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Ernährungsumstellung leicht gemacht
Es gibt die verschiedensten Gründe, seine Ernährung umzustellen: Gesundheitliche Probleme, Allergien, Diäten, Modetrends oder eine Abneigung gegen tierische Produkte. Entweder kommt man selber zu der Überzeugung „ich möchte meine Essverhalten ändern“, oder es wird einem dazu geraten. In beiden Fällen ist das schnell und ganz einfach gesagt, aber wenn es dann tatsächlich um die Umsetzung geht, sieht man sich vor einer Menge von Fragen. Dies lässt so manchen verzagen und das Thema auf später verschieben.

Foto: veggie-planer.com

Eine Lösung bietet die Internetseite www.veggie-planer.de und verspricht, dass eine Umstellung jetzt „ganz einfach“ erfolgen kann.
Der Nutzer kann nach Eingabe seiner Wünsche einen Wochenplan abrufen. Dieser enthält eine Zusammenstellung von vegetarischen oder veganen Rezeptvorschlägen für alle Mahlzeiten am Tag.

Bei einer Gluten-Unverträglichkeit kann der Nutzer einen Haken setzen und bekommt ab sofort nur noch glutenfreie Rezepte in seinem Wochenplan angezeigt. Alle Fragen wie „Worin ist Gluten enthalten? Was kann ich stattdessen essen, und wie bereite ich das zu? Womit kann ich es kombinieren, so dass es mir auch schmeckt, und ernähre ich mich ausgewogen?“ haben sich damit erledigt.

Bei der Umstellung auf vegetarische Kost ist es etwas leichter, jedoch bei der veganen Ernährung ist eine tiefergehende Auseinandersetzung mit dem Thema schon sehr wichtig, um eine wohldurchdachte Ernährung zu gewährleisten. Und hier bieten die vielen Rezepte eine Vielfalt, die sich auf einem herkömmlichen Speiseplan selten zeigt.

Die Rezepte sind „alltagsgebräuchlich“ und einfach nachzukochen. Mit wenigen Klicks ist eine anwenderfreundliche Einkaufsliste erstellt. So bleibt dem Nutzer nur noch das Einkaufen, Nachkochen und Genießen seiner frisch und selbst zubereiteten Speisen.

www.veggie-planer.de bietet einen kostenfreien Zugang an. Der 5- Sterne-Zugang ermöglicht es, mit verschiedenen Einstellungen noch mehr Zeit und Geld zu sparen. Und dann stellt der Nutzer vielleicht auch fest, eine Ernährungsumstellung kann ein Gefühl „wie frisch verliebt“ und ganz einfach sein.
Text und Grafik: Antje Engert, www.Veggie-Planer.de/Bilder: Pixabay 

Hier gibt's noch ein Einkaufszettel-Tutorial:

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Grünkohlanbau Grünkohlfeld

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Grünkohl beugt deutlich besser gegen Krebserkrankungen vor als andere Gemüsearten und vor allem norddeutsche Arten sind besonders gesund. Das geht aus einer gemeinsamen Studie der Universität Oldenburg und der Jacobs University in Bremen hervor. Auf der Suche nach dem perfekten Grünkohl haben Wissenschaftler rund 40 Sorten des Gemüses aus Deutschland, Italien und den USA untersucht. Die Ergebnisse sollen nun für neue Grünkohlzüchtungen genutzt werden.

Bremen - Ein Kultgemüse ist Grünkohl schon seit Jahrzehnten – besonders im Nordwesten Deutschlands. Lange galt er hierzulande vor allem als deftiges Wintergemüse. Mittlerweile entdecken jedoch immer mehr Menschen, dass Grünkohl in der Küche deutlich vielseitiger eingesetzt werden kann. Zusammen mit anderen Obst- und Gemüsesorten wird er zum Beispiel zu gesunden, grünen Smoothies verarbeitet. Auch weltweit wird Grünkohl immer beliebter.

