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Haelen, Niederlande (ots/PRNewswire) - Die Zentrale des Trockner- und Kühlerherstellers Geelen Counterflow in Haelen in den Niederlanden steht auf der Liste der umweltfreundlichsten Büros in der ganzen Welt ganz oben: Es erreicht sagenhafte 99,94 % der Punkte nach dem BREEAM-Zertifizierungssystem.

GebäudeDie grüne Wand Foto: John Sondeyker/Geelen CounterflowDas Gebäude für 50 Büroangestellte produziert 50 % mehr Solarenergie als es zum Heizen, für die Klimaanlage, für die Beleuchtung und die Computer braucht. Die überschüssige Energie wird in der Fabrik zum Laserschneiden von Edelstahl und Wiederaufladen der elektrischen Gabelstapler genutzt.

Wo auch immer möglich, sind die Baumaterialien "Cradle to Cradle"-zertifiziert; das bedeutet, dass sie die Umwelt nicht schädigen und nach Ende der Nutzungsdauer wiederverwertet werden können. Das Gebäude wurde aus Holz erbaut; denn Holz gilt als das Baumaterial mit der geringsten CO2-Belastung.

Das Design ist optimal gestaltet, um die Gesundheit und Produktivität der Mitarbeiter durch einfallendes Tageslicht, gute Luftqualität und Innenbeleuchtung sowie die Verwendung gesunder Materialien zu fördern.

Um das Bürogebäude wurde ein Naturgarten mit einer Vielzahl von einheimischen Pflanzen und Blumen angelegt. Zur Gartengestaltung gehören auch Nistplätze für Vögel, Käfer, Fledermäuse und Amphibien.

Sander Geelen ist der Managing Director von Geelen Counterflow: "Bei unseren unerschöpflichen Bemühungen, die besten Trockner und Kühlgeräte für Futter- und Lebensmittel herzustellen, machen wir uns die Naturgesetze der Gravitation, Aerodynamik und Thermodynamik zunutze. Wenn wir also ein neues Bürogebäude bauen, ist es sinnvoll, dabei ebenfalls diese Gesetze und Grenzen der Natur zu respektieren. Dieses Bürogebäude ist ein weiterer Schritt auf unserem Weg zum schrittweisen Ausgliedern fossiler Brennstoffe. Der nächste Schritt wird darin bestehen, eine neue Generation von Trocknern zu entwickeln, die nur noch erneuerbare Energie nutzen."

Das Bürogebäude wurde vom Architektenbüro Architecten en Bouwmeesters entworfen. Die Bauleitung führte Wagemans Bouwadvies. Die technischen Installationen wurden von Dubourgraafgestaltet und Ad van de Ven war als BREEAM-NL-Experte tätig.

BREEAM ist die weltweit führende Methode zur Nachhaltigkeitszertifizierung von Gebäuden und Projekten. Auf der ganzen Welt gibt es mehr als 540.700 BREEAM-zertifizierte Entwicklungen. In den Niederlanden wird das System vom "Niederländischen Rat für umweltfreundliche Bauen" (Dutch Green Building Council) verwaltet.

Geelen Counterflow entwickelt und produziert Gegenstromtrockner und Kühler für die Lebensmittel- und Futtermittelindustrien. Zusammen mit 100 Mitarbeitern produziert das Unternehmen Anlagen zur Produktion von Nahrungsmitteln (wie Kaffee, Cornflakes und Croutons) sowie von Futtermitteln für Nutztiere, für die Aquakultur und für Haustiere. Das Unternehmen unterhält Vertriebs- und Kundendienstbüros in den Niederlanden, den USA, Argentinien und China.
Quelle: Text: Presseportal Deutschland/Bilder: Geelen Counterflow, Pixabay

FirmaLesen Sie dazu: Firmengelände naturnah gestalten und Im kompostierbaren T-Shirt auf der schwimmenden Rohstoffbank

Alufolie

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Wien - Ob für´s Pausenbrot, die Reste vom Mittagessen oder die Torte vom Besuch bei der Großmutter: Die Verpackung kommt von der Rolle, der Rohstoff dafür meist aus dem Regenwald. Aluminium wird extrem umweltschädlich produziert und ist auch gesundheitlich bedenklich. Es gibt viele Alternativen zu Alufolie, www.wenigermist.at informiert darüber.

Alufolie ist ein Standardprodukt in vielen Haushalten, obwohl es große Nachteile hat. „Alufolie hat einen bitteren Beigeschmack – nicht nur weil sich das Aluminium durch Salz und Säure löst und in die verpackten Lebensmittel übergeht, sondern auch weil bei der Herstellung Regenwald vernichtet wird, giftige Abfälle entstehen und viel Energie verbraucht wird“, warnt Mag.a Michaela Knieli, Ernährungswissenschafterin von "die umweltberatung".

Schlecht für die Umwelt
Bauxit heißt das Gestein, aus dem Aluminium gewonnen wird. Bauxit wird zum größten Teil in Australien, China, Brasilien und Indien abgebaut. Meist werden dazu große Flächen an Regenwald gerodet. Der Abbau hinterlässt grobe Spuren in der Landschaft und schädigt die Gesundheit der Bevölkerung. Bei der Gewinnung von Aluminium aus Bauxit bleibt ätzender, mit Schwermetallen verunreinigter Rotschlamm übrig, der eine Gefahr für die Umwelt darstellt. Zur Verarbeitung ist hoher Energieeinsatz notwendig.

