Berlin - Bienen gehören zu den besten Botschafterinnen für die Bedeutung der biologischen Vielfalt. Klar, dass die Bestäuber auch in einem Unternehmensbündnis für biologische Vielfalt Thema sind! Mehr als 2,5 Millionen Bienen – vermutlich sogar eine viel höhere Zahl – summen in den Mitgliedsunternehmen der 'Biodiversity in Good Company' Initiative und sorgen nebenbei für unternehmenseigenes flüssiges Gold. Immer mehr Unternehmen in Deutschland schaffen gezielt Lebensräume für Tiere und Pflanzen auf ihren Flächen. Und meist sind es engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Initiative ergreifen.  

Bienen im BundestagSummt da was? Bärbel Höhn inspiziert gemeinsam mit Journalisten den Bienenkasten. Foto: Nora Lessing, FU BerlinEs waren die neuen „Bundestagsbienen“, die den Ehrgeiz zum Nachrechnen angestachelt hatten: 2.000 Honigbienen haben Anfang Juli in einem Bienenstock am Reichstag in einem Testlauf zunächst vorübergehend ihr neues Zuhause gefunden. Wenn sie sich wohlfühlen, sollen es im nächsten Jahr mehr werden. Ob Bundestag, Unternehmen oder die blütenreiche Gestaltung des eigenen Gartens – die Botschaft lautet: Die fleißigen Bienen haben gesellschaftliches Engagement verdient. Tiere, vor allem Honig-, Wildbienen und andere Insekten, sorgen für die Bestäubung von mutmaßlich rund 80 Prozent der Blütenpflanzen – von unschätzbarem Wert für die Sicherstellung der Ernährung. Der neue Weltbiodiversitätsrat IPBES hat daher dem Thema Bestäubung oberste politische Priorität eingeräumt und erarbeitet Informationen und Handlungsoptionen für politische Entscheidungen. 

Die geschätzt 2,5 Millionen Bienen, bei einer Annahme von rd. 40.000 pro Volk, verteilen sich derzeit auf AUDI (in Zusammenarbeit mit der Audi-Stiftung für Umwelt), Bionade, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), ForestFinance, HiPP, Veolia, Volkswagen und Weleda. Eingeräumt sei, dass darunter ungefähr 1 Million „Auslandsbienen“ sind, die sich für ForestFinance in Kolumbien, Panama und Peru im Einsatz befinden. 

HonigDie Umfrage unter 26 Mitgliedsunternehmen brachte noch allerhand weitere aufgehängte oder aufgestellte Mikrolebensräume für verschiedene Arten zum Vorschein, wie zudem Neumarkter Lammsbräu, die REWE Group, Ritter Sport, UPM und Werner & Mertz mitteilten. Alle Angaben ohne Gewähr, wurden gezählt: 565 Nistkästen (plus eine unbekannte Zahl hunderter weiterer, die sich nicht genau beziffern ließen), 120 Fledermausquartiere und 30 komfortable Insektenhotels. Und was es z. B. in den Gipssteinbrüchen von Knauf Gips in freier Natur gibt, ist damit noch gar nicht erfasst! Übrigens: Die diesjährigen Aktionswochen der REWE Group zu Bienen brachten rund 140.000,- Euro durch den Verkauf von Honig ein, die gemeinsamen Projekten mit dem NABU zugutekamen. 

Die Mitglieder des Unternehmensnetzwerks 'Biodiversity in Good Company‘ übernehmen Verantwortung für den Schutz und die nachhaltige Nutzung von Biodiversität und Ökosystemen an ihren Standorten und im Kerngeschäft entlang der Lieferkette. Bienenschutz als lokale Maßnahme ist gelebte Verantwortung vor Ort – praktischer Naturschutz, mit dem zugleich ein Zeichen gesetzt und sensibilisiert wird. 

Mitglieder: Aleph - AUDI - Beraca - Bionade - Faber-Castell - ForestFinance - Fujitsu - GIZ - HeidelbergCement - HiPP - Knauf - Mars - Neumarkter Lammsbräu - oekom verlag - Otto Group - PHARMOS NATUR - REWE Group - Ritter Sport - Saraya - Sumitomo Mitsui Trust Holdings - Tchibo - UPM - Veolia - Volkswagen - Weleda - Werner & Mertz
Quelle: Business and Biodiversity Initiative 'Biodiversity in Good Company'/Bilder: Pixabay