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Zum Weltkindertag am 20. November, dem Jahrestag, an dem die UN-Vollversammlung die Kinderrechtskonvention von 1989 verabschiedete.
Sie gehört zu den deutschen Supermodels und hat auf internationalen Laufstegen Karriere gemacht zum Beispiel in London, New York, Paris oder Mailand. Außerdem arbeitet Eva Padberg seit einigen Jahren erfolgreich als Sängerin, Schauspielerin und Moderatorin. Trotzdem ist die 36-Jährige alles andere als abgehoben und engagiert sich gerade für die, die weitab von Glitzer und Glamour ihr Leben fristen müssen: Seit 2006 unterstützt die gebürtige Thüringerin die Arbeit des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen UNICEF und hat seitdem zahlreiche Projektreisen nach Burkina Faso, Südafrika und Georgien gemacht.
 
Eva Padberg liegen Kinder besonders am HerzenEva Padberg mit Schülern der Kau Kul Grundschule im Kampong Siem District in Kambodscha.
© UNICEF Deutschland/Claudia BergerEines liegt ihr dabei besonders am Herzen: die Kampagne „Schulen für Afrika". Um sich vor Ort ein Bild zu machen, besuchte sie 2006 Schulklassen in Ruanda. Über die Kampagne und die Arbeit von UNICEF sagt sie:
„Das schönste Lächeln der Welt habe ich nicht auf den Laufstegen in Mailand oder Paris gesehen, sondern beim Besuch von UNICEF-Projekten in Ruanda. Die Mädchen dort freuen sich, weil sie in die Schule gehen dürfen.“

Seit Dezember 2012 darf sich das 1,79 Meter große Top-Model UNICEF-Botschafterin nennen. Ihre erste Projektreise seit ihrer Ernennung führte sie im März 2013 nach Kambodscha, ein Land, in dem nur jeder zweite Mensch Zugang zu sauberem Trinkwasser und nur jeder Vierte Zugang zu sanitären Anlagen hat. Im Rahmen der Kampagne „Wasser wirkt“ setzt sich die Hilfsorganisation in dem südostasischen Königreich für sauberes Trinkwasser und Hygiene ein. 

Neben ihrer ehrenamtlichen Arbeit für UNICEF ist die blonde Deutsche auch bei TransFair aktiv. Eva Padberg unterstützt den gemeinnützigen Verein, der unter anderem das Fairtrade-Siegel vergibt, seit 2008. Zwischen November 2008 und dem Sommer 2009 machte die Mentorin der Model-Castingshow „Das perfekte Model“ im Rahmen der gemeinsamen Kampagne von UNICEF und TransFair "Stoppt Ausbeutung" auf das Thema ausbeuterischer Kinderarbeit, insbesondere in der Baumwoll- und Textilindustrie, aufmerksam.

Eva Padberg setzt sich für sauberes Wasser ein.Eva Padberg trinkt Wasser aus einer Filteranlage in der Gemeinde Pothiban in Kambodscha.
© UNICEF Deutschland/Claudia BergerAuch nach Abschluss der Kampagne blieb „Fairer Handel“ für sie ein wichtiges Anliegen: Im Vorwort des TransFair-Jahresberichtes 2009/10 forderte sie beispielsweise zum Kauf von Fairtrade-Produkten auf: „Wir haben die Möglichkeit, die Welt gerechter zu gestalten, indem wir als Kunden im Geschäft nachfragen, woher die Waren stammen und zu welchen Bedingungen sie gehandelt wurden. Ich bin froh, dass ich mit meiner Entscheidung, was ich einkaufe, einen Beitrag dazu leisten kann." 
Für den deutschen Versandhandel OTTO hat Eva Padberg bereits einige Male in "fair fashion" posiert und nahm für die „faire Sache“ sogar die Herausforderung als Designerin an. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Musiker und Produzenten Niklas Worgt (DJ Dapayk), entwarf sie im Juni 2010 für das Kölner Fairtrade-Modelabel armedangels das T-Shirt „Two Hearts–One Rhythm“, um ein Zeichen gegen Ausbeutung, Umweltverschmutzung und Kinderarbeit zu setzen. Das in puristischer, schwarz-weiß Optik gestaltete T-Shirt besteht aus Fairtrade Bio-Baumwolle und hat einen ökologischen Druck, der auf Wasserbasis basiert. Laut Firmen-Website ist das Shirt mittlerweile bereits ausverkauft. 

