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Palmöl findet sich in vielen Produkten.

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Heute schon Regenwald gerodet? "die umweltberatung" empfiehlt selber machen statt Palmöl essen

Wien - Ob Knuspermüsli, Tiefkühlpizza, Suppenwürfel oder Waschmittel – in jedem zweiten Produkt aus dem Supermarktregal steckt Palmöl. Dieses vielseitig einsetzbare Fett wird aus Ölpalmen gewonnen, die häufig auf gerodeten Regenwaldflächen gepflanzt sind. Die gesunde, ökologische Alternative beim Essen: weniger Fertigprodukte kaufen, auf die Zutatenliste achten und mehr selber machen.

EinkaufswagenPalmöl findet sich in jedem zweiten Supermarktprodukt von Margarine, Pizzen und Süßwaren bis zu Kosmetika und Waschmitteln.Palmöl ist in der Lebensmittelindustrie sehr beliebt, weil es bei Zimmertemperatur fest ist und somit für cremigen Schokoaufstrich & Co sorgt. „Aus technologischer Sicht eignet sich Palmöl hervorragend um gehärtete pflanzliche Fette zu ersetzen, die auf Grund ihrer Trans-Fettsäuren gesundheitsschädlich sind. Gut ist Palmöl dennoch nicht – weder für unseren Körper noch für die Umwelt“ warnt DI Josef Schenkenfelder, Lebensmitteltechnologe von "die umweltberatung".


Bei der Herstellung von Palmöl entstehen verschiedene chemische Verbindungen, die als potenziell krebserregend eingestuft werden. Zudem muss Regenwald den riesigen Ölpalmen-Monokulturen weichen, was den Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren sowie die Lebensgrundlage der ansässigen Bevölkerung unwiederbringlich zerstört. Neben Nahrungsmitteln findet Palmöl auch in Agrotreibstoffen, Kosmetikprodukten, Tierfutter und Reinigungsmitteln Anwendung.

Augen auf und Hand anlegen
Wer die Zutatenliste auf Lebensmittelverpackungen aufmerksam liest, wird häufig fündig: Palm(kern)öl oder Palm(kern)fett müssen, wie alle anderen pflanzlichen Fette, seit 2014 dezidiert ausgewiesen werden. Genau hinschauen und selber machen sind die Alternativen.

Rezepte für Palmölfreiheit von früh bis spät:

Vorsicht, die meisten Knuspermüslis enthalten Palmöl.
Selber machen: Haferflocken werden beim Rösten in einer heißen Pfanne auch ohne Fett knusprig. Für besonders gutes Aroma gehackte Haselnüsse mitrösten. Beides mit Joghurt und Obst der Saison vermischen – mmmmh!

Müsliriegel sind meist palmölhaltige Snacks.
Selber machen: Köstliche Riegel lassen sich mit wenigen Zutaten selbst herstellen, das Rezept gibt’s auf der Rezepteseite von "die umweltberatung".

Fertiggerichte mit Saucen enthalten meist Palmöl.
Selber machen: Ein Rezept für einen überbackenen Gemüseauflauf gibt’s auf www.umweltberatung.at/ueberbackener-gemueseauflauf  

Wer den süßen Gusto am Nachmittag stillt, isst in den meisten Fällen Palmöl.
Selber machen: "die umweltberatung" hat auf ihrer Website ein Rezept für Dinkel-Schoko-Cookies www.umweltberatung.at/dinkel-schoko-cookies

kürbissuppeEine Suppe am Abend ist ein guter Baucherlwärmer, in Suppenwürfeln steckt aber meist Palmöl drin.
Selber machen: Wer Suppengrün anröstet und Gewürze wie Liebstöckel, Bohnenkraut und Petersilie mitkocht, braucht meist keinen Suppenwürfel. Suppengemüse kann man auch einsalzen und damit haltbar machen: www.umweltberatung.at/suppengemuese-eingesalzen Falls es mal schnell gehen muss, sollten Bio-Suppenwürfel ohne Palmöl zuhause sein – auf die Zutatenliste achten!

