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Neues Infoblatt „Warmes Wasser“ informiert über Warmwasserbereitungssysteme und gibt Spartipps 

Wien - Selbst am heißesten Sommertag ist eiskaltes Duschen nicht angesagt. Die meisten Menschen duschen auch bei großer Hitze mit lauwarmem Wasser und das braucht Energie. Diese Energie lässt sich ökologisch insbesondere mit Solaranlagen, Wärmepumpen und Biomasse herstellen. Die verschiedenen Systeme zum Wasserwärmen und Tipps zur Senkung des Energieverbrauchs fürs Warmwasser stellt das neue Infoblatt „Warmes Wasser“ der "umweltberatungWien" vor.

Im Sommer wird oft in Sanierungen investiert – auch in die Modernisierung der Warmwasserbereitung. Welches System zur Warmwasserbereitung installiert wird, hängt stark von den Wohngegebenheiten ab. „Wenn möglich, sind erneuerbare Energien die ökologischste Lösung – zum Beispiel Solaranlagen, Wärmepumpen oder Biomasse-Kessel. Unabhängig vom System ist es wichtig, alle Möglichkeiten auszuschöpfen um Warmwasser zu sparen“, rät Sabine Vogel, Energieexpertin von "die umweltberatung".

Die Sonne nutzen
Die thermische Solaranlage ist eine sehr ökologische Variante der Warmwasserbereitung. Auch eine Photovoltaikanlage kann zum umweltfreundlichen Erwärmen des Wassers eingesetzt werden: Sie betreibt eine Wärmepumpe, die Wärme aus der Luft, dem Grundwasser oder aus der Erde gewinnt. Die Photovoltaikanlage kann aber auch über eine Elektropatrone im Wasserspeicher für warmes Wasser sorgen.

Wärme aus dem Kessel, Gas oder aus der Ferne
Der Heizkessel kann zum Wasserwärmen verwendet werden – Biomasse ist die umweltfreundlichere Alternative im Vergleich zu Öl und Gas. Gas kann im Durchlauferhitzer oder in der Gastherme Wasser wärmen. Bei einem Fernwärmeanschluss wird neben der Raumwärme auch die Wärme für die Warmwasserbereitung ins Haus geliefert.

Die teuerste Variante: Strom
Strom ist meist die teuerste Energieform und das Erwärmen des Wassers mit Strom kann viel kosten. Warmwasserbereitung mit Strom (zum Beispiel im Durchlauferhitzer oder Boiler) ist daher nur ratsam, wenn die Abnahmemenge gering ist und keine Anbindung an das zentrale Heizsystem möglich ist.

Sparen mit einfachen Mitteln
WasserhahnRund 55 Liter Warmwasser täglich brauchen die ÖsterreicherInnen im Durchschnitt pro Kopf. Eine einfache Maßnahme zum Wassersparen bei alten Armaturen ist zum Beispiel der Luftsprudler oder Perlator ® –  in neuen Armaturen ist dieser bereits eingebaut. Er mischt dem Wasserstrahl Luft bei, das reduziert den Wasserverbrauch. Beim Duschen ist der Wasserregler wirksam, der am Schlauch montiert wird – er reduziert die Durchflussmenge ganz ohne Komfortverlust. Diese kleinen Maßnahmen reduzieren den Wasserverbrauch bis zu 50%. Auch wassersparende Duschköpfe helfen den Wasserverbrauch zu senken.

Wichtig ist in jedem Fall das Abdrehen – zum Beispiel beim Einseifen, Zähneputzen und Rasieren. Händisches Geschirrspülen bei laufendem Wasser bedeutet große Energieverschwendung. Viel sparsamer ist es, das Spülbecken zu verschließen und warmes Wasser einzulassen.

