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Tchibo präsentierte seine erste Kollektion aus indischer ECO-LOGIC Baumwolle.

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Tchibo präsentierte seine erste Kollektion aus indischer ECO-LOGIC Baumwolle

Hamburg - Der grüne Teppich wurde extra für diesen besonderen Abend in Hamburg ausgerollt. Nachhaltigkeit, eine Stufe höher. Am vergangenen Mittwochabend, 8. März, brachte Tchibo seine erste Kollektion mit nachhaltiger ECO-LOGIC Qualitätsbaumwolle auf den Laufsteg: umwelt- und sozialverträgliche Baumwolle verknüpft mit einem zeitlosen Look. Die Kollektionsteile überzeugen durch klare Schnitte, puristische Dessins und reduzierte Farben.

Von der Baumwollernte über die Baumwollreinigung bis zur Näherei - bei der Veranstaltung im Hamburger Cruise Center Altona veranschaulichte Tchibo eindrucksvoll sein Engagement auf dem Weg zu 100% Nachhaltigkeit. Dabei kooperiert das hanseatische Unternehmen mit dem indischen Appachi ECO-LOGIC Cotton Project, das sich für die nachhaltige Gestaltung des Baumwollanbaus für Mensch und Umwelt einsetzt. Für die Weiterverarbeitung der Baumwolle hat Tchibo die komplette Zulieferkette organisiert und vorrangig in Indien aufgebaut.

Bei der Veranstaltung "Ready for the Green Carpet" schritten 300 geladene Gäste über den grünen Teppich. Sie wurden von der Tchibo Geschäftsführerin Senay Kücük Tansu und dem neuen Tchibo CEO Thomas Linemayr begrüßt. Zur Gesellschaft gehörten zahlreiche Nachhaltigkeitsexperten, Journalisten, Blogger und Prominente, wie zum Beispiel Nena, Marie Nasemann sowie Nina Bott und Nova Meierhenrich. Die Moderatorin Sara Nuru, Siegerin aus Germany's Next Topmodel 2009, führte durch das Programm. Bei der Fashion-Show standen vor allem die Kleider, Blusen und Hosen mit ECO-LOGIC Baumwolle im Rampenlicht.

 

Im Anschluss an die Modenschau folgte eine Reise nach Indien: Der Bühnenvorhang fiel und enthüllte vier begehbare und kunstvoll inszenierte Stationen, die die wesentlichen Stufen der textilen Lieferkette darstellten - vom Feld bis zum fertigen Bekleidungsstück.

Das Thema Nachhaltigkeit ist seit mehr als 10 Jahren in der Strategie des hanseatischen Familienunternehmens Tchibo fest verankert. Mit der Veranstaltung "Ready for the Green Carpet" konnte Tchibo als weltweit drittgrößter Anbieter von Bio-Baumwolle sein Engagement für nachhaltige Textilien erneut herausstellen.
Quelle: Text: Presseportal Deutschland/Einl.bild: Pixabay

Mehr zum Thema Nachhaltigkeit bei Tchibo im Video:

 

Mit dem GOTS-Siegel ist man beim Kleiderkauf auf der sicheren Seite.

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Neue Version 5.0 verabschiedet/Strengere Kriterien für Regeneratfasern und Aufnahme von „Kombinationsprodukten“

GOTS-SiegelGOTS ist der weltweit anerkannte Verarbeitungsstandard für Textilien aus 95 Prozent (Labelstufe "kbA/kbT") oder aus mindestens 70 Prozent (Labelstufe "hergestellt mit") kontrolliert angebauten Biofasern.Am 1. März 2017 ist die Version 5.0 des Global Organic Textile Standards (GOTS) in Kraft getreten. Der GOTS hält an seinen Kernbestimmungen fest. Angelehnt an die United Nations Global Compact Prinzipien enthalten die GOTS Sozialkriterien einen neuen Abschnitt zu ethischen Geschäftspraktiken.

Der GOTS hält an seinen Kernbestimmungen fest, wie dem Mindestanteil zertifizierter Biofasern, den generellen Verboten von gefährlichen Chemikalien, konventioneller Baumwolle, originärem Polyester und Substanzen aus strittigen Verfahren wie Gen- oder Nanotechnologie.

