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Müllberg Lebensmittelmüll

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Upcycling, Tauschbörsen, reparieren, selber machen – der beste Müll ist der, der nicht entsteht. Müllvermeidung ist in jeder Lebenssituation möglich: im Haushalt, im Büro oder Betrieb, in der Schule oder unterwegs. Wir haben es selbst in der Hand.

Als oberstes Gebot gilt: Abfall vermeiden statt verursachen! Und so geht’s! 

Hier ein paar Tipps:

1. Produkte mit wenig Verpackung kaufen: Weniger ist mehr
VerpackungVerpackung bei Lebensmitteln sorgt für eine Menge HausmüllDie umweltfreundlichste Verpackung ist die nicht vorhandene Verpackung. Abgepackte und verschweißte Waren verursachen oft unnötigen Abfall. Greifen Sie deshalb zu Produkten, die wenig oder gar nicht verpackt sind und vermeiden Sie Luftverpackungen.

2. Einwegverpackungen vermeiden: Mehrweg hat Vorfahrt
Getränke und Milchprodukte sind meistens in Mehrwegverpackungen erhältlich. Eine Mineralwasser Mehrwegflasche wird im Durchschnitt über 50mal wiederbefüllt. Vermeiden Sie also beim nächsten Einkauf Einwegverpackungen und setzen Sie auf Mehrweg.

3. Jutebeutel statt Plastiktüten nutzen: Retrochic im Supermarkt
500 Plastiktüten verbraucht ein Europäer im Durchschnitt pro Jahr. Dabei gibt es mit Stoffbeuteln, Einkaufskörben und Einkaufsnetzen praktische wieder verwendbare Alternativen. Diese sind nicht nur umweltfreundlich, sondern feiern ein regelrechtes Revival als modisches Accessoire.

4. Paperverbrauch reduzieren: Werden Sie Papiersparer
Trotz Computerdateien, E-Mail-Versand und Internet steigt seit Jahren der Papierverbrauch. Reduzieren Sie Ihren Papierverbrauch und verwenden Sie Recyclingpapier. Dieses besteht größtenteils aus wiederverwertetem Altpapier.

5. Flohmärkte, Secondhand-Läden und Onlinebörsen nutzen
In jeder Stadt gibt es Antiquariate, Secondhand-Läden und Flohmärkte. Dort können Sie Dinge, die Sie nicht mehr brauchen, gegen etwas Taschengeld wieder an den Mann oder die Frau bringen. Natürlich finden sich dort auch Dinge, die man selbst brauchen kann und so nicht neu kaufen muss. Für alte Bücher, CDs oder Filme bietet sich der Verkauf über das Internet an: www.momox.de und www.rebuy.de  sind bekannte Portale.

6. Vermeiden Sie Essensabfälle: Teller statt Mülltonne
58.000 Tonnen Bioabfälle produzieren beispielsweise die Berliner Haushalte jedes Jahr. Mit einem Einkaufszettel und Speiseplan für die Woche bringen Sie Ordnung in Ihren Kühlschrank und sorgen dafür, dass weniger Essen in die Mülltonne wandert.

7. Die richtige Packungsgröße wählen: Sagen Sie NEIN zu XXL-Verpackungen
Leider werben viele Supermärkte mit kostengünstigen XXL-Verpackungen. Überlegen Sie gut, welche Packungsgröße Sie wirklich benötigen und lassen Sie sich nicht von Rabatten für Großverpackungen blenden. Denn jedes Lebensmittel das übrig bleibt, ist zu schade für den Müll.

8. Nachfüllpackungen statt Einwegverpackungen nutzen
Greifen Sie zu Nachfüllverpackungen. Vor allem Sanitär- und Hygieneartikel werden als Nachfüllvariante in Drogeriemärkten angeboten. Diese Nachfüllpackungen verursachen weniger Abfall, da beispielsweise auf Pumpspender verzichtet wird.