BrokkoliBislang galt Brokkoli als bestes Anti-Krebs-Gemüse.Zwei Arbeitsgruppen unter der Leitung des Oldenburger Biologen Prof. Dr. Dirk Albach und des Bremer Chemikers Prof. Dr. Nikolai Kuhnert haben sich auf die Suche nach dem schmackhaftesten und gesündesten Grünkohl begeben. Sie suchten nach Grünkohlarten, die besonders arm an Bitterstoffen und besonders reich an krebsvorbeugenden Substanzen sind. Dabei machten sie eine erstaunliche Entdeckung: „Bislang galt Brokkoli als bestes Anti-Krebs-Gemüse“, sagt Kuhnert. „Umso mehr hat es uns überrascht, dass manche Grünkohlarten zehnmal mehr krebsvorbeugende Substanzen enthalten als Brokkoli.“ 

Diese besondere Wirkung verdanken diese Grünkohlarten einem hohen Anteil an sogenannten Glucosinolaten. Hierbei handelt es sich um pflanzeneigene Stoffe, die den Grünkohl vor gefräßigen Insekten schützen. Sie machen ihn vor allem für hungrige Raupen zu einer gefährlichen bis tödlichen Mahlzeit. Menschen dagegen können von diesen Substanzen profitieren. Denn beim Zerkleinern des Kohls werden die Glucosinolate in Senföle umgewandelt. „Einige dieser Senföle wirken nachweislich chemopräventiv. Sie können also dabei helfen, Krebserkrankungen vorzubeugen“, sagt Kuhnert. Besonders norddeutsche Grünkohlarten wie Frostara, Neuefehn oder Rote Palme wiesen einen hohen Anteil von solchen besonders gesunden Senfölen auf. Die Ergebnisse der Studie wurden jüngst im renommierten Journal of Agriculture and Food Chemistry veröffentlicht. Erstautor ist der Christoph Hahn, Doktorand an der Universität Oldenburg.

GrünkohlWelcher der krausen Köpfe am besten gegen Krebs vorbeugt, ist bisher für den Verbraucher noch nicht ersichtlich.Für Verbraucher dürfte es jedoch derzeit noch schwer erkennbar sein, ob sie sich gerade besonders gesunden Grünkohl in den Einkaufskorb gelegt haben. Denn anders als bei Kartoffeln wird bei Grünkohl der Sortenname im Handel meistens nicht genannt. Dennoch könnten Verbraucher künftig von den Forschungsergebnissen profitieren. Biologe Albach und sein Team sind aktuell damit beschäftigt, die schmackhaftesten und gesündesten Arten miteinander zu kreuzen, um die besten Eigenschaften verschiedener Grünkohlarten miteinander zu vereinen. So soll eine neue Grünkohlsorte entstehen, die das Potenzial hat, sich als Standard am Markt durchzusetzen: „Dafür muss sich aber auch die Essgewohnheit ändern, denn die gesunden Inhaltsstoffe bleiben am besten in Salaten erhalten“, so Albach.

Das Interesse an den Forschungsergebnissen war im Nordwesten so groß, dass das Projekt teils über Crowdfunding finanziert werden konnte. Die Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH organisierte eine entsprechende Online- und Postkarten-Aktion, bei der Spenden in Höhe von bisher fast 15.000 Euro zusammen kamen.
Quelle: Kristina Logemann Brand Management, Marketing & Communications, Jacobs University Bremen gGmbH/Bilder: Pixabay

Wer die Forschungen der beiden Wissenschaftler weiter unterstützen möchte, findet weitere Informationen unter http://www.gruenkohl-akademie.de/forschung/15/16375 und http://www.uni-oldenburg.de/ibu/plant-evol/gruenkohlforschung/

Weitere Informationen unter:
http://nkuhnert.user.jacobs-university.de
http://www.jacobs-university.de 

Über die Jacobs University: 
Die Jacobs University ist eine private, unabhängige, englischsprachige Universität in Bremen. Hier studieren junge Menschen aus der ganzen Welt in Vorbereitungs-, Bachelor-, Master- und PhD-Programmen. Internationalität und Transdisziplinarität sind die besonderen Kennzeichen der Jacobs University: Forschung und Lehre folgen nicht einem einzigen Lösungsweg, sie gehen Fragestellungen aus der Perspektive verschiedener Disziplinen an. Dieses Prinzip macht Jacobs Absolventen zu begehrten Nachwuchskräften, die erfolgreich internationale Karrierewege einschlagen.

