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Berlin – Der NABU hat den veröffentlichten Klimaschutzplan 2050 als mangelhaft bezeichnet. Der von Umweltministerin Hendricks vorgelegte, im Kern ambitionierte Entwurf sei innerhalb der Ressortabstimmung massiv verwässert worden. 

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Die Maßnahmen sind nur vage umschrieben, der Kohleausstieg wird vorsichtshalber gar nicht genannt und von verbindlichen Zwischenzielen je Sektor ist keine Spur zu finden. Wenn das die Antwort der Bundesregierung auf die vereinbarten Ziele der Pariser Klimakonferenz ist, ist das ein schlechtes Zeugnis für die deutsche Klimapolitik. Hier klaffen internationaler Anspruch und im eigenen Land gelebte Wirklichkeit weit auseinander.“ International habe die Bundesregierung beim G7-Gipfel in Elmau wie auch in Paris Akzente gesetzt. Jetzt verweigere sie sich der Einsicht, dass die vereinbarten Ziele auch in Deutschland umgesetzt werden müssen. „Offensichtlich wurde aus dem Entwurf des Bundesumweltministeriums vor allem eine Streichliste für die anderen Ressorts“, so Miller. 

Nicht nur im Energiesektor enttäuscht der Klimaschutzplan, auch im Gebäudesektor mit den extrem langen Investitionszyklen sind kurzfristige wirksame Maßnahmen nicht zu finden, auch wird kein Zeitplan definiert, ab wann Gebäudewärme ohne fossile Energien erzeugt werden muss. Besonders zynisch: Im Verkehrsbereich stellt der Klimaschutzplan die richtige Diagnose, versteckt sich dann jedoch weitgehend hinter Maßnahmen auf EU-Ebene, die gleichwohl bisher meistens von deutscher Seite abgeschwächt wurden. Kein Wort verliert der Plan über den Bundesverkehrswegeplan 2030, der derzeit auf Infrastrukturseite die hohen Emissionen des Verkehrs für die nächsten Jahrzehnte zementieren wird. Der Einstieg in eine dringend notwendige Verkehrswende ist nicht erkennbar.

Unverständlich ist für den NABU auch, dass eine Empfehlung für weniger Fleischkonsum gestrichen wurde. Der Agrarbereich muss dringend klimafreundlicher und naturverträglicher werden. Wenn Deutschland und die EU nicht gegensteuern, würde der Agrarsektor nach aktuellen Schätzungen bis zum Jahr 2050 rund ein Drittel der Treibhausgase der EU ausstoßen – und zum echten klimapolitischen Sorgenkind werden.

„Offensichtlich hat der Klimaschutz nun auch den Vorwahlkampf erreicht. Vermutlich haben die Parteien der Großen Koalition Angst, dass sie mit ernst gemeinten Klimazielen Wähler verschrecken. Der Klimaschutzplan ist mild und mutlos formuliert. In seiner jetzigen Form wird er keine Wirkung haben und bleibt weiter hinter dem zurück, was tatsächlich nötig wäre, um das im Pariser Klimaschutzabkommen formulierte Zwei-Grad-Ziel zu erreichen“, so Miller weiter. 
Quelle: Text: NABU/Bilder: Pixabay

Weitere Informationen: 
Zum Hintergrund des Klimaschutzplans 2050
Zum Hintergrund des Klimaschutzplans 2050

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Die Land- und Forstwirtschaft einschließlich Landnutzungsänderungen trägt weltweit bis zu 30 Prozent zum Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase bei. In Deutschland war die Landwirtschaft 2013 nach Angaben des Bundesumweltamts für 6,7 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Eine Gruppe von Forschern, unter ihnen Professor Klaus Butterbach-Bahl vom Karlsruher Institut für Technologie, hat nun Möglichkeiten der Reduktion von Treibhausgasen aus der Viehhaltung untersucht: technische und betriebswirtschaftliche Maßnahmen, Intensivieren der Viehhaltung sowie Senken der Nachfrage nach tierischen Produkten. Darüber berichten die Wissenschaftler in der Zeitschrift Nature Climate Change.

