Die Gegenbewegung zur Wegwerfgesellschaft: Nachhaltigkeit in der Mode

Der Begriff Nachhaltigkeit ist in aller Munde. In einer scheinbar immer schneller drehenden Welt, die mit günstigen Preisen und sofortiger Verfügbarkeit lockt, gewinnt die Idee des nachhaltigen Lebens zunehmend an Bedeutung. Slow Fashion, Upcycling undDIY sind die Begriffe einer Bewegung, die sich gegen diese Schnelllebigkeit wehren und mit neuen Ideen für eine bewusste Lebensweise plädieren.

Nur noch kurz die Welt retten
Plastikmüll im Meer, Erderwärmung und steigende Meeresspiegel. Wir befinden uns an einem Punkt, an dem wir nicht so weitermachen können, wie bisher. Konzepte wie das der Nachhaltigkeit verdeutlichen, wie das Bewusstsein dafür wächst: Nachhaltigkeit soll sicherstellen, dass die Erde uns mit all ihren Eigenschaften erhalten bleibt. Schließlich sollen auch zukünftige Generationen ihre Bedürfnisse so befriedigen können, wie wir es heute tun.

Nachhaltigkeit heißt deshalb: Natürliche Ressourcen schützen und eine naturgemäße Wirtschaft betreiben.

Nachhaltigkeit heißt aber auch: Das Auto einfach mal stehen lassen, Strom sparen, Müll reduzieren und regional einkaufen. Es geht also darum, sinnlosen Konsum einzuschränken und das Bewusstsein für die Umwelt zu stärken.

Fast, Faster, Fashion? Nachhaltigkeit in der Mode
Ein Trend jagt den anderen, heute ziehen wir Knallfarben an, morgen Pastelltöne – kaum ein Bereich ist so unbeständig und wandelbar wie die Mode. 64 Milliarden Euro gaben die Deutschen 2016 für Bekleidung aus; günstig einkaufen, wegwerfen und neukaufen ist der Inbegriff von Fast Fashion. So schnell wie möglich und so günstig wie möglich sind jedoch Wünsche, die an Bedeutung verlieren müssen, wenn Nachhaltigkeit an Bedeutung gewinnen soll. Denn je mehr Kleidung produziert wird, desto mehr leidet unsere Umwelt.

Bild SchneidereiSelbstgenähte Kleider werden immer beliebterGegenwärtig wächst das Bewusstsein für einen neuen Umgang mit Textilien. Fashion muss nicht zwingend fast sein: Wer sich nachhaltig kleiden möchte, kann in Second-Hand-Läden nach modischen Schätzen suchen, auf den Kauf natürlicher Stoffe achten oder nach Nachhaltigkeitssiegeln auf der Kleidung Ausschau halten. Slow Fashion ist langlebig und zeugt von einem Wandel in einer Industrie, die bisher als Inbegriff der Wegwerfgesellschaft galt.

Fashion Upcycling: Aus alt mach neu!
Ein sehr beliebter Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit ist auch das Prinzip „aus alt mach neu": Beim sogenannten Upcycling werden scheinbar nutzlose Stoffe in neuwertige Produkte umgewandelt. Materialien, die sonst im Mülleimer landen, werden wiederverwertet, um individuelle Kleidungsstücke herzustellen. Die Vorteile liegen hier klar auf der Hand: Mit dem angesagten Upcycling Look liegt man nicht nur voll im Trend, sondern trägt durch die Nutzung vorhandener Materialien auch dazu bei, die Abfallmenge zu reduzieren und eine Neuproduktion zu vermeiden.

Unser Tipp aus der Redaktion - Mode mal selbermachen. Das Interesse am Selbermachen als Gegenpol zur Fast Fashion spiegelt sich vor allem in der wachsenden DIY Szene wieder. DIY-Blogs, -Magazine und -Shops zeugen von einem neuen Umweltbewusstsein, rücken den Wert eines Produktes in den Vordergrund und schärfen das Bewusstsein für einen bedachten Konsum. Wer Lust auf mehr Do-It-Yourself Upcycling hat und sich einige Tipps abholen möchte, kann jetzt im Freebook „Fashion-DIY Upcycling" stöbern.

Text: Charleen Tesch, Beitragsbild oben: pixabay

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