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Herbstzeit - Tipps für den Garten

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Wien - An sonnigen Herbsttagen wird im Garten eifrig gerecht, geschnitten und aufgeräumt. "die umweltberatung" empfiehlt einige Arbeiten für den Frühling aufzuheben, damit die tierischen Gartenbewohner den Winter überleben. Das bedeutet: verblühte Pflanzen stehen lassen, beerentragende Sträucher erst im Spätwinter schneiden und nicht alles Laub zum Kompostplatz bringen. Außerdem ist jetzt auch ein guter Zeitpunkt, Bäume und Hecken für Vögel und Bienen zu pflanzen.

HagebutteMit dem Schneiden von beerentragenden Sträuchern sollte man bis zum Ende des Winters warten.Aufräumfimmel ist im Garten fehl am Platz, denn ein zu streng aufgeräumter, ausgeräumter Garten bietet der Tierwelt wenige Chancen zum Überwintern. „Faul sein bringt’s! Wer manche Herbstarbeiten einfach für den Frühling aufhebt, sichert Tieren das Überleben. Lassen Sie die Vögel von den Beeren naschen und gönnen Sie den Insekten und Igeln ein warmes Plätzchen im Laub“, appelliert Mag.a Bernadette Pokorny, Gartenexpertin von "die umweltberatung".

Laub ist ein begehrtes Versteck 
Das Laub sollte nicht mit dem Laubsauger entfernt werden, weil dabei die Tiere, die sich zwischen den Blättern aufhalten, getötet werden und es unnötig Energie verbraucht. Der gute, alte Rechen ist eine wesentlich schonendere Alternative. Das Laub kann unter Sträucher gerecht werden und bildet dort eine schützende Schicht, in der Marienkäfer, Spinnen und andere Insekten überwintern können. Für Zaunkönig und Rotkehlchen sind diese Insekten im Winter fette Beute. Igel finden im Laubhaufen ein ideales Winterquartier. Leer geräumte Beete profitieren von einer schützenden Blätterdecke, die Bodenlebewesen schützt und den Boden düngt.

Stängel für Insekten und Vögel stehen lassen
Pflanzenstängel sind gute Winterquartiere für Insekten und Spinnen. Manche Wildbienen legen ihre Eier in Pflanzenstängel und verholzte Stauden. Die jungen Bienen schlüpfen häufig erst im folgenden Frühjahr. Pflanzensamen helfen den Vögeln, über den kargen Winter zu kommen. Daher ist es besser, mit dem Rückschnitt von abgeblühten Stauden und Gräsern bis zum Frühling abzuwarten. Auch Totholz, morsche Äste und Rinden bieten, auf einem Haufen gestapelt, ein geschütztes Winterquartier für Igel, Käfer, Wildbienen und andere Insekten. Die Insekten dienen dann wiederum als Nahrung für hungrige Vögel im Winter. Mit Gartenmaterialien, die im Herbst anfallen, können jetzt auch Nisthilfen für Wildbienen gebastelt werden. Ab Februar erfolgt dann die erste Besiedelung durch die Bienen.

Sträucher für Vögel und Bienen
Damit die Vögel möglichst viel natürliches Winterfutter finden, sollte man mit dem Schneiden von beerentragenden Sträuchern bis zum Ende des Winters warten. Hagebutten und Pfaffenkapperl, Beeren von rotem Hartriegel, Weißdorn und Liguster sehen schön aus und sind bestes Vogelfutter. Heimische Sträucher und Bäume sind auch für Bienen von großer Bedeutung, weil sie große Mengen an Pollen und Nektar liefern. Und sie eignen sich als Nistgehölze für Vögel und für manche Wildbienen. Für alle, die noch Gehölze im Garten pflanzen wollen: Dafür ist im Herbst, nach dem Laubfall, der ideale Zeitpunkt!