Der Feischverbrauch hat sich in den vergangenen vierzig Jahren verdoppelt
Weltweit stellt die Viehhaltung einen großen und dynamisch wachsenden Sektor dar: Rund 20 Milliarden Tiere beanspruchen etwa 30 Prozent der Landfläche zum Grasen, ein Drittel des Ackerlands dient dem Anbau von Futterpflanzen, wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO angibt. Die Viehhaltung stellt bis zu 50 Prozent des landwirtschaftlichen Bruttoinlandsprodukts weltweit. In den vergangenen 40 Jahren hat sich der Pro-Kopf-Verbrauch von tierischen Produkten global mehr als verdoppelt. Die Produktion ist entsprechend gewachsen, wobei Intensivierung sowie Ausweitung der landwirtschaftlich genutzten Fläche entscheidende Rollen spielen.

Wiederkäuer, wie diese Ziegen in Kenia, sind für den größten Teil der Methan-Emissionen aus der Land, Foto: Klaus Butterbach-Bahl„Halten diese Entwicklungen an, sind schwerwiegende Umweltauswirkungen zu erwarten, wie fortschreitende Entwaldung und ein deutlicher Anstieg der Treibhausgasemissionen sowie ein Rückgang der biologischen Vielfalt“, sagt Professor Klaus Butterbach-Bahl, Leiter der Abteilung Bio-Geo-Chemische Prozesse am Institut für Meteorologie und Klimaforschung – Atmosphärische Umweltforschung (IMK-IFU) des KIT und einer der Autoren des nun in Nature Climate Change veröffentlichten Papers. Die Forscher schätzen, dass die weltweite Viehhaltung zwischen 1995 und 2005 verantwortlich für Treibhausgasemissionen von jährlich 5,6 bis 7,5 Gigatonnen CO2-Äquivalenten verantwortlich war. Mit CO2-Äquivalenten lässt sich das Treibhauspotenzial einer Substanz oder Aktivität angeben; als Vergleichswert dient Kohlenstoffdioxid (CO2), das bedeutendste Treibgas. Die wichtigsten Emissionen aus der Viehhaltung sind Methan (CH4), verursacht von Wiederkäuern durch Fermentation bei der Verdauung sowie Lachgas (N2O) durch Futtermittelproduktion und Nutzung von Land zum Futtermittelanbau oder als Weidefläche.

In Deutschland stammten nach Angaben des Umweltbundesamts 2013 rund 54 Prozent der gesamten Methan-Emissionen und über 77 Prozent der Lachgas-Emissionen aus der Landwirtschaft. „Um zu verstehen, wie sich die Emissionen aus der Viehhaltung entwickeln und künftig verringern lassen, müssen wir Möglichkeiten auf der Angebots- wie auf der Nachfrageseite einbeziehen“, so Butterbach-Bahl. Die Forscher untersuchten daher das Emissionsminderungspotenzial technischer und betriebswirtschaftlicher Maßnahmen in der Landwirtschaft, der Intensivierung der Viehhaltung sowie der Senkung der Nachfrage nach tierischen Produkten. Klaus Butterbach-Bahl führte für das Paper eine Literaturstudie zu vorangegangen Arbeiten durch und evaluierte Möglichkeiten zur Verminderung der Treibhausgasemissionen bei Tierhaltung. Bei seinem Forschungsaufenthalt am Internationalen Livestock Research Institute (ILRI) in Nairobi/Kenia baute er ein Umweltlabor zur Quantifizierung des Treibhausgasfußabdrucks von Tierhaltungssystemen in Afrika auf.

ErderwärmungDurch verschiedene Maßnahmen kann der Treibhausgasausstoß deutlich verringert werden
Ein Ergebnis der Forscher: Maßnahmen wie Futterzusätze, besser verdauliche Futtermittel, eine effizientere Verwendung von Wirtschaftsdünger wie Dung sowie Kohlenstoffbindung in Böden von Graslandschaften durch nachhaltige Beweidung können nach Einschätzung der Autoren des Papers die Treibhausgasemissionen um 0,01 bis 0,5 Gigatonnen CO2-Äquivalente pro Jahr reduzieren. Die Steigerung der Produktivität von Tieren, Acker- und Weideland kann den Treibhausgasausstoß direkt verringern, sich aber auch indirekt positiv auswirken, indem sie landwirtschaftliche Flächen einsparen und Entwaldung vermeiden hilft.
Die Verringerung der Nachfrage nach Fleisch und Milch kann ebenfalls erheblich zur Reduktion der Treibhausgasemissionen beitragen. So erfordert die Produktion von Rinderprotein durchschnittlich 50-mal so viel Land und verursacht 100-mal so viel Treibhausgasemissionen wie die Produktion von Pflanzenprotein. Erreichen lässt sich eine geringere Nachfrage beispielsweise durch Änderung der Preise zugunsten von Nahrungsmitteln, deren Herstellung geringe Emissionen verursacht oder durch eine bewusste Änderung der Ernährung angesichts der mit Tierproduktion oft verbundenen Umweltbelastungen.

