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Am 25. März 2017 löscht die Welt wieder das Licht.

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Am 24. März ist Earth Hour / 170 Länder sind dabei

Earth hourBerlin – In 60 Minuten kann ein Erwachsener 1.000 Atemzüge tun, mit dem Auto von Düsseldorf in die Niederlande fahren oder einen halben Liter Blut spenden. Oder man kann ein Stück zur Rettung unseres blauen Planeten beitragen. Wie jedes Jahr seit 2007 fordert der WWF Menschen auf allen Kontinenten auf, eine Stunde lang das Licht auszuschalten. Mit gutem Beispiel voran gehen dabei die ganz Großen: Das Empire State Building in New York, der Burj Khalifa in Dubai oder auch der Eiffelturm in Paris. In Deutschland haben sich knapp vier Wochen vor der Aktion am 24. März bereits 170 Städte und Gemeinden angemeldet.

Bei der Earth Hour geht es laut WWF darum, von 20.30 bis 21.30 Uhr die Dunkelheit sprechen zu lassen. Auch Privathaushalte ruft der WWF zum Mitmachen auf. Dieses Jahr steht die Aktion unter dem Motto „Für einen lebendigen Planeten“. Die Natur- und Umweltschützer machen damit auf das aktuelle globale Artensterben aufmerksam – das größte seit der Zeit der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren. Interessierte können sich unter www.wwf.de/earthhour rund um die globale Bewegung informieren und Tipps einholen, wie man seine Stadt anmelden, selbst mitmachen und sich über die  60 Minuten hinaus nachhaltig für die Umwelt engagieren kann.

„Im Mittelpunkt der Earth Hour steht in diesem Jahr der Erhalt der Biodiversität, also der Vielfalt des Lebens auf unserem Planeten. Die Erderhitzung treibt den schon heute dramatischen Verlust von geschätzten 1.000 Tier- und Pflanzenarten jährlich zusätzlich an. Die Menschheit  kann es sich nicht leisten, immer mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre zu blasen. Wenn wir so weitermachen wie bisher, würden wir bis 2030 zwei Planeten benötigen, um unsere Nachfrage nach Ressourcen zu decken und unzählige weitere Tier- und Pflanzenarten verloren haben. Durch die menschengemachte Klimakatastrophe werden natürliche Lebensräume zerstört und wichtige Nahrungsketten unterbrochen. Die Temperaturen steigen schneller, als es viele Erdbewohner verkraften können“, so Michael Schäfer, Leiter Klimaschutz- und Energiepolitik  beim WWF Deutschland.

Laut WWF geht es bei der „Stunde der Erde“ nicht nur darum, 60 Minuten lang das Licht auszuschalten, sondern vor allem um das Umweltbewusstsein jedes Einzelnen an jedem Tag.  Der WWF möchte den Fokus auf das Wesentliche lenken: Jeder könne im Alltag etwas zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen, beispielsweise durch einen verantwortungsvollen Konsum, indem man auf regionale und saisonale Lebensmittel achtet, weniger Fleisch isst und sich politisch für eine gesunde Umwelt engagiert.

Hintergrund:
Als erste Stadt der Welt hatte Sydney 2007 zum ersten Mal sein Wahrzeichen im Dunkeln gelassen, mehr als 2,2 Millionen australische Haushalte waren beteiligt. Immer mehr Städte auf allen Kontinenten folgten in den nächsten Jahren, mittlerweile gilt die Earth Hour als weltweit größte Umweltaktion. An einem festgelegten Tag gehen jedes Jahr um 20.30 Uhr Ortszeit für eine Stunde die Lichter aus. Den Start macht meist Samoa, ihren Abschluss findet die Aktion dann in der Regel auf den Cookinseln. Zum zehnjährigen Jubiläum 2016 blieben hierzulande bekannte Bauwerke für eine Stunde unbeleuchtet, darunter das Brandenburger Tor, der Kölner Dom und die Frauenkirche in München. In 2017 hatten sich insgesamt 323 deutsche Städte an der Earth Hour beteiligt, bis dato ein neuer Rekord.    Quelle: Text: WWF Deutschland/Bilder: Pixabay

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier!