Schädlingen vorbeugen
Im Herbst kann man auch schon einiges tun, um einem Schädlingsbefall im kommenden Gartenjahr vorzubeugen. Gegen den Befall durch Apfelwickler hilft zum Beispiel das konsequente Absammeln und Entsorgen des Fallobstes. Beim Auftreten der Kastanienminiermotte ist es wichtig, das Laub konsequent zusammenzukehren und zu entsorgen. Gegen starken Schneckenbefall wirkt das Lockern der Erde und Freilegen von Schneckengelegen, damit diese mit dem ersten Frost erfrieren.
Herbst und Winter sind auch die ideale Zeit, um Vogelnistkästen zu bauen. Vögel füttern ihre Jungen mit Insekten und zählen im Frühling zu den wichtigsten Schädlingsvertilgern.

Quelle: Text: "die umweltberatung"/Fotos: Pixabay

Weitere Tipps gibt es hier und zum Bau eines Nützlingshauses im folgenden Video:

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RasenmäherWer einen neuen Rasenmäher kaufen will, sollte seine Gartensituation beschreiben können. „Ich muss dem Händler beispielsweise schildern können, wie groß der Garten ist, ob hügelig oder flach, wo ich den Mäher lagern kann und wie das Gras verarbeitet werden soll“, sagt Michael Reitz, Experte für Gartengeräte bei TÜV Rheinland. Kompakte Mäher mit einem kleinen Auffangkorb für Schnittgut eignen sich besonders für Gartenbesitzer, die Grünschnitt abgeben können oder einen Komposthaufen haben. Für Flächen bis 500 Quadratmeter sind Elektromäher gut geeignet. „Allerdings kann das Kabel des Mähers bei starker Gartenbepflanzung auch hinderlich sein, wenn man es ständig hinter sich her und über die Pflanzen ziehen muss“, so Michael Reitz. Bis etwa 1.200 Quadratmeter Rasenfläche leisten Benzinmäher gute Dienste. Liegt das Grundstück am Hang, empfiehlt sich ein Modell mit Hinterradantrieb. Erst ab 1.200 bis 5.000 Quadratmeter lohnt sich die Anschaffung eines Mähtraktors, der als Multigerät auch mit Anhänger oder Schneeschild funktioniert.

Rasenmäher-RoboterRoboter in Handhabung und Pflege einfach
Im Trend liegen elektrische Robotermäher für den vollautomatischen Schnitt. Sie verlassen zu vorprogrammierten Zeiten ihre Ladestation im Garten und sind so leise, dass sie sogar nachts mähen dürfen. „Der Robotermäher kann eine Fläche von bis zu mehreren tausend Quadratmetern selbsttätig pflegen“, betont der TÜV Rheinland-Experte. Der Mäher umfährt Hindernisse, nimmt Steigungen und lädt sich bei Bedarf von selbst wieder auf. Seine Messer häckseln das abgeschnittene Gras sehr klein, so dass es liegen bleiben, als Dünger dienen und damit die Qualität des Rasens über die Jahre verbessern kann. Die meisten Anbieter haben mittlerweile auch einen guten technischen Support, der bei Störungen hilft. 
Auf Siegel für geprüfte Sicherheit achten
Auf Nummer sicher geht, wer beim Kauf eines Rasenmähers auf das GS-Zeichen achtet, das auch TÜV Rheinland vergibt. Es zeigt, dass das Produkt und die dazugehörige Bedienungsanleitung von einem unabhängigen Institut auf Sicherheit geprüft worden sind und die Fertigung regelmäßig überwacht wird.

Quelle: Text: TÜV Rheinland/Bilder: Pixabay

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Mit Bärlauch, Johanniskraut und Co. kennt sich Prof. Dr. Friederike Störkel von der FH Münster aus – auch mit den Nebenwirkungen

Münster - Die schlechte Nachricht zuerst: Es gibt Beschwerden, dagegen ist kein Kraut gewachsen. Schlimmer noch, es gibt Kräuter, die können gar schaden. Nicht in einem Satz aber kann man erklären, wogegen Heilkräuter helfen können. Gut zwei Stunden kann darüber Prof. Dr. Friederike Störkel vom Fachbereich Gesundheit der FH Münster fachsimpeln. Nicht allein deshalb, weil sie aus einer Botanikerfamilie stammt, mit Pflanzen großgeworden ist und in ihrem eigenen Garten über 40 Heilpflanzen hat, sondern auch, weil sie sich als Ärztin kritisch mit Chancen und Grenzen der Wirkungsweise von Heilpflanzen auseinandersetzt.