Insgesamt könnten Maßnahmen in der Viehhaltung die Treibhausgasemissionen aus Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Flächennutzung um bis zu 50 Prozent reduzieren, so die Forscher. Was die angebotsseitigen Maßnahmen betrifft, erkennen die Wissenschaftler ein aus technischer Perspektive hohes Potenzial, stellen aber fest, dass dieses sich nur zu rund zehn Prozent zu wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen verwirklichen lässt. Zurückzuführen ist das auf Einsatzbeschränkungen, Kosten und gegenläufige Abhängigkeiten. Maßnahmen auf der Nachfrageseite besitzen großes Potenzial, das sich aus ökonomischer Perspektive allerdings noch nicht quantifizieren lässt. „Um die Anwendbarkeit und Erschwinglichkeit der technischen und betriebswirtschaftlichen Maßnahmen zu verbessern und negative Auswirkungen auf Existenzgrundlagen, wirtschaftliche Aktivitäten und die Umwelt zu vermeiden, bedarf es dringend weiterer Forschungs- und Entwicklungsarbeiten“, sagt Klaus Butterbach-Bahl.
Text: Margarete Lehné, Pressereferentin, Karlsruher Institut für Technologie (KIT) 
Bilder: Pixabay /Bild Vieh am Wasser: Wiederkäuer, wie diese Ziegen in Kenia, sind für den größten Teil der Methan-Emissionen aus der Landwirtschaft verantwortlich. Foto: Klaus Butterbach-Bahl

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Neuer "Fleischatlas Deutschland Regional 2016"

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Mit einer neuen mobilen, Akku-betriebenen LED-Werbewand können Unternehmen ihre Werbung aufmerksamkeitsstark platzieren und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Berlin - Die BTA Video Marketing GmbH hat ein neues Zeitalter der mobilen Werbung ausgerufen: Ab sofort ist der erste Akku-betriebene LED-Wagen unter der Marke nachhaltig-werben.green in ganz Deutschland im Einsatz. Die mobil einsetzbare Werbefläche misst 4x 2,40 Meter und wird über eine autarke Stromversorgung betrieben, die sich aus regenerativen Energiequellen speist. Durch die im Wagen integrierten Hochleistungsakkumulatoren können Werbefilme oder statische Werbeanzeigen mehr als 12 Stunden angezeigt werden, ohne dass erneut geladen werden muss.

Andreas Rusche, Geschäftsführer von BTA Video Marketing GmbH: "Bei der Entwicklung des LED-Wagens stand der ökologische Aspekt im Vordergrund. Ziel war es, eine mobile Werbeform anbieten zu können, die das Klima nicht zusätzlich belastet. Unsere Kunden können mit dem LED-Wagen ungewöhnlich aufmerksamkeitsstarke Werbung platzieren, die zusätzlich in umweltfreundliche Werbekampagnen eingebunden werden kann und ins Konzept moderner CSR-Strategien passt."

Mit dem LED-Wagen werben Unternehmen und verbessern dabei die eigene Klimabilanz. Gleichzeitig unterstützt nachhaltig-werben.green mit einem Prozent des Umsatzes regionale und nationale Naturschutzprojekte. "Dadurch, dass wir einen Teil der Einnahmen direkt in die Umwelt investieren, tragen werbetreibende Kunden direkt dazu bei, den Lebensraum von Tieren und Pflanzen in Deutschland zu erhalten", sagt Rusche. "So bleibt die Nachhaltigkeit nicht nur ein Marketing-Argument auf dem Papier."

