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Elektroauto wird aufgeladen, e-Mobilität

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1000 Kilometer Reichweite durch neues Batteriekonzept
Mit Elektroautos kommt man heute noch nicht sehr weit. Ein Grund: Die Batterien benötigen viel Platz. Fraunhofer-Wissenschaftler stapeln großflächige Zellen übereinander. Das bringt mehr Leistung in die Fahrzeuge. Erste Tests im Labor verliefen positiv. Mittelfristig streben die Projektpartner mit dem Einbaukonzept Reichweiten für Elektroautos von 1000 Kilometern an. 

In Elektroautos stecken je nach Modell Hunderte bis Tausende separate Batteriezellen. Jede einzelne ist von einem Gehäuse umhüllt, über Anschlüsse und Leitungen mit dem Auto verbunden und von Sensoren überwacht. Gehäuse und Kontaktierung nehmen mehr als 50 Prozent des Raums ein. Die Zellen können so nicht beliebig dicht aneinander gepackt werden. Die aufwändige Bauweise raubt Platz. Ein weiteres Problem: An den Anschlüssen der kleinteilig aufgebauten Zellen entstehen elektrische Widerstände, die die Leistung reduzieren.

eAuto BeitragsbildErhalten e-Autos durch das sogenannte "Packaging-Konzept" der Batterie mehr Reichweite?Mehr Platz für Batterien
Das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS in Dresden und seine Partner haben unter dem Markennamen EMBATT das Bipolar-Prinzip, das von der Brennstoffzelle bekannt ist, auf die Lithium-Batterie übertragen. Einzelne Batteriezellen sind bei diesem Ansatz nicht kleinteilig getrennt nebeneinander aufgereiht, sondern großflächig direkt übereinander gestapelt. Der gesamte Aufbau für Gehäuse und Kontaktierung fällt somit weg. So passen mehr Batterien in das Auto. Durch die direkte Verbindung der Zellen im Stapel fließt der Strom über die gesamte Fläche der Batterie. Der elektrische Widerstand wird dadurch erheblich reduziert. Die Elektroden der Batterie sind so konstruiert, dass sie Energie sehr schnell abgeben und wieder aufnehmen können. »Durch unser neues Packaging-Konzept hoffen wir mittelfristig die Reichweite von Elektroautos auf bis zu 1000 Kilometer zu steigern«, sagt Dr. Mareike Wolter, Projektleiterin am Fraunhofer IKTS. Im Labor funktioniert der Ansatz bereits. Partner sind ThyssenKrupp System Engineering und IAV Automotive Engineering.

Keramische Materialien speichern Energie
Wichtigster Bestandteil der Batterie ist die Bipolar-Elektrode – eine metallische Folie, die mit keramischen Speichermaterialien beidseitig beschichtet wird. Eine Seite wird dadurch zur Anode, die andere zur Kathode. Als Herz der Batterie speichert sie die Energie. »Wir nutzen unser Know-how bei keramischen Technologien, um die Elektroden so zu designen, dass sie möglichst wenig Platz benötigen, viel Energie speichern, einfach herzustellen sind und lange halten«, sagt Wolter. Keramische Werkstoffe liegen als Pulver vor. Die Wissenschaftler mischen es mit Polymeren und elektrisch leitfähigen Materialien zu einer Suspension. »Diese Rezeptur muss speziell entwickelt werden – jeweils angepasst für Vorder- und Rückseite der Folie«, erklärt Wolter. Die Suspension bringt das Fraunhofer IKTS im Rolle-zu-Rolle-Verfahren auf die Folie auf. »Eine Kernkompetenz unseres Instituts ist es, keramische Werkstoffe vom Labor in den Technikums-Maßstab zu bringen und sie zuverlässig zu reproduzieren«, beschreibt Wolter das Know-how der Dresdner Wissenschaftler. Im nächsten Schritt ist geplant, größere Batteriezellen zu entwickeln und in Elektroautos einzubauen. Erste Tests im Fahrzeug streben die Partner bis 2020 an.

Text: Britta Widmann Kommunikation Fraunhofer-Gesellschaft, Bilder: pixabay 

e car AfrikaMehr über Elektromobilität gibt es hier.

Mit Mobilität-Apps kann man überall und jederzeit von A nach B fahren.

