Nun also ist es vollbracht. Am Mittwoch gaben sich der Chemiekonzern Bayer und der US-Saatguthersteller Monsanto die Hand. Die Hersteller des im Vietnamkrieg bekannt gewordenen Entlaubungsmittels, Agent Orange, werden sich anschließend dieselbige auch gerieben haben, fließen doch 66 Milliarden Dollar an Monsanto-Chef Hugh Grant und seine Jünger.

Der Deal ist ein Fanal und stellvertretend für eine Gefahr, die uns alle betrifft. Die Macht der Mega-Konzerne! Es ist völlig egal, ob diese Amerikaner, Europäer oder Asiaten sind. Patriotismus Fehlanzeige! Das muss uns seit dem Diesel-Skandal der Wolfsburger doch klar sein. Dem Kunden in Übersee zahlen die Deutschen tausende von Dollar, während der Käufer in seinem „Heimatland“ leer ausgeht. Übrigens, Bundesverkehrsminster Dobrindt hat aktuell einen Rüffel aus Brüssel bekommen, weil er in Sachen Dieselmanipulation chronisch untätig ist und die heimische Autoindustrie mit Glacéhandschuhen anfasst.

Genauso wird es in Zukunft mit dem Bayer-Konzern ablaufen. Die Lobbyisten der neuen „Saatgutweltmacht“ werden im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft einen Schreibtisch einrichten. Genau auf dem werden Gesetzestexte geschrieben und der Bundestag wird sie eins zu eins übernehmen. Schon lange haben wir die Situation, dass die „Big Player“ die Politik infiltrieren. Geld kann Politiker und Richter kaufen, das ist nicht neu.
Was wird mega viel Geld erreichen? Entscheiden Sie selbst.

Wir alle sollten daran denken, wenn Glyphosat und genmanipuliertes Saatgut politisch salonfähig gemacht werden soll. Wir alle müssen aufmerksam lauschen, wenn Politiker und Wirtschaftsbosse uns die Vorzüge der Freihandelsabkommen CETA und TIPP erklären. Nichts ist für diese Personen unangenehmer als ein wissbegieriger Bürger, der mit seiner Unterschrift und seinem Protest demokratische Fäden zieht.

Demokratie ist eine ständige Herausforderung an uns alle. Ein Muskel, der täglich trainiert werden möchte. Alles abnicken und vor lauter Verzweiflung sich von seinem iphone ablenken lassen, spielt in die Hände der Konzernzentralen.

Übrigens: Konsumverzicht bei bestimmten Produkten trifft ins Mark der Unternehmen.

Florian Simon Eiler   Bilder: pixabay,   big merci 

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