Der LED-Wagen aus dem Hause BTA ist der erste Prototyp, dem eine ganze Flotte folgen soll. Durch die ausgeklügelte Anhänger-Konstruktion ist er zu jeder Zeit vielseitig einsatzbereit und kann unproblematisch den Standort wechseln. Die lange Laufzeit macht dabei unzählige Einsatzbereiche möglich: Von der Vor-Ort-Bewerbung bei Veranstaltungen über den fahrenden Einsatz im Stadtgebiet bis hin zur Werbeanzeige, die ganz einfach im Zielgruppenumfeld "geparkt" wird, ist alles denkbar.

Eingespielt werden können Videos, Grafiken und Live-Bilder. So kann der Wagen beispielsweise auch für Public-Viewing-Events verwendet werden, zum Beispiel bei der anstehenden Fußball Europameisterschaft in Frankreich. Dank der hochauflösenden 8mm-Blade-LED-Wand, die sich per Hydraulik bis zu 4,80 Meter in die Höhe fahren lässt, können viele Fans dem Geschehen folgen. Events wie die EM werden auf diese Weise ohne großen Aufwand zum Spektakel - für Zuschauer und für Werber.
Quelle: Text: Deutsches Presseportal/Einl.bild: Pixabay

Über nachhaltig-werben.de
Nachhaltig-werben.green ist eine Marke der BTA Video Marketing GmbH. Das Unternehmen stellte den ersten mobilen LED-Wagen im Januar 2016 fertig. Die mobile Werbewand ist ausgestattet mit hochauflösender 8mm-Blade-LED-Technik. Durch die integrierten Hochleistungsakkumulatoren läuft der 9,6 Quadratmeter große Screen über 12 Stunden lang. Geladen werden die Akkus mit Strom aus regenerativen Energiequellen.

Freie Fahrt im Video:

 Und hier die "echt grüne" Version: der citytree

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Hamburg, September 2016. Ein Leben ohne Internet ist heute kaum mehr denkbar – weder in der Wirtschaft noch im Privaten. Wir googeln, was wir wissen wollen, streamen, was wir sehen wollen, und verbrauchen dabei unbewusst sehr viel Energie. Das wirft Schatten auf die Errungenschaften des Internets, die mit voranschreitender Digitalisierung künftig noch bedeutend wachsen werden. Facebook, Dropbox, YouTube und Netflix gehören heute zum Alltag, das Internet der Dinge und Cloud Computing sind auf dem Vormarsch. Die hierfür erforderliche Infrastruktur bilden riesige Datencenter auf der ganzen Welt – und die verbrauchen Energie. Mit Abstand größte Stromfresser und Kostenfaktoren: die Kühlung und Befeuchtung der Anlagen.

Europäisches Facebook Rechenzentrum    Foto: Condair Group AGEuropäisches Facebook Rechenzentrum Foto: Condair Group AGZahlen, die für sich sprechen. Etwa 5 bis 10 Prozent des Stromverbrauchs weltweit gehen auf das Internet zurück, schätzt das Fraunhofer-Institut. Ein Bedarf, für dessen Deckung 25 Atomkraftwerke benötigt würden. Die Internationale Energieagentur (IEA) ging 2014 von weltweit 14 Milliarden Geräten aus, die miteinander verbunden sind. Für 2020 rechnet die IEA mit 50 Milliarden vernetzten Devices. Zum einen sind es Endgeräte wie Laptops und Smartphones, die mit Strom betrieben werden. Der mit Abstand größte Energiebedarf entsteht jedoch in den Rechenzentren, in denen Unternehmen gewaltige Datenmengen auf ihren Servern speichern. Und genau davon wird es in Zukunft immer mehr und immer größere geben.

Zeit, zu handeln: Green IT
Es ist also höchste Zeit, sich Gedanken darüber zu machen, wie für das immer mehr digital ausgerichtete Leben weniger Energie verbraucht werden kann. Das Stichwort lautet Green IT. Der Begriff fasst alle Maßnahmen zusammen, die dazu beitragen, den Energiebedarf in den Informationstechnologien zu reduzieren. Der bei Weitem größte Hebel sind hierbei die Rechenzentren. Bis zu 50 Prozent der für deren Betrieb benötigten Energie werden für die  Kühlung und Befeuchtung der Serveranlagen aufgewendet. Besonders im Hinblick darauf gibt es gewaltiges Einsparpotenzial. Facebook ist in einem seiner Datencenter im Norden Schwedens mit gutem Beispiel vorangegangen.

