CoverGrüße aus Fukushima ist ein eindringliches Drama über eine junge Deutsche, die nach Fukushima reist, um dort notbedürftigen Menschen zu helfen. Nach acht Jahren (Kirschblüten – Hanami) drehte Doris Dörrie für ihren neuesten Film zum zweiten Mal in Japan, diesmal an den Originalschauplätzen der Katastrophe von 2011, in der Provinz Fukushima, und in Tokio. Start in den deutschen Kinos ist am 10. März.

Handlung:
Die junge Deutsche Marie (Rosalie Thomass) reist auf der Flucht vor ihren zerplatzten Lebensträumen für die Organisation Clowns4Help in die Präfektur Fukushima. Zusammen mit dem Clown Moshe (Moshe Cohen) will sie den überlebenden Opfern der Dreifachkatastrophe von 2011, die auch Jahre später immer noch in Notunterkünften leben, ein wenig Freude bringen. Bald muss sich Marie jedoch eingestehen, dass sie für diese Aufgabe überhaupt nicht geeignet ist. Doch bevor sie erneut davonläuft, beschließt Marie ausgerechnet bei der störrischen, alten Satomi (Kaori Momoi) zu bleiben, der letzten Geisha Fukushimas, die auf eigene Faust in ihr zerstörtes Haus in der Sperrzone zurückziehen will. Zwei unterschiedliche Frauen, die beide in ihrer Vergangenheit gefangen sind und lernen müssen, sich von ihren Erinnerungen zu befreien.

FukushimaZur Person und der Entstehung des Films:
Doris Dörrie ist eine deutsche Regisseurin, Schriftstellerin und Filmproduzentin und arbeitet als Professorin für Angewandte Dramaturgie und Stoffentwicklung an der Hochschule für Fernsehen und Film in München.
Seit Anfang Mai 2015 drehte die Filmemacherin Doris Dörrie in Japan ihren neuesten Film "Grüße aus Fukushima". Die Protagonisten sind keine Schauspieler sondern real betroffene Bürger der Präfektur Fukushima. Insgesamt leben 125 000 Menschen noch immer in Wohncontainern, weil das Speergebiet rund um den Unglücksreaktor nach wie vor unbewohnbar ist. Die Strahlenbelastung ist einfach zu hoch. 

Doris Dörrie in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung vom 9./10. Mai 2015: „Fukushima hat uns geholfen, aus der Kernenergie auszusteigen. Aber Japan tut so, als sei nichts passiert. Im Winter heizen sie die Häuser auf 24 Grad. Im Sommer kühlen sie sie runter auf 16 Grad. Und sie lassen die Autos ständig laufen." Die Flüchtlinge in den Containern würden im Stich gelassen,so die erfolgreiche Filmemacherin.
Quelle: Text: lin/Presseportal Deutschland/Bilder: filmstarts.de

Wir von ichtragenatur.de finden Dörries Idee, über die heimatlosen Menschen einen Film zu machen, sehr, sehr gut. In Japan ist bis jetzt noch niemand auf die Idee gekommen, den Gestrandeten einen Film zu widmen.

Trailer zum Film: 

Hier eine künstlerisch-malerische Auseinandersetzung mit dem Thema