NACH OBEN

  

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv

Neues NGO-Stipendium für BWL-Studenten
Zum Herbstsemester bietet der Fachbereich Wirtschaft der Alanus Hochschule in Alfter bei Bonn in Kooperation mit seinem neuen Praxispartner TransFair e. V. (Fairtrade Deutschland) ein neues NGO-Stipendium an. Der Stipendiat bekommt die monatlichen Studiengebühren für den sechssemestrigen Bachelorstudiengang BWL unter dem Motto „Wirtschaft neu denken“ der Hochschule erlassen und verbringt gegen ein zusätzliches Praktikumsgehalt seine Praxisphasen bei Fairtrade in Köln. Studieninteressierte können sich bis zum 26. September 2016 für das Stipendium bewerben.

Logo FairtradeLogo FairtradeFairtrade Deutschland wird neuer Praxispartner der Alanus Hochschule
„Es ist uns eine große Freude, dass wir für unsere Spezialisierung NGO-Management nun neben Germanwatch auch Fairtrade Deutschland als hochattraktiven und kompetenten Praxispartner gewonnen haben“, sagt BWL-Professor Steffen Koolmann. Der Fachbereich könne seinen Studenten nun noch weitere praxisorientierte Einblicke in den fairen Handel mit Alltagsprodukten ermöglichen. „Das ist eine enorm wichtige Erfahrung für angehende Betriebswirte, liegt doch unter anderem im fairen Handel zwischen Produzent und Konsument die Zukunft unserer Wirtschaftsgesellschaft“, so Koolmann. 

TransFair ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung des fairen Handels und die nationale Fairtrade-Organisation in Deutschland. Der „Verein zur Förderung des Fairen Handels in der ‚Einen Welt‘“ wird von 32 Verbänden und Organisationen wie Misereor, Brot für die Welt, Welthungerhilfe, Global Nature Fund und der Verbraucherinitiative getragen. Als unabhängige Organisation handelt TransFair nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das Fairtrade-Siegel für Produkte, die den internationalen Fairtrade-Standards entsprechen. TransFair e. V. ist zusammen mit Initiativen aus 25 Ländern sowie den drei Produzentennetzwerken aus Asien, Lateinamerika und Afrika Mitglied des internationalen Dachverbandes Fairtrade International e. V., der die Richtlinien für Fairtrade-zertifizierte Produkte festlegt. 

Der Studierende lernt den fairen Handel intensiv kennen
Der Stipendiat lernt anhand konkreter Projekte die abwechslungsreiche Arbeit der Fair-Handels-Organisation kennen und erhält intensive Einblicke in die Bereiche Presse-, Öffentlichkeits- und Kampagnenarbeit, Marketing und Key Account Management. Er begleitet Veranstaltungen mit kampagnenrelevantem Publikum und lernt das gesellschafts- und entwicklungspolitische Umfeld von Fairtrade Deutschland kennen. „Wir freuen uns, dass das Thema fairer Handel im Studium so mehr Raum bekommt“, so Dieter Overath, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender von TransFair e.V. „Wir erleben in Deutschland eine sehr dynamische Marktentwicklung für Fairtrade-Produkte. Die Nachfrage und das Bewusstsein steigen. Nachhaltigkeitsthemen, soziales Wirtschaften und öko-soziale Gestaltung von Lieferketten sollten deshalb auch dringend in den Wirtschaftswissenschaften eine höhere Bedeutung bekommen.“

Gesucht werden Studenten, die sich für nachhaltiges Wirtschaften sowie politische und gesellschaftliche Zusammenhänge interessieren. Die Bewerbung soll ein aussagekräftiges Motivationsschreiben, einen Lebenslauf sowie Zeugnisse und Referenzen enthalten. Interessierte müssen sich sowohl an der Hochschule für einen Studienplatz als auch bei TransFair e.V. für einen Praxisplatz bewerben. Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren bekommen Interessierte unter http://www.alanus.edu/studium-bwl.

