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Vierköpfige Famile wirft einen Schatten

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Wer möchte nicht als ökologisch korrekte Familie gelten? Aber Bequemlichkeit und mangelnde Information machen das gar nicht so leicht. Hier ein paar Tipps, wie Sie 2017 Ihr Familienunternehmen gemeinsam und mit Spaß „nachhaltig" führen können.

„Nachhaltigkeit". Welches Bewusstsein hinter dieser so häufig strapazierten Vokabel steht, lässt sich mit einem alten indianischen Sprichwort vereinfacht beschreiben: „Wir haben die Erde von unseren Eltern nicht geerbt, sondern wir haben sie von unseren Kindern nur geliehen." Nachhaltiger Konsum heißt, die Ressourcen so zu nutzen, dass die Welt im ökologischen, ökonomischen, und sozialen Sinn für unsere Nachkommen erhalten bleibt. Er fördert die Generationengerechtigkeit, biologischen Anbau und faire Bezahlung. Aber wo soll man anfangen mit der "Nachhaltigkeit", vor allem in einem Familienunternehmen, in dem die Bedürfnisse oft gewaltig auseinanderklaffen?

Es geht nicht darum, zusammen mit den Liebsten gleich die Welt retten zu wollen, sondern darum, in der Familie Prioritäten zu setzen. Es muss kein Widerspruch sein, im Haushalt möglichst viel Energie sparen zu wollen, sich aber gleichzeitig für ein Auto zu entscheiden, weil der Wochenend-Einkauf für die ganze Familie schlecht im Bus transportiert werden kann.

Nachhaltiger Familienhaushalt – so funktioniert’s und macht Spaß

Zu einem nachhaltigen Familienhaushalt gehört das Stromsparen.Zu einem nachhaltigen Familienhaushalt gehört das Stromsparen.Strom sparen

Alte Geräte austauschen:
Waschmaschinen, Kühlschränke und Backöfen mit einer guten Energie-Bilanz (A++ oder besser) kosten häufig mehr, da sie jedoch deutlich weniger Strom verbrauchen als manch billigerer Energiefresser, rechnen sich die höheren Anschaffungskosten über die Jahre. Welches Gerät für Ihren Haushalt das passende ist, erfahren Sie unter http://www.stromeffizienz.de/. Beratung bieten außerdem die Verbraucherzentralen an.

Stand-by-Modus:
Gibt es in Ihrem Familienunternehmen auchmehrere Fernsehapparate, Hifi-Anlagen, Computer, Videogeräte, die mit Stand-by-Schaltern ausgestattet sind? Das bedeutet, wenn man sie ausschaltet, dann werden sie nur in eine Art Schlafmodus versetzt. Der Grund: Schaltet man sie wieder ein, benötigen sie keine Aufwärmphase. Dadurch sind sie schneller betriebsbereit. Der Stand-by-Modus kostet allerdings Strom, und das nicht zu knapp. So verheizt ein Fernsehapparat im Stand-by-Modus bis zu 100 Kilowattstunden im Jahr. Deshalb unser Tipp für multimediale Familien: Am besten alle Geräte an Steckdosenleisten mit Netzschalter oder Funksteckdosen anschließen und mit einem Zug komplett vom Stromnetz trennen. Außerdem beim Neukauf unbedingt auf den Stand-by-Verbrauch achten – er sollte unter 0,5 Watt betragen.

Kabelsalat.TV für die Kleinen:
Damit Ihre Kids zu wahren Energiespar-Profis heranwachsen, indem sie beispielsweise lernen, niemals warme Speisen in den Kühlschrank zu stellen und die Kühlschranktür auch ganz schnell wieder zu schließen, schauen Sie doch gemeinsam mit Ihren Kindern auf die Website http://www.kabelsalat.tv./. Hier gibt es interessante Tipps, unterhaltsam zusammengestellt von Greenpeace Energy.


Halogen aus, energiesparende Spots an
Unter deutschen Dächern schlummert ein enormes Stromsparpotenzial: Stecken in Ihren Strahlerleuchten auch noch herkömmliche Halogenglühlampen, die Strom fressen, teuer sind im Betrieb und zudem die Umwelt belasten? Dann tauschen Sie sie gegen Energiesparlampen aus. Die verbrauchen weniger Energie und halten länger. Nur, wenn Sie das in ihnen enthaltene Quecksilber im Hausmüll entsorgen, war alle Mühe umsonst. Auf http://www.lightcycle.de/ erfahren Sie, wo Sie die Birnen sachgerecht entsorgen können. Strahlende Sieger im Lampen-Wettbewerb sind übrigens LED-Leuchtmittel, die sowohl sehr sparsam als auch extrem haltbar sind. Zudem enthalten sie keine giftigen Substanzen.


WaschenRiohtig Waschen spart EnergieModerne Waschweisheiten
Klar, waschen muss sein. Aber nicht immer bei 60 Grad. Wenn Sie nicht gerade vor haben, lästige Keime oder Bakterien zu killen, reichen 40 Grad Waschtemperatur völlig aus. Es wird dabei wesentlich weniger Energie benötigt. Beispielsweise kann bei der Nutzung eines 40°C-Waschprogramms im Vergleich zu einem 60°C-Programm bis zu 50 Prozent der Energie eingespart werden. Unter http://forum-waschen.de/ können Sie die ganz persönliche Wasch- und Spülmaschinenbilanz Ihres Haushalts errechnen.


teilenDie Share-Economy gewinnt auch in Deutschland immer mehr an BedeutungAuto in Teilzeit
Sind die Wege kurz und die Parkplätze knapp, dann sind das Fahrrad oder die eigenen Füße für Ihre Familienmitglieder sowieso die Nummer 1 in Sachen Fortbewegungsmittel. Klar, bei längeren Strecken muss man auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen.