9. Reparieren statt wegschmeißen: Selbst ist der Mann oder die Frau
„Reparieren lohnt sich nicht!“ – das bekommt man oft zu hören, will man beispielsweise einen defekten Fernseher beim Händler zur Reparatur abgeben. Im Internet finden Sie jedoch viele Betriebe, die das Reparaturhandwerk noch verstehen, zum Beispiel auf http://www.deutschland-repariert.de/. Wer seine Geräte oder Möbel selbst reparieren möchte, aber nicht weiß, wie das geht, findet in einem der vielen Repair Cafés Unterstützung. Auf der Website repaircafe.org sind bereits mehr als 200 Repair Cafés in Deutschland gelistet.

10. Mehrfachverpackungen vermeiden
Das Abfallaufkommen wird durch überflüssige Verpackungen und sogenannte Portionsverpackungen unnötig erhöht. Meist möchten die Hersteller damit mehr Inhalt vortäuschen. Zeigen Sie diesen Produkten die kalte Schulter.

11. Borgen, Leihen oder Mieten: Wiedersehen macht Freude
Viele Dinge benötigt man nur ein einziges Mal, da lohnt sich keine Anschaffung. Bibliotheken bieten beispielsweise Bücher, CDs und DVDs an, die man gegen eine geringe Gebühr ausleihen kann. Größere Gegenstände, wie Handwerker-Maschinen, können Sie in den meisten Baumärkten mieten.

12. Dinge spenden und verschenken: doppelt Gutes tun
Nicht alles, was in Ihrem Haushalt, Betrieb oder in Ihrer Bildungseinrichtung überflüssig ist, ist gleichzeitig auch Müll. Spenden Sie diese Dinge an gemeinnützige Organisationen, die mit dem Verkauf ihre Arbeit finanzieren. Sachspenden nehmen beispielsweise die Shops von Oxfam entgegen. Praktisch sind Online-Verschenk- und Tauschbörsen: wie www.netcycler.de,, www.leihgrube.de, eBay Kleinanzeigen oder der BSR Verschenkmarkt für Berlin.

13. Leitungswasser statt Flaschenwasser: Flasche leer? Wasserhahn auf
WasserglasEin Glas Leitungswasser gefällig?Wer Leitungswasser trinkt und auf Wasserflaschen verzichtet, trägt viel zur Müllvermeidung bei. Ganz nach dem Motto: Die beste Verpackung ist keine Verpackung. Schön gestaltete Trinkflaschen aus Glas gibt es übrigens von Soulbottles.

14. Reklame vermeiden: Werben Sie für „Keine Werbung“
Ein Aufkleber auf dem Briefkasten mit der Bitte keine Reklame einzuwerfen sorgt dafür, dass werbende Unternehmen keine Abnehmer für ihre Prospekte finden. Damit sinkt der Papierverbrauch, da die meisten Prospekte ohnehin im Papierkorb vor den Briefkästen landen. Die Hoffnung: Je mehr Menschen mitmachen, desto weniger Werbung wird gedruckt. 


15. Bioabfälle zu Dünger machen
KomposthaufenOrganische Abfälle auf den KomposthaufenBioabfälle können über den heimischen Kompost entsorgt und dort zu Humus verarbeitet werden: Perfekter Dünger für Balkonpflanzen und Garten! Wer keinen Garten hat, kann sich eine Wurmkiste besorgen und mit Hilfe der kleinen Freunde hervorragenden Humus in der eignen Wohnung herstellen. Weitere Infos dazu finden Sie auf www.wurmwelten.de.

16. Brotbox statt Alufolie nutzen
Verzichten Sie auf Pausenstullen in Alufolie oder Plastiktütchen. In Schule, Büro und auf Reisen sind Brotboxen nicht nur praktisch, sondern auch noch umweltfreundlich, da sie nach dem Auswaschen wiederverwendet werden können.

17. Feiern – ohne Müll
Die nächste Feier kommt bestimmt. Servieren Sie Ihren Gästen die Speisen und Getränke auf echtem Geschirr und vermeiden Sie Einweg-Lösungen aus Pappe und Plastik. Das schont die Umwelt – und Abwaschen ist deutlich günstiger als Einweg-Geschirr zu kaufen.

