Wien - Kristallklar und kühl sprudelt das Wasser aus dem Hahn. Leitungswasser ist als Durstlöscher unschlagbar – es erfrischt, hat null Kalorien, ist so billig wie kein anderes Getränk und muss nicht aus dem Geschäft nach Hause geschleppt werden. Für unterwegs empfiehlt "die umweltberatung, Wien" Flaschen aus Glas oder Edelstahl. Das Infoblatt „Der Getränkecheck“ stellt Durstlöscher und ihre Vor- und Nachteile vor. 

Bei Hitze kühlt der regelmäßige Griff zur Wasserflasche. Aus welchem Material diese Flasche besteht, ist nicht egal. „Wer eine Trinkflasche kauft, sollte sie nicht nur aufgrund von Farbe oder Muster auswählen, sondern das Material berücksichtigen. Am gesündesten ist Glas oder Edelstahl, weil sich aus solchen Flaschen keine schädlichen Stoffe ins Wasser lösen“, empfiehlt Mag.a Michaela Knieli, Ernährungswissenschafterin von "die umweltberatung".

Plastikflaschen besser meiden
Plastikflaschen sind nicht nur aus ökologischer Sicht zu vermeiden. Auch aus gesundheitlicher Sicht sind einige Flaschen bedenklich. So löst sich zum Beispiel aus den harten, im Sportbereich üblichen Polycarbonatflaschen die Industriechemikalie BPA (Bisphenol A), welche hormonähnlich wirkt. Auch aus den gängigen PET-Flaschen können sich, wenn die Flaschen bei Hitze oder UV-Einstrahlung gelagert werden, in geringer Menge unerwünschte Stoffe lösen und in das Getränk übergehen. „Neue Kunststoffe wie Tritan gelten als BPA-frei. Sicher ist jedoch nur, dass Glas keinerlei Stoffe an den Inhalt abgibt“, erklärt Mag.a Michaela Knieli".

Edelstahl – die Alternative zu Alu
Auch die praktisch leichten Aluminiumflaschen sind innen mit Kunststoff beschichtet - aus beschädigten Flaschen kann sich in Verbindung mit sauren Getränken Aluminium lösen. Die unzerbrechliche Alternative ist Edelstahl - hier müssen nur NickelallergikerInnen aufpassen, denn saure Fruchtsäfte oder Kaffee könnten bei längerer Lagerung Nickel aus der Flasche lösen.

Leitungswasser: effizient und ökologisch
Zeit und Wege für Einkäufe sowie schweres Schleppen ersparen sich die LeitungswassertrinkerInnen. Außerdem hilft Leitungswasser beim Sparen und schont damit das Geldbörsl und die Umwelt. Das zeigt der Vergleich von 100 Litern Leitungswasser mit 100 Litern Mineralwasser in 1,5 l Kunststoff-Einwegflaschen.

100 Liter Leitungswasser sparen:

  • 63 kWh Strom bei der Erzeugung
  • 11 Liter Wasser bei der Produktion
  • 3,1 kg Rohstoffe bei der Produktion
  • 2,4 kg Abfall bei der Entsorgung
  • Kosten von ca. 28 Euro


Beim Kauf von 0,5-Liter-Flaschen sind die Geldersparnis und der ökologische Nutzen noch größer.

Weitere Informationen: 
Im Infoblatt „Der Getränkecheck“ stellt "die umweltberatung" Getränke mit ihren Vor- und Nachteilen vor – Wasser, Säfte, Limonaden und Energydrinks. Das Infoblatt kann auf www.umweltberatung.at/fwc kostenlos heruntergeladen werden. Beratung zur ökologischen Ernährung bietet "die umweltberatung" unter 01 803 32 32.
Quelle: Text: "die umweltberatung", Wien/Bilder: Pixabay

Hören Sie Penélope Cruz als "Stimme des Wassers"