Vielleicht besteht aber die Möglichkeit, sich mit Nachbarn gemeinsam eine Fahrkarte zu teilen - oder gar das Auto? Der Bundesverband Carsharing beschreibt unter http://www.carsharing.de/, wie man das am besten anleiert.


Nachhaltige Einkaufsliste

Der Wochenend-Einkauf für die ganze Familie steht bevor. Achten Sie bei Ihrer Liste darauf: Ausländische Produkte mit Biosiegel sind zwar nachhaltig angebaut, werden aber oft kilometerweit mit dem Flugzeug um die Welt geflogen. Deshalb gilt die Faustregel: Biologisch angebaute Lebensmittel, die gerade Saison haben und aus der Region kommen, sind am besten. Informationen zu vielen Produkten bietet das Verbraucherportal Offerista mit den Smartphone-Apps barcoo und marktjagd an oder die Seite von http://wegreen.de/. Speziell den Fischkauf erleichtert die Fischratgeber-Broschüre von Greenpeace unter https://www.greenpeace.de/fischratgeber für Smartphone-Nutzer gibt es eine Mobilversion.


Verpackung aufgepasst
Eine der größten "Sünden" unserer Zeit: Verpackungsmüll und Flaschen aus Plastik. Achten Sie bereits beim Kauf darauf, wie Produkte verpackt sind. Obst und Gemüse passen auch gut in einen mitgebrachten Beutel, der nach dem Auspacken zu Hause wieder in den Einkaufskorb wandert – für’s nächste Mal. Bei einem gemeinsamen Ausflug zum Recyclinghof lernen Ihre Kinder viel über den Wert von Rohstoffen und warum Mülltrennung bereits zu Hause so wichtig ist. Ist übrigens inzwischen häufig in Kindergärten Standard.

 

Nachhaltige 'Kleidung organicSind diese Jeans nachhaltig produziert?Kleidung mit Gütesiegel
Auch wenn es kaum mehr andere Produktionsländer zu geben scheint: Kleidung aus Bangladesch, Vietnam oder China wird in den seltensten Fällen unter fairen Bedingungen produziert. Deshalb beim Kauf für sich und Ihre Lieben lieber ein paar Euro mehr ausgeben und auf Qualität und Gütesiegel achten. Welche Siegel es gibt und was sie bedeuten, erfahren Sie unter http://label-online.de/.

Baumwolle, die vollständig ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel angebaut wurde, ist mit dem Kürzel "kbA" gekennzeichnet. Angaben wie „handgepflückt" oder „aus unbehandelter Baumwolle" sind keine zuverlässigen Angaben. Wertvolle Tipps für den Kauf gibt es beispielsweise in einer Broschüre der Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH). Wer alte Kleider spenden will, sollte sie bei einer seriösen Sammelstelle abgeben. Welche in Ihrer Nähe ist, können Sie bei http://www.fairwertung.de/ erfragen.

 

NaturkosmetikSind die Produkte im Kühlschrank und im Badezimmer im Einklang mit der Natur? Eine Frage, die für viele Bürger immer wichtiger wird.Naturprodukte für die Haut
Viele Kosmetik-Hersteller verwenden Palmöl, was aus den Inhaltsangaben für den Laien häufig nicht ersichtlich ist. Welche Hersteller nachhaltig arbeiten sehen Sie unter http://www.ionc.info/ und http://www.natrue.org/de/home/


Möbel & Co.
Ihre Kids wollen unbedingt eine coolere Zimmereinrichtung inklusive Tapetenwechsel? Dann bitte keine Rollen kaufen, die den Weichmacher PVC enthalten. Er verbirgt sich hinter Bezeichnungen wie Vinyl, CV und VC. Beim Streichen Farben verwenden, die emissions- und schadstoffarm sind. Besonders ökologisch sind Kalk-, Leim-, Kasein und Silikatfarben. Bei Möbeln gilt: Am besten ganz auf Tropenholz verzichten und beim Kauf auf Hölzer aus möglichst heimischer, nachhaltiger Forstwirtschaft achten. Eine Alternative: Möbel mit dem FSC-Siegel (Forest Stewardship Council). Dies ist zwar in die Kritik geraten, laut Greenpeace ist es aber noch immer die beste Möglichkeit, die nachhaltige Holzwirtschaft zu unterstützen.

 

Beim Urlaub sollte man auf Nachhaltigkeit achten.Beim Urlaub sollte man auf Nachhaltigkeit achten.„Grüne" Ferien
...klingt zuerst einmal nach „Langeweile". Falsch gedacht!

Abenteuer am Lagerfeuer oder doch lieber „The coolest way to learn English" mit Kletterwand und Höhenfreibad? Das Forum Anders-Reisen http://forumandersreisen.de/ macht Eltern und Kindern Lust auf Ziele, die sich dem nachhaltigen Tourismus verschrieben haben. Und wer „nur" in einem Bio-Hotel nächtigen will, für den gibt es unter http://www.biohotels.info/ eine Auswahl von rund 100 Bio-Hotels in acht europäischen Ländern mit „Nachhaltigkeit" in allen Bereichen, ob bei der Ernte im „Kinder-Garten", über die ausschließliche Verwendung von Naturkosmetik im Spa-Bereich bis hin zum Bio-Kulinarium.

