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Vierköpfige Famile wirft einen Schatten

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Wer möchte nicht als ökologisch korrekte Familie gelten? Aber Bequemlichkeit und mangelnde Information machen das gar nicht so leicht. Hier ein paar Tipps, wie Sie 2018 Ihr Familienunternehmen gemeinsam und mit Spaß „nachhaltig" führen können.

„Nachhaltigkeit". Welches Bewusstsein hinter dieser so häufig strapazierten Vokabel steht, lässt sich mit einem alten indianischen Sprichwort vereinfacht beschreiben: „Wir haben die Erde von unseren Eltern nicht geerbt, sondern wir haben sie von unseren Kindern nur geliehen." Nachhaltiger Konsum heißt, die Ressourcen so zu nutzen, dass die Welt im ökologischen, ökonomischen, und sozialen Sinn für unsere Nachkommen erhalten bleibt. Er fördert die Generationengerechtigkeit, biologischen Anbau und faire Bezahlung. Aber wo soll man anfangen mit der "Nachhaltigkeit", vor allem in einem Familienunternehmen, in dem die Bedürfnisse oft gewaltig auseinanderklaffen?

Es geht nicht darum, zusammen mit den Liebsten gleich die Welt retten zu wollen, sondern darum, in der Familie Prioritäten zu setzen. Es muss kein Widerspruch sein, im Haushalt möglichst viel Energie sparen zu wollen, sich aber gleichzeitig für ein Auto zu entscheiden, weil der Wochenend-Einkauf für die ganze Familie schlecht im Bus transportiert werden kann.

Nachhaltiger Familienhaushalt – so funktioniert’s und macht Spaß

Zu einem nachhaltigen Familienhaushalt gehört das Stromsparen.Zu einem nachhaltigen Familienhaushalt gehört das Stromsparen.Strom sparen

Alte Geräte austauschen:
Waschmaschinen, Kühlschränke und Backöfen mit einer guten Energie-Bilanz (A++ oder besser) kosten häufig mehr, da sie jedoch deutlich weniger Strom verbrauchen als manch billigerer Energiefresser, rechnen sich die höheren Anschaffungskosten über die Jahre. Welches Gerät für Ihren Haushalt das passende ist, erfahren Sie unter http://www.stromeffizienz.de/. Beratung bieten außerdem die Verbraucherzentralen an.

Stand-by-Modus:
Gibt es in Ihrem Familienunternehmen auchmehrere Fernsehapparate, Hifi-Anlagen, Computer, Videogeräte, die mit Stand-by-Schaltern ausgestattet sind? Das bedeutet, wenn man sie ausschaltet, dann werden sie nur in eine Art Schlafmodus versetzt. Der Grund: Schaltet man sie wieder ein, benötigen sie keine Aufwärmphase. Dadurch sind sie schneller betriebsbereit. Der Stand-by-Modus kostet allerdings Strom, und das nicht zu knapp. So verheizt ein Fernsehapparat im Stand-by-Modus bis zu 100 Kilowattstunden im Jahr. Deshalb unser Tipp für multimediale Familien: Am besten alle Geräte an Steckdosenleisten mit Netzschalter oder Funksteckdosen anschließen und mit einem Zug komplett vom Stromnetz trennen. Außerdem beim Neukauf unbedingt auf den Stand-by-Verbrauch achten – er sollte unter 0,5 Watt betragen.

Kabelsalat.TV für die Kleinen:
Damit Ihre Kids zu wahren Energiespar-Profis heranwachsen, indem sie beispielsweise lernen, niemals warme Speisen in den Kühlschrank zu stellen und die Kühlschranktür auch ganz schnell wieder zu schließen, schauen Sie doch gemeinsam mit Ihren Kindern auf die Website http://www.kabelsalat.tv./. Hier gibt es interessante Tipps, unterhaltsam zusammengestellt von Greenpeace Energy.


