Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ist der österreichische Handel Vorreiter bei der Reduzierung von Lebensmittelverschwendung. Was in Frankreich gesetzlich geregelt werden muss, ist in Österreich bereits Realität: Bei SPAR geben alle Filialen Lebensmittel an Sozialmärkte weiter. Die neueste unter vielen weiteren Maßnahmen zur Eindämmung von Lebensmittelverschwendung ist die Aufbereitung von nicht verkauftem Gebäck und Brot als Futtermittel. 

SPAR bietet Brot vom Vortag günstiger an.Schwarzbrot vom Vortag, das noch einwandfrei ist, wird bei SPAR in Oberösterreich um -25% angeboten. Läuft dieser Test erfolgreich, wird SPAR künftig in ganz Österreich Brot vom Vortag vergünstigt verkaufen. Foto: © SPARJedes verschwendete Kilogramm Lebensmittel ist eines zu viel. Daher setzt SPAR vielfältige Maßnahmen, um möglichst alle angebotenen Lebensmittel in bester Qualität bis zum Kunden zu bringen. Insgesamt kann bei SPAR nur rund ein Prozent der angebotenen Produkte nicht verkauft werden. Noch genießbare Lebensmittel werden freiwillig und ohne gesetzlichen Zwang an Sozialmärkte oder die Landwirtschaft weitergegeben – ein funktionierendes System, das keine Regulierung braucht.

 

Neueste Maßnahme: Altbrot für den Futtermitteleinsatz
„Einige Brotsorten werden einmalig in der Früh angeliefert – sind sie verkauft, kommt nichts nach. Ein Grundsortiment an Schwarzbrot und Gebäck wie Semmerl oder Salzstangerl bieten wir unseren Kunden jedoch garantiert bis zum Geschäftsschluss. Dieses Sortiment backen wir bedarfsgerecht direkt in den Märkten auf und können so von Haus aus den Verderb gering halten“, erklärt SPAR-Konzernsprecherin Mag. Nicole Berkmann. Durchschnittlich sieben Kilo Brot und Gebäck bleiben trotzdem bei Geschäftsschluss in den Regalen liegen. Besonders Gebäck hält an manchen Tagen nicht bis zum nächsten Abholtag der Sozialorganisationen, die 1-2 Mal pro Woche die Märkte anfahren. Für die Verwertung dieses Brots hat SPAR nun gemeinsam mit Fixkraft in Ober- und Niederösterreich sowie Wien ein Pilotprojekt gestartet: Altbrot wird noch in der Filiale aus der Verpackung genommen und über die bestehende Logistik einmal pro Woche an Fixkraft geliefert. Der österreichische Futtermittelproduzent verarbeitet das Altbrot zu hochwertigem Tierfutter. Ein qualitativ ausgezeichnetes Nahrungsmittel bleibt somit im Lebensmittelkreislauf erhalten.

SPAR spendet Lebensmittel an soziale Einrichtungen. In Vorarlberg holt der Verein Tischlein deck dich Lebensmittel von allen SPAR-Filialen ab. Foto: © SPAR / MEDIArt | Andreas Uher9 von 10 SPAR-Märkten spenden Produkte an Sozialmärkte
Sind Produkte trotz aller Maßnahmen nicht mehr verkäuflich, aber noch genießbar, werden sie von SPAR an Sozialmärkte weitergegeben. In Wien holen beispielsweise „Caritas“ und „Team Österreich“ Lebensmittel ein- bis zweimal pro Woche ab, in Vorarlberg ist es der Verein „Tischlein deck dich“ und in Salzburg SOMA-Salzburg. Darüber hinaus verwenden seit 2015 auch andere Organisationen wie „Foodsharing Kärnten“, Start up in Wien oder das mit dem Viktualia-Award 2015 ausgezeichnete Jugendprojekt „Jugendtreff Donaustadt“ nicht mehr verkäufliche Lebensmittel aus SPAR-Märkten. 93 Prozent aller SPAR-Standorte arbeiten bereits mit solchen Organisationen zusammen. Ziel ist, dass alle SPAR-Standorte, in deren Gebiet es Sozialmärkte gibt, mit mindestens einem derartigen Partner kooperieren. Besonders in entlegenen Regionen ist die Suche nach Abholern jedoch oft schwierig, da die geringen Mengen an Lebensmitteln die Anfahrt für Sozialmärkte nicht lohnen.
Quelle: SPAR Österreich