Aluminium kann Ihre Gesundheit gefährden
Mittlerweile sind es nicht nur UmweltschützerInnen die sich gegen die Verwendung von Aluminium im Lebensmittelbereich verwehren. Auch die Medizin sieht eine mögliche Gefährdung, da Aluminium in hohen Dosierungen nervenschädigend wirkt, die Blut-Hirn-Schranke passieren kann und in Verbindung mit Demenzerkrankungen wie Alzheimer gebracht wird.

Nicht für Kuchen und für Fisch
OfenkartoffelAluminium reagiert mit Säure und Salz. Das macht sich zum Beispiel beim Abdecken eines Obstkuchens bemerkbar: Das Metall löst sich durch die Fruchtsäure ab, dunkle Flecken bilden sich am Kuchen. Auch Schinken oder Käse sollten nicht in Alufolie verpackt werden, um den Körper nicht unnötig mit Aluminium zu belasten. Zum Kochen ist Alufolie ebenfalls nicht geeignet, Rezepte mit Alufolie wie Fisch in Salzkruste oder Ofenkartoffeln sind nicht empfehlenswert. Denn auch hier können Salz oder Säure Aluminium aus der Folie lösen und die Aufnahme von Aluminium unnötig erhöhen.

Garantiert aluminiumfrei

- Butterbrotpapier und Jausenboxen halten Pausenbrote frisch
- Glasbehälter mit Deckel sind die beste Wahl zur Aufbewahrung von Lebensmitteln
- beim Kochen Alufolie durch Backpapier ersetzen
- Grillschalen aus Edelstahl verwenden
- Lebensmittel in einer Schale, die mit einem Teller zugedeckt wird, im Kühlschrank
  aufbewahren
- Zwiebelhälften mit Schnittfläche auf Untertasse legen und mit einer Kaffeetasse abdecken

Aluminium ist zu schade zum Wegwerfen
Wichtig ist es, Aluminiumprodukte wie Dosen und Folien zu trennen und in den Altmetallcontainer zu werfen. So können die Aluminiumabfälle dem energiesparenden Recycling-Kreislauf zugeführt werden und es entstehen daraus neue Produkte, ohne Bauxit abzubauen.

Wer nicht auf Alufolie verzichten will, sollte Recycling-Alufolie kaufen, da für ihre Herstellung weniger Rohstoffe und Energie verbraucht werden. Recycling-Alufolie ist zum Beispiel in Bio-Supermärkten und Online-Shops erhältlich. Doch Vorsicht, gesundheitlich schneidet Recycling-Alufolie auch nicht besser ab!
Quelle: Text: "die umweltberatung" Wien/Bilder: Pixabay

Weitere Informationen
Viele weitere Informationen zum Vermeiden unnötiger Abfälle bietet die Website www.wenigermist.at.

Die Initiative „natürlich weniger Mist“ ist Teil der "Umwelt Musterstadt Wien" und wird von Umweltstadträtin Ulli Sima und den Abteilungen der Geschäftsgruppe Umwelt unterstützt.

grillenLesenswert: Für ein nachhaltiges Grillvergnügen Besteck von Leef oder der Kaffeekapselwahnsinn mit dem Alu-Mäntelchen - ein Kommentar

Vierköpfige Famile wirft einen Schatten

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Wer möchte nicht als ökologisch korrekte Familie gelten? Aber Bequemlichkeit und mangelnde Information machen das gar nicht so leicht. Hier ein paar Tipps, wie Sie 2017 Ihr Familienunternehmen gemeinsam und mit Spaß „nachhaltig" führen können.

„Nachhaltigkeit". Welches Bewusstsein hinter dieser so häufig strapazierten Vokabel steht, lässt sich mit einem alten indianischen Sprichwort vereinfacht beschreiben: „Wir haben die Erde von unseren Eltern nicht geerbt, sondern wir haben sie von unseren Kindern nur geliehen." Nachhaltiger Konsum heißt, die Ressourcen so zu nutzen, dass die Welt im ökologischen, ökonomischen, und sozialen Sinn für unsere Nachkommen erhalten bleibt. Er fördert die Generationengerechtigkeit, biologischen Anbau und faire Bezahlung. Aber wo soll man anfangen mit der "Nachhaltigkeit", vor allem in einem Familienunternehmen, in dem die Bedürfnisse oft gewaltig auseinanderklaffen?

Es geht nicht darum, zusammen mit den Liebsten gleich die Welt retten zu wollen, sondern darum, in der Familie Prioritäten zu setzen. Es muss kein Widerspruch sein, im Haushalt möglichst viel Energie sparen zu wollen, sich aber gleichzeitig für ein Auto zu entscheiden, weil der Wochenend-Einkauf für die ganze Familie schlecht im Bus transportiert werden kann.

Nachhaltiger Familienhaushalt – so funktioniert’s und macht Spaß

Zu einem nachhaltigen Familienhaushalt gehört das Stromsparen.Zu einem nachhaltigen Familienhaushalt gehört das Stromsparen.Strom sparen

Alte Geräte austauschen:
Waschmaschinen, Kühlschränke und Backöfen mit einer guten Energie-Bilanz (A++ oder besser) kosten häufig mehr, da sie jedoch deutlich weniger Strom verbrauchen als manch billigerer Energiefresser, rechnen sich die höheren Anschaffungskosten über die Jahre. Welches Gerät für Ihren Haushalt das passende ist, erfahren Sie unter http://www.stromeffizienz.de/. Beratung bieten außerdem die Verbraucherzentralen an.

