Neues NGO-Stipendium für BWL-Studenten
Zum Herbstsemester bietet der Fachbereich Wirtschaft der Alanus Hochschule in Alfter bei Bonn in Kooperation mit seinem neuen Praxispartner TransFair e. V. (Fairtrade Deutschland) ein neues NGO-Stipendium an. Der Stipendiat bekommt die monatlichen Studiengebühren für den sechssemestrigen Bachelorstudiengang BWL unter dem Motto „Wirtschaft neu denken“ der Hochschule erlassen und verbringt gegen ein zusätzliches Praktikumsgehalt seine Praxisphasen bei Fairtrade in Köln. Studieninteressierte können sich bis zum 26. September 2016 für das Stipendium bewerben.

Logo FairtradeLogo FairtradeFairtrade Deutschland wird neuer Praxispartner der Alanus Hochschule
„Es ist uns eine große Freude, dass wir für unsere Spezialisierung NGO-Management nun neben Germanwatch auch Fairtrade Deutschland als hochattraktiven und kompetenten Praxispartner gewonnen haben“, sagt BWL-Professor Steffen Koolmann. Der Fachbereich könne seinen Studenten nun noch weitere praxisorientierte Einblicke in den fairen Handel mit Alltagsprodukten ermöglichen. „Das ist eine enorm wichtige Erfahrung für angehende Betriebswirte, liegt doch unter anderem im fairen Handel zwischen Produzent und Konsument die Zukunft unserer Wirtschaftsgesellschaft“, so Koolmann. 

TransFair ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung des fairen Handels und die nationale Fairtrade-Organisation in Deutschland. Der „Verein zur Förderung des Fairen Handels in der ‚Einen Welt‘“ wird von 32 Verbänden und Organisationen wie Misereor, Brot für die Welt, Welthungerhilfe, Global Nature Fund und der Verbraucherinitiative getragen. Als unabhängige Organisation handelt TransFair nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das Fairtrade-Siegel für Produkte, die den internationalen Fairtrade-Standards entsprechen. TransFair e. V. ist zusammen mit Initiativen aus 25 Ländern sowie den drei Produzentennetzwerken aus Asien, Lateinamerika und Afrika Mitglied des internationalen Dachverbandes Fairtrade International e. V., der die Richtlinien für Fairtrade-zertifizierte Produkte festlegt. 

Der Studierende lernt den fairen Handel intensiv kennen
Der Stipendiat lernt anhand konkreter Projekte die abwechslungsreiche Arbeit der Fair-Handels-Organisation kennen und erhält intensive Einblicke in die Bereiche Presse-, Öffentlichkeits- und Kampagnenarbeit, Marketing und Key Account Management. Er begleitet Veranstaltungen mit kampagnenrelevantem Publikum und lernt das gesellschafts- und entwicklungspolitische Umfeld von Fairtrade Deutschland kennen. „Wir freuen uns, dass das Thema fairer Handel im Studium so mehr Raum bekommt“, so Dieter Overath, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender von TransFair e.V. „Wir erleben in Deutschland eine sehr dynamische Marktentwicklung für Fairtrade-Produkte. Die Nachfrage und das Bewusstsein steigen. Nachhaltigkeitsthemen, soziales Wirtschaften und öko-soziale Gestaltung von Lieferketten sollten deshalb auch dringend in den Wirtschaftswissenschaften eine höhere Bedeutung bekommen.“

Gesucht werden Studenten, die sich für nachhaltiges Wirtschaften sowie politische und gesellschaftliche Zusammenhänge interessieren. Die Bewerbung soll ein aussagekräftiges Motivationsschreiben, einen Lebenslauf sowie Zeugnisse und Referenzen enthalten. Interessierte müssen sich sowohl an der Hochschule für einen Studienplatz als auch bei TransFair e.V. für einen Praxisplatz bewerben. Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren bekommen Interessierte unter http://www.alanus.edu/studium-bwl.

Hintergrund 
Der Fachbereich Wirtschaft bietet zwei dreijährige Vollzeit-Bachelorstudiengänge sowie einen berufsbegleitenden Masterstudiengang an. Das Vollzeit-Bachelorstudium und das berufsbegleitende Masterprogramm sind durch die FIBAA akkreditiert und die Abschlüsse entsprechen denen staatlicher Universitäten. Dieses Jahr feiert der Fachbereich Wirtschaft sein zehnjähriges Bestehen.
Während des dreijährigen Bachelorstudiums verbringen die Studenten insgesamt 60 Wochen bei einem Partnerunternehmen ihrer Wahl. Neben Fairtrade Deutschland gehören unter anderem die NGO Germanwatch, dm-drogerie markt, Alnatura, die GLS Bank oder Weleda zum Partnernetzwerk der Hochschule. Es besteht aber auch die Möglichkeit, sich ein eigenes Praxisunternehmen zu suchen. Alternativ ist auch ein Studium ohne Praxisphasen möglich.

Über die Alanus Hochschule
Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft ist eine staatlich anerkannte Kunsthochschule in Alfter bei Bonn. Wichtiger Teil des Konzepts der Hochschule ist die Begegnung von Kunst und Wissenschaft. Sie vereinigt unter ihrem Dach Studiengänge aus den Bereichen Architektur, Bildende Kunst, Schauspiel, Eurythmie, Kunsttherapie, Pädagogik und Betriebswirtschaftslehre. Der Blick über den Tellerrand des eigenen Studienfachs ist ein wesentlicher Teil des Bildungskonzepts der Alanus Hochschule. Alle Studenten besuchen das fach- und jahrgangsübergreifende „Studium Generale“. Zu den konkreten Disziplinen des kulturwissenschaftlichen Ergänzungsstudiums gehören unter anderem Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, Philosophie- und Kulturgeschichte sowie Kunstwissenschaft. Zurzeit sind rund 1400 Studenten eingeschrieben, die von etwa 70 Professoren betreut werden. Alle Abschlüsse der Alanus Hochschule sind staatlich anerkannt.

Weitere Informationen:http://www.alanus.edu

Text: Dr. Julia Wedel Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, Bilder: pixabay

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