Neues Infoblatt „Warmes Wasser“ informiert über Warmwasserbereitungssysteme und gibt Spartipps 

Wien - Selbst am heißesten Sommertag ist eiskaltes Duschen nicht angesagt. Die meisten Menschen duschen auch bei großer Hitze mit lauwarmem Wasser und das braucht Energie. Diese Energie lässt sich ökologisch insbesondere mit Solaranlagen, Wärmepumpen und Biomasse herstellen. Die verschiedenen Systeme zum Wasserwärmen und Tipps zur Senkung des Energieverbrauchs fürs Warmwasser stellt das neue Infoblatt „Warmes Wasser“ der "umweltberatungWien" vor.

Im Sommer wird oft in Sanierungen investiert – auch in die Modernisierung der Warmwasserbereitung. Welches System zur Warmwasserbereitung installiert wird, hängt stark von den Wohngegebenheiten ab. „Wenn möglich, sind erneuerbare Energien die ökologischste Lösung – zum Beispiel Solaranlagen, Wärmepumpen oder Biomasse-Kessel. Unabhängig vom System ist es wichtig, alle Möglichkeiten auszuschöpfen um Warmwasser zu sparen“, rät Sabine Vogel, Energieexpertin von "die umweltberatung".

Die Sonne nutzen
Die thermische Solaranlage ist eine sehr ökologische Variante der Warmwasserbereitung. Auch eine Photovoltaikanlage kann zum umweltfreundlichen Erwärmen des Wassers eingesetzt werden: Sie betreibt eine Wärmepumpe, die Wärme aus der Luft, dem Grundwasser oder aus der Erde gewinnt. Die Photovoltaikanlage kann aber auch über eine Elektropatrone im Wasserspeicher für warmes Wasser sorgen.

Wärme aus dem Kessel, Gas oder aus der Ferne
Der Heizkessel kann zum Wasserwärmen verwendet werden – Biomasse ist die umweltfreundlichere Alternative im Vergleich zu Öl und Gas. Gas kann im Durchlauferhitzer oder in der Gastherme Wasser wärmen. Bei einem Fernwärmeanschluss wird neben der Raumwärme auch die Wärme für die Warmwasserbereitung ins Haus geliefert.

Die teuerste Variante: Strom
Strom ist meist die teuerste Energieform und das Erwärmen des Wassers mit Strom kann viel kosten. Warmwasserbereitung mit Strom (zum Beispiel im Durchlauferhitzer oder Boiler) ist daher nur ratsam, wenn die Abnahmemenge gering ist und keine Anbindung an das zentrale Heizsystem möglich ist.

Sparen mit einfachen Mitteln
WasserhahnRund 55 Liter Warmwasser täglich brauchen die ÖsterreicherInnen im Durchschnitt pro Kopf. Eine einfache Maßnahme zum Wassersparen bei alten Armaturen ist zum Beispiel der Luftsprudler oder Perlator ® –  in neuen Armaturen ist dieser bereits eingebaut. Er mischt dem Wasserstrahl Luft bei, das reduziert den Wasserverbrauch. Beim Duschen ist der Wasserregler wirksam, der am Schlauch montiert wird – er reduziert die Durchflussmenge ganz ohne Komfortverlust. Diese kleinen Maßnahmen reduzieren den Wasserverbrauch bis zu 50%. Auch wassersparende Duschköpfe helfen den Wasserverbrauch zu senken.

Wichtig ist in jedem Fall das Abdrehen – zum Beispiel beim Einseifen, Zähneputzen und Rasieren. Händisches Geschirrspülen bei laufendem Wasser bedeutet große Energieverschwendung. Viel sparsamer ist es, das Spülbecken zu verschließen und warmes Wasser einzulassen.

„Warmwasser sinnvoll zu nutzen, spart nicht nur Energie und Kosten, sondern schont die Ressource Trinkwasser und trägt ganz wesentlich zum Klimaschutz bei“, so Herbert Ritter von der Magistratsabteilung 20 – Energieplanung.
Quelle: Text: "die umweltberatung, Wien"/Bilder: Pixabay

Weitere Informationen:
Das neue Infoblatt „Warmes Wasser“ gibt es auf www.umweltberatung.at/warmes-wasser zum kostenlosen Download. "die umweltberatung" hat das Infoblatt im Auftrag der MA 20 – Energieplanung erarbeitet.

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