Prof. StörkelJohanniskraut enthält einen Wirkstoff, der leichte Depressionen lindert. Aber Vorsicht: nicht verwechseln mit dem giftigen Jakobskreuzkraut“, erklärt Prof. Dr. Friederike Störkel vom Fachbereich Gesundheit der FH Münster. Das Interesse an ihnen teilt die 58-Jährige mit vielen Menschen. Es boomen die Angebote von Kursen, Websites, Büchern und Workshops mit Anleitungen zum Sammeln und zur Anwendung von Heilpflanzen – wie etwa zur Herstellung von Tees, Salben und Gewürzmischungen. Störkel sieht viele Gründe für diesen Trend. „Immer mehr Menschen suchen neben der klassischen Schulmedizin nach Alternativen, mit denen sie hoffen gesund zu bleiben, Krankheiten vorzubeugen und ihre Lebensqualität zu verbessern. Da können sie nämlich selbst aktiv werden, ohne medizinische Hilfe. Auch der Wunsch nach Ganzheitlichkeit, nach Natürlichkeit, nach Überschaubarkeit von Heilmitteln oder  Behandlungen spielt sicher eine Rolle.“

So neu sei dies allerdings nicht: Bereits in der Antike wurden in Europa Heilpflanzen angewandt, und bis heute werden pflanzliche Arzneimittel hergestellt. Das alte Wissen wäre jedoch verloren gegangen, wenn nicht in Klöstern medizinische Schriften für die Bibliothek kopiert worden wären. Rückblickend haben Nonnen und Mönche sich große Verdienste als Bewahrer des alten Wissens erworben. „Gerade jetzt, in der Ferienzeit, lohnt sich ein Abstecher in einen Heilpflanzengarten, beispielsweise zum legendären Hortulus der Insel Reichenau, zu klösterlichen Kräutergärten wie in Dahlheim oder zum Apothekergarten in Seligenstadt“, empfiehlt Störkel.

Mit den Planungen für einen eigenen kleinen Gewürz- und Heilpflanzengarten zu beginnen, egal ob im Beet oder in Töpfen, dafür sei bald der ideale Zeitpunkt gekommen: der Spätsommer und Herbst – damit im nächsten Jahr geerntet werden kann. „Das ist auch ein erster Einstieg in die Beschäftigung damit, welche Heilpflanzen wir für welchen Zweck verwenden möchten.“

PfefferminzteeDie Pfefferminze ist ein bewährtes Heilmittel bei Kopfschmerzen, Erkältungen und Magen-Darm-Verstimmungen.Dies ist aber auch wichtig für jene, die die Natur als Quelle von Heilpflanzen nutzen möchten. Denn viele Heilpflanzen haben einen giftigen Doppelgänger, wie etwa der gesunde Bärlauch, dessen Blätter den giftigen Maiglöckchenblättern zum Verwechseln ähnlich sehen. Auch über Nebenwirkungen und Anwendungsverbote für die einzelnen Pflanzen muss man Bescheid wissen. „Da reicht es nicht, die Klosterrezepte aus dem Mittelalter einfach in das Hier und Jetzt zu übertragen“, sagt die Hochschullehrerin für Medizinische Grundlagen und Public Health. Dazu gehöre auch zu akzeptieren, wo die Grenzen sind. So sollte Pfefferminztee beispielsweise nicht auf eigene Faust trinken, wer Gallensteine hat. Und wer sich aus Beinwellwurzeln eine Salbe gegen Verstauchungen und Prellungen zubereitet, sollte wissen, dass die Wurzeln einen krebserregenden Inhaltsstoff haben.

Wichtig ist auch, jene Pflanzen zu kennen, die Allergien auslösen können, auch bei äußerlicher Anwendung. Arnica zum Beispiel: Wer es über Sport- und Körperpflegecremes zu sich nimmt, kann sich sensibilisieren. „Damit schließt sich der Wirkstoff aus, wenn er gebraucht wird“, so Störkel. Auch Heilpflanzen und Gewürzkräuter können überdosiert werden, man sollte sie nicht „mal eben so im Vorbeigehen“ anwenden. „Auch sie sind Arzneimittel.“ Letztendlich zählt auch hier: Was tut mir gut? Und warum?