Zudem setzt sich die Moderatorin der Sendung „InStyle – das TV-Magazin“ für zahlreiche karitative Projekte wie das SOS-Kinderdorf und die Ronald-McDonald-Stiftung ein und unterstützt „Die Chancenstiftung – Bildungspaten für Deutschland“. 

Eva Padberg engagiert sich für die Jugend.Eva Padberg vergibt 2014 einen Preis an Junior Botschafter in der Frankfurter Paulskirche.
© UNICEF DT/2014/VielzAuch eines ihrer jüngeren Engagements galt der Jugend und deren Zukunft auf dieser Erde: Im März 2013 läutete Eva Padberg den Endspurt zu einer gemeinsamen Initiative von UNICEF und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ein: Jugendliche sollten ihre Ideen und Meinungen für eine bessere Welt auf www.WorldWeWant.de veröffentlichen und über ihre Vorstellung von einer gerechteren Zukunft diskutieren.

Die Internetplattform ist Teil der weltweiten Befragung über die neuen Ziele der Vereinten Nationen. Diese sollen die Millenniumsentwicklungsziele nach 2015 ablösen. Die Ergebnisse daraus fließen in die Diskussionen über die neuen Entwicklungsziele für eine bessere Welt mit ein. Auch dabei hat Eva Padberg die Jugendlichen unterstützt. „Wenn viele gemeinsam von einer besseren Zukunft träumen, ist das der Anfang für Veränderungen in der Wirklichkeit“, sagt Eva Padberg.
Quelle: Text: Linda Fischer/Bilder: UNICEF

Im November 2013 zerstörte der Wirbelsturm Haiyan auf den Philippinen ganze Landstriche. UNICEF-Botschafterin Eva Padberg hat die schwer beschädigte Stadt Tacloban besucht. Sie berichtet von bewegenden Begegnungen mit Taifun-Opfern und von der erfolgreichen Nothilfe durch die UNICEF-Mitarbeiter vor Ort:

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Mann im Grünen    Alternativer

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Heute, am 03.11.2016, ist "Weltmännertag". Aus diesem Anlass bringen wir ein Beispiel, wie sich "Mann" mit allem, was er hat, für mehr Nachhaltigkeit einsetzt. Viel Spaß! 

Viele Menschen versuchen in ihrem Alltag nachhaltiger zu leben. Manche, na sagen wir, sehen das Ganze, ein bisschen zu verbissen.  

Auszug aus einem Tagebuch:
Inhaber der Seiten: Bekennender Markenfetischist, männlich, lebt mit seinem Kater Julius in einer deutschen Großstadt.
Viel Spaß!
 
Sonntag
Ziehe mir mit Julius eine DVD rein. Kult aus den 80ern. Terminator. Traumhaftes Bild auf meinem neuen 46 Zoll Flat. Arnold Schwarzenegger in seinen besten Zeiten. Schön aufgepumpt. Gefühlte fünf Worte bilden seinen Wortschatz. Julius zieht eine Mütze voll Schlaf in seinem Designerkörbchen von Colani vor. Ich finde Arnie einfach klasse.
 
Montag
Gerade habe ich im Radio gehört, dass der Ex-Gouverneur von Kalifornien, Schwarzenegger, bei einer Rede gesagt haben soll, Klimaschutz sei sexy. Arnie hat´s einfach drauf. Spontan bekenne ich mich zu der neuen Idee. Marschiere an vorderster Front einer neuen, quasi sexuellen Revolution entgegen.
Jeder Tag kann nachhaltig seinErste Handlung im neuen "nachhaltigen" Leben - FahrradfahrenErste Handlung: Lasse mir über ein Online-Versandhaus ein T-Shirt drucken mit dem Slogan: „Ich bin sexy, weil ich das Klima schütze.“ Sprinte in den Keller und schleppe mein verstaubtes Fahrrad nach oben. Julius glotzt ungläubig auf die quietschende Fahrradpumpe, während ich mehr Luft in meinen Bizeps als in meine Reifen presse. Gleich darauf geht es in die Redaktion.
 