Hintergrund 
Der Fachbereich Wirtschaft bietet zwei dreijährige Vollzeit-Bachelorstudiengänge sowie einen berufsbegleitenden Masterstudiengang an. Das Vollzeit-Bachelorstudium und das berufsbegleitende Masterprogramm sind durch die FIBAA akkreditiert und die Abschlüsse entsprechen denen staatlicher Universitäten. Dieses Jahr feiert der Fachbereich Wirtschaft sein zehnjähriges Bestehen.
Während des dreijährigen Bachelorstudiums verbringen die Studenten insgesamt 60 Wochen bei einem Partnerunternehmen ihrer Wahl. Neben Fairtrade Deutschland gehören unter anderem die NGO Germanwatch, dm-drogerie markt, Alnatura, die GLS Bank oder Weleda zum Partnernetzwerk der Hochschule. Es besteht aber auch die Möglichkeit, sich ein eigenes Praxisunternehmen zu suchen. Alternativ ist auch ein Studium ohne Praxisphasen möglich.

Über die Alanus Hochschule
Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft ist eine staatlich anerkannte Kunsthochschule in Alfter bei Bonn. Wichtiger Teil des Konzepts der Hochschule ist die Begegnung von Kunst und Wissenschaft. Sie vereinigt unter ihrem Dach Studiengänge aus den Bereichen Architektur, Bildende Kunst, Schauspiel, Eurythmie, Kunsttherapie, Pädagogik und Betriebswirtschaftslehre. Der Blick über den Tellerrand des eigenen Studienfachs ist ein wesentlicher Teil des Bildungskonzepts der Alanus Hochschule. Alle Studenten besuchen das fach- und jahrgangsübergreifende „Studium Generale“. Zu den konkreten Disziplinen des kulturwissenschaftlichen Ergänzungsstudiums gehören unter anderem Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, Philosophie- und Kulturgeschichte sowie Kunstwissenschaft. Zurzeit sind rund 1400 Studenten eingeschrieben, die von etwa 70 Professoren betreut werden. Alle Abschlüsse der Alanus Hochschule sind staatlich anerkannt.

Weitere Informationen:http://www.alanus.edu

Text: Dr. Julia Wedel Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, Bilder: pixabay

Fairer HandelVielleicht auch interessant: Klima wandeln - Fair handeln

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv

Bonn/Berlin - Die kürzlich von SÜDWIND und INKOTA vorgelegte Studie zu Arbeitsbedingungen in der chinesischen Schuhproduktion lenkt den Blick nach China, dem Land mit der weltweit mit Abstand größten Schuhproduktion. Allein 2014 produzierte China über 15,7 Mrd. Paar Schuhe.

SchuheAuf der Grundlage einer Befragung von Beschäftigten aus drei Schuhfabriken in der chinesischen Küstenprovinz Guangdong, die vom SÜDWIND-Partner Globalization Monitor Ende 2015 durchgeführt wurde, zeichnet die Studie ein erschreckendes Bild der Arbeitswelt in der Schuhproduktion und gibt wieder, wie es um Arbeitsrechte in der chinesischen Schuhindustrie derzeit bestellt ist.

„Die befragten Beschäftigten der Zulieferfabriken europäischer Marken wie z.B. Adidas, Clarks und ECCO berichten von zu niedrigen Löhnen, unfreiwilligen Überstunden, mangelndem Schutz vor Gesundheits- und Sicherheitsrisiken, dem Einsatz von staatlicher Gewalt, um Streiks zu unterdrücken, nicht gezahlten Sozialversicherungsbeiträgen und zu geringen Abfindungszahlungen bei Entlassungen“, erläutert Anton Pieper/SÜDWIND, einer der Autoren der Studie.

Arbeitsrechtsverletzungen in der chinesischen Leder- und Schuhindustrie sind demnach noch immer ein häufiges Phänomen.

„Dabei verfügt China, gerade im Vergleich zu anderen wichtigen Produktionsländern, über eine fortschrittliche Arbeitsgesetzgebung, die ArbeiterInnen auf dem Papier viel Schutz gewährt, auch wenn grundlegende Rechte wie Versammlungs- und Gewerkschaftsfreiheit nach wie vor kaum Berücksichtigung finden“, so Pieper weiter. „Zudem haben heutzutage die meisten großen Schuhunternehmen Verhaltenskodizes, die dazu beitragen sollen, Arbeitsrechtsverletzungen in Zulieferbetrieben einzudämmen.“

In der Vergangenheit wurden die enormen Wachstumszahlen der Branche unter Missachtung international anerkannter Standards wie bspw. den ILO-Kernarbeitsnormen erreicht. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, formuliert international geltende Arbeits- und Sozialstandards, die dafür sorgen sollen, dass Arbeitsbedingungen weltweit menschenwürdig sind. China hat viele dieser ILO-Übereinkommen nicht ratifiziert - die Unterdrückung der ArbeiterInnenschaft besteht weiterhin, Arbeitskämpfe werden nach wie vor häufig gewaltsam beendet.