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Tipps zum Einsparen von CO2 gibt’s jede Menge. Doch wie viel bringt welche Maßnahme tatsächlich? Hier sind die zehn Energiespartipps, die für den Klimaschutz wirklich wichtig sind.

Wäsche, Wärme, Beleuchtung: Es gibt jede Menge Möglichkeiten, CO2 zu sparen. Das Gute daran: Viele davon sind ganz einfach, senken die Lebensqualität in keiner Weise und erfordern kaum Umstellung im Alltag. Dafür sind sie enorm sinnvoll, denn in den vergangenen 150 Jahren stieg die CO2-Menge in der Atmosphäre um 40 Prozent; 9,3 Tonnen steuerte jeder Deutsche 2014 im Durchschnitt dazu bei – ein fataler Antrieb für den Klimawandel.

Doch welche Maßnahme spart wie viel CO2? Hier sind die Antworten: zehn Energiespartipps, die wirklich was bringen fürs Klima.

1. STROM VOM UNABHÄNGIGEN ÖKO-ANBIETER
Der Wechsel ist ganz einfach – und bringt enorm viel für das Klima. Ein durchschnittlicher Drei- bis Vier-Personen-Haushalt kann dadurch im Jahr bis zu 1,9 Tonnen CO2 einsparen.

FahrradWer mit dem Rad zur Arbeit fährt, fördert seine Fitness und Gesundheit.2. MIT FAHRRAD, BUS ODER BAHN ZUR ARBEIT
Wer pro Tag rund 20 Kilometer Arbeitsweg zurücklegen, spart bei einem PKW-Durchschnittsverbrauch von acht Litern auf 100 Kilometer rund 640 Kilogramm CO2 im Jahr.

3. WENIGER FLEISCH AUF DEM TELLER
Wer sich ausgewogen und fleischreduziert ernährt (oder sogar Vegetarier ist), erspart dem Weltklima rund 400 Kilogramm CO2 im Jahr.

4. KURZSTRECKENFLÜGE CANCELN
Ein einziger Hin- und Rückflug Hamburg – München verursacht 340 Kilogramm CO2. Die Bahnfahrt dauert länger, ist aber viel umweltfreundlicher.

5. BIO AUS DER REGION INS KÖRBCHEN
Beim Bioanbau wird nur etwa die Hälfte der Energiemenge benötigt, die konventionelle Landwirtschaft braucht. Bei langen Transportwegen entstehen außerdem überflüssige Emissionen: Eine Mahlzeit von 100 Gramm Spargel aus Chile verursacht allein durch den Transport 1,7 Kilogramm CO2-Ausstoß. Aus der eigenen Region zur Spargelzeit sind es nur 60 Gramm.

6. HEIZUNG RUNTERDREHEN
Keiner soll im Kalten sitzen! Aber die Absenkung der Raumtemperatur um nur ein Grad senkt die CO2-Emissionen eines Vier-Personen-Haushalts pro Jahr um rund 350 Kilogramm. Senkt man die Temperatur in der Nacht in der Wohnung generell auf 15 bis 16 Grad, spart das noch einmal knapp 300 Kilogramm CO2.

7. VOLLE MASCHINE, NIEDRIGE TEMPERATUR
Die Vorwäsche weglassen und grundsätzlich mit höchstens 60 Grad waschen – nur in Ausnahmefällen mit 95 Grad. Die meiste Wäsche wird auch bei 30 bis 40 Grad sauber. Anschließend nicht in den Trockner sondern auf die Leine. Einsparpotenzial: bis zu 330 Kilogramm CO2 pro Person und Jahr.

8. ENERGIEFRESSER IM LADEN LASSEN
Wer Neuanschaffungen macht, sollte auf die Energieeffizienz der Geräte achten: Nicht immer ist das billigste Gerät auf Dauer auch das preisgünstigste. Einsparungen bis 50 Prozent sind möglich!