Wow! Fahrradfahren macht richtig Spaß. Natürlich fahre ich abseits der Hauptstraße und natürlich verfahre ich mich.
Später meint mein Chef, was denn mit mir los sei, ich sei noch nie zu spät zur Arbeit erschienen. Ich, noch völlig außer Puste und verschwitzt, entgegne, dass alles in bester Ordnung sei und Klimaschutz das eine oder andere Opfer von uns abverlangen würde. Mein Chef ringt jetzt ebenfalls nach Luft.
Fühle mich wie neugeboren. Den restlichen Tag bin ich mehr damit beschäftigt, mir meinen persönlichen Aktionsplan auszudenken, als mich auf meine Arbeit zu konzentrieren.
 
Dienstag
Gestern Abend ist Marie mit einer selbstgemachten Ananastorte vorbeigekommen, „die ich doch so gerne mag". Jedenfalls bis gestern. Musste ihr erklären, dass Unmengen von CO2 in die Luft gepustet werden auf dem Weg vom Anbaugebiet der Ananas in Zentralamerika bis zu uns in das Supermarktregal.
Anschließend war sie ein bisschen beleidigt. Heute ist sie die Erste im Bad. Ich klopfe und frage, ob es nötig sei, dass während des Haarewaschens das Wasser weiterlaufen müsse. Maulen aus der Duschkabine. Gerade die Morgentoilette steht bei mir ganz oben auf meinem Aktionsplan. Hier gibt es genügend Einsparpotenzial. Beispiel Rasur. Momentan Vier-Tage-Bart. Überlegung: Rasierapparat frisst Energie. Deswegen nur noch einmal die Woche das Gerät einschalten. Bevor ich noch über meine Dusche nachdenken kann, fällt mir ein, dass ich los muss. Sollte heute vielleicht mal wieder pünktlich sein.
 
Mittwoch
Julius nachhaltige WocheJulius hat das vegetarische Futter "ordentlich gestrichen" sattJulius kaut etwas unmotiviert auf seinem neuen Katzenfutter rum. Gestern habe ich im Internet gelesen, dass die kleinen Tiger wahre CO2-Verursacher sind, rechnet man die Herstellung des Futters, den verursachten Müll und die Sauberhaltung des Katzenklos mit rein. Julius hat das Rumbeißen auf seinem ersten vegetarischen Futter unterbrochen und schaut mich vorwurfsvoll an. Wahrscheinlich kann er Gedanken lesen.
Schlüpfe mit meiner stahlharten Männerbrust in mein neues T-Shirt. Draußen regnet es. Fahre mit der Tram. Viele der Fahrgäste schauen auf mein Hemd und lächeln. Na also. Wirkt! Hier kommt „Hero Man of Climate“. Während ich noch in meinem selbst erfunden Comic schwelge, verpasse ich meine Haltestation. Chef meint, wenn ich so weitermache, sollte ich mir nicht über das Klima Gedanken machen, sondern eher über meinen Job, weil ich bald keinen mehr haben würde. Ich bin tiefenentspannt und weiß, wahre Helden müssen sich ab und zu Herausforderungen stellen.
Höhepunkt des Tages: Ich halte spontan in unserer Kantine ein Referat über den völlig geisteskranken Fleischkonsum der Industrienationen und die damit verbundenen Auswirkungen auf das gesamte Klima auf unserem Planeten. Tosender Beifall von einer Gruppe von Küchenhelfern aus Rumänien. Meine Kollegen wollen lieber das Thema unter sich ausdiskutieren.
 