„Warmwasser sinnvoll zu nutzen, spart nicht nur Energie und Kosten, sondern schont die Ressource Trinkwasser und trägt ganz wesentlich zum Klimaschutz bei“, so Herbert Ritter von der Magistratsabteilung 20 – Energieplanung.
Quelle: Text: "die umweltberatung, Wien"/Bilder: Pixabay

Weitere Informationen:
Das neue Infoblatt „Warmes Wasser“ gibt es auf www.umweltberatung.at/warmes-wasser zum kostenlosen Download. "die umweltberatung" hat das Infoblatt im Auftrag der MA 20 – Energieplanung erarbeitet.

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Mit fünf Tipps fast 500 Euro Energiekosten im Jahr sparen.

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Der 5. März ist der Tag des Energiesparens / Mit fünf Tipps fast 500 Euro Energiekosten im Jahr sparen / Erfolg kontrollieren mit Online-Energiesparkonto oder per App

Berlin - Der internationale Tag des Energiesparens am 5. März ist eine gute Gelegenheit, den eigenen Stromverbrauch zu prüfen und das Optimieren der Heizanlage in Angriff zu nehmen. „Wer nämlich im eigenen Haus oder in der Wohnung Energie spart, tut nicht nur etwas für das Klima, sondern schont auch seinen Geldbeutel“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online mbH (www.co2online.de).

co2online gibt fünf praktische Tipps, wie Mieter und Hauseigentümer Energie sparen können: von einfachen Verhaltensänderungen über Investitionen, für die es Fördermittel gibt, bis zur Kontrolle der Sparerfolge.

1. Elektronische Geräte ganz ausschalten
StandbyBrennt am Fernseher oder dem DVD-Player permanent ein Licht? Gibt es am PC oder der Espressomaschine keinen richtigen Ausschalter? Dann verbrauchen diese Geräte rund um die Uhr Strom. In einem durchschnittlichen Haushalt macht der Standby-Verbrauch etwa ein Zehntel der Stromrechnung aus. Durch Verzicht auf Standby können Verbraucher im Jahr 400 Kilowattstunden (kWh) und 115 Euro sparen.

lüften2. Lüften im Winter
Auch im Winter sollte regelmäßig gelüftet werden, um Schimmel vorzubeugen und für frische Luft zu sorgen. Anstatt aber die Fenster zu kippen, besser die Fenster für fünf bis zehn Minuten weit öffnen. Stoßlüften statt Dauerlüften spart im Durchschnittshaushalt 1.750 kWh und 135 Euro im Jahr.

3. Hydraulischen Abgleich durchführen
Wenn es in einzelnen Zimmern trotz aufgedrehter Thermostate nicht richtig warm wird, dann ist das Heizsystem nicht richtig eingestellt. Mit dem hydraulischen Abgleich kann ein Fachhandwerker für Abhilfe sorgen. In einem Einfamilienhaus mit 125 Quadratmetern sinkt der Heizenergiebedarf so um etwa 1.400 kWh pro Jahr. Das spart jährlich rund 100 Euro. Zusätzlich werden 30 Prozent der Nettokosten der Heizungsoptimierung vom Staat übernommen. Weitere Infos zum Förderprogramm gibt es auf www.co2online.de/heizungsoptimierung.

4. Heizungspumpen austauschen
Heizungspumpen sind im Schnitt für fast 20 Prozent des Stromverbrauchs eines Hauses verantwortlich. Der Austausch einer alten Heizungspumpe gegen ein hocheffizientes Modell lässt den jährlichen Stromverbrauch in einem Einfamilienhaus mit 125 Quadratmetern um 350 kWh sinken. Das macht rund 100 Euro weniger Stromkosten im Jahr. Für den Pumpentausch gibt es wie für den hydraulischen Abgleich 30 Prozent staatlichen Zuschuss.

5. Energieverbrauch kontrollieren
Um Energie zu sparen, sollten Hauseigentümer und Mieter ihren Energieverbrauch regelmäßig prüfen. Zählerstände lassen sich statt umständlich mit Zettel und Stift im kostenlosen Energiesparkonto sammeln und auswerten. Auch das individuelle Sparpotenzial und Sparerfolge werden so schnell sichtbar. Möglich ist das auch per App: Der EnergieCheck von co2online ist kostenlos für iOS und Android zu haben.
Quelle: Text: co2online/Bilder: Pixabay

Energie sparenMehr zum Thema Energiesparen finden Sie hier!

