicht. ÖKO-TEST rät daher, lieber Produkte mit natürlichen Ölen und Wachsen zu verwenden. Diese sind in Naturkosmetik enthalten. Die getesteten zertifizierten Make-ups enthielten auch keine anderen bedenklichen Inhaltsstoffe und schnitten daher alle mit der Bestnote „sehr gut“ ab.
Quelle: Text, Cover und Produktbild: ÖKO-TEST/Bilder: Pixabay

Das ÖKO-TEST-Magazin April 2017 gibt es seit dem 30. März 2017 im Zeitschriftenhandel. Mehr Infos und eine Liste der getesteten Produkte gibt es auch hier!

Tox FoxLesen Sie dazu: ToxFox - der Kosmetik-Check fürs Handy 
Mehr zum Thema "Naturkosmetik" finden Sie hier!

Bewertung: 3 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern inaktivStern inaktiv

ValentinstagRote Rosen, Pralinen, Küsse und romantische Liebesbeweise – der Valentinstag am kommenden Dienstag, 14. Februar, ist ein besonderer Tag für Verliebte. Wie der Valentinstag ganz genau entstanden ist, ist unklar. Aber vermutlich geht er auf christliche Märtyrer wie Valentin von Terni oder Valentin von Viterbo zurück. Valentin von Terni ist ein Heiliger in der römisch-katholischen Kirche, der auch als Schutzpatron der Liebenden verehrt wird.

Man mag nun über den Tag der Liebenden denken, was man möchte. Kommerz ja oder nein. Fakt ist, dass kleine Geschenke und romantische Liebesbekundungen unter Partnern eine schöne Geste sind. Wie wär's in diesem Jahr mit...

... einer Massage mit selbst gemischtem Öl als schönes, persönliches Geschenk zum Verwöhnen? Massageöl in bester Bio-Qualität ist schnell und einfach selbst hergestellt: 100 ml Mandelöl und ein paar Tropfen ätherisches Öl in ein Fläschchen gefüllt, schon ist es fertig.

MassageNaturkosmetik selbst machen liegt im Trend und hat viele Vorteile: „Wer Kosmetik selbst herstellt, weiß genau was drin ist. Beste Bio-Zutaten und der Verzicht auf Konservierungsstoffe sind gut für die Haut und für die Umwelt“, sagt Mag.a Sandra Papes, Naturkosmetikexpertin von "die umweltberatung".

Rezept: Massageöl selber machen
Die Basis für ein selbstgemischtes Bio-Öl sind beispielsweise Mandelöl und Jojobaöl. Beide sind sehr gut verträglich und aus diesem Grund für jeden Hauttyp geeignet. Langsam einziehende Öle wie Sesamöl und Erdnussöl verbleiben länger auf der Haut und lassen daher die Hände besser über die Haut gleiten.

Für das Massageöl 100 ml Bio-Öl (z.B. Mandel, Jojoba, Sesam oder Erdnuss) mit ein paar Tropen eines ätherischen Bio-Öles mischen und in ein Fläschchen abfüllen. Bei Personen mit empfindlicher Haut, Kindern und älteren Menschen ist es ratsam, auf den Duftzusatz zu verzichten.

Ein Tipp zum Kauf ätherischer Öle: Die Bezeichnung „100 % reines ätherisches Öl“ auf dem Fläschchen zeigt, dass keine synthetischen Öle zugesetzt sind. Das bedeutet aber nicht, dass das Öl biologisch produziert wurde. Am besten ist es im Geschäft nach ätherischem Öl aus biologischem Anbau zu fragen.

Klare Vorteile von selbst gemachtem Massageöl

  • keine Konservierungsstoffe enthalten
  • bei Verwendung von Bio-Zutaten keine Pestizide im Öl und in der Umwelt
  • je nach Vorliebe Duft selbst aussuchen oder darauf verzichten


Weitere Informationen:
Rezepte zum Selbermachen von Lippenpflege, Deo, Creme, Shampoo, Abschmink-Lotion und Rasierseife bietet das Infoblatt „Naturkosmetik selbstgemacht“, das auf www.umweltberatung.at/nko zum kostenlosen Download bereit steht. Information bei "die umweltberatung", Tel. 01 803 32 32.
Quelle: Text: "die umweltberatung", lin/Bilder: Pixabay

 Und hier gibt's mehr Rezepte, beispielsweise eine milde Rasiercreme für "ihn"!