Die Kriterien für die zugelassenen Fasern des konventionellen Restfaseranteils wurden angezogen. Die Verwendung von Viskose und Modal wurde auf 10 Prozent beschränkt (25 Prozent für Socken und Sportbekleidung). Der Einsatz von Lyocell ist wegen seiner des nachhaltigeren Herstellungsprozesses nach wie vor bis zu 30 Prozent erlaubt.

Zum ersten Mal sind unter GOTS "Kombinationsprodukte" zugelassen wie zum Beispiel Kinderwagen, Babybetten, Autositze oder Möbel mit Polster aus zertifiziertem und dementsprechend gekennzeichnetem Stoff.

Angelehnt an die United Nations Global Compact Prinzipien enthalten die GOTS Sozialkriterien einen neuen Abschnitt zu ethischen Geschäftspraktiken – Anti-Korruptionsrichtlinien eingeschlossen. Für das bereits obligatorische GOTS Social Compliance Management System gibt es nun Anwendungsempfehlungen für Instrumente, wie der Social Fingerprint™ der Social Accountability International (SAI). GOTS unterstützt damit die Unternehmen, die Sozialkriterien einzuhalten, zu messen und zu verbessern.

"Jede GOTS Revision ist ein schmaler Grat zwischen strengen, überprüfbaren Kriterien und den Bedürfnissen des nachhaltigen Marktes. So haben wir aktuell einerseits die strengeren Regeln für regenerierte Zellulosefasern, andererseits darf erstmals, bei den sogenannten Kombinationsprodukten, der textile Anteil als zertifiziert ausgewiesen werden. Durch diese Erweiterung der Produktpalette erhöhen wir den Beitrag von GOTS zur Nachhaltigen Entwicklung" sagt Rahul Bhajekar, GOTS Director Standards Development and Quality Assurance.

GOTS 5.0 ist das Ergebnis eines sich alle drei Jahre wiederholenden Revisionsverfahrens mit Multi-Stakeholder Beteiligung. Dazu werden international operierende Stakeholder aus den Gebieten ökologischer Landbau, Textilverarbeitung, Textilchemie, Sozialkriterien, Industrie, NGOs und Verbraucherinteressen zur Mitarbeit eingeladen. Unter den mitwirkenden Organisationen waren diesmal unter anderem Greenpeace, die Clean Clothes Campaign, die Fair Wear Foundation, IFOAM, die International Labour Organisation (ILO), Transparency International, Social Accountability International (SAI) und Textile Exchange.
Quelle: GOTS-Pressemitteilung/Bilder: Pixabay

Hier finden Sie die Liste aller Stakeholder und mehr zum Revisionsprozess.

GOTS Version 5.0, das Manual für die Implementierung sowie alle relevanten Änderungen und weitere Information finden Sie unter www.global-standard.org.

RockMehr "grüne Mode" finden Sie hier bei uns - beispielsweise ein Interview mit Mr. & Mrs. Green

 

"Salonshow" Januar 2017

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Deutlicher Besucherzuwachs: Konventionelle Händler erkennen das Potenzial grüner Mode
Ein komplett ausgebuchter Postbahnhof, ein deutlicher Besucherzuwachs und etliche begeisternde Kollektionsneuheiten: Der Greenshowroom und die Ethical Fashion Show Berlin sind heute nach drei ereignisreichen Messetagen erfolgreich zu Ende gegangen. „Das Messe-Duo konnte auf erneut vergrößerter Fläche mit qualitativ sehr hochwertigen Kollektionen überzeugen. Die großen Besucherströme an allen drei Messetagen geben uns Bestätigung, dass die große Bandbreite unseres Angebotes hervorragenden Anklang findet. Insbesondere auf Seiten des konventionellen Handels registrieren wir weiter steigendes Interesse“, sagt Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies der Messe Frankfurt. Mit 179 internationalen Labels (Anm. d. Red. Vergleich: 168 Labels im Juni 2016) überzeugte das Messe-Duo einmal mehr als zentrale Plattform für ökologisch und fair produzierte Mode während der Berlin Fashion Week und als europaweit einzigartiger Hot-Spot für nachhaltige Mode.