Ist Besuch da, gibt’s oft Knabberzeug.
Selber machen: Knabberstangerl aus dem eigenen Rohr sind etwas Besonderes für die Gäste und leicht selbst herzustellen: www.umweltberatung.at/dinkelgrissini 
Quelle: Text: "die umweltberatung", Wien/Bilder: Pixabay

Weitere Informationen:
"die umweltberatung" bietet auf ihrer Website eine Checkliste die zeigt, in welchen Lebensmitteln meist Palmöl drin steckt: www.umweltberatung.at/checkliste-da-steckt-meist-palmoel-drin

Im Lebensmittellexikon informiert "die umweltberatung" über Palmöl und viele andere Lebensmittel: www.umweltberatung.at/lebensmittellexikon 

PalmölMehr über das Thema "Palmöl" finden Sie hier!

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LogoHamburg - Täglich ärgern sich viele Verbraucher, dass sie im Supermarkt durch versteckte Preiserhöhungen hinters Licht geführt werden. Fünf Produkte, mit denen Hersteller ihre Kunden im Jahr 2016 besonders getäuscht haben, sind nun für die Wahl zur „Mogelpackung des Jahres“ nominiert. Bis zum 22. Januar 2017 (Mitternacht) können Verbraucher auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg unter www.vzhh.de abstimmen und entscheiden, welches Produkt die wenig schmeichelhafte Auszeichnung für das zurückliegende Jahr 2016 erhalten soll.

Die fünf Kandidaten sind:

EvianKandidat 1: Evian Mineralwasser (Danone Waters) 
Plötzlich fast 50 Prozent teurer, obwohl das Mineralwasser von derselben Quelle stammt. Nur die neue schickere PET-Flasche – unter Umweltschutzaspekten eine Sünde – soll „Premiumwasser“ suggerieren. Kurz gesagt: Danone Waters bietet „Alten Wein in neuen Schläuchen“.

 

ChipsKandidat 2: Crunchips (Lorenz Bahlsen Snack-World) 
Statt 200 nur noch 175 Gramm in der Tüte. Das macht bei gleichem Verkaufspreis eine Preiserhöhung von 15 Prozent. Optisch ist die Veränderung nicht zu erkennen: Die Größe sowie das Design der Tüte blieben praktisch unberührt, genauso wie die Rezeptur.

 

 

Choco

Kandidat 3: Choco Crossies (Nestlé) 
Zum dritten Mal innerhalb weniger Jahre hat Nestlé die Füllmenge der Choco Crossies reduziert: von 200 über 180 und 160 auf nun 150 Gramm. Teilweise gab es zusätzlich Preiserhöhungen im Handel, sodass unterm Strich eine versteckte Preiserhöhung von bis zu 56 Prozent zusammenkam.

 

MiracoliKandidat 4: Mirácoli Pasta Sauce (Mars)
Nur noch drei statt vier Portionen enthalten die Gläser einiger Mirácoli Pasta Saucen. In Zahlen: 400 statt 530 Gramm – bei identischem Preis damit knapp 33 Prozent teurer. Die Begründung ist abenteuerlich: Der Hersteller Mars kommt damit angeblich einem Verbraucherwunsch nach.

 


Milkaund Kandidat 5: Milka Weihnachtsmann (Mondelez) 
Milka hat seinem beliebten Weihnachtsmann einen neuen Look verpasst und ihn dabei klammheimlich auf Diät gesetzt. Der gute alte Herr ist geschrumpft, hat jetzt je nach Größe bis zu 23 Prozent weniger „Lebendgewicht“ und ist bis zu 20 Prozent teurer.

Die nominierten Produkte wurden laut VZHH aus zahlreichen Verbraucherbeschwerden im Jahr 2016 ausgewählt, weil die versteckte Preiserhöhung bei ihnen entweder sehr dreist oder ausgesprochen raffiniert umgesetzt wurde. Viele Hersteller und Händler würden seit Jahren die vielen Beschwerden der Verbraucher ignorieren und weiterhin höhere Preise in kleineren oder luftigeren Verpackungen verstecken.