Schweizer Technologie kühlt Facebook-Datencenter mit 380 Liter Wasser pro Minute
Im Jahr 2013 hat Facebook eines der effizientesten und nachhaltigsten Datenzentren der Welt im nordschwedischen Luleå in Betrieb genommen. Das Besondere: Die Server auf der 84.000 Quadratmeter großen Fläche werden mit kalter Frischluft gekühlt und mit einer besonders effizienten Technologie befeuchtet. Das Schweizer Unternehmen Condair, Weltmarktführer für Luftbefeuchtung und Verdunstungskühlung, hat alle drei Gebäude mit Dampfluftbefeuchtern ausgestattet, um die Feuchtigkeit in den Datenräumen aufrechtzuerhalten. Ohne Befeuchtung würde die Luftfeuchtigkeit auf 2 Prozent sinken. Die Folge wären enorme elektrostatische Probleme und damit der Kollaps des Datencenters.

Das Prinzip dahinter ist einfach: Sobald die kalte Außenluft in das Gebäude gelangt, wird sie mit heißer Luft aus den Datenräumen vermischt. Dadurch steigt die Temperatur, während die Luftfeuchtigkeit sinkt. Deshalb fügen 78 Sprüh- und Dampfluftbefeuchter dem Luftstrom bis zu 22.800 Liter Wasser pro Stunde hinzu – rund 163 gefüllte Badewannen. So entstehen die ideale Luftfeuchtigkeit und hinreichende Temperaturen zwischen 18 und 29 Grad Celsius für die Datenräume. Trotz der enormen Wassermengen, die die Luftbefeuchter in die Atmosphäre bringen, verbrauchen sie insgesamt nur 90 kWh Strom pro Stunde. Die dabei erzielten Energieeinsparungen sind enorm. Den benötigten Strom bezieht Facebook ausschließlich aus regenerativen Quellen. 
All das zeigt: Der digitale Lebensstil fordert seinen Tribut. Die ausufernden Folgen der fortschreitenden Vernetzung werden aufgrund ihrer Tragweite nach Lösungen verlangen – zum Vorteil von weitsichtigen und nachhaltig orientierten Unternehmen, die bereits heute innovative Technologien parat haben, um dem Energiehunger und den Millionen Tonnen an „Internet-CO2“ wirkungsvoll begegnen zu können.

Text: Manuel Speiseder, Condair Group AG, Leiter Marketing und Kommunikation, Einleitungs- und Beitragsbild und Bild unten: pixabay

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WWF ruft auf zu Klimaschutzaktion Earth Hour / Bislang 220 deutsche Städte dabei

BannerBerlin - Die weltgrößte Aktion für den Klimaschutz feiert Jubiläum: Zur zehnten WWF Earth Hour schalten am 19. März Millionen Menschen von 20:30 Uhr bis 21:30 Uhr die Lichter aus, um ein Zeichen für den Schutz des Planeten zu setzen. Wie eine Welle durch alle Zeitzonen werden viele Tausend Städte rund um den Globus ihre bekanntesten Wahrzeichen verdunkeln. In Deutschland zeichnet sich knapp sechs Wochen vor der „Stunde der Erde“ eine Rekordbeteiligung ab: Bereits über 100 Städte und Gemeinden haben ihre Teilnahme zugesichert. Unter http://www.wwf.de/earthhour informiert der WWF über die Earth Hour 2016 und gibt Tipps zur Teilnahme.

Unter dem Motto „Für einen lebendigen Planeten“ möchte der WWF die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Konsequenzen der menschengemachten Erderwärmung lenken. „Wenn wir nicht gegensteuern, wird der Klimawandel zum globalen Artenkiller“, warnt Silke Hahn vom WWF Deutschland. „Unser Planet droht seine Schönheit und Vielfalt zu verlieren. Am Ende werden auch wir Menschen die Leidtragenden sein, weil wir unsere eigenen Lebensgrundlagen zerstören.“ Tausende Tier- und Pflanzenarten drohen mit dem weltweiten Temperaturanstieg zu verschwinden. Politik, Unternehmen und Privatpersonen seien gleichermaßen aufgerufen, ihren Teil zum Klimaschutz beizutragen und so einen lebendigen Planeten zu bewahren.