Halogen aus, energiesparende Spots an
Unter deutschen Dächern schlummert ein enormes Stromsparpotenzial: Stecken in Ihren Strahlerleuchten auch noch herkömmliche Halogenglühlampen, die Strom fressen, teuer sind im Betrieb und zudem die Umwelt belasten? Dann tauschen Sie sie gegen Energiesparlampen aus. Die verbrauchen weniger Energie und halten länger. Nur, wenn Sie das in ihnen enthaltene Quecksilber im Hausmüll entsorgen, war alle Mühe umsonst. Auf http://www.lightcycle.de/ erfahren Sie, wo Sie die Birnen sachgerecht entsorgen können. Strahlende Sieger im Lampen-Wettbewerb sind übrigens LED-Leuchtmittel, die sowohl sehr sparsam als auch extrem haltbar sind. Zudem enthalten sie keine giftigen Substanzen.


WaschenRiohtig Waschen spart EnergieModerne Waschweisheiten
Klar, waschen muss sein. Aber nicht immer bei 60 Grad. Wenn Sie nicht gerade vor haben, lästige Keime oder Bakterien zu killen, reichen 40 Grad Waschtemperatur völlig aus. Es wird dabei wesentlich weniger Energie benötigt. Beispielsweise kann bei der Nutzung eines 40°C-Waschprogramms im Vergleich zu einem 60°C-Programm bis zu 50 Prozent der Energie eingespart werden. Unter http://forum-waschen.de/ können Sie die ganz persönliche Wasch- und Spülmaschinenbilanz Ihres Haushalts errechnen.


teilenDie Share-Economy gewinnt auch in Deutschland immer mehr an BedeutungAuto in Teilzeit
Sind die Wege kurz und die Parkplätze knapp, dann sind das Fahrrad oder die eigenen Füße für Ihre Familienmitglieder sowieso die Nummer 1 in Sachen Fortbewegungsmittel. Klar, bei längeren Strecken muss man auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen.

Vielleicht besteht aber die Möglichkeit, sich mit Nachbarn gemeinsam eine Fahrkarte zu teilen - oder gar das Auto? Der Bundesverband Carsharing beschreibt unter http://www.carsharing.de/, wie man das am besten anleiert.


Nachhaltige Einkaufsliste

Der Wochenend-Einkauf für die ganze Familie steht bevor. Achten Sie bei Ihrer Liste darauf: Ausländische Produkte mit Biosiegel sind zwar nachhaltig angebaut, werden aber oft kilometerweit mit dem Flugzeug um die Welt geflogen. Deshalb gilt die Faustregel: Biologisch angebaute Lebensmittel, die gerade Saison haben und aus der Region kommen, sind am besten. Informationen zu vielen Produkten bietet das Verbraucherportal Offerista mit den Smartphone-Apps barcoo und marktjagd an oder die Seite von http://wegreen.de/. Speziell den Fischkauf erleichtert die Fischratgeber-Broschüre von Greenpeace unter https://www.greenpeace.de/fischratgeber für Smartphone-Nutzer gibt es eine Mobilversion.


Verpackung aufgepasst
Eine der größten "Sünden" unserer Zeit: Verpackungsmüll und Flaschen aus Plastik. Achten Sie bereits beim Kauf darauf, wie Produkte verpackt sind. Obst und Gemüse passen auch gut in einen mitgebrachten Beutel, der nach dem Auspacken zu Hause wieder in den Einkaufskorb wandert – für’s nächste Mal. Bei einem gemeinsamen Ausflug zum Recyclinghof lernen Ihre Kinder viel über den Wert von Rohstoffen und warum Mülltrennung bereits zu Hause so wichtig ist. Ist übrigens inzwischen häufig in Kindergärten Standard.

 

Nachhaltige 'Kleidung organicSind diese Jeans nachhaltig produziert?Kleidung mit Gütesiegel
Auch wenn es kaum mehr andere Produktionsländer zu geben scheint: Kleidung aus Bangladesch, Vietnam oder China wird in den seltensten Fällen unter fairen Bedingungen produziert. Deshalb beim Kauf für sich und Ihre Lieben lieber ein paar Euro mehr ausgeben und auf Qualität und Gütesiegel achten. Welche Siegel es gibt und was sie bedeuten, erfahren Sie unter http://label-online.de/.

Baumwolle, die vollständig ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel angebaut wurde, ist mit dem Kürzel "kbA" gekennzeichnet. Angaben wie „handgepflückt" oder „aus unbehandelter Baumwolle" sind keine zuverlässigen Angaben. Wertvolle Tipps für den Kauf gibt es beispielsweise in einer Broschüre der Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH). Wer alte Kleider spenden will, sollte sie bei einer seriösen Sammelstelle abgeben. Welche in Ihrer Nähe ist, können Sie bei http://www.fairwertung.de/ erfragen.