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Smoothies enthalten viel Zucker.

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Es klingt zu schön, um wahr zu sein: ein Apfel, eine halbe Banane, sechzehn Blätter Spinat - und das alles in einer kleinen Flasche? Die Wirklichkeit sieht anders aus: wenig Gemüse, reichlich Zucker, kaum Vitamine. Grüne Smoothies gelten als besonders gesund. In der aktuellen März-Ausgabe hat ÖKO-TEST geprüft, ob das stimmt. Das Verbrauchermagazin schickte 20 Produkte ins Labor und ließ sie analysieren. Das Ergebnis ist durchmischt: Einige Produkte enthalten zu wenig Gemüse und kaum Vitamine, gleichzeitig aber zu viel Zucker. Doch immerhin sechs Produkte sind empfehlenswert.

CoverEs klingt zu schön, um wahr zu sein: ein Apfel, eine halbe Banane, 16 Blätter Spinat – das alles praktisch in einer kleinen Flasche. Selbst zubereitete Smoothies können frisches Obst und Gemüse zum Teil ersetzen. ÖKO-TEST ist der Frage nachgegangen, wie gesund grüne Smoothies aus dem Handel sind. Deshalb analysierten die Labore die Gehalte an Zucker, Vitamin C und Ballaststoffen und checkten, wie stark die Produkte mit Schadstoffen belastet sind, sowie den Geschmack. 

Es zeigte sich, dass der Gemüseanteil von einigen Smoothies viel zu niedrig ist. Bei zwei Produkten im Test lag der Anteil unter zehn Prozent.  Zum Vergleich: Ein „sehr gutes“ Produkt im Test hat einen Gemüseanteil von 50 Prozent, ein anderes Produkt ganze 68,3 Prozent. In sechs Smoothies war zudem keinerlei Vitamin C nachweisbar, in vielen Produkten befand sich der Gehalt auf niedrigstem Niveau.

ÖKO-TEST kritisiert außerdem bei vier Produkten den hohen Zuckeranteil. Mit mehr als zehn Gramm Zucker pro 100 Milliliter steckt in diesen Getränken ähnlich viel wie in Coca-Cola. Pro Flasche kommen schnell mehr als 25 Gramm zusammen. Das ist bereits die maximale Menge, die Erwachsene nach Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation täglich zu sich nehmen sollten – egal ob es sich um weißen Haushaltszucker oder natürlichen Zucker aus Fruchtsäften handelt. 

Wenig transparent ist zudem die Deklaration von neun Produkten. Beschreibungen wie „Acai + Spinat & Grünkohl“ auf der Verpackungsvorderseite sind wenig verbraucherfreundlich, wenn der Smoothie überwiegend aus Apfel und Banane besteht.

Die gute Nachricht ist aber, dass Schadstoffe nicht oder allenfalls in unbedenklichen Spuren gefunden wurden. Auch kann ÖKO-TEST zwei „sehr gute“ und  vier „gute“ Produkte empfehlen. Allerdings, so das Verbrauchermagazin, solle man nicht nur auf grüne Smoothies setzen, sondern auch frisches Obst und Gemüse essen. 
Quelle: Text und Cover: ÖKO-TEST/Bilder: Pixabay

Das ÖKO-TEST-Magazin März 2017 gibt es seit dem 23. Februar 2017 im Zeitschriftenhandel.

