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Wir essen größere Portionen als auf den Verpackungen angegeben.

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Hamburg - Freiwillige Portionsgrößen auf Lebensmittelverpackungen stimmen häufig nicht mit den tatsächlichen Essgewohnheiten überein. Zu diesem Schluss kommen die Verbraucherzentralen in einer bundesweiten, interaktiven Befragung von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Demnach verzehrten die Teilnehmenden im Durchschnitt mehr als zweimal so viel Müsli oder Chips wie auf den Etiketten als Portionsgröße deklariert. Die Verbraucherzentralen fordern von der Lebensmittelindustrie sinnvolle Angaben.

Portionsgrößen der Hersteller bestehen Realitätscheck nicht
1.490 Verbraucher hatten an der nicht repräsentativen Befragung teilgenommen. Dabei sollten sie die Portion Müsli und Chips abfüllen, die ihren üblichen Essgewohnheiten entspricht. Beim Müsli lag die Portionsgröße im Durchschnitt bei 81 Gramm, bei den Chips betrug sie 63 Gramm. Damit waren die tatsächlichen Portionen mehr als doppelt so groß wie die Portion, die die Hersteller auf der Verpackung empfahlen. Beim Müsli waren 40, bei den Chips 30 Gramm angegeben.

Kleinere Portionen suggerieren geringere Zucker- und Fettgehalte
Zwischen Kennzeichnung und Wirklichkeit klafft eine große Lücke“, sagt Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. „Nach unserer Auffassung rechnen die Hersteller ihre Produkte mit den Mini-Portionen gesund.“ Aus kleineren Portionsgrößen ergeben sich automatisch auch geringere Mengen etwa an Zucker oder Fett, die Verbraucher vermeintlich zu sich nehmen. Ein Rechenbeispiel anhand der verwendeten Produkte aus der Umfrage verdeutlicht, dass die Befragten im Durchschnitt beim Müsli statt wie angegeben 14 rund 28 Gramm Zucker verzehren, bei den Chips sind es statt 9,9 sogar 20,8 Gramm Fett.

Einheitliche Portionsgrößen lassen sich nicht bestimmen
Nach den Ergebnissen der Umfrage schlussfolgern die Verbraucherzentralen zudem, dass die realistische Angabe von Portionsgrößen auf Verpackungen bei diesen Produkten gar nicht möglich ist: Die von den Verbrauchern eingefüllten Mengen variierten sehr stark. Die Werte lagen zwischen elf und 302 Gramm beim Müsli und zwischen drei und 250 Gramm bei den Chips, was beim höchsten Wert der gesamten Packung entsprach.

Viele Befragte hatten zudem Schwierigkeiten, die Menge einer Portion überhaupt richtig einzuschätzen. Sie sollten aus vier Schalen mit unterschiedlicher Menge an Müsli oder Chips diejenige herausfinden, die der Portionsgröße auf dem Etikett entsprach. Nur 39 Prozent der Teilnehmer lagen beim Müsli richtig, bei den Chips waren es 50 Prozent.

Prominent auf der Schauseite der Verpackung angegebene Nährwerte pro Portion sind den meisten bekannt. Über 86 Prozent der Befragten kannten diese Piktogramme, aber nur ein Bruchteil achtete darauf und orientierte sich daran. Die Mehrheit wünschte sich verständlichere und nachvollziehbarere Angaben, wie beispielsweise eine Kennzeichnung, die sich auf 100 Gramm oder eine erkennbare Portion bezieht. Auch die Ampelkennzeichnung fand eine größere Zustimmung.

Verbraucherzentralen wollen sinnvolle Portionsangaben auf Verpackungen
Die Verbraucherzentralen fordern: Bei nicht eindeutig portionierbaren Lebensmitteln wie Chips oder Müsli sollen Hersteller auf Portionsangaben verzichten. Willkürlich gewählte Portionsgrößen verwirren statt zu informieren. Lediglich bei Verpackungen mit konkreten Portionen wie etwa einem Riegel, einer Scheibe oder einem Becher können die Informationen auf dem Etikett sinnvoll sein.