 

NaturkosmetikSind die Produkte im Kühlschrank und im Badezimmer im Einklang mit der Natur? Eine Frage, die für viele Bürger immer wichtiger wird.Naturprodukte für die Haut
Viele Kosmetik-Hersteller verwenden Palmöl, was aus den Inhaltsangaben für den Laien häufig nicht ersichtlich ist. Welche Hersteller nachhaltig arbeiten sehen Sie unter http://www.ionc.info/ und http://www.natrue.org/de/home/


Möbel & Co.
Ihre Kids wollen unbedingt eine coolere Zimmereinrichtung inklusive Tapetenwechsel? Dann bitte keine Rollen kaufen, die den Weichmacher PVC enthalten. Er verbirgt sich hinter Bezeichnungen wie Vinyl, CV und VC. Beim Streichen Farben verwenden, die emissions- und schadstoffarm sind. Besonders ökologisch sind Kalk-, Leim-, Kasein und Silikatfarben. Bei Möbeln gilt: Am besten ganz auf Tropenholz verzichten und beim Kauf auf Hölzer aus möglichst heimischer, nachhaltiger Forstwirtschaft achten. Eine Alternative: Möbel mit dem FSC-Siegel (Forest Stewardship Council). Dies ist zwar in die Kritik geraten, laut Greenpeace ist es aber noch immer die beste Möglichkeit, die nachhaltige Holzwirtschaft zu unterstützen.

 

Beim Urlaub sollte man auf Nachhaltigkeit achten.Beim Urlaub sollte man auf Nachhaltigkeit achten.„Grüne" Ferien
...klingt zuerst einmal nach „Langeweile". Falsch gedacht!

Abenteuer am Lagerfeuer oder doch lieber „The coolest way to learn English" mit Kletterwand und Höhenfreibad? Das Forum Anders-Reisen http://forumandersreisen.de/ macht Eltern und Kindern Lust auf Ziele, die sich dem nachhaltigen Tourismus verschrieben haben. Und wer „nur" in einem Bio-Hotel nächtigen will, für den gibt es unter http://www.biohotels.info/ eine Auswahl von rund 100 Bio-Hotels in acht europäischen Ländern mit „Nachhaltigkeit" in allen Bereichen, ob bei der Ernte im „Kinder-Garten", über die ausschließliche Verwendung von Naturkosmetik im Spa-Bereich bis hin zum Bio-Kulinarium.

Experimentierfreudige Familien finden dagegen unter www.homelink.de andere Reiselustige, mit denen sich für die Dauer eines Urlaubs das eigene Heim gegen eines in dem gewünschten Reiseland tauschen lässt. So spart man Kosten und bekommt vielleicht auch noch Familienanschluss aus der neuen Nachbarschaft.


Zu guter Letzt: Auf zum gemeinsamen Lernen
„Learning by doing" gilt auch, wenn man die Umwelt verstehen will. Auf der Website S.O.F. können sich Eltern Anregungen für anschauliche Experimente und Materialien holen, um ihre Kinder auf spielerische und handlungsorientierte Weise an einen nachhaltigen  Lebensstil heranzuführen. Quelle: Text: Linda Fischer/Bilder: Pixabay

Passagierflugzeug Einleitungsbild

Erster Flug von Amerika nach Australien mit Biokraftstoff

 

Metallschrott

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„Die Welt ein kleines Bisschen besser machen.“ - Mit diesem Ansatz schießen „grüne“ Startups wie Pilze aus dem Boden. Verwundert reibt man sich als Verbraucher die Augen, wenn man per App Lebensmittel bei sich um die Ecke ausfindig machen kann, die übermorgen ihr Mindesthaltbarkeitsdatum verlieren - günstig einkaufen und damit den Lebensmittelmüllberg ein wenig reduzieren helfen. Erholen kann man sich von der Shopping-Tour auf einer Parkbank. Sie ist an eine grün bemooste Wand, einen sogenannten CityTree, montiert, der mit Vorliebe Feinstaub frisst. Ein kleiner Beitrag für zunehmend saubere Luft in unseren Metropolen. In Wien gibt es Belohnung für soziale Arbeit, in den Niederlanden werden Recycling-Ideen am Fließband geboren und in Berlin trifft sich alles, was Rang und Namen hat, um fair produzierte und nachhaltige Mode zu bestaunen.

