Umstellung auf Heißgetränke aus fairem Handel: DB stellt Weichen für bewussten und nachhaltigen Konsum an Bord ihrer ICE- und IC-Züge/20 Cent Preisnachlass für mitgebrachte Mehrwegbecher

Seit April serviert die Deutsche Bahn (DB) in ihren ICE- und IC-Zügen nur noch Fairtrade-zertifizierten Kaffee. Auch die übrigen Heißgetränke wurden auf fair gehandelte Rohstoffe umgestellt. Damit verpflichtet sich die DB zu einem ethisch vertretbaren Handel und wird einer der größten gastronomischen Anbieter von fair gehandeltem Kaffee in Deutschland. Allein im Jahr 2016 wurden an Bord von ICE und IC 174 Tonnen Kaffee verbraucht. Das sind über zehn Millionen Tassen. Zudem gibt es ab sofort im Bordbistro 20 Cent Preisnachlass pro Heißgetränk für einen mitgebrachten Mehrwegbecher.

„Es ist uns wichtig, dass wir als einer der größten Kaffeeabnehmer Deutschlands auch soziale Standards setzen und damit unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden“, erklärt Verena Händel, Leiterin Produktmanagement Bordgastronomie von DB Fernverkehr. „Unsere Gäste können so Premiumkaffee genießen und gleichzeitig etwas Gutes für die Kaffeebauern in den Anbauregionen tun.“

Fairtrade Kaffee bei der Bahn

Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender Transfair e.V.: „Tausende von Kaffeebauern in Südamerika freuen sich darauf, dass Bahnreisende nun fairen Kaffee trinken. Die gesicherten kostendeckenden Preise und Prämien werden dringend benötigt, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen und soziale Gerechtigkeit zu fördern. Wir hoffen, dass weitere Gastronomen diesem guten Beispiel folgen werden.“

Auch Schokolade und Tee werden fair
Zusätzlich zum braunen Heißgetränk wurden auch Trinkschokolade und Tee laut DB auf fair gehandelte Rohstoffe umgestellt und werden ab sofort in Bio-Qualität serviert. 

Hintergrund: 
VERBRAUCHS- UND UMSATZZAHLEN 2016 IM ÜBERBLICK
Kaffeebohnen:    174 Tonnen        26 Millionen Euro
Teebeutel:        2,2 Mio Stück        3,2 Millionen Euro
Trinkschokolade:    25 Tonnen        840.000 Euro

Das Fairtrade-Siegel steht für fair angebaute und gehandelte Produkte. Es gewährleistet den Bäuerinnen und Bauern Sicherheit durch stabile Einkommen, Prämien für Gemeinschaftsprojekte, Verbot von ausbeuterischer Kinderarbeit und die Förderung des Umweltschutzes.

Die nachhaltigen Neuerungen in der Bordgastronomie sind Bestandteil des 2016 gestarteten DB-Qualitätsprogramms „Zukunft Bahn“, das die Angebote und Services der Bahn für die Kunden verlässlicher, komfortabler und sympathischer machen soll. Auch macht die DB mit dem Ausschank der fair gehandelten Produkte einen weiteren Schritt beim nachhaltigen Einkauf.
Quelle: Text und Bild: Fairtrade Deutschland