Der ausführliche Untersuchungsbericht mit Infografiken ist auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg unter www.vzhh.de veröffentlicht.

Die Untersuchung wurde gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.
Quelle: Text: Verbraucherzentrale Hamburg/Bilder: Pixabay

Apfel essen Lesen Sie dazu über angeblich "grüne Smoothies"

 
In Deutschland sind 15 Prozent der Kinder übergewichtig, sechs Prozent sogar adipös, also fettleibig.

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Gesundheitsexperten kritisieren Kindermarketing der Lebensmittelindustrie und fordern Werbeverbot im Internet

Berlin - Mehr als 60 Prozent aller Webseiten für Lebensmittel beinhalten spezielle Elemente, mit denen Minderjährige gezielt zum Konsum animiert werden sollen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universität Hamburg im Auftrag des AOK-Bundesverbandes. Auffällig dabei: Unter den 301 untersuchten Internetauftritten rangieren besonders viele Unternehmen, die sich auf EU-Ebene freiwillig dazu verpflichtet haben, auf das Kindermarketing ganz zu verzichten. In den meisten Fällen handelt es sich zudem um Produkte mit zu hohem Zucker-, Salz- oder Fettgehalt, die das Risiko einer kindlichen Adipositas stark erhöhen. "Damit wir dieses Problem in den Griff bekommen, brauchen wir vor allem im Onlinebereich und TV ein Kindermarketingverbot für Lebensmittel", fordert deshalb der Abteilungsleiter Prävention beim AOK-Bundesverband, Dr. Kai Kolpatzik.

KinderlebensmittelKinder greifen gerne zu Lebensmittel in Comicfigur-Verpackungen. Foto: foodwatchLaut einer aktuellen Hochrechnung der Universität Hamburg kommen Kinder täglich zwischen acht und 22 Mal mit Online-Werbeaktivitäten von Lebensmittelherstellern in Kontakt. Typisch für Kindermarketing ist der Einsatz von Prominenten, Comics sowie Onlinespielen. "Vor allem im Bereich der sozialen Medien haben die Lockrufe von Süßwarenherstellern und ähnlichen Anbietern deutlich zugenommen", warnt Dr. Tobias Effertz, Studienleiter und Privatdozent an der Universität Hamburg. "Damit werden Kinder immer häufiger und drastischer von Werbung für ungesunde Lebensmittel angesprochen, ohne dass deren Eltern dies wirksam verhindern können."

Bei der Ausweitung des Kindermarketings im Onlinebereich spielt die Vernetzung von Internetauftritten der Unternehmen mit sozialen Medien wie Facebook und Co. eine besondere Rolle: Das "Liken" und Teilen solcher Beiträge sorgt laut Effertz zum einen dafür, dass sich Kinder anders als bei Fernsehwerbung aktiver mit den Werbeinhalten auseinandersetzen. Zum anderen profitieren die Unternehmen von einem besonders starken Multiplikatoreneffekt. "Die direkte Empfehlung und Weitergabe von Onlineinhalten durch Freunde erzeugt im Regelfall eine besonders hohe Glaubwürdigkeit", erklärt Effertz.

Die Studie zeigt auch, dass viele Unternehmen Kinder und Eltern täuschen. So sind es vor allem Produzenten von für Kinder ungeeigneten Lebensmitteln, die im Internet oder auf der Verpackung ihrem Produkt einen Gesundheitsnutzen suggerieren. Kolpatzik sieht diese Entwicklung kritisch: "Die mobile Welt zeigt in diesem Fall besonders deutlich ihre Schattenseite. Junge Menschen sind heutzutage überall und jederzeit erreichbar und damit ein stückweit der Industrie und ihren Tricks ausgeliefert. Es ist ärgerlich, wenn wir als AOK in Schulen und Kindergärten über gesunde Ernährung aufklären und dieses Engagement gleichzeitig von der profitorientierten Lebensmittelindustrie durch aggressive Marketingstrategien konterkariert wird."