Genau das lässt sich oft nicht eindeutig beantworten. Störkel: „Ist der Melissentee wegen des eigentlichen Wirkstoffs Citral so beruhigend, oder komme ich schon zur Ruhe, weil ich das Kraut sammele, trockene, zubereite und ich mich als Person stärke?“ Das eine sei, wie der Patient es interpretiere, das andere, worauf die Wirkung wissenschaftlich zurückgeführt und womit sie belegt werden kann.

Damit sind wir wieder beim Ausgangspunkt: Nicht jedes Kraut ist ein Heilkraut, nicht alle Teile wie Wurzeln, Blätter und Blüten eignen sich als solches. Darüber Wissen anzusammeln, erfordert, dass wir mit der Natur in Kontakt bleiben. Beginnen kann man damit nicht früh genug. „Kinder mit den Traditionen vertraut machen, aber nicht überfrachten mit der Bedeutung“, ist Störkels Tipp. Bei ihr hat es gut funktioniert.
Quelle: Text und Porträt: FH Münster/Pressestelle/Bilder: Pixabay

Blüten
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Wien - Jetzt gibt’s im Garten reiche Ernte: sonnengereifte Tomaten, das typische Sommergemüse, und leuchtend orangefarbene Kürbisse als Vorboten des Herbstes. Wer dieselbe köstliche Bio-Ernte auch im nächsten Jahr genießen möchte, hebt am besten die Samen auf. 

Für viele HobbygärtnerInnen beginnt spätestens jetzt die Vorbereitung auf das kommende Gartenjahr. „Gerade in Zeiten, in denen Großkonzerne Saatgut patentieren lassen, trägt das Sammeln und Weiterverwenden von Samen aus dem eigenen Garten zum Erhalt der Sortenvielfalt bei“, erklärt Mag.a Katharina Foglar-Deinhardstein, Gartenexpertin von "die umweltberatung".

Nicht jede Pflanze ist geeignet
Zur Saatgutvermehrung eignen sich nur samenfeste Sorten. Sogenannte „Hybridsorten“ geben ihre spezifischen Eigenschaften nur selten an die nächste Generation weiter, die daraus gewonnenen Pflanzen können sich stark von ihren Eltern unterscheiden und sind reine Zufallsprodukte.

Wichtig ist, für die Samenernte die gesündesten, robustesten Pflanzen auszuwählen und nur die wohlschmeckendsten Früchte zu verwenden. Vielleicht sind bei einer Pflanze die typischen Sortenmerkmale besonders schön ausgeprägt? Gut so, dann rechtzeitig die für die Samenernte vorgesehenen Früchte markieren, damit sie nicht aus Versehen im Kochtopf landen.

Mit Selbstbestäubung geht es leichter
Besonders einfach gelingt die Saatgutgewinnung bei der Gruppe der samenfesten Selbstbestäuber. Da hier die Kreuzung mit anderen Sorten weitestgehend ausgeschlossen ist, gleichen die Kinder der Mutterpflanze und es gibt wenige Überraschungen im kommenden Jahr. Zu den Selbstbestäubern zählen Tomaten, Erbsen, die meisten Bohnensorten, Salat, Zwiebeln und Porree. Pflanzenarten, die fremdbestäubt werden, verlangen den GärtnerInnen mehr züchterische Planung ab.

Die Frucht muss reif sein
TomatenTomaten sollten vollreif sein, bei Bohnen und Erbsen sind die Schoten bereits trocken und häutig, wenn die Samen reif genug zur Ernte sind. Bei Chilis lassen sich die erntereifen Samen leicht aus den trockenen Fruchthüllen schütteln. Bei fleischigen Früchten wie Kürbis oder Tomaten müssen die Samen vom Fruchtfleisch befreit werden – dazu die Samen am besten in einem feinmaschigen Sieb unter fließendem kaltem Wasser abwaschen. Das Saatgut auf Küchenkrepp gut durchtrocknen lassen und anschließend in Papiersäckchen oder verschraubbaren Gläsern kühl und trocken bis zum nächsten Frühjahr aufbewahren. Und nicht vergessen, die Samen zu beschriften! Auch wenn jetzt ganz klar ist, dass es sich um die Lieblingsparadeiser der Nachbarin handelt, bis zum kommenden Frühjahr ist es vielleicht wieder vergessen.