9. BYE-BYE STANDBY
Standby-Schaltungen sind praktisch, weil man nicht mehr von Sofa runter muss, um Fernseher oder Stereoanlage einzuschalten. Aber die Geräte verbrauchen auch in diesem Zustand Energie – oft unnötig viel. Geräte, die keinen Ausknopf haben sollten an eine schaltbare Steckerleiste angeschlossen werden. So lassen sich pro Haushalt bis zu 300 Kilogramm CO2 sparen.

10. ERLEUCHTUNG MIT LEDS
LED-Leuchtmittel benötigt bis zu 90 Prozent weniger Energie als herkömmliche Glühbirnen. Eine Schätzung aus Großbritannien besagt: Wenn pro Haushalt nur eine normale Glühbirne gegen eine LED ausgetauscht wird, kann dafür ein (Kohle-)Kraftwerk abgeschaltet werden. 
Quelle: Text: Greenpeace/Fotos: Pixabay

AppLesen Sie dazu: die Energieführerschein-App

 

Staffelübergabe 4 x 100 Meter

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Ein nachhaltiges Megaevent - Olympia in Paris 2024
Bei 95 % der bestehenden oder temporären Austragungsorte soll eine neuartige Strategie der Reduzierung von Kohlenstoffemissionen umgesetzt werden. Damit könnte die Kohlenstoffbilanz im Vergleich zu den Olympischen und Paralympischen Spielen 2012 in London, die bisher als die nachhaltigsten Spiele in der Geschichte galten, um 55 % gesenkt werden.         

 Das Bewerbungskomitee für die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2024 in Paris (Paris 2024) hat es sich zum Ziel gemacht, die ersten Olympischen Spiele ganz im Einklang mit dem Pariser Klimaübereinkommen auszurichten. Dazu gehört eine straffe Organisation, das bestmögliche Transportsystem für Athleten und Fans sowie innovative Initiativen in Sachen Nachhaltigkeit.
Ganz im Einklang mit dem Pariser Klimaübereinkommen macht Paris 2024 den Umweltaspekt und die Strategie in Sachen nachhaltiger Entwicklung zu zentralen Elementen seiner Bewerbung. Die Umweltauswirkungen durch die Zuschauer werden dank sauberer Transportsysteme nur 40 % der Gesamtauswirkungen ausmachen. 

Olympia EinleitungsbildDas Megaevent Olympia - alles andere als nachhaltig?"0-Abfall" und andere beeindruckende Zahlen
100 % der Zuschauer werden sich in öffentlichen oder gemeinsam genutzten Transportmitteln fortbewegen, 85 % der Athleten werden weniger als 30 Minuten Fahrzeit von ihren Wettkampfstätten entfernt untergebracht sein, 100 % der genutzten Energie = grüne Energie, Bereitstellung einer Flotte „sauberer“ Busse durch das Transportunternehmen RATP, hochwertiges Schienennetz verbindet 85 % der französischen Städte mit mehr als 100 000 Einwohnern in unter 4 Stunden Fahrzeit mit Paris sowie Paris mit den wichtigsten europäischen Hauptstädten.
Die Umweltauswirkungen durch den Bau des olympischen und paralympischen Dorfes betragen dank der umweltfreundlichen Gebäude weniger als 30 % der gesamten Klimaauswirkungen. Das Dorf, das als Vorzeigebeispiel für nachhaltige Entwicklung geplant ist, soll zu 100 % mit erneuerbaren Energien versorgt werden und eine ehrgeizige „0 Abfall“-Politik umsetzen. Zudem werden die Umweltauswirkungen der Veranstaltung durch die saubere Fahrzeugflotte für die Teilnehmer der Olympischen und Paralympischen Spiele sowie durch die Nutzung der temporären Infrastrukturen während der Spiele weniger als 25 % der gesamten Klimaauswirkungen betragen.

Klimaneutrale Bewerbung
Das Bewerbungskomitee Paris 2024 strebt außerdem eine ehrgeizige Politik der CO2– Kompensation auf nationaler und internationaler Ebene an, die dank der mit dem staatlichen Finanzinstitut Caisse des Dépôts et Consignations – einem offiziellen Partner von Paris 2024 – durchgeführten Aktionen tatsächlich möglich ist. Paris 2024 könnte somit zum ersten Komitee für eine klimaneutrale Bewerbung werden. Diese Dynamik ist Teil einer strategischen Partnerschaft mit dem WWF Frankreich. Zudem will Paris 2024 die ISO 20121-Norm erreichen: Zum ersten Mal hat es sich ein Bewerbungskomitee zum Ziel gemacht, dieses internationale Zertifikat für nachhaltiges Eventmanagement zu erhalten.