Experimentierfreudige Familien finden dagegen unter www.homelink.de andere Reiselustige, mit denen sich für die Dauer eines Urlaubs das eigene Heim gegen eines in dem gewünschten Reiseland tauschen lässt. So spart man Kosten und bekommt vielleicht auch noch Familienanschluss aus der neuen Nachbarschaft.


Zu guter Letzt: Auf zum gemeinsamen Lernen
„Learning by doing" gilt auch, wenn man die Umwelt verstehen will. Auf der Website S.O.F. können sich Eltern Anregungen für anschauliche Experimente und Materialien holen, um ihre Kinder auf spielerische und handlungsorientierte Weise an einen nachhaltigen Lebensstil heranzuführen.

Quelle: Text: Linda Fischer/Bilder: Pixabay

Teller EinlVielleicht auch interessant: Ernährung der Deutschen belastet das Klima

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Von unserem nördlichen Nachbarland können wir einiges lernen: Ein staatlicher Aktionsplan zum ökologischen Landbau bringt Schwung in den dänischen Biosektor. Davon profitiert auch die Gemeinschaftsverpflegung. Über 1700 Küchen nutzen inzwischen das Bio-Cuisine Logo zur Auslobung des Bioanteils in Speisen.   

Immer mehr Küchen in Dänemark nutzen das 2009 eingeführte "Bio-Cuisine Zeichen". Foto: Økologisk LandsforeningImmer mehr Küchen in Dänemark nutzen das 2009 eingeführte "Bio-Cuisine Zeichen". Foto: Økologisk LandsforeningDänemark will eine weltweite Führungsrolle im ökologischen Landbau übernehmen und den Anteil der biologisch bewirtschafteten Flächen von derzeitig rund 8 Prozent auf 20 Prozent im Jahr 2020 steigern. Dazu hatte die Vorgängerregierung bereits 2015 einen umfangreichen ökologischen Aktionsplan ("Okologiplan") beschlossen, der auch von der neuen konservativ-liberalen Regierung umgesetzt wird. Das mit Fördergeldern in Höhe von rund 53,6 Millionen Euro ausgestattete Programm kommt bei den Erzeugerinnen und Erzeugern an: Im laufenden Jahr haben sich bis Mitte Juni bereits mehr als 1000 Landwirtinnen und Landwirte um Unterstützung für den Ausbau des ökologischen Landbaus beworben. Mit dem politischen Impuls soll zudem den Einsatz von Bioprodukten in der AHV gefördert werden.

Küchen setzen verstärkt Bioprodukte ein
So hat sich das Verteidigungsministerium dazu verpflichtet und bereits damit begonnen, den Anteil von Biogerichten in seinen Kantinen deutlich zu erhöhen. Rund 1.100 Tonnen Lebensmittel werden dort jährlich serviert. Viele Schulen, Kindergärten, Tagespflegeeinrichtungen und Krankenhäuser folgen diesem Trend. "Vor allem im öffentlichen Sektor gibt es zunehmend Küchen, die Bioprodukte einsetzen", sagt Nicole Danielsen von der Deutsch-Dänischen Handelskammer in Kopenhagen. Und das hat einen einfachen Grund: Der Staat möchte, dass die Biofläche zunimmt und sich der Biosektor insgesamt weiterentwickelt. "Deshalb wollen die öffentlichen Einrichtungen in ihren eigenen Küchen mit gutem Beispiel vorangehen." Daneben gibt es immer mehr Firmen, die sich mit einem Bioangebot in ihrer Kantine profilieren möchten.

Die Küche des regionalen Krankenhauses in Randers (Jütland) verwendet Bioprodukte.Die Küche des regionalen Krankenhauses in Randers (Jütland) verwendet Bioprodukte.Bio-Cuisine Logo
Über 1.700 Küchen der Gemeinschaftsverpflegung nutzen aktuell das im Jahr 2009 in Dänemark eingeführte Bio-Cuisine Logo.
Es soll Caterer, Kantinen, Restaurants und andere Küchen dazu anregen, verstärkt biologische Produkte bei der Zubereitung der Speisen einzusetzen. Drei verschiedene Varianten des Logos informieren die Gäste über den Anteil der biologischen Zutaten.

Bio-Cuisine Logo

  • 30 – 60 % biologische Zutaten beim Logo in Bronze
  • 60 – 90 % beim Logo in Silber
  • 90 – 100 % beim Logo in Gold

Die dänische Fachbehörde für die Lebensmittelüberwachung vergibt das Logo. Das Verfahren ist unkompliziert, pragmatisch und für die Küchen kostenlos: Über eine Onlineregistrierung geben die Küchen ihre Daten zum Einsatz der Bioprodukte an – zusammen mit den Rechnungsbelegen für den Einkauf. Nach zwei bis vier Wochen erhalten sie einen Bescheid und können – bei erfolgreicher Prüfung – ihre Speisen mit dem Bio-Cuisine Logo ausloben. Vorgesehen sind zudem Stichprobenkontrollen, bei denen die Küchen alle Angaben vor Ort belegen müssen. Zudem erhalten die Küchen über den dänischen Verband für Ökolandbau ("Økologisk Landsforening") Unterstützung für ihre Marketingmaßnahmen.