Und zum Schluss noch ein Tipp: Samen sind meist nicht lange haltbar. Wer von einer tollen Sorte überschüssiges Saatgut hat, hebt es nicht noch ein Jahr auf, sondern bringt es besser im Frühling zur nächsten Samentauschbörse, andere GartenbesitzerInnen werden sich darüber sicher freuen.
Quelle: Text: "die umweltberatung" Wien/Bilder: Pixabay

Weitere Informationen:
Viele Tipps zum Vermehren und Kaufen von Bio-Saatgut bietet "die umweltberatung" auf www.umweltberatung.at/biosaatgut. Individuelle Beratung zum biologischen Gärtnern bei "die umweltberatung" unter Tel 01 803 32 32.

KräutergartenLesen Sie dazu: Tipps für einen eigenen Heilkräutergarten

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KompostfibelDessau-Roßlau - Ob das Laub aus dem eigenen Garten oder Obst- und Gemüsereste aus der Küche – manche Abfälle sind zu schade für den Restmüll. Auf dem eigenen Komposthaufen kann aus Küchen- und Gartenabfällen wertvoller Humus werden. Doch auch beim Kompostieren im eigenen Garten gibt es einiges zu beachten. Standort, Inhalt, Feuchtigkeit – alles muss in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Die wichtigsten Tipps und Hinweise für einen guten Kompost hat das Umweltbundesamt (UBA) jetzt in einer Neuauflage seiner Kompostfibel zusammengefasst.

Abfälle der Natur verrotten zu Humus
Seit Millionen von Jahren verrotten die Abfälle der Natur an Ort und Stelle zu Humus. Bei der Kompostierung wird dieser natürliche Prozess im Garten genutzt. Die Kompostierung ist damit das älteste und einfachste Recyclingverfahren der Welt. Sie hat mehrere Vorteile: Garten- und Küchenabfälle, die im Garten kompostiert werden, müssen nicht als Abfall entsorgt werden. Kompost vitalisiert den Boden und ist ein hervorragender Dünger. Sinnvoll ist die eigene Kompostierung jedoch nur, wenn der Kompost auch wirklich für die Düngung benötigt wird. Wenn keine ausreichenden Gartenflächen mit Rasen und Beeten vorhanden sind, kann auch die Kompostdüngung zu einer Überversorgung des Bodens führen. 

Wichtig für einen guten Kompost ist zum Beispiel die richtige Platzwahl: Als Kompostplatz eignet sich ein (halb-)schattiger Platz auf offenem Boden. Ein Drahtgitter am Boden kann verhindern, dass Nagetiere eindringen. Um Streit mit den Nachbarn zu vermeiden, sollte der Kompostplatz einen ausreichenden Abstand von der Grundstücksgrenze haben, insbesondere von Terrassen oder Fenstern.

Die Kunst des Kompostierens besteht darin, den für die Rotte „zuständigen“ Mikroorganismen (Bakterien, Pilze) und Kleinstlebewesen (zum Beispiel Würmer und Asseln) günstige Bedingungen zu schaffen, damit sie die Biomasse (Garten- und Küchenabfälle) in ihre Einzelbestandteile abbauen und so für die Pflanzen wichtige Nährstoffe wie Stickstoff, Kalium und Phosphor zur Verfügung stellen können. Dazu sollte der Kompost gut durchlüftet und feucht (aber nicht nass) sein. Die einfachste Grundregel hierfür lautet: Den Kompost mit möglichst unterschiedlichen Kompostmaterialien gut durchmischt aufsetzen. Zu diesem Zweck sollten trockene Gartenabfälle wie kleine Äste, Rindenmulch, Holzmehl oder Stroh bereitstehen, die bei Bedarf mit frischen Obst und Gemüseabfällen oder auch mit Rasenschnitt gemischt werden können.
Quelle: Text + Cover: Umweltbundesamt/Bilder: Pixabay

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Wien - Der Spätfrost hat heuer viele Blüten zerstört, von denen sich die Bienen ernähren. Umso wichtiger ist es, die Bienen zu unterstützen: mit bunten Wildblumen und Kräutern am Fensterbankerl, köstlichen Bio-Lebensmitteln im Vorratsschrank und durch Weglassen von Insektiziden in Haushalt und Garten.