Stand-by-Modus:
Gibt es in Ihrem Familienunternehmen auchmehrere Fernsehapparate, Hifi-Anlagen, Computer, Videogeräte, die mit Stand-by-Schaltern ausgestattet sind? Das bedeutet, wenn man sie ausschaltet, dann werden sie nur in eine Art Schlafmodus versetzt. Der Grund: Schaltet man sie wieder ein, benötigen sie keine Aufwärmphase. Dadurch sind sie schneller betriebsbereit. Der Stand-by-Modus kostet allerdings Strom, und das nicht zu knapp. So verheizt ein Fernsehapparat im Stand-by-Modus bis zu 100 Kilowattstunden im Jahr. Deshalb unser Tipp für multimediale Familien: Am besten alle Geräte an Steckdosenleisten mit Netzschalter oder Funksteckdosen anschließen und mit einem Zug komplett vom Stromnetz trennen. Außerdem beim Neukauf unbedingt auf den Stand-by-Verbrauch achten – er sollte unter 0,5 Watt betragen.

Kabelsalat.TV für die Kleinen:
Damit Ihre Kids zu wahren Energiespar-Profis heranwachsen, indem sie beispielsweise lernen, niemals warme Speisen in den Kühlschrank zu stellen und die Kühlschranktür auch ganz schnell wieder zu schließen, schauen Sie doch gemeinsam mit Ihren Kindern auf die Website http://www.kabelsalat.tv./. Hier gibt es interessante Tipps, unterhaltsam zusammengestellt von Greenpeace Energy.


Halogen aus, energiesparende Spots an
Unter deutschen Dächern schlummert ein enormes Stromsparpotenzial: Stecken in Ihren Strahlerleuchten auch noch herkömmliche Halogenglühlampen, die Strom fressen, teuer sind im Betrieb und zudem die Umwelt belasten? Dann tauschen Sie sie gegen Energiesparlampen aus. Die verbrauchen weniger Energie und halten länger. Nur, wenn Sie das in ihnen enthaltene Quecksilber im Hausmüll entsorgen, war alle Mühe umsonst. Auf http://www.lightcycle.de/ erfahren Sie, wo Sie die Birnen sachgerecht entsorgen können. Strahlende Sieger im Lampen-Wettbewerb sind übrigens LED-Leuchtmittel, die sowohl sehr sparsam als auch extrem haltbar sind. Zudem enthalten sie keine giftigen Substanzen.


WaschenRiohtig Waschen spart EnergieModerne Waschweisheiten
Klar, waschen muss sein. Aber nicht immer bei 60 Grad. Wenn Sie nicht gerade vor haben, lästige Keime oder Bakterien zu killen, reichen 40 Grad Waschtemperatur völlig aus. Es wird dabei wesentlich weniger Energie benötigt. Beispielsweise kann bei der Nutzung eines 40°C-Waschprogramms im Vergleich zu einem 60°C-Programm bis zu 50 Prozent der Energie eingespart werden. Unter http://forum-waschen.de/ können Sie die ganz persönliche Wasch- und Spülmaschinenbilanz Ihres Haushalts errechnen.


teilenDie Share-Economy gewinnt auch in Deutschland immer mehr an BedeutungAuto in Teilzeit
Sind die Wege kurz und die Parkplätze knapp, dann sind das Fahrrad oder die eigenen Füße für Ihre Familienmitglieder sowieso die Nummer 1 in Sachen Fortbewegungsmittel. Klar, bei längeren Strecken muss man auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen.

Vielleicht besteht aber die Möglichkeit, sich mit Nachbarn gemeinsam eine Fahrkarte zu teilen - oder gar das Auto? Der Bundesverband Carsharing beschreibt unter http://www.carsharing.de/, wie man das am besten anleiert.


Nachhaltige Einkaufsliste

Der Wochenend-Einkauf für die ganze Familie steht bevor. Achten Sie bei Ihrer Liste darauf: Ausländische Produkte mit Biosiegel sind zwar nachhaltig angebaut, werden aber oft kilometerweit mit dem Flugzeug um die Welt geflogen. Deshalb gilt die Faustregel: Biologisch angebaute Lebensmittel, die gerade Saison haben und aus der Region kommen, sind am besten. Informationen zu vielen Produkten bietet das Verbraucherportal Offerista mit den Smartphone-Apps barcoo und marktjagd an oder die Seite von http://wegreen.de/. Speziell den Fischkauf erleichtert die Fischratgeber-Broschüre von Greenpeace unter https://www.greenpeace.de/fischratgeber für Smartphone-Nutzer gibt es eine Mobilversion.


Verpackung aufgepasst
Eine der größten "Sünden" unserer Zeit: Verpackungsmüll und Flaschen aus Plastik. Achten Sie bereits beim Kauf darauf, wie Produkte verpackt sind. Obst und Gemüse passen auch gut in einen mitgebrachten Beutel, der nach dem Auspacken zu Hause wieder in den Einkaufskorb wandert – für’s nächste Mal. Bei einem gemeinsamen Ausflug zum Recyclinghof lernen Ihre Kinder viel über den Wert von Rohstoffen und warum Mülltrennung bereits zu Hause so wichtig ist. Ist übrigens inzwischen häufig in Kindergärten Standard.