18. Verpackungen aus nur einem Material kaufen
Vermeiden Sie Verpackungen, die aus verschiedenen Stoffen bestehen. Beispielsweise werden Papierverpackungen mit Blickfenstern aus Plastikfolie versehen oder Glasflaschen von Deos mit Plastikaufsätzen verklebt. Derzeit können nur sortenreine Stoffe recycelt werden. Mischstoffe landen hingegen in der Müllverbrennung.

19. Alte Handys verkaufen oder verschenken
HandySmartphones und Handies gehören nicht in den MüllDie Flut an neuen Handymodellen lässt nicht nach. Der durchschnittliche Produktlebenszyklus eines Mobiltelefons liegt derzeit bei 1,5 Jahren. Doch was passiert mit den ausgemusterten Modellen? Angeblich sollen rund 72 Millionen alte Handys in deutschen Schubladen liegen. Auf www.handysfuerdieumwelt.de können Sie Ihr altes Handy verkaufen oder defekte Geräte kostenlos einsenden.

20. Akkus nutzen und leere Batterien zurückgeben
Pro Jahr werden nur ein Drittel der verkauften Batterien wieder zurückgegeben. Der Rest wird, trotz Verbot, über den Hausmüll entsorgt, wodurch schädliche Stoffe wie Nickel, Cadmium und Quecksilber freigesetzt werden. Daher sollten Sie am besten Akkus oder Geräte mit Stromanschluss benutzen.
Quelle: Text: lin/co2online/Bilder: Pixabay

Mehr zum Thema finden Sie hier!

Viele Verpackungen von Lebensmittel enthalten zu viel Luft.

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Hamburg - Lebensmittel- und Kosmetikpackungen sind häufig überdimensioniert und enthalten zu viel Luft. Zu diesem Fazit kommt die Verbraucherzentrale Hamburg, die in Zusammenarbeit mit dem Eichamt Fellbach stichprobenartig Produkte mittels Röntgenbildern untersucht hat, über die sich Verbraucher beschwert hatten. Die Verbraucherschützer fordern konkrete gesetzliche Regelungen, die Anbietern vorschreiben, dass Packungen vollständig zu füllen sind und nur bei technisch begründeten Ausnahmen davon abgewichen werden darf.

Durchschnittlich 40 Prozent Luft enthielten die zwölf überprüften Lebensmittelpackungen. Die Spannbreite für den Luftanteil lag zwischen 29 und 49 Prozent. Von den Eichämtern toleriert wird im Regelfall ein Wert von höchstens 30 Prozent. „Uns ist schleierhaft, warum bei Risotto-Reis, Falafel-Mehl und Müsli nicht möglich sein soll, was beim Abfüllen von Mehl anscheinend problemlos klappt“, argumentiert Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. „Mehl-Tüten werden üblicherweise ohne Luft verkauft.“

Bei drei Kosmetika-Produkten fielen doppelte Böden und Tiegel mit dicken Wandungen auf. Viele Verbraucher fühlen sich laut Valet durch solche Tricks getäuscht und wollen auch aus Umweltschutzgründen kleinere Verpackungen.

„Die Röntgenbilder vom Eichamt Fellbach zeigen eindrucksvoll, wie Verbraucher hinters Licht geführt werden“, so Valet. Bei vielen Herstellern seien Luftpackungen noch immer die Methode der Wahl, um mehr Inhalt vorzutäuschen. „Leider bereiten die laschen gesetzlichen Vorgaben den Anbietern den Weg“, meint der Hamburger Verbraucherschützer. So gäbe es etwa in der Fertigpackungsverordnung keine konkreten Vorgaben, wie viel Luft in Packungen tatsächlich zulässig ist, und zahlreiche Ausnahmeregelungen ließen viel Spielraum für Tricksereien.

Die Verbraucherzentrale Hamburg wird prüfen, ob die untersuchten Packungen dem Eichrecht entsprechen. „Es muss sich etwas ändern“, erklärt Valet. „Nach aktuellen Angaben der Deutschen Umwelthilfe verursachen die Deutschen europaweit den meisten Verpackungsmüll, und Luftpackungen sind ein Teil dieses Problems.“

Die Röntgenbilder der untersuchten Lebensmittel- und Kosmetikverpackungen sowie weitere Hintergrundinformationen zu Luftpackungen hat die Verbraucherzentrale Hamburg auf ihrer Internetseite unter www.vzhh.de veröffentlicht. Die Liste finden Sie hier!
Quelle: Text: Verbraucherzentrale Hamburg/Bilder: Pixabay

Mehr zu Verpackungen finden Sie hier!