Copyright CityTreeCityTree in Oslo; Copyright CityTreeMitten aus unserer Gesellschaft erwachsen Fragen nach dem „wie wir leben“. Experten monieren, dass unsere Lebensweise bisher sehr wenig dazu beigetragen habe, dass wir mit voller Stolz den Planeten an unsere Enkel weitergeben können. Eine ständige wachsende Zahl von Menschen, die nach Lösungen suchen, findet sich beispielsweise in der „degrowth“-Bewegung. Sie stellen die provokante Frage: „Schadet dem Menschen das Streben nach immer noch mehr Wachstum mehr, als es ihm gut tut? Postwachstum also als Chance, um die weitere Vergiftung, Vermüllung und Erwärmung unseres Planeten zu stoppen.

Die Idee von Cradle to Cradle (C2C) steht dem Wachstumsgedanken eher neutral gegenüber. C2C, übersetzt „von der Wiege zur Wiege“, baut auf Materialkreisläufe und positiv definierte Materialien, die für Mensch und Umwelt gesund sind.

Bei cradle to cradle entsteht kein Müll
Rohstoffkreisläufe nehmen die zentrale Rolle in dem Konzept ein. Dabei unterscheidet man zwischen einem biologischen und einem technischen Kreislauf. Beide sind einfach erklärt: Obst und Gemüse wächst. Bei der Ernte fallen Schalen, Strunk usw. an. Diese „Bio-Abfallprodukte“ werden nicht weggeworfen, sondern kompostiert und später zur Düngung des Apfelbaums wieder eingesetzt. „Am Ende darf kein Müll entstehen“, erklärtNora Sophie Griefahn. Sie ist Mitbegründerin und Geschäftsführerin des gemeinnützigen Cradle to Cradle-Vereins. Man könne die richtigen Dinge tun, um gar keinen Abfall mehr zu erzeugen. „Materialien gebrauchen, statt kopflos zu verbrauchen“, so Griefahn. Ein Anspruch, der beim technischen Kreislauf in unserer Wegwerfgesellschaft alles andere als gegeben ist. Beispiel Alt-Computer: Die meisten Teile des Geräts werden einfach weggeworfen.

Ziel von Cradle to Cradle ist, dass alle Bestandteile, und gemeint sind wirklich alle, wiederverwendet werden können. Wissenschaft und Technik sind inzwischen soweit, Materialien derart aufzubereiten, dass sie in neuen Gegenständen problemlos und ohne jede Qualitätsminderung eingebaut werden können.    

Das dass alles nicht nur bloße „grün-gefärbte“ Träumerei ist, zeigt eines der größten Containerschiffe der Welt. Die von der dänische Reederei „Maersk Line“ gebaute, 400 m lange, über die Weltmeere schippernde Rohstoffbank besitzt einen „C2C-Passport. In dem Pass sind alle im Schiff verbauten Materialien gelistet. Wird der Containerriese abgefrackt, kann jede einzelne Schraube, jeder Bolzen und der Bordcomputer wieder verwendet werden.

Foto: cradle to cradle e.V.Foto: cradle to cradle e.V.Zurück auf trockenem Boden, in Deutschland, bei Cradle to Cradle e.V. Die Organisation macht derartige Projekte wie das voll recyclefähige Containerschiff erst möglich. Die Organisation mit seinen 22 Regionalverbänden und 300 ehrenamtlichen Aktiven sieht sich als Vermittler zwischen Politik, Industrie und Wissenschaft. „Wir gehen rein in die Unis und erzählen von Cradle to Cradle“, erzählt Tim Janßen, selbst Wissenschafter mit Fokus auf Nachhaltigkeitsmanagement. Wichtig sei bei der Übermittlung der Idee ein „Perspektivenwechsel“. Der C2C-Dozent: „Ein Ingenieur hat sicher ein spezifisches Fachwissen und geht die Sache von einer ganz anderen Warte aus an.“ Der Verein sehe sich hauptsächlich als „Rahmen für engagierte Menschen“.