Die meisten konventionellen Kosmetika enthalten feste, flüssige oder wachsartige Kunststoffe.

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv

Viele Produzenten tricksen beim Ausstieg

Hamburg – Deutsche Markenhersteller und Drogerien mit Eigenmarken nennen sich Mikroplastik-frei, verwenden aber diverse Kunststoffe in ihren Kosmetik- und Körperpflegeprodukten, ohne die Umweltfolgen vollständig zu kennen.

Möglich macht dies eine löchrige Selbstverpflichtung der Industrie. Dies ist das Ergebnis einer Greenpeace-Bewertung von 22 deutschen Firmen. Plastik etwa in Shampoo, Creme und Make-up gelangt über den Abfluss bis ins Meer. Einige Kunststoffverbindungen sind nachweislich umweltschädlich, viele nicht ausreichend untersucht. „So wird weiterhin Tag für Tag Plastik aus Kosmetik unsere Flüsse und Meere verschmutzen“, sagt Sandra Schöttner, Greenpeace-Meeresexpertin. „Der Einsatz von festen und flüssigen Kunststoffen ist überflüssig und muss per Gesetz verboten werden. Die zertifizierte Naturkosmetik zeigt, dass es auch ohne geht.“

KosmetikDie meisten konventionellen Kosmetika enthalten feste, flüssige oder wachsartige Kunststoffe. Foto: PixabayGrundlage des Greenpeace-Checks sind schriftliche Nachfragen bei Firmen sowie eigene Online- und Produktrecherchen. Folgende Kriterien hat die unabhängige Umweltschutzorganisation für die Bewertung der deutschen Hersteller festgelegt: Definition von Mikroplastik, Einsatz fester Plastikpartikel, Einsatz weiterer Kunststoffe sowie Kenntnisse zu deren Umweltverträglichkeit. Gut schneiden hierbei zertifizierte Naturkosmetikhersteller ab – schlecht hingegen die Hersteller konventioneller Kosmetik bzw. Drogerien mit Eigenmarken. Zwar hat die Selbstverpflichtung im sogenannten „Kosmetikdialog“ zwischen Industrie und Politik feste Plastikpartikel aus Peelings und anderen abwaschbaren Pflegeprodukten verdrängt. Geblieben aber ist der massive Einsatz von synthetischen Polymeren in flüssiger, gel-, wachsartiger oder suspendierter Form – mit ungewissen Folgen für die Umwelt. „Was die konventionelle Kosmetik uns als Mikroplastik-frei verkauft, ist eine Verbrauchertäuschung“, sagt Schöttner. „Bekannte Kosmetik- und Körperpflegeprodukte, zum Beispiel aus der Nivea-Linie, haben nach wie vor ein Plastikproblem.“

Mikroplastik gelangt aus dem Meer zurück auf unseren Tellern
Geschätzt 150 Millionen Tonnen Plastik belasten die Weltmeere, darunter zerkleinerter Plastikmüll, aber auch primäres Mikroplastik aus der Industrie. Von festen Partikeln ist zum Beispiel bekannt, dass sie Pestizide aus der Landwirtschaft an sich binden und so in die Nahrungskette einbringen. Forscher haben die winzigen Plastikteilchen auch in Speisefischen nachgewiesen. Dort können sie Entzündungen hervorrufen, die Nahrungsaufnahme beeinflussen – oder letztlich auf unserem Teller landen. Die Umweltfolgen der flüssigen, gel- und wachsartigen Kunststoffe sind oftmals nicht bekannt oder geben Anlass zur Sorge. So gelten bestimmte Polyquaternium-Verbindungen als sehr giftig für Wasserorganismen.