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Unsere Patientin Erde braucht Menschen, die sich um sie kümmern. Die Verletzungen sind so mannigfaltig, dass man oft nicht weiß, wo man zuerst ansetzen soll. Krieg, Klimaerwärmung, Vergiftung, Vermüllung und Ressourcenknappheit. Die Liste scheint endlos. Und doch gibt es immer wieder Leute, die anpacken und sich für neue, beispielsweise „grüne“ Ideen begeistern lassen.

Logo Verein copyright: cradle to cradle e.V.Logo Verein copyright: cradle to cradle e.V.Die Idee von einem müllfreien Planeten
Solch eine Idee ist cradle to cradle (C2C), übersetzt „Von der Wiege zur Wiege“. Ein System, das eine Entmüllung unseres Planeten zum Ziel hat. „Am Ende darf kein Müll entstehen“, erklärt Nora Sophie Griefahn. Sie ist Mitbegründerin und Geschäftsführerin des gemeinnützigen cradle to cradleTim Janßen & Nora Sophie Griefahn; copyright cradle to cradle e.V.Tim Janßen & Nora Sophie Griefahn; copyright cradle to cradle e.V.von einem biologischen und dem weitaus anspruchsvolleren, dem technischen Wiederverwertungsweg. Zurecht. Zweitgenannter gestaltet sich als Mammutaufgabe. Beispiel Automobil: Unzählige Stoffe stecken in einem Pkw, der Kunstfaserbezug des Sitzes, die Elektronik, bis hin zu den verschiedenen Metallschrauben. Ist das Auto schrottreif, werden Unmengen von wertvollen Rohstoffen weggeworfen. Bei C2C sollte das Fortbewegungsmittel der Zukunft aus 100 Prozent recyclebaren Teilen konstruiert sein. Damit bleibt alles im Kreislauf. Nichts geht verloren und Müll gleich Null. Dasselbe Ziel wird im biologischen Kreislauf angestrebt. Jeder Abfall natürlichen Ursprungs wird kompostiert und in die Natur abgegeben, gleich einem funktionierenden Komposthaufen. Das Ergebnis ist eine kräftige Erde, die zur Düngung des Gartenbeetes dienen kann.

„Wir wollen den Diskurs zwischen Politikern, Wissenschaftlern und der Industrie fördern“, erklärt Tim Janßen, „Cradleianer“ von Anfang an und Wirtschaftswissenschaftler. Zu dem Thema cradle to cradle hat er an der Universität Lüneburg graduiert. Regelmäßig geht er auf den Campus, um C2C publik zu machen. Was auch gut funktioniert. Begeistert berichtet der Hochschuldozent von dem ersten Kongress 2014: „Die Veranstaltung war ein Riesenerfolg mit über 600 Teilnehmern und 80 ehrenamtlichen Helfern.“ Unter dem Motto „verstehen, umdenken und gestalten“ hätte man gespürt, dass das Thema viele bewegt. Ein erstes Highlight für den zwei Jahre zuvor gegründeten Verein.

Althandys100prozentige Wiederverwertung funktioniert
Dass die Entmüllung mitten in unserem hochtechnisierten Leben tatsächlich funktionieren kann, beweisen genügend Beispiele: T-Shirts, die so natürlich gefärbt und verarbeitet sind, dass sie problemlos auf dem Komposthaufen landen können. Bei dem Bau eines der größten Containerschiffe der Reederei „Maersk Line“ wurde jede einzelne Kajüte, der Bolzen, einfach alles, was das 400 Meter lange Schwergewicht zusammenhält, in einem Buch erfasst. Bei einer Abfrackung können somit die Stoffe optimal einer Wiederverwertung zugeführt werden.

