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Wien - Werbegeschenke kommen gut an, wenn sie wirklich gebraucht werden und langlebig sind. Dann begleiten die Give-aways die Beschenkten lange und erinnern sie wieder und wieder an den Betrieb, von dem sie das Geschenk bekommen haben. "die umweltberatung" unterstützt nachhaltig orientierte Firmen bei der Suche nach Werbemitteln. Soziale und ökologische Give-aways sind unter www.umweltberatung.at/GreenGimix-datenbank in der GreenGimix-Datenbank gelistet.

Ein Werbegeschenk steht für das Image einer Marke oder eines Betriebes. „Zu nachhaltig orientierten Betrieben passen Geschenke, die sozial und ökologisch produziert werden. Solche Werbemittel sind in der GreenGimix-Datenbank zu finden. Hier gibt es Give-aways, die naturnah und handgemacht aussehen, genauso wie solche, die besonders mit ihrem Design bestechen“, erklärt Mag.a Brigitte Seidl-Brychta von "die umweltberatung". Unter den GreenGimix finden sich eine Reihe von hochwertigen und außergewöhnlichen Streuartikeln, zum Beispiel Upcycling-Notizbücher mit einem Cover aus wiederverwendeten Disketten, Abreißblöcke mit Wäscheleinenfunktion, ergonomische Farbstifte in Dreikantform, Fair-Trade-Fußbälle und Bio-Gummibärchen.

GreenGimix - nachhaltig und firmenunabhängig bewertet
GreenGimix vereinen ökologische, ökonomische und soziale Gesichtspunkte. Sie begleiten die EmpfängerInnen im besten Fall über Jahre hinweg und erinnern sie bei jeder Nutzung an das Unternehmen. Die Produkte, die in der GreenGimix-Datenbank gelistet sind, werden firmenunabhängig anhand transparenter Kriterien bewertet. “die umweltberatung”, das Österreichische Ökologie-Institut und das Ministerium für ein lebenswertes Österreich stehen hinter der Datenbank. Unternehmen mit CSR-Programmen und nachhaltiger Firmenstrategie greifen auf GreenGimix zurück. Gezielt eingesetzte Werbegeschenke eignen sich nicht nur für KonsumentInnen, sondern auch für TeilnehmerInnen von Messen und Tagungen oder als Dankeschön für MitarbeiterInnen.

GreenGimix bequem finden
Firmen, die nachhaltige Give-aways schenken möchten, finden unter www.umweltberatung.at/GreenGimix-Datenbank die ersten 61 firmenunabhängig bewerteten Werbemittel.

AnbieterInnen von Werbemitteln, die sich für die Listung ihrer Produkte in der GreenGimix-Datenbank interessieren, können sich an "die umweltberatung" unter service@umweltberatung oder 01 803 32 32 wenden.
Quelle: Text: "die umweltberatung", Wien/Einl.bild: Pixabay

Hinweis: "die umweltberatung" Wien ist eine Einrichtung der VHS Wien, basisfinanziert von der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22.

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Bestehen zukünftig Gitarren aus Hanffasern? Der Industriedesigner Jakob Frank, Absolvent der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim, experimentierte für seine Abschlussarbeit mit der Naturfaser und entwarf einen neuen Gitarrentyp. Bei seiner „canna“, der wissenschaftlichen Bezeichnung für Hanf, wird der Corpus aus einem Fasergemisch hergestellt, das ausschließlich aus Hanffasern und Wasser besteht. Das Instrument verfügt über ein einzigartiges Klangbild und kann mit herkömmlichen Gitarren durchaus konkurrieren.   

      

Gitarre aus Hanf"canna" - die Gitarre aus Hanffasern ist die Abschlussarbeit des Pforzheimer Absolventen Jakob Frank Hochschule PforzheimDer Prototyp der Gitarre ist in mühevoller Kleinarbeit und langen Nächten in der Werkstatt entstanden. „Es war ein ewiges Ausprobieren“, erklärte Jakob Frank. Die Eigenschaften des Wasser - Hanffasergemisches – sogenanntes „Hempstone“ – stellten den 27jährigen vor Herausforderungen. Durch die Verdunstung wird das Material so fest wie Hartholz, allerdings setzt beim Trocknen ein extremer Schrumpfungsprozess ein. „Dabei entstehen Verformungen, die es schwierig machen, konkave Flächen und Körper zu erzeugen“, führte Jakob Frank aus. Der Designer passte dementsprechend die Silhouette der Gitarre immer wieder an. Mit dem Gitarrenbauer Konrad Sauer fachsimpelte der junge Designer zu Klang und Konzeption des Prototyps „canna“ bis auch der Fachmann von der Gitarre aus Naturfasern überzeugt war.