Da die Selbstverpflichtung der Industrie nicht ausreicht, um die Meere zu schützen, fordert Greenpeace von Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) ein umfassendes Verbot für den Einsatz von Mikroplastik, einschließlich synthetischer Polymere, in Verbrauchsgütern, die ins Abwassersystem gelangen. Wenn nicht zweifelsfrei sicher ist, dass diese Kunststoffe unbedenklich sind, müssen sie gemäß dem Vorsorgeprinzip verboten werden.
Quelle: Text: Greenpeace Deutschland/Bilder: Pixabay

HerstellercheckHersteller-Check:
Plastik in Kosmetik - Wie konventionelle Markenhersteller und Drogerien beim Mikroplastik-Ausstieg tricksen.
Der Einsatz von Kunststoffen in Kosmetik- und Pflegeprodukten ist in die Kritik geraten – Silikone und Mikroperlen sind längst keine Kaufargumente mehr, sondern schrecken viele Kunden ab. Und tatsächlich haben es Shampoo, Lotion und Lippenstift auch auf die Agenda der Umweltverbände und der Politik geschafft. Denn über den Abfluss unserer Badezimmer gelangen die umstrittenen Inhaltsstoffe in Flüsse und Meere – mit negativen bis ungewissen Folgen für die Umwelt. Eine Greenpeace-Bewertung der deutschen Hersteller.

 PlastikMehr zum Thema "Mikroplastik und Plastik" finden Sie hier!

 

Naturkosmetik

Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv

Naturkosmetik ist mittlerweile in nahezu allen Vertriebswegen verfügbar. Im Handel gewinnen die Drogeriemärkte zunehmend an Bedeutung. Diese Einkaufsstätten nutzen vor allem Konsumentinnen und Konsumenten der klassischen Kosmetik, die in der Naturkosmetik eine echte Alternative sehen und häufig zwischen beiden Produktlinien wechseln.

Auf dem internationalen Markt für Naturkosmetik finden sich längst nicht mehr nur etablierte Kosmetikmarken, sondern auch zahlreiche Nischenmarken. Alle verfolgen das Ziel, dem steigenden Bedürfnis der Konsumentinnen und Konsumenten nach mehr Natürlichkeit und Nachhaltigkeit nachzukommen. Dabei ist eine zunehmende Differenzierung in der Naturkosmetik zu beobachten. So gibt es vermehrt Produkte, die für spezielle Zielgruppen bestimmt sind, wie zum Beispiel Bartpflege für Männer oder Pflegeprodukte für Kleinkinder.

Selbst für Tattoos die geeignete Bio-Pflege
Auch gibt es nun eine Pflege speziell für tätowierte Haut, deren aktiver Inhaltsstoff aus der Noni-Frucht stammt. Das Produkt soll zur Erhaltung der Farbpigmente beitragen und die Haut gleichzeitig pflegen und schützen. Hergestellt wurde die Tattoopflege in Anlehnung an die Tradition der Neuseeländischen Maori, die sich seit Jahrtausenden als Verschönerung und Statussymbol tätowieren. Aber auch Surferinnen und Surfer können sich künftig der Naturkosmetik bedienen. So haben Hersteller Kosmetiklinien auf den Markt gebracht, die sich vor allem für die häufig der Sonne und Salz ausgesetzten Haut von Surferinnen und Surfern eignen. Dabei sind Stick und Creme in einem kombiniert, was vor allem für den Transport praktisch ist.

Granatapfel ist ein beliebter Zusatzstoff in NaturkosmetikGranatapfel ist ein beliebter Zusatzstoff in NaturkosmetikDie Naturkosmetik versucht zunehmend, auch auf Trends aus der konventionellen Kosmetik zu reagieren. Auf diese Weise kann die Käuferschaft erweitert werden. Ein Beispiel stellen Produkte mit Aktivkohle dar, die vermehrt Einzug in den Bereich der Naturkosmetik finden. Die natürlichen Eigenschaften der Aktivkohle werden in granulierter Form in der Naturkosmetik beispielsweise in Rasier-Seifen und in Zahnpasta eingesetzt. Die wertvollste Eigenschaft der Aktivkohle in diesen Produkten ist die Entfernung von Verfärbungen an der Zahnoberfläche sowie die Reduzierung von Talgablagerungen und Unreinheiten der Haut. Diese absorbierende Funktion ist durch die feinporige Oberfläche der Aktivkohle gegeben.

