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SMOOZUP® der erste Bio-Smoothie auf  dem deutschen Markt

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Smoothies liegen im Trend und gelten inzwischen als ideale, „grüne“ Zwischenmahlzeit – vor allem, wenn’s schnell gehen und dabei gesund sein soll. In farbig und stylisch designten Fläschchen haben sich die himbeerroten bis sattgrünen Obst-Snacks inzwischen in den Kühlregalen jedes Supermarktes ihren Platz erobert. „Obst-to-go“, fein-sämig püriert (englisch „smooth“) inklusive einem ordentlichen Schluck Vitamine. Die scheinbar perfekte Lösung für unseren modernen, mobilen Lebensstil.
Aber auch gesund?
Denn Fakt ist, Smoothies enthalten im Gegensatz zu herkömmlichen Fruchtsäften die komplette Frucht mit Ausnahme der Schale und der Kerne. Das pürierte Fruchtfleisch wird dabei meist mit Saft gemischt, damit der Smoothie seine typische sämige Konsistenz erhält. Da aber Vitamine und einige andere sekundäre Pflanzenstoffe während der Lagerung und Konservierung verfallen, haben sich die Hersteller von Smoozup, Nadine und Nicole A. Tippelt, was ganz Besonderes in Sachen „grüner“ Haltbarkeit einfallen lassen – und dazu noch eine ganze Menge dazu, was Ihre Energy Smoothies auszeichnet.
Wir haben mit den Jungunternehmerinnen Tippelt über Ihre „grünen Bomben“ gesprochen.
SMOOZUP SMOOZUP
 
 
1. Dieses Jahr feiert Ihr grüner Energy Smoothie „Smoozup“ seinen dritten Geburtstag. Wie kam es zu dieser ganz besonderen Geschäftsidee?
Im Rahmen unserer Jobs waren meine Schwester und ich viel auf Reisen, verbunden mit langen Meetings. Während dieser stundenlangen „Sitzmarathons“ waren neben körperlicher Fitness vor allem geistige Wachsamkeit und Ausdauer gefragt, denn unser Gehirn verbraucht dabei so viel Energie wie ein Hochleistungssportler.
Auf den Geschäftsreisen war es meist schwierig, energiebringende Snacks und Mahlzeiten zu finden. Nach diesen dauerhaft negativen Erfahrungen hatten wir in Konsequenz stets unsere selbstgemixten, grünen Smoothies dabei, die wir, in Schraubgläsern abgefüllt, unter den neugierigen Blicken der Kollegen verzehrten. Schritt für Schritt haben wir uns dann intensiv in dieses spannende Thema und den Markt eingearbeitet und uns für die Entwicklung von SMOOZUP® entschieden. Im November 2014 war es dann soweit. Mit dem Launch von SMOOZUP® war der erste grüne BIO Smoothie auf dem deutschen Markt.
 

2. Laut Ihrer Internetseite ist der Smoothie haltbar – ohne das Zufügen von Konservierungsstoffen. Wie wird das „gesunde Konservieren“ gewährleistet und wie lange ist das Produkt – ohne Vitaminverlust - zirka haltbar?
Ganz wichtig ist die richtige Kombination und Zusammensetzung der verwendeten Obst- und Gemüsesorten, damit der ph-Wert im Endprodukt stimmt. Einen Teil des Ziels erreichen wir durch Zitronensaft.

Zudem dürfen im Endprodukt keine Keime enthalten sein, deshalb verzichten wir gänzlich auf Homogenisierung und setzen auf „schonende Pasteurisierung“. Heißt: SMOOZUP® wird einmal kurz erhitzt und danach sofort wieder heruntergekühlt. So erreichen wir eine Haltbarkeit von 24 Monaten ab Produktion, wobei das Produkt die Nährwerte, die in der Nährwerttabelle auf den Flaschen angegeben sind, hält. Ein riesiger Vorteil für den Verbraucher ist zudem, dass SMOOZUP® ungekühlt überall hin mitgenommen werden kann und außerdem für viele auch besser verdaulich ist als reine Rohkost.