Greenshowroom Januar 2017 © Thomas Lohnes, Getty Images / Messe FrankfurtGreenshowroom Januar 2017 © Thomas Lohnes, Getty Images / Messe Frankfurt40 internationale Contemporary-Labels präsentierten sich im Greenshowroom. Die Designer begeisterten mit gekonnten Stilbrüchen: Glamour und Sportivität gingen ein spannendes Wechselspiel ein. Die Mode im kommenden Herbst/Winter wird bunter und abwechslungsreicher. Man sieht weite Silhouetten auf schmalen Schnitten oder rauchige Töne auf knalligen Farben. „Wir hatten drei erfolgreiche Messetage. Neben vielen bestehenden Kunden hat sich insbesondere das neue ‚Active Slow‘ Areal als zusätzliche Fläche positiv ausgewirkt und wir konnten gute Gespräche führen“, bilanziert Florian Werner, Geschäftsführer von Werner Schuhe. Auf der Ethical Fashion Show Berlin überzeugten 139 Labels mit vielfältigen Looks für die nächste Herbst-/Wintersaison. Einkäufer und Branchenvertreter erlebten auf vergrößerter Fläche ein weites Spektrum urbaner Modekultur.

 „Wir sind von Anfang an dabei und lieben es, Aussteller der Ethical Fashion Show Berlin zu sein“, schwärmt Bert van Son, Geschäftsführer von Mud Jeans. „Wir freuen uns sehr über das Wachstum der beiden Messen und sind glücklich darüber, Teil des neuen Sportswear International Areals im Club gewesen zu sein. Deutsche wie internationale Händler haben bei uns geordert und waren von unserem Konzept begeistert.“

Händler bestätigen zunehmende Nachfrage nach Eco-Fashion
Die Tendenz hält an: Immer mehr konventionelle Händler planen bei ihrem Berlinbesuch die Plattform für Eco-Fashion ein. „Wir sind zum ersten Mal hier und haben auch gleich geordert. Damit reagieren wir auf die stetig steigende Nachfrage nach grüner Mode von Seiten der Kunden und erweitern unser Sortiment um eine attraktive Neuheit“, berichtet Axel Haubrok vom Modehaus Susanne Kissel in Speyer. Auch die Internationalität auf Seiten der Besucher stieg spürbar an.

CatwalkshowCatwalkshowSchauen: Energiegeladener Auftritt der Designer
Contemporary Fashion der Extraklasse: Zur „Salonshow“ präsentierten ausgewählte Designer des Greenshowrooms die Trends für A/W 2017/18. Erstmals lud die Messe Frankfurt zur Catwalkshow ins Energieforum ein, um in imposanter Location die Highlights aus den neuen Kollektionen zu inszenieren. Die Show präsentierte eine variantenreiche Auswahl zeitgeistiger Mode und faszinierte mit Outfits von Austriandesign.at, Biaggi, Blue Valley, Inti Ferreira, Johanna Riplinger, Lanius, LaniusXKunert, Royal Blush, Studio Elsien Gringhuis, Studio Jux und Xess+Baba.„Die Salonshow war ein voller Erfolg“, sagt Katharina Ley, Head of PR von Lanius. „Wir konnten unsere Kooperation mit Kunert optimal auf dem Runway präsentieren. Bei einer toll besetzten Frontrow, hervorragender Presse und Prominenten wie Eva Padberg, vollen Reihen und strahlenden Augen kam Gänsehaut bei uns auf.“ Die musikalische Begleitung übernahm Mischa Blanos.
Während der Catwalkshow  „Ethical Fashion on Stage” zeigten internationale Casual-Designer ein weites Spektrum ihrer A/W-Kollektionen. Die Schau präsentierte Neuheiten folgender Labels, die auf der Ethical Fashion Show Berlin ausstellen: 

B Frog, C. Pauli, Chapati, Colombo3, Elementum, Greenbomb, Jaspe, Komodo, Myssyfarmi, Naturaline, Organication, Shirts for life und Tranquillo. Im Anschluss stellte lavera Naturkosmetik die Kollektion des lavera Green Fashion Award Gewinners aus dem Januar 2016 vor: Paul Iby & Johanna Winklhofer. Delfonic lieferte die passenden Sounds zur Show.

„PrePeek“: Neue Kommunikationswege erschlossen Mit PrePeek riefen die Veranstalter des Messe-Duos erstmals eine Blogger- und Influencer-Aktion ins Leben – in Kooperation mit der Kleiderei.com aus Hamburg und mit Unterstützung von Weleda. Zahlreiche Blogger und Influencer sorgten für eine hervorragende Resonanz und trugen zum Gelingen der Aktion bei. Sie wählten Kollektionsteile von teilnehmenden Labels aus, setzten sie bei Fotoshootings in Szene und stellten sie ihrer Community vor. In enger Zusammenarbeit mit den Bloggern und Influencern konnten neue Kommunikationswege hin zum Endkunden erschlossen werden.