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Der VCD gibt Tipps zu Mobilitäts-Apps, die aktuell auf dem Markt sind: für kurze Wege in der Stadt genauso, wie für weite Reisen

Berlin - Start mit dem Leihfahrrad, dann mit der Straßenbahn und schließlich einer Mitfahrgelegenheit unterwegs: Mobilitäts-Apps vernetzen verschiedene Verkehrsmittel auf den alltäglichen Wegen und helfen, auch ohne Privatauto flexibel mobil zu sein. Eine App, die alles kann, gibt es allerdings noch nicht. Und bei den verschiedenen Angeboten können Kunden schnell den Überblick verlieren. Der ökologische Verkehrsclub VCD stellt daher die derzeit besten Mobilitäts-Apps vor und erklärt, welche Angebote sie berücksichtigen.

Qixxit, die umfassende App mit CO2-Bilanz:
Die Mobilitäts-App Qixxit unterstützt Wege bundesweit und von Tür zu Tür. Sie kombiniert Fahrrad, Auto, Bus, Bahn und Taxi mit dem Angebot von »Call-a-Bike« sowie den Carsharern »Car2Go«, »teilauto« und »Flinkster«. Hier zeigt Qixxit den Standort der nächstgelegenen Fahrzeuge an und leitet für die Buchung auf die jeweilige Website weiter. Zudem lassen sich Fahrscheine für die Deutsche Bahn direkt in der App buchen. Ein Bonus für alle, die besonders ökologisch unterwegs sein wollen: Für jede vorgeschlagene Route gibt die App einen Überblick über den CO2-Fußabdruck.

Ally, für Metropolen weltweit mit Shuttle-Dienst:
Ally funktioniert weltweit, jedoch nur in großen Städten wie München, Stuttgart oder Köln. Neben Bus und Bahn berücksichtigt die App auch Car- und Bikesharing-Dienste. Tickets lassen sich bislang nicht buchen. Interessant ist aber der zusätzliche Dienst der Firma »Allygator Shuttle«. Für die Nachtstunden bietet sie in Metropolen preiswerte Shuttle-Dienste in Ergänzung zu Bus und Bahn an.

Moovel, für Car2Go-Kunden mit Extras:
Besonders für Car2Go-Kunden bietet sich Moovel an, da die App in der Wegeauskunft Bus, Bahn, Taxi und Rad gezielt mit dem Angebot des Carsharers kombiniert. Ein Car2Go lässt sich jederzeit und einfach über die App reservieren. Auch beim Bikesharing integriert die App mit »nextbike« nur einen Anbieter in die Auskunft.

DB Navigator, für Fernreisende:
Die bislang beliebteste deutsche Mobilitäts-App navigiert durch den Nah- und Fernverkehr in Deutschland. Allerdings bleiben Sharing-Angebote außen vor. Der Vorteil der Bahn-App ist: Kunden können ganz einfach Tickets für die Deutsche Bahn sowie für einige lokale Verkehrsverbünde, wie in München, Berlin oder Nürnberg, buchen.

App vor Ort, für den Verkehrsverbund:
Auch die regionalen Verkehrsbetriebe haben den Trend zu Mobilitäts-Apps erkannt. Mit der Initiative »Mobility inside« wollen sie sich vernetzen, sodass künftig auch lokale Apps wie »Leipzig mobil« oder »MVG more« bundesweit für jede Stadt Tickets anbieten können. Was es heute schon gibt, lässt sich mit einem schnellen Blick auf die Websites der Verkehrsbetriebe herausfinden.
Quelle: Text: VCD/Bilder: Pixabay

AppWeitere Informationen zu digitalen Mobilitätsdiensten, lesen Sie auf der Webseite des VCD-Projekts »Multimodal unterwegs«: www.vcd.org/multimodal 

 

Die DUH bewertete die Dienstwagen von Behörden.

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DUH untersuchte den CO2-Ausstoß der Dienstfahrzeuge sowie Mobilitätsstrategien von 29 deutschen Bundesbehörden und 18 öffentlichen Unternehmen und Landesbanken – Acht öffentliche Unternehmen bzw. Landesbanken verweigern die Auskunft und setzen erneut auf Intransparenz – Erfreuliche Entwicklung bei den Mobilitätsstrategien: DUH würdigt vorbildliche ‚Best Practice‘ Beispiele – DUH-Bundesgeschäftsführer Resch fordert ab 2017 Stopp der Anschaffung von Diesel-Pkw für alle öffentlich finanzierten Institutionen

Zum sechsten Mal stellt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) die Ergebnisse ihrer jährlichen Dienstwagenstudie unter Bundesbehörden, öffentlichen Unternehmen und Landesbanken vor (Die detaillierten Ergebnisse finden Sie am Ende dieser Seite). Die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation untersuchte bei den Behörden den CO2-Ausstoß der Dienstwagen der Leitung sowie der Gesamtflotte. Bei den öffentlichen Unternehmen und Landesbanken analysierte sie zusätzlich den CO2-Ausstoß der Vorstandsflotte. 