Mehr zum Thema finden Sie hier!

SmoozupVielleicht eine Alternative: Smoothies von Smoozup

Die Belastung mit Pflanzenschutzmittelrückständen in Lebensmitteln nimmt weiter ab.

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Berlin - In Deutschland und in der EU erzeugte Lebensmittel sind sehr selten mit zu hohen Rückständen an Pflanzenschutzmitteln belastet. Nur bei 1,1 Prozent der untersuchten Erzeugnisse wurden im Jahr 2015 Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte festgestellt. Die Untersuchungsergebnisse der Bundesländer, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in der „Nationalen Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln 2015“ veröffentlicht hat, bestätigen das seit Jahren niedrige Niveau.

ChemieUnterschiede gibt es bei der Betrachtung einzelner Kulturen. Bei häufig verzehrten Lebensmitteln wie Äpfeln, Karotten, Kartoffeln und beliebten saisonalen Erzeugnissen wie Erdbeeren oder Heidelbeeren sind seit Jahren kaum oder gar keine Rückstandshöchstgehalts-überschreitungen festzustellen. Andere Kulturen wie Bohnen und Tee tauchen dauerhaft in der Liste der Kulturen mit den meisten Überschreitungen auf.

Bohnen (mit Hülsen, 7,6 % Überschreitungen) und Tee (4,8 %) fielen schon in den letzten Jahren häufig auf und gehörten 2015 zu den negativen Spitzenreitern. Hier reihten sich 2015 auch frische Kräuter (6,0 % Überschreitungen), Auberginen (3,4 %) und Paprika (3,0 %) ein.

EinkaufswagenIm Rahmen des repräsentativen Warenkorb-Monitorings wurden im Jahr 2015 die frischen Kräuter Dill, Oregano, Rosmarin und Schnittlauch verstärkt kontrolliert. Die meisten der Kräuterproben, bei denen Rückstandshöchstgehaltsüberschreitungen festgestellt wurden, stammten dabei aus Deutschland, Israel oder Äthiopien. Die zum Teil hohen Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte stellen aufgrund der geringen Verzehrsmengen in der Regel jedoch keine Gefahr für die Verbraucher dar.

Die Situation der im Jahr 2014 prozentual am häufigsten aufgefallenen Mangos hat sich im Jahr 2015 deutlich verbessert. Sie gehören zwar auch 2015 zu den Lebensmitteln mit häufigen Überschreitungen des Rückstandshöchstgehaltes, allerdings lag die Überschreitungsquote mit 2,7 % erfreulicherweise wieder deutlich unter der des Jahres 2014 (8,3 %).

Ebenfalls erfreulich: Bei 54 von 124 Lebensmitteln, nach denen ausgewertet wird und von denen mindestens 10 Proben untersucht wurden, konnten in keiner der untersuchten Proben Grenzwertüberschreitungen festgestellt werden.

Im Rahmen der überwiegend risikoorientiert durchgeführten Kontrolle von Lebensmitteln auf das Vorhandensein von Rückständen von Pflanzenschutzmitteln wurden 2015 bei der Untersuchung von 18.765 Lebensmittelproben in den Laboren der Bundesländer über 5,8 Millionen Analyseergebnissen generiert. Dabei wurden die Grenzwerte für Pflanzenschutzmittelrückstände in deutschen Erzeugnissen bei 1,1 % der untersuchten Proben überschritten (2011: 1,4 %, 2012: 1,6 %, 2013: 1,1 % und 2014: 1,9%.).
Bei Erzeugnissen aus anderen EU-Mitgliedstaaten wurden ebenfalls in 1,1 % der Proben Überschreitungen festgestellt (Vorjahr 1,3 %), bei Erzeugnissen aus Drittländern in 5,5 % der Proben (Vorjahr 5,8 %).