Aus diesem Grund hat die Verbraucherzentrale Hamburg 2014 die Abstimmung für die „Mogelpackung des Jahres“ ins Leben gerufen und kürt darüber hinaus seit 2013 regelmäßig eine „Mogelpackung des Monats“, die auf der Facebook-Seite der Organisation unter facebook.com/vzhh veröffentlicht wird.

Außerdem fordert die Verbraucherzentrale Hamburg eine Transparenzplattform, auf der Hersteller Füllmengenreduzierungen vorab veröffentlichen müssen, um die Verschleierungstaktik tatsächlich zu unterbinden.
Quelle: Text und Produktbilder: Verbraucherzentrale Hamburg/Bilder: Pixabay

Puppen sind ein beliebtes Weihnachtsgeschenk.

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"die umweltberatung" gibt Tipps zum Spielzeugkauf 

Wien - Für kindgerechte Spielsachen braucht das Christkind einen guten Riecher. Wenn Spielzeug stark riecht, sollte es besser nicht unterm Christbaum landen. Günstig und gleichzeitig ökologisch sinnvoll ist Secondhand-Ware. "die umweltberatung" gibt im Infoblatt „Augen auf beim Spielzeugkauf“ auf www.umweltberatung.at/spi Tipps zum Einkauf von Spielsachen und einen Überblick über die Gütesiegel für Spielzeug.

Im Hinblick auf die Gesundheit des Kindes ist das Riechen und Tasten beim Spielzeugkauf wichtig. „Bei Stofftieren dürfen sich keine Teile und Fasern lösen und das Spielzeug sollte nicht aus weichem Kunststoff sein oder stark riechen. Denn starker, unangenehmer Geruch deutet darauf hin, dass sich Substanzen aus dem Plastik lösen, die die Gesundheit belasten können“, erklärt DI (FH) Harald Brugger MSc, Ökotoxikologe von "die umweltberatung".

Holz ist robust
Qualitativ hochwertiges Holzspielzeug ist zwar nicht billig, aber dafür nahezu unverwüstlich! Es kann über Generationen weitergegeben werden. Ein FSC-Siegel garantiert, dass das verwendete Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt.

Günstig und ökologisch: Secondhand
Auf Flohmärkten, in Secondhand-Geschäften und auf Online-Plattformen sind Spielwaren günstig zu bekommen. Das hat nicht nur Vorteile fürs Familienbudget, sondern auch für die Umwelt. Denn das Weiterverwenden der Spielsachen verbraucht im Vergleich zur Neuproduktion weniger Ressourcen.

Orientierungshilfen für den Einkauf
Das „Spiel gut“-Siegel kennzeichnet Spielsachen, die auf Langlebigkeit und Material genauso wie auf pädagogische Sinnhaftigkeit überprüft wurden. Das Fairtrade-Gütesiegel kennzeichnet Fußbälle und Handbälle, die unter fairen Arbeitsbedingungen produziert wurden. Bei der Auswahl von Spielzeug hilft auch die Zeitschrift Ökotest, die regelmäßig überprüft, welches Spielzeug gut ist und welches gesundheitsschädlich sein kann.

Weitere Informationen
Das Infoblatt „Augen auf beim Spielzeugkauf“ gibt es auf www.umweltberatung.at/spi zum kostenlosen Download.
Weitere Informationen zu rundherum ökologischen Weihnachten bietet "die umweltberatung" auf www.umweltberatung.at/weihnachten.
Quelle: Text: "die umweltberatung", Wien/Bilder: Pixabay

WeihnachtenAlles rund um Weihnachten finden Sie hier!

Auf dem ersten Platz der Wahl zur Mogelpackung 2016 ist Evian.

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Verbraucherzentrale HamburgHamburg - Das Mineralwasser der Marke Evian in der 1,25-Liter-Flasche ist die „Mogelpackung des Jahres 2016“. Von insgesamt 23.414 Teilnehmern einer Online-Umfrage der Verbraucherzentrale Hamburg, die vom 4. bis 22. Januar 2017 lief, stimmten 8.970 Personen und damit 38,3 Prozent für das Produkt von Danone Waters. 