Ökologische Vorteile von Hanf überzeugen
Durch die dreidimensionale Formbarkeit des Hanf-Werkstoffs konnte Jakob Frank die Gitarre ergonomisch komplett überarbeiten. Diese neue plastische Gestaltung des Korpus ermöglicht dem Spieler, sein Instrument nah am Körper zu halten. Außerdem lässt sich das Material durch Farben und Oberflächenbehandlungen beliebig verändern. „Hempstone“ ist ein von der Zelfo GmbH entwickelter Werkstoff aus Hanfzellulosefasern. Jakob Frank überwand im Herstellungsprozess viele Hürden und ist vor allem von den klanglichen und ökologischen Vorteilen des neuen Materials überzeugt. „Vor allem im Vergleich zu Kunstfasern“, erklärte der Pforzheimer Absolvent. Durch einen optimierten Herstellungsprozess – vor allem bei den Sieb- und Pressverfahren - könnten die die Probleme überwunden werden, ist der Designer überzeugt. Dazu steht Jakob Frank im regen Austausch mit Norbert Schmid, dem österreichischen Produzenten des Werkstoffes.

Die Canna Guitar wird weiter perfektioniert
Instrumentenbau liegt Jakob Frank im Blut. Bereits mit 15 Jahren fertigte der Pforzheimer Designer Instrumente. „Ich wollte mir keine eigene E-Gitarre kaufen, sondern selbst eine herstellen. Von da an ließ mich das Thema Instrumentenbau nicht mehr los“, erklärt der Designer. Entstanden sind unter anderem eine E-Gitarre aus Kuhhörnern und eine Ukulele aus Kupferresten. Nicht zuletzt der Gitarrenbau brachte Jakob Frank zum Studium des Industriedesigns an die Hochschule Pforzheim. Bereits im 4. Semester plante er den Bau einer akustischen Gitarre aus „Hempstone“. Scheiterte seine Idee damals an Zeitmangel und Materialverfügbarkeit, konnte er diesen Gedanken in seiner Abschlussarbeit zwei Jahre später realisieren.
Jakob Frank HanfgitarreJakob Frank präsentierte seine Gitarre aus Hanffasern auf der Werkschau der Pforzheimer Fakultät Hochschule Pforzheim

Die „Canna“ beschäftigt Jakob Frank weiter. Der Prototyp wird weiter perfektioniert und eine überarbeitete Version der Gitarre neu produziert. Zusammen mit Wirtschaftsfachleuten prüft der Industriedesigner inzwischen die kommerzielle Nutzbarkeit des Konzeptes. Die „canna guitar“ ist aufgrund der neuartigen und unkonventionellen Konstruktion vor allem für Gitarrenliebhaber, Sammler und experimentierfreudige Spieler interessant.
Jakob Frank präsentierte die Gitarre erstmalig auf der Werkschau der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim im Februar 2016.

Text: Sabine Laartz Pressestelle Hochschule Pforzheim,    Einleitungs- und Beitragsbild pixabay, Bild unten  Label recolution, Danke dafür

 

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Kein Verkauf mehr von Eiern von Legehennen mit gekürztem Schnabel bis Ende 2017

Köln - In den Märkten der REWE Group (REWE und PENNY) werden spätestens zum 31. Dezember 2017 keine konventionellen Eigenmarken-Eier mehr erhältlich sein, die von Legehennen mit gekürztem Schnabel stammen. Branchenverbände der Geflügelwirtschaft hatten sich mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im vergangenen Jahr darauf geeinigt, ab dem 1. Januar 2017 auf die Einstallung von schnabelgekürzten Junghennen zu verzichten. Aufgrund der Lebenserwartung von Legehennen sind somit spätestens Mitte 2018 Eier von Legehennen mit gekürztem Schnabel aus den Märkten verbannt - die REWE Group setzt dies als eines der ersten Handelsunternehmen in Deutschland vorzeitig bis Ende 2017 um. Bio-Eier sind von dieser Maßnahme ausgeschlossen, da hier die Unversehrtheit der Schnäbel bereits verpflichtend ist.