CoverNiedrige Löhnen, unfreiwillige Überstunden, mangelnder Schutz vor Gesundheits- und Sicherheitsrisiken – diese Missstände sind in der Wertschöpfungskette von Schuhen weit verbreitet. Die vorliegende Studie untersucht die Arbeitsbedingungen in chinesischen Zulieferbetrieben, die für europäische Markenunternehmen produzieren.
Die Studie kann hier bestellt werden oder steht ab sofort hier zum Download bereit.


Zur Kampagne: 
„Change Your Shoes“ ist eine Initiative von 18 Menschenrechts- und Arbeitsrechtsorganisationen, die sich für eine nachhaltige und ethische Schuhlieferkette einsetzen. Indem die Kampagne die KonsumentInnen für einen nachhaltigen Lebensstil sensibilisiert, Lobbyarbeit bei PolitikerInnen und Labelorganisationen leistet und Unternehmen drängt ihre Sorgfaltspflichten wahrzunehmen, zielt die Kampagne darauf ab, die sozialen und ökologischen Bedingungen in der Schuh- und Lederindustrie zu verbessern.

Die Kampagne „Change Your Shoes“wird von der Europäischen Union finanziell unterstützt sowie von Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes, durch Brot für die Welt und von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt sind allein die Herausgebenden verantwortlich.
Quelle: Text: Südwind/Bilder: Pixabay

VejaLesen Sie dazu: Veja - ein anderer Weg, Schuhe herzustellen

Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv

Fairtrade präsentiert Absatzwachstum und neuen Klimastandard

Im Oktober stellte TransFair auf der Lebensmittelmesse Anuga den neuen Fairtrade-Klimastandard vor. Anpassen, Bekämpfen, Reduzieren, heißt der Dreiklang, den Fairtrade verfolgt. Der Klimastandard unterstützt Kleinbauern im Kampf gegen den Klimawandel und ermöglicht Partnern, Emissionen innerhalb der Fairtrade-Lieferkette zu kompensieren. Klimaschutz und Fairer Handel gehen so noch enger Hand in Hand.

Derweil zeigt das erste Halbjahr 2015 eine positive Marktentwicklung für Fairtrade-Produkte gegenüber dem Vorjahreshalbjahr. Vor allem dank Bananen stieg der Gesamtabsatz von Fairtrade-Lebensmitteln deutlich auf knapp 58.000 Tonnen – ein Plus von 39 Prozent.

Bildnachweis: TransFair e.V./Miriam ErschBildnachweis: TransFair e.V./Miriam ErschMarktentwicklung: Das erste Halbjahr 2015 ist gelb
„Die Banane erlebte eine große Absatzsteigerung von insgesamt 59 Prozent“, erläuterte Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von TransFair e.V. „Neun von zehn Bio-Bananen tragen inzwischen auch das Fairtrade-Siegel. Dagegen fehlen uns nach wie vor Partner für konventionell fair angebaute Bananen.“ Der Absatz von Fairtrade-Bananen lag bei rund 35.000 Tonnen. Bananen wurden im Sommer 2014 bei Aldi fest gelistet, dadurch wird sich das Gesamtwachstum in diesem Jahr noch relativieren. „Wir erwarten für das Gesamtjahr ein Plus von wenigstens zehn Prozent“, so Overath. Im ersten Halbjahr wurden zudem rund 6.400 Tonnen fairer Kaffee verkauft; ein leichtes Minus von zwei Prozent, das durch zahlreiche Aktionen im zweiten Halbjahr aber ausgeglichen werden wird. Ein deutliches Plus von 25 Prozent auf 7,6 Mio. Liter zeigt der Absatz von Säften und Softdrinks. Durch Neuprodukte und die Rohstoffeinkäufe für das Kakaoprogramm erwartet TransFair für die zweite Jahreshälfte eine anhaltende positive Dynamik.

Neuer Fairtrade-Klimastandard
„Ob Kleinbauern in Zukunft ihre und unsere Ernährung sichern können, ist eng damit verknüpft, ob der Klimawandel ungebremst weitergeht“, sagte Overath. „Deshalb war es für Fairtrade eine logische Konsequenz, sich stärker in diesem Bereich zu engagieren. Der Klimastandard wurde gemeinsam mit „Gold Standard“ entwickelt, dem führenden Zertifizierer in diesem Bereich. Kleinbauern reduzieren CO₂ durch Klimaschutzprojekte. Diese CO₂-Reduktion ermöglicht ihnen die Teilnahme am freiwilligen Emissionshandel. Unternehmen hierzulande können durch den Kauf von Zertifikaten – den Fairtrade Carbon Credits – jene Emissionen innerhalb der Fairtrade-Lieferkette ausgleichen, die sie nicht reduzieren können.

Deutsche Post DHL Group wird erster Partner
Als erstes Unternehmen will sich die Deutsche Post DHL Group für den Fairtrade-Klimastandard qualifizieren und die CO₂-Zertifikate im Rahmen seiner GoGreen-Services für Kunden nutzen. Dabei soll das konzerneigene Klimaschutzprojekt in Lesotho, das mit effizienten Kochern bereits die Kriterien des Gold Standards erfüllt, nun auch nach dem neuen Fairtrade-Klimastandard zertifiziert werden. „Mit der Zertifizierung nach dem Fairtrade-Klimastandard wollen wir unser klimaneutrales Angebot erweitern und den positiven Beitrag für die lokale Gemeinschaft in Lesotho sichtbar machen", bestätigte Katharina Tomoff, verantwortlich für das GoGreen-Programm von Deutsche Post DHL Group.

Text: TransFair

Zum selben Thema: Gerechter Handel in Rekordlaune
ALDI setzt auf 100 Prozent nachhaltigen Kakao

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv

Viele Verbraucher sind der Meinung, dass die Leistungen der Landwirte in der Lebensmittelproduktion unfair entlohnt werden. In einer Studie des Lehrstuhls „Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte“ der Universität Göttingen sollten sie einschätzen, wieviel ein Landwirt bei den heutigen Preisen im Einzelhandel für Backwaren, Fleisch und Milch verdient. Zugleich sollten die Verbraucher angeben, welche Preise sie für angemessen halten würden. „Die Ergebnisse zeigen, dass viele Verbraucher in einer fairen Welt den Landwirten einen höheren Anteil zusprechen würden als den, der heute gezahlt wird“, so Hauptautorin Gesa Busch. 

Verbraucher wollen faire Preise für Milch, Fleisch und Backwaren
Das gilt vor allem für die Milchpreise. Der Lebensmitteleinzelhandel hingegen sollte nach Verbrauchermeinung bei allen Produkten Anteile abgeben. Beeinflusst wird die Höhe des erwünschten fairen Anteils unter anderem dadurch, wie die Verbraucher das Verhältnis von Erlös zu Arbeitsaufwand der Landwirte und deren Investitionen einschätzen. Je mehr die Verbraucher hier ein Missverhältnis vermuten, desto höhere Erlösanteile würden sie den Landwirten in einer gerechten Welt zuteilen. Auch nicht-monetäre Werte, wie eine gerechte Behandlung der Landwirte durch die Gesellschaft und die Abnehmer haben aus Sicht der Verbraucher einen Einfluss auf eine faire Verteilung. Ebenso spielt eine Rolle, dass die Landwirtschaft als relativ machtlos wahrgenommen wird.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass viele Verbraucher die Position der Landwirte gestärkt sehen möchten. Co- Autor Prof. Dr. Achim Spiller weist darauf hin, dass die Befragung bereits vor der aktuellen Preiskrise für Milch und Fleisch durchgeführt wurde. „Auch wenn eine Stärkung der Landwirte aus politischer Sicht schwierig umzusetzen ist, so verdeutlicht die Studie doch ein grundsätzliches Wohlwollen der Gesellschaft für die Landwirtschaft“, sagt er. „Es gibt wahrscheinlich keine andere Warengruppe, bei der die Verbraucher ein so deutliches Störgefühl bei den heutigen Preisen haben.“ Mit höheren Erzeugeranteilen würde sowohl den Landwirten in Zeiten niedriger Weltmarktpreise geholfen, als auch den Anforderungen vieler Verbraucher besser entsprochen. So können Verbraucher in Schweden zum Beispiel im Geschäft entscheiden, ob sie einen freiwilligen Aufschlag von etwa 10 Cent für die Bauern bezahlen möchten: Zwei Drittel der Verbraucher zahlen den Aufschlag.