SMOOZUP® Share-PotSMOOZUP® Share-Pot3. Zu Ihrer Firmenphilosophie gehört: „Ehrliche Lebensmittel für alle.“ Deshalb gibt es in Ihrem Onlineshop das „Bezahl-was-du-kannst System“. Können Sie uns beschreiben, was es damit auf sich hat?
Sehr gerne. Qualitativ hochwertige Lebensmittel sind aufgrund ihrer Qualität und der Zusammensetzung ihrer Inhaltsstoffe in der Regel leider viel teurer als Vergleichsprodukte. Unsere Überzeugung lautet jedoch: Gesunde und ehrliche Nahrungsmittel dürfen kein Luxusgut sein. Nachdem es für uns auf keinen Fall in Frage kommt, an der Qualitätsschraube zu drehen, tüftelten wir an einer fairen und transparenten Alternativlösung. So war die Idee geboren, uns online an ein soziales Experiment zu wagen. Diejenigen Verbraucher, die mehr als den Standardpreis geben können und möchten, unterstützen so jene, die aktuell weniger als diesen bezahlen können. Wir regeln das über einen sogenannten SMOOZUP® Share-Pot, der live Münz-Zuzahlungen oder -Entnahmen anzeigt.

4. Wie wird das „Bezahl-was-du-kannst-System“ von den Kunden angenommen?
Das neue System stößt beim Verbraucher auf großes Interesse und wird sehr positiv angenommen. Sehr viele Kunden sind neugierig, trauen sich aber noch nicht so recht, wirklich Ihren eigenen Preis zu machen. Wir sind jedoch überzeugt, dass die Zeit reif ist für Transparenz und Wahlmöglichkeiten des mündigen Verbrauchers. Viele IT-Unternehmen haben das bereits erfolgreich vorgemacht. Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase, die neue Modelle immer brauchen, wird es für den Käufer einen klaren Mehrwert darstellen, selbst zu entscheiden und mitzubestimmen.

5. Für Ihr Unternehmen sind Transparenz, Bio-Qualität und Nachhaltigkeit enorm wichtig. Können Sie uns an Ihrem Produkt „Salat-Blätter“ den Herstellungs-, Verarbeitungs- und Vertriebsprozess beschreiben bis letztendlich die Flasche beim Verbraucher ankommt?
Unser SMOOZUP® grüner Energy Smoothie besteht aus mehreren grünen Komponenten, wobei wir ganz stark auf einen hohen Blattgrünanteil setzen, nämlich 25 Prozent. Im Vergleich dazu enthalten Smoothies handelsüblicher Hersteller im Schnitt nur zirka 15 Prozent Blattgrün. Dieses kombinieren wir mit passenden Fruchtsorten. So besteht SMOOZUP® „Spinat, Gurke & Co. + Mango“ aus Spinat, Gurke, Salat, Petersilie und Stangensellerie als Blattgrün, gemixt mit Apfel, Mango, Banane und Zitrone. Für SMOOZUP® beziehen wir den Salat-Mix derzeit aus unserem Nachbarland Italien. Nach dem Mixen im Industriemixer werden die Flaschen auf unserer Produktionsanlage in Bayern befüllt, etikettiert und auf Paletten gepackt. Danach geht die Ware in die deutschen Bioläden und unsere Online-Shops.

Danke für das Gespräch!

Das Gespräch führte Lin Fischer.

Fotos:SMOOZUP®, Bild unten pixabay

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Nahrungsergänzungsmittel sind bei einer ausgewogenen Ernährung nicht nötig.

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Calcium-Brausetabletten zum Frühstück, Vitamin D-Kapseln zum Mittag und abends Folsäure und Isoflavone - welche Nahrungsergänzungsmittel sind für wen und wann gesundheitlich sinnvoll? Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat auf dem BfR-Forum „Nahrungsergänzungsmittel - Ein Trend ohne Risiko?“ über Nutzen und mögliche Risiken von Nahrungsergänzungsmitteln sowie zum Konsumverhalten verschiedener Verbrauchergruppen informiert.