Im eigenen Elfenbeinturm können wir die Welt nicht verändern, steht auf der Homepage des Vereins. Nora Sophie Griefahn geht noch weiter: „Alle sprechen immer davon, dass der Mensch einen negativen Fußabdruck auf dieser Welt hinterlässt. Er wird oft als Parasit dieser Erde bezeichnet.“ Der Verein C2C wolle vermitteln, dass das Individuum Mensch sehr wohl nützlich sein kann. Voraussetzung: Man bestreitet sein Leben mit positiv definierten Materialien, was bedeutet, wenn man sie nicht mehr gebrauchen kann, werden diese an die Rohstoffkreisläufe zurückgegeben, damit wieder etwas Neues entstehen kann.

Hinter der Idee steckt eine optimistisch, humanistische Grundhaltung, die vor allem von Studentengruppen in die Öffentlichkeit getragen wird.
Die nächste Aktion: der Kongress in Lüneburg am 23. & 24.09.2016.

Fotos ohne Bildunterschrift von pixabay - big merci

 

Florian Simon Eiler        

cradle to cradleVielleicht auch interessant: Im kompostierbaren T-Shirt auf der schwimmenden Rohstoffbank oder Gaumenfreuden aus der Tonne - Nahrungsmüllvermeider rütteln mit ihren Ideen an den Gesetzen der Marktwirtschaft

Tipps für eine ökologische Weihnachtszeit.

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Berlin – Alle Jahre wieder quellen Mülltüten, Tonnen und Container über: Weihnachten, das ‚Fest der Liebe und Freude‘, wird zur Abfallorgie. Berge von Geschenkpapier, Lametta und Plastik wandern in den Müll.

TannenzweigeTannenzweige gehören bei uns zu Weihnachten

Der NABU gibt Tipps für abfallarme, "grüne" Feiertage:

Tipp 1: Oh, echter Tannenbaum!
Auch wenn modisch gefärbte Plastik-Christbäume als „letzter Schrei“ gelten: Besser, man bleibt beim guten alten echten Tannenbaum. Bäume aus Kunststoff nadeln zwar nicht, belasten aber die Umwelt und enden irgendwann als Plastikmüll. Echte Weihnachtsbäume dagegen lassen sich problemlos zu Humus verarbeiten.

Tipp 2: Weihnachtsbäume aus heimischen Kulturen
GesteckWoher kommt das weihnachtliche Gesteck?Beim Weihnachtsbaum sollte man sich für einheimische Fichten, Kiefern oder Tannen entscheiden. Das ist umweltfreundlicher als die Wahl nicht heimischer Blaufichten – „Edeltanne“ oder „Blautanne“ –, die in Christbaumplantagen gezüchtet werden, häufig mit hohem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Unter Umweltgesichtspunkten schneiden zertifizierte Bio-Weihnachtsbäume sowie Nadelbäume aus FSC-zertifizierten Wäldern am besten ab. Weihnachtsbäume haben in unseren Wohnzimmern zudem nur eine kurze Verweildauer und werden anschließend entsorgt. Statt sich jedes Jahr einen neuen Baum zu kaufen, kann man aus den Samen eines Nadelbaums seinen eigenen Baum im Topf ziehen. Bis eine ansprechende Weihnachtsbaumgröße erreicht ist, vergehen zwar ein paar Jahre, dennoch ist es eine Freude, seinen eigenen Baum wachsen zu sehen. Alternativ können auch Zweige dekoriert werden, oder größere Zimmerpflanzen werden für die Weihnachtszeit geschmückt.

Tipp 3: Öko-Style für Weihnachtsbäume
Zum umweltverträglichen Christbaumschmuck gehören Nüsse, Holz, Plätzchen, Stoffbänder, Obst und Figuren aus Papier, Holz, Stroh oder Wachs. Damit lassen sich Christbäume wunderschön dekorieren. Vermeiden sollte man Schnee- und Glitzersprays.

Tipp 4: Kerzen – Bienenwachs statt Erdöl oder Palmöl
BienenwachskerzenBienenwachskerzen sind sehr zu empfehlenKerzen bestehen heute meistens aus Erdöl (Paraffin) oder Pflanzenöle (Stearin), letztere sehr oft aus nicht nachhaltig angebautem Palmöl. Daher sollte bei Kerzen aus Pflanzenölen darauf geachtet werden, dass der Rohstoff aus nachhaltigem Anbau kommt. Besonders zu empfehlen sind Kerzen aus Bienenwachs, die auch sehr schön aussehen. Das „RAL-Gütezeichen“ steht bei Kerzen für gesundheits- und umweltorientierte Grenzwerte für die Inhaltsstoffe, Dochte und Lacke. Teelichter gibt es auch ohne Aluschale und Glasschalen lassen sich neu befüllen. So wird überflüssiger Müll vermieden.