EvianDanone Waters hatte die Füllmenge der Evian-Flasche im April 2016 von 1,5 auf 1,25 Liter reduziert; gleichzeitig wurde der Preis für das Mineralwasser im Handel angehoben. Unterm Strich betrug die teils versteckte Preiserhöhung in einigen Supermärkten bis zu 50 Prozent. „Viele Verbraucher fanden diesen rasanten Preisanstieg anscheinend besonders unverschämt, haben aber wohl auch wegen der Unverfrorenheit, mit der Danone Waters vorging, für Evian gestimmt“, vermutet Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. 

Das nun teurere Mineralwasser fördert der Konzern noch immer aus derselben Quelle am Genfer See. Lediglich die Flasche hat Danone Waters neu als sehr stabile Premium-PET-Flasche mit einer stilisierten Bergsilhouette gestaltet. „Damit ist das Produkt nicht nur Geldschneiderei“, meint Valet, „sondern zudem ein großer Umweltfrevel, denn es wird mehr Kunststoff PET benötigt, um weniger Wasser in Einwegflaschen abzufüllen.“

Neben höheren Herstellungskosten für die „hochwertige“ Verpackung führt Danone Waters gegenüber der Verbraucherzentrale aufwendigere Maßnahmen zur CO2-Kompensation für die Preiserhöhung an. „Lippenbekenntnisse!“, urteilt Valet. „Wer den Markt mit Einwegflaschen überschwemmt, sollte nicht mit Umweltfreundlichkeit argumentieren.“ In der Fachpresse begründet Danone Waters den Verkauf von Evian als „Premiumwasser“ mit hohen Wachstumsraten in diesem Marktsegment. Darin sieht Valet den wahren Grund für die dreiste Preiserhöhung.

Auf den weiteren Plätzen der Online-Abstimmung folgen dicht hinter der Evian-Mineralwasserflasche das Produkt Choco Crossies von Nestlé mit 35,1 Prozent der Stimmen, mit größerem Abstand dann die Crunchips von Lorenz Bahlsen Snack-World (10,1 Prozent), der Milka Weihnachtsmann von Mondelez (9,3 Prozent) und die Pastasauce Miracoli von Mars (7,2 Prozent).

„Das Interesse an unserer Wahl war riesig“, freut sich Valet. Es zeige, dass Mogelpackungen für viele Menschen weiterhin ein Dauerärgernis sind. Seit Jahren würden Verbraucher mit versteckten Preiserhöhungen hinters Licht geführt. „Da Hersteller und Handel die Tricksereien nicht von sich aus beenden, ist es an der Zeit, dass die Politik die rechtlichen Rahmenbedingungen für Verbraucher verbessert. Wir brauchen eine Transparenzplattform, auf der Hersteller vorab kleinere Füllmengen melden müssen“, fordert Valet. 

Jedes Jahr erhält die Verbraucherzentrale Hamburg weit mehr als tausend Beschwerden zu Mogelpackungen. Viele davon werden seit zwölf Jahren in einer Mogelpackungsliste dokumentiert. Sie umfasst aktuell 137 Seiten mit geschätzt über 1.000 Produkten. Aktuelle Hinweise zu Mogelpackungen veröffentlichen die Hamburger Verbraucherschützer auch regelmäßig auf ihrer Facebook-Seite facebook.com/vzhh.
Quelle: Text und Produktbild: VZHH/Bilder: Pixabay

Weitere Informationen zur Mogelpackung des Jahres 2016 und den genauen Abstimmungsergebnissen finden Sie auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg unter www.vzhh.de.

Bio-Hundefutter ist für Hunde zum Heulen.

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In fast jedem fünften Haushalt in Deutschland leben ein oder mehrere Hunde. Und immer öfter kommt Bio-Futter in den Fressnapf. Aber ist bio auch gesünder? Wenn ja, gilt das dann auch für Futter ganz ohne Fleisch?

CoverÖKO-TEST hat in der aktuellen Januar-Ausgabe 15 Bio-Hundenassfutter untersucht, darunter auch zwei vegetarische und drei vegane. Das Ergebnis ist nicht gerade tierlieb: Denn die Hersteller haben ein Problem mit der richtigen Dosierung von Vitaminen, Calcium, Phosphor und anderen Nährstoffen. Wenigstens sind Schadstoffe nur in Spuren oder gar nicht zu finden.