Donnerstag
Seit gestern hält es Julius nicht mehr lange in der Wohnung aus. Spielt den Beleidigten und beachtet mich gar nicht mehr. Wahrscheinlich geht er hinaus, Mäuse jagen. Auch gut. Wird wenigsten die Regionalität gefördert. Bei dem Gedankenspiel kommt mir eine Idee. Ich gehe zu meinem Metzger und frage ihn, woher das Rindfleisch eigentlich komme. Am Anfang schaut er mich etwas fragend an. „Ach so, Sie sind es Herr Brommer. Ich hab Sie gar nicht erkannt wegen des Bartes.“ Das Fleisch komme von einem nahegelegenen Hof. Das ist mir zu wenig Info. Ich will wissen, wie viel Kilometer der Hof weg ist und wie das Rind mit Vornamen geheißen hat. Tja, das war´s dann. War mal mein Metzger. Als ich den Laden verlasse, ruft mir der Chef noch hinterher, ich solle lieber an Sojawürstchen rumlutschen.
Abends sitze ich bei Kerzenlicht und schaue alte Fotoalben an. Spart Energie und ist mal wieder richtig schön. Bin heute nicht so gut drauf. Auf meine Lieblingsserie „Sex and the City“ zu verzichten, ist echt hart. Julius glotzt demonstrativ den ganzen Abend in die Wohnzimmerecke.
 
Freitag
Heute Vormittag eine Rundmail verfasst mit dem Aufruf, dass jede Kollegin beziehungsweise jeder Kollege doch bitteschön über das Wochenende seinen Computer und das Licht ausschalten möge. Ja, Klima-Held zu sein, ist nicht immer einfach.
Nach der Arbeit treffe ich Marie im Park. Sie wolle mit mir reden. Wir kaufen am Kiosk noch zwei „Latte to go“. Meinen lasse ich in mein mitgebrachtes Senfglas füllen. Das habe ich mal bei einem Amerikaner im Fernsehen gesehen. Spart eine Menge Müll. Marie scharrt unruhig mit den Füßen. Sie kommt sofort zur Sache. Ich hätte mich die letzten Tage stark verändert. Ich sei nicht mehr normal vor lauter Klima schützen.
„Alex, du riechst nicht mehr ganz frisch. Du solltest mal wieder unter die Dusche und außerdem, was soll das mit dem Bart? Lässt Du Dir jetzt einen Vollbart wachsen? Du bist doch total abgedreht!“ Ich lache, habe gar nicht richtig zugehört und frage sie, ob sie wisse, wie viel CO2 man beim Sex erzeuge?
Das war´s dann. Sechzehn Monate futsch. Bevor sie geht, zeigt sie mir noch den Autofahrergruß.
 
 Samstag
Kuh nachhaltige WocheKommt die Milch von Elsa, Sigi oder Margit?Heute komme ich überhaupt nicht auf die Beine. Liege mit einem Kopf im Bett, als hätte ich einen Riesenkater. Julius ist diese Nacht nicht nach Hause gekommen. Klimaschützen ist doch nicht so sexy.
 Irgendetwas läuft falsch. Mein Kater mutiert langsam zur Wildkatze, meine zweibeinige Katze ist auch weg und mein Chef läuft einen persönlichen Feldzug gegen mich. Ich stehe auf, mache mir ein Müsli mit der Milch vom Bauern Gottfried, der ist Luftlinie zirka drei Kilometer von mir entfernt. Ob jetzt die Milch von Elsa, von Sigi oder Margit kommt, ist mir völlig egal. Ich habe heute schon genug Klima gerettet.
 
Bilder: pixabay
Vielleicht Lust auf "grüne Themen durch die Glossenbrille betrachtet" - gibt es nur bei uns         . Viel Spaß!

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Vom 5. Oktober 2016  bis zum 8. Januar 2017 werden im zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig – Leibniz-Institut für Biodiversität die 90 Siegerbilder des internationalen und größten deutschen Naturfoto-Wettbewerbs „Glanzlichter 2016“ gezeigt. Dieser wird seit 1999 jährlich ausgeschrieben und vergibt in acht verschiedenen Kategorien Geld- und Sachpreise im Wert von etwa knapp 30.000 Euro.        