Beide Gesundheitsexperten äußern sich besorgt, dass die freiwillige Selbstverpflichtung von Unternehmen im Rahmen des sogenannten EU-Pledge, kein Lebensmittelmarketing bei Kindern zu betreiben, wirkungslos bleibe. Sie verweisen darauf, dass Unternehmen, die die Selbstverpflichtung eingegangen sind, im Social-Media-Bereich noch stärker als die Nicht-Teilnehmer werben. Außerdem sei im Vergleich zu ähnlichen Stichproben aus den Vorjahren das Ausmaß genutzter Kindermarketingmaßnahmen bei Pledge-Mitgliedern eher angestiegen.

Die Marketingmethoden der Lebensmittelindustrie werden auch auf dem 1. Deutschen Zuckerreduktionsgipfel diskutiert, den der AOK-Bundesverband erstmalig am 28. Juni in Berlin veranstaltet. Die Studie der Universität Hamburg wurde im Auftrag des AOK-Bundesverbandes erstellt.
Quelle: Text: PM AOK-Bundesverband/Bilder: Pixabay, foodwatch

Mehr Infos: Die Studie zum Download

Lebensmittel für KinderLesen Sie dazu: Gesundes in bunter Verpackung für Kids attraktiver


Bunte Kaffeekapseln

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Sie heißen Vivalto Lungo, Colombia Andino und Ristretto und ihre Bedienung ist kinderleicht. Kapsel rein in die Maschine, Knopf drücken und der Kaffee ist fertig. Die Glücksritter der ersten Stunde, die Kaffeepulver in kleine Aluminiumkapseln pressten, waren die Schweizer. Der Nestlé Konzern verdient sich seit dieser „glänzenden Idee“ dumm und dämlich. Seit 2016 gibt es die Hightech-Kapsel als Klon auch von anderen Kaffee-Magnaten. Egal, ob Capsa von Dallmayr, Cafissimo von Tschibo oder das Expressi Equipment von Aldi – alle versprechen Exklusivität und ein sprichwörtliches „Dazugehören" zu einem exponierten Club.

KaffeekapselnKaffeekapseln - bunt und stylischDie kleine Bauxit-Kapsel beschert den Konzernen volle Taschen
Branchenexperten vermuten, dass in zehn Jahren 30 bis 40 Prozent des ausgeschenkten Kaffees aus der Aluminium- oder Plastikverpackung stammen wird. Klar, jeder Kaffeeanbieter möchte von der Gelddruck- bzw. Kapselmaschine etwas abhaben.
Branchenprimus Nestlé legte die vergangenen Jahre zweistellige Wachstumsraten beim Verkauf von Maschinen und Patronen zu. Und das ist nicht zuletzt auf das große Engagement von George Clooney als Werbegesicht zurückzuführen. Dem Hollywoodstar muss vollkommene Absence bei diesem Job unterstellt werden, da er bekanntlich bei anderweitigen Events gerne mit seinem Hybrid-Auto vorfährt und enorme Summen in nachhaltige Projekte investiert.

Die bombastische Erfolgsgeschichte der Kaffeekapsel ist ein beliebtes Lehrinstrument für BWL-Studenten und zugleich ein Beweis dafür, dass der Verbraucher alles andere als mündig ist. Er will an die Hand genommen werden. Ihm soll gezeigt werden, was gut für ihn ist. Ein Schaf unter vielen. Schon Rockefeller wusste das. Er verschenkte Unmengen von Öllampen an Chinesen. Nicht etwa, weil der amerikanische Unternehmer besonders sozial war, sondern weil nun der Beschenkte sein Öl zum Auffüllen kaufen musste. Das Rockefeller-Prinzip funktioniert immer. Druckerpatronen, Telekommunikation und Kaffeekapselmaschinen.KaffeewahnsinnDer Gebrauch von Kaffeekapseln steigt und die Hersteller lachen sich krank