 
Durch den konsequenten Einsatz von energieeffizienten LED-Lampen kann der Stromverbrauch bei der Beleuchtung in privaten Haushalten auf etwa ein Fünftel sinken.

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Praxistest effiziente Beleuchtung“ von Öko-Institut und EcoTopTen

Aktion Freiburg - Durch den konsequenten Einsatz von energieeffizienten LED-Lampen kann der Stromverbrauch bei der Beleuchtung in privaten Haushalten auf etwa ein Fünftel sinken. Doch trotz der mittlerweile großen Auswahl an hochwertigen LED-Lampen greifen Verbraucher noch zu selten auf diese energieeffiziente Art der Beleuchtung zurück. Mit der bundesweiten Stromsparaktion „alles LeuchtED – Praxistest effiziente Beleuchtung“ will EcoTopTen, die Internetplattform für ökologische Spitzenprodukte des Öko-Instituts, das ändern.

„Ziel ist es, möglichst viele private Haushalte dazu zu bewegen, ihre Beleuchtung auf besonders effiziente Leuchtmittel umzustellen“, beschreibt Dr. Dietlinde Quack, Leiterin der Verbraucherplattform EcoTopTen am Öko-Institut den Hintergrund der Aktion. „Denn das spart Strom, entlastet damit den Geldbeutel und hilft umweltschädliche CO2-Emissionen zu vermeiden.“

LED-Lampen und fachliche Beratung für Aktionshaushalte
Die Aktion „alles LeuchtED – Praxistest effiziente Beleuchtung“ wird vom Öko-Institut und EcoTopTen in Zusammenarbeit mit Energieversorgern und weiteren Kooperationspartnern durchgeführt und von der Nationalen Klimaschutz Initiative des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert. 

Die Aktion umfasst die folgenden vier Einzelaktionen:

·     Einzelaktion mit EWS Schönau

·     Einzelaktion mit E-Werk Mittelbaden, Stadt Lahr und Ortenauer Energieagentur

·     Einzelaktion mit Greenpeace Energy

·     Einzelaktion mit Polarstern und Greenstars

In jeder Einzelaktion werden maximal vier Aktionshaushalte bei der Umstellung auf eine effiziente Beleuchtung begleitet. Die ausgewählten Haushalte erhalten effiziente LED-Lampen im Wert von 200 Euro und werden bei der Beleuchtungsumstellung von den Expertinnen und Experten des Öko-Instituts beraten. Dafür verpflichten sie sich, den Praxistest sowie ihre Stromeinsparung zu dokumentieren und sich bei der Umstellung über die Schulter schauen zu lassen. Die aus der Aktion gewonnenen Erfahrungen fließen in verbesserte  Praxishilfen für Verbraucher ein, um die Beleuchtungsumstellung in Haushalten zukünftig zu erleichtern. Haushalte können sich ab sofort unter den jeweiligen Einzelaktionen als Aktionshaushalt bewerben, sofern sie Kunde beim entsprechenden Stromanbieter sind.  

LED: Hürden im Einsatz für Verbraucher
Bereits 2009 hat die Europäische Union die Regelungen für eine energieeffiziente Beleuchtung in die Wege geleitet und die bis dahin üblichen Glühlampen aufgrund der geringen Energieeffizienz nach und nach vom Markt genommen.  