Bei aluminiumfreien Deos übernimmt die konventionelle Kosmetik den Trend aus der Naturkosmetik. Aber die Naturkosmetikhersteller warten mit verschiedensten neuen Varianten auf, zum Beispiel: Deocremes im Stick mit Natron und Deos mit Granatapfel als Leitpflanze.

Vegan, wasserlos, multifunktional und vieles mehr soll Naturkosmetik sein
Regionalität, Fair Trade und vegan - Schlagworte, die man bisher eher von Biolebensmitteln kennt, werden mehr und mehr auch in der Naturkosmetik wichtig. Gerade die jüngeren Konsumentinnen und Konsumenten wollen Produkte, die diese Voraussetzungen erfüllen. Zudem sollen die Kosmetikprodukte nachhaltig, aber hipp verpackt sein. 

Das Thema Yoga ist in aller Munde und soll Körper, Geist und Atem in Einklang bringen. Auch die Naturkosmetik hat sich diesem Thema mit verschiedenen Yoga-Produkten gewidmet. So gibt es zum Beispiel ein Yogamattenspray, welches die Yogamatte von Keimen befreien und gleichzeitig beim Entspannen helfen soll. Weitere Neuheiten in der Naturkosmetik sind sogenannte wasserlose Produkte, das heißt die Produkte werden ohne die Verwendung von Wasser hergestellt. Zahnpasta am Stiel oder in Tablettenform zählen ebenso dazu wie multifunktionale Seifen, die nicht nur Seife, sondern auch Peeling und Bodylotion sind. Neben der Eigenschaft "Alleskönner" spiegeln viele der neuen Pflegeprodukte auch Individualität wieder. So können sich die Konsumentinnen und Konsumenten Shampoo aus verschiedenen Bio-Rohstoffen selbst zusammensetzen und dabei Duft und Komponenten individuell auswählen. Ebenfalls neu auf dem Markt sind Pflegeprodukte mit dem Hauptwirkstoff Korkeiche. Verpackt ist die neue Kosmetiklinie in "Refill-Systemen" zum Aufschrauben und Nachfüllen.

Nicht vegan, aber dennoch im Trend, sind hingegen die Pflegeprodukte, die auf Schneckensekret, aktivem Schneckenwasser und Rohstoffen aus ökologischem Landbau basieren. Gleich mehrere Marken haben ihr Sortiment auf diesen Wirkstoff abgestimmt. Diese Schneckenextrakte sollen nicht nur für Geschmeidigkeit der Haut sorgen, sondern auch einen Schutz vor Altersflecken bieten.

Fachliche Beratung bringt Struktur in Produktvielfalt
Die Palette an neuen Produkten zeigt, dass Naturkosmetik kein vorübergehender Trend ist. Bei dieser Produktvielfalt erwarten Kundinnen und Kunden gerade bei Naturkosmetik eine gute Fach- und Sortimentskompetenz. Sie wollen sicherstellen, dass es sich bei der von ihnen verwendeten Naturkosmetik auch um "echte" Naturkosmetik handelt. Internationale Labels, wie das "NaTrue" - Label sollen Verbraucherinnen und Verbrauchern helfen, Naturkosmetik zu identifizieren, die diesen Namen wirklich verdient. Hier kann sich der Naturkost- und Naturkosmetikhandel profilieren, in dem die Produkte bewusst ausgewählt, perfekt präsentiert und in Szene gesetzt werden. In Kombination mit der richtigen Beratung können Naturkosmetikprodukte ein stabiler und wichtiger Umsatzbringer für die Naturkost- und Naturkosmetik-Fachgeschäfte sein.
Quelle: Text: ökolandbau, Bilder: Pixabay 

Naturkosmetik EinleitungsbildMehr über Naturkosmetik gibt es hier.

Pflegeserie Weleda „Mandel"

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv

Schwäbisch-Gmünd - Unsere Hauttypen sind so unterschiedlich wie wir. Nicht umsonst wird die Haut als Spiegelbild der Seele bezeichnet. Sie zeigt sofort an, wenn wir mal über die Strenge schlagen, nicht in Einklang mit uns selbst leben, aus dem Gleichgewicht geraten sind und vor allem auch – wie wir uns pflegen. Einiges können wir am Hautbild beeinflussen, anderes nicht. Wichtig ist, die Hauttypen zu differenzieren, denn sie haben unterschiedliche Bedürfnisse und verlangen deshalb nach individuellen Pflegestrategien. Nur so kann unsere Haut gesund und schön strahlen.