Die DUH zeichnet 2016 nur drei Behördenleiter mit einer “Grünen Karte“ aus. Vorrausetzung für die Auszeichnung ist die Unterschreitung eines CO2-Ausstosses von unter 124 g/km sowie Elektro-, Erdgas-, Benzin-Hybrid oder Benzinantrieb. Diesel-Pkw werden wegen ihrer hohen Realemissionen vom giftigen Dieselabgas Stickstoffdioxid (NO2) grundsätzlich abgewertet und erhalten generell keine “Grüne Karte“. 

„Es freut uns, dass neben den beiden Präsidentinnen von Umweltbehörden auch Steffen Seibert vom Bundespresseamt mit positivem Beispiel voranfährt und zeigt, dass man auch ohne schmutzigen Dieselantrieb mobil sein kann. Nachdem viele europäische Stadtverwaltungen und zuletzt unser Nachbar Luxemburg das ‘Aus‘ für Diesel-Behördenfahrzeuge beschlossen haben, fordert die DUH von allen öffentlich finanzierten Institutionen einen Stopp der Anschaffung von Diesel-Pkw. Durch unsere Klagen werden wir Diesel-Fahrverbote ab 2018 durchsetzen. Behörden, Landesbanken und öffentliche Unternehmen sollten diese Verkehrswende nicht verschlafen, sondern sobald wie möglich auf umweltfreundliche Antriebsarten umsteigen“, sagt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.  

PfeilDen umweltfreundlichsten Dienstwagen fährt Maria Krautzberger vom Umweltbundesamt mit einem Ausstoß von 102 g CO2/km. Der Dienstwagen von Birgit Esser von der Bundesanstalt für Gewässerkunde hat einen Ausstoß von 107 g CO2/km und landet damit auf dem zweiten Platz. Die dritte „Grüne Karte“ geht an Steffen Seibert vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung mit einem Ausstoß von 121 g CO2/km. Steffen Seibert gehörte im letzten Jahr mit seinem Dienstwagen und einem Ausstoß von 158 g CO2/km noch zu den Schlusslichtern und verbesserte sich in diesem Jahr deutlich. Die drei Ausgezeichneten setzen positive Akzente und erfüllen bei der Wahl eines klimafreundlichen Dienstwagens eine wichtige Vorbildfunktion.

Pfeil rotEnttäuschend fällt dagegen das Ergebnis bei den Chefs der öffentlichen Unternehmen und Landesbanken aus: Von den 18 befragten öffentlichen Unternehmen und Landesbanken verweigerten acht der DUH die Auskunft, die Mehrheit der übrigen Unternehmenschefs verfehlt bei der Wahl ihrer Dienstwagen klar die EU-Klimaziele von 130 g CO2/km. 

Frank-Jürgen Weise, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit und Leiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge wurde als Schlusslicht aus dem Jahr 2015 von Tanja Gönner, Vorstandssprecherin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH, abgelöst. Ihr Dienstwagen stößt 158 g CO2/km aus und liegt deutlich über dem EU-Grenzwert von 130 g CO2/km. Frank-Jürgen Weise verbesserte sich zwar zum Vorjahr von 169 g CO2/km auf 142 g CO2/km, dennoch ist auch dieser Wert stark verbesserungsfähig.

Eine positive Entwicklung ist dagegen beim durchschnittlichen Flottenausstoß erkennbar. Sowohl für die Behörden als auch für die Landesbanken und öffentlichen Unternehmen lässt sich dieses Jahr ein durchschnittlicher Ausstoß von 123 g CO2/km verzeichnen. Spitzenreiter ist die BwFuhrparkService GmbH mit einem durchschnittlichen Flottenausstoß von 97 g CO2/km, gefolgt vom Bundesamt für Naturschutz mit einem durchschnittlichen CO2-Ausstoß von 99 g/km. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat mit einem durchschnittlichen Ausstoß von 187 g CO2/km bei weitem die klimaschädlichste Flotte und hat sich zum Vorjahr sogar noch um 7 g CO2/km verschlechtert.