Berlin - „Das Wissen ist für die Risikokommunikation wichtig, denn eine zu hohe Dosis an Vitaminen und Mineralstoffen kann in einigen Fällen der Gesundheit schaden“, sagte BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Bei einer abwechslungsreichen Ernährung erhält der Körper in der Regel alle Nährstoffe, die er braucht. Es gibt nur wenige Ausnahmen: Beispielsweise Folsäure für Frauen mit Kinderwunsch und Schwangere.“ Das BfR-Forum, das am Donnerstag, den 26. Januar 2017, im Rahmen der Internationalen Grünen Woche 2017 in Halle 3.2 (Erlebnisbauernhof) von 13 bis 16 Uhr in Berlin stattgefunden hat, vermittelte den Teilnehmenden eine differenzierte Sichtweise in Bezug auf Nahrungsergänzungsmittel. Die Regulation von Nahrungsergänzungsmitteln, die gesundheitliche Risikobewertung von Vitamin D sowie von pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln (Botanicals) und die Risikokommunikation zum Thema wurden diskutiert.

PillenNahrungsergänzungsmittel sind für gesunde Personen, die sich abwechslungsreich und ausgewogen ernähren, in der Regel überflüssig.Nahrungsergänzungsmittel sind für gesunde Personen, die sich abwechslungsreich und ausgewogen ernähren, in der Regel überflüssig. Bei ausgewogener Ernährung bekommt der Körper alle Nährstoffe, die er braucht. Dagegen kann der unkontrollierte Konsum von Nahrungsergänzungsmitteln mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein. Verbraucherinnen und Verbraucher sind deswegen für einen achtsamen Umgang mit Nahrungsergänzungsmitteln zu sensibilisieren und sollten auch über mögliche Risiken aufgeklärt werden.

Bei einer überhöhten Vitamin D-Aufnahme durch hochdosierte Präparate können unerwünschte Wirkungen wie die Bildung von Nierensteinen oder Nierenverkalkung auftreten. Allgemein wird die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit Vitamin D nur dann empfohlen, wenn eine unzureichende Versorgung nachgewiesen wurde und wenn eine gezielte Verbesserung der Versorgung weder durch die Ernährung noch durch die körpereigene Vitamin D-Bildung durch Sonnenbestrahlung zu erreichen ist. Zu Risikogruppen einer Unterversorgung mit Vitamin D zählen Personen, die sich bei Sonnenschein kaum oder gar nicht bzw. nur mit gänzlich bedecktem Körper im Freien aufhalten oder Personen mit dunkler Hautfarbe. Zu den Personen, die nicht ausreichend und regelmäßig in die Sonne gehen, gehören insbesondere mobilitätseingeschränkte, chronisch kranke und pflegebedürftige ältere Menschen (Pflegeheimbewohner, geriatrische Patienten, Osteoporose- und sturzgefährdete Senioren). Gestillte und nicht-gestillte Säuglinge bekommen im Rahmen der kinderärztlichen Versorgung je nach Maßgabe für einen bestimmten Zeitraum spezifische Präparate mit Vitamin D zur Rachitisprophylaxe verschrieben.

Die synthetisch hergestellte Form des Vitamins Folat wird als „Folsäure“ bezeichnet. Folsäure wird in Nahrungsergänzungsmitteln und zur Anreicherung von Lebensmitteln verwendet. Frauen, die schwanger werden wollen oder könnten, und Frauen im ersten Schwangerschaftsdrittel empfiehlt das BfR, ergänzend zu einer folatreichen Ernährung Folsäure in Form von Nahrungsergänzungsmitteln einzunehmen. Dadurch kann das Risiko eines Neuralrohrdefekts („offener Rücken“) beim Kind verringert werden. Für die Allgemeinbevölkerung ist dagegen die Einnahme von Folsäurepräparaten nur empfehlenswert, wenn eine unzureichende Versorgung medizinisch nachgewiesen wurde. Es gibt keine wissenschaftlichen Belege für einen Nutzen von Folsäuresupplementen oberhalb der Mengen, die für eine bedarfsgerechte Versorgung notwendig sind. Folatverbindungen sind natürlicherweise in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln wie beispielsweise Grünkohl, Feldsalat oder Hühnerei enthalten.