„Dramaturgie des Himmels -Wolkenhimmel über West-Island“   Copyright Foto: Thomas Kolenbrander„Dramaturgie des Himmels -Wolkenhimmel über West-Island“ Copyright Foto: Thomas Kolenbrander„Glanzlichter der Naturfotografie 2016 im Museum Koenig in Bonn
Teils bizarre, teils schöne Bilder, die teilweise schon an Werke der bildenden Kunst erinnern, wecken insbesondere bei unsere jüngeren Besucher den Wunsch, die Natur zu schützen“ begründete Prof. Dr. Wolfgang Wägele in seiner Begrüßungsrede das Museum Koenig als Ausstellungsort.
„Die Jury bestehend aus Viola Brandt, Andreas Klotz und mir musste nach der Wahl des Gewinnerbildes für den Fritz Pölking-Award durch Gisela Pölking die 21.654 Bildeinsendungen aus 38 Ländern  bewerten. Eine aufwändige Prozedur vor einem großen Monitor“ erläuterte Mara Fuhrmann vom Projekt »natur und fotografie«, das seit 17 Jahren den internationalen Naturfoto-Wettbewerb »Glanzlichter« veranstaltet. „Eine digitale Überarbeitung ist beim Wettbewerb nur in bestimmten Grenzen erlaubt, die Einhaltung der Auflagen wird von uns anhand der RAW-Dateien kontrolliert“ ergänzte Udo Höcke, ebenfalls vom Projekt »natur und fotografie«. 

Die Ausstellung wird während der regulären Öffnungszeiten gezeigt. Es wird kein gesonderter Eintritt erhoben. Der  zur Ausstellung gehörige Katalog im Hardcover-Format von 21 x 30 cm umfasst auf 136 Seiten die 87 Siegerbilder sowie ein Grußwort der Schirmherrin Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Das durchgehend farbig illustrierte Werk ist für 20,- Euro auch an der Museumskasse erhältlich.
Der Gesamtgewinner (Allover-Winner) Thomas Kolenbrander aus Deutschland wurde mit seinem Bild „Dramaturgie des Himmels -Wolkenhimmel über West-Island“ aus 21.654 Bildeinsendungen ausgewählt. Der Naturfoto-Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltminister Barbara Hendricks und unter dem Patronat des DVF. Die Glanzlichter-Sponsoren aus der Fotoindustrie stellen die Preise im Gesamtwert von € 28.000 zur Verfügung.
Auf der Fahrt zum Nationalpark þingvellir sah Kolenbrander einen außergewöhnlichen Wolkenhimmel im Westen Islands. Leider war weit und breit kein passendes Motiv zu sehen, mit dem er den Himmel hätte kombinieren können. Nach einigen Kilometern weiterer Fahrt hatte er Glück, weil eine hübsche Hügelkette auftauchte. Endlich war eine gute Komposition möglich. Wohlwissend, dass solche Wolkenkonstellationen nicht ewig andauern, rannte Kolenbrander über das Gelände auf einen Zaun zu, weil er diesen nicht in das Bild einbeziehen wollte. Am Zaun angekommen konnte er noch einige schöne Aufnahmen machen, bevor der Zauberhimmel wieder verflogen war.
Das diesjährige Siegerbild wurde von der Jury einstimmig gewählt. Es ist in 18 Jahren „Glanzlichter“ Naturfoto-Wettbewerb erstmals ein Landschaftsfoto. Und es ist erstmalig ein Schwarz-Weiß-Bild.

Jedes Jahr werden zwei Sonderpreise werden ausgelobt: Der „Fritz Pölking-Award“ und der „Junior Award“.
In diesem Jahr gewann Heinz Buls aus Deutschland den Fitz Pölkin-Award mit dem Bild „Großangriff Buntspecht und Eichelhäher“ Pfaffenhofen, Bayern, Deutschland. Dieser Preis wird zu Ehren von Fritz Pölking vergeben, dem bekanntesten deutschen Naturfotografen, der über Jahrzehnte der Naturfotografie mit seinen Ideen, Beiträgen und Fotos entscheidende Impulse gegeben hat. Das Gewinnerbild wird von seiner Witwe Gisela ausgewählt, die selbst Naturfotografin ist.