Bereits 2016 hat die Stadt Paris bei Umweltinitiativen eine weltweite Vorreiterrolle eingenommen: Paris ist beim Klimaschutz führend. Es wurde von einer internationalen Fachjury als Vorzeigebeispiel für den Klimaschutz anerkannt und erhielt daraufhin vom WWF den Preis Earth Hour City Challenge.
Ebenfalls 2016 wurde die Pariser Bürgermeisterin, Anne Hidalgo, zur Präsidentin der C40 Cites Climate Leadership Group gewählt, einem Netzwerk, in dem 85 der weltweit größten Städte gemeinsam daran arbeiten, die Städte nachhaltiger zu gestalten. Und schließlich wurde Paris im Dezember 2016 mit dem C40 Cities Award ausgezeichnet und damit als eine der innovativsten Vorzeigestädte in Sachen Klimaschutz geehrt.
Darüber hinaus haben die wichtigsten Organisatoren von Sportevents in Frankreich vor kurzem eine Umweltcharta mit Paris 2024 und dem WWF Frankreich unterzeichnet. Ein weiteres Beispiel dafür, dass die Bewerbung für Olympia einen positiven Einfluss auf die Umweltpolitik Frankreichs hat.

Text: Marie de Chalup Wissenschaftliche Abteilung Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland, Bilder: pixabay

Rio EinleitungsbildVielleicht auch interessant: Olympische Sommerspiele 2016 setzen Zeichen für Meeresschutz

Passagierflugzeug fliegt dem Sonnenuntergang entgegen

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Bald wird es zum ersten Trans-Pazifischen Flug mit Biokraftstoff kommen. Den Kraftstoff liefern Wissenschaftler der University of Queensland. Dank des neuen Treibstoffs kann der CO2-Austoß signifikant reduziert werden.

Wissenschaftler der University of Queensland in Australien liefern den Kraftstoff für den ersten Biokraftstoff-Flug zwischen den Vereinigten Staaten und Austalien, durchgeführt von der australischen Airline Qantas.

Senf als Treibstoff
Angetrieben durch Brassica carinata (carinata), eine Industrie-Senfsaat und kein Lebensmittelrohstoff, soll der Flug von Los Angeles nach Melbourne Anfang nächsten Jahres stattfinden. Bei Carinata handelt es sich um Senfsamen, die am Gatton-Campus der University of Queensland getestet werden. Dr Anthony van Herwaarden, Wissenschaftler der naturwissenschaftlichen Fakultät, leitet die Saatgutversuche in Zusammenarbeit mit Agrisoma BioSciences (Agrisoma), einer in Kanada angesiedelten landwirschaftlich-technischen Firma.

„Wir können seit diesem Jahr bestätigen, dass Carinata erfolgreich in Queensland und South Australia angebaut werden kann", so Dr. van Herwaarden. „Ab 2018 werden wir den Pflanzenanbau erhöhen, um die Produktion in den folgenden Jahren zu steigern." Carinata liefert hochwertiges Öl, ideal für Luftfahrt-, Flugzeug- und Flugfeldfahrzeugkraftstoffe. Carinata wird als ‚drop-in'-Saatgut bezeichnet und bedarf keinerlei spezieller Produktionswege oder Weiterverarbeitsungsmethoden.

Senfpflanze wächst in Australien
„Das sind nicht nur aufregende Neuigkeiten für die australische Flugindustrie, sondern auch für die Farmer in den trockeneren und heißeren Regionen Australiens, in denen diese Pflanze angebaut werden kann", so Dr van Herwaarden.
Die Erntepausen der Brassica führen zu Biofumigation, welche bodenbürtigen Krankheiten entgegenwirkt und die Bodenqualität verbessert. Somit können Erosionen reduziert und der Ertrag der nachfolgenden Saat erhöht werden.Qantas und Agrisoma wollen mit australischen Farmern zusammenarbeiten, um schon bald den ersten großen Anbau des Biokrafstoffsaatguts zu beginnen.