 Die nächsten Ausgaben von Greenshowroom und Ethical Fashion Show Berlin finden vom 4. bis 6. Juli 2017 statt.

Text: www.ethicalfashionshowberlin.com , Bilder:  © Alexander Körner & Thomas Lohnes / Getty Images for Messe Frankfurt, Bild unten pixabay

Mode BeitragsbildBesuchen Sie unsere Rubrik Grüne Mode & Kosmetik

Nach dem Konsum folgt häufig der Kater.

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Hamburg – Frühlingsmode lockt in die Geschäfte – doch in den Schränken liegen noch nie getragene Kleidungsstücke.

Nach einer repräsentativen Greenpeace-Umfrage besitzen die meisten deutschen Frauen (60 Prozent) bereits mehr Kleidung, als sie benötigen. Trotzdem wird weiter eingekauft: Schnell wechselnde Kollektionen und Rabattaktionen treiben die Kauflust an. Ebenfalls 60 Prozent der Frauen fühlen sich nach dem Einkaufen erschöpft und ausgelaugt. „Auf den Kick folgt der Kater“, erklärt Greenpeace-Textilexpertin Alexandra Perschau die Umfrage-Ergebnisse. „Der pausenlose Modekonsum macht Menschen unglücklich und schadet der Umwelt. In den Herstellungsländern vergiften beispielsweise schädliche Textilchemikalien Mensch und Umwelt.“ Mit der Kampagne „Detox“ engagiert sich die Umweltorganisation Greenpeace für eine schadstofffreie Textilherstellung und einen bewussten Konsum von Kleidung.

Die im Auftrag von Greenpeace durchgeführte Umfrage des Institut Nuggets vom Februar 2017 unter 1015 Frauen zwischen 18 und 40 Jahren zeigt auch, dass die Shopping-Lust suchtähnliche Züge annehmen kann. Frauen, die sich von Facebook und Instagram modisch inspirieren lassen, halten ihre selbst gesteckten finanziellen Grenzen beim Kleiderkauf oft nicht ein. Etwa jede Vierte verheimlicht, wieviel Kleidung sie gekauft hat. „In den Sozialen Medien werden pausenlos brandneue Outfits beworben – da fällt es schwer, dem Shopping-Impuls zu widerstehen. Oft folgt ein Gefühl der inneren Leere“, sagt Perschau.

STATT KLAMOTTEN VON DER STANGE: VINTAGE, UPCYCLING UND DIY
Die Umfrage zeigt, dass Shopping nicht mit dem Kauf von benötigten Waren gleichzusetzen ist. Die Beweggründe sind vielfältig und meist positiv besetzt: Gekauft wird, um sich aufzumuntern, um Stress abzubauen oder das Selbstwertgefühl zu steigern. Rabatte und andere Aktionsangebote führen darüber hinaus bei jeder Zweiten zu ungeplanten Käufen. Trotz des bestehenden Überflusses geben Verbraucherinnen im Durchschnitt jeden Monat fast 100 Euro für Kleidung, Schuhe, Taschen und Accessoires aus. Als wichtigste Kaufkriterien nennen so gut wie alle Frauen Aussehen (96 Prozent) und Preis (85 Prozent), nur die Hälfte haben Interesse an den sozialen Produktionsbedingungen (55 Prozent) und der Umweltverträglichkeit (52 Prozent).

Im Wochenrhythmus bietet die Fast-Fashion-Industrie neue Kollektionen an, anstatt langlebige und hochwertigere Kleidung zu produzieren, die reparierbar und kreislauffähig ist. Doch es zeichnet sich ein neues Bewusstsein unter der Mode-Avantgarde ab: Vintage, Upcycling und Do-It-Yourself sind angesagt, Kleidung als Wegwerfware ist bei den Trendsettern out“, erklärt Perschau. Ein verändertes Konsumverhalten ist essentiell, um die Umweltfolgen der rasant wachsenden Textilindustrie einzudämmen.
Quelle: Text: Greenpeace/Bilder: Pixabay 

KleiderschrankDie Umfrage zum Download gibt es hier!