 

Nachhaltige 'Kleidung organicSind diese Jeans nachhaltig produziert?Kleidung mit Gütesiegel
Auch wenn es kaum mehr andere Produktionsländer zu geben scheint: Kleidung aus Bangladesch, Vietnam oder China wird in den seltensten Fällen unter fairen Bedingungen produziert. Deshalb beim Kauf für sich und Ihre Lieben lieber ein paar Euro mehr ausgeben und auf Qualität und Gütesiegel achten. Welche Siegel es gibt und was sie bedeuten, erfahren Sie unter http://label-online.de/.

Baumwolle, die vollständig ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel angebaut wurde, ist mit dem Kürzel "kbA" gekennzeichnet. Angaben wie „handgepflückt" oder „aus unbehandelter Baumwolle" sind keine zuverlässigen Angaben. Wertvolle Tipps für den Kauf gibt es beispielsweise in einer Broschüre der Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH). Wer alte Kleider spenden will, sollte sie bei einer seriösen Sammelstelle abgeben. Welche in Ihrer Nähe ist, können Sie bei http://www.fairwertung.de/ erfragen.

 

NaturkosmetikSind die Produkte im Kühlschrank und im Badezimmer im Einklang mit der Natur? Eine Frage, die für viele Bürger immer wichtiger wird.Naturprodukte für die Haut
Viele Kosmetik-Hersteller verwenden Palmöl, was aus den Inhaltsangaben für den Laien häufig nicht ersichtlich ist. Welche Hersteller nachhaltig arbeiten sehen Sie unter http://www.ionc.info/ und http://www.natrue.org/de/home/


Möbel & Co.
Ihre Kids wollen unbedingt eine coolere Zimmereinrichtung inklusive Tapetenwechsel? Dann bitte keine Rollen kaufen, die den Weichmacher PVC enthalten. Er verbirgt sich hinter Bezeichnungen wie Vinyl, CV und VC. Beim Streichen Farben verwenden, die emissions- und schadstoffarm sind. Besonders ökologisch sind Kalk-, Leim-, Kasein und Silikatfarben. Bei Möbeln gilt: Am besten ganz auf Tropenholz verzichten und beim Kauf auf Hölzer aus möglichst heimischer, nachhaltiger Forstwirtschaft achten. Eine Alternative: Möbel mit dem FSC-Siegel (Forest Stewardship Council). Dies ist zwar in die Kritik geraten, laut Greenpeace ist es aber noch immer die beste Möglichkeit, die nachhaltige Holzwirtschaft zu unterstützen.

 

Beim Urlaub sollte man auf Nachhaltigkeit achten.Beim Urlaub sollte man auf Nachhaltigkeit achten.„Grüne" Ferien
...klingt zuerst einmal nach „Langeweile". Falsch gedacht!

Abenteuer am Lagerfeuer oder doch lieber „The coolest way to learn English" mit Kletterwand und Höhenfreibad? Das Forum Anders-Reisen http://forumandersreisen.de/ macht Eltern und Kindern Lust auf Ziele, die sich dem nachhaltigen Tourismus verschrieben haben. Und wer „nur" in einem Bio-Hotel nächtigen will, für den gibt es unter http://www.biohotels.info/ eine Auswahl von rund 100 Bio-Hotels in acht europäischen Ländern mit „Nachhaltigkeit" in allen Bereichen, ob bei der Ernte im „Kinder-Garten", über die ausschließliche Verwendung von Naturkosmetik im Spa-Bereich bis hin zum Bio-Kulinarium.

Experimentierfreudige Familien finden dagegen unter www.homelink.de andere Reiselustige, mit denen sich für die Dauer eines Urlaubs das eigene Heim gegen eines in dem gewünschten Reiseland tauschen lässt. So spart man Kosten und bekommt vielleicht auch noch Familienanschluss aus der neuen Nachbarschaft.


Zu guter Letzt: Auf zum gemeinsamen Lernen
„Learning by doing" gilt auch, wenn man die Umwelt verstehen will. Auf der Website S.O.F. können sich Eltern Anregungen für anschauliche Experimente und Materialien holen, um ihre Kinder auf spielerische und handlungsorientierte Weise an einen nachhaltigen Lebensstil heranzuführen.

Quelle: Text: Linda Fischer/Bilder: Pixabay

Teller EinlVielleicht auch interessant: Ernährung der Deutschen belastet das Klima

Tofu auf Teller angerichtet

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Die Auswertungen der Soja-Züchtungsinitiative "1000 Gärten - das Soja-Experiment" vom Bio-Tofuhersteller Taifun und der Uni Hohenheim zeigen erste positive Ergebnisse aus über 1300 Soja-Gärten.

