"die umweltberatung" motiviert in der Broschüre „Wilde Sachen zum Selbermachen“ und online mit DIY-Fotoanleitungen zum Kochen mit Wildkräutern. 

Wien - Im Kampf gegen Frühjahrsmüdigkeit und Winterspeck sind Wildkräuter die besten Verbündeten. Wildkräuter wie Löwenzahn und Brennnessel sprießen jetzt an jeder Ecke. Sie liefern reichlich Vitamine und Eisen und reinigen das Blut. In der Broschüre „Wilde Sachen zum Selbermachen“ macht "die umweltberatung" mit einem Wildpflanzenposter und vielen Rezepten Lust auf das Sammeln, Kochen und Haltbarmachen von Wildkräutern und Wildfrüchten.

Vitaminreiche Wildkräuter sind die besten Mittel, um uns aus dem Winterschlaf zu holen. Und sie überbrücken die Zeit, bis es wieder frisches Gemüse vom Feld gibt. „Brennnesseln eignen sich hervorragend für eine Frischzellenkur im Frühling. Sie sind reich an Vitamin C und Chlorophyll, wirken blutreinigend und stärken mit ihrem hohen Gehalt an Kieselsäure auch das Bindegewebe.“, erklärt Mag.a Michaela Knieli, Ernährungsexpertin von "die umweltberatung".

Salat aus Garten und Wiese
Ob Gänseblümchen, Schafgarbe oder Löwenzahn: Unsere Wiesen liefern, was man für eine vitaminreiche Frühjahrskur braucht. Besonders Löwenzahn kurbelt jetzt den Stoffwechsel an. Seine feine, bittere Note harmoniert sehr gut in Frühlingssalaten. „Ein Pluspunkt für die Linie: Wer bitter genießt, verliert den Heißhunger auf Süßes. Und eine Garnitur Gänseblümchen hält den Cholesterinspiegel in Schach“, sagt Michaela Knieli.

VogelmiereBei der Vogelmiere kann man sowohl Blätter, Blüten als auch Stengel für den Spinat verwenden. ©Gabriele Homolka, "die umweltberatunBevor passionierte FreizeitgärtnerInnen zur Tat schreiten, bietet auch der Garten schon kostenlos Vitamine. Denn Wildkräuter wuchern oft schon vor dem Start der Gartensaison in allen Beeten. Mit ihnen lässt sich im Frühling die Zeit bis zur ersten Gemüseernte im Garten gut überbrücken. Rückt man den Wildkräutern hingegen mit der Chemiekeule zu Leibe, gefährdet das die Bienen und die eigene Gesundheit. „Vogelmiere und Giersch wachsen zum Leid mancher Gärtnerinnen und Gärtner schneller als Blumen und Gemüse. Die üppigen Unkräuter sind jedoch im Kochtopf am besten aufgehoben. Das frische Grün ist ein guter Spinatersatz und peppt Smoothies und Suppen auf“, so die Ernährungsexpertin.

Essen aus nächster Nähe
Der eigene Garten oder die Wiese in der Nachbarschaft liefert so genau das was man für eine vitaminreiche Frühjahrskur braucht. In vielen Gerichten können teuer gekaufter Spinat oder Petersilie durch Giersch, Bärlauch und Brennnessel ersetzt werden. Wer milderen Geschmack bevorzugt, greift zur Vogelmiere. Diese schmeckt nach Zuckermais und passt gut roh aufs Butterbrot oder in den Salat. „Mit dem hohen Eisengehalt schlägt die Vogelmiere sogar Rindfleisch. Sie enthält doppelt so viel Eisen wie Rindfleisch und dazu noch reichlich Vitamin C, das die Eisenaufnahme fördert“, erklärt Michaela Knieli.

Den Feind im Beet einfach aufessen
GierschNicht alles was wuchert, schmeckt auch, und auf dem Teller sollte nur Bekanntes landen. Giersch (s. Bild li.) hat gezähnte, dreiteilige Blätter und sein Stiel ist im Querschnitt dreieckig. Im Garten ist er hartnäckig, doch wer ihn kocht, lernt ihn als guten Petersilienersatz lieben. „Giersch wird oft Zipperleinkraut oder Gichtkraut bezeichnet, und das zur Recht, denn seine blutreinigende Wirkung lindert auch Rheuma und Gicht. Er ist reich an Kalium und wirkt entwässernd. Der hohe Kaliumgehalt von Giersch unterstützt die Entwässerung und Ausscheidung von Harnsäure im Körper. „Mit einer Portion von 10 dag (Anm. d. Red. 1 dag = 10 g) gekochtem Giersch ist der tägliche Vitamin-C-Bedarf gedeckt“, erklärt Mag.a Michaela Knieli.
Quelle: Text: die umweltberatung/Bilder: umweltberatung/Pixabay

 

Weitere informationen
Die Broschüre Wilde Sachen zum Selbermachen macht mit dem Wildpflanzenposter und vielen Rezepten Lust auf Sammeln, Kochen und Haltbarmachen von Kräutern und Wildobst. Sie umfasst 56 Seiten im A5-Format und ist um € 4,50 plus € 3,- Versandkosten bei "die umweltberatung" erhältlich. Information und Bestellung bei "die umweltberatung", Tel. 01 803 32 32.

Auf www.umweltberatung.at/diy zeigt "die umweltberatung" Schritt für Schritt die Zubereitung einer Wildkräutersuppe und von Vogelmierenspinat.

Das Infoblatt Vitamine aus Wildpflanzen und Keimlingen gibt Tipps zum Selberziehen von Keimlingen und zum Sammeln und Verarbeiten von Wildpflanzen. Kostenloser Download auf www.umweltberatung.at.

Viele Rezepte mit Wildkräutern und Wildgemüse auf www.umweltberatung.at/rezepte.  

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