Um die drängenden Probleme Klimawandel und Artensterben zu lösen, genüge ein einmaliges Licht-Aus natürlich nicht. Der WWF möchte mit der Aktion vielmehr zeigen, dass jeder einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. „Die Earth Hour ist ein Aufruf an uns alle, auch den Rest des Jahres etwas für die Umwelt zu tun. Gerade die vielen kleinen Entscheidungen im Alltag haben einen großen Einfluss“, sagt Silke Hahn. So empfiehlt der WWF zum Beispiel, öfter mal das Auto stehen zu lassen oder bei der Ernährung auf weniger Fleisch und mehr regionale Produkte zu achten. Letzteres senkt nicht nur die Emission von Treibhausgasen, sondern kommt auch der eigenen Gesundheit zugute.
Quelle: Text: WWF Deutschland/Bilder: Pixabay

Historie der Earth Hour: 
Ihren Anfang nahm die WWF Earth Hour im Jahr 2007 in Sydney, zu der mehrere Hunderttausend Australier gemeinsam das Licht ausschalteten. Seit 2008 wird die Earth Hour international gefeiert. Im vergangenen Jahr nahmen rund 7.000 Städte in 172 Ländern teil, darunter auch 227 deutsche Städte. Rund um den Globus gingen die Lichter weltberühmter Gebäude aus – wie zum Beispiel das Kolosseum in Rom, das Brandenburger Tor in Berlin oder die Christusstatue in Rio de Janeiro.

Weitere Informationen: Earth Hour + Liste der teilnehmenden Städte

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Wälder bedecken rund 30 Prozent der Fläche Deutschlands und erfüllen wichtige Funktionen: Wälder sind Lebensraum für Pflanzen und Tiere, produzieren Sauerstoff und ihre Böden reinigen das Regenwasser. Waldböden speichern aber auch Schadstoffe – und sind daher ein guter Gradmesser für die Umweltbelastung. In einer neuen, interaktiven Karte des Umweltbundesamtes (UBA) lässt sich nun recherchieren, wie hoch die Waldböden mit persistenten, organischen Schadstoffen belastet sind.

Polyaromatische Kohlenwasserstoffe, die über Jahrzehnte aus dem Stein- und Braunkohleabbau, der Mineralölindustrie oder aus Kaminen in Haushalt und Industrie freigesetzt wurden, finden sich in den Waldböden ebenso wie die seit über 30 Jahren in Deutschland verbotenen polychlorierten Biphenyle (PCB). Auch DDT – ein seit langer Zeit bereits verbotenes Insektizid, welches in Deutschland zuletzt 1985 in den Kiefernwäldern Brandenburgs gegen den Borkenkäfer versprüht wurde – lässt sich heute noch nachweisen

Die Daten sind ein Spiegelbild der Chemieanwendung und Schadstoffemissionen in beiden Teilen Deutschlands: Vor allem an alten Industriestandorten wie dem Saarland, dem Ruhrgebiet und dem Bitterfeld-Wolfener Chemiedreieck gibt es erhöhte Konzentrationen zum Teil längst verbotener Stoffe. Die gute Nachricht: An den meisten Standorten liegen die Werte unter den Vorsorgewerten der Bundesbodenschutzverordnung.

„Eine direkte Gefährdung der Bevölkerung zeigen unsere Bodenschadstoff-Daten nicht, aber wir können auch keine Entwarnung geben: Böden speichern einmal in die Umwelt entlassene persistente Schadstoffe und werden diese über Jahrzehnte nach und nach freigeben.“ sagte Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA. Das Beispiel DDT zeigt das deutlich: Hier werden Belastungen nicht nur dort gefunden, wo das Mittel versprüht wurde, sondern teilweise auch in der weiteren Umgebung.

Die neue Karte basiert auf der „Bodenzustandserhebung im Wald (BZE)“, einem Gemeinschaftsprojekt der Umwelt- und Forstverwaltungen von Bund und Ländern.
Quelle: Text: Umweltbundesamt Deutschland/Bilder: Pixabay

Hier geht's zum neuen Kartentool!

 

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