Die REWE Group sammelt im Rahmen ihres PRO PLANET-Eierprojekts bereits seit längerer Zeit Erfahrungen mit Legehennen, deren Schnäbel ungekürzt sind. PENNY führt seit Januar 2016 Eier aus Bodenhaltung von Legehennen ohne gekürzte Schnäbel. In dem Pilotprojekt der REWE-Exklusivmarke "Spitz & Bube" wird auf das Kürzen der Schnäbel verzichtet und erstmals in der konventionellen Eierproduktion werden auch die männlichen Tiere großgezogen.
Quelle: Text: Presseportal Deutschland, Pro Planet/Bilder: Pixabay

Hintergrund:
Die genossenschaftliche REWE Group ist einer der führenden Handels- und Touristikkonzerne in Deutschland und Europa. Zu den Vertriebslinien zählen u.a. Super- und Verbrauchermärkte der Marken REWE, REWE CENTER, REWE CITY und BILLA, der Discounter PENNY sowie die Baumärkte von toom und B1 Discount Baumarkt.

Die Eier mit dem PRO PLANET-Label stammen aus Projekten, mit denen sich die REWE Group für mehr Tierwohl in der konventionellen Legehennenhaltung einsetzt. Alle PRO PLANET-Eier werden außerdem mit dem Hinweis „Futtermittel umweltschonender angebaut" ausgelobt. Sie stammen von landwirtschaftlichen Betrieben aus Deutschland und den Niederlanden, die mit der REWE Group vertraglich festgelegt haben, auf den Einsatz gentechnisch veränderter Futtermittel zu verzichten. Zudem wird der Anteil an Soja aus Übersee schrittweise gesenkt, da die Sojabohnen dort oft unter Bedingungen produziert werden, die sich negativ auf die Ökosysteme vor Ort auswirken. Ab Mitte 2016 soll das Futter für die Legehennen kein Soja mehr aus Übersee enthalten.

KükenLesen Sie dazu über ein Forschungsprojekt, welches das Töten männlicher Küken überflüssig machen würde.

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Hofheim-Wallau - Wer zukünftig einen Kaffee in einem der 50 deutschen IKEA Kundenrestaurants trinkt, kann sicher sein, dass die verwendete Milch aus biologischer Erzeugung stammt. Denn ab dem 1. Oktober 2016 verwenden die IKEA Restaurant ausschließlich Bio-Milch für die Zubereitung der Kaffee-Spezialitäten.

"Wir freuen uns sehr, dass es uns in Zusammenarbeit mit unserem Lieferanten gelungen ist, die erforderlichen Mengen an Bio-Milch für unsere Restaurants einzukaufen", sagt Stavroula Ekoutsidou, Food-Managerin IKEA Deutschland. IKEA ist damit der erste Systemgastronom in Deutschland, der zu 100 Prozent Bio-Milch verwendet. Eine der größten Herausforderungen für die Umstellung auf Bio-Milch war es laut Stavroula Ekoutsidou einen Lieferanten zu finden, der die benötigte Menge von Bio-Milch garantieren kann: "Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass wir uns entschieden haben, bei unserem Milcheinkauf über die Mindestanforderungen des EU-Biosiegels hinaus zu gehen und die strengeren Kriterien der Bio-Erzeugerverbände anzulegen."

Lieferant ist eine deutsche Bio-Molkerei, die mit 160 zertifizierten landwirtschaftlichen Betrieben zusammenarbeitet. "Mit diesem Schritt zeigt sich IKEA als Vorreiter in der Branche. Das ist ein starkes Signal auch angesichts der gegenwärtigen Milchpreiskrise.

Das Unternehmen denkt hier viel weiter als die Politik, die immer noch nicht die richtigen Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Landwirtschaft setzen will. Ich hoffe, dass IKEA viele Nachahmer finden wird", so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Der NABU-Bundesverband ist seit 2011 Kooperationspartner von IKEA Deutschland und berät das Unternehmen in Umweltfragen.