Für die Beteiligten steht fest, dass der geplante Flug und die Pläne bezüglich des Pflanzenanbaus den Grundstein für die Entwicklung des Bioflugkrafstoffs in Australien sind. Auf Carinata basierende Kraftstoffe ermöglichen eine signifikante Reduktion (bis zu 80%) der CO2-Emissionen im Vergleich zu auf Erdöl basierende Kraftstoffe.
Auf Grundlage der bisherigen Testreihen ist davon auszugehen, dass sich das australische Klima gut auf den Anbau der Carinata auswirkt. Wichtig für Farmer ist ausserdem, dass aus dem zerdrückten Saatgut hochwertiges, reich an Proteinen und nicht genetisch modifiziertes Futter für Vieh-, Molkerei- und Geflügelbetrieb gewonnen werden kann.
Die australischen Feldversuche wurden von Dr Christopher Lambrides von der University of Queensland, Assosicate Professor Phillip Salisbury von der University of Melbourne und von Trent Potter von Yeruga Crop Research durchgeführt.

Text: Sabine Ranke-Heinemann Pressestelle Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke-Heinemann , Bilder: pixabay

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Bullauge

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Rostock - In Sachen Luftverschmutzung hat der Februar 2017 Erfreuliches zu Tage gebracht. Stuttgart wird aufgrung der hohen Feinstaubbelastung allen Dieselfahrzeugen, die älter als 15 Jahre sind, die "rote Karte" zeigen und vor die Stadtgrenze aussperren.
Fast noch beeindruckender - wenn man an die gigantische Umweltverschmutzung der Kreuzschifffahrtindustrie denkt - ist die kürzlich veröffentlichte Pressemitteilung von AIDA Cruises, die verkündet, dass im Herbst 2018 das weltweit erste Urlaubsschiff, komplett mit umweltfreundlichem Flüssigerdgas (LNG) betrieben, vom Stapel laufen wird. Im Frühjahr 2021 soll ein weiteres Schwesternschiff mit ebenfalls 180.000 Gross-Tonnage (GT) und jeweils rund 2.500 Kabinen die Flotte des Rostocker Unternehmens verstärken.

Gebaut werden die Luxusliner von der Papenburger Meyer Werft. AIDA Präsident Felix Eichhorn und Meyer Werft Geschäftsführer Bernard Meyer haben am Dienstag, 21.02.2017, den symbolischen ersten Stahlschnitt vollzogen.

Green Cruising - 100 Prozent Flüssiggas im Tank
AIDA Cruises wird mit dem Konzept „Green Cruising“ als weltweit erste Kreuzfahrtreederei ihre neue Schiffsgeneration zu 100 Prozent mit Gas betreiben können. 
„Mit dem Baustart des weltweit ersten LNG-Kreuzfahrtschiffes setzen wir nicht nur in Sachen Umweltfreundlichkeit neue Maßstäbe für die Zukunft. Dank der Weiterentwicklung des innovativen Schiffsdesigns und vieler erfolgreicher Produktinnovationen der AIDA Flotte eröffnen wir unseren Gästen zukünftig ganz neue Erlebniswelten an Bord", sagte Felix Eichhorn bei der Feier in Papenburg.

Die neue Schiffsgeneration vereint innovatives Design mit modernster Technik für noch mehr Komfort an Bord. Erfolgreich eingeführte Features der bestehenden Flotte wurden weiterentwickelt. Fantastische Erlebniswelten, wie das Theatrium, das Brauhaus, der Beach Club oder das Four Elements, aber auch ganz neue Angebote bieten eine grenzenlose Vielfalt für den Urlaub. Ein neues Kabinenkonzept bietet AIDA Gästen zukünftig noch mehr Raum für Individualität und persönlichen Service, von der Penthouse Suite über die extragroße Kabine für Familien bis hin zur Einzelkabine. Kulinarische Trends aus aller Welt, serviert in 15 Restaurants und 23 Bars, inspirieren die Gäste, an Bord Neues auszuprobieren.