Cover© archiv "die umweltberatung"Im Poster „Bienen fördern – leicht gemacht!“ gibt "die umweltberatung" Tipps zu bienenfördernden Maßnahmen. Für jede umgesetzte Tat, die den Bienen hilft, gibt’s zur Belohnung ein Pickerl. Viele Informationen über Bienen bietet "die umweltberatung" auf www.umweltberatung.at/bienen.

Im Garten und am Balkon schaffen heimische Pflanzen mit pollenreichen Blüten ein Paradies für die Bienen – vorausgesetzt, dass chemisch-synthetische Spritzmittel in der grünen Oase tabu sind. Wer kein privates Grün hat, kann den Bienen ebenfalls Gutes tun. „Insektizide sollten auch in der Wohnung oder im Haus nicht zum Einsatz kommen. Die für Bienen gefährliche Wirkstoffe wie Permethrin, Deltamethrin oder Cypermethrin sind zum Beispiel auch in Sprays gegen Ameisen zu finden“, erklärt DI (FH) Harald Brugger, MSc, Ökotoxikologe von "die umweltberatung".

Das tut den Bienen gut

BieneBio-Lebensmittel kaufen: In der Bio-Landwirtschaft werden keine Spritzmittel verwendet, die für Bienen giftig sind.

Bunte Wiese statt englischem Rasen: Verschiedene Bienenarten haben unterschiedliche Nahrungsansprüche – je größer die Vielfalt an heimischen Pflanzen im Garten ist, für desto mehr Bienenarten ist der Tisch gedeckt.

Pflanzen mit ungefüllten Blüten pflanzen: Auch wenn üppige, gefüllte Blüten in der Gärtnerei verlockend ausschauen – für die Bienen sind diese Blüten wertlos, weil sie wenig Nektar haben. Da bieten einfache, ungefüllte Blüten den Bienen viel mehr Nahrung.

Ohne Gift in Haus und Garten: Chemisch-synthetische Mittel können den Bienen schaden, daher ist es besser, lästige Insekten und unerwünschte Beikräuter mit biologischen Methoden loszuwerden.

Speziell ür unsere österreichischen Leser:
Die Stadt Wien lädt am Dienstag, 24. Mai 2016, von 9.00 bis 18.00 Uhr, zum Bienentag ins Wiener Rathaus ein. Am Infostand von "die umweltberatung" können die BesucherInnen an einem Wildbienenquiz teilnehmen und bekommen das Poster „Bienen-fördern – leicht gemacht!“ und viele Infomaterialien rund ums Thema Bienen.

BienenstockÖsterreichweit laden am 22.Mai 2016 die örtlichen Imkerverbände zum „Tag des offenen Bienenstocks“ ein.

Weitere Informationen
Das Poster Bienen-fördern – leicht gemacht! zeigt 15 einfache Maßnahmen gegen das Bienensterben und enthält 19 Bienenaufkleber. Das Poster mitsamt Aufklebern ist bei "die umweltberatung" um 2,40 Euro Versandkosten erhältlich. Bestellung und Beratung zum bienenfreundlichen Handeln im Alltag bei "die umweltberatung", Tel. 01 803 32 32, kostenloser Download auf www.umweltberatung.at/bienen-foerdern.

"die umweltberatung" hat das Poster und die Aufkleber mit Unterstützung des Lebensmittelhändlers Hofer im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsinitiative Projekt 2020, der Wiener Umweltanwaltschaft und der Wiener Stadtgärten – MA 42 herausgebracht.
Quelle: Text: "die umweltberatung"/Bilder: Pixabay

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