C2C-Produkte wecken bei dem Verbraucher großes Interesse
Engagiert muss man auf alle Fälle sein, wenn man ein konsequent C2C-konzipiertes Produkt auf den Markt bringen möchte. Soll heutzutage ein „grünes“ Produkt im freien Markt funktionieren, muss auch das „Drumherum“ in Ordnung sein. Stichwörter wie fairer Handel, Sozialstandards der Angestellten und Bauern, CO2 - Fußabdruck und ressourcenschonende und umweltfreundliche Anbau-, Ernte- und Weiterverarbeitungsmethoden. Das Berliner Startup leef hat diesen Schritt gewagt. Es macht aus heruntergefallenen Palmblättern der Areka-Palme in Indien kompostierbares Geschirr und verkauft es erfolgreich im „hauseigenen“ Online-Shop. In Baden-Württemberg ist der Sitz von Trigema, einem wahren Pionier in Sachen C2C in Deutschland. Schon vor Jahren hat die Firma mit ihren kompostierbaren T-Shirts für Aufsehen gesorgt. Ein mutiger Schritt, der belohnt wurde. „Das Cradle to Cradle-Konzept wird von den Kunden gut angenommen, die Nachfrage steigt“, sagt Sabine Breusch von der Trigema Werbeabteilung.

Umso verständlicher ist, dass der erste Internet-Shop mit rein Cradle to Cradle zertifizierten Produkten seine Eröffnung vorbereitet. Im Netz sammelt cradlelution aus Lüneburg mit Crowdfunding Startkapital für die ersten Klicks auf C2C Bio Kapuzen-Sweatshirts.

Von der Wiege zur Wiege – die Idee einer müllfreien Welt, in der alles gebraucht und wiederverwendet wird, ist längst den Kinderschuhen entschlüpft und auf dem Weg, erwachsen zu werden.

Florian Simon Eiler

Foto: pixabay,   big merci

Müllfrei lebenZum selben Thema:
Müllfrei leben - Eine Vision sorgt für Aufsehen: Der Verein cradle to cradle

 adidas Futurecraft Biofabric Schuhs

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Im Herbst 2016 spielte unter anderem der FC. Bayern München in seinem Heimspiel in adidasTrikots aus 100 Prozent recycelten und aufbereiteten Plastikabfällen. Nun wurde kürzlich das passende Schuhwerk dazu vorgestellt.
Beim Prototyp des adidas Futurecraft Biofabric Schuhs ist das Obermaterial aus 100% Biosteel®-Fasern gefertigt, einer naturbasierten und vollständig biologisch abbaubaren Hochleistungsfaser, entwickelt vom deutschen Biotechnologieunternehmen AMSilk. Das Material vereint auf einzigartige Weise Eigenschaften, die für eine hohe Leistungsfähigkeit entscheidend sind. So ist die Biosteel®-Faser beispielsweise 15% leichter als herkömmliche Synthetikfasern und potenziell das stärkste, bislang verfügbare Naturmaterial.

Nachhaltige Fasern überzeugen
Biosteel®-Fasern sind darüber hinaus noch nachhaltiger, da sie in einem vollständig natürlichen Prozess zu 100% biologisch abbaubar sind. Damit setzt adidas einen weiteren Meilenstein in seiner Reihe nachhaltiger Innovationen – eine Entwicklung, die bereits weg von neuem Kunststoffmaterial über wiederverwertete Kunststoffe bis hin zur Partnerschaft mit Parley for the Oceans führte. Mit dem adidas Futurecraft Biofabric folgt nun ein weiterer, vollkommen neuer Ansatz, in Lösungen zu investieren, die Wissenschaft und Natur zu einem integralen Bestandteil von Innovation machen.

James Carnes, Vice President Strategy Creation bei adidas, erklärt dazu: „In einem Jahr bahnbrechender Innovationen von adidas ist die Bekanntgabe unserer Partnerschaft mit AMSilk und die Vorstellung des adidas Futurecraft Biofabric Schuhs ein weiteres Zeichen unseres Engagements, die Sportartikelbranche neu zu definieren. Durch den Einsatz von Biosteel ®-Fasern in unseren Produkten erzielen wir ein unvergleichlich hohes Maß an Nachhaltigkeit. Damit bewegen wir uns von der Idee geschlossener Kreisläufe weg hin zu einem Endloskreislauf, ja vielleicht sogar weg vom Kreislaufdenken überhaupt."