Webseite zeigt den Weg zur Bioküche
Auf einer fortlaufend aktualisierten Webseite (siehe unten) kann man die Restaurants, Caterer, Kantinen, Cafés usw. finden, die ein Bio-Cuisine Logo verwenden. Ein Blick auf die Onlinekarte zeigt, wo die regionalen Schwerpunkte liegen: Natürlich im Großraum Kopenhagen und in größeren Städten wie Aarhus, Aalborg oder Silkeborg. Aber die Symbole für die verschiedenen Küchentypen finden sich verteilt über das ganze Land. Offensichtlich hat der Trend zu mehr Bio in der Außer-Haus-Verpflegung ganz Dänemark erfasst.  

Die Hotel- und Restaurantschule aus Viborg präsentiert sich mit dem dänischen Biologo auf einer Food-Messe in Kopenhagen. Foto: Økologisk LandsforeningDie Hotel- und Restaurantschule aus Viborg präsentiert sich mit dem dänischen Biologo auf einer Food-Messe in Kopenhagen. Foto: Økologisk LandsforeningErfolgsfaktoren
Neben der gezielten Förderung durch die Politik spielen auch die Megatrends in der dänischen Küchenlandschaft eine wichtige Rolle. "Bio, saisonal und innovativ" seien die typischen Attribute der "New Nordic Cuisine", so der Dänische Fachverband der Land- und Ernährungswirtschaft. Diese innovativen Küchen werden in den nächsten Jahren verstärkt auf Reinheit, Tierwohl und Nachhaltigkeit setzen. Mit eine Rolle für den Erfolg des dänischen Bio-Cuisine Logos spielt sicher auch, dass es auf den Erfahrungen des 2001 eingeführten Smiley-Systems aufbaut. Alle Lebensmittelbetriebe werden nach unangekündigten amtlichen Kontrollen mit Smileys in fünf "Mundwinkel-Kategorien" bewertet. Die Auslobung des Bioanteils erfolgte in Anlehnung an das in Dänemark erfolgreich eingeführte Smiley-System.

Die Verbraucherinnen und Verbraucher sind es gewohnt, auf solche Zeichen zu achten und darüber etwas über die Qualität der Lebensmittel zu erfahren. Kurz gesagt basiert der Erfolg von Bio in der dänischen Gemeinschaftsverpflegung auf drei Säulen: Der staatlichen Förderpolitik für den ökologischen Landbau, einer wachsenden Sensibilität auf Verbraucherseite und einem professionellen aber gleichzeitig einfach zu handhabenden System der Umsetzung. Marktexpertin Nicole Danielsen ist sich deshalb sicher: "Der Trend in Richtung Bio wird sich in den dänischen Küchen weiter fortsetzen."

Text und Bilder:ökolandbau.de, Einleitungs- und Beitragsbild und Bild unten: Pixabay

SolidargemeinschaftenVielleicht auch interessant: Gartenlos ernten

Bio-Produkte von Sonnentor gewinnen. Unser aktuelles Gewinnspiel auf facebook geht noch bis 23.09. Hier geht es zum Gewinnspiel.
Gewinnspiel ichtragenatur.de
 

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Wien - Ob für´s Pausenbrot, die Reste vom Mittagessen oder die Torte vom Besuch bei der Großmutter: Die Verpackung kommt von der Rolle, der Rohstoff dafür meist aus dem Regenwald. Aluminium wird extrem umweltschädlich produziert und ist auch gesundheitlich bedenklich. Es gibt viele Alternativen zu Alufolie, www.wenigermist.at informiert darüber.

Alufolie ist ein Standardprodukt in vielen Haushalten, obwohl es große Nachteile hat. „Alufolie hat einen bitteren Beigeschmack – nicht nur weil sich das Aluminium durch Salz und Säure löst und in die verpackten Lebensmittel übergeht, sondern auch weil bei der Herstellung Regenwald vernichtet wird, giftige Abfälle entstehen und viel Energie verbraucht wird“, warnt Mag.a Michaela Knieli, Ernährungswissenschafterin von "die umweltberatung".

Schlecht für die Umwelt
Bauxit heißt das Gestein, aus dem Aluminium gewonnen wird. Bauxit wird zum größten Teil in Australien, China, Brasilien und Indien abgebaut. Meist werden dazu große Flächen an Regenwald gerodet. Der Abbau hinterlässt grobe Spuren in der Landschaft und schädigt die Gesundheit der Bevölkerung. Bei der Gewinnung von Aluminium aus Bauxit bleibt ätzender, mit Schwermetallen verunreinigter Rotschlamm übrig, der eine Gefahr für die Umwelt darstellt. Zur Verarbeitung ist hoher Energieeinsatz notwendig.

Aluminium kann Ihre Gesundheit gefährden
Mittlerweile sind es nicht nur UmweltschützerInnen die sich gegen die Verwendung von Aluminium im Lebensmittelbereich verwehren. Auch die Medizin sieht eine mögliche Gefährdung, da Aluminium in hohen Dosierungen nervenschädigend wirkt, die Blut-Hirn-Schranke passieren kann und in Verbindung mit Demenzerkrankungen wie Alzheimer gebracht wird.