Größere Verpackungseinheiten für weniger Abfall
Ein weiterer positiver Effekt für die Umwelt ist die Umstellung der Verpackungsgröße: "Aufgrund der großen Mengen, die wir in den Restaurants brauchen, machen Verpackungseinheiten von einem Liter keinen Sinn", erläutert Ekoutsidou. In Zusammenarbeit mit der Molkerei und dem Abfüller wurde daher extra für IKEA eine neue Verpackungslösung entwickelt. Die Restaurants erhalten die Milch nun in Verpackungseinheiten von fünf bzw. zehn Litern, was eine deutliche Reduzierung des eingesetzten Verpackungsmaterials bedeutet.

Erfreulich für die Kunden ist, dass die Kaffeespezialitäten in den IKEA Restaurants durch die Verwendung von Bio-Milch nicht teurer werden.

Für Stavroula Ekoutsidou ist die Verwendung von Bio-Milch für die Kaffee-Zubereitung ein weiterer Schritt auf dem Weg von IKEA, gesündere und nachhaltiger produzierte Lebensmittel anzubieten. In den vergangenen Monaten hatte IKEA vor diesem Hintergrund bereits die vegetarischen GRÖNSAKSBULLAR als Alternative zu den beliebten Fleischbällchen KÖTTBULLAR eingeführt und sein gesamten Fisch- und Meeresfrüchteangebot auf MSC-/ASC-zertifizierte Ware umgestellt. Weitere Produktneuheiten sind der biologische Eistee und die kalorienreduzierten Softdrinks. Bereits seit mehreren Jahren stammen Kaffee, Tee und Schokoladen ausschließlich aus zertifiziertem Anbau.
Quelle: Text: Presseoortal Deutschland/Bilder: Pixabay

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SG Naarden/Ndl. - Deutsche trinken jährlich Kaffee aus Milliarden Kaffeekapseln. Den meisten Kapselkonsumenten ist das Abfallproblem durchaus bewusst. Aber auf das stylische Kaffeevergnügen der Umwelt wegen zu verzichten, da muss wohl einiges passieren. Außerdem sehen die großen Hersteller auf dem Markt bislang kein Umweltproblem. Deutschland habe schließlich eine flächendeckende Mülltrennung, und die gebrauchten Kapseln könnten durch das Duale System getrennt und recycelt werden, argumentiert etwa Nespresso. So kaufen die Deutschen jedes Jahr mehr davon. Laut sueddeutsche.de (März 2016) sind es nun drei Milliarden kleine Portionen. Das entspricht ungefähr 5000 Tonnen Müll in Form von Aluminium und Plastik.

Die Kaffeefirma LaCoppa stellt sich diesem glitzerndem Umweltdesaster: Der Hersteller wirbt bei den Kapseln mit dem Erkennungsmerkmal „des grünen Rings“. Dieser soll dem Verbraucher signalisieren, dass die Kaffeekapseln zu 100% kompostierbar sind. Klingt perfekt!

LaCoppa, TeamMark Klep und Lena Johanning in ihrer kleinen "LaCoppa Bar" im Empfang des Büros in den Niederlanden. Foto: privatichtragenatur.de wollte von Mark Klep, General Manager von LaCoppa, und Lena Johanning, Freelance Sustainability Communication Manager, unter anderem wissen, wie viel tatsächlich von ihren Kapseln wiederverwertet wird.

Sie bezeichnen sich selbst als „innovative Kaffeefirma“. Seit wann gibt es LaCoppa? Und wie kam es zu der Idee, eine voll kompostierbare Kaffeekapsel herzustellen? 
Single-Served Systeme bestehen schon seit 1979. Doch seit 2011 wurde es zu einem Lifestyle-Phänomen mit einer daraus resultierenden großen Nachfrage und stetig wachsendem Marktvolumen. Dieser Trend als solches war logisch und gut, denn die Kaffeequalität hat sich deutlich verbessert. Jedoch ist die Umweltverschmutzung der Verpackung der große Nachteil dieses Trends.
Wir wollen einen Unterschied machen. Man kann richtig guten Kaffee trinken, der nachhaltig verpackt ist. Die Verwendung von fossilen Brennstoffen muss enden.

Das Müllaufkommen durch Plastik und Aluminium und dessen Folgen sind erschreckend. Wenn wir nichts ändern, finden wir zukünftig in den Ozeanen pro drei Tonnen Fisch, eine Tonne Plastik. Die Idee Bioplastik aus PLA (Poly Lactic Acid) als Alternative zu fossilem Plastik zu verwenden, ist nicht neu, jedoch unsere innovative Verarbeitung von PLA. Wir haben in den vergangenen vier Jahren die richtigen Bedingungen und technischen Anpassungen erarbeitet, um unser Produkt auf den Markt zu bringen.

Was sind die Materialbestandteile Ihrer „grünen“ Kapseln?
Unsere Kapseln bestehen aus erneuerbaren, pflanzlichen Rohstoffen. Daraus wird in einem Fermentierungsprozess Bioplastik hergestellt. Das von uns verwendete Bioplastik besteht aus Zuckerrohr und Zuckerrüben und nicht etwa aus Mais. Das war eine bewusste Wahl, denn diese Pflanzen stehen in keiner Konkurrenz zu primären Nahrungsmittelquellen. Außerdem sind diese GMO-frei (gentechnisch modifizierte Organismen, Anm.d.Red.) und Bonsucro zertifiziert.

Und nun zur Farbe der Kapseln. Mit welchen Pigmenten werden sie eingefärbt?
LaCoppaZuckerrohr ist die Basis für das Bioplastik. Foto: LaCoppaWir verwenden natürliche Farbpigmente. Damit die Kapseln so schön bunt sind, ist keine Chemie nötig, auch eine Tomate ist knallrot. Sie stellen also keinerlei Gefährdung für die Gesundheit oder für die Qualität des Kaffees dar.

Gibt es durch die besondere Verpackung Aroma-Einbußen?
Nein, wir garantieren vollstes Aroma in einem Schuss. In unseren Kapseln ist eine clevere Versiegelung eingebaut. So bleibt das Aroma drin und der Sauerstoff draußen. Auch diese besteht aus pflanzlichem Material und ist ebenfalls vollkommen kompostierbar. Im Gegensatz zu anderen Anbietern brauchen wir daher keine Aluminiumummantelungen. Denn LaCoppa soll nichts als guten Geschmack hinterlassen.

Wo werden die Kapseln produziert?
Unsere Kapseln werden in den Niederlanden produziert. Auch die Kaffee-Rösterei befindet sich dort. So wird der Kaffee sofort frisch in die Kapseln gefüllt.

Gibt es für den Verbraucher eine nachprüfbare, standardisierte Norm für die Kompostierbarkeit?
Ja, unsere Kapseln sind nach der europäischen Norm EN13432 zertifiziert. Nach dem Gebrauch können unsere Kapseln einfach in den organischen Biomüll geworfen werden. Am Ende des Kompostierungsprozesses, in einer industriellen Kompostieranlage, bleiben nur noch natürliche Produkte zurück: Wasser, Kohlenstoff und Kompost. Die industrielle Kompostierung dauert ungefähr 12 Wochen. Außerdem kann man unsere kompostierbaren Kapseln an dem grünen Ring erkennen. Nur Kapseln mit einem grünen Ring sind kompostierbar und pflanzenbasiert.

Sind die Kapseln kompatibel für alle gängigen Kaffeekapselmaschinen?
Ja, LaCoppa ist mit den marktführenden Nespresso®-Maschinen kompatibel.

Setzt sich die Recyclefähigkeit bei der Verpackung fort?
LogoAuch bei der Außenverpackung haben wir uns eine ressourceneffiziente und umweltfreundliche Lösung einfallen lassen. Die gesamte Pappe ist FSC zertifiziert und kann ganz normal mit Papier und Kartons recycelt werden. Außerdem spart unsere kleine Schachtel über 70 Prozent Pappe gegenüber üblichen Verpackungen.

Sind Ihre teurer als herkömmliche Kaffeekapseln?
Nein, preislich sind sie ungefähr auf einer Höhe mit herkömmlichen Kapseln.

Nach unserem Wissenstand werden LaCoppa-Kaffeekapseln exklusiv in den Müller-Drogeriemärkten vertrieben. Werden wir die kompostierbare Kapsel bald in allen großen Lebensmittelmärkten im Sortiment finden?
Müller war von Anfang an sehr begeistert von LaCoppa. Natürlich würden wir gerne in der Zukunft expandieren, doch zunächst führen wir unsere Zusammenarbeit mit Müller fort.

Ihr besonderer Aroma-Kick-Tipp für die Fußball-Europameisterschaft? 
(lachen) Ganz klar 1:0 für den Ristretto.

Frau Johanning, Herr Klep, vielen Dank für das tolle und informative Gespräch!

Das Gespräch führte Lin Fischer.

LaCoppaMehr über LaCoppa finden Sie hier
Einer unser TOP3-Artikel:  Kaffeekapseln - die Krönung des dummen Kunden: Ein Kommentar von Florian Simon Eiler und die Glosse zum Kaffeekapselwahnsinn

 

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Gesellschaftliche Akzeptanz ist für die Nachhaltigkeitsaktivitäten von großen Unternehmen wichtiger als die Aussicht auf mehr Gewinn. Auch die Mitarbeitermotivation spielt beim Nachhaltigkeitsmanagement eine größere Rolle als der Profit. Dies ist das Ergebnis einer internationalen Studie der Professoren Stefan Schaltegger (Leuphana Universität Lüneburg) und Jacob Hörisch (Alanus Hochschule). Befragt wurden dazu Nachhaltigkeitsmanager der umsatzstärksten Unternehmen in zehn ausgewählten Industrieländern in Europa, Nordamerika und Asien. Insgesamt 432 Unternehmen beteiligten sich an der Untersuchung.

 

„Die Studie räumt mit der gängigen Meinung auf, dass Unternehmen sich nur dann für Umwelt und Soziales engagieren, wenn sich dies für sie rechnet. Dagegen zeigt unsere Studie erstmals: Hauptantriebskraft beim Thema Nachhaltigkeit ist die Legitimitätsorientierung“, sagt Schaltegger, Leiter des Centres for Sustainability Management an der Leuphana. Den meisten Unternehmen gehe es vor allem um gesellschaftliche Anerkennung. Außerdem wird Engagement für Nachhaltigkeit auch als ein Signal nach innen gesehen. Dafür spreche die große Bedeutung, die der Verbesserung der Mitarbeitermotivation durch konsequentes Nachhaltigkeitsmanagement beigemessen werde, so Schaltegger.
Gründe für die Legitimitätsorientierung der Unternehmen sehen die Autoren unter anderem im Einfluss externer Stakeholder. Von Medien oder nichtstaatlichen Organisationen, die stark in der Öffentlichkeit verankert sind, wird das Thema Nachhaltigkeit aktiver unterstützt als zum Beispiel von Banken, Ratingagenturen oder Anteilseignern. Dies spiegelt sich auch in der organisatorischen und personellen Verantwortung. PR-, Kommunikations- und Rechtsabteilungen haben wesentlich häufiger mit Fragen des Nachhaltigkeitsmanagements zu tun als Finanzierung, Rechnungswesen oder Controlling.

Auch bei der Umsetzung von Maßnahmen agiert die Mehrheit der Unternehmen vor allem mit Blick auf ihre öffentliche Wahrnehmung. Zu den am häufigsten verwendeten Instrumenten gehören Nachhaltigkeits- und Sozialberichte, soziales oder kulturelles Sponsoring, Corporate Citizenship und Stakeholderdialoge. Deutlich dahinter rangieren Instrumente wie Öko-Effizienz-Analyse, Materialfluss- oder Umweltkostenrechnung, die helfen könnten, dass Nachhaltigkeitsaktivitäten zum Gewinn beitragen.

Allerdings: Verfahren zur Messung des Erfolgs von Nachhaltigkeitsmanagement spielen in den Unternehmen durchweg eine untergeordnete Rolle. Am häufigsten werden die Kosten der Maßnahmen gemessen, gefolgt von den  Fortschritten bei der Mitarbeitermotivation und der Unternehmensreputation. Zusammenfassend werden Nachhaltigkeitsmaßnahmen mit einem vorgegebenen Budget, dessen Kosten gemessen werden, vor allem getätigt, um die gesellschaftliche Akzeptanz des Unternehmens zu sichern. Das Vorurteil, dass Unternehmen sich nur dann für Umwelt und Soziales engagieren, wenn sich dies für sie rechnet, ist empirisch nicht zu halten. Ob dieses Engagement zum Gewinn beiträgt oder nicht, weiß kaum ein Unternehmen. 

Text: Henning Zuehlsdorff Pressestelle Leuphana Universität Lüneburg, Bilder:pixabay,   big merci 

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