Tipp 5: Geschenke pfiffig verpackt
Es muss nicht immer Geschenkpapier sein, erst recht nicht alubeschichtetes Schmuckpapier. Als Alternative bieten sich Geschenkhüllen aus Recyclingpapier, Kartons und Packpapier an, phantasievoll bemalt oder mit Gebäck, Zweigen, getrockneten Blättern und Blumen beklebt. Bänder aus Stoff müssen nicht im Müll landen, sondern können im kommenden Jahr wieder benutzt werden. Goldrichtig als geheimnisvoll schimmernde Verpackungen und gleichzeitig schöne Geschenke sind getönte Gläser und transparente Seidentücher.

Tipp 6: Küsse unter dem Mistelzweig?
Naajaa! Ein Fichtenzweig tut’s doch auch mal als dezente Botschaft, oder? Die mystische Mistel sollte man Druiden für Zaubertränke überlassen. Durch das Überangebot auf den Weihnachtsmärkten könnten Misteln wieder gefährdet werden. Und Vögel freuen sich im Winter über die Beeren.

Tipp 7: Silvester Naturkorken knallen lassen!
Wenn zum Jahreswechsel die Korken knallen, dann lieber aus Flaschen ohne umweltbelastende Zinn-Aufsätze. Es gibt inzwischen zahlreiche Winzer und Sektkellereien, die auf zinn- oder aluminiumhaltige Flaschenverzierungen verzichten. Der prickelnde Inhalt hat garantiert die gleiche Wirkung.

Tipp 8: Wachs statt Blei gießen
Warum nicht mal Kerzenwachs als Orakel? Das schont die Umwelt und sagt die Zukunft mindestens genauso zuverlässig voraus wie giftiges Schwermetall. Roter Wachs soll übrigens ideal sein für sichere Prognosen in Sachen Liebe.
Quelle: Text: NABU/Bilder: Pixabay

GeschenktippsUnd hier gibt's noch mehr:
Zehn weihnachtliche Geschenktipps für Naturliebhaber 
und faire Weihnachtsdeko

Mittelfeldspieler Xabi Alonso trägt das adidas x Parley FC Bayern München Trikot

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Herzogenaurach/München Der FC Bayern München spielte am 04.11.16 im Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim einmalig in einer ganz besonderen Spielkleidung: Ausrüster adidas hatte einen Tag zuvor das adidas x Parley FC Bayern München Trikot präsentiert, welches zu 100 Prozent aus Ocean PlasticTM besteht. Garne und Fasern aus recycelten und aufbereiteten Plastikabfällen, die an den Küsten der Malediven eingesammelt wurden.

Trikot weist auf die Vermüllung der Meere hin
Das Trikot fällt auf durch sein „cleanes" Design, das die Parley-Botschaft zur Bewahrung der Weltmeere widerspiegelt: Im Kragen ist der Schriftzug „For the oceans" angebracht, das Club-Logo sowie die für adidas typischen 3 Streifen wurden in einem besonders umweltfreundlichen Verfahren ganz in Rot in das Jersey eingearbeitet. Auch FC Bayern-Hauptpartner Telekom unterstützte die Trikot-Aktion und verzichtete auf die übliche Sichtbarkeit der Logos zugunsten einer tonalen Variante.

Mittelfeldspieler Xabi Alonso trägt das adidas x Parley FC Bayern München TrikotMittelfeldspieler Xabi Alonso trägt das adidas x Parley FC Bayern München TrikotFC Bayern-Mittelfeldspieler Xabi Alonso sagte: „Ich bin an den Stränden Spaniens aufgewachsen. Daher bin ich besonders froh darüber, ein Trikot tragen zu dürfen, das zu 100 Prozent aus recyceltem Ozeanmüll hergestellt wurde. Das ist eine tolle Gelegenheit darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig es ist, die Weltmeere zu schützen."
 