Mittlerweile haben LED- und Halogenlampen den Platz von Glüh- und Energiesparlampen eingenommen, die Auswahl an hochwertigen Produkten ist deutlich gestiegen. „Dennoch sind die Einsparpotentiale bislang gering“, so Quack. „Einerseits wird trotz des großen Angebots an effizienten LED-Lampen immer noch auf die vergleichsweise ineffizienten Halogenlampen zurückgegriffen, andererseits stoßen Verbraucher bei der Beleuchtungsumstellung auf praktische Hürden und Schwierigkeiten. Dazu gehören Kompatibilitätsprobleme, wie etwa unterschiedliche Maße oder Sockeldurchmesser von bereits im Haushalt vorhandenen Leuchten. Auch sind neue Leuchtkonzepte und Varianten bei Helligkeit und Lichtfarbe der LEDs eher unbekannt. Hier gilt es die Verbraucher gezielter zu informieren und konkrete Tipps für Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer oder Bad durch die richtige Auswahl an LED-Möglichkeiten aufzuzeigen.“
Quelle: Text und Cover: Öko-Institut/Bilder: Pixabay

Weitere Informationen zur Aktion „alles LeuchtED“ auf der Internetplattform von EcoTopTen

Strom sparenIst Ihr Stromverbrauch zu hoch? Antworten finden Sie hier!

Verspiegelte Sonnenbrille Sonnenhut

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Die Sommerferien stehen vor der Tür, die Temperaturen steigen – Zeit für Urlaub und Erholung. Ob zu Hause, auf Reisen oder beim Sommerfest – die Energiespartipps von co2online für den Sommer zeigen Ihnen, wie Sie nicht nur sich, sondern auch dem Klima etwas Gutes tun.

Wäsche trocknenSommer-Energiespartipp Nr. 1:
Wäsche kalt waschen und warm trocknen

Ihre Wäsche kann dank moderner Kaltwaschmittel auf heißes Wasser verzichten. Das schont nicht nur Umwelt und Geldbeutel, sondern auch die Farben. Ein weiterer Energiespartipp im Sommer. Den Trockner können Sie getrost in den Sommerurlaub schicken: Bei warmen Temperaturen auf dem Balkon oder im Garten trocknet Ihre Wäsche besonders im Sommer energiesparend und schnell.
Lesen Sie hier, wie viel Geld Sie durch diese Energiespartipps sparen können.

Übrigens: Pro Jahr werden in Deutschland rund sechs Milliarden Kilowattstunden Strom zum Wäschewaschen verbraucht. Eine moderne Waschmaschine benötigt rund 25 Prozent weniger Energie als ein zehn Jahre altes Gerät.

Sommer-Energiespartipp Nr. 2: Kalt duschen
Eine kalte Dusche sorgt bei heißen Temperaturen für einen kühlen Kopf. Warum nicht dauerhaft im Sommer kälter oder kalt duschen? So sparen Sie im Sommer Energie für die Erwärmung des Wassers. Kreislauf und Bindegewebe freuen sich ebenfalls.
Heißer Tipp: Sparduschköpfe mischen Wasser mit Luft und halbieren so den Wasserverbrauch.

Sommer-Energiespartipp Nr. 3: Rollos anbringen
Ist es Ihnen in Ihren vier Wänden zu heiß? Rollos vor den Fenstern helfen, die Räume angenehm kühl zu halten ohne ein stromfressendes Klimagerät zu nutzen, während Sie am See liegen.

Gemüse grillenSommer-Energiespartipp Nr. 4:
Mehr Gemüse auf dem Grill
Ob Tofu-Würstchen, gefüllte Auberginen oder Knoblauchkarotten – all diese kreativen Gerichte sind klimafreundlicher als ein Steak und sorgen zudem für Abwechslung auf dem Rost. Denn ein Kilogramm Rindfleisch verursacht so viele Treibhausgase wie 19 Kilogramm Gemüse. Kräuter und Gemüse nehmen Sie natürlich aus der Region, oder am besten vom eigenen Balkon oder Garten: Das spart Kosten und CO2, macht Spaß und sieht schön aus. Tauschen sie noch die Knoblauchbutter gegen Kräuterquark aus, sparen sie auch hier 92 Prozent Emissionen ein.

Sie brauchen ein Argument für die Auseinandersetzung mit rauchempfindlichen Nachbarn? Holzkohle ist CO2-neutral, ein Elektrogrill hingegen ein Stromfresser. Doch Augen auf beim Kohlekauf: Die FSC- oder Naturland-Siegel garantieren, dass bei der Herstellung ökologische Kriterien beachtet wurden.