Gewinnerbild Fitz Pölking-Award : „Großangriff Buntspecht und Eichelhäher“ Foto Copyright: Heinz Buls Gewinnerbild Fitz Pölking-Award : „Großangriff Buntspecht und Eichelhäher“ Foto Copyright: Heinz Buls

Kamera fängt Vogelkampf ein
Buls fotografiert schon seit acht Jahren vor allem in den Wintermonaten verschiedenste Vogelarten in einem schwer zugänglichen Brachgelände, das von einem breiten Wassergraben umgeben ist. Dieses kleine Naturparadies liegt in der Nähe seines Wohnortes.
Im schneereichen Winter 2013 beobachtete er aus dem Tarnversteck heraus einen Buntspecht, der an einer morschen, abgebrochenen Birke herumhämmerte. Ein Eichelhäher, der diesen Stamm schon länger als Ansitz in Anspruch nahm, war mehr als empört über diesen Eindringling. Nach mehreren Drohkrächzern flog er den ersten Scheinangriff gegen den Specht, der aber völlig unbeeindruckt blieb. Die Kamera hatte Buls inzwischen voll auf diesen Schauplatz eingerichtet, doch der Specht alleine war noch kein so außergewöhnliches Fotomotiv, so hoffte er auf den Häher. Nach kurzer Ruhezeit flog der Eichelhäher diesmal ohne Vorankündigung einen erneuten Angriff. Doch trotz des deutlichen Größenunterschiedes ließ sich der Buntspecht nicht beirren, er hielt zur Verteidigung seinen kräftigen Schnabel dem Angreifer wie eine Speerspitze entgegen. Mehrere Großangriffe folgten, jedoch ohne Feindberührung.
Dann gab der Eichelhäher auf, flog auf den Boden, holte sich noch ein paar Körner und verschwand mit lautem Gekrächze. In diesen spannenden Momenten mit viel Adrenalin hatte Heinz nicht mal mehr bemerkt, wie kalt es an diesem Tag war. Und erst jetzt hatte er Zeit auf das Display der Kamera zu blicken, ob der Autofokus ihn nicht im Stich gelassen hatte. Mit zwei gelungenen Szenen war er mehr als zufrieden, denn dieses Schauspiel hat sich, wie so oft in der Naturfotografie, nie mehr wiederholt.
Begründung von Gisela Pölking

Aufgaben des zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig
Die wissenschaftlichen Untersuchungen des zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig (Leibniz Institut für Biodiversität der Tiere) dienen dem Erhalt der Biodiversität. Insbesondere weil nur ein Bruchteil der existierenden Arten heute bekannt ist, drängt die Zeit, Methoden zu entwickeln, mit denen schnell und effizient Arten im Gelände bestimmt werden können. Näheres unter www.zfmk.de
Die 88 Institute der Leibniz-Gemeinschaft erforschen drängende Probleme unserer Gesellschaft (z.B. Klimawandel, Volkskrankheiten, Bildung etc.), stellen wissenschaftliche Infrastrukturen zur Verfügung und beraten Politik und Gesellschaft auf Basis ihrer Forschungsergebnisse. Näheres unter www.leibniz-gemeinschaft.de

Sabine Heine Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Stiftung Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig, Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere , Bilder unbeschriftet: pixabay

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Fotomodell Barbara Meier

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Fotomodell Barbara Meier wird WWF-Projektbotschafterin Geisternetze / In Sommersaison 5 Tonnen alter Fischernetze aus der Ostsee geborgen

Barbara Meier beim WWF als BotschafterinBarbara Meier beim WWF als BotschafterinDas WWF-Projekt zur Geisternetzbergung aus der Ostsee erhält prominente Unterstützung: Fotomodell und Schauspielerin Barbara Meier unterstützt den WWF als Projektbotschafterin. „Meere sind  viel mehr als Erholungsorte oder traumhafte Kulisse, wir müssen unsere Meere besser schützen und die Vermüllung des Ozeans mit Plastik stoppen“, sagt Barbara Meier. Schätzungsweise 10 Prozent des  Kunststoffmülls in den Weltmeeren bestehen aus verlorengegangenem Fischereigerät, sogenannten Geisternetzen. Allein in der Ostsee  gehen jährlich bis zu 10.000 Fischernetze oder Netzteile verloren.