Vor allem bei Naturprodukten in der Kosmetikindustrie geht es weniger um sogenannte Wunderwirkungen, als um den sanften Einfluss natürlicher Inhaltsstoffe und Pflanzenextrakte und um gute Verträglichkeit. Wir haben in unserem Naturkosmetik-Special zum Thema ganzheitliche Naturkosmetik, die verschiedenen Hauttypen und speziell die Pflege von empfindlicher Haut mit Expertin Lilith Schwertle gesprochen. Die Weleda Naturkosmetikexpertin und Pharmareferentin kennt sich aus mit den verschiedenen Bedürfnissen unseres vielseitigsten Organs und gibt Pflege-Tipps, wie wir mit unserer Haut am besten umgehen.

Lilith SchwertleWeleda Naturkosmetik-expertin und Pharma-referentin Lilith Schwertle Foto: WeledaDie Gesichtshaut lässt sich in unterschiedliche Hauttypen einteilen. Was versteht man unter einer sensiblen Mischhaut?
In den meisten Fällen entsteht sensible Haut durch eine Kombination von inneren und äußeren Faktoren, die erfahrungsgemäß auch nicht auf den ersten Blick zu durchschauen sind. Innerlich spielt die genetische Veranlagungen eine wichtige Rolle. Hinzu kommen Ernährungsweise und Hormonschwankungen, welche den Hautzustand verändern können.

Äußere Einflüsse wie Klima, Luftverschmutzung, Heizungsluft, Klimaanlagen, und Pflegegewohnheiten können ebenfalls das Erscheinungsbild der Haut beeinflussen. Auch Pflegegewohnheiten während jüngerer Jahre wie häufiges Verwenden von aggressiven Peelings, mangelnde Pflege und fordernde Lebensumstände (Schicht etc.) können in späteren Jahren die Haut sensibilisieren und empfindlicher werden lassen.

Wie kann ich meinen Hauttyp am besten einschätzen?
Der Mensch durchlebt verschiedene Lebensabschnitte, die jeweils besondere Anforderungen an ihn stellen. Wir haben unser Pflegekonzept darauf abgestimmt und bieten der Haut in jedem Alter genau das, was sie benötigt. Der Weleda Online-Gesichtspflegeberater hilft, das richtige Pflegekonzept zu finden

Unsere Haut ist äußeren Faktoren wie Sonnenlicht und verschiedenen Umwelteinflüssen ausgesetzt, die immer aggressiver werden. Hat diese Tatsache auch Einfluss auf die Inhaltsstoffe Ihrer Pflegeprodukte?
Nicht direkt, denn wir arbeiten ganzheitlich und mit natürlichen Inhaltstoffen. Ziel ist es, die hauteigenen Kräfte zu unterstützen.

Naturkosmetik Beitragsbildechte Naturkosmetik - im Einklang mit der NaturNach welchen Kriterien werden Pflanzen für die Herstellung von Naturkosmetik ausgewählt?
Ganzheitliche Naturkosmetik bedeutet für Weleda den verantwortungsvollen, nachhaltigen Umgang mit der Natur und eine umweltverträgliche Rohstoffgewinnung. Für die Herstellung werden ausgewählte natürliche Rohstoffe eingesetzt, wo immer möglich aus biologisch-dynamischem Anbau oder zertifizierter Wildsammlung stammend. Durch eigene Anbauprojekte und fairen Handel mit langjährigen Vertragspartnern weltweit unterstützt Weleda lokale Erzeuger. Weleda ist Mitglied der Union for Ethical Biotrade (UEBT) – einer Non-Profit-Organisation, die sich weltweit für eine nachhaltige Rohstoffbeschaffung einsetzt. Durch ihre Vollmitgliedschaft verpflichtet sich Weleda auf globaler Ebene zu den Prinzipien des ethischen Wirtschaftens, zur Erhaltung der Biodiversität und zur fairen Entlohnung aller Beteiligten innerhalb der gesamten Lieferkette.