Die DUH untersuchte zudem, mit welcher Mobilitätsstrategie die Behörden und Unternehmen Dienstreisen vermeiden, ihre Mobilität auf umweltfreundlichere Verkehrsträger verlagern oder Anreize zum Verzicht oder zur Wahl eines weniger schädlichen Dienstwagens geben. Als zukunftsweisend schätzt die DUH die Ansätze der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, der Bundesdruckerei GmbH, der Deutschen Bundesbank, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH und des Umweltbundesamtes ein, die jeweils in drei von fünf Kategorien vorbildliche Anreize setzen. Besonders lobenswert ist die Bundesdruckerei GmbH, die bereits in vier Kategorien einen innovativen Ansatz verfolgt. Dienstwagenberechtigte Mitarbeiter haben zum Beispiel die Möglichkeit, anstelle eines Dienstwagens eine BahnCard 100 zu wählen und damit klimafreundlich mobil zu sein. Zudem konnte das öffentliche Unternehmen mit einem festen CO2-Grenzwert überzeugen und der Festlegung auf einen maximalen Flottengesamtausstoß von 90 g CO2/km für 2020.

RadfahrerAuch der Radverkehr wird zunehmend unterstützt: Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung stellt Dienstfahrräder zur Verfügung und fördert die Nutzung privater Fahrräder durch eine Nutzungspauschale. Das Umweltbundesamt bietet den Beschäftigten zusätzlich Dusch- und Umkleidemöglichkeiten und einen Fahrradreparaturservice an. Besonders engagiert zeigen sich auch die Deutsche Bundesbank und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH, die Mobilitätstage für ihre Mitarbeiter anbieten und die Elektromobilität durch mit Ökostrom betriebene Ladesäulen fördern.

Hintergrund:
Der EU CO2-Flottenzielwert von 130 g /km wird bis zum Jahr 2020 auf 95 g CO2/km verschärft. Die DUH passt daher für die Dienstwagenumfrage ihre Bewertungskriterien jährlich schrittweise an und verschärft diese. Für den Erhalt einer “Grünen Karte“ liegt der Wert in diesem Jahr bei 124 g CO2/ km – bezogen auf alle Antriebsarten außer Diesel.Das Ranking stützt sich wie in den letzten Jahren auf die offiziellen beim Kraftfahrt-Bundesamt hinterlegten Angaben zum durchschnittlichen CO2-Ausstoß in Gramm pro Kilometer (g/km). Bei Elektro-Pkw sowie Plug-In Hybriden legt die DUH die mit der Stromerzeugung verbundene durchschnittliche CO2-Emission laut Berechnungen des Umweltbundesamtes zugrunde. Eine Berücksichtigung individueller Tank- bzw. Strombezugsquellen (Biodiesel beziehungsweise Ökostrom) unterbleibt, da ansonsten ein Vergleich des Energieverbrauchs und der durch den Gebrauch der Fahrzeuge verursachten CO2-Emissionen unmöglich gemacht würde.
Quelle: Text: DUH/Bilder: Pixabay

Ergebnisse im Detail:
01_DUH-Dienstwagen-Umfrage_Bundesbehoerden_2016.pdf
02_DUH-Dienstwagen-Umfrage_oeffentliche-Unternehmen_2016.pdf
03_DUH-Dienstwagen-Umfrage_Bundesbehoerden-Top3_2016.pdf
04_DUH-Dienstwagen-Umfrage_Mobilitaetsstrategien_2016.pdf

Bambus bietet in puncto Festigkeit hervorragende  Material-Eigenschaften.

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Köln/Nanjing, China - Bambus, ein superstarkes und schnell nachwachsendes Naturprodukt, ist potenzieller Bestandteil künftiger Ford-Fahrzeuge. So könnten schon bald Oberflächen in Ford-Fahrzeugen aus einer Kombination aus Bambus und Kunststoff hergestellt werden, um auf diese Weise besonders geeignete Material-Eigenschaften zu vereinen. "Bambus ist ein unglaublich vielseitiger Werkstoff. Er ist druck-, zug- und biegefest, flexibel, nachwachsend und reichlich in China sowie in weiteren Teilen Asiens verfügbar", sagt Janet Yin, Materials Engineering Supervisor, Ford Nanjing Research & Engineering Centre.

