Neue wissenschaftliche Methode zeigt: Veggiegerichte schneiden beim ökologischen Fußabdruck besser ab als Fleischgerichte 
Der VEBU (Vegetarierbund Deutschland) stellt Methode eines Forscherteams des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie vor. Vegetarische Gerichte sind im Vergleich zu Fleischgerichten weniger belastend für Umwelt und Gesundheit. 


Ökologischer Fußabdruck einer vegetarischen Lasagne mit Gemüse und Feta (Quelle: Wuppertal Institut) Ökologischer Fußabdruck einer vegetarischen Lasagne mit Gemüse und Feta (Quelle: Wuppertal Institut) Eine Forschergruppe des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie hat eine Methode entwickelt, den ökologischen Fußabdruck von Nahrung so zu berechnen, dass wesentliche gesundheitliche und umweltwirksame Faktoren integriert werden. Verglichen wurden dabei Mahlzeiten mit Fleisch und vegetarische Gerichte. "Die vegetarischen Gerichte haben in der Regel einen kleineren Fußabdruck und schneiden gegenüber den Gerichten, die einen hohen Anteil tierischer Produkte beinhalten, im Ergebnis besser ab", erläutert Melanie Lukas, Oecotrophologin im Wuppertal Forschungsteam.  

Im Test: Gerichte der klassischen Mittagsverpflegung 
Verschiedene Faktoren fließen in die Bewertung der Mahlzeiten aus der klassischen Mittagsverpflegung ein. "Zu den Indikatoren für Gesundheit zählen: Energie- und Salzgehalt sowie Anteil an Ballaststoffen und gesättigten Fetten. Die Umweltindikatoren sind: Der ‚ökologische Rucksack‘, also der Ressourcenverbrauch, der CO2- und der Wasser-Fußabdruck und der Flächenverbrauch", so Lukas.  

 

Gute Wahl für Umwelt und Gesundheit: Veggiegerichte Ökologischer Fußabdruck eines Menüs mit Rinderrouladen, Kartoffeln und Gemüse (Quelle: Wuppertal Institut) Ökologischer Fußabdruck eines Menüs mit Rinderrouladen, Kartoffeln und Gemüse (Quelle: Wuppertal Institut)
"Erneut haben Wissenschaftler bestätigt, dass die Wahl in der Kantine und in der Mensa einen entscheidenden Einfluss auf die Umwelt und die eigene Gesundheit hat. Der Griff zu Veggiegerichten ist aktiv gelebter Klimaschutz mit Messer und Gabel", so Sebastian Zösch, Geschäftsführer des VEBU. 
Mit dem Angebot GV-nachhaltig unterstützt der VEBU Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung dabei, ihr fleischfreies Angebot auszubauen bzw. ein solches Angebot zu entwickeln.

Link zur Pressemitteilung des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie:  
http://wupperinst.org/info/details/wi/a/s/ad/2938/

 

Text: Vegetarierbund Deutschland. Bilder: pixabay, big merci

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