Hamburg, Januar 2016. Ab sofort gibt es in deutschen Tchibo Filialen keine Gratis-Einwegtragetaschen mehr: Laut einer Pressemitteilung des Unternehmens unterstützt Tschibo ab 01.01.2016 mit dieser Maßnahme die Pläne der EU-Kommission, den Plastiktütenverbrauch pro Kopf zu senken.

Zukünftig wird eine Tüte aus Kunststoffen 20 Cent kosten. Für das Hamburger Unternehmen sei die Abschaffung der kostenlosen Einwegtüte – zusammen mit dem Angebot von kostengünstigen Mehrwegtaschen – ein weiterer Schritt zum Ressourcenschutz und damit zu 100% Nachhaltigkeit. Erste Erfahrungen mit diesem Konzept in österreichischen Tchibo Filialen hätten bereits gezeigt, wie effektiv diese Maßnahme sei.

Zum Hintergrund: Die EU-Kommission schätzt den jährlichen Verbrauch von Plastiktüten in der Europäischen Union auf einhundert Milliarden Stück, damit sind Einwegtragetaschen ein Symbol für unnötigen Ressourcenverbrauch. Bis 2025 soll daher der Pro-Kopf-Verbrauch innerhalb der EU von derzeit 198 auf 40 Tüten sinken. Für Deutschland bedeutet das: Der Tütenkonsum muss sich fast halbieren, denn momentan verbraucht jeder Deutsche 71 Plastiktüten pro Jahr.

Gute Erfahrungen in österreichischen Tchibo Filialen
Weiter in der Pressemitteilung der Hamburger heißt es, dass es „ erste positive Erfahrungen mit der Bezahlpflicht von Einwegtüten“ bereits in Österreich gegeben habe. Seit dem 01. Juli 2015 gibt es in unserem Nachbarland in den Tschibo-Filialen keine kostenlosen Tüten mehr. Aufgrund dieser Maßnahme ging die Plastiktütenausgabe bisher um beeindruckende 75 Prozent zurück. In Deutschland wie in Österreich wird es eine Alternative zu Kunststoff geben: „Im Frühjahr 2016 führen wir zusätzlich eine faltbare Mehrwegtragetasche ein, die auch bei Gelegenheitskäufen praktisch mitgenommen werden kann“ erklärt Stefan Dierks, Leiter Produkte & Strategien im Bereich Unternehmensverantwortung.

Zusätzliche Unterstützung von Umweltprojekten
Um das gesellschaftliche Bewusstsein für Ressourcenschutz zu schärfen, fördert Tchibo zusätzlich entsprechende Umweltprojekte. In Deutschland unterstützt Tchibo dazu – wie bereits im Rahmen des gemeinsamen und vielfach ausgezeichneten Projekts „Kindergiewende“ – die Save our Future - Umweltstiftung. In diesem Jahr startet die Stiftung das Bildungsprojekt „Die Mülldetektive – Kinder werden aktiv“: Bis zu 650 Kindertagesstätten und 13.000 Kinder bundesweit erhalten eine Förderung in Form eines von der Stiftung erstellten Sets mit Bildungsmaterial zum Thema Ressourcenschutz und Abfallvermeidung. Im Rahmen des Projekts ruft die S.O.F. Kitas in ganz Deutschland unter anderem dazu auf, sich an einem Aktionstag zum Thema Abfallvermeidung zu beteiligen. Die Kitas können sich mit ihrer Bildungsarbeit aber auch an dem Mülldetektive-Wettbewerb beteiligen und attraktive Preise gewinnen.

Quelle: Tschibo, Bilder Pixabay

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