BambusIn den vergangenen Jahren arbeitete Ford mit ausgewählten Lieferanten zusammen, um die Lebensdauer von Bambus im Fahrzeug-Innenraum zu evaluieren. Das Team fand heraus, dass dieser natürliche Rohstoff bei einer Reihe von Werkstoffprüfungen, angefangen bei Zugfestigkeitstests bis hin zu Schlagprüfungen, deutlich besser abschneidet als andere getestete synthetische und natürliche Fasern. Selbst bei hohen Temperaturen von bis zu 100 Grad Celsius behält Bambus noch die gewünschten Eigenschaften.

Nachhaltigkeit hat bei Ford hohe Priorität. Die Erforschung von Bambus als Werkstoff ist nur das jüngste Beispiel für den innovativen Ansatz von Ford in puncto Produkt- und Umweltschutz durch Bio-Materialien. So erproben Ford und das Unternehmen Jose Cuervo® bereits die Verwendung von Agaven-Fasern, die als Nebenprodukt bei der Tequila-Herstellung anfallen. Ziel ist die Entwicklung eines nachhaltigen Bio-Kunststoffs für Fahrzeugteile.

Ford begann bereits im Jahr 2000 mit dem Einsatz nachhaltiger Materialien. Inzwischen kommen zahlreiche Bio-Materialien in Ford-Fahrzeugen zum Einsatz, dazu zählen zum Beispiel Soja-Schaum, Rizinusöl, Weizenstroh, Kenaf-Fasern, Cellulose, Holz, Kokosfasern und Reiskornschalen.

Im Folgenden ein paar Beispiele:
- Kenaf, eine tropische Pflanze aus der Familie der Baumwollpflanzen, wird in den Türpolstern des Ford Escape verwendet
- REPREVE-Gewebe, das aus recycelten Plastik-Flaschen hergestellt wird, kommt seit Kurzem im F-150 zum Einsatz
- Recycelte Baumwolle aus gebrauchter Kleidung wird als Innenpolsterung und Schalldämmung in den meisten Ford-Fahrzeugen verwendet
- Wiederverwendetes Nylon wird im Bereich des Zylinderkopfdeckels bei den Modellen Ford Escape, Fusion (Mondeo), Mustang und F-150 genutzt
- Teppichböden werden bei Fahrzeugen wie dem Ford Transit oder dem Ford C-MAX unter anderem aus recycelten Plastikflaschen gefertigt
- Bestandteile der Reispflanze werden verwendet, um den Kunststoff im Elektro-Kabelbaum des Ford Ford F-150 zu verstärken
- Soja-basierte Schaumstoffe werden als Sitzpolsterungen, Sitzlehnen und Kopfstützen von nordamerikanischen Ford-Fahrzeugen verwendet
- Weizenstroh wird im Ford Flex (SUV für den amerikanischen Markt) verwendet, um Ablagen zu verstärken
- Cellulose-Baumfasern ersetzen in der Armlehne des Lincoln MKX herkömmliche Glasfaser-Materialien
Quelle: Text: Presseportal Deutschland/Original-Content von: Ford-Werke GmbH, übermittelt durch news aktuell/Bilder: Pixabay

PandaZu den Vorteilen von Bambus ein Video vom YouTube-Kanal der Ford Motor Company

 

 

Mehr Infos zu "neuen Stoffen" finden Sie hier!
 

Hinter dem Lenkrad Elektromobilität

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Projekt „Electrific“: TH Deggendorf und Universität Passau gestalten Zukunft der Elektromobilität
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) und der Universität Passau arbeiten im Rahmen des EU-Programms „Horizont 2020“ gemeinsam daran, die Nutzung von Elektrofahrzeugen für Endverbraucher attraktiver und nachhaltiger zu gestalten. Einfachere Ladevorgänge, längere Batterielebenszeiten und eine bessere Integration des Stromnetzes, auch hinsichtlich erneuerbarer Energien, stehen dabei im Mittelpunkt. Das interdisziplinäre Projekt „Electrific“ mit Partnern aus ganz Europa ist auf drei Jahre angelegt.      

Die Reichweite der Batterie ist häufig die Schwachstelle der Elektroautos. Dies liegt auch am Verhalten der Nutzerinnen und Nutzer. Ein Beispiel: Ein Fahrer muss am nächsten Tag die Kinder zur Schule bringen, anschließend zur Arbeit, dann zum Supermarkt und noch zur Reinigung. Der Fahrer hat bereits einen bestimmten Ablauf im Kopf und neigt dazu, die Batterie vor Fahrtbeginn vollständig zu laden und auf dem Heimweg schnell nachzuladen. Doch beides wirkt sich langfristig negativ auf die Lebensdauer der Batterie aus.