Barbara Meier wird den WWF künftig dabei unterstützen, das Thema Geisternetze verstärkt in die Öffentlichkeit zu bringen. Zunächst hat sie sich bei einer WWF-Bergungsausfahrt mit Fischkutter  und einem Tauchgang vor Rügen selbst ein Bild gemacht. „Wir sind zu einem Wrack getaucht, an dem sich Geisternetze verfangen haben. Teilweise war der Schiffsrumpf regelrecht eingewickelt in alte Kunststoffnetze, das war auch bei wenig Sicht gut zu erkennen“, schildert Barbara Meier die Eindrücke ihres ersten Tauchgangs in der Ostsee.

Auch die anschließende Bergung von drei frei am Grund  liegende Netzen hat die Schauspielerin beeindruckt. Die Position der Netze wurde mit Bojen markiert, vom Fischkutter aus mit einer Hakenkonstruktion angesteuert und die Netze über die Winde an Bord gehievt. „Es ist aufwändig die Geisternetze aufzuspüren und sie vom Meeresboden hochzuziehen, aber es ist ein gutes Gefühl, dass wir die Ostsee heute ein bisschen sauberer gemacht haben“, so Meier. Ihre Verbundenheit zu Meer erwachte schon in Kindertagen. „Ich habe mir als Kind oft Walgesänge angehört und war fasziniert von der geheimnisvollen Welt des Meeres. Und klar ist auch, Plastikabfall in jeder Form schadet der Unterwasserwelt“.

Insgesamt hat der WWF in dieser Bergungssaison fünf Tonnen Geisternetze vor den Küsten Rügens und Usedoms geborgen. 
Quelle: Text; WWF Deutschland/Bild: Thomas Macholz/WWF

Eva PadbergÜber weitere Promis im Einsatz für den Umweltschutz lesen Sie hier!

Filmtipp: Leonardo DiCaprio - Before the flood

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Der National Geographic Channel zeigt "Leonardo DiCaprio: Before the Flood" von Martin Scorsese, Leonardo DiCaprio und Fisher Stevens am 30. Oktober um 21.00 Uhr. Die Oscar-Preisträger machen auf die Umweltzerstörung aufmerksam und sensibilisieren die Bevölkerung für praktische Lösungsansätze. Der Dokumentarfilm wird in insgesamt 171 Ländern und 45 Sprachen ausgestrahlt.

München - Wie schlimm steht es wirklich um den blauen Planeten? Wie können Naturkatastrophen verhindert werden? Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um den Umweltschutz liefert der neue Dokumentarfilm der Oscar-Preisträger Leonardo DiCaprio, Martin Scorsese und Fisher Stevens. Der National Geographic Channel begleitet DiCaprio auf seiner Mission in "Leonardo DiCaprio: Before the Flood" am 30. Oktober um 21.00 Uhr.

Status quo: Die Klimakrise
In "Leonardo DiCaprio: Before the Flood" begibt sich der Hollywoodstar auf eine Reise rund um die Erde, um den Zuschauern die direkten Auswirkungen der Klimakrise deutlich vor Augen zu führen. Der Mensch hat den unberührten Landschaften von Grönland bis nach Indonesien unwiderruflichen Schaden zugefügt. Ein wahrgewordenes Horrorszenario: Bedrohte Tierarten sterben aus, das Klima spielt verrückt und Ureinwohner kämpfen um ihr Überleben.

Es geht aber nicht darum, den Status quo anzuprangern. Vielmehr sucht der Film nach Lösungsansätzen, die die Erde retten können. Kurz vor den US-Wahlen soll der Dokumentarfilm die Wähler auch für einen Kandidaten sensibilisieren, der den Umweltschutz zu einer Priorität macht. Dafür schenkt DiCaprio nicht nur berühmten Persönlichkeiten wie dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama, Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moon und Papst Franziskus Gehör. Er lässt auch Naturschützer, Wissenschaftler und Aktivisten aus Industriestaaten und Entwicklungsländern zu Wort kommen - allesamt Menschen, die sich für den Umweltschutz engagieren.