Nicht für Kuchen und für Fisch
OfenkartoffelAluminium reagiert mit Säure und Salz. Das macht sich zum Beispiel beim Abdecken eines Obstkuchens bemerkbar: Das Metall löst sich durch die Fruchtsäure ab, dunkle Flecken bilden sich am Kuchen. Auch Schinken oder Käse sollten nicht in Alufolie verpackt werden, um den Körper nicht unnötig mit Aluminium zu belasten. Zum Kochen ist Alufolie ebenfalls nicht geeignet, Rezepte mit Alufolie wie Fisch in Salzkruste oder Ofenkartoffeln sind nicht empfehlenswert. Denn auch hier können Salz oder Säure Aluminium aus der Folie lösen und die Aufnahme von Aluminium unnötig erhöhen.

Garantiert aluminiumfrei

- Butterbrotpapier und Jausenboxen halten Pausenbrote frisch
- Glasbehälter mit Deckel sind die beste Wahl zur Aufbewahrung von Lebensmitteln
- beim Kochen Alufolie durch Backpapier ersetzen
- Grillschalen aus Edelstahl verwenden
- Lebensmittel in einer Schale, die mit einem Teller zugedeckt wird, im Kühlschrank
  aufbewahren
- Zwiebelhälften mit Schnittfläche auf Untertasse legen und mit einer Kaffeetasse abdecken

Aluminium ist zu schade zum Wegwerfen
Wichtig ist es, Aluminiumprodukte wie Dosen und Folien zu trennen und in den Altmetallcontainer zu werfen. So können die Aluminiumabfälle dem energiesparenden Recycling-Kreislauf zugeführt werden und es entstehen daraus neue Produkte, ohne Bauxit abzubauen.

Wer nicht auf Alufolie verzichten will, sollte Recycling-Alufolie kaufen, da für ihre Herstellung weniger Rohstoffe und Energie verbraucht werden. Recycling-Alufolie ist zum Beispiel in Bio-Supermärkten und Online-Shops erhältlich. Doch Vorsicht, gesundheitlich schneidet Recycling-Alufolie auch nicht besser ab!
Quelle: Text: "die umweltberatung" Wien/Bilder: Pixabay

Weitere Informationen
Viele weitere Informationen zum Vermeiden unnötiger Abfälle bietet die Website www.wenigermist.at.

Die Initiative „natürlich weniger Mist“ ist Teil der "Umwelt Musterstadt Wien" und wird von Umweltstadträtin Ulli Sima und den Abteilungen der Geschäftsgruppe Umwelt unterstützt.

grillenLesenswert: Für ein nachhaltiges Grillvergnügen Besteck von Leef oder der Kaffeekapselwahnsinn mit dem Alu-Mäntelchen - ein Kommentar

Kuh- Patenschaft

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Dr. Dietrich Schulz ist seit über einem Jahr Pate von Sissi, einer hübschen braunen Milchkuh vom Biolandhof Gasswies in Südbaden. "Meine ehemaligen Kollegen haben mir die Patenschaft zum Eintritt in den Ruhestand geschenkt. Ich bleibe dabei und habe vor kurzem verlängert." Der 65-Jährige hatte schon bei seiner Arbeit im Umweltbundesamt mit den Umweltwirkungen der Landwirtschaft und mit dem Ökolandbau zu tun. "Das ist jetzt meine persönliche Ökoförderung, über den Kauf von Bioprodukten hinaus", erklärt der Biologe, der dafür 120 Euro pro Jahr hinblättert. Die meisten Patenschaften laufen über ein Jahr.

Dr. Dietrich Schulz besucht seine Patenkuh Sissi. Foto: Hof GasswiesDr. Dietrich Schulz besucht seine Patenkuh Sissi. Foto: Hof GasswiesDer Bauernhof Gasswies investiert das Geld seiner Patinnen und Paten in eine tierfreundliche Milchkuhhaltung mit muttergebundener Kälberaufzucht. "Auch in einem ökologischen Betrieb kann man oft noch mehr für Tierwohl und Landschaftsschutz machen als unbedingt notwendig wäre", findet Bäuerin Silvia Rutschmann.

Patenschaften für Biokühe
Die bayrische Biomolkerei Andechser vermittelt für knapp 100 Euro im Jahr Kuhpatenschaften ihrer Lieferanten. "Mit der Kuhpatenschaft bringen wir Stadt und Land zusammen. Wir informieren die Menschen 'spielerisch' auf emotionaler Ebene über die Besonderheiten und Bedeutung des ökologischen Landbaus. Zudem wird damit die ökologische Wirtschaftsweise der Biobauern unterstützt", erklärt Kristina Thurner vom Marketing der Molkerei.
Als Dankeschön für eine übernommene Patenschaft erhalten die Patinnen und Paten einen Steckbrief mit Bild ihrer Kuh, regelmäßige Informationen über Tier und Hof sowie zweimal jährlich ein Genusspaket mit Biomilchprodukten. Nach Absprache mit dem Betrieb kann man eine Patenkuh natürlich auch besuchen. Außerdem lassen sich Patenschaften gut verschenken: "Das ist ein besonderes Geschenk, nicht 'von der Stange', woran man das ganze Jahr Freude hat," so Kristina Thurner.