Lesen Sie dazu: Wie giftfrei produzieren Modemarken?

vegane Mode Radfahrer

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Ob Jacken aus Kork, Pyjamas aus Bambusfasern oder Brillen aus Holz – Immer mehr Modelabel steigen für ihre Kreationen auf pflanzliche Materialien um oder erweitern ihr Sortiment um Kleidungsstücke aus tierleidfreien Stoffen.Vegane Mode liegt im Trend. Der VEBU (Vegetarierbund Deutschland) erklärt den veganen Trend und stellt alternative Materialien vor.

vegane Mode von recolutionvegane Mode von recolutionMenschen, die sich vegan ernähren, lehnen es ab, dass Tiere für sie gequält oder getötet werden. Nicht nur im Hinblick auf ihre Ernährung, sondern auch in vielen Bereichen des Alltags entscheiden sie sich deshalb für vegane Alternativen. Vegane Kleidung ist frei von tierischen Bestandteilen. Sie besteht aus pflanzlichen Rohstoffen oder chemisch hergestellten Stoffen. 

Gefahren durch tierische Bestandteile  "Die Vorstellung, sich in Tierhäute oder -pelze zu hüllen widerspricht den Werten vegan lebender Menschen. Tierische Materialien sind nicht, wie viele denken, Nebenprodukte der Fleischindustrie. Ein großer Anteil der Schlachtungen weltweit dient der Ledergewinnung", sagt Sebastian Joy, Geschäftsführer des VEBU. Materialien tierischen Ursprungs können in der Herstellung schädlich für die Umwelt und die Menschen sein. Bei der Verarbeitung von Leder werden oft krebserregende Gerbstoffe verwendet und bei der pflanzlichen Gerbung Unmengen an Wasser verbraucht. Tierische Materialien sind neben Leder vor allem Pelz, Wolle, Kaschmir, Angora und Seide. Hinzu kommen Knöpfe aus Horn oder Perlmutt, Daunenjacken aus Enten- und Gänsefedern sowie Textilfarben und Klebstoffe für Schuhe und Handtaschen, die ebenfalls nicht selten tierische Komponenten enthalten.   

Kleidung mit gutem Gewissen
Für vegane Kleidungsstücke werden ausschließlich tierleidfreie Materialien verwendet, wie zum Beispiel Baumwolle, Hanf, Leinen, Sojaseide, Viskose, Lyocell/Tencel, Kunstleder und -pelz. Ein beliebtes veganes Material ist auch Kork. Innovative nachwachsende Rohstoffe wie Holz, Mais, Bambus, Ananasblätter und Getreidesamen befinden sich im Aufwind. "Pflanzliche Kleidungsstücke sind nicht nur frei von tierischen Bestandteilen und tragen damit zum Tierwohl bei, sie stammen meist auch aus nachwachsenden Rohstoffen", so Joy weiter.

Biomode ist nicht automatisch vegan
"Bei der Wahl der Kleidungsstücke sollten Verbraucher genau hinschauen, denn Kleidungsstücke, die als bio oder öko gekennzeichnet werden, sind nicht automatisch vegan", betont Joy. Zunächst bietet der Blick auf das Etikett Aufschluss darüber, welche Materialien in den Kleidungsstücken verwendet wurden. Hilfsmittel wie Klebstoffe und Kleinteile wie Accessoires und Aufnäher werden dort jedoch nicht aufgeführt. Schuhe müssen mit entsprechenden Piktogrammen gekennzeichnet sein. Produkte mit dem Hinweis "enthält nichttextile Bestandteile tierischen Ursprungs" weisen darauf hin, dass ein Kleidungsstück nicht vegan ist. Bei Händlern oder Herstellern können Verbraucher nachhaken. Wer auf vegane Modelabel setzt, kann aber in der Regel sicher gehen, dass die Kleidung frei von tierischen Bestandteilen ist. 

vegane Mode von recolutionvegane Mode von recolution Vegane Mode auf den Laufstegen der Fashion-Shows 
Mittlerweile gibt es im Netz eine große Anzahl von Online-Shops, in denen Interessierte stöbern und Produkte bestellen können. "Konsumenten, die auf vegane Kleidung achten, sind darüber hinaus oft daran interessiert, dass die Kleidungsstücke fair produziert sind", erläutert Joy. Auch auf den Fashion-Shows wie der Fashion Week in Berlin hat die vegane Mode mittlerweile ihren festen Platz gefunden. Auf den Laufstegen werden die neuesten Kreationen präsentiert, die ganz ohne Tierleid auskommen.

