Nach WWF-Holzanalyse: Dänisches Bettenlager wiederholt zu Strafzahlung wegen Falschangaben verurteilt

Berlin - Das Unternehmen Dänisches Bettenlager muss wegen Falschangaben bei angebotenen Holzprodukten eine Strafe von 20.000 Euro zahlen. Das ist das Ergebnis einer Klage des Verbandes Sozialer Wettbewerb vor dem Landgericht Flensburg als Reaktion auf Holzanalysen des WWF Deutschland. Die Umweltschützer hatten Produkte von Dänisches Bettenlager in der Vergangenheit wiederholt analysiert und waren dabei immer wieder auf falsche Angaben bezüglich Herkunft und Art des verwendeten Holzes gestoßen. Im neuesten Fall handelt es sich um einen Beistelltisch, der als massive Kiefer beworben wurde, tatsächlich jedoch Chinesische Spießtanne enthielt. Laut Gericht bedeutet das einen Verstoß gegen das Wettbewerbs- und Verbraucherrecht. Es ist das dritte Mal in zwei Jahren, dass Dänisches Bettenlager wegen Falschangaben bei Holzprodukten verurteilt wurde.

Holz
Für den WWF steht jedoch noch ein weiterer Gesetzesverstoß im Raum: „Entweder täuscht Dänisches Bettenlager bewusst die Verbraucher. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass sie selber keine Ahnung haben, was für Holz sie einkaufen“, kritisiert Johannes Zahnen, Referent für Forstpolitik beim WWF Deutschland. Dies sei jedoch gesetzlich vorgeschrieben. Laut der Europäischen Holzhandelsverordnung (EUTR) sind Unternehmen in Europa verpflichtet, die Legalität ihres importierten Holzes nachzuweisen. Die Kenntnis über die Holzart und -herkunft ist dafür eine Grundvoraussetzung. Nur mit einwandfrei dokumentiertem Holz könne weitgehend sichergestellt werden, dass es nicht aus illegalen Quellen und damit aus Raubbau und Waldzerstörung stamme.
Quelle: Text: WWF Deutschland/Bild: Pixabay