Wer seinen Hund mit Bio-Futter versorgt, muss mit Kosten von fünf Euro pro Tag rechnen. Im Gegensatz zu konventionellen Produkten steckt dann aber etwa keine Gentechnik im Futter, das Fleisch stammt nicht aus Massentierhaltung und beim Transport dürfen die Tiere nicht mit Stromstößen angetrieben werden. Ansonsten kommen häufig die gleichen Zutaten zum Einsatz wie in konventionellem Futter, aber eben in Bio-Qualität. ÖKO-TEST wollte wissen, ob sich die Mehrausgaben für das Nassfutter aus Bio-Haltung rentieren.

Bio-HundefutterEinige Bio-Hundefutter-Marken enthielten zu wenig VitaminDas Laborergebnis ist jedoch enttäuschend. Zehn Produkte sind „ausreichend“ oder schlechter. Alle im Test sind als Alleinfutter ausgelobt, die meisten erfüllen aber nicht die Kriterien dafür: So konnte das Labor in elf Marken kein Vitamin D und in drei kein Vitamin B1 nachweisen. Vitamin-B1-Mangel führt zu Fressunlust und Krämpfen. Vitamin D fördert die Calciumabsorption im Darm sowie den Einbau von Calcium in das Skelett. Bei vier Marken ist zu wenig Vitamin A enthalten, was langfristig zu einem verminderten Sehvermögen und zu Haut- und Schleimhautproblemen führen kann. Auch scheint die optimale Calcium- und Phosphorversorgung den Futtermittelherstellern Probleme zu bereiten. Das kann langfristig gesehen einen Calciumabbau aus den Knochen zur Folge haben. ÖKO-TEST rät daher Hundehaltern, sich nicht über lange Zeit auf ein Futter zu verlassen, sondern immer wieder die Marke zu wechseln.
Quelle: Text, Cover und Produktbild: OEKOSTEST/Bilder: Pixabay

Das ÖKO-TEST-Magazin Januar 2016 gibt es seit dem 29. Dezember 2016 im Zeitschriftenhandel.

Mehr Tierisches finden Sie hier!

Viele Bioprodukte werden unnötig verpackt

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Darf eine Biogurke in Plastik verpackt sein?
Laut den EU-Rechtsvorschriften zum ökologischen Landbau müssen Verbraucherinnen und Verbraucher Bioprodukte klar von konventionellen Produkten unterscheiden können. Deshalb verpackt der Handel Tomaten und Gurken in Plastikverpackungen oder Netze. Diese schützen die Produkte Im Supermarkt müssen Bioprodukte(verpackt sein. / Foto: Patricia Walterund es lässt sich am Etikett auf einen Blick erkennen, dass es sich um Bioware handelt. Gerade bei der Biogurke haben sich verschiedene Alternativen wie Banderolen oder Aufkleber nicht durchgesetzt. Wer Plastik vermeiden will, muss sein Obst und Gemüse unverpackt in Naturkostländen oder gleich im Biohofladen kaufen.

Dürfen Obst und Gemüse in die Tüte?
Natürlich ist es am besten, Orangen, Möhren und Co. lose in den Einkaufskorb zu legen. Aber im Vergleich zu vorverpackter Ware sind die sogenannten Knotenbeutel aus Kunststoff oder Papiertüten (Service-Verpackungen) ökologisch harmlos. Das zeigt der durchschnittliche Packmittelverbrauch pro Kilogramm. Ein Beispiel: Für 500 Gramm Trauben braucht man durchschnittlich fast acht Mal so viel Kunststoff für eine Schale mit Deckel als für einen Knotenbeutel aus Kunststoff, so der NABU. Mit einem größeren Angebot an loser Ware ließe sich ein signifikanter Anteil des Verpackungsmülls einsparen.