Aus allen Teilen der Welt sind mittlerweile Nahrungsergänzungsmittel aus Pflanzen-, Algen-, Pilzen- oder Flechtenextrakten (sogenannte „Botanicals“) über das Internet leicht zugänglich geworden. Daten zu deren Sicherheit für die menschliche Gesundheit und den Eigenschaften einer Vielzahl der darin enthaltenen bioaktiven Substanzen sind allerdings nur in beschränktem Umfang verfügbar. Dies bringt Herausforderungen mit sich sowohl bei der Durchführung von Risikobewertungen der aktiven Verbindungen als auch bei der Ableitung von sicheren Zufuhrmengen für diese Stoffe.

Verbraucherinnen und Verbrauchern ist oftmals nicht bekannt, dass Nahrungsergänzungsmittel zu den Lebensmitteln zählen und nicht zu den Arzneimitteln, obwohl sie ebenfalls als Tabletten, Dragees oder Pulver angeboten werden. Anders als Arzneimittel durchlaufen Nahrungsergänzungsmittel kein Zulassungsverfahren, sie unterliegen nur einer Registrierungspflicht beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Für ihre Sicherheit sind ausschließlich die Hersteller verantwortlich. Wie bei anderen Lebensmitteln auch erfolgt die Überwachung des Verkehrs von Nahrungsergänzungsmitteln einschließlich der Kontrolle der Produktkennzeichnung und der Einhaltung von lebensmittelrechtlichen Bestimmungen durch die amtliche Lebensmittelüberwachung der Bundesländer.
Quelle: Text: BfR/Bilder: Pixabay

Über das BfR
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.

In diesem Jahr feiert das BfR sein 15-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass hat das BfR eine Jubiläumsbroschüre herausgegeben, die unter www.bfr.bund.de kostenlos heruntergeladen oder bestellt werden kann.

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Natur Gut Kartoffeln bei Penny

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Tonnen von Lebensmitteln landen jährlich hierzulande auf dem Müll.
Während nach wie vor der Endverbraucher der Hauptverursacher ist, schaffen es eigenwillig geformte Kartoffeln, krumme Gurken oder Obst mit Flecken nicht einmal in ein Verkausregal.
Vor einigen Jahren sorgte die französische Supermarktkette für Intermarché mit dem Abverkauf von „Inglorious Fruit“ für Furore. Der „groteske Apfel“ oder die „unförmige“ Aubergine wandern seitdem vielfach in die Einkaufskörbe der Kunden. Eine Erfolgsgeschichte.

Im April 2016 hat der Discounter Penny damit begonnen, Gemüse anzubieten, das nicht den gängigen „Schönheitsidealen“ entspricht.
Zeit für uns, bei Andreas Krämer, Pressesprecher der REWE GROUP, nachzufragen, inwieweit sich das Angebot für den Händler gerechnet hat.

Kartoffeln, nicht gerade "Germanys next Topmodel" bei PENNYKartoffeln, nicht gerade "Germanys next Topmodel" bei PENNYSeit April 2016 gibt es in den Penny-Filialen „nicht genormtes Gemüse“ zu kaufen. Wie wurde das Angebot von den Kunden angenommen?

Die Bilanz der Naturgut Bio-Helden fällt durchweg positiv aus: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die verkaufte Menge – auch aufgrund intensiven Marketings – um insgesamt mehr als 12 Prozent. Absolute Lieblinge der Kunden sind Bio-Cherry-Tomaten (+66%) gefolgt von Bio-Gurken (+60%), Bio-Paprika (+54%) und schließlich Bio-Rispen-Tomaten (+46%).

Was sagen Ihre Lieferanten zu den vereinfachten Lieferbedingungen?