–Ein Jahr ist es her, seit der Bio-Tofuhersteller Taifun gemeinsam mit der Uni Hohenheim "1000 Gärten – Das Soja-Experiment" startete (wir berichteten). Das Ziel der Initiative: die Züchtung neuer, klimatisch angepasster und für die Tofuherstellung geeigneter Sojasorten, um den Sojaanbau in Deutschland voranzutreiben. Eine hierzulande einzigartige Studie, an der sich über 2400 Hobbygärtner, Profigärtner und Landwirte beteiligten. Von den Bayerischen Alpen bis zur Waterkant haben sie im vergangenen Jahr fleißig gesät, gejätet und dokumentiert. Im Zeitraum September bis Oktober war schließlich Erntezeit:

Im Zeitraum September bis Oktober war Erntezeit   Foto: Life Food GmbH  Im Zeitraum September bis Oktober war Erntezeit Foto: Life Food GmbH 15000 Sojaproben aus deutschen Landen
Letztendlich haben 1300 Gärtner 15000 Sojaproben an die Uni Hohenheim geschickt. Die rege Teilnahme und das Engagement der Gärtner haben die Erwartungen von Taifun und der Uni Hohenheim bei Weitem übertroffen. Nun arbeiten die Wissenschaftler unter Hochdruck daran, die Daten auszuwerten. Auch wenn es noch etwas dauern wird bis endgültige Ergebnisse vorliegen – die ersten Resultate sind sehr positiv. So testet Taifun aktuell in der hauseigenen Labortofurei, ob sich die vielversprechenden Sojaproben auch für die Tofuherstellung eignen. Seit Oktober 2016 hat die Landessaatzuchtanstalt der Uni Hohenheim alle Hände voll zu tun. Denn zwischen September und Oktober färbten sich die grünen Sojahülsen erst gelb und dann braun – ein Zeichen für die Gärtner, dass die Sojabohnen reif sind und geerntet werden können. Insgesamt 1300 Pakete mit 15000 Sojaproben erhielt die Uni Hohenheim daraufhin.

Um die Proben analysieren zu können, mussten die Wissenschaftler die Sojabohnen zunächst von den Hülsen befreien. Im Anschluss prüften die Forscher die Sojabohnen auf wertvolle Inhaltsstoffe, wie Eiweiß- und Ölgehalt. Parallel dazu werteten sie die Daten aus, die die Gärtner zum Vegetationsverlauf gesammelt haben. So hatten die Gärtner beispielsweise die Blütenfarbe, Pflanzenhöhe und die Reifezeit der Sojabohnen dokumentiert. Mehr als 70 Prozent der Teilnehmer haben ihre Daten eingegeben und online an die Uni Hohenheim übertragen; die übrigen knapp 30 Prozent hörten aufgrund von Hagel, zu viel Regen, Schneckenfraß oder aus persönlichen Gründen vorzeitig mit dem Experiment auf.

Beste Voraussetzung für den Sojaanbau im Rheintal und im Osten Deutschlands
Mit dem Projekt "1000 Gärten" nutzten die Wissenschaftler die einmalige Chance, bundesweit über 1700 Kreuzungen an verschiedenen Standorten anzubauen. Jeder Gärtner erhielt 12 Saatguttütchen mit unterschiedlichen Sojastämmen.
"Um die Linien regelmäßig über ganz Deutschland zu verteilen, hatten wir das Land in fünf Regionen eingeteilt“, so Dr. Volker Hahn von der Landessaatzuchtanstalt der Uni Hohenheim. Dabei wurde jede Linie doppelt in jeder Region angebaut. "Eines der wichtigsten Studienziele ist für uns, frühreife Sojastämme zu identifizieren“, erklärt Hahn weiter. Die Wissenschaftler suchen also nach Pflanzen, die schneller reifen und somit auch für den Anbau in Regionen Deutschlands geeignet sind, in denen der Sommer kürzer und kühler ausfällt.

Die gute Nachricht: Bei der ersten Analyse konnten sogar mehrere frühreife Sojastämme identifiziert werden. "Diese werden wir dieses Frühjahr noch einmal anbauen, um den Ertrag der Sojapflanzen zu vergleichen“, so Hahn. Generell gilt bei den Sojapflanzen: Je wärmer die Temperaturen, desto früher sind die Sojabohnen reif. Nach ersten Auswertungen lässt sich erkennen, dass sich das Rheintal, aber auch östliche Regionen Deutschlands rund um Berlin, Leipzig und Magdeburg sowie das Donautal in Bayern aufgrund milder Temperaturen besonders gut für den Anbau der Sojastämme eignen.

Die Mitarbeiter von Taifun prüfen, ob sich die Sojabohnen zur Herstellung qualitativ hochwertigen Tofus eignen   Foto: Life Food GmbHDie Mitarbeiter von Taifun prüfen, ob sich die Sojabohnen zur Herstellung qualitativ hochwertigen Tofus eignen Foto: Life Food GmbHDas Zeug zum Tofu: Sojabohnen werden in Labortofurei getestet
Auch besonders eiweißreiche Sojabohnen wurden identifiziert: Einige der getesteten Sojalinien haben einen Proteingehalt von 43-45 Prozent. Damit liegen sie über den üblichen 40 Prozent und haben einen idealen Proteingehalt für die Tofuherstellung. Ob sich aus den vielversprechenden Linien mit hohem Eiweißgehalt tatsächlich schmackhafter Tofu herstellen lässt, prüft nun der Freiburger Bio-Tofuhersteller Taifun: In der hauseigenen Labortofurei werden die geernteten Sojabohnen zu Mini-Tofus verarbeitet. Taifun besitzt 30 Jahre Erfahrung in der Herstellung von Tofuprodukten – als Branchen-Pionier weiß das Unternehmen genau, auf welche sensorischen Eigenschaften zu achten ist, um qualitativ hochwertigen Tofu zu produzieren.