Die Forscherinnen und Forscher arbeiten im Rahmen des EU-Projekts „Electrific“ gemeinsam an einem intelligenten Navigationssystem, dem „Advanced Driver Assistance System“ (ADAS). Folgende Fähigkeiten soll das System haben:

- Es schlägt dem Fahrer batteriefreundlichere Ladezeitpunkte und –orte vor. Zum Beispiel an der Tankstelle neben der Reinigung, wenn die Batterie tatsächlich geladen werden muss.
- Das System bezieht aktuelle Informationen aus dem Elektrizitätsnetz mit ein. Es zeigt dem Fahrer eine Route auf, mit der er möglichst viel Strom aus erneuerbaren Energiequellen nutzen kann.
- Es berechnet die Lastkurve des örtlichen Elektrizitätsnetzes und die Wetterprognosen, um starke Spannungsschwankungen im Netz zu verhindern. Denn sollten 2020 tatsächlich eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen fahren, könnte das Stromnetz instabil reagieren oder gar ausfallen, wenn die Fahrerinnen und Fahrer gleichzeitig aufladen.

Elektroauto Tankstellen findet man immer öfterElektroauto-Tankstellen findet man immer öfterAuslastung des Stromnetzes, Qualität des Stroms, optimaler Ladezeitpunkt – diese Informationen kombiniert das Passauer Team und schickt sie dem intelligenten Navi. Die Forscherinnen und Forscher entwickeln lernfähige Algorithmen, die dann – je nach Informationslage – Entscheidungen treffen und diese wiederum an veränderte Situationen auch anpassen können.

So könnte das Navi dem Fahrer empfehlen, bei seiner Route die Wetterdaten zu berücksichtigen: Wenn mittags um 14 Uhr am Supermarkt die Sonne scheint, kann es möglicherweise sinnvoll sein, früher als geplant nachzuladen. Denn der Prozentsatz an Solarenergie an der Ladestation wäre dann deutlich höher, der Strom, der in der Batterie landet, umweltfreundlicher. Während der Fahrer einkauft, kann die Batterie nachgeladen werden.

 

Deggendorf konzentriert sich auf batterieschonende Ladeprozesse
Das Forschungsteam aus Deggendorf arbeitet an batterieschonenderen Ladeprozessen und Prozessen zur Optimierung der Batterie-Alterung. „Kennt man den Fahrer eines Fahrzeuges und sein Nutzungs-Verhalten bzw. seine Anforderungen, so kann man den Ladestress für die Batterie senken“, erklärt Prof. Dr. Andreas Berl, Projektleiter von „Electrific“ an der THD. Aufbauen kann Prof. Berl mit seinem Team auf das im Projekt E-WALD gewonnene Know-How. Die notwendigen Daten werden mittels des an der THD entwickelten und in den Fahrzeugen des Flottenbetreibers E-WALD-GmbH verbauten InCarApp Fahrerassistenzsystems gesammelt und analysiert. Die Pilot-Versuche werden in drei europäischen Regionen (Bayerischer Wald, Šumava in Tschechien und Barcelona in Spanien) durchgeführt.

Passau untersucht Integration ins Stromnetz
Prof. Dr. Ing. Hermann de Meer erläutert das Passauer Teilprojekt folgendermaßen: „Für uns stehen vier Dimensionen der Optimierung im Vordergrund: Zum einen suchen wir nach technischen Lösungen, die besonders batteriefreundlich sind. Daneben soll der Ladevorgang insgesamt netzfreundlicher werden, damit eine Zunahme der E-Mobilität sich nicht nachteilig auf die Stabilität des Stromnetzes auswirkt. Ein Schwachpunkt der E-Mobilität ist bisher auch die Integration erneuerbarer Energien, auch hier wollen wir Lösungen und Steuerungsmöglichkeiten aufzeigen. Viertens beziehen wir das Interesse der Fahrer mit ein, insbesondere die Frage nach den passenden Anreizen.“

