Es ist die Zeit der Hackschnitzelheizungen. Gemeinden und oft auch bäuerliche Betriebe in Bayern investieren in das moderne Heizungssystem. Die Anlagen sind nicht nur eine umweltfreundliche, sondern auch eine kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Zentralheizungen. Zweiteres resultiert aus einer staatlichen Förderung und den niedrigen Holzpreisen.


Hackschnitzelheizung in der Gemeinde Weyarn, Oberbayern

Die Funktionsweise einer Hackschnitzelheizung kann man mit einer mit Pellets betriebenen Zentralheizung vergleichen. In einem Heizkessel wird Wasser erhitzt, das über Rohrleitungen mehrere Gebäude mit Wärme und Warmwasser versorgt. Bei geringem Bedarf wird in einem Pufferspeicher die überschüssige Energie gespeichert. Also Effizienz pur.

Eine mit Hackschnitzel betriebene Heizung erfordert im Gegensatz zu einer Holzpelletsanlage einen großen Lagerraum für das Hackgut. Die Schnitzel aus Holz haben wesentlich mehr Volumen als Pellets. Hackschnitzelheizung in WeyarnDer Lagerraum muss vor allem trocken und gut durchlüftet sein, um die Brennqualität zu erhalten und eine Selbstentzündung des Brennstoffes zu verhindern. Das Hackgut wird von Bauern aus der Region in der Regel mit einem Anhängern geliefert und in den Lagerraum geschüttet. Ein Beförderungssystem, das den Lagerraum mit dem Heizkessel verbindet, führt der Heizung Hackschnitzel automatisch und je nach Bedarf zu. Natürlich fällt bei dem Verbrennungsvorgang Asche an. Auch hier funktioniert alles automatisch. Moderne Anlagen sammeln das Abfallprodukt in einem separaten Behälter.