Von der Fashion Week zur VeggieWorld
Zudem werden vegane nachhaltige Mode und Accessoires auch auf der VeggieWorld, der bundesweit größten und ältesten Publikumsmesse rund um den pflanzlichen Lebensstil, vorgestellt. Die VeggieWorld findet an sechs Standorten in Deutschland und in sechs weiteren europäischen Städten statt. Die Aussteller präsentieren ein umfangreiches Produkt- und Dienstleistungsangebot mit veganen Neuheiten, Gratishäppchen, tierversuchsfreier Kosmetik und ein vielfältiges Rahmenprogramm.
Die nächsten Messen sind die VeggieWorld Rhein-Main vom 3. bis 5. März und die VeggieWorld Hamburg vom 18. bis 19. März 2017. 
Text: www.VEBU.de; Bilder: Großer Dank an das Label recolution, Hamburg;
Beitragsbild Pixabay
 

Vielleicht auch interessant: Im Kampf gegen das Pelzgeschäft: Nova Meierhenrich

Modeberatung Verkaufsberatung bei grüner Mode

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Vom Naturtextil zur Green Fashion - 20 Jahre INNATEX - Internationale Fachmesse für nachhaltige Textilien

Frankfurt am Main - In diesem Jahr feiert die INNATEX ihr 20-jähriges Bestehen und startet das Jubiläumsjahr mit der 40. Ausgabe. Vom 21. bis 23. Januar 2017 bietet sie im Messecenter Rhein-Main in Hofheim-Wallau über 300 Labels auf über 12.000 Quadratmetern eine optimale Plattform. Ob nachhaltige Mode für Kinder, frische Styles aus den Bereichen Streetwear, Heimtextilien, Sport-, Athleisure- und Trendfashion oder der klassischen Damen- und Herrenmode - die INNATEX ist die erfolgreichste und beständigste Ordermesse der Branche.

innatex20 Jahre INNATEX - Internationale Fachmesse für nachhaltige TextilienGrüne Mode im Wandel zweier Jahrzehnte
Damals noch unter dem Namen "Ökotex", boten in Wallau im September 1997 erstmalig rund 50 Naturtextil-Aussteller ihre Waren dem Fachhandel an. Ab dem Jahr 2000 wurde aus der Ökotex die InNaTex, die “Internationale Naturtextilmesse”, die bis heute immer zweimal im Jahr - jeweils zur Sommer- und Wintersaison - stattfindet. Analog zur Marktentwicklung wurde 2009 eine weitere Neuausrichtung des Messeschwerpunktes - vom Naturtextil zu nachhaltigen Textilien - notwendig, um die Messe für recycelte Textilien und vegane Alternativen zu öffnen.

Projektleiter Alexander Hitzel von der veranstaltenden MUVEO GmbH: „Die Messe wird von Jahr zu Jahr beliebter und wir sind auch dieses Mal wieder bis zum letzten Quadratmeter ausgebucht. Der weltweite Trend - hin zu grüner Mode - hat über die Jahre die südeuropäischen Staaten sowie den Osten Europas begeistert, um sich dann auf andere Kontinente auszubreiten. Wir sind mittlerweile sehr international aufgestellt. Das ist eine tolle Entwicklung!”

nachhaltige Mode_39.Innatexnachhaltige Mode bei der 39.Innatex im vergangenen Jahr, Foto: Christian Grewe

Facettenreiches Jubiläumsprogramm
Schon eine Institution auf der INNATEX ist die sonntägliche Paneldiskussion. Mit dem Thema “Vom Naturtextil zur Green Fashion - 20 Jahre INNATEX” wird die Entwicklung der Ökomode bis heute beleuchtet. Medienvertreter, Vertriebsexperten und Ladner versprechen eine interessante Gesprächsrunde, die schon kurz nach der Messe auf dem Youtube-Kanal veröffentlicht wird. Begleitet wird der Branchentreffpunkt von inspirierenden Modenschauen und fachspezifischen Foren. Die als “DesignDiscoveries” nominierten Erstaussteller Alemona Organic, Brembach, DEDICATED Brand, FAIRKONNECT, Fremdformat, Funktion Schnitt, Greenbelts, Myssyfarmi und Wonderlands zeigen auf einer Sonderfläche die neuesten Trends in puncto Nachhaltigkeit und Design.

