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Modeberatung Verkaufsberatung bei grüner Mode

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Vom Naturtextil zur Green Fashion - 20 Jahre INNATEX - Internationale Fachmesse für nachhaltige Textilien

Frankfurt am Main - In diesem Jahr feiert die INNATEX ihr 20-jähriges Bestehen und startet das Jubiläumsjahr mit der 40. Ausgabe. Vom 21. bis 23. Januar 2017 bietet sie im Messecenter Rhein-Main in Hofheim-Wallau über 300 Labels auf über 12.000 Quadratmetern eine optimale Plattform. Ob nachhaltige Mode für Kinder, frische Styles aus den Bereichen Streetwear, Heimtextilien, Sport-, Athleisure- und Trendfashion oder der klassischen Damen- und Herrenmode - die INNATEX ist die erfolgreichste und beständigste Ordermesse der Branche.

innatex20 Jahre INNATEX - Internationale Fachmesse für nachhaltige TextilienGrüne Mode im Wandel zweier Jahrzehnte
Damals noch unter dem Namen "Ökotex", boten in Wallau im September 1997 erstmalig rund 50 Naturtextil-Aussteller ihre Waren dem Fachhandel an. Ab dem Jahr 2000 wurde aus der Ökotex die InNaTex, die “Internationale Naturtextilmesse”, die bis heute immer zweimal im Jahr - jeweils zur Sommer- und Wintersaison - stattfindet. Analog zur Marktentwicklung wurde 2009 eine weitere Neuausrichtung des Messeschwerpunktes - vom Naturtextil zu nachhaltigen Textilien - notwendig, um die Messe für recycelte Textilien und vegane Alternativen zu öffnen.

Projektleiter Alexander Hitzel von der veranstaltenden MUVEO GmbH: „Die Messe wird von Jahr zu Jahr beliebter und wir sind auch dieses Mal wieder bis zum letzten Quadratmeter ausgebucht. Der weltweite Trend - hin zu grüner Mode - hat über die Jahre die südeuropäischen Staaten sowie den Osten Europas begeistert, um sich dann auf andere Kontinente auszubreiten. Wir sind mittlerweile sehr international aufgestellt. Das ist eine tolle Entwicklung!”

nachhaltige Mode_39.Innatexnachhaltige Mode bei der 39.Innatex im vergangenen Jahr, Foto: Christian Grewe

Facettenreiches Jubiläumsprogramm
Schon eine Institution auf der INNATEX ist die sonntägliche Paneldiskussion. Mit dem Thema “Vom Naturtextil zur Green Fashion - 20 Jahre INNATEX” wird die Entwicklung der Ökomode bis heute beleuchtet. Medienvertreter, Vertriebsexperten und Ladner versprechen eine interessante Gesprächsrunde, die schon kurz nach der Messe auf dem Youtube-Kanal veröffentlicht wird. Begleitet wird der Branchentreffpunkt von inspirierenden Modenschauen und fachspezifischen Foren. Die als “DesignDiscoveries” nominierten Erstaussteller Alemona Organic, Brembach, DEDICATED Brand, FAIRKONNECT, Fremdformat, Funktion Schnitt, Greenbelts, Myssyfarmi und Wonderlands zeigen auf einer Sonderfläche die neuesten Trends in puncto Nachhaltigkeit und Design.

Nachhaltiger Themenmix zieht an
Neben regelmäßig rund 2.000 Fachbesuchern, haben auch Blogger die INNATEX für sich entdeckt. Zur INNATEX 39 wurde im vergangenen Sommer erstmals ein Bloggertreffen organisiert. Ob primär an Mode interessiert oder Upcyling-Blogger, Naturmodefan oder Veganer, die INNATEX offeriert den engagierten Teilnehmern stets eine große Auswahl an nachhaltigen Themen.

Gefeiert wird das Jubiläum bereits bei der “INNATEX Lounge”, dem großen Networking Event im Rahmen der Fashion Week, am 17. Januar 2017 im Fluxbau an der Spree in Berlin. Am Messesonntag, 22. Januar 2017, findet in der Alten Schmelze in Wiesbaden die große Jubiläumsparty statt.