30 Jahre Tofukompetenz und ein Jubiläumstofu
Ende Februar bringt der Markenhersteller Taifun anlässlich seines 30-jährigen Jubiläums einen 300 g Jubiläumstofu natur in den Naturkostfachhandel. Das Besondere daran: Er wird ausschließlich aus deutschen Bio-Sojabohnen hergestellt. Bereits seit 1997 setzt sich Taifun für den Anbau von Sojapflanzen in Deutschland ein. Mit Hilfe der engagierten Gärtner, die an "1000 Gärten – das Sojaexperiment“ teilgenommen haben, konnte nun ein weiterer wichtiger Schritt gemacht werden.

Über Taifun
Die 1987 gegründete Life Food GmbH ist Vorreiter der vegetarischen und veganen Ernährung. Mit seinen Marken Taifun und Tukan bio&vegan ist das Freiburger Unternehmen Marktführer für biologische Tofu- und Tofuprodukte in Europa. Die Sojabohnen für das derzeit rund 40 Produkte umfassende Sortiment stammen aus ökologischem Landbau und werden seit 2017 ausschließlich aus Deutschland, Österreich und Frankreich bezogen. Mit den Landwirten pflegt Life Food langfristige und vertraglich abgesicherte Geschäftsbeziehungen. Das firmeneigene "Landwirtschaftliche Zentrum für Sojaanbau und Entwicklung“ (LZ Soja) arbeitet bereits seit sechs Jahren an der Entwicklung neuer Sojasorten. Seit 2013 beteiligt sich das LZ Soja zudem am Projekt "Soja-Netzwerk zur Ausweitung des Sojaanbaus in Deutschland“ im Rahmen der BMEL-Eiweißpflanzenstrategie.

Über die Landessaatzuchtanstalt an der Universität Hohenheim
Die Landessaatzuchtanstalt der Universität Hohenheim besteht seit 1905. Ihre Aufgaben orientieren sich an den Erfordernissen einer ressourcenschonenden, umwelt- und marktgerechten landwirtschaftlichen Pflanzenproduktion. Um den Soja-Anbau in kühlere Regionen auszuweiten und die Wirtschaftlichkeit zu verbessern, sind ertragreiche, kühletolerante Soja-Sorten notwendig. Die Arbeiten an der Landessaatzuchtanstalt konzentrieren sich auf die Züchtung proteinreicher Sorten und von Soja-Sorten für die Tofu-Produktion. Sollten Sie weitere Informationen oder Bildmaterial benötigen, können Sie mich gerne kontaktieren. Besuchen Sie auch: www.1000gärten.de

Text: Elisabeth Torge raabengrün - nachhaltig kommunizieren, Einleitungs- Beitragsbild und Bild unten: pixabay

GartenVielleicht auch interessant: Gartenlos ernten

 

Metallschrott

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„Die Welt ein kleines Bisschen besser machen.“ - Mit diesem Ansatz schießen „grüne“ Startups wie Pilze aus dem Boden. Verwundert reibt man sich als Verbraucher die Augen, wenn man per App Lebensmittel bei sich um die Ecke ausfindig machen kann, die übermorgen ihr Mindesthaltbarkeitsdatum verlieren - günstig einkaufen und damit den Lebensmittelmüllberg ein wenig reduzieren helfen. Erholen kann man sich von der Shopping-Tour auf einer Parkbank. Sie ist an eine grün bemooste Wand, einen sogenannten CityTree, montiert, der mit Vorliebe Feinstaub frisst. Ein kleiner Beitrag für zunehmend saubere Luft in unseren Metropolen. In Wien gibt es Belohnung für soziale Arbeit, in den Niederlanden werden Recycling-Ideen am Fließband geboren und in Berlin trifft sich alles, was Rang und Namen hat, um fair produzierte und nachhaltige Mode zu bestaunen.

Copyright CityTreeCityTree in Oslo; Copyright CityTreeMitten aus unserer Gesellschaft erwachsen Fragen nach dem „wie wir leben“. Experten monieren, dass unsere Lebensweise bisher sehr wenig dazu beigetragen habe, dass wir mit voller Stolz den Planeten an unsere Enkel weitergeben können. Eine ständige wachsende Zahl von Menschen, die nach Lösungen suchen, findet sich beispielsweise in der „degrowth“-Bewegung. Sie stellen die provokante Frage: „Schadet dem Menschen das Streben nach immer noch mehr Wachstum mehr, als es ihm gut tut? Postwachstum also als Chance, um die weitere Vergiftung, Vermüllung und Erwärmung unseres Planeten zu stoppen.

Die Idee von Cradle to Cradle (C2C) steht dem Wachstumsgedanken eher neutral gegenüber. C2C, übersetzt „von der Wiege zur Wiege“, baut auf Materialkreisläufe und positiv definierte Materialien, die für Mensch und Umwelt gesund sind.

Bei cradle to cradle entsteht kein Müll
Rohstoffkreisläufe nehmen die zentrale Rolle in dem Konzept ein. Dabei unterscheidet man zwischen einem biologischen und einem technischen Kreislauf. Beide sind einfach erklärt: Obst und Gemüse wächst. Bei der Ernte fallen Schalen, Strunk usw. an. Diese „Bio-Abfallprodukte“ werden nicht weggeworfen, sondern kompostiert und später zur Düngung des Apfelbaums wieder eingesetzt. „Am Ende darf kein Müll entstehen“, erklärtNora Sophie Griefahn. Sie ist Mitbegründerin und Geschäftsführerin des gemeinnützigen Cradle to Cradle-Vereins. Man könne die richtigen Dinge tun, um gar keinen Abfall mehr zu erzeugen. „Materialien gebrauchen, statt kopflos zu verbrauchen“, so Griefahn. Ein Anspruch, der beim technischen Kreislauf in unserer Wegwerfgesellschaft alles andere als gegeben ist. Beispiel Alt-Computer: Die meisten Teile des Geräts werden einfach weggeworfen.