Auch Real Madrid spielt in den recycelten Trikots
Auch UEFA Champions League-Sieger Real Madrid wird in einem der kommenden Heimspiele in der spanischen Liga einmalig in einem adidas x Parley for the Oceans Trikot spielen. Parley for the Oceans ist eine Organisation aus Kreativen, Denkern und Führungskräften. Ihr Ziel ist es, das Bewusstsein über den Zustand unserer Ozeane zu schärfen und gemeinsam Projekte zum Schutz und Erhalt der Weltmeere auf den Weg zu bringen. adidas, Mitbegründer von Parley for the Oceans, unterstützt die Organisation bei ihrer Aufklärungs- und Kommunikationsarbeit sowie bei ihrem „Ocean Plastic Programm", um die Verschmutzung der Meere mit Plastik zu beenden. Zudem entwickelt adidas gemeinsam mit Parley Verfahren, um aus Plastikmüll hochwertige Garne und Fasern zu erzeugen.

Mehr Informationen zu den adidas x Parley Trikots gibt es unter adidas.com/us/parley,

Text und Bilder: adidas x Parley for the Oceans

Zu diesem Thema:Schadstoffbelastung durch Mikroplastik in Elbe, Weser und Trave

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Bundesweiter Aufruf an Organisationen und Unternehmen, sich an der Aktionswoche vom 03. bis 10.07. zu beteiligen - mit Aktionen zur Reduktion von Plastiktüten und unnötigen Einwegverpackungen/ Aktive bundesweit können ab sofort auf dem Onlineportal ihr Engagement und ihre Expertise präsentieren

Berlin - Auch in diesem Jahr veranstaltet LIFE e.V. (Anm. d. Red. Bildung Umwelt Chancengleichheit e.V.) anlässlich des 3. Juli, des Internationalen Plastiktütenfreien Tags, die Aktionswoche vom 03.-10. Juli 2016. Aufgerufen sind bundesweit Organisationen, Initiativen sowie Einzelhandelsunternehmen, sich mit Aktionen gegen Plastiktüten und unnötige Einwegverpackungen zu beteiligen. Der Verein erweitert in diesem Jahr die Aktionswoche auch für bundesweite Veranstaltungen, um allen Aktiven eine zentrale Plattform zu geben. Alle Veranstalter von Aktionen können sich ab sofort in das Onlineportal zur Aktionswoche eintragen.

Die Möglichkeiten für Aktionen sind vielfältig. Bereits im letzten Jahr boten viele Organisationen und Initiativen ein breites Angebot für Verbraucher_innen an wie: Do-it-yourself-Workshops für Upcycling-Mehrwegtaschen, Filmvorführungen, Workshops und Führungen in Ausstellungen zum Thema Plastiktüte oder Infoveranstaltungen wie „Plastik im Körper schadet dem Körper“, Mitmachaktionen und Infostände. Sie sollen Erwachsenen und Kindern ermöglichen, sich sowohl theoretisch als auch praktisch mit den Themen rund um Plastiktüten und unnötige Verpackungen zu beschäftigen. Aber auch Unternehmen sind aufgerufen, sich an der Aktionswoche zu beteiligen. „Zwar ist durch die freiwillige Selbstverpflichtung des Handels, Plastiktütengebühren zu erheben, schon viel Bewegung in die Plastiktütenvermeidung gekommen. Doch nur weil der Ball ins Rollen gekommen ist, sollte man sich nicht zufrieden zurücklehnen“,  erklärt die Projektleiterin Martina Bergk von LIFE e.V. „Wir laden deshalb insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen dazu ein, den Plastiktütenfreien Tag zu nutzen, um Maßnahmen zur Plastiktütenreduktion in ihrem Geschäft zu erproben und einzuführen. So können sie aktiv werden, Erfahrungen sammeln und ihr Engagement zeigen. Ob Bepreisung von Plastiktüten, das Angebot von Mehrwegtaschen an den Kassen oder eine Spende pro plastiktütenfreien Einkauf an gemeinnützige Projekte – es gibt viele Möglichkeiten für die Unternehmen sich zu beteiligen.“

