PETA-Experte zeigt tierfreundliche Produkte ohne Daunen

Stuttgart – Augen auf beim Kauf von Bettwaren, Jacken, Handschuhen und Co: Viele Produkte des täglichen Lebens enthalten Daunen. Um diese in Ländern wie Polen, Ungarn und China zu gewinnen, wird Gänsen bei vollem Bewusstsein die unterste Federschicht aus der Haut gerissen – blutige und schmerzhafte Wunden sind die Folge. Frank Schmidt, Fachreferent für Tiere in der Bekleidungsindustrie bei PETA erklärt, worauf Verbraucher beim Einkauf achten sollten und welche Vorteile modernen Alternativen gegenüber Daunen haben.

„Mit ein wenig Übung und den richtigen Tipps ist es kinderleicht, Daunen durch  tierfreundliche Alternativen wie durch die Pflanzenfaser Kapok oder recycelte Polyesterfüllung zu ersetzen“, so Frank Schmidt. „Synthetische und pflanzliche Materialien sind nicht nur sicher in Sachen Tierschutz, sondern bieten oft auch entscheidende Vorteile hinsichtlich Gesundheit, Pflege, Ökologie und Preis.“

Diese Produkte enthalten häufig Daunen:

Kissen und Decken: Oberbetten, Steppdecken und Kissen, die Daunen enthalten, lassen sich  nur schwer reinigen und pflegen – sie verklumpen im nassen Zustand leicht, und ihre isolierenden Eigenschaften gehen verloren. Dies begünstigt das Bakterien- und Pilzwachstum. Tierfreundliche Alternativen aus Baumwolle, Hanf, Viskose, Polyester, Lyocell oder aus der Pflanzenfaser Kapok lassen sich sehr einfach waschen und trocknen. Auch Füllungen aus Dinkel und Hirse sind erhältlich.

Matratzenbezüge: Einige im Markt erhältliche Matratzenbezüge sind mit einer dünnen Daunenschicht gefüllt. Es empfiehlt sich auch hier, vor dem Kauf gründlich das Etikett zu lesen. Kunden können auf ein Produkt aus Schaumstoff oder Formpolymer zurückzugreifen – diese sind weicher und werden gewöhnlich aus Polyurethan hergestellt.

Sofas: Auch in Couchgarnituren und Sesseln können sich Daunen verstecken – besonders in den Kissenkomponenten. Wer es tierfreundlich und besonders edel mag, wählt stattdessen Polstermöbel aus Kunstleder mit Polyesterfutter, die in der Regel preisgünstig sind.

Mäntel, Jacken und Westen: Im Futter oder in der Kapuze von Wintermänteln und -jacken sind häufig Daunen verarbeitet. Hier sollte der Verbraucher gezielt im Geschäft nachfragen – Bekleidung, die Daunen enthält, muss mit dem Hinweis „Enthält nichttextile Teile tierischen Ursprungs“ gekennzeichnet sein. Der Markt bietet eine Vielzahl veganer Mäntel und Jacken, deren Futter aus pflanzlichen und synthetischen Materialien wie Kapok, Baumwolle und recycelten Polyester besteh.

Schlafsäcke, Staubwedel: Auch Haushaltsprodukte wie Staubwedel sind häufig entweder aus Daunen oder Wolle hergestellt. Synthetische Staubwedel oder Staublappen sind einfach zu reinigen und überall erhältlich.

Handschuhe: Fäustlinge oder Ski- und Snowboardhandschuhe werden teils mit Daunen gefüttert, bestehen aus Leder oder Wolle oder sind mit Pelzbesätzen bestückt. Tierfreunde vermeiden diese Produkte und kaufen Alternativen aus Baumwolle, Acryl oder Polyester.

Grundsätzlich gilt: Ein aufmerksames Lesen der Produktzusammensetzung vermeidet den unwissentlichen Kauf von Artikeln tierischer Herkunft und hilft Verbrauchern, Produkte auf Basis pflanzlicher Materialien wie Kapok, Bio-Baumwolle, Lyocell oder Hanf haben zudem einen geringen ökologischen Fußabdruck.
Quelle: Text: PETA/Bilder: Pixabay

vegane ModeTipps für den Kauf von veganer Kleidung finden Sie hier!