Gestern wurde der in Süddeutschland einzigartige Masterstudiengang "Nachhaltige Unternehmensführung" an der Uni Ulm offiziell eröffnet. Unter den prominenten Rednern waren der Bundesminister für Entwicklung und Zusammenarbeit, Dr. Gerd Müller, und Ministerialdirektorin Dr. Simone Schwanitz (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Baden-Württemberg). Den passenden Rahmen bildeten die fünften Ulmer Hochschultage "Ökosoziale Marktwirtschaft und Nachhaltigkeit".

Der in Süddeutschland bislang einzigartige Masterstudiengang „Nachhaltige Unternehmensführung“ ist gestern offiziell eröffnet worden.
Den Rahmen für die Festveranstaltung bildeten die Ulmer Hochschultage „Ökosoziale Marktwirtschaft und Nachhaltigkeit“. Dass die Hochschultage mittlerweile in der fünften Auflage stattfinden und bundesweite „Ableger“ haben, zeigt, wie präsent das Thema Nachhaltigkeit ist – nicht nur in Politik und Gesellschaft, sondern auch in den Köpfen der Studierenden. Dies unterstrichen auch die prominenten Redner bei den Hochschultagen, darunter Dr. Gerd Müller, Bundesminister für Entwicklung und Zusammenarbeit.
Der CSU-Politiker sprach über globale Probleme wie eine rasant wachsende Weltbevölkerung, Umweltzerstörung oder Klimawandel. Sie müssten global gelöst werden, so Müller. „Globalisierung gerecht gestalten heißt: faire soziale und ökologische Standards. Von Rohstoffentnahme über Produktion, Vertrieb und Konsum bis zur Entsorgung. Der Markt braucht Regeln“, betonte der Minister. Müller gratulierte der Uni Ulm zu dem neuen Studiengang, in dessen Zentrum die Herausforderungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft stehen.

Über die Eröffnung des Studiengangs freuten sich (v.l.): Prof. Martin Müller, Prof. Franz-Josef Radermacher, Dr. Simone Schwanitz, Prof. Michael Weber sowie Dr. Gerd MüllerÜber die Eröffnung des Studiengangs freuten sich (v.l.): Prof. Martin Müller, Prof. Franz-Josef Radermacher, Dr. Simone Schwanitz, Prof. Michael Weber sowie Dr. Gerd Müller

Ministerialdirektorin Dr. Simone Schwanitz, Amtschefin des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, wünschte dem Studiengang „nachhaltigen Erfolg“. Sie begrüßte, dass mit dem neuen Masterstudiengang der Nachhaltigkeitsgedanke noch tiefer in der Lehre der Uni Ulm verankert werde und würdigte den inter- und transdisziplinären Ansatz des Studienkonzepts mit hoher Forschungs- und Anwendungsrelevanz. „Nachhaltigkeit ist ökonomisch sinnvolles Verhalten. In Zukunft benötigen wir noch mehr Unternehmerinnen und Unternehmer, die nach Gesichtspunkten von Ethik und Fairness gegenüber jetzigen und nachfolgenden Generationen und der Umwelt wirtschaften“, unterstrich Schwanitz. Dass die Uni Ulm mit dem Masterprogram die komplexen Zusammenhänge ökologischer Folgen wirtschaftlichen Handelns in Angriff nehme und dabei auch externe Akteure aus der Wirtschaft mit einbeziehe, sei besonders lobenswert. Das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg fördert den Master „Nachhaltige Unternehmensführung“ im Programm zur „Stärkung des Beitrags der Wissenschaft für Nachhaltige Entwicklung“ mit 226 000 Euro.

Über den neuen Studiengang freute sich auch der Ulmer Universitätspräsident, Professor Michael Weber. Er richtete seinen Dank an den Initiator des Studiengangs, Martin Müller, Stiftungsprofessor im Bereich „Nachhaltigkeit“, sowie an Professor Franz-Josef Radermacher (Forschungsinstitut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung/n), den Vordenker der Hochschultage, und lobte den Vorbildcharakter des Studiengangs. Den Abschluss der Veranstaltung bildeten Workshops, unter anderem zu Chancen und Perspektiven einer alternativen Textilindustrie, in Zusammenarbeit mit der Hochschulgruppe „Nachhaltigkeit".

Text:Marieke Behnel Pressestelle Universität Ulm, Fotos:pixabay

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