Originalveröffentlichung: Busch, Gesa & Spiller, Achim (2016). Farmer share and fair distribution in food chains from a consumer’s perspective. In: Journal of Economic Psychology. doi: 10.1016/j.joep.2016.03.007. 
Text: Romas Bielke Öffentlichkeitsarbeit Georg-August-Universität Göttingen, Bilder: pixabay,   vielen Dank    

Nahrungsmittelbedarf im 21. JahrhundertVielleicht auch interessant: Weniger Treibhausgase aus der Viehhaltung und Nahrungsmittelbedarf im 21.Jahrhundert: Neues Online-Tool

Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv

Als eine der ersten Universitäten in Deutschland darf sich die Leuphana Universität Lüneburg jetzt „Fairtrade-University“ nennen. Dieses Gütesiegel wird von TransFair Deutschland e.V. nach einer erfolgreichen Bewerbung verliehen. Es kennzeichnet Hochschulen, die das Thema fairer Handel in die Lehre integrieren, in öffentlichen Veranstaltungen behandeln und den Hochschulmitgliedern fair gehandelte Produkte anbieten. Universitäts-Präsident Sascha Spoun freut sich über die Auszeichnung: „Sie stellt eine wertvolle Ergänzung unserer zahlreichen Initiativen und  Anstrengungen in Sachen Nachhaltigkeit dar." 

        

Hochschulen in Deutschland können sich seit dem Sommersemester 2014 mit ihrem Engagement für den fairen Handel um den Titel Fairtrade-University bewerben. Außer der Leuphana haben dies zum Beispiel die Universität Rostock und die Universität des Saarlandes mit Erfolg getan. Die Leuphana erfüllt aber nicht nur alle Kriterien für die Auszeichnung. Studierende der Universität haben das Thema längst durch eigene Unternehmensgründungen mit Leben erfüllt: Mit „Lünebohne“ haben sie fair gehandelten Kaffee, Espresso und Kakao für Lüneburg auf den Markt gebracht. Und die studentische Gründung mela wear vertreibt 100% Fairtrade- und biozertifizierte Kleidung sowie den weltweit ersten Fairtrade-Rucksack.


Mit der aktuellen Auszeichnung hat die Leuphana in Sachen Fairtrade jetzt mit der Hansestadt Lüneburg gleichgezogen. Die ist bereits seit Oktober 2012 eine von inzwischen knapp 400 Fairtradetowns in Deutschland.

Text: Henning Zuehlsdorff Pressestelle Leuphana Universität Lüneburg    Bilder : pixabay

Vielleicht auch interessant: Gerechter Handel in Rekordlaune

 

Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv

Essen/Mülheim an der Ruhr - Die Unternehmensgruppen ALDI Nord und ALDI SÜD veröffentlichen ihre Kakao-Einkaufspolitiken. In dem verbindlichen Handlungsrahmen verpflichtet sich ALDI, alle Eigenmarkenartikel im Bereich Süßwaren, Eis, Cerealien sowie Artikel mit wesentlichem Kakaoanteil bis Ende 2015 auf nachhaltig zertifizierten Kakao umzustellen. Die Umstellung der wöchentlichen Aktionsartikel wird bis Ende 2016 erfolgen.

Aldi Eigenmarke

Rund 90 Prozent aller Standard- und Aktionsartikel von ALDI in Deutschland werden bereits heute aus nachhaltig zertifiziertem Kakao hergestellt. Neben Produkten wie Schokolade, Pralinen, Gebäck und Saisonartikel gilt die Selbstverpflichtung ebenso für Produkte mit einem hohen Kakaoanteil wie Nuss-Nugat-Creme. Die Umstellung des nachhaltig zertifizierten Kakaos erfolgt gemäß der anerkannten Zertifizierungsstandards UTZ Certified, Rainforest Alliance und Fairtrade.