Lebensmittel, die in der Vergangenheit auffällig geworden sind, werden durch den risiko-orientierten Ansatz der Kontrollen häufiger und mit höheren Probenzahlen untersucht. Der Anteil an Proben, bei denen Pflanzenschutzmittelrückstände festgestellt werden, ist dadurch überproportional groß. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die durchschnittliche Belastung von Lebensmitteln mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln deutlich niedriger ist.

Rückstände in Säuglings- und Kleinkindernahrung
Aufgrund der Befunde an Phosphonsäure in Babynahrung im Jahr 2014 wurde auch 2015 wieder Säuglings- und Kleinkindernahrung auf das Abbauprodukt Fosetyl (Summe aus Fosetyl und Phosphonsäure) untersucht. 2015 wurden in 47 von 455 Proben (10,3 %) Rückstände von Phosphonsäure über dem Höchstgehalt von 0,01 mg/kg gefunden. Dabei hat es sich bei 29 von 47 Proben um Erzeugnisse aus ökologischem Anbau gehandelt. Die Rückstände können als Folge der Anwendung des fungiziden Wirkstoffs Fosetyl, aber auch aus anderen Eintragsquellen wie durch die legale Anwendung von phosphonathaltigen Düngern auftreten, welche auch im ökologischen Landbau zulässig sind.

Lebensmittel aus ökologischem Anbau
Biolebensmittel wurden wie in den Vorjahren besonders intensiv kontrolliert. Etwa 10 % der Untersuchungen wurden in diesem Marktsegment durchgeführt, dessen Anteil am gesamten Lebensmittelmarkt unter 5 % liegt. Die Kontrollen 2015 haben bestätigt, dass der Anteil an Lebensmitteln ohne quantifizierbare Rückstände bei Biowaren mit 65 % deutlich über dem konventionell hergestellter Waren (36,6 %) liegt. Dies gilt ebenso für den Anteil der Lebensmittel, bei denen der Rückstandshöchstgehalt überschritten wurde, wenn man von den erwähnten Überschreitungen bei Fosetyl absieht (Quote der Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte ohne Fosetyl 0,5 %).
Quelle: Text: Nina Banspach Pressestelle Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)/Bilder: Pixabay

Weitere Informationen:
Zusammenfassung: Nationale Berichterstattung „Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln“ 2015 sowie Tabellen

Sauerkraut hat das ganze Jahr hindurch Saison.

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"die umweltberatung" Wien empfiehlt Sauerkraut als regionale, saisonale Vitaminquelle

Wien - Sauerkraut hat das ganze Jahr hindurch Saison. Es punktet im Vergleich zu weit gereistem Importgemüse nicht nur hinsichtlich Klimaschutz, sondern auch mit wertvollen Inhaltsstoffen. Damit hilft es den Winter zu überbrücken, bis hierzulande das erste Gemüse wieder reif wird. 

„Kaum Kalorien, doppelt so viel Vitamin C wie Äpfel und ganzjährig zu haben – Sauerkraut ist bewährtes Superfood aus der Region“, schwärmt Mag.a Michaela Knieli, Ernährungswissenschafterin von "die umweltberatung". Früher wussten auch die Seefahrer Sauerkraut sehr zu schätzen, denn es schützte sie mit seinem hohen Vitamin C-Gehalt auf monatelangen Reisen ohne Frischkost bestens vor Skorbut.

Superkraut macht den Darm fit
Fein gehobelt, gestampft und eingesalzen wird Kraut durch Milchsäuregärung zum Sauerkraut. Die Milchsäurebakterien sorgen für eine gesunde Darmflora. Offen gekauftes Sauerkraut ist in einem geschlossenen Behälter im Kühlschrank mindestens eine Woche lagerfähig. Wichtig: Sauerkraut sollte möglichst nicht gespült werden, denn mit dem Wässern gehen die wertvollen Inhaltsstoffe verloren.

Roh oder gekocht – Hauptsache bio und sauer
Am besten greift man auch beim Sauerkraut zur Bio-Ware, denn biologisches Kraut wird ohne Kunstdünger und Pestizide produziert, und Bio-Sauerkraut darf nicht künstlich konserviert werden.