Die Bewertung teilen auch Erzeuger wie die Marktgenossenschaft der Naturland-Bauern: „Mit den Naturgut Bio-Helden kommen wir dem Ziel, ganzjährig heimische Bio-Kartoffeln vermarkten zu können, einen großen Schritt näher. Immer wieder bildet sich während der Lagerung Silberschorf. Der ist zwar gesundheitlich völlig unbedenklich, führte aber in der Vergangenheit dazu, dass Ware aussortiert werden musste.“ Auch die Möhre profitiere von dem erweiterten Vermarktungsspielraum. Oder: Jose Tienda von Campina Verde schätzt, dass rund zehn Prozent mehr Zitrusfrüchte vermarktet werden: „Vor allem Freilandware und die Verna-Zitrone, eine Sommersorte, profitieren deutlich von dem Konzept. Wir können mehr und länger vermarkten.“ 

Werden Sie in Zukunft Ihr Sortiment mit „unperfekten Nahrungsmitteln“ erweitern?

Wir haben die Anzahl der Naturgut Bio-Helden bereits erhöht.

Übersicht der Naturgut Bio-Helden (Stand JANUAR 2017):
Orangen, Zitronen, Kiwi, Äpfel, Bananen, Speisekartoffeln, Zwiebeln, Karotten, Gurken, Rispentomaten, Cherrytomaten, Paprika, rot, Paprika Mix, Champignons (regional), Baby-Kartoffeln (regional), Spargel (ab Saison 2017), Avocado,Trauben (während der Europa-Saison)

Herr Krämer, danke für das Gespräch.

Das Interview führte Florian Simon Eiler.

Bilder: REWE GROUP, Bild unten: pixabay

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vegane Rezepte Eiersatz Alternativen für Milchprodukte

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Bei einer vegetarisch-veganen Ernährung gibt es zahlreiche pflanzliche Fettquellen. Einfache Rezepte zeigen, wie vielfältig die Welt der veganen Brotaufstriche ist und welche Alternativen es zu Butter gibt. Aus diesem Grund haben wir heute ein einfaches veganes Rezept ausgesucht. (Achtung: Auch für Fleischesser geeignet :-) )

Rezept "Veganes Mett"
Das vegane Mett lässt sich schnell und unkompliziert zubereiten. Gekühlt hält der Brotaufstrich etwa drei Tage.

Zutaten (für 8 halbe Brötchen)

• 100 g Reiswaffeln
• 100 ml Pflanzenöl
• 200 ml Wasser
• 2 Tomaten
• 3 EL Tomatenmark
• 1 mittelgroße Zwiebel
• 1 TL Salz und Pfeffer
• Nach Bedarf etwas Chilipulver

Zubereitung

1. Die Reiswaffeln zerbröseln und in eine große Schüssel geben. Nach und nach 200 ml (kaltes) Wasser hinzugeben, damit sich die Reiswaffeln vollsaugen können. Es sollte aber nicht zu wässrig werden

2. Zwiebel und Tomaten in feine Würfel schneiden und ebenfalls in die Schüssel geben. Für die richtige Farbe ausreichend Tomatenmark untermengen und mit Öl, Salz und Pfeffer würzen.

3. Die Masse gut mit den Händen durchkneten. Wer es etwas pikanter mag, kann das Mett noch mit Chilipulver abschmecken.Das Mett schmeckt am besten, wenn es noch für ein paar Stunden im Kühlschrank durchziehen kann. 


vegane Dessert werden immer beliebtervegane Dessert sind eine Versuchung wert ;-)Alternativen zu Milch- und Milchprodukten:

Milch: z.B. Soja-, Hafer-, Mandel-, Haselnuss- oder Reismilch

Kochsahne: z.B. Soja-, Hafer-, Cashew- oder Mandelsahne, Kokosmilch

Schlagsahne: aufschlagbare Pflanzensahne

Butter: reine Pflanzenmargarine

Joghurt: Sojajoghurt, in zahlreichen Sorten erhältlich: Natur, Erdbeere, Kirsche, Pfirsich, Waldbeere, Heidelbeere, Zitrone, Vanille, Schoko, Kaffee etc.