Was bedeutet im Zusammenhang mit Naturkosmetik das Attribut „ganzheitlich"?
Wenn wir bei Weleda von einem ganzheitlichen Hautpflegekonzept sprechen, verstehen wir darunter mehr als das bloße Weglassen von Substanzen wie Paraffinöl. Für uns soll Pflege nicht nur der Schönheit, sondern auch der Gesunderhaltung dienen. Denn nur dann ist es möglich, sich in seiner Haut wohl zu fühlen und das Äußere mit dem Inneren in Einklang zu bringen.

Dazu gehört die sorgfältige Komposition von natürlichen Rohstoffen, die die Selbstregulierungskräfte von Haut, Seele und Geist ansprechen. Dies geschieht bei uns auch über den Duft. Bei unseren Rohstoffen achten wir auf höchste Qualität: So bilden hochwertige Pflanzenauszüge und Pflanzenöle die Grundlage unserer Pflegeprodukte. Auch der Prozess der Verarbeitung spielt eine zentrale Rolle für unsere Produkte. Um die guten Eigenschaften aller Rohstoffe vollständig auszuschöpfen, sind uns achtsame und nachhaltige Gewinnungs- und Verarbeitungsmethoden besonders wichtig.

Die Pflegeserie Weleda „Mandel" trägt das Attribut „sensitiv". Warum ist gerade die Mandel für sensible Haut geeignet?
In der Pflege für sensible Haut sollten die „Ursachen der Sensibilität" berücksichtig werden. Das Zusammenspiel von äußeren und inneren Faktoren spielt eine große Rolle und beeinflusst den Hautzustand. Daher ist es wichtig, der Haut ein Pflegeprogramm anzubieten, welches beruhigt. Aus ganzheitlicher Sicht der Weleda Naturkosmetik ist die wohltuende Mandelserie sehr unterstützend. Eine Art „Schonkost für die Haut", die der Haut hilft, ihr eigenes Gleichgewicht wieder zu finden und Schutz gegen äußere Einflüsse bietet, ohne die sensible Haut zu reizen.

Mit einer dicken und festen Schale schützt die Mandel ihr Kostbarstes, den Kern. Damit ist sie das ideale natürliche Vorbild, wie eine Pflege für sensible Haut aussehen soll: Eine gesunde Umhüllung für eine gute Abgrenzung nach außen und eine Stärkung und Pflege aus sich selbst heraus.

Mandelöl ist eines der kostbarsten Öle in der Hautpflege. Das feine Pflegeöl ähnelt in seiner Struktur den äußeren Lipidschichten der Haut. Deshalb kann diese Mandelöl auch besonders gut aufnehmen. Der hohe Gehalt an ungesättigten Fettsäuren stärkt die Haut und vermindert den hauteigenen Feuchtigkeitsverlust. Irritierte Haut wird sanft umhüllt, so dass sie ihr natürliches Gleichgewicht wieder leichter erlangen kann.

Gibt es bei dieser Serie eine Altersbeschränkung für die Pflegeanwendung?
Nein, denn sensible Haut kann in jedem Alter auftreten. Bei sensibler Kinderhaut empfehlen wir Weiße Malve oder die Calendula Serie.

Wie sieht die optimale „Mandel-Pflege" aus?
Der Pflegeplan für sensible Haut beinhaltet die regelmäßige Reinigung morgens und abends. Wichtig ist dies vor allem für diejenigen, die sich gerne schminken.

Für das Entfernen des Augen-Make-ups empfiehlt sich das Mandel Gesichtsöl. Angewendet auf leicht angefeuchteten Wattepads entfernt es das Augen Make-up sehr schonend und pflegt gleichzeitig die zarte Haut der Augenumgebung. Gesicht, Hals und Dekolleté werden mit einer sehr milden Reinigungsmilch von Sebum (Hauttalg, Anm.d.Red.) und Umweltschmutz befreit und so auf die Pflege optimal vorbereitet. Auf ein stark adstringierendes (d.h. (d.h. die Blutgefäße ziehen sich zusammen = weniger Rötungen und porenverfeinernd, Anm.d.Red.) Gesichtswasser wird aus naturkosmetischer Sicht bei sensibler Haut zunächst verzichtet, damit die Hautberuhigung nicht gestört wird. Auch auf Peelings, oder intensive Waschgels sollte verzichtet werden, da sie die Hautirritationen verstärken können und so die Sensibilität der Haut erhöhen anstatt sie zu beruhigen.