Sommer-Energiespartipp Nr. 5: Stromsparender Kühlschrank
Auf Bier müssen Sie beim Grillen nicht verzichten: Ein Liter verursacht 460 g CO2, Milch hingegen schlägt mit 950 g zu Buche. Kühlen Sie es außerdem noch in einem energieeffizienten A++-Kühlschrank, sparen Sie im Sommer viel Energie. Alte Kühlschränke sind Stromfresser: Im Vergleich zu einem Standard-Kühlschrank der A-Klasse verbraucht ein A++-Kühlschranks 125 Kilowattstunden weniger pro Jahr. Mit dem KühlCheck erfahren Sie in wenigen Schritten, wie viel Geld Sie beim Geräte-Austausch sparen können. In unserem Dossier finden Sie noch mehr Informationen über den Stromfresser Kühlschrank.

Kühe auf der WeideSommer-Energiespartipp Nr. 6: Urlaub in Deutschland
Warum in die Ferne schweifen - Flugreisen sind besonders klimaschädlich und verursachen jede Menge CO2. Am besten, Sie erkunden heimische Naturgebiete! Im Internet finden Sie zahlreiche Anbieter für klimafreundliche Reisen, beispielsweise Urlaub auf dem Biohof in Deutschland.



Sommer-Energiespartipp Nr. 7: Standby abschalten
Ob See, Freibad oder Fahrrad-Tour ins Grüne: Schalten Sie alle Geräte aus, wenn Sie den ganzen Tag unterwegs sind und achten Sie darauf, dass die Geräte nicht im Standby-Modus weiter Strom verbrauchen. Mit abschaltbaren Steckerleisten drehen Sie allen Geräten zuverlässig den Strom ab – bequemes Energiesparen im Sommer wie im Winter.

Doch ganz egal, wo Sie feiern, grillen oder Urlaub machen, in jedem Fall gilt: Nehmen Sie bitte Ihren Müll wieder mit. So wird Ihr Sommer umwelt- und klimafreundlich!
Quelle: Text: co2online/Bilder: Pixabay

ReiseLesen Sie dazu: Jeder zweite Deutsche will nachhaltig verreisen

 

Händewaschen

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Sechs Tipps für Unternehmer und Angestellte zum Energiesparen im Büro

SeifeBeim Händewaschen ist warmes Wasser nicht entscheidendBerlin - Kleine Maßnahme, große Wirkung: 870 Millionen Kilowattstunden Heizenergie und 60 Millionen Euro Heizkosten könnten jedes Jahr gespart werden, würden sich Deutschlands Büroangestellte die Hände mit kaltem statt mit warmem Wasser waschen. Das ist genauso hygienisch, spart aber Energie. Denn beim Händewaschen ist nicht die Wassertemperatur entscheidend – sondern die Hände 30 Sekunden mit Seife zu reinigen.

„Unternehmer können selbst viel fürs Energiesparen tun. Aber entscheidend ist, dass sie auch ihre Mitarbeiter mit ins Boot holen. Denn allein durch einen aufmerksameren Umgang mit Energie lässt sich der Verbrauch in Büros um 15 Prozent senken“, erklärt Boris Demrovski, Projektleiter bei co2online. Dabei seien strenge Regeln oft fehl am Platze. „Viel besser ist es, Mitarbeiter gezielt zu informieren und zu motivieren. Und: Wenn durch die Mitarbeiter die Energiekosten sinken, sollten sie auch am Gewinn beteiligt werden.“

Baum pflanzenWir brauchen den Wald mit seinen BäumenJedes Jahr 17 Millionen Bäume pflanzen – oder die Hände kalt waschen
Rund 17 Millionen Büroangestellte gibt es in Deutschland. Wenn sich jeder von ihnen jeden Tag drei Mal die Hände mit warmem Wasser wäscht, entstehen dadurch rund 215.000 Tonnen CO2 im Jahr. Allein um eine Tonne CO2 zu kompensieren, müssen 80 Bäume gepflanzt werden. Das sind hochgerechnet rund 17 Millionen Bäume, um den CO2-Ausstoß durchs Händewaschen auszugleichen. Also ein Baum pro Büroarbeiter. Die Alternative: Die Hände kalt waschen – und am besten auch die anderen Tipps zum Energiesparen im Büro beachten.  