Vorsicht, Verwechslungsgefahr! Damit die Patin oder der Pate ihre Hühner auch erkennen, bekommen die Hühner ihre persönlichen Paten-Ringe. Foto: Hof Stock Vorsicht, Verwechslungsgefahr! Damit die Patin oder der Pate ihre Hühner auch erkennen, bekommen die Hühner ihre persönlichen Paten-Ringe. Foto: Hof Stock Schweineaktie und Hühnerpate
Auch für andere Tierarten lassen sich Patenschaften übernehmen. Wieso nicht mal zur Abwechslung in Bioschwein-Aktien investieren? Das bietet zum Beispiel der Rotthoffs Hof der Bottroper Werkstätten an. Hier kümmern sich vor allem Menschen mit geistiger Behinderung oder psychischen Erkrankungen um die Borstentiere. Für 280 Euro lässt sich eine Aktie im Wert von einem halben Bioschwein erwerben. Nach dem Schlachten darf die Aktionärin oder der Aktionär rund 45 Kilogramm Schweinefleisch mit nach Hause nehmen.

Wer lieber frische Bioeier mag, freut sich über eine Hühnerpatenschaft. "Durch die Patenschaften fragen sich die Kundinnen und Kunden nun eher: Wie entsteht 'mein' Ei eigentlich und was kostet das? Das Ei wird plötzlich persönlich und bekommt sozusagen ein Gesicht", erklärt Ina Stock-Tonscheid, Inhaberin von Hof Stock in Sprockhövel. Bei dem Biobetrieb im Ruhrgebiet gibt es für rund 180 Euro im Jahr eine Hühnerpatenschaft inklusive der gelegten Eier (im Schnitt 350 Eier pro Jahr). Anschließend kann man das Huhn gegen eine kleine Schlachtgebühr als Suppenhuhn bekommen.

Schulkinder der Siedlergemeinschaft Oberlauchringen erfreuen sich an ihrer neuen Baumpatenschaft. Diese wurde als Dankeschön für eine Hofführung abgeschlossen. Foto: Hof Gasswies Schulkinder der Siedlergemeinschaft Oberlauchringen erfreuen sich an ihrer neuen Baumpatenschaft. Diese wurde als Dankeschön für eine Hofführung abgeschlossen. Foto: Hof Gasswies Baumpate werden
Im Kommen sind auch Baumpatenschaften. Eine Patenschaft für einen Obstbaum können Interessierte für 36 Euro pro Jahr beim Hof Gasswies erwerben. "Dank größerer Reihenabstände sind die Bäume weniger krankheitsanfällig und wir können Aufwendungen für Pflanzenschutz reduzieren. Die extensive Nutzung bringt aber geringere Erträge pro Flächeneinheit", erklärt die studierte Garten-und Landschaftsarchitektin Silvia Rutschmann. Zurzeit seien Patenschaften die einzige Möglichkeit, die geringeren Erntemengen solcher umweltschonenden Produktion zumindest etwas auszugleichen.

Das spanische Crowdfarming-Unternehmen Naranjas del Carmen pflanzt und pflegt im Auftrag ihrer meist deutschen Kundinnen und Kunden Orangenbäume. Das kostet im ersten Baumpflanzjahr 80 und jedes weitere Jahr dann noch 60 Euro. Hinzu kommen die Kosten für den Versand der Früchte von Spanien nach Deutschland. Baumbesitzerinnen und Besitzer können jährlich mit rund 80 Kilogramm Bioorangen rechnen. Auch Bienenvölker kann man beim Crowdfarmer adoptieren. Als Gegenleistung gibt es Biohonig und ein gutes Ökogewissen. Schließlich sichert jede Patenschaft Bienenleben. Das gute Gefühl etwas für Natur, Tiere und ökobewusste Menschen zu tun, gibt es natürlich bei allen Patenschaften gratis dazu.

Weblinks:
Beispiele von Biobetrieben, die Patenschaften anbieten. Sie können weitere gerne melden. Wer mag, kann auch bei seinem Biobetrieb vor Ort nachfragen, ob er nicht künftig Patenschaften anbieten möchten.

Text:ökolandbau.de, Einleitungs-, Beitragsbild und Bild unten pixabay,   big merci

Bienenkästen BeitragsbildVielleicht auch interessant: Food Assembly - neue Marktidee erobert Deutschland

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Ein Leben abseits von Autolärm und Abgasen – immer mehr Menschen zieht es ans Wasser. Energieautarke schwimmende Häuser erfüllen nicht nur dieses Lebensgefühl, sondern kurbeln auch die Wirtschaft an. In dem Projekt autartec© arbeiten Mittelständler, Industrie, Universitäten sowie zwei Fraunhofer-Institute Hand in Hand.

Immer beliebter in Deutschland werden schwimmende Häuser – und das nicht nur als Feriendomizil, sondern auch als fester Wohnsitz. Das Lausitzer Seenland bietet sich hierfür besonders an: Es ist mit 23 Seen und einer Fläche von 13 000 Hektar das größte künstliche Seengebiet Europas. Die Region zwischen Ostsachsen und Südbrandenburg war über Jahrzehnte durch den Braunkohletagebau geprägt. Das Lebensgefühl auf dem Wasser soll der Landschaft in den kommenden Jahren zu mehr Anziehungskraft und wirtschaftlichem Erfolg verhelfen.