Damit die Fahrerinnen und Fahrer die Vorschläge annehmen, arbeiten Expertinnen und Experten aus der Psychologie und der Wirtschaftsinformatik an psychologischen und ökonomischen Anreizmechanismen. Dazu zählen etwa Boni und Preisrabatte an den Ladestationen.
Im EU-Projekt „Electrific“ haben sich insgesamt elf europäische Partner zusammengeschlossen, die Elektromobilität gemeinsam attraktiver und nachhaltiger gestalten wollen. Zum Projektkonsortium zählen: - GFI ADELIOR (Belgien) als Koordinator - Universität Mannheim - Technische Hochschule Deggendorf - E-WALD GmbH - Universität Passau - FREEMIND CONSULTING (Belgien) - Technische Universität Prag (Tschechische Republik) - has-to-be GmbH (Österreich) – Expertise Ladeinfrastuktur Backend - Agencia de Ecologia Urbana de Barelona Consorcio (Spanien) - Bayernwerk AG – Energieversorger / Kooperationspartner E-WALD GmbH - e-Šumava (Tschechische Republik)

Text: Christian Murauer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Technische Hochschule Deggendorf,  Bilder: pixabay   big merci

Dienstfahrt EinlMehr zum Thema Elektroauto gibt es hier.

 

 

Lastenrad Willi

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Neu: Radlhauptstadt München bietet Lastenrad zur kostenlosen Nutzung an

München - Schwere Sachen kann man nur mit dem Auto transportieren? Nicht unbedingt, denn wer nicht Besitzer eines PS-starken Gefährts ist, aber trotzdem seinen Einkauf oder beispielsweise seine Kinder von A nach B transportieren muss, für den ist das Radl mit Aufbau eine tolle Alternative. Vor allem in einer Großstadt wie München und hier hilft seit kurzem bei derartigen Transportproblemen Willi, das Lastenrad.

Mit dem neuen Lastenrad „Willi“ bietet die Radlhauptstadt München einen weiteren Service für eine kostenfreie und umweltverträgliche Nahmobilität an. Und vor allem: einen Service, der auch bei sperrigen oder schweren Transporten funktioniert. Die Ausleihe ist ab sofort kostenlos über www.freie-lastenradler.de möglich. 

In den Niederlanden und in Dänemark ersetzen Lastenräder immer häufiger das Auto. Mit ihnen ist man schnell und einfach in der Stadt unterwegs, der Wocheneinkauf hat genügend Platz und Kindern macht die Fahrt im radelnden „Elterntaxi“ besonders viel Spaß. Auch in München bietet sich das Lastenrad für schwere, unhandliche Transporte an, vor allem auch in Kombination mit einem Elektromotor als Tretunterstützung. Ganz ohne Parkplatzsuche und Stau ist es ein schnelles und unkompliziertes Verkehrsmittel, das zugleich umweltfreundlich und kostengünstig ist. „Mit der kostenfreien Nutzung von „Willi“ möchte die Radlhauptstadt den Münchnerinnen und Münchnern zeigen, dass ein Lastenrad ein praktisches Verkehrsmittel für den städtischen Alltag ist“, sagt Wigand von Sassen, Projektleiter der Radlhauptstadt München. 

Der Verleih funktioniert ebenso einfach: Wer das neue Lastenrad der Radlhauptstadt ausleihen möchte, kann sich online – ebenfalls kostenlos – auf www.freie-lastenradler.de registrieren und im nächsten Schritt den Wunschtermin buchen. Das Codewort, das dann als Email zugeschickt wird, muss später zusammen mit dem Personalausweis an der Abholstation vorgezeigt werden. Lastenrad-Neulinge bekommen an der Verleihstation eine kurze Einführung.
Quelle: Text und Bild: Radlhauptstadt München 

FahrradMehr Informationen zum Lastenrad gibt es auch online unter: www.radlhauptstadt.de/lastenrad-willi 
und hier mehr Radl-Infos 

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TTIP-Urteil - Niederlage für die EU-Kommission und Sieg für die Bürger

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3,3 Millionen Menschen haben vor zwei Jahren für die selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative (EBI) gegen TTIP und CETA unterschrieben. Der Europäischen Kommisson interessierte das wenig. Nun hat die Organisation vor Gericht der Europäischen Union (EuG) Recht bekommen – in allen Punkten! Gratulation. Das ist gelebte Demokratie und eine Blamage für Junker und all diejenigen, die Bürgerbegehren in der EU am liebsten überhaupt nicht akzeptieren wollen.

Unsere Glosse zu TTIP .



 

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