Hamburg - Wasch- und Spülmaschine gehören zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. In vielen Fällen lässt sich der Stromverbrauch der Geräte um bis zu einem Drittel senken, wenn sie direkt ans Warmwasser angeschlossen werden. Ulrike Schmerbitz, Expertin der Energieberatung der Verbraucherzentralere Hamburg, erklärt, wann sich der Anschluss lohnt.

„Das Aufheizen des Wassers macht den Großteil des Stromverbrauchs von Wasch- und Spülmaschinen aus. Dabei ist die Wassererwärmung mit Strom besonders teuer“, erläutert Schmerbitz. Das Wasser anders zu erwärmen und erst dann in die Geräte fließen zu lassen scheint eine gute Lösung. Doch Vorsicht: Das macht in vielen, aber nicht in allen Fällen Sinn.

Solar„Ist sowieso die gesamte Warmwasserbereitung elektrisch, zum Beispiel bei einem Elektroboiler, bringt natürlich auch der Wechsel des Anschlusses für die Geräte keine Einsparung“, sagt die Energieexpertin. Empfehlenswert ist dagegen Warmwasser aus einer thermischen Solaranlage – das gibt es im Sommer ohne Mehrkosten. Auch bei Gas- und Ölheizungen ist die Wärme oft preisgünstiger als beim elektrischen Aufheizen.

Außerdem muss geklärt werden, ob die vorhandenen Geräte überhaupt mit Warmwasser betrieben werden können. Einzelne Waschmaschinen verfügen über einen gesonderten Warmwasseranschluss. Bei anderen Modellen ist ein spezielles Vorschaltgerät erforderlich, das im Zulaufschlauch warmes und kaltes Wasser mischt und so das Gerät mit der richtigen Wassertemperatur versorgt. Das zugeführte Wasser darf allerdings nicht wärmer sein, als die an der Maschine vorgewählte Temperatur.

Die meisten Spülmaschinen können ohne Umrüstung an die Warmwasserleitung angeschlossen werden. Sicherheitshalber sollte man beim Hersteller nachfragen. Das kann auch wichtig sein, um die Garantie- und Gewährleistungsansprüche nicht zu verlieren.

Ulrike Schmerbitz fasst zusammen: „Ist eine Solaranlage vorhanden und sind Wasch- und Spülmaschine dafür geeignet, lohnt sich der Betrieb am Warmwasseranschluss meistens. Alles andere lässt sich nur im Einzelfall entscheiden.“
Quelle: Text: Verbraucherzentrale Hamburg/Bilder: Pixabay

Mehr Informationen und Tipps rund um Energieeffizienz im Haushalt geben die unabhängigen Berater an der Energie- und Klimahotline der Verbraucherzentrale Hamburg unter 040 248 32 250 (Ortstarif) oder im persönlichen Beratungsgespräch (nach Terminvereinbarung).

Hinweis: Die Energie- und Klimahotline wird zu 100 Prozent von der Behörde für Umwelt und Energie gefördert. Die Persönliche Energieberatung wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

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