Text:SYMBIOSE EINS, Sabine Lydia Müller, Einleitungs- Beitragsbild und Bild unten: pixabay  

green fashionErfahrungsbericht von der Innatex "Bequem, funktional und sexy" und mehr grüne Mode in unserer Rubrik: Grüne Mode und Kosmetik

QWSTION  All Weather Coat bei Regen

Bewertung: 4 / 5

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Berlin, November 2016. QWSTION + D.N.S. haben den Bundespreis Ecodesign 2016 in der Kategorie „Produkt“ mit ihrem All Weather Coat gewonnen. Der regenfeste Mantel konnte sich erfolgreich unter 330 Einreichungen durchsetzen.

QWSTION StatementQWSTION StatementNachhaltiges High-Tec-Kleidungsstück
QWSTION launchte den All Weather Coat im Herbst 2015 in Zusammenarbeit mit dem Textil- Entwicklungs-Studio D.N.S. (Development Never Stops). Ecodesign spielte eine wesentliche Rolle im Gestaltungs- und Produktionsprozess des wasserabweisenden Mantels. Der gesamte Lebenszyklus des All Weather Coats wurde in Bezug auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz analysiert und optimiert: Vom Material, welches zu 100% aus Bio-Baumwolle in der Schweiz gefertigt wird, über die Produktion bis hin zur Nutzung. Energieverbrauch, verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen,

Langlebigkeit sowie Reparaturfähigkeit stehen dabei ebenso im Fokus wie Fragen zum Nutzerverhalten. Entsprechend dem Ecodesign-Gedanken hat QWSTION gängige Normen hinterfragt und gemeinsam mit D.N.S die Basis für den Mantel gefunden: innovatives CottonShell®-Material. Das Gewebe aus nachwachsendem Rohstoff ist durch seine besondere Struktur wasserabweisend. Für seine Herstellung wurden sogenannte Extralangstapelfasern weich gesponnen, gezwirnt und in höchstmöglicher Dichte verwoben. Das Resultat: Ein Allwettergewebe welches den Träger vor den Elementen schützt, und durch seine außergewöhnliche Atmungsaktivität sehr hohen Tragekomfort bietet.

Das schlichte Design gepaart mit einer simplen Konstruktion ermöglicht das Austauschen von Verschleiss-Teilen, wodurch der Mantel sehr langlebig und vielseitig einsetzbar ist. Auch der Verkaufspreis ist dank dem Design, trotz des wertvollen CottonShell®-Materials, verhältnismäßig niedrig. Diese Design-Strategie macht den All Weather Coat von QWSTION + D.N.S. zeitlos, langlebig und ressourcenschonend. Perfekt im Alltag für urbane und moderne Individuen – egal ob bei der täglichen Radfahrt zur Arbeit oder danach beim Afterwork-Cocktail – und das bei jedem Wetter.

Der All Weather Coat von QWSTION ist ein langlebiges Produkt und vereint modernes Design mit Nachhaltigkeit sowie funktionellen Ansprüchen.

Über QWSTION:
«Eine gute Antwort ist das Resultat der richtigen Frage. Um Alltagstaschen herzustellen, die genauso gut auf dem Fahrrad wie bei der Arbeit funktionieren, gründeten wir 2008 in Zürich das Label QWSTION. Wir hinterfragen gängige Normen in Bezug auf Design und Produktion, um nachhaltige Lösungen für Mobilität in modernen Metropolen zu finden. Unsere Rucksäcke mit verschiedenen Tragemöglichkeiten lassen sich nicht in bekannte Kategorien einordnen. Designed and developed in Zürich, responsibly manufactured in China.» www.qwstion.com

Bundespreis Ecodesign  Gewinner 2016Bundespreis Ecodesign Gewinner 2016

Bundespreis Ecodesign
Der Bundespreis Ecodesign wird seit 2012 jährlich vom Bundesumweltministerium und dem Umweltbundesamt in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Design Zentrum Berlin e.V. verliehen.
Ausgezeichnet werden innovative Produkte, Dienstleistungen und Konzepte, die durch eine herausragende ökologische Qualität, innovative Ansätze sowie eine hohe Designqualität beeindrucken. Der Designpreis richtet sich an Unternehmen aller Branchen und Größen. Die Jury setzt sich aus Fachleuten aus dem Umweltbundesamt und dem Projektbeirat zusammen, die in einem mehrstufigen Verfahren die Qualität der Einreichungen bewerten.

Text und Fotos, Silk Relations GmbH www.silk-relations.com,

grüne Mode BeitragsbildMehr grüne Mode gibt es hier

Lanius x Weleda, Salonshow Greenshowroom spring summer 2017, Messe Frankfurt

Bewertung: 5 / 5

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Vergrößerte Fläche und starke Ausstellerresonanz: Der Greenshowroom und die Ethical Fashion Show Berlin steuern unter besten Vorzeichen in die heiße Vorbereitungsphase. „Die Buchungssituation für beide Messen ist äußerst vielversprechend. Wir haben eine Vielzahl starker Labels an Bord, darunter weltweite Vorreiter und aufstrebende Newcomer aus dem Eco-Fashion-Segment“, sagt Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies der Messe Frankfurt. Vom 17. bis 19. Januar 2017 dürfen sich die Besucher auf ein begeisterndes Produktspektrum und die bislang größte Ausstellungsfläche des Messe-Duos auf dem Gelände des Berliner Postbahnhofs freuen.

GreenshowroomeinsLanius x Weleda, Salonshow Greenshowroom spring summer 2017 Messe FrankfurtSchwerpunktthemaActiveSlow“: Design und Performance treffen auf Ressourceneffizienz und Kreislauffähigkeit
Im Greenshowroom sind hochklassige Labels mit Contemporary Styles vertreten. Zu den Highlights im Obergeschoss des Postbahnhofs zählt die Ackermann Taschenmanufaktur mit zeitlos eleganten Taschen aus olivenblattgegerbtem Rindleder und altsämischem Hirschleder – designt und gefertigt in der heimischen Manufaktur in Lüneburg. Mit Living Blue präsentiert zum wiederholten Mal ein Premium-Label aus Nordbangladesch seine Neuheiten. Auf Basis heimischer Handwerkstradition und selbst angebautem organischen Indigo-Farbstoff entstehen Accessoires und Fashion-Pieces der Extraklasse. Neu dabei ist das niederländisch-südafrikanische Newcomer-Label Rhumnaa. Die Designer von Rhumnaa lassen sich von den Geschichten südafrikanischer Künstler inspirieren und arbeiten anspruchsvolle Modelinien aus.

Ebenso glänzt das Streetwear-Segment auf der Ethical Fashion Show Berlin mit zahlreichen Top-Playern. Johanna Riplinger stellt mit ShineConcept ihre Zweitlinie im Casual-Bereich vor. Die neue DOB-Kollektion basiert auf Bio-Baumwolle, veredelt durch rein pflanzliche Farben und fair produziert in Indien. Langbrett aus Berlin verspricht angesagte Kleidung, Kunst und Lebensenergie für den surfenden Stadtbewohner und zählt damit zu den stark aufstrebenden Labels der Ethical Fashion Show Berlin.
Remei stellt die neue Naturaline-Kollektion vor: Shirts, Sweater, Hosen und mehr aus fair angebauter Bio-Baumwolle für die ganze Familie.
Lanius wird eine Kooperation mit Kunert, dem Premium-Experten für Strümpfe, präsentieren. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf farbenfrohen Strickgruppen und Neuentwicklungen im Bereich Merinowolle – der Lanius ecowool. Und seine Premiere auf der Messe feiert das dänische Label Amov – stilvolle, minimalistische Everyday Favorites mit langer Lebensdauer. Im Januar werden die dänischen Newcomer ihre dritte Hauptkollektion zeigen, entwickelt von Designer Winnie Wilki Fristrup.

Nicht nur in puncto Qualität, auch räumlich entwickelt sich die Ethical Fashion Show Berlin weiter und dehnt ihre Fläche aus: Im Club des Postbahnhofs entsteht ein zusätzliches Ausstellungsareal. Möglich wird die Flächenvergrößerung durch den Umzug der Modenschauen ins benachbarte Energieforum.

Schwerpunktthema „ActiveSlow“
Progressives Design und Performance in Kombination mit Ressourceneffizienz und Kreislauffähigkeit sind in der Wintersaison die zentralen Themen. In einem Showcase mit dem Titel „Active Wear +“ präsentieren Manufactum und die Internationale Kunsthochschule für Mode Esmod Berlin eine Auswahl prototypischer Funktionsbekleidung. Daneben zeigen ausgewählte Aussteller beider Messen Design-Innovationen, die sich durch besondere Ressourceneffizienz, Slowness und Kreislauffähigkeit auszeichnen. Vertiefende Informationen liefert zudem eine Podiumsdiskussion unter dem Titel: „Meer geht nicht: Textilabrieb in Gewässern“.

Text: Kern Kommunikation, Fotos: "Salonshow" Juni 2016 © Yannis Vlamos / Messe Frankfurt

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Schneiderutensilien  Garn, Schere, Faden

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Aufgrund unseres aktuellen Gewinnspiels auf unserer Facebook-Seite https://www.facebook.com/ichtragenatur/ für einen Einkaufsgutschein bei dem Label GREEN-SHIRT veröffentlichen wir noch einmal unserer Interview mit dem Gründer Niclas Astor.

GREEN SHIRTS ist ein junges, grünes Unternehmen mit Sitz in Berg am Starnberger See. Im Online-Shop gibt es Social Eco Wear aus Bio Baumwolle, Leinen, Holz, und recycelten Stoffen. Florian Simon Eiler, Herausgeber von ichtragenatur.de hat mit dem Gründer, Niclas Astor, gesprochen.

Niclas AstorNiclas Astor

Herr Astor, ein Kompliment für Ihre Kreation. Sie haben 2012 als „Einzelkämpfer" auf dem „grünen Shirt-Markt" begonnen. Wie viele Mitstreiter arbeiten bei GREEN SHIRTS aktuell?
Niklas A.: Vielen Dank. Aus dem Nichts heraus, ohne Studium, ohne Ressourcen war es natürlich schwer, alles aufzubauen was heute existiert. Vor allem, weil wir damals noch auf dem Dorf bei meinen Eltern lebten. Glücklicherweise bekamen wir das Geld für die erste eigene Kollektion letztlich zusammen. Seitdem haben wir nicht mehr aufgehört, unsere Vision eines grünen, fairen und modischen Unternehmens weiter auszubauen und zu leben.

GREEN SHIRTS hat derzeit vier Team-Mitglieder, die aktiv an GREEN SHIRTS arbeiten. Zusätzlich haben wir zwei Praktikanten für den Social Media Bereich und die Öffentlichkeitsarbeit, um aus einer kleinen Knospe einen Baum zu kreieren.

Als Logo für GREEN SHIRTS haben Sie einen alten Lindenbaum gewählt. Können Sie uns erklären, warum?
Dieser Baum hat mich meine gesamte Schulzeit lang begleitet. Jeden Morgen auf dem Weg zur Schule sah ich diesen prachtvollen Baum, von dem ich keine Ahnung hatte, welche Baumart es eigentlich war. Ich bin ihn oft besuchen gegangen in der Zeit, als ich für mein Abitur lernen musste. Manchmal ohne Blätter, mit grüner Pracht oder auch mit rosa Blüten, dieser Baum war mit seiner speziellen Baumkrone, seinem Alter und seiner Umgebung mit dem Blick auf die Alpen etwas ganz Besonderes für mich. Leider ist vor zirka einem Jahr der Blitz eingeschlagen. Somit bleibt er nur noch als Erinnerung und als GREEN SHIRTS-Logo für die Nachwelt erhalten.

LogoGreen Shirt LabelAls ökologisches Label sind Sie sicher ständig auf der Suche, die Bedingungen für die Herstellung noch mehr zu optimieren. So wird beispielsweise für alle Green-Shirts Biobaumwolle aus Regionen in Indien verwendet, die ihren Wasserbedarf zu 90% aus dem Monsunregen gewinnen. Warum ist das für Sie so entscheidend?
Wir haben uns diesem Thema verschrieben. Wir können uns nicht GREEN SHIRTS nennen und das Gegenteil verkaufen. Allein der Name bindet uns bereits an die Herstellungsmethode. Unser Ziel ist es, die höchsten Standards in der Branche zu setzen. Das fängt mit der ökologischen Produktionsweise an und geht bis zu fairen Arbeitsbedingungen entlang der gesamten Produktionskette. Wir sind natürlich noch nicht am Ende und wollen für unsere Idee kämpfen, auch wenn das höhere Kosten mit sich bringt.

Viele Labels produzieren mit zertifizierter Bio-Baumwolle. Um optimale Druckergebnisse auf den Stoffen zu erreichen, greifen aber viele auf konventionelle Druckverfahren zurück. Leider ist das alles andere als ökologisch. Wie ist das bei Ihnen?
Das hatten wir anfangs auch! Zertifizierter Öko-Druck ist noch immer selten und sehr teuer. Außerdem bieten nur vereinzelt Druckereien ein Öko-Druckverfahren an. Wir haben uns Anfang 2015 dazu entschlossen, diesen für uns entscheidenden Schritt zu gehen. Selbst der Siebdruck, den wir verwenden, ist GOTS zertifiziert. Das Problem ist, dass der Kunde meist nicht hinterfragt, für was Fair und Öko steht. Dies führt dazu, dass Standards leider nur unzureichend umgesetzt werden und somit nicht viel verändert werden kann.

Cradle to Cradle – die Vision vom müllfreien Leben findet immer mehr Anhänger. Auch Sie bieten inzwischen Recycling-Mode für Männer und Frauen an. Spontan erzeugt das beim modebewussten Käufer Nasenrümpfen. Wie treten Sie dem entgegen?
Cradle to Cradle ist noch ein sehr neues Verfahren in dem es darum geht, ein Produkt wieder komplett in die Herstellung einzuführen beziehungsweise wiederzuverwerten und es zu einem in sich geschlossenen Produktionskreislauf zurückzuführen. Wenn man sich nun die Recycling-Mode ansieht, stellt man schnell fest, dass es keinen Unterschied oder gar Verschlechterung bezüglich der Qualität der Materialien gibt. Recycling-Mode gibt dem Träger mehr das Gefühl, etwas Gutes für die Umwelt zu tun.

Sie arbeiten mit Designern, man kann sagen, aus allen Teilen Europas zusammen. Ist das von der Koordination nicht sehr kompliziert und anstrengend?
Wir möchten jungen und engagierten Künstlern aus allen Teilen der Welt die Möglichkeit bieten, ihre Kunst, Illustrationen und Grafiken auf T-Shirts zu bringen. Die Zusammenarbeit verstehen wir als ein Geben und Nehmen und deshalb erhält jeder Künstler einen Anteil am Verkaufspreis - auf Lebenszeit. Unser Ziel ist es, eine Plattform zu kreieren, auf der Künstler ihre eigenen Shirts über GREEN SHIRTS vertreiben können. Denn wenn Designer Shirts bedrucken lassen wollen, ist dies meist nur mit konventionell hergestellten T-Shirts und giftigen Druckmethoden möglich.

Green ShirtsGreen Shirts

Für ein Tunic T-Shirt aus der Limited Edition muss „Frau" lediglich 34,90 Euro zahlen. Designer, Bio-Baumwolle – und bei all dem ein wirklich bezahlbarer Preis - und das bei fairen Bedingungen für die Arbeiter?
Da haben Sie Recht. Doch unser Ziel war es immer, möglichst nie zu teuer zu werden, auch wenn das auf den eigenen Profit drückt. Unsere Produktion ist auch nicht billiger geworden, da wir unser ökologisches und faires Bestreben immer weiter ausgebaut haben. Bio Hoster, Stickereien in Kooperation mit beeinträchtigten Menschen und ein hoher Standard zollen ihren Tribut. Doch wir wollen immer preisgünstig bleiben, um zu zeigen, dass auch bezahlbar öko-fair produziert werden kann. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt.

Textil Green-Shirtkreatives Design von Green-Shirt Ein Outfit besteht ja nicht nur aus der Oberbekleidung. Gibt es in „naher Zukunft" vielleicht auch die passende Green-Short?
Eine „Green-Short" klingt ja nicht gerade schön (lacht).Nein natürlich möchten wir gerne ein gesamtes Outfit anbieten können. Wir sind gerade auf der Suche nach Produzenten für eine eigene Herstellung. Bald wird es Mützen und Schals geben, die unter unserem eigenen Namen verkauft werden. Mit Schneidern sitzen wir gerade an den ersten Rohschnitten für eigens produzierte Hosen.

Sie sind erst ein paar Jahre mit großem Erfolg im Modegeschäft. Trotzdem, wo sehen Sie Ihr Unternehmen und andere nachhaltig und fair produzierte Labels auf dem Modemarkt in zehn Jahren?
Ich denke, die (noch) immer kleine, aber stark wachsende Bio Mode-Branche wird stetig weiter wachsen. Wie Bio-Essen bereits in der Gesellschaft angekommen ist und sogar im Supermarkt zu finden ist, wird es mit der Fair Trade Kleidung ähnlich sein. Wenn sie aus den Kinderschuhen erst einmal herauswächst, wird diese der konventionellen Branche mehr und mehr Konkurrenz machen. Dadurch werden auch H&M und Co. umschwenken müssen. Dann wird die Entwicklung nicht mehr aufzuhalten sein.

Herr Astor, danke für das Gespräch!

Bilder: Green-Shirt, Einleitungsbild: pixabay

Mehr grüne Mode in unserer Rubrik

vegane Mode Radfahrer

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Vegane Mode liegt im Trend. Immer mehr Label steigen für ihre Kreationen auf pflanzliche Materialien um oder erweitern ihr Sortiment um ein entsprechendes Angebot. Zur Vorweihnachtszeit, in der man sich Gedanken über Geschenke macht, lohnt sich ein Blick auf das vegane Angebot in der Modebranche. Der VEBU (Vegetarierbund Deutschland) erklärt den veganen Trend und stellt alternative Materialien vor.

vegane Mode von recolutionvegane Mode von recolutionMenschen, die sich vegan ernähren, lehnen es ab, dass Tiere für sie gequält oder getötet werden. Nicht nur im Hinblick auf ihre Ernährung, sondern auch in vielen Bereichen des Alltags entscheiden sie sich deshalb für vegane Alternativen. Vegane Kleidung ist frei von tierischen Bestandteilen. Sie besteht aus pflanzlichen Rohstoffen oder chemisch hergestellten Stoffen. 

Gefahren durch tierische Bestandteile  "Die Vorstellung, sich in Tierhäute oder -pelze zu hüllen widerspricht den Werten vegan lebender Menschen. Tierische Materialien sind nicht, wie viele denken, Nebenprodukte der Fleischindustrie. Ein großer Anteil der Schlachtungen weltweit dient der Ledergewinnung", sagt Sebastian Joy, Geschäftsführer des VEBU. Materialien tierischen Ursprungs können in der Herstellung schädlich für die Umwelt und die Menschen sein. Bei der Verarbeitung von Leder werden oft krebserregende Gerbstoffe verwendet und bei der pflanzlichen Gerbung Unmengen an Wasser verbraucht. Tierische Materialien sind neben Leder vor allem Pelz, Wolle, Kaschmir, Angora und Seide. Hinzu kommen Knöpfe aus Horn oder Perlmutt, Daunenjacken aus Enten- und Gänsefedern sowie Textilfarben und Klebstoffe für Schuhe und Handtaschen, die ebenfalls nicht selten tierische Komponenten enthalten.   

Kleidung mit gutem Gewissen
Für vegane Kleidungsstücke werden ausschließlich tierleidfreie Materialien verwendet, wie zum Beispiel Baumwolle, Hanf, Leinen, Sojaseide, Viskose, Lyocell/Tencel, Kunstleder und -pelz. Ein beliebtes veganes Material ist auch Kork. Innovative nachwachsende Rohstoffe wie Holz, Mais, Bambus, Ananasblätter und Getreidesamen befinden sich im Aufwind. "Pflanzliche Kleidungsstücke sind nicht nur frei von tierischen Bestandteilen und tragen damit zum Tierwohl bei, sie stammen meist auch aus nachwachsenden Rohstoffen", so Joy weiter.

Biomode ist nicht automatisch vegan
"Bei der Wahl der Kleidungsstücke sollten Verbraucher genau hinschauen, denn Kleidungsstücke, die als bio oder öko gekennzeichnet werden, sind nicht automatisch vegan", betont Joy. Zunächst bietet der Blick auf das Etikett Aufschluss darüber, welche Materialien in den Kleidungsstücken verwendet wurden. Hilfsmittel wie Klebstoffe und Kleinteile wie Accessoires und Aufnäher werden dort jedoch nicht aufgeführt. Schuhe müssen mit entsprechenden Piktogrammen gekennzeichnet sein. Produkte mit dem Hinweis "enthält nichttextile Bestandteile tierischen Ursprungs" weisen darauf hin, dass ein Kleidungsstück nicht vegan ist. Bei Händlern oder Herstellern können Verbraucher nachhaken. Wer auf vegane Modelabel setzt, kann aber in der Regel sicher gehen, dass die Kleidung frei von tierischen Bestandteilen ist. 

vegane Mode von recolutionvegane Mode von recolution Vegane Mode auf den Laufstegen der Fashion-Shows 
Mittlerweile gibt es im Netz eine große Anzahl von Online-Shops, in denen Interessierte stöbern und Produkte bestellen können. "Konsumenten, die auf vegane Kleidung achten, sind darüber hinaus oft daran interessiert, dass die Kleidungsstücke fair produziert sind", erläutert Joy. Auch auf den Fashion-Shows hat die vegane Mode mittlerweile ihren festen Platz gefunden. Auf den Laufstegen werden die neuesten Kreationen präsentiert, die ganz ohne Tierleid auskommen. 

