Wintergemüse haben in den vergangenen Jahren ein schönes Comeback hingelegt - vor allem im Naturkosthandel. Grünkohl, Wirsing, Topinambur und Steckrüben landen immer öfter im Einkaufskorb. Keine Rede mehr von "Arme-Leute-" oder "Blähessen". Stattdessen kochen auch Sterneköche wieder mit Pastinaken, Schwarzwurzeln und Steckrüben. Kein Wunder, denn die Wintergemüse sind vitaminreich, oft regional und damit klimaschonend und natürlich lecker. Weil die Biobranche auf Nachhaltigkeit achtet, ist das Angebot an saisonalem Wintergemüse im Bioladen auch besonders reichhaltig.

Im Naturkosthandel ist das Angebot an Wintergemüse reichhaltig. Foto: Thomas Stephan, BLEIm Naturkosthandel ist das Angebot an Wintergemüse reichhaltig. Foto: Thomas Stephan, BLEGut für die Umwelt
Wintergemüse, wie etwa Grünkohl, Rosenkohl und Steckrüben, entfalten nach dem ersten Frost ein besonders volles Aroma. In jedem Fall aber gedeihen die winterharten Pflanzen auch bei mäßigem Wetter und niedrigen Temperaturen gut.

Typische Arten sind allerlei Kohlgemüse von China- bis zu Rotkohl, aber auch Salate wie Chicorée und Feldsalat. Insgesamt haben über ein Dutzend Gemüsearten im Winter Saison. Das heimische Gemüse liefert nicht nur wichtige Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe für eine gesunde Ernährung, sondern bietet auch Vorteile für die Umwelt. Vom Feld bis in den Einkaufskorb legt es nur kurze Transportwege zurück. Der Import von Tomaten, Paprika und Co. dagegen ist selbst dann, wenn die Gemüsesorten aus Bioanbau stammen, relativ energieaufwändig. Weil es nur reif geerntet wird, können sich im Wintergemüse die enthaltenen Aromastoffe genauso optimal ausbilden wie die Nährstoff- und Vitamingehalte. Grünkohl und Rosenkohl enthalten beispielsweise ähnlich viel Vitamin C wie Orangen und Paprika. Zudem ist das Angebot an Wintergemüse in der Haupterntezeit reichhaltig und damit preiswerter.

Nach dem ersten Frost schmeckt der Grünkohl noch besser. Foto: Thomas Stephan, BLEFit durch den Winter
Kombiniert mit Kräutern und Hülsenfrüchten entstehen aus den Gemüsesorten leckere Eintöpfe und Gerichte, die wunderbar von innen wärmen und fit und gesund durch Schnupfen- und Erkältungszeit bringen.

Das Wintergemüse lässt sich nach der Ernte auch völlig problemlos wochen- oder sogar monatelang einlagern. Das gilt ebenfalls für einige Obst- und Gemüsearten, die im Herbst geerntet werden. Kartoffeln, Möhren und auch Äpfel halten sich bei guter Lagerung bis zum Frühjahr.

Text: ökolandbau.de, Einleitungs- und Beitragsbild und Bild unten pixabay

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