Heizenergie sparen im Büro: Top-Tipps für Angestellte

  • Thermostatrichtig heizen will gelernt seinAuf die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit achten: Zwischen 20 und 22 Grad Celsius sollte die Temperatur im Büro liegen. Wenn es wärmer wird, sinkt nicht nur die Konzentration, auch die Energiekosten steigen. Wer sich in einem 200 Quadratmeter großen Büro mit seinen Kollegen auf „ein Grad weniger“ einigt, kann im Jahr bis zu 1.500 Kilowattstunden Heizenergie sparen. Das entspricht rund 100 Euro. Übrigens: Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40 und 60 Prozent liegen.

  • Stoßlüften statt Fenster kippen: Stoßlüften ist effektiver, als die Fenster zu kippen. Bei gekipp­ten Fenstern kommt kaum frische Luft in den Raum – aber die warme Luft des Heizkörpers zieht ungenutzt nach draußen und die Wände kühlen aus. Richtiges Lüften kann in einem 200-Quadratmeter-Büro bis zu 6.000 Kilowattstunden und 400 Euro Heizkosten im Jahr sparen.

  • Thermostat richtig nutzen: Thermostate müssen nicht auf „Stufe 5“ gedreht werden, damit es schnell warm wird. Denn „Voll-Aufdrehen“ bedeutet nicht schneller Heizen, sondern länger – bis zur gewählten Zimmertemperatur. Stufe 3 entspricht bei einer Zentralheizung ca. 20 Grad Celsius, Stufe 5 etwa 28 Grad Celsius.
  • Heizenergie sparen im Büro: Top-Tipps für (Klein-)Unternehmer
  • Mitarbeiter informieren und motivieren: Die Mitarbeiter können durch einen achtsamen Umgang mit Energie den Verbrauch im Büro enorm beeinflussen. Unternehmer sollten ihnen deshalb leicht umsetzbare Tipps geben - wie die Türen zu unbeheizten Räumen zu schließen. Eine gute Motivation für die Mitarbeiter ist, sie an den Einsparungen zu beteiligen.

  • Heizanlage regelmäßig warten und optimal einstellen: Heizanlagen müssen regelmäßig von einem Fachmann gewartet werden. Der Termin ist eine gute Möglichkeit, auch die Regelung der Anlage zu überprüfen. So lässt sich zum Beispiel mit gut eingestellten zentralen Heiz- und Absenkzeiten, viel Energie sparen.

  • Monitoring des Heizenergieverbrauchs: Nur wer seinen Energieverbrauch kennt, kann auch das Einsparpotenzial abschätzen. Deshalb sollte der Heizenergieverbrauch regelmäßig mit Monitoring-Tools wie dem Energiesparkonto (www.energiesparkonto.de) notiert werden.
    Hinweis: Dem Rechenbeispiel liegt ein Gaspreis von 6,81 Cent/Kilowattstunde zugrunde.


Quelle: Text: co2online/Bilder: Pixabay

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9 Tipps zum Reduzieren der Heizkosten / 80 Prozent des Energieverbrauchs durchs Heizen / Online-Ratgeber helfen beim Sparen

Berlin - Wer als Mieter oder Hauseigentümer seine Energiekosten senken will, sollte den Auftakt der Heizsaison nutzen. Darauf weist die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online hin. Rund 80 Prozent des gesamten Energieverbrauchs eines durchschnittlichen Haushalts entfallen auf die Heizung. Entsprechend groß ist das Sparpotenzial.

Besonders Mietern ist oft nicht bewusst, wie viel Heizenergie sie durch einfache Maßnahmen sparen können. Dabei gibt es gleich mehrere Gründe für effizienteres Heizen: ein gutes Wohnklima sorgt für eine bessere Gesundheit; das Klima profitiert davon, indem CO2 eingespart wird – und nicht zuletzt wird der Geldbeutel merklich entlastet.

Mit dem HeizCheck (http://www.co2online.de/heizcheck) können Mieter und Hauseigentümer die individuelle Situation ihres Haushalts prüfen. Der Online-Ratgeber analysiert den Heizenergieverbrauch, berechnet das Sparpotenzial und gibt Tipps für die nächsten Schritte zum geringeren Verbrauch. Für den HeizCheck ist lediglich die Heizkostenabrechnung nötig.

9 Tipps zum Senken der Heizkosten – praktisch und leicht umsetzbar

1. Heizkörper entlüften
Hat sich Luft in den Heizkörpern gesammelt, läuft die Heizung nicht mehr optimal und es gluckert meist hörbar. Das Entlüften dauert nur wenige Minuten und bringt sofort mehr Komfort.

2. Fenster abdichten
Besonders Altbauten sind davon betroffen: zugige Fenster. Dichtungsband ist günstig und schafft schnell Abhilfe. So bleibt die Wärme in den Räumen.

3. Programmierbare Thermostate nutzen
Elektronische oder programmierbare Thermostate helfen, die Temperatur in Wohnung oder Haus zu regulieren. So können die Heizzeiten bequem an den individuellen Tagesablauf angepasst werden.

4. Optimal lüften
Besonders im Winter sollte mehrmals täglich für einige Minuten stoßgelüftet werden. Gekippte Fenster sorgen dagegen für hohen Heizenergieverbrauch, wenig Luftzirkulation und begünstigen Schimmel.

5. Raumtemperatur richtig einstellen
Nicht jeder Raum muss gleich warm sein. Die ideale Temperatur im Wohnzimmer liegt bei 20 Grad Celsius. Schlafräume und Küche dürfen ein paar Grad kühler sein, das Bad etwas wärmer. Außerdem sollte immer eine Mindesttemperatur von 15 Grad in den Wohnräumen herrschen, damit die Wände nicht zu stark auskühlen. Das Aufheizen dauert sonst sehr lange und die Gefahr für Schimmel steigt.

6. Grundtemperatur senken
Bereits eine um 1 Grad geringere Raumtemperatur macht sich deutlich bemerkbar. Denn so werden die Heizkosten um durchschnittlich etwa 6 Prozent reduziert.

7. Vorhänge schließen
Vorhänge, Jalousien und Rollläden sorgen dafür, dass die Wärme nicht nach draußen gelangt. Es ist also sinnvoll, sie bereits am Abend zu schließen, damit es in Haus oder Wohnung warm bleibt und die Zimmer über Nacht nicht zu stark auskühlen.

8. Wärmestau vermeiden
Möbel oder Gardinen vor Heizkörpern verhindern, dass die Wärme ungehindert in den Raum geht. Daher sollten Heizkörper immer freigehalten werden.

9. Warmes Wasser sparen
Warmwasser trägt wesentlich zum Energieverbrauch bei. Es sollte daher sparsam verwendet werden. Beim Händewaschen reicht häufig auch kaltes Wasser. Die Duschzeit oder Badehäufigkeit kann reduziert werden. Ein Sparduschkopf senkt den Warmwasserverbrauch zusätzlich.

Förderung zur Heizungsoptimierung für Hauseigentümer
Hauseigentümer sollten prüfen, ob für ihr Haus eine Heizungsoptimierung infrage kommt. Denn dafür gibt es jetzt 30 Prozent Zuschuss vom Staat. Gefördert werden der Tausch der Heizungspumpe, der hydraulische Abgleich der Heizanlage und weitere Maßnahmen zur Heizungsoptimierung. Die wichtigsten Fragen zur Förderung werden auf www.co2online.de/foerdermittel beantwortet.
Quelle: Text: co2online.de/Bilder: Pixabay

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