Für die Basispflege, oder als Make-up Grundlage und je nach Hautgefühl wird eine Feuchtigkeitscreme oder Gesichtscreme verwendet. Da die Mandelserie unparfümiert ist, wird sie ausgezeichnet vertragen.

Ihr „naturkosmetischer" Tipp für unsere LeserInnen, damit Ihr Teint die sonnenintensiven Monate möglichst schonend übersteht?
Wohltuende Gesichtsmassage mit dem Mandel-Öl wirkt hautberuhigend und schützt die Haut vor äußeren Einflüssen. Oder gestalten Sie Ihre individuelle Mischung: Wählen Sie die wohltuende Mandel–Feuchtigkeits– oder Gesichtscreme und mischen Sie sich ein Tröpfchen Mandelöl hinein. Dies ist ein besonderer Genuss für sensible Haut und ein individuelles Pflegeerlebnis.

Und wenn das Gesicht doch mal zuviel Sonne abbekommen hat?
Von innen her mit Sanddorn Ursaft den freien Radikalen begegnen und zur Pflege kann das Granatapfelserum interessant sein oder eine Kur mit Wildrosen Pflegeampullen.
Frau Schwertle, vielen Dank für das ausführliche und interessante Gespräch!

Das Gespräch führte Linda Fischer./Bilder: Weleda, Bilder: Pixabay

LavendelWeitere Infos über Naturkosmetik und "grüne Mode" finden Sie hier!

AKTUELLE NACHRICHTEN

Rhabarber: Gern auch mal herzhaft

Samstag, 29. April 2017 04:36
Im April startet die Rhabarber-Saison. Manche können es kaum erwarten, dass es das erfrischend säuerliche Gemüse wieder zu kaufen gibt, andere verziehen beim Gedanken an die roten und grünen Stängel das Gesicht. Dabei kann man aus ihnen leckere

Tierische Sommeroase in der Stadt

Freitag, 28. April 2017 07:55
PETA gibt Tipps für einen insekten- und vogelfreundlichen Balkon Stuttgart – Summen, Zwitschern und Flattern: Im Frühling und Sommer erwachen Flora und Fauna wieder zum Leben. Wo es möglich ist, sprießt Grün, die Vögel singen und Insekt

Deutschland geht der Fisch aus

Freitag, 28. April 2017 04:20
„Fish-Dependence-Day“: ab 29. April isst Deutschland importierten Fisch Hamburg - Deutsche Verbraucher essen mehr Fische und Meeresfrüchte als in heimischen Gewässern gefangen werden. Am 29. April ist deutscher „Fish-Dependence-Day“: Dann

 

 

Anzeige

 

 

NEU in der MEDIATHEK

Kaffeekapselwerbung kann gefährlich sein oder Mr. Clooney

Freitag, 21. April 2017 04:48

Kaffeekapselwerbung kann tatsächlich gefährlich sein. Vielleicht bringt auch das kleine Filmchen Mr. Georg Clooney ein wenig zum Nachdenken. Einerseits engagiert sich der Hollywood-Start für Umweltschutz und unseren Planeten Erde. Andererseits ist er nach wie vor gerne bereit für einen Kaffeekapselgiganten als Werbefigur zur Verfügung zu stehen.

 

 

Kaffeekapselwahnsinn ichtragenatur.deUnser Kapselwahnsinn-Spezial:
Der Kommentar   und Die Glosse - nichts als die Bohne



 

ichtragenatur.de will für alle – Konsumenten wie Unternehmen – die Plattform sein, um sich zu sammeln und kennenzulernen, sich miteinander zu vernetzen und dann gemeinsam zu starten mit dem Ziel: mit unseren Ressourcen schonend umzugehen, für eine Umwelt, die allen Menschen das Leben erlaubt und – lebenswert macht.

 

 

REDAKTION

ichtragenatur - Das Magazin

Reitham 14
83627 Warngau
info@ichtragenatur.de
 

Feedback

Sie haben Fragen oder interessante Themen für die Redaktion?
Wir freuen uns über Ihre Nachricht.