Serviceverpackungen haben viel weniger Kunststoff als Industrieverpackungen. / Foto: NABU, Katharina IstelServiceverpackungen haben viel weniger Kunststoff als Industrieverpackungen. / Foto: NABU, Katharina Istel Bild links: Im Supermarkt müssen Bioprodukte(verpackt sein. / Foto: Patricia WalterWas schreiben die Biorichtlinien vor?
Die EU-Rechtsvorschriften zum ökologischen Landbau beinhalten bisher noch keine besonderen Anforderungen an die Verpackung von Bioprodukten. Die meisten Bioverbände haben in ihren Richtlinien allerdings allgemeine Vorgaben und Anforderungen an die Verpackung formuliert. So sind schwer abbaubare Kunststoffe wie PVC verboten und Aluminium nur in Ausnahmefällen erlaubt. Darüber hinaus haben einige Ökoverbände produktspezifische Positivlisten erstellt. Darin steht, welche Verpackungsmaterialien für bestimmte Produktgruppen verwendet werden sollten. So sind beispielsweise mit Polyethylen beschichtete Milchkartons erlaubt, dagegen mit Alufolie beschichtete Verbundverpackungen nicht.

Warum sind selbst manche Bioprodukte mehrfach verpackt?
Nachhaltig zu verpacken, heißt so wenig Verpackungsmaterial wie möglich zu verwenden: dem Lebensmittel nur so viel Schutz zu geben, wie lebensmittelrechtlich und für den Qualitätserhalt nötig ist. Dieser ökologische Minimalismus widerspricht unseren Kaufgewohnheiten. Meistens setzen wir viel Verpackung mit viel Schutz und einem wertvollen Inhalt gleich. Ein Produkt mit wenig Verpackung empfinden wir eher als minderwertig. Ein schön gestalteter Schutzkarton in Packpapieroptik wirkt umweltfreundlicher als ein reiner Kunststoffbeutel. Obwohl es tatsächlich eine unnötige Zusatzverpackung ist. Hier gilt es also, seine Gewohnheiten zu überdenken

Sind Biokunststoffe besser?
Jein. Das kommt nämlich darauf an, woraus diese Kunststoffe bestehen. Rohstoffe wie Mais stammen von Feldern, die wir für die Nahrungsmittelerzeugung benötigen. Hinzu kommt, dass die sogenannten kompostierbaren Biofolien häufig nicht in der Komposttonne landen, sondern im Restmüll oder im gelben Sack. Dort können sie die Recyclingqualität der normalen Kunststoffe verschlechtern. Aber sicherlich gibt es bald auch wirklich nachhaltige Biokunststoffe. So haben zwei Wissenschaftlerinnen der Universität Hohenheim im Labor aus Chicorée-Salat-Abfällen Hydroxymethylfurfural (HMF) gewonnen. Das ist ein Basisstoff in der Kunststoffindustrie, aus dem sich künftig beispielsweise Plastikflaschen herstellen ließen. Und eine niederländische Firma hat den europäischen Nachhaltigkeitspreis "Packaging Europe Sustainability Awards 2016" dafür erhalten, dass sie Tomatenschalen aus Pappe mit Ernteresten von Tomatenpflanzen anreichert. So werden die Tomaten quasi in sich selbst verpackt.

Was kann ich tun?
"Es gibt keine absolut ökologische Verpackung. Prinzipiell kommt es auf Produkt, Abfüllbedingungen, Nachhaltigkeitsansatz und Distribution an. Meistens ist es nicht das Material an sich, sondern das zu viel des Materials ein Problem", erläutert Verpackungsingenieurin Carolina Schweig.

Die Beraterin für nachhaltige Verpackungen gibt folgende Tipps:

  • Möglichst sortenreine Verpackungen aus sauber trennbaren Einzelstoffen kaufen, diese lassen sich viel besser recyceln als Verbundverpackungen.
  • Alles was silbrig glänzt, ist wahrscheinlich Aluminium. Gegen Alu sprechen der Raubbau beim Rohstoffabbau und der hohe Energieverbrauch. Aluverpackungen möglichst vermeiden oder sauber recyceln, zum Beispiel den Aludeckel vom Joghurtbecher nehmen und getrennt recyceln lassen
  • Glas im Mