Im „Saisonkalender Obst & Gemüse“ zeigt "die umweltberatung", welche Vitaminspender wann reif sind und vor allem aus heimischer Produktion erhältlich sind.

Wien - Sommerzeit ist Erdbeerzeit – zumindest, wenn man seine Erdbeeren aus regional saisonaler Ernte bevorzugt. Erdbeeren sind ein süßer und sehr gesunder Sommer-Snack. Die kleinen roten Früchte sind geradezu Vitamin-Bomben – insbesondere Vitamin C ist in relativ hoher Konzentration in Erdbeeren vorhanden – pro 100 Gramm enthalten Erdbeeren mehr Vitamin C, als Zitronen oder Orangen. Allerdings sind Erdbeeren je nach Sorte auch recht empfindlich. Am besten schmecken Erdbeeren zur Erdbeerzeit – wenn sie regional saisonal frisch geerntet auf den Tisch – oder direkt in den Mund kommen.

Wann beginnt die Erdbeerzeit?
In Mitteleuropa ist die Haupt-Erdbeersaison in den Monaten Mai, Juni und Juli – dann wird auf den großen Erdbeerfeldern geerntet. Kleinfrüchtige Erdbeersorten wie die aromatischen Monatserdbeeren, Walderdbeeren sowie immertragende Erdbeersorten können hingegen je nach Wetterbedingungen häufig auch bis in den Oktober hinein geerntet werden.

Eisen für VegetarierInnen
Erdbeeren und viele andere Beeren sind reich an Eisen. Unser Körper kann Eisen in Kombination mit Vitamin C besser aufnehmen. Doppelcheckpot für VegetarierInnen, denn die süßen Früchte sind Vitamin- und Eisenlieferant in einem.

Warum jetzt genießen?
Die Erdbeeren sind jetzt auf den heimischen Feldern reif. Den restlichen Teil des Jahres werden sie aus weiter Ferne zu uns transportiert und tragen einen schweren ökologischen Rucksack mit sich. Laut SERI sind die CO2-Emissionen für den Transport aus Spanien 40 x höher als aus Österreich - das heißt auch 40 x mehr gefahrene Kilometer, ausgestandene Staus und Abgase. Außerdem werden die wasserliebenden Früchte in einer der trockensten Regionen Spaniens angebaut. Dies verstärkt die Dürren in der Region und gefährdet Mensch und Tier.

Regional saisonal – am besten Erbeeren selber pflücken
Erdbeeren sind empfindliche Früchte. Die besonders aromatischen kleinen süßen Erdbeersorten lassen sich nur schwer transportieren und lagern. Erdbeeren gehören zu den sog. nicht-klimakterischen Früchten: wenn sie erstmal geerntet sind, reifen sie nicht nach. Daher müssen Erdbeeren immer unbedingt reif geerntet werden. Das macht jedoch eine industrielle Ernte etwas schwierig.

ErdbeermarmeladeErdbeermarmelade: ein vitaminreicher Brotaufstrich am Morgen.Dazu kommt, dass manche Erbeeren schon reif sind und andere vielleicht noch grün. Erdbeeren müssen dementsprechend eigentlich ähnlich wie Spargel regelmäßig geerntet werden – es werden dann immer nur die reifesten Erdbeeren geerntet – und das geht am besten per Hand und zu Fuß. „Erdbeeren zum selber pflücken“ ist deshalb nicht nur praktisch, sondern in vielerlei Hinsicht sinnvoll: der Landwirt spart sich die aufwändige Ernte und die Kunden können sich die besten und reifesten Früchte herauspicken – und zwischendurch etwas Gesundes naschen.

Fakt ist, am besten schmecken die roten Beeren sonnenwarm und direkt vom Feld geerntet. „Die köstlichen Früchte werden gerne ungewaschen in den Mund gesteckt. Dafür sind Bio-Erdbeeren am besten geeignet, denn sie werden ohne den Einsatz von Pestiziden im Freiland gezogen. Bio-Erdbeeren überzeugen nicht nur durch großartiges Aroma, sondern auch durch einen höheren Gehalt an Antioxidantien und Vitamin C“, schwärmt Mag.a Gabriele Homolka, Ernährungswissenschafterin von "die umweltberatung".

Wann sind Erbeeren reif?
Der richtige Zeitpunkt für die Erdbeerernte bestimmt sich nicht über den Kalender, sondern über den tatsächlichen Reifegrad jeder einzelnen Beere. Doch wie erkennt man, ob eine Erbeere reif ist?
Es gibt zum Glück ein paar halbwegs eindeutige Zeichen, an denen man erkennt, ob eine Erdbeere reif ist oder nicht:

- die Erdbeere hat ihre typische leuchtend-rote Farbe
- es ist kein oder nur ein sehr schmaler gelblicher/weisser Rand am Fruchtstiel zu sehen
- Fruchtstiel und Kelchblätter sind durchgehend satt Grün
- und der vermutlich wichtigste Indikator: ernetereife Erdbeeren sollten den typischen aromatisch-süßlichen Erdbeerduft verströmen
Quelle: Text: "die umweltberatung", lin/Bilder: Pixabay/Cover: die umweltberatung

Köstlichkeiten auf einen Blick im Saisonkalender
SaisonkalenderKirschen, Marillen, Ribisel, Himbeeren – die köstlichen Früchte werden jetzt alle nach und nach reif. "die umweltberatung" zeigt im Saisonkalender, in welchen Monaten welches Obst und Gemüse aus heimischer Landwirtschaft erhältlich ist.


Kostenloser Download auf www.umweltberatung.at/saisonkalender,
Bestellung und Beratung zu ökologischer Ernährung bei "die umweltberatung", Tel. 01 803 32 32.
Köstliche Rezepte mit Erdbeeren auf www.umweltberatung.at/rezepte.

Erdbeeren
Mehr zu den roten Früchtchen
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