‚Futurecraft‘ ist eine zukunftsweisenden Designinitiative, die den Fokus auf kreative Open-Source-Partnerschaften gepaart mit kompetenter Handwerkskunst legt. Das Ergebnis ist Innovation…Foto: adidas‚Futurecraft‘ ist eine zukunftsweisenden Designinitiative, die den Fokus auf kreative Open-Source-Partnerschaften gepaart mit kompetenter Handwerkskunst legt. Das Ergebnis ist Innovation…Foto: adidas AGFuturcraft Biofabric desSportgiganten
Die Vorstellung des adidas Futurecraft Biofabric erfolgt im Herbst 2017, in dem adidas mit einer ganzen Reihe von Produkten die Grenzen der Sneaker-Innovationen neu definieren wird. Dazu zählen der Futurecraft Tailored Fibre, der in einem innovativen Fertigungsverfahren hergestellt wird und einzigartige Schuhdesigns ermöglicht, sowie der Futurecraft M.F.G., der als erstes Produkt in der die gesamte Branche revolutionierenden adidas SPEEDFACTORY hergestellt wurde.

Diese wegweisenden Produktentwicklungen symbolisieren die Hingabe von adidas für Nachhaltigkeit. Dazu gehört nicht zuletzt die Zusammenarbeit mit Parley for the Oceans, im Rahmen derer der erste massenproduzierte Schuh entstanden ist, der überwiegend aus Parley-Meeresplastik besteht – der UltraBOOST Uncaged Parley.

Text: adidas AG, Einleitungsbild: © AMSilk Biosteel

TrikotVielleicht auch interessant: FC Bayern spielt in Trikots aus Ozeanmüll

teilen Peer-to-Peer Sharing  Kleidersharing Carsharing

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► Sharing über Onlineplattformen wird weiter wachsen: Privates Autoteilen hat größtes Potenzial ► Zwei Drittel der Deutschen finden, dass Teilen Geldbeutel und Umwelt schont ► Fast jeder vierte Befragte bis 24 Jahren sieht privates Carsharing als adäquaten Ersatz für ein eigenes Auto         

Sharing statt Shopping ist im Internet immer häufiger die Devise: Immer mehr Internetplattformen ermöglichen es, Dinge von Privat zu Privat zu teilen, leihen oder verkaufen (Peer-to-Peer Sharing). Eine bundesweite Befragung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) zeigt, dass zwei Drittel der Deutschen diese Entwicklung positiv bewerten.

Boom Carsharing
Vor allem beim Auto finden die Befragten das Nutzen wichtiger als das Besitzen: In Zukunft könnte sich die Nachfrage nach privatem Carsharing verfünffachen. Auch bei Kleidung, Wohnungen oder Mitfahrgelegenheiten können sich viele Menschen vorstellen in Zukunft mehr privat zu teilen. Die Befragten rechnen damit, dass dies Geld spart und die Umwelt schont. Die Wissenschaftler haben 2000 Menschen zu ihrem Nutzungsverhalten von Sharing-Plattformen im Internet befragt. Die Befragung wurde im Projekt PeerSharing durchgeführt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Förderschwerpunkt Sozial-ökologische Forschung gefördert wird. Die Ergebnisse sind nun in der Broschüre „Teilen digital – Verbreitung, Zielgruppen und Potenziale des Peer-to-Peer Sharing in Deutschland“ erschienen.

Mehrheit findet, dass privates Carsharing zur Nachhaltigkeit beiträgt   IÖWMehrheit findet, dass privates Carsharing zur Nachhaltigkeit beiträgt IÖW