Kakao-FarmerDarüber hinaus engagieren sich beide Unternehmen für den Aufbau vielfältiger Maßnahmen, um die Arbeits- und Lebenssituation der Kakaobauern in den Anbauländern zu verbessern. Die Umsetzung dieser Ziele wird seit Anfang 2015 in dem Projekt "PRO-PLANTEURS" erarbeitet, welches ALDI auch finanziell unterstützt. Gemeinsam mit der Regierung setzen sich ALDI und weitere Mitglieder des "Forums Nachhaltiger Kakao e.V." dafür ein, 20.000 kakaoproduzierende Familienbetriebe und ihre Produzentenorganisationen in den östlichen und südöstlichen Regionen der Elfenbeinküste zu professionalisieren. Das Projekt will dazu beitragen, dass der Kakaoanbau vor allem für junge Landwirtinnen und Landwirte wieder attraktiver wird.

Mit der Veröffentlichung der Kakao-Einkaufspolitik bekennt sich ALDI erneut zu seiner unternehmerischen Verantwortung, die sozialen und ökonomischen Bedingungen in den Herkunftsländern langfristig zu verbessern. Bereits seit Jahren engagieren sich beide Unternehmensgruppen aktiv, den Anteil nachhaltig produzierter Kakaoprodukte auf dem deutschen Markt zu erhöhen. Nun sind die Ziele und Anforderungen, die entlang der gesamten Produktions- und Lieferkette gelten, auch öffentlich zugänglich.
Quelle: Text: Presseportal Deutschland/Bilder: World Coca Foundation/Pixabay/Aldi Süd

Nähere Informationen zur Kakao-Einkaufspolitik finden Sie unter:
www.aldi-nord.de/kakao-einkaufspolitik www.aldi-sued.de/kakao-einkaufspolitik

 

 

nachhaltige SchokoladeVielleicht auch ineressant: Zum Bericht Süße Versuchung mit bitterer Note

 

AKTUELLE NACHRICHTEN

Lasst uns die ursprünglichen Wiesen wieder säen

Mittwoch, 16. August 2017 04:15
Bunte, nicht zu intensiv genutzte Wiesen sehen nicht nur attraktiv aus, sie bieten auch einen wertvollen Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere. Doch vielerorts sind sie selten geworden. Um wieder mehr solcher Gras- und Kräuterwelten zu schaffen,

Gegen den Plastikmüll - Milchkapsel löst sich selbst auf

Montag, 14. August 2017 12:32
Milch ohne Plastik- oder Pappverpackung: Eine Milchkapsel mit einer löslichen Hülle haben Forscher der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) entwickelt. Werden die Kapseln in ein heißes Getränk gegeben, lösen sie sich von selbst auf.

Jetzt Samen aus dem eigenen Garten für das nächste Jahr sammeln

Montag, 14. August 2017 04:44
Wien - Jetzt gibt’s im Garten reiche Ernte: sonnengereifte Tomaten, das typische Sommergemüse, und leuchtend orangefarbene Kürbisse als Vorboten des Herbstes. Wer dieselbe köstliche Bio-Ernte auch im nächsten Jahr genießen möchte, hebt am bes

 

 

Anzeige

 

 

NEU in der MEDIATHEK

Kaffeekapselwerbung kann gefährlich sein oder Mr. Clooney

Sonntag, 13. August 2017 04:48

Kaffeekapselwerbung kann tatsächlich gefährlich sein. Vielleicht bringt auch das kleine Filmchen Mr. Georg Clooney ein wenig zum Nachdenken. Einerseits engagiert sich der Hollywood-Start für Umweltschutz und unseren Planeten Erde. Andererseits ist er nach wie vor gerne bereit für einen Kaffeekapselgiganten als Werbefigur zur Verfügung zu stehen.

 

 

Kaffeekapselwahnsinn ichtragenatur.deUnser Kapselwahnsinn-Spezial:
Der Kommentar   und Die Glosse - nichts als die Bohne



 

ichtragenatur.de will für alle – Konsumenten wie Unternehmen – die Plattform sein, um sich zu sammeln und kennenzulernen, sich miteinander zu vernetzen und dann gemeinsam zu starten mit dem Ziel: mit unseren Ressourcen schonend umzugehen, für eine Umwelt, die allen Menschen das Leben erlaubt und – lebenswert macht.

 

 

REDAKTION

ichtragenatur - Das Magazin

Reitham 14
83627 Warngau
info@ichtragenatur.de
 

Feedback

Sie haben Fragen oder interessante Themen für die Redaktion?
Wir freuen uns über Ihre Nachricht.