Ziel von Cradle to Cradle ist, dass alle Bestandteile, und gemeint sind wirklich alle, wiederverwendet werden können. Wissenschaft und Technik sind inzwischen soweit, Materialien derart aufzubereiten, dass sie in neuen Gegenständen problemlos und ohne jede Qualitätsminderung eingebaut werden können.    

Das dass alles nicht nur bloße „grün-gefärbte“ Träumerei ist, zeigt eines der größten Containerschiffe der Welt. Die von der dänische Reederei „Maersk Line“ gebaute, 400 m lange, über die Weltmeere schippernde Rohstoffbank besitzt einen „C2C-Passport. In dem Pass sind alle im Schiff verbauten Materialien gelistet. Wird der Containerriese abgefrackt, kann jede einzelne Schraube, jeder Bolzen und der Bordcomputer wieder verwendet werden.

Foto: cradle to cradle e.V.Foto: cradle to cradle e.V.Zurück auf trockenem Boden, in Deutschland, bei Cradle to Cradle e.V. Die Organisation macht derartige Projekte wie das voll recyclefähige Containerschiff erst möglich. Die Organisation mit seinen 22 Regionalverbänden und 300 ehrenamtlichen Aktiven sieht sich als Vermittler zwischen Politik, Industrie und Wissenschaft. „Wir gehen rein in die Unis und erzählen von Cradle to Cradle“, erzählt Tim Janßen, selbst Wissenschafter mit Fokus auf Nachhaltigkeitsmanagement. Wichtig sei bei der Übermittlung der Idee ein „Perspektivenwechsel“. Der C2C-Dozent: „Ein Ingenieur hat sicher ein spezifisches Fachwissen und geht die Sache von einer ganz anderen Warte aus an.“ Der Verein sehe sich hauptsächlich als „Rahmen für engagierte Menschen“.

C2C-Produkte wecken bei dem Verbraucher großes Interesse
Engagiert muss man auf alle Fälle sein, wenn man ein konsequent C2C-konzipiertes Produkt auf den Markt bringen möchte. Soll heutzutage ein „grünes“ Produkt im freien Markt funktionieren, muss auch das „Drumherum“ in Ordnung sein. Stichwörter wie fairer Handel, Sozialstandards der Angestellten und Bauern, CO2 - Fußabdruck und ressourcenschonende und umweltfreundliche Anbau-, Ernte- und Weiterverarbeitungsmethoden. Das Berliner Startup leef hat diesen Schritt gewagt. Es macht aus heruntergefallenen Palmblättern der Areka-Palme in Indien kompostierbares Geschirr und verkauft es erfolgreich im „hauseigenen“ Online-Shop. In Baden-Württemberg ist der Sitz von Trigema, einem wahren Pionier in Sachen C2C in Deutschland. Schon vor Jahren hat die Firma mit ihren kompostierbaren T-Shirts für Aufsehen gesorgt. Ein mutiger Schritt, der belohnt wurde. „Das Cradle to Cradle-Konzept wird von den Kunden gut angenommen, die Nachfrage steigt“, sagt Sabine Breusch von der Trigema Werbeabteilung.

Umso verständlicher ist, dass der erste Internet-Shop mit rein Cradle to Cradle zertifizierten Produkten seine Eröffnung vorbereitet. Im Netz sammelt cradlelution aus Lüneburg mit Crowdfunding Startkapital für die ersten Klicks auf C2C Bio Kapuzen-Sweatshirts.

Von der Wiege zur Wiege – die Idee einer müllfreien Welt, in der alles gebraucht und wiederverwendet wird, ist längst den Kinderschuhen entschlüpft und auf dem Weg, erwachsen zu werden.

Florian Simon Eiler

Foto: pixabay,   big merci

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Kuh- Patenschaft

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Dr. Dietrich Schulz ist seit über einem Jahr Pate von Sissi, einer hübschen braunen Milchkuh vom Biolandhof Gasswies in Südbaden. "Meine ehemaligen Kollegen haben mir die Patenschaft zum Eintritt in den Ruhestand geschenkt. Ich bleibe dabei und habe vor kurzem verlängert." Der 65-Jährige hatte schon bei seiner Arbeit im Umweltbundesamt mit den Umweltwirkungen der Landwirtschaft und mit dem Ökolandbau zu tun. "Das ist jetzt meine persönliche Ökoförderung, über den Kauf von Bioprodukten hinaus", erklärt der Biologe, der dafür 120 Euro pro Jahr hinblättert. Die meisten Patenschaften laufen über ein Jahr.

Dr. Dietrich Schulz besucht seine Patenkuh Sissi. Foto: Hof GasswiesDr. Dietrich Schulz besucht seine Patenkuh Sissi. Foto: Hof GasswiesDer Bauernhof Gasswies investiert das Geld seiner Patinnen und Paten in eine tierfreundliche Milchkuhhaltung mit muttergebundener Kälberaufzucht. "Auch in einem ökologischen Betrieb kann man oft noch mehr für Tierwohl und Landschaftsschutz machen als unbedingt notwendig wäre", findet Bäuerin Silvia Rutschmann.