Eine klare Botschaft
Für DiCaprio ist der Klimawandel die elementarste Bedrohung der Erde: "Wir müssen zusammenstehen und gemeinsam Taten fordern. Davon hängt unser Überleben ab. Dieser Dokumentarfilm zeigt die Auswirkungen des Klimawandels und mögliche Lösungen, ohne dass Informationen von Personen verfälscht werden, die an fossilen Brennstoffen verdienen."

"Leonardo DiCaprio: Before the Flood" dient als Warnschuss: Die Dokumentation soll die Menschen dazu bewegen, den Klimaschutz an erste Stelle zu stellen. Auch der Oscar-prämierte Dokumentarfilmer und Co-Produzent Fisher Stevens hofft, dass die Bürger erkennen, wie wichtig jeder einzelne angesichts des Klimawandels ist.

Der Dokumentarfilm ist eine Produktion von RatPac Documentary Films, Appian Way und Insurgent Media. Er wurde von Leonardo DiCaprio, Brett Ratner, Fisher Stevens, Jennifer Davisson und Trevor Davidoski produziert. Martin Scorsese fungierte als ausführender Produzent.
Quelle: Text: Presseportal Deutschland/Einl.bild: Pixabay

Sendetermin:
"Leonardo DiCaprio: Before the Flood" am 30. Oktober um 21.00 Uhr auf National Geographic Channel
Wahlweise im englischen Original oder der deutschen Synchronfassung

ErdeSehen und hören Sie dazu "Leo" mit seiner leidenschaftlichen
Rede vor den Vereinten Nationen

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Viele Umweltkatastrophen geraten heute im Zeitalter der schnellen "News" in Vergessenheit oder finden überhaupt nicht Einzug in die Medien. So war es mit der Chemiekatastrophe in Kolontàr, Westungarn.
Das Bild Kolontàr (siehe obern, 1,90 m x 0,90 m Akryl/Paste/Leinwand) des Kunstmalers und Herausgebers unseres Magazins, Florian Simon Eiler, hält die Erinnerung an das Unglück wach.
Hintergrund:
Genau vor sechs Jahren, am 04.10.2010, brach ein Auffangbecken der Aluminiumhütte MAL bei Kolontár in Westungarn. Der hochtoxische Schlamm ergoss sich über den nahegelegenen Ort und machte das Zuhause aller Menschen im Ort unbewohnbar. Mehrere starben. Das Totalversagen der ungarischen Behörden war und ist ein Beispiel dafür, wie Politik und Konzerne nach wie vor, auch in der europäischen Union, wirtschaftliche Interessen mit Rigidität durchsetzen.

Mehr Gemälde von Florian Simon Eiler gibt es hier
Einleitungsbild: pixabay

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Mitte des Jahrhunderts könnte das Gewicht des Plastik das der Fische übersteigenMit dem Kinospot „Plastik-Peter“ im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 – Meere und Ozeane möchte das Bundesministerium für Bildung und Forschung Bewusstsein

 

 

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NEU in der MEDIATHEK

Kaffeekapselwerbung kann gefährlich sein oder Mr. Clooney

Sonntag, 19. Februar 2017 05:48

Kaffeekapselwerbung kann tatsächlich gefährlich sein. Vielleicht bringt auch das kleine Filmchen Mr. Georg Clooney ein wenig zum Nachdenken. Einerseits engagiert sich der Hollywood-Start für Umweltschutz und unseren Planeten Erde. Andererseits ist er nach wie vor gerne bereit für einen Kaffeekapselgiganten als Werbefigur zur Verfügung zu stehen.

 

 

Kaffeekapselwahnsinn ichtragenatur.deUnser Kapselwahnsinn-Spezial:
Der Kommentar   und Die Glosse - nichts als die Bohne



 

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