Ob als Sauerkrautsaft, Salat, Suppe oder Beilage zum Schweinsbraten – vitaminreiches Sauerkraut bringt den Darm in Schwung und stärkt das Immunsystem. Rezepte dazu - mit und ohne Fleisch – gibt es auf www.umweltberatung.at/rezepte.

Obst und Gemüse Saisonkalender
Wann welches Gemüse und Obst reif ist bzw. als Lagerware erhältlich ist, zeigt "die umweltberatung" im Saisonkalender. Das A3-Poster kann auf www.umweltberatung.at/saisonkalender kostenlos heruntergeladen oder zum Aufhängen in der Küche um € 2,40 bestellt werden.

Informationen über Sauerkraut und viele andere Lebensmittel bietet "die umweltberatung" im Lebensmittellexikon auf www.umweltberatung.at/lebensmittellexikon.
Quelle: Text: die umweltberatung, Wien/Bilder: Pixabay/Einl.bild: © Sabine Seidl "die umweltberatung"

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SMOOZUP® der erste Bio-Smoothie auf  dem deutschen Markt

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Smoothies liegen im Trend und gelten inzwischen als ideale, „grüne“ Zwischenmahlzeit – vor allem, wenn’s schnell gehen und dabei gesund sein soll. In farbig und stylisch designten Fläschchen haben sich die himbeerroten bis sattgrünen Obst-Snacks inzwischen in den Kühlregalen jedes Supermarktes ihren Platz erobert. „Obst-to-go“, fein-sämig püriert (englisch „smooth“) inklusive einem ordentlichen Schluck Vitamine. Die scheinbar perfekte Lösung für unseren modernen, mobilen Lebensstil.
Aber auch gesund?
Denn Fakt ist, Smoothies enthalten im Gegensatz zu herkömmlichen Fruchtsäften die komplette Frucht mit Ausnahme der Schale und der Kerne. Das pürierte Fruchtfleisch wird dabei meist mit Saft gemischt, damit der Smoothie seine typische sämige Konsistenz erhält. Da aber Vitamine und einige andere sekundäre Pflanzenstoffe während der Lagerung und Konservierung verfallen, haben sich die Hersteller von Smoozup, Nadine und Nicole A. Tippelt, was ganz Besonderes in Sachen „grüner“ Haltbarkeit einfallen lassen – und dazu noch eine ganze Menge dazu, was Ihre Energy Smoothies auszeichnet.
Wir haben mit den Jungunternehmerinnen Tippelt über Ihre „grünen Bomben“ gesprochen.
SMOOZUP SMOOZUP
 
 
1. Dieses Jahr feiert Ihr grüner Energy Smoothie „Smoozup“ seinen dritten Geburtstag. Wie kam es zu dieser ganz besonderen Geschäftsidee?
Im Rahmen unserer Jobs waren meine Schwester und ich viel auf Reisen, verbunden mit langen Meetings. Während dieser stundenlangen „Sitzmarathons“ waren neben körperlicher Fitness vor allem geistige Wachsamkeit und Ausdauer gefragt, denn unser Gehirn verbraucht dabei so viel Energie wie ein Hochleistungssportler.
Auf den Geschäftsreisen war es meist schwierig, energiebringende Snacks und Mahlzeiten zu finden. Nach diesen dauerhaft negativen Erfahrungen hatten wir in Konsequenz stets unsere selbstgemixten, grünen Smoothies dabei, die wir, in Schraubgläsern abgefüllt, unter den neugierigen Blicken der Kollegen verzehrten. Schritt für Schritt haben wir uns dann intensiv in dieses spannende Thema und den Markt eingearbeitet und uns für die Entwicklung von SMOOZUP® entschieden. Im November 2014 war es dann soweit. Mit dem Launch von SMOOZUP® war der erste grüne BIO Smoothie auf dem deutschen Markt.
 