Quark: pürierter Tofu mit Pflanzensahne, Seidentofu

Schnittkäse/Frischkäse: vegane (Frisch-)Käsesorten, meist auf Basis pflanzlicher Fette, Stärke und Soja

Käse zum Überbacken: veganer Reibekäse, schmelzende pflanzliche Käsesorten, Hefeflocken mit Pflanzensahne

Käsesoßen: Hefeflocken machen z.B. helle Soßen käsig

Eis: z.B. Lupinen-, Soja-, Reismilcheis oder Fruchtsorbets

Schokolade: Zartbitter-, Reismilchschokolade und viele weitere 

Alternativen zu Eiern
(folgende Angaben ersetzen jeweils ein Ei)

Zum Binden: fertiger Ei-Ersatz; 50 g Seidentofu/Sojajoghurt; 50 g Apfelmus oder 1/2 Banane; 1 EL gemahlene Leinsamen + 3 EL Wasser

Zum Lockern: fertiger Ei-Ersatz; 1 EL Sojamehl + 3 EL Wasser; 50 g Sojajoghurt/Seidentofu; 1 TL Backpulver + 1 EL Stärke + 3 EL Mineralwasser

Rührei: Zerhackte Zwiebeln in einer beschichteten Pfanne mit etwas Olivenöl anbraten. Seidentofu mit der Hand zerkrümeln und zu den Zwiebeln hinzugeben. Mit Kurkuma, Salz und Pfeffer abschmecken.

Honig:

Agavendicksaft, Ahorn- oder Zuckerrübensirup

Rezept VEBU, Bilder: Pixabay

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Sprossen selber züchten

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Keimlinge und Sprossen sind im Quark, Salat oder Smoothie bereits in vieler Munde. Während mit Keimling die ersten sichtbaren Veränderungen des Samens gemeint sind, bezeichnet Sprossen die oberirdisch wachsenden Teile einer jungen Pflanze. Oft werden diese beiden Wachstumsstadien aber auch sprachlich in einen Topf geschmissen. Auf jeden Fall können die "Pflanzenbabys" unsere Alltagsküche geschmacklich bereichern und vor allem gesundheitlich aufwerten. Denn in den Jungpflanzen sind die in Gemüse- und Getreidesorten enthaltenen Nähr- und Vitalstoffe hochkonzentriert.

Keimlinge lassen sich aus Samen vieler Pflanzenarten gewinnen, deren Blätter, Stängel oder Früchte essbar sind. Aber nicht aus allen: Nachschattengewächse wie Kartoffeln und Tomaten oder Gartenbohnen enthalten Giftstoffe. Naturgemäß eignen sich Samen aus ökologischem Anbau am besten. Schließlich ist Biosaatgut garantiert nicht gebeizt, bestrahlt oder mit Chemikalien belastet. Biosaatgutbetriebe arbeiten nach den gleichen Richtlinien wie Biolandwirtinnen und Biolandwirte und werden ebenfalls von unabhängigen Kontrollstellen überprüft.

Frische Biokresse gibt es auch zu kaufen   Foto: Thomas Stephan/BLEFrische Biokresse gibt es auch zu kaufen Foto: Thomas Stephan/BLEGroße Vielfalt an Kulturen und Sorten
Darüber hinaus haben die Biosaatgutfirmen viele alte Sorten im Programm. Die sind samenfest. Das heißt sie lassen sich anders als die gekreuzten, hochgezüchteten Hybridsorten selbst weitervermehren. Außerdem enthalten diese ursprünglichen Sorten mehr Vitalstoffe. "Bei der Züchtung verarmt das genetische Potenzial, und es sinkt der Nährstoffgehalt. So enthalten unsere heutigen Gemüse ein Drittel weniger Mineralien als noch vor dreißig Jahren", erklärt Andrea Fischer vom Biosaatgutvertrieb Himmel und Erde. Gerade Biozüchterinnen und Biozüchter graben immer wieder alte Kulturen aus. Beispielsweise hat der niederländische Biosaatguthersteller De Bolster den Rübstiel neu ins Programm aufgenommen. Dieses früher in Holland und im Rheinland bekannte Blattgemüse ist leicht zu ziehen.