Wachstumspotenzial in allen Bereichen
„Aktuell nutzen zwar nur etwa zwei Prozent der Befragten die Möglichkeit, das Auto von anderen zu mieten oder ihr eigenes Auto zu vermieten“, so Studienautor und Projektkoordinator Dr. Gerd Scholl. „Aber zehn Prozent können es sich für die Zukunft vorstellen. Fast jeder vierte Befragte bis 24 Jahre sieht dies sogar als adäquaten Ersatz für ein eigenes Auto. Die Menschen nehmen dabei positiv wahr, dass privates Carsharing zur Nachhaltigkeit beiträgt und die Umwelt schont“, führt er weiter aus.
Private Mitfahrgelegenheiten, die über das Internet vermittelt werden, gibt es noch häufiger: Fast jeder und jede Zehnte hat eine solche schon angeboten oder genutzt. Die Nachfrage könnte sich noch verdoppeln.
Die eigene Wohnung oder ein Zimmer als Übernachtungsort zur Verfügung gestellt haben bisher etwa drei Prozent der Bevölkerung – etwa sechs Prozent können es sich zukünftig vorstellen. Dieses Angebot selbst genutzt haben bisher sechs Prozent der Bevölkerung. Dies könnte sich in Zukunft verdreifachen. Am weitesten verbreitet ist heute schon Kleidersharing: Etwa jede und jeder Fünfte verkauft oder kauft gebrauchte Kleidung über moderne Internetplattformen. Zukünftig kann es jede und jeder Vierte sein.

Pioniere des Sharing: Unterschiedliche Zielgruppen identifiziert
Vor allem bewerten gut gebildete, junge Menschen zwischen 18 und 35 Jahren Peer-to-Peer Sharing positiv. Diese „Aktiven“ nutzen Sharing-Angebote aus allen Bereichen schon relativ häufig. Besitz ist für sie nebensächlich und das organisierte Teilen passt zu ihrem Selbstbild. Sie machen die wichtigste Zielgruppe aus. Ähnlich wichtig sind die „Pragmatischen“ – eine junge Gruppe, die oft über wenig Geld verfügt, aber schon viel über das Internet teilt. Die Forscher geben Plattformanbietern und Gründern im Bereich Online-Sharing mit ihrer Analyse einen Einblick in unterschiedliche „Sharing-Typen“ als zentrale Zielgruppen, um Onlineplattformenbetreiber beim Aufbau ihrer Geschäftsmodelle zu unterstützen.

Text: Richard Harnisch Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH, gemeinnützig , Bilder: pixabay

Eco HauptbildVielleicht auch interessant: Im kompostierbaren T-Shirt auf der schwimmenden Rohstoffbank

Hotel Pool Sonnenschirm Urlaub Sonne

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Das Zentrum für Nachhaltigen Tourismus (ZENAT) der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) und die Verbraucher Initiative e. V. haben insgesamt 36 Zertifizierungssysteme für umweltfreundliche und nachhaltige Tourismusanbieter untersucht und die Ergebnisse veröffentlicht. Fazit: Die meisten Zertifikate sind glaubwürdig, doch unterscheiden sie sich hinsichtlich ihrer inhaltlichen Ansprüche sehr.         

In der Reiseanalyse 2014 gaben 42 Prozent der deutschen Touristen an, dass sie nachhaltiger verreisen würden, wenn ihnen entsprechende Labels dabei helfen würden. „Die Zahl solcher Zeichen im Deutschland-Tourismus ist sehr hoch, doch sind sie den meisten Konsumenten nicht bekannt“, so Christoph Teusch von der Verbraucher Initiative. Deshalb hat der Bundesverband zusammen mit dem ZENAT 36 Zertifizierungssysteme auf Grundlage internationaler Richtlinien untersucht und dabei sowohl ihre inhaltlichen Ansprüche als auch ihre Transparenz und Prozesse anhand von 69 Kriterien analysiert.

Vier Label erfüllen Kriterien
„Die meisten Zertifikate werden für Hotels vergeben, seltener für Reiseveranstalter“, so Prof. Wolfgang Strasdas vom ZENAT. Nur vier Labels – TourCert für Reiseveranstalter und Unterkünfte, Travelife Gold und Green Sign/Infracert – erfüllen über 75 % der anspruchsvollen Kriterien. Weitere elf erreichen zumindest über 50 %. Dabei sind die meisten Zertifikate durchaus transparent und glaubwürdig – im Schnitt werden zwei Drittel der entsprechenden Kriterien erfüllt, – doch bleiben die inhaltlichen Ansprüche oft hinter dem zurück, was man von nachhaltigem Tourismus erwarten würde.
Insbesondere soziale Kriterien, wie etwa die Zufriedenheit der Mitarbeitenden, werden meist ausgeblendet. Besser sieht es im Bereich Umwelt- und Ressourcenschutz aus. Hier liegen das EU Ecolabel und die internationalen Umweltmanagement-Standards EMAS und ISO 14000 vorn.