Patenschaften für Biokühe
Die bayrische Biomolkerei Andechser vermittelt für knapp 100 Euro im Jahr Kuhpatenschaften ihrer Lieferanten. "Mit der Kuhpatenschaft bringen wir Stadt und Land zusammen. Wir informieren die Menschen 'spielerisch' auf emotionaler Ebene über die Besonderheiten und Bedeutung des ökologischen Landbaus. Zudem wird damit die ökologische Wirtschaftsweise der Biobauern unterstützt", erklärt Kristina Thurner vom Marketing der Molkerei.
Als Dankeschön für eine übernommene Patenschaft erhalten die Patinnen und Paten einen Steckbrief mit Bild ihrer Kuh, regelmäßige Informationen über Tier und Hof sowie zweimal jährlich ein Genusspaket mit Biomilchprodukten. Nach Absprache mit dem Betrieb kann man eine Patenkuh natürlich auch besuchen. Außerdem lassen sich Patenschaften gut verschenken: "Das ist ein besonderes Geschenk, nicht 'von der Stange', woran man das ganze Jahr Freude hat," so Kristina Thurner.

Vorsicht, Verwechslungsgefahr! Damit die Patin oder der Pate ihre Hühner auch erkennen, bekommen die Hühner ihre persönlichen Paten-Ringe. Foto: Hof Stock Vorsicht, Verwechslungsgefahr! Damit die Patin oder der Pate ihre Hühner auch erkennen, bekommen die Hühner ihre persönlichen Paten-Ringe. Foto: Hof Stock Schweineaktie und Hühnerpate
Auch für andere Tierarten lassen sich Patenschaften übernehmen. Wieso nicht mal zur Abwechslung in Bioschwein-Aktien investieren? Das bietet zum Beispiel der Rotthoffs Hof der Bottroper Werkstätten an. Hier kümmern sich vor allem Menschen mit geistiger Behinderung oder psychischen Erkrankungen um die Borstentiere. Für 280 Euro lässt sich eine Aktie im Wert von einem halben Bioschwein erwerben. Nach dem Schlachten darf die Aktionärin oder der Aktionär rund 45 Kilogramm Schweinefleisch mit nach Hause nehmen.

Wer lieber frische Bioeier mag, freut sich über eine Hühnerpatenschaft. "Durch die Patenschaften fragen sich die Kundinnen und Kunden nun eher: Wie entsteht 'mein' Ei eigentlich und was kostet das? Das Ei wird plötzlich persönlich und bekommt sozusagen ein Gesicht", erklärt Ina Stock-Tonscheid, Inhaberin von Hof Stock in Sprockhövel. Bei dem Biobetrieb im Ruhrgebiet gibt es für rund 180 Euro im Jahr eine Hühnerpatenschaft inklusive der gelegten Eier (im Schnitt 350 Eier pro Jahr). Anschließend kann man das Huhn gegen eine kleine Schlachtgebühr als Suppenhuhn bekommen.

Schulkinder der Siedlergemeinschaft Oberlauchringen erfreuen sich an ihrer neuen Baumpatenschaft. Diese wurde als Dankeschön für eine Hofführung abgeschlossen. Foto: Hof Gasswies Schulkinder der Siedlergemeinschaft Oberlauchringen erfreuen sich an ihrer neuen Baumpatenschaft. Diese wurde als Dankeschön für eine Hofführung abgeschlossen. Foto: Hof Gasswies Baumpate werden
Im Kommen sind auch Baumpatenschaften. Eine Patenschaft für einen Obstbaum können Interessierte für 36 Euro pro Jahr beim Hof Gasswies erwerben. "Dank größerer Reihenabstände sind die Bäume weniger krankheitsanfällig und wir können Aufwendungen für Pflanzenschutz reduzieren. Die extensive Nutzung bringt aber geringere Erträge pro Flächeneinheit", erklärt die studierte Garten-und Landschaftsarchitektin Silvia Rutschmann. Zurzeit seien Patenschaften die einzige Möglichkeit, die geringeren Erntemengen solcher umweltschonenden Produktion zumindest etwas auszugleichen.

Das spanische Crowdfarming-Unternehmen Naranjas del Carmen pflanzt und pflegt im Auftrag ihrer meist deutschen Kundinnen und Kunden Orangenbäume. Das kostet im ersten Baumpflanzjahr 80 und jedes weitere Jahr dann noch 60 Euro. Hinzu kommen die Kosten für den Versand der Früchte von Spanien nach Deutschland. Baumbesitzerinnen und Besitzer können jährlich mit rund 80 Kilogramm Bioorangen rechnen. Auch Bienenvölker kann man beim Crowdfarmer adoptieren. Als Gegenleistung gibt es Biohonig und ein gutes Ökogewissen. Schließlich sichert jede Patenschaft Bienenleben. Das gute Gefühl etwas für Natur, Tiere und ökobewusste Menschen zu tun, gibt es natürlich bei allen Patenschaften gratis dazu.

Weblinks:
Beispiele von Biobetrieben, die Patenschaften anbieten. Sie können weitere gerne melden. Wer mag, kann auch bei seinem Biobetrieb vor Ort nachfragen, ob er nicht künftig Patenschaften anbieten möchten.

Text:ökolandbau.de, Einleitungs-, Beitragsbild und Bild unten pixabay,   big merci

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