Kostenfreie Materialien zur Aktionswoche
Allen Anbietern von Aktionen zur Aktionswoche bietet LIFE e.V. kostenfrei Materialien als Unterstützung an. Für Veranstaltungen sowie für Aktionen in den Geschäften gibt es auf der Website des Aktionstages Plakate als Download zum Selbstausdrucken. Mit den selbst beschreibbaren Plakaten können die Aktionen individuell vor Ort beworben werden. Die drei Trickfilme „Lebensretter Stofftasche!“ können bei Veranstaltungen oder auch über Kundenfernseher in Geschäften gezeigt werden. Sie präsentieren mit Augenzwinkern die Stofftasche als Retter in jeder Lebenslage – an der Seite des ideenreichen Eisbärs. Plakate und Filme gibt es unter hier.

Portal für Aktive gegen Plastikflut
Ergänzend zur Aktionswoche ruft LIFE e.V. auch alle Aktiven gegen Plastiktüten und unnötige Einwegverpackungen auf, das eigene Engagement im Allgemeinen und die eigene Expertise auf dem Onlineportal zu präsentieren. „Es gibt inzwischen viele Aktivitäten bundesweit zu diesen Themen. Dabei werden verschiedene Schwerpunkte wie Meeres- und Klimaschutz, Gesundheit oder Alternativen zu Plastik und Einweg gesetzt. Auch die Produkte und Einwegverpackungen, die in den Fokus gesetzt werden, sind vielfältig – die Plastiktüte ist dabei nur ein Beispiel von vielen. Auf unserer Website möchten wir allen Engagierten zu diesen Themen eine zentrale Plattform geben. Hier können sie sich präsentieren und gleichzeitig vernetzen“, erklärt Martina Bergk. Hier geht’s zum Portal.

Hintergrund
Der hohe Verbrauch an Plastiktüten heizt dem Klima ein. Jede Tüte verursacht von der Produktion bis zur Entsorgung klimaschädliches CO2. Mehr als sechs Milliarden Plastiktüten werden jährlich in Deutschland verbraucht. Allein in Berlin gehen täglich über 600.000 Plastiktüten über die Ladentheke. Um dem etwas entgegenzusetzen, unterstützt LIFE e.V. seit vielen Jahren im Rahmen der Kampagne „Mehr Wege als Einweg im Klimaschutz“ Unternehmen bei klimafreundlichen Maßnahmen im Handel. Im Fokus steht die Vermeidung von kostenlosen Einweg-Plastiktüten. LIFE e.V. bietet dafür leicht umsetzbare Strategien und Aktionen, die den Unternehmen viele Vorteile ermöglichen. In 2015 initiierte der Verein den Plastiktütenfreien Tag Berlin mit einer Aktionswoche und organsierte ein Aktionsfest in Berlin gemeinsam mit vielen Umweltorganisationen und Aktionen. Die Kampagne wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
Mehr Informationen: www.mehrwege-im-klimaschutz.de
Quelle: Text: Tanja Menkel, Bilder: pixabay, big merci

Video: Nur mit Stofftasche ist "man" perfekt angezogen...

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Über 50 Millionen getötete männliche Küken jährlich und schreckliche Zustände in Deutschlands Hühnerställen regen Verbraucher zum Nachdenken an. Wer seinen Ei-Verzehr reduzieren möchte, kann statt Eiern pflanzliche Zutaten verwenden. Der VEB

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Abfallvermeidung: Die 20 besten Tipps gegen zu viel Müll

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NEU in der MEDIATHEK

Die ersten Erdbeeren im Verkaufsregal - Kurzfilm zum Nachdenken

Montag, 27. März 2017 07:52

...und schon gibt es die ersten Erdbeeren in den Verkaufsregalen. Ökologisch ein Wahnsinn. Unser Wohlstand verlangt das ganze Jahr nach Früchten.

Der lange Weg eines Plastikschälchens Erdbeeren - in den Müll.

Zum selben Thema: Gaumenfreuden aus der Tonne und FoodLoop - eine App gegen den Wegwerfwahn



 

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