Stuttgart - Elf Lebensmittelproduzenten erhöhen erfolgreich ihre Energieeffizienz oder setzen nun erneuerbare Energiequellen in ihrem Produktionsprozess ein. Sie zeigen, dass eine Reduktion des Energieeinsatzes um 15 Prozent oder mehr technisch und wirtschaftlich machbar ist. Für Unternehmen, die es ihnen gleichtun wollen, stehen ein kostenloses branchenspezifisches Berechnungstool und eine Palette an Informationsmaterialien zu Optimierungsmaßnahmen, Erfolgsbeispielen und Finanzierungsoptionen zur Verfügung.

In der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie Europas schlummern beträchtliche Potentiale zur Verbesserung der Energieeffizienz und zum Einsatz erneuerbarer Energien. Die Verringerung der Produktionskosten und der Treibhausgasemissionen, die damit einhergehen, tragen zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der Branche bei. Dies zeigen die Ergebnisse von 204 Überblicks- und 45 Detailenergieaudits, die vorwiegend in kleinen und mittelgroßen Betrieben durchgeführt wurden, davon 28 Überblicksaudits und 12 detaillierte Audits in Deutschland.

Das Projekts GREENFOODS, im Rahmen dessen diese Aktivitäten stattfinden, wird aus dem Programm „Intelligent Energy Europe“ der Europäischen Union kofinanziert, und in Deutschland von der HFT Stuttgart und der Universität Kassel umgesetzt. 

Technisch möglich sind – so die Resultate der Audits – Einsparungen von rund 45 Prozent. Insgesamt könnten in den Unternehmen, bei denen Detailanalysen durchgeführt wurden, der Energieverbrauch um 150.000 MWh und der Treibhausgasausstoß um 30.000 Tonnen CO2e reduziert werden. Rund 15 Prozent Einsparungen (je nach Unternehmen teils auch beträchtlich mehr) sind auch wirtschaftlich rentabel und machbar. Die teilnehmenden Betriebe erhielten dazu detaillierte Empfehlungen und Ratschläge.

Strom sparenIn einer Branche, in der über 99 Prozent der Unternehmen Klein- oder Mittelbetriebe sind, von denen nicht wenige mit Recht stolz auf ihre mehrere Generationen umspannende Geschichte sind, auf überlieferte Familienrezepte und traditionelle Herstellungsmethoden, herrscht manchmal Skepsis bezüglich innovativer Lösungen. Hier braucht es Vorzeigebetriebe, die deren Machbarkeit und Erfolg demonstrieren. Aus diesem Grund haben die Expertinnen und Experten von GREENFOODS elf Unternehmen, darunter Bäckereien, Handwerksbrauereien und Fleischverarbeiter, bis zur erfolgreichen Umsetzung der gewählten Optimierungsmaßnahmen begleitet. Um über diese Demonstrationsprojekte hinaus Unterstützung für die Branche anzubieten, entwickelten die GREENFOODS Partner eine Reihe von Werkzeugen und Informationsmaterialien, die nun europaweit für Betriebe zur Verfügung stehen:

Das GREENFOODS Branchenkonzept erlaubte es, unterschiedliche Lösungen zur Verbesserung der Energieeffizienz oder zur Integration von erneuerbaren Energiequellen einfach, schnell und trotzdem umfassend zu bewerten. Das Branchenkonzept ist online kostenlos erhältlich.
Das GREENFOODS WikiWeb ist ein kostenloses online-Nachschlagewerk, speziell zugeschnitten auf die Lebensmittel –und Getränkeindustrie und deren Subsektoren. 
Die GREENFOODS Trainings bieten aktuelles Wissen zu all den genannten Themenbereichen und kombinieren dabei Fachvorträge mit der Ausarbeitung konkreter Beispiele. 
Virtuelle Energiekompetenzzentren in allen sechs Ländern fungieren als erste Anlaufstelle für interessierte Unternehmen. In Deutschland hat die Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz Deutscher Industrie- und Handelskammertag in Berlin die Rolle des VECC übernommen. Kontakt: Fr. Janine Hansen/ E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Tel: +49 800 934 2375.

Ganz aktuell hat der Projektkooridnator AEE INTEC an der Klimakonferenz COP 21 PARIS im Dezember im Rahmen der UN Weltklimakonferenz in Paris teilgenommen und die Ergebnisse des GREENFOODS Projekts innerhalb eines Expertenforums diskutiert. Hier das Video:

Alle erwähnten Materialien sind auf www.green-foods.eu verfügbar.

Quelle: Text: Petra Dabelstein Marketing und Presse, Hochschule für Technik Stuttgart/Bilder: Pixabay

Projektwebsite: www.green-foods.eu
Facebook: GREENFOODSproject 
Twitter: @GREENFOODS_AEE, #GREENFOODSproject
Linkedin: http://www.linkedin.com/groups?gid=4989642&mostPopular=&trk=tyah 

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