Weitere Informationen sowie die komplette Studie erhalten Sie sowohl auf den Seiten der Verbraucher Initiative e. V. und des Zentrums für Nachhaltigen Tourismus.

Text: Johanna Köhle Leiterin Hochschulkommunikation Tel.: +49 3334 657-248 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , Bilder: pixabay

FSC SiegelZum Thema Labels bietet die Verbraucher Initiative auf www.label-online.de Bewertungen von über 700 Zeichen in 16 Kategorien an.
 

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Haelen, Niederlande (ots/PRNewswire) - Die Zentrale des Trockner- und Kühlerherstellers Geelen Counterflow in Haelen in den Niederlanden steht auf der Liste der umweltfreundlichsten Büros in der ganzen Welt ganz oben: Es erreicht sagenhafte 99,94 % der Punkte nach dem BREEAM-Zertifizierungssystem.

GebäudeDie grüne Wand Foto: John Sondeyker/Geelen CounterflowDas Gebäude für 50 Büroangestellte produziert 50 % mehr Solarenergie als es zum Heizen, für die Klimaanlage, für die Beleuchtung und die Computer braucht. Die überschüssige Energie wird in der Fabrik zum Laserschneiden von Edelstahl und Wiederaufladen der elektrischen Gabelstapler genutzt.

Wo auch immer möglich, sind die Baumaterialien "Cradle to Cradle"-zertifiziert; das bedeutet, dass sie die Umwelt nicht schädigen und nach Ende der Nutzungsdauer wiederverwertet werden können. Das Gebäude wurde aus Holz erbaut; denn Holz gilt als das Baumaterial mit der geringsten CO2-Belastung.

Das Design ist optimal gestaltet, um die Gesundheit und Produktivität der Mitarbeiter durch einfallendes Tageslicht, gute Luftqualität und Innenbeleuchtung sowie die Verwendung gesunder Materialien zu fördern.

Um das Bürogebäude wurde ein Naturgarten mit einer Vielzahl von einheimischen Pflanzen und Blumen angelegt. Zur Gartengestaltung gehören auch Nistplätze für Vögel, Käfer, Fledermäuse und Amphibien.

Sander Geelen ist der Managing Director von Geelen Counterflow: "Bei unseren unerschöpflichen Bemühungen, die besten Trockner und Kühlgeräte für Futter- und Lebensmittel herzustellen, machen wir uns die Naturgesetze der Gravitation, Aerodynamik und Thermodynamik zunutze. Wenn wir also ein neues Bürogebäude bauen, ist es sinnvoll, dabei ebenfalls diese Gesetze und Grenzen der Natur zu respektieren. Dieses Bürogebäude ist ein weiterer Schritt auf unserem Weg zum schrittweisen Ausgliedern fossiler Brennstoffe. Der nächste Schritt wird darin bestehen, eine neue Generation von Trocknern zu entwickeln, die nur noch erneuerbare Energie nutzen."

Das Bürogebäude wurde vom Architektenbüro Architecten en Bouwmeesters entworfen. Die Bauleitung führte Wagemans Bouwadvies. Die technischen Installationen wurden von Dubourgraafgestaltet und Ad van de Ven war als BREEAM-NL-Experte tätig.

BREEAM ist die weltweit führende Methode zur Nachhaltigkeitszertifizierung von Gebäuden und Projekten. Auf der ganzen Welt gibt es mehr als 540.700 BREEAM-zertifizierte Entwicklungen. In den Niederlanden wird das System vom "Niederländischen Rat für umweltfreundliche Bauen" (Dutch Green Building Council) verwaltet.

Geelen Counterflow entwickelt und produziert Gegenstromtrockner und Kühler für die Lebensmittel- und Futtermittelindustrien. Zusammen mit 100 Mitarbeitern produziert das Unternehmen Anlagen zur Produktion von Nahrungsmitteln (wie Kaffee, Cornflakes und Croutons) sowie von Futtermitteln für Nutztiere, für die Aquakultur und für Haustiere. Das Unternehmen unterhält Vertriebs- und Kundendienstbüros in den Niederlanden, den USA, Argentinien und China.
Quelle: Text: Presseportal Deutschland/Bilder: Geelen Counterflow, Pixabay

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