Der gesunde Menschenverstand fragt sich: Wie ist es möglich, dass Kaffeegenießer umgerechnet einen Kilopreis von 60 bis 70 Euro für ihr Getränk aus der Kapselmaschine bezahlen, während sie am Montagmorgen Würgereize vom Spritpreis bekommen? Übrigens, bei Aldi spart man wirklich. Dort liegt der umgerechnete Kilopreis für den Kapselkaffee bei 30 bis 40 Euro. Und dazu der besondere Clou für den geneigten Kaffeetrinker: Expressi kann auch heiße Schokolade und Kaffee-Milchgetränke wie Latte Macchiato und Cappuccino herstellen. Besonders „verbraucherfreundlich“: In diesem Fall kommen pro Tasse zwei Kapseln zum Einsatz, eine mit dem Kaffee und eine zweite mit der Milch. Ein „kleiner Nachteil“: Der Preis steigt auf 38 Cent pro Portion an. Und damit nicht genug, wer mit Lungo Azzurro und Ristretto gar nichts anfangen kann, brüht sich eine Tee-Kapsel Blueberry Muffin auf.

Der Kapselboom geht weiter
Die Hersteller lachen sich krank. Die Kapseltrinker fallen wie die Hunnen über den deutschen Kaffee- und Teemarkt herein. Bereits jetzt machen sie weit über sieben Prozent im Kaffeesegment aus. Wer anhand dieser Verhaltensweisen und Zahlen von einer kleinen Gruppe sprechen will, glaubt noch an das Christkind. Und das wäre alles andere als angetan von dem ökologischen Wahnsinn, der mit der Kapseltrinkerei betrieben wird. Traut man den Schätzungen, so wurden im Jahr 2013 über 15 Milliarden Kapseln mit ihrem schönen Metallmäntelchen auf den Müll geworfen. Die Konkurrenz Tschibo, Lidl, Jacobs folgt mit netten Plastikbehältern in aromasichernder Folie. Um Myriaden von Behälter herzustellen, bedarf es einer enormen Energieanstrengung. Über den dabei verursachten CO2-Ausstoß mag man erst gar nicht reden.

Vielleicht gibt es ja demnächst in Deutschland den ersten Capsa-TV-Spot, in dem die frisch vermählte Daniela Katzenberger auf ihrer Finca auf Malle kaffeeschlürfend sich in einer Liege räkelt, während im Hintergrund Pop-Titan Dieter Bohlen seine Luxusjacht schrubbt…

Florian Simon Eiler

Quelle: Bilder: Pixabay

Kaffeekapseln zum Thema: LaCoppa-Kaffeekapseln: lungo und voll öko und die Glosse zum Kaffeekapselwahnsinn - Viel Spaß!

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HochzeitHamburg - Die Hochzeitssaison ist in vollem Gange und viele Frauen machen sich auf die Suche nach der passenden Brautmode. Doch sowohl im stationären Handel als auch im Internet ist der Kauf nicht ohne Tücken. Deshalb ein guter Rat von der Verbraucherzentrale Hamburg: Unterziehen Sie nicht nur Ihren zukünftigen Ehepartner einer genauen Prüfung, sondern auch das Brautkleid, das Sie tragen möchten.

Schauen Sie sich lieber die verschiedenen Läden – auch Shops im Internet – und deren Angebote gründlich an und entscheiden Sie in Ruhe. Und: Planen Sie beim Kauf einen großzügigen Zeitpuffer für eventuelle Änderungen ein.

Rückgabe im Laden reine Kulanz
Das Kleid im ersten Laden sah perfekt aus und sie hat sofort zugegriffen. Doch im Schaufenster des nächsten Geschäfts hängt noch ein schöneres. Das erste zurückzugeben, sollte doch kein Problem sein, glaubt sie.