2. Laut Ihrer Internetseite ist der Smoothie haltbar – ohne das Zufügen von Konservierungsstoffen. Wie wird das „gesunde Konservieren“ gewährleistet und wie lange ist das Produkt – ohne Vitaminverlust - zirka haltbar?
Ganz wichtig ist die richtige Kombination und Zusammensetzung der verwendeten Obst- und Gemüsesorten, damit der ph-Wert im Endprodukt stimmt. Einen Teil des Ziels erreichen wir durch Zitronensaft.

Zudem dürfen im Endprodukt keine Keime enthalten sein, deshalb verzichten wir gänzlich auf Homogenisierung und setzen auf „schonende Pasteurisierung“. Heißt: SMOOZUP® wird einmal kurz erhitzt und danach sofort wieder heruntergekühlt. So erreichen wir eine Haltbarkeit von 24 Monaten ab Produktion, wobei das Produkt die Nährwerte, die in der Nährwerttabelle auf den Flaschen angegeben sind, hält. Ein riesiger Vorteil für den Verbraucher ist zudem, dass SMOOZUP® ungekühlt überall hin mitgenommen werden kann und außerdem für viele auch besser verdaulich ist als reine Rohkost.

SMOOZUP® Share-PotSMOOZUP® Share-Pot3. Zu Ihrer Firmenphilosophie gehört: „Ehrliche Lebensmittel für alle.“ Deshalb gibt es in Ihrem Onlineshop das „Bezahl-was-du-kannst System“. Können Sie uns beschreiben, was es damit auf sich hat?
Sehr gerne. Qualitativ hochwertige Lebensmittel sind aufgrund ihrer Qualität und der Zusammensetzung ihrer Inhaltsstoffe in der Regel leider viel teurer als Vergleichsprodukte. Unsere Überzeugung lautet jedoch: Gesunde und ehrliche Nahrungsmittel dürfen kein Luxusgut sein. Nachdem es für uns auf keinen Fall in Frage kommt, an der Qualitätsschraube zu drehen, tüftelten wir an einer fairen und transparenten Alternativlösung. So war die Idee geboren, uns online an ein soziales Experiment zu wagen. Diejenigen Verbraucher, die mehr als den Standardpreis geben können und möchten, unterstützen so jene, die aktuell weniger als diesen bezahlen können. Wir regeln das über einen sogenannten SMOOZUP® Share-Pot, der live Münz-Zuzahlungen oder -Entnahmen anzeigt.

4. Wie wird das „Bezahl-was-du-kannst-System“ von den Kunden angenommen?
Das neue System stößt beim Verbraucher auf großes Interesse und wird sehr positiv angenommen. Sehr viele Kunden sind neugierig, trauen sich aber noch nicht so recht, wirklich Ihren eigenen Preis zu machen. Wir sind jedoch überzeugt, dass die Zeit reif ist für Transparenz und Wahlmöglichkeiten des mündigen Verbrauchers. Viele IT-Unternehmen haben das bereits erfolgreich vorgemacht. Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase, die neue Modelle immer brauchen, wird es für den Käufer einen klaren Mehrwert darstellen, selbst zu entscheiden und mitzubestimmen.

5. Für Ihr Unternehmen sind Transparenz, Bio-Qualität und Nachhaltigkeit enorm wichtig. Können Sie uns an Ihrem Produkt „Salat-Blätter“ den Herstellungs-, Verarbeitungs- und Vertriebsprozess beschreiben bis letztendlich die Flasche beim Verbraucher ankommt?
Unser SMOOZUP® grüner Energy Smoothie besteht aus mehreren grünen Komponenten, wobei wir ganz stark auf einen hohen Blattgrünanteil setzen, nämlich 25 Prozent. Im Vergleich dazu enthalten Smoothies handelsüblicher Hersteller im Schnitt nur zirka 15 Prozent Blattgrün. Dieses kombinieren wir mit passenden Fruchtsorten. So besteht SMOOZUP® „Spinat, Gurke & Co. + Mango“ aus Spinat, Gurke, Salat, Petersilie und Stangensellerie als Blattgrün, gemixt mit Apfel, Mango, Banane und Zitrone. Für SMOOZUP® beziehen wir den Salat-Mix derzeit aus unserem Nachbarland Italien. Nach dem Mixen im Industriemixer werden die Flaschen auf unserer Produktionsanlage in Bayern befüllt, etikettiert und auf Paletten gepackt. Danach geht die Ware in die deutschen Bioläden und unsere Online-Shops.

Danke für das Gespräch!

Das Gespräch führte Lin Fischer.

Fotos:SMOOZUP®, Bild unten pixabay

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AKTUELLE NACHRICHTEN

Licht aus in Deutschland

Samstag, 25. März 2017 05:18
Am 25. März ist Earth Hour / 178 Länder sind dabei Berlin - Am 25. März 2017 gehen zur WWF Earth Hour für eine Stunde rund um den Globus die Lichter aus. Jeweils um 20.30 Uhr Ortszeit gehen auch an berühmten Bauwerken die Lichter aus. Hierzu z

Ostereier: Frisch gefärbt schmeckt´s besser

Freitag, 24. März 2017 08:40
DIY: "die umweltberatung" leitet mit Video und Infoblatt beim Eierfärben mit natürlichen Zutaten an.  Wien - Selber Färben geht ganz einfach und bringt´s, denn die natürlichen Farben dürfen sogar mitgegessen werden. "die umweltberatung" b

Gärten für die Zukunft

Freitag, 24. März 2017 05:28
Gärten nachhaltig bewirtschaften: Deutsche Umwelthilfe veröffentlicht Handbuch „Gärten für die Zukunft“/Broschüre enthält Handlungsempfehlungen und zeigt auf, wie auf lokaler Ebene die biologische Vielfalt geschützt werden kann Berlin/Rad

 

 

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NEU in der MEDIATHEK

Robert Redford: Die Stimme der Natur

Dienstag, 21. März 2017 08:48

Die Mammutbäume sprechen...

 „Und dann kamen die Menschen und die Hölle fing an...“

Zum Projekt:
Robert Redford, Julia Roberts, Penélope Cruz, Harrison Ford, Edward Norton, Ian Somerhalder und Kevin Spacey: Das sind die Namen der Prominenten, die der Natur ihre Stimme geben. Nachdrücklich, ernst und auffordernd. Sie verwandeln sich in einen Ozean, in ein Korallenriff, in plätscherndes Wasser, in einen Mammutbaum, in den Regenwald, in Blumen, in fruchtbarem Erdboden und in die Mutter Natur selbst. Faszinierende Bilder einer teilweise noch intakten Welt zeigen uns die Schönheit aber auch gleichzeitig die Zerbrechlichkeit der Natur. So lautet auch der Slogan der Umweltschutzorganisation „Conservation International“ :

Natur braucht den Menschen nicht. Aber die Menschen die Natur.

Die Kurzvideos wollen wachrütteln und den Blick schärfen: Sie demonstrieren somit nicht nur die natürlichen und naturbelassenen Gebiete dieser Erde, sondern eben auch die Auswirkungen der Menschenhand und seiner großen Gier.

Diese als Kampagne angelegte Kurzfilme unter dem Titel „Nature is Speaking“ (Die Natur spricht!) sind sicherlich nicht die ersten Dokumentationen dieser Art, die auf das Thema aufmerksam machen. Doch die Botschaften erhalten hier nochmals eine andere Dimension. Die Symbiose von Pflanze und Tieren ist dann fruchtbar und gelingend, wenn die Natur sich ausdehnen und entfalten und ihre eigenen Regenerationsprozesse steuern kann.

Weitere Stimmen der Natur finden Sie in unserer Mediathek.



 

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