Dieses Ziel verfolgt auch das in der Lausitz angesiedelte Projekt autartec©, an dem die beiden Dresdner Fraunhofer-Institute für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI und Keramische Technologien und Systeme IKTS beteiligt sind sowie weitere Partner aus der Region, darunter Mittelständler, Industrie sowie die Technische Universität Dresden TUD und die Brandenburgische Technische Universität BTU. Sie alle arbeiten Hand in Hand, um bis 2017 auf dem Geierswalder See nordwestlich von Hoyerswerda ein schwimmendes Haus zu bauen, das nicht nur elegant aussieht, sondern sich selbst mit Wasser, Strom und Wärme versorgt. »Solche energieautarken schwimmenden Häuser gibt es noch nicht«, betont autartec©-Projektkoordinator Professor Matthias Klingner vom IVI. Viele Seen in der Lausitz seien von Infrastrukturen wie Wasser- und Energieversorgung abgeschnitten. »Für dieses Umfeld wollen wir eine Lösung finden«, sagt Klingner.

Energieautark wohnen auf dem Wasser
Das Haus auf dem 13 mal 13 Meter großen Stahlponton erstreckt sich über zwei Ebenen: Das Erdgeschoss umfasst 75 Quadratmeter Wohnfläche, das Obergeschoss weitere 34 Quadratmeter. Auf der 15 Quadratmeter großen Terrasse überblickt man den gesamten See. Das Haus verbindet moderne Architektur und Bautechnik mit hoch effizienter Anlagen- und Gebäudeausstattung. Solarzellen werden beispielsweise in die Gebäudehülle integriert, Lithium-Polymer-Akkumulatoren speichern die gewonnene Energie. Um Platz zu sparen, werden die vom IVI entwickelten Batteriesysteme in die Textilbetonwände oder Treppenelemente eingebaut.

StadtlebenImmer mehr Menschen wünschen sich ein Leben abseits von Abgasen und Autolärm. Foto: PixabayForscherinnen und Forscher des IVI arbeiten auch an der effizienten Bereitstellung von Wärme und Kälte. Für wohlige Wärme an eisigen Wintertagen sorgt ein Salzhydrat-Kamin: Oberhalb des Feuers befindet sich eine wassergefüllte Wanne mit Salzhydraten. »Brennt das Feuer, werden die Salzhydrate flüssig und nehmen Wärme auf«, beschreibt Dr. Burkhard Faßauer vom IKTS. Sind sie vollständig verflüssigt, lässt sich die Wärmeenergie zeitlich nahezu unbegrenzt speichern. Um sie bei Bedarf wieder freizusetzen, werden funkbasierte Kristallisationsauslöser verwendet. Das Prinzip kennt man von Taschenwärmern: Die Kristallisation löst ein geknicktes Metallblättchen aus, so dass der Taschenwärmer fest wird und Wärme abgibt. Erhitzt man ihn im Wasser, wird er wieder flüssig und speichert Wärme bis zum nächsten Knicken. Allerdings reicht ein Kamin nicht aus, um das Haus den Winter über zu heizen. Ein Zeolithspeicher im Ponton hilft weiter: Die Zeolithmineralien werden im Sommer getrocknet – ein rein physikalischer Prozess, bei dem Wärme gespeichert wird. »Und im Winter reicht feuchte Luft aus, damit der Speicher Wärme abgibt«, erklärt Faßauer. Für angenehme Temperaturen im Sommer sorgt die adiabate Kühlung. Anders als bei herkömmlichen Klimaanlagen benötigt das System keine elektrische Energie, sondern nutzt die Verdunstungskälte von Luft und Wasser. Eine Seitenfläche des Hauses wird begrünt und befeuchtet, die entstehende Verdunstungskälte kühlt die Gebäudehülle.

Um die Wasserversorgung im Hausboot kümmern sich Experten des IKTS. »Wir entwickeln und erproben zurzeit ein geschlossenes Kreislaufsystem für Trink- und Brauchwasser«, erklärt Faßauer. Dafür setzen die Wissenschaftler auf eine Kombination aus keramischen Membranen und verschiedenen elektrochemischen und photokatalytischen Prozessen. Während an Land das Abwasser immer auch biologisch behandelt wird, ist dieser Prozess auf einem schwimmenden Haus nicht möglich. »Wir sind auf physikalische und chemische Methoden angewiesen. Da bietet die Keramik sehr effiziente Möglichkeiten, um Prozesse wie Photokatalyse, Elektrochemie und Filtration auf engstem Raum zusammenzubringen«, sagt Faßauer. Andere Materialien wie Stahl und Kunststoff würden bei derart aggressiven Vorgängen versagen. Die Technik für das Kreislaufsystem soll im Ponton untergebracht werden.
Quelle: Text: Britta Widmann Kommunikation, Fraunhofer-Gesellschaft /Bilder: Pixabay

Beton liefert SonnenstromLesen Sie dazu Interessantes aus der Forschung: Beton liefert Sonnenstrom

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PlastikMünchen - »Dein blaues Wunder!« lautet das Motto des Tollwood Sommerfestivals 2016, das vom 29. Juni bis zum 24. Juli im Münchner Olympiapark Süd stattfindet. Damit widmet sich Tollwood der Quelle allen Lebens – dem Meer.

Plastikmüll, Überfischung und der Klimawandel bedrohen dieses »blaue Wunder«. Tollwood versucht es zu bewahren – mit einer Informationskampagne und engagierter Kunst. Daneben lädt das Festival an lauen Sommertagen mit einem abwechslungsreichen Kulturprogramm sowie dem »Markt der Ideen« mit internationalem Kunsthandwerk und Bio-Gastronomie zum Verweilen ein.

