Von Kiel bis München, von Aachen bis Dresden: Greenpeace lädt für den 13. Juni zu Deutschlands größter Kleidertauschparty – ein Event in 40 Städten.

Leihen, tauschen, teilen: Wer sich stylisch und individuell kleiden will, muss nicht dem Modediktat der Industrie folgen und immer neue, kurzlebige Teile kaufen. Es gibt jede Menge Alternativen:
Um ein Zeichen gegen den Massenkonsum zu setzen, veranstaltet Greenpeace am Samstag, 13. Juni, in deutschen 40 Städten eine  Kleidertauschparty.

„50.000 ausrangierte Kleidungsstücke werden den Besitzer wechseln statt im Müll zu landen“, sagt Kirsten Brodde, Greenpeace-Expertin für Textilien. „Das sind auch 50.000 weniger neu gekaufte Teile –  eine gute Nachricht für die Umwelt.“

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Secondhand-Läden, Repair-Cafés oder Eco-Fashion-Stores gibt es überall in Deutschland. All diese Konsumalternativen zeigt eine neue interaktive Karte von Greenpeace. Dort sind bereits über 250 Eco-Fashion-Läden und fast 500 Secondhand-Geschäfte in Deutschland und Österreich zu finden. Die Karte wird ständig aktualisiert.

Konsum-Alternativen nutzen
Sie ist Teil der neuen Konsum-Kampagne, mit der  Greenpeace jede Menge Konsum-Alternativen aufzeigt: gebraucht statt neu kaufen, reparieren statt wegwerfen, zertifizierte Bio-Mode statt billiger Massenware. Jeder kann mitmachen und Konsumbotschafter werden. „Jeder hält die Fäden in der Hand und kann mit unkonventionellen Ideen Mode machen,“ sagt Brodde.

Billig-ShirtsDenn der Kleidungskonsum verdoppelt sich inzwischen alle zehn Jahre. Immer öfter kaufen wir immer billigere Kleidung – ein T-Shirt für drei Euro oder eine Kinderjeans für acht sind häufige Angebote. Jeder Deutsche kauft im Schnitt 60 neue Kleidungsstücke pro Jahr, Jugendliche sogar deutlich mehr. Entsprechend selten tragen wir die schnell erworbenen Teile: ein Party-Top im Schnitt 1,7 Mal, bevor wir es ausrangieren. Nach ihrer kurzen Lebensdauer landen drei von vier Kleidungsstücken im Müll, nur ein Viertel wird recycelt.

Denn die Menschen in den Textilproduktionsländern leiden zunehmend unter vergifteten Gewässern: In China, dem Land mit der größten Textilproduktion, sind etwa zwei Drittel der Flüsse und Seen bereits mit umwelt- und gesundheitsschädlichen Chemikalien kontaminiert. Sie stammen vor allem aus der Textilindustrie. Mit der Detox-Kampagne setzt sich Greenpeace für sauber produzierte Kleidung und einen bewussten Umgang mit Mode ein.
Quelle: Greenpeace