Mit dieser weit verbreiteten Annahme zum Rückgaberecht liegen viele Kundinnen falsch: Sie wissen nicht, dass es eigentlich gar kein Rückgaberecht gibt. Wenn der Handel fehlerfreie Ware zurücknimmt, so ist dies reine Kulanz. Ein Kleid zurückzugeben ist vor allem dann schwierig, wenn es speziell für die Trägerin maßgeschneidert oder extra für ihre Körpermaße angepasst wurde. Überlegen Sie vor dem Kauf eines Brautkleides daher genau, ob es tatsächlich dieses eine sein soll.

Reklamieren können Sie Ihr Kleid nur dann, wenn es Ihnen beispielsweise nicht passt, obwohl es maßangefertigt wurde oder es andere Mängel wie Flecken oder lose Nähte aufweist. In diesem Fall ist der Verkäufer des Kleides verpflichtet, die Ware nach Wahl des Kunden entweder umzutauschen oder zu reparieren bzw. reparieren zu lassen. Sollte das Kleid nach dem Umtausch oder dem zweiten Reparaturversuch immer noch mangelhaft sein, können Sie entweder vom Vertrag zurücktreten und Ihr Geld zurückverlangen oder das mangelhafte Brautkleid behalten und den Kaufpreis mindern.

Brautmode zum Schnäppchenpreis im Internet
ShoppenImmer mehr Frauen bestellen ihr Brautkleid im Internet. Schon ab etwa 80 Euro lässt sich online traumhafte Brautmode kaufen. Doch das vermeintliche Schnäppchen kann schnell zum Ärgernis werden, warnt die Verbraucherzentrale Hamburg.

„Immer wieder melden sich Frauen bei uns, die bestellte Brautkleider zurücksenden mussten, weil sie nicht passten oder schlecht verarbeitet waren“, berichtet Thomas Laske von der Verbraucherzentrale Hamburg. Doch nach der Rücksendung ihrer Ware warteten viele der Betroffenen vergeblich auf ein neues Kleid oder die Rückzahlung ihres Geldes. Laske erklärt warum: „Die meisten Online-Shops, die günstige Brautmode im Netz anbieten, haben ihren Firmensitz nicht in der Europäischen Union, sondern in Ländern wie China und dort gibt es kein 14-tägiges Widerrufsrecht. Nicht-EU-Firmen handeln nach den in ihren Ländern gültigen Gesetzen.“ Die Nachfragen deutscher Kundinnen liefen daher in der Regel ins Leere, E-Mails würden nicht beantwortet und über die Service-Hotlines sei niemand erreichbar.

Meist lässt sich zunächst nicht erkennen, dass es sich beim Brautkleid-Versand um einen im Ausland ansässigen Shop handelt. Die Texte sind in fehlerfreiem Deutsch verfasst und die Gestaltung der Portale macht einen seriösen Eindruck. „Um sich unnötigen Ärger zu ersparen, sollte vor dem Kauf eines Brautkleides daher immer ein sehr genauer Blick auf die Website geworfen werden“, empfiehlt Laske. Ein K.o.-Kriterium sei zum Beispiel ein fehlendes Impressum, das alle Händler nach europäischem Recht ausweisen müssen. „Ohne Impressum ist es schwierig, die Firma überhaupt ausfindig zu machen.“ Auch wenn ausschließlich per Vorkasse oder mit Kreditkarte gezahlt werden kann, sollten Verbraucherinnen vorsichtig sein. Sei das Geld erst einmal abgebucht, könne es nur schwer wieder zurückgeholt werden.

„80 Euro für ein schickes Brautkleid klingt verlockend. Doch der günstige Preis geht einher mit einem hohen Risiko“, warnt Laske. „Im schlimmsten Fall steht man nach wochenlangem Warten ohne Kleid da, sieht sein Geld nie wieder und muss die Hochzeitsgarderobe noch auf den letzten Drücker kaufen.“
Quelle: Text: Verbraucherzentrale Hamburg/Bilder: Pixabay 

Die Verbraucherzentrale Hamburg berät bei Problemen mit Online-Händlern – dienstags, 10 – 14 Uhr und donnerstags, 10 – 16 Uhr, ohne Voranmeldung in ihrem Infozentrum an der Kirchenallee 22 in Hamburg St. Georg.