TheaterScheinbar ohne Mühe umgehen sie physikalische Grenzen: die australischen Artisten von Gravity & Other Myths. Foto: Andy Phillipson/TollwoodAuf dem Festivalgelände gibt es Vieles zu entdecken: Im Theaterzelt zeigen drei Compagnien faszinierende Produktionen: Bunk Puppets aus Australien präsentieren in »Sticks, Stones, Broken Bones« surreales Schattentheater, das preisgekrönte Ensemble Gravity & Other Myths besticht in »A Simple Space« mit körperbetonter Artistik und umgeht dabei scheinbar physikalische Grenzen wie auch die Compagnie Un loup pour l’homme in »Face Nord«. Die russische Künstlerin Maria Rud eröffnet das Theaterprogramm mit »The AniMotion Show« – bildstarke Live-Performance bei freiem Eintritt.

Deep PurpleStehen am 19. Juli auf der Bühne: Deep Purple Foto: Jim Rakete/Tollwood

 

National und international bekannte Größen der Musikszene kommen für Konzerte in die Musik-Arena. Hier stehen neben dem österreichischen Erfolgsexport Bilderbuch die Rock-Legenden von Deep Purple, Pop-Star Anastacia, Jazz-Sängerin Melody Gardot, die amerikanische Folk-Band Beirut sowie viele weitere Bands und Musiker auf der Bühne.


Tollwood steht für Kulturgenuss, Lebensfreude und ökologisches Engagement. Passend zum diesjährigen Festivalmotto setzt sich Tollwood gemeinsam mit Greenpeace für den Schutz der Meere ein: Dafür gibt es auf dem Festivalgelände eine begehbare Fischdose, die die Besucher auf den Grund des Meeres versetzt. Unter dem Hashtag #WelleMachen rufen Tollwood und Greenpeace zum Schutz der Meere auf. Mit Fietes Fisch mischt sich ein Fischladen der besonderen Art unter die anderen Stände auf dem »Markt der Ideen«. Künstler Miroslav Menschenkind und Tätowierer und Illustrator Andi Knospe präsentieren dort Meeresspezialitäten mit dem gewissen Etwas – gegen die Ausbeutung der Meere. Aus Strandabfällen und Treibgut bauen João Parrinha, Luis de Dios und Xandi Kreuzeder von Skeleton Sea große Kunstwerke mit einer eindeutigen Botschaft: Keep the oceans clean!

Rund 70 Prozent der Veranstaltungen – von den Performances im Amphitheater über mitreißende Live-Musik im Andechser Zelt bis hin zum Kinder- und Jugendprogramm – finden bei freiem Eintritt statt.
Quelle: Text und Bild: Presse Tollwood/Einl.Foto: Markus Dlouhy

Weitere Informationen zum Programm des Tollwood Sommerfestivals 2016 finden Sie hier.
Karten für die Kauf-Veranstaltungen sind unter der Tollwood-Tickethotline 0700-383850-24 (ca. 12,6 Ct/min), unter www.tollwood.de sowie an allen üblichen Kartenvorverkaufsstellen erhältlich.

Hintergrund:
TollwoodFoto: Foto: Petr Neuberger/TollwoodDas Tollwood Festival findet zweimal im Jahr in München statt. Das Sommerfestival dauert zirka 25 Tage im Juni/Juli, das Winterfestival startet vor dem ersten Adventssonntag und endet mit der Silvesterparty. Das Festival basiert auf einem Drei-Säulen-Modell, bestehend aus: dem internationalen Kulturprogramm mit Musik, verschiedenen Theaterformen und Bildender Kunst, dem Engagement für Ökologie und Umweltbewusstsein sowie dem »Markt der Ideen« mit internationalem Kunsthandwerk und der Festivalgastronomie in Bio-Qualität. Rund 1,5 Millionen Menschen besuchen jährlich die beiden Festivals. Weitere Infos unter www.tollwood.de.

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Elektromobilität: Mehrheit der deutschen Autokäufer vertraut etablierten Herstellern

Montag, 16. Januar 2017 06:09
McKinsey-Studie: 75 Prozent der Autokäufer bringen traditionellen Unternehmen größtes Vertrauen entgegen – Fast jeder zweite deutsche Kunde zieht E-Auto ernsthaft in Erwägung – Batteriepreise seit 2010 um 80 Prozent gefallen Düsseldorf - Di

Spielwiese Agrarrohstoffe

Sonntag, 15. Januar 2017 09:12
Weizen weckt Begehrlichkeiten. Während in den armen Ländern der Welt die Menschen ihn dringend zum Überleben brauchen, wetten in den Wohlstandsstaaten Hedgefonds auf steigende oder fallende Preise des Getreides. Schon lange verurteilen Umweltschut

 

 

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NEU in der MEDIATHEK

Lang Lang spielt gegen Elfenbeinhandel

Montag, 09. Januar 2017 06:24

Aktuell - schöne Nachricht. China will Elfenbeinhandel bis Ende 2017 komplett verbieten.

Lang Lang spielt gegen den Elfenbeinhandel.

 

 

Grüne Töne  - das neue Album von Neil Young „The Monsanto Years“- ein Album gegen den US- Konzern Monsanto

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