Quelle AIDA CRUISES, Foto: Renderings/CGIs & Schiffsrundflug: AIDA Cruises & PARTNER SHIP DESIGN, Einleitungsbild: pixabay

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Berlin – Der NABU hat den veröffentlichten Klimaschutzplan 2050 als mangelhaft bezeichnet. Der von Umweltministerin Hendricks vorgelegte, im Kern ambitionierte Entwurf sei innerhalb der Ressortabstimmung massiv verwässert worden. 

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Die Maßnahmen sind nur vage umschrieben, der Kohleausstieg wird vorsichtshalber gar nicht genannt und von verbindlichen Zwischenzielen je Sektor ist keine Spur zu finden. Wenn das die Antwort der Bundesregierung auf die vereinbarten Ziele der Pariser Klimakonferenz ist, ist das ein schlechtes Zeugnis für die deutsche Klimapolitik. Hier klaffen internationaler Anspruch und im eigenen Land gelebte Wirklichkeit weit auseinander.“ International habe die Bundesregierung beim G7-Gipfel in Elmau wie auch in Paris Akzente gesetzt. Jetzt verweigere sie sich der Einsicht, dass die vereinbarten Ziele auch in Deutschland umgesetzt werden müssen. „Offensichtlich wurde aus dem Entwurf des Bundesumweltministeriums vor allem eine Streichliste für die anderen Ressorts“, so Miller. 

Nicht nur im Energiesektor enttäuscht der Klimaschutzplan, auch im Gebäudesektor mit den extrem langen Investitionszyklen sind kurzfristige wirksame Maßnahmen nicht zu finden, auch wird kein Zeitplan definiert, ab wann Gebäudewärme ohne fossile Energien erzeugt werden muss. Besonders zynisch: Im Verkehrsbereich stellt der Klimaschutzplan die richtige Diagnose, versteckt sich dann jedoch weitgehend hinter Maßnahmen auf EU-Ebene, die gleichwohl bisher meistens von deutscher Seite abgeschwächt wurden. Kein Wort verliert der Plan über den Bundesverkehrswegeplan 2030, der derzeit auf Infrastrukturseite die hohen Emissionen des Verkehrs für die nächsten Jahrzehnte zementieren wird. Der Einstieg in eine dringend notwendige Verkehrswende ist nicht erkennbar.

Unverständlich ist für den NABU auch, dass eine Empfehlung für weniger Fleischkonsum gestrichen wurde. Der Agrarbereich muss dringend klimafreundlicher und naturverträglicher werden. Wenn Deutschland und die EU nicht gegensteuern, würde der Agrarsektor nach aktuellen Schätzungen bis zum Jahr 2050 rund ein Drittel der Treibhausgase der EU ausstoßen – und zum echten klimapolitischen Sorgenkind werden.

„Offensichtlich hat der Klimaschutz nun auch den Vorwahlkampf erreicht. Vermutlich haben die Parteien der Großen Koalition Angst, dass sie mit ernst gemeinten Klimazielen Wähler verschrecken. Der Klimaschutzplan ist mild und mutlos formuliert. In seiner jetzigen Form wird er keine Wirkung haben und bleibt weiter hinter dem zurück, was tatsächlich nötig wäre, um das im Pariser Klimaschutzabkommen formulierte Zwei-Grad-Ziel zu erreichen“, so Miller weiter. 
Quelle: Text: NABU/Bilder: Pixabay

Weitere Informationen: 
Zum Hintergrund des Klimaschutzplans 2050
Zum Hintergrund des Klimaschutzplans 2050

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Kaffeekapselwerbung kann tatsächlich gefährlich sein. Vielleicht bringt auch das kleine Filmchen Mr. Georg Clooney ein wenig zum Nachdenken. Einerseits engagiert sich der Hollywood-Start für Umweltschutz und unseren Planeten Erde. Andererseits ist er nach wie vor gerne bereit für einen Kaffeekapselgiganten als Werbefigur zur Verfügung zu stehen.

 

 

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