Keimlinge sind alle Superfood
Klassische Fensterbankgewächse sind Kresse und Alfalfa. Frische Kresse enthält wertvolle Senföle und wirkt blutreinigend. Ihr nussig scharfes Aroma passt gut zu Eier- und Quarkspeisen. Die heimische Kleesorte Alfalfa schmeckt etwas milder und kann teure Chiasamen ersetzen. Gekeimt liefert sie neben vielen Enzymen auch viel Vitamin C. Asiatisch angehaucht ist der herb-würzige Bockshornklee. Diese Originalzutat im Curry enthält viel Vitamin A und C und wirkt stimulierend auf die Leber. Ebenfalls asiatische Wurzeln haben die Mungbohnen. Ihre Sprossen passen gut zu Wokgerichten. Die Sprossen des Brokkolis sind besonders wertvoll: sie enthalten den von der Universität Heidelberg nachgewiesenen krebshemmenden Wirkstoff Sulforaphan.

Sprossen selbst geerntetSprossen selbst geerntetLecker im Salat sind die Keimlinge von Radieschen, Roter Rettich und Sonnenblumen. Letztere sorgen für einen nussigen Geschmack. Schnittlauchknoblauch schmeckt wie Bärlauch und lässt sich das ganze Jahr über auf der Fensterbank ziehen.

Los geht´s: In zwei Tagen vom Biosamen zum Keimling
Wer Keimlinge testen will, braucht zunächst nur ein Glasgefäß, ein Sieb und ein Samentütchen. So geht´s: einen Esslöffel Samen abends in ein mit Wasser gefülltes Glas rühren, am nächsten Morgen die Samen heraussieben und in eine flache Glasschüssel schütten. Damit die Samen feucht bleiben, sollte man sie noch zwei bis dreimal am Tag über einem Sieb durchspülen. Nach 24 bis 48 Stunden platzt im Regelfall die Samenhülle auf und der Keim entfaltet sich. „In dem Moment haben die gekeimten Saaten ihre höchsten Nährstoffgehalte und bestes Aroma. Daher sollten wir die Keimsaaten genießen, sobald sie weich sind“, erklärt Sprossenexpertin Andrea Fischer. Bleiben die Saaten länger im Wasser, muss man nicht gekeimte Körner aussortieren. Die könnten ansonsten anfangen, zu schimmeln. Alternativ lassen sich Keimlinge auch in mit feuchtem Mull belegte flache Schalen heranziehen.

Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann in Keimschalen investieren. Dort liegen die Samen auf einem Gittereinsatz, saugen von unten Wasser und bekommen von oben Luft. 

Grassaft aus Erdkulturen
Für Smoothies und als Trinkkur erfreuen sich "Grassäfte" steigender Beliebtheit. Dafür bietet beispielsweise die Bingenheimer Saatgut AG ein spezielles "Smoothie-Gras" an. Dieses Gerstengras lässt sich auf einer hellen Fensterbank einfach kultivieren. Dazu die Samen vor der Aussaat über Nacht einweichen, anschließend eng nebeneinander im Blumentopf verteilen und feucht halten. Bereits nach einer Woche, wenn das junge Gerstengras 15 bis 20 Zentimeter hoch ist, kann die Ernte beginnen. "Sie können es klein geschnitten in Salaten oder zusammen mit reifen Früchten püriert als Smoothie genießen. Der frisch grüne Geschmack der Halme lässt sich wunderbar mit allerlei Frucht- und Gemüsesäften kombinieren", rät Marie Marschoun vom Kundendialog des ökologischen Saatgutherstellers. Neben Gerste lassen sich auch Sandhafer, Winterroggen oder auch Buchweizen im Pflanzkasten für einen gesunden Getreidegrassaft anziehen.