Nachhaltiger Themenmix zieht an
Neben regelmäßig rund 2.000 Fachbesuchern, haben auch Blogger die INNATEX für sich entdeckt. Zur INNATEX 39 wurde im vergangenen Sommer erstmals ein Bloggertreffen organisiert. Ob primär an Mode interessiert oder Upcyling-Blogger, Naturmodefan oder Veganer, die INNATEX offeriert den engagierten Teilnehmern stets eine große Auswahl an nachhaltigen Themen.

Gefeiert wird das Jubiläum bereits bei der “INNATEX Lounge”, dem großen Networking Event im Rahmen der Fashion Week, am 17. Januar 2017 im Fluxbau an der Spree in Berlin. Am Messesonntag, 22. Januar 2017, findet in der Alten Schmelze in Wiesbaden die große Jubiläumsparty statt.

Text:SYMBIOSE EINS, Sabine Lydia Müller, Einleitungs- Beitragsbild und Bild unten: pixabay  

green fashionErfahrungsbericht von der Innatex "Bequem, funktional und sexy" und mehr grüne Mode in unserer Rubrik: Grüne Mode und Kosmetik

AKTUELLE NACHRICHTEN

Licht aus in Deutschland

Samstag, 25. März 2017 05:18
Am 25. März ist Earth Hour / 178 Länder sind dabei Berlin - Am 25. März 2017 gehen zur WWF Earth Hour für eine Stunde rund um den Globus die Lichter aus. Jeweils um 20.30 Uhr Ortszeit gehen auch an berühmten Bauwerken die Lichter aus. Hierzu z

Ostereier: Frisch gefärbt schmeckt´s besser

Freitag, 24. März 2017 08:40
DIY: "die umweltberatung" leitet mit Video und Infoblatt beim Eierfärben mit natürlichen Zutaten an.  Wien - Selber Färben geht ganz einfach und bringt´s, denn die natürlichen Farben dürfen sogar mitgegessen werden. "die umweltberatung" b

Gärten für die Zukunft

Freitag, 24. März 2017 05:28
Gärten nachhaltig bewirtschaften: Deutsche Umwelthilfe veröffentlicht Handbuch „Gärten für die Zukunft“/Broschüre enthält Handlungsempfehlungen und zeigt auf, wie auf lokaler Ebene die biologische Vielfalt geschützt werden kann Berlin/Rad

 

 

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NEU in der MEDIATHEK

Robert Redford: Die Stimme der Natur

Dienstag, 21. März 2017 08:48

Die Mammutbäume sprechen...

 „Und dann kamen die Menschen und die Hölle fing an...“

Zum Projekt:
Robert Redford, Julia Roberts, Penélope Cruz, Harrison Ford, Edward Norton, Ian Somerhalder und Kevin Spacey: Das sind die Namen der Prominenten, die der Natur ihre Stimme geben. Nachdrücklich, ernst und auffordernd. Sie verwandeln sich in einen Ozean, in ein Korallenriff, in plätscherndes Wasser, in einen Mammutbaum, in den Regenwald, in Blumen, in fruchtbarem Erdboden und in die Mutter Natur selbst. Faszinierende Bilder einer teilweise noch intakten Welt zeigen uns die Schönheit aber auch gleichzeitig die Zerbrechlichkeit der Natur. So lautet auch der Slogan der Umweltschutzorganisation „Conservation International“ :

Natur braucht den Menschen nicht. Aber die Menschen die Natur.

Die Kurzvideos wollen wachrütteln und den Blick schärfen: Sie demonstrieren somit nicht nur die natürlichen und naturbelassenen Gebiete dieser Erde, sondern eben auch die Auswirkungen der Menschenhand und seiner großen Gier.

Diese als Kampagne angelegte Kurzfilme unter dem Titel „Nature is Speaking“ (Die Natur spricht!) sind sicherlich nicht die ersten Dokumentationen dieser Art, die auf das Thema aufmerksam machen. Doch die Botschaften erhalten hier nochmals eine andere Dimension. Die Symbiose von Pflanze und Tieren ist dann fruchtbar und gelingend, wenn die Natur sich ausdehnen und entfalten und ihre eigenen Regenerationsprozesse steuern kann.

Weitere Stimmen der Natur finden Sie in unserer Mediathek.



 

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