Text: www.VEBU.de; Bilder: Großen Dank an das Label recolution, Hamburg;    Beitragsbild pixabay  

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Montebelluna – Vom Indian Summer, in den goldenen Herbst direkt in den tristen Winter. Der Sommer ist bald vorbei! Jetzt stellt man sich wieder auf kühle Temperaturen und Schmuddelwetter ein. Die Sandalen verschwinden bald im Schrank. Zeit für den neuen AKU Nemes Plus, der ideale Begleiter in der Stadt und auf dem Land. Der ausschließlich in Europa mit heimischen Rohstoffen gefertigte Travel- und Urban-Outdoorschuh besteht aus komplett chromfreiem Leder – innen wie außen – und verzichtet beim Lederfutter sogar auf jegliche Schwermetalle in der Gerbung.

AKUDer AKU Nemes Mid Plus ist für rund 189 Euro zu haben. Herbstwanderungen, Winterspaziergänge oder einfach der tägliche Weg ins Büro – der neue AKU Nemes Plus macht den Unterschied auf jeden Schritt und Tritt. Sein Hauptmerkmal: das chrom- und schwermetallfrei gegerbte Leder des Lederfutters auf der Schuhinnenseite. Dieses einmalig weiche Zero Impact Leder stammt aus der italienischen Gerberei DANI. Dort achtet man darauf, dass hochwertige Lederprodukte (u.a. Ledersitze von AUDI, Sitzmöbel von Rolf Benz und AKU Wander- und Trekkingschuhe) möglichst umwelt- und ressourcenschonend mit geringstem Wasserverbrauch und ohne Einsatz von Schwermetallen hergestellt werden. Auch das Ausgangsmaterial – das Rohleder – stammt aus kontrollierten, lokalen Betrieben. Im Speziellen kommt es in diesem Fall aus der Toskana. Die Lieferkette ist durch die rein italienische Produktion besonders kurz.

Innenfutter aus chrom- und schwermetallfreiem Leder – warum?
Rückstände von Chrom, Aluminium und anderen Schwermetallen im Schuhleder können Allergien, im schlimmsten Fall sogar evtl. Krebs auslösen. Durch Schweiß wird die Absorption dieser giftigen Rückstände im Körper begünstigt. AKU verzichtet durch das DANI Zero Impact Leather als Lederinnenfutter in der gesamten AKU Plus Linie auf sämtliche Schwermetalle im Gerbungsprozess. So wird sichergestellt, dass eine Absorption von Giftstoffen über den Schuh ausgeschlossen ist!

AKUDie niedrige Variante des Sneakers kostet rund 179 Euro.Ebenfalls aus der Gerberei DANI stammt das Außenleder. Es ist komplett chromfrei gegerbt und schützt das Schuhinnere optimal bei jeglichen Outdooreinsätzen. Regen, nasses Laub und Schneematsch haben keine Chance. Optimalen Grip auch unter widrigen Bedingungen garantiert die Vibram® Megagrip Sohle. Und durch das AKU eigene, ausgeklügelte Sohlen- und Zwischensohlensystem IMS² sind auch lange Laufstrecken kein Hindernis.

Der Sommer ist vorbei. Richtig besohlt, können Herbst und Winter nun kommen!

Über AKU – trekking & outdoor footwear:
AKU, der Name stammt von einem gutmütigen Geist der Osterinsel, der die Erde liebt und beschützt. Die Wurzeln der Marke liegen im italienischen Sportschuh-Mekka Montebelluna. Dort fertigte Galliano Bordin in den Nachkriegsjahren als Schuster die ersten Schuhe. Innerhalb von 30 Jahren entwickelte sich AKU zu einem modernen Unternehmen mit Produktionsstätten in Montebelluna und Cluj Napoca (Rumänien). Die besonders nachhaltige Produktion aus regionalen - vor wiegend Europäischen - Produkten zeichnet AKU aus. So fertigt AKU Berg-, Wander-, und Trekkingschuhe aus nachhaltig gefertigtem Leder, das teilweise sogar ohne Chrom gegerbt wurde. www.aku.it 
Quelle: Text und Bild: Greenside PR/Einl.bild: Pixabay

AKU
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