Text: öklandbau.de, Bilder: pixabay 

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Rote Bete Wintergemüse

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Wintergemüse haben in den vergangenen Jahren ein schönes Comeback hingelegt - vor allem im Naturkosthandel. Grünkohl, Wirsing, Topinambur und Steckrüben landen immer öfter im Einkaufskorb. Keine Rede mehr von "Arme-Leute-" oder "Blähessen". Stattdessen kochen auch Sterneköche wieder mit Pastinaken, Schwarzwurzeln und Steckrüben. Kein Wunder, denn die Wintergemüse sind vitaminreich, oft regional und damit klimaschonend und natürlich lecker. Weil die Biobranche auf Nachhaltigkeit achtet, ist das Angebot an saisonalem Wintergemüse im Bioladen auch besonders reichhaltig.

Im Naturkosthandel ist das Angebot an Wintergemüse reichhaltig. Foto: Thomas Stephan, BLEIm Naturkosthandel ist das Angebot an Wintergemüse reichhaltig. Foto: Thomas Stephan, BLEGut für die Umwelt
Wintergemüse, wie etwa Grünkohl, Rosenkohl und Steckrüben, entfalten nach dem ersten Frost ein besonders volles Aroma. In jedem Fall aber gedeihen die winterharten Pflanzen auch bei mäßigem Wetter und niedrigen Temperaturen gut.

Typische Arten sind allerlei Kohlgemüse von China- bis zu Rotkohl, aber auch Salate wie Chicorée und Feldsalat. Insgesamt haben über ein Dutzend Gemüsearten im Winter Saison. Das heimische Gemüse liefert nicht nur wichtige Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe für eine gesunde Ernährung, sondern bietet auch Vorteile für die Umwelt. Vom Feld bis in den Einkaufskorb legt es nur kurze Transportwege zurück. Der Import von Tomaten, Paprika und Co. dagegen ist selbst dann, wenn die Gemüsesorten aus Bioanbau stammen, relativ energieaufwändig. Weil es nur reif geerntet wird, können sich im Wintergemüse die enthaltenen Aromastoffe genauso optimal ausbilden wie die Nährstoff- und Vitamingehalte. Grünkohl und Rosenkohl enthalten beispielsweise ähnlich viel Vitamin C wie Orangen und Paprika. Zudem ist das Angebot an Wintergemüse in der Haupterntezeit reichhaltig und damit preiswerter.

Nach dem ersten Frost schmeckt der Grünkohl noch besser. Foto: Thomas Stephan, BLEFit durch den Winter
Kombiniert mit Kräutern und Hülsenfrüchten entstehen aus den Gemüsesorten leckere Eintöpfe und Gerichte, die wunderbar von innen wärmen und fit und gesund durch Schnupfen- und Erkältungszeit bringen.

Das Wintergemüse lässt sich nach der Ernte auch völlig problemlos wochen- oder sogar monatelang einlagern. Das gilt ebenfalls für einige Obst- und Gemüsearten, die im Herbst geerntet werden. Kartoffeln, Möhren und auch Äpfel halten sich bei guter Lagerung bis zum Frühjahr.

Text: ökolandbau.de, Einleitungs- und Beitragsbild und Bild unten pixabay

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Kaffeekapselwerbung kann gefährlich sein oder Mr. Clooney

Sonntag, 19. Februar 2017 05:48

Kaffeekapselwerbung kann tatsächlich gefährlich sein. Vielleicht bringt auch das kleine Filmchen Mr. Georg Clooney ein wenig zum Nachdenken. Einerseits engagiert sich der Hollywood-Start für Umweltschutz und unseren Planeten Erde. Andererseits ist er nach wie vor gerne bereit für einen Kaffeekapselgiganten als Werbefigur zur Verfügung zu stehen.

 

 

Kaffeekapselwahnsinn ichtragenatur.deUnser Kapselwahnsinn-Spezial:
Der Kommentar   und Die Glosse - nichts als die Bohne



 

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