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Deutsche Verbraucher essen mehr Fische und Meeresfrüchte als in heimischen Gewässern gefangen werden.

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„Fish-Dependence-Day“: ab 29. April isst Deutschland importierten Fisch

Hamburg - Deutsche Verbraucher essen mehr Fische und Meeresfrüchte als in heimischen Gewässern gefangen werden. Am 29. April ist deutscher „Fish-Dependence-Day“: Dann hat Deutschland rechnerisch den Fisch aus eigener Fischerei aufgebraucht und muss auf Importe setzen. 87 Prozent des hierzulande verzehrten Fisches werden eingeführt.

„Deutschland kann sich nur vier Monate lang selbst mit Fisch versorgen, für den Rest des Jahres essen wir importierten Fisch, der oft anderswo fehlt. Die Überfischung der europäischen Bestände ist dafür mitverantwortlich“, erläutert Stella Nemecky, Fischereiexpertin des WWF. Fast die Hälfte der Fischbestände in EU-Gewässern gilt als überfischt. „Angesichts der Überfischung in eigenen Gewässern ist der große Appetit der Europäer auf Fisch weder nachhaltig noch fair. Mit der hiesigen Nachfrage steigt der Fischereidruck in anderen Teilen der Welt. Wir exportieren Überfischung und beeinflussen damit auch das Leben von Menschen, die stärker von Fisch abhängig sind als wir.“

FischratgeberLaut einer WWF-Prognose werden sich Millionen Menschen im globalen Süden ihr Grundnahrungsmittel Fisch im Jahr 2050 nicht mehr leisten können – sie werden ihn exportieren statt ihn essen. Der WWF fordert Verbraucher daher auf, Fisch als Delikatesse und nicht als alltägliches Konsumgut zu betrachten und sich beim Kauf für nachhaltige Produkte nach Empfehlung des WWF Fischratgebers zu entscheiden.

Doch auch die Politik ist gefragt, die Überfischung in europäischen Meeren und damit auch die Importabhängigkeit zu reduzieren. „Europa hat hochproduktive Meere, allerdings müssten wir besser damit umgehen und Fischerei nachhaltig betreiben“, fordert WWF-Expertin Nemecky. Deutschland könnte sich drei Monate länger selbst mit Fisch aus eigener Fischerei versorgen, wenn nur 43 der Fischbestände im Nordost-Atlantik bis zur gesunden Größe wiederaufgebaut und nachhaltig bewirtschaftet würden.
Quelle: Text: WWF Deutschland/Bilder: Pixabay

Die Berechnungen zum „Fish-Dependence-Day“ für die EU und ihre Mitgliedsstaaten werden jedes Jahr von der New Economics Foundation (NEF) errechnet. ( Hier die Zahlen von 2016. )

Fisch Lesen Sie dazu: Wissenswertes zum MSC-Siegel

 

 

Palmöl findet sich in vielen Produkten.

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Heute schon Regenwald gerodet? "die umweltberatung" empfiehlt selber machen statt Palmöl essen

Wien - Ob Knuspermüsli, Tiefkühlpizza, Suppenwürfel oder Waschmittel – in jedem zweiten Produkt aus dem Supermarktregal steckt Palmöl. Dieses vielseitig einsetzbare Fett wird aus Ölpalmen gewonnen, die häufig auf gerodeten Regenwaldflächen gepflanzt sind. Die gesunde, ökologische Alternative beim Essen: weniger Fertigprodukte kaufen, auf die Zutatenliste achten und mehr selber machen.

EinkaufswagenPalmöl findet sich in jedem zweiten Supermarktprodukt von Margarine, Pizzen und Süßwaren bis zu Kosmetika und Waschmitteln.Palmöl ist in der Lebensmittelindustrie sehr beliebt, weil es bei Zimmertemperatur fest ist und somit für cremigen Schokoaufstrich & Co sorgt. „Aus technologischer Sicht eignet sich Palmöl hervorragend um gehärtete pflanzliche Fette zu ersetzen, die auf Grund ihrer Trans-Fettsäuren gesundheitsschädlich sind. Gut ist Palmöl dennoch nicht – weder für unseren Körper noch für die Umwelt“ warnt DI Josef Schenkenfelder, Lebensmitteltechnologe von "die umweltberatung".


Bei der Herstellung von Palmöl entstehen verschiedene chemische Verbindungen, die als potenziell krebserregend eingestuft werden. Zudem muss Regenwald den riesigen Ölpalmen-Monokulturen weichen, was den Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren sowie die Lebensgrundlage der ansässigen Bevölkerung unwiederbringlich zerstört. Neben Nahrungsmitteln findet Palmöl auch in Agrotreibstoffen, Kosmetikprodukten, Tierfutter und Reinigungsmitteln Anwendung.

Augen auf und Hand anlegen
Wer die Zutatenliste auf Lebensmittelverpackungen aufmerksam liest, wird häufig fündig: Palm(kern)öl oder Palm(kern)fett müssen, wie alle anderen pflanzlichen Fette, seit 2014 dezidiert ausgewiesen werden. Genau hinschauen und selber machen sind die Alternativen.

Rezepte für Palmölfreiheit von früh bis spät:

Vorsicht, die meisten Knuspermüslis enthalten Palmöl.
Selber machen: Haferflocken werden beim Rösten in einer heißen Pfanne auch ohne Fett knusprig. Für besonders gutes Aroma gehackte Haselnüsse mitrösten. Beides mit Joghurt und Obst der Saison vermischen – mmmmh!

Müsliriegel sind meist palmölhaltige Snacks.
Selber machen: Köstliche Riegel lassen sich mit wenigen Zutaten selbst herstellen, das Rezept gibt’s auf der Rezepteseite von "die umweltberatung".

Fertiggerichte mit Saucen enthalten meist Palmöl.
Selber machen: Ein Rezept für einen überbackenen Gemüseauflauf gibt’s auf www.umweltberatung.at/ueberbackener-gemueseauflauf  

Wer den süßen Gusto am Nachmittag stillt, isst in den meisten Fällen Palmöl.
Selber machen: "die umweltberatung" hat auf ihrer Website ein Rezept für Dinkel-Schoko-Cookies www.umweltberatung.at/dinkel-schoko-cookies

kürbissuppeEine Suppe am Abend ist ein guter Baucherlwärmer, in Suppenwürfeln steckt aber meist Palmöl drin.
Selber machen: Wer Suppengrün anröstet und Gewürze wie Liebstöckel, Bohnenkraut und Petersilie mitkocht, braucht meist keinen Suppenwürfel. Suppengemüse kann man auch einsalzen und damit haltbar machen: www.umweltberatung.at/suppengemuese-eingesalzen Falls es mal schnell gehen muss, sollten Bio-Suppenwürfel ohne Palmöl zuhause sein – auf die Zutatenliste achten!

Ist Besuch da, gibt’s oft Knabberzeug.
Selber machen: Knabberstangerl aus dem eigenen Rohr sind etwas Besonderes für die Gäste und leicht selbst herzustellen: www.umweltberatung.at/dinkelgrissini 
Quelle: Text: "die umweltberatung", Wien/Bilder: Pixabay

Weitere Informationen:
"die umweltberatung" bietet auf ihrer Website eine Checkliste die zeigt, in welchen Lebensmitteln meist Palmöl drin steckt: www.umweltberatung.at/checkliste-da-steckt-meist-palmoel-drin

Im Lebensmittellexikon informiert "die umweltberatung" über Palmöl und viele andere Lebensmittel: www.umweltberatung.at/lebensmittellexikon 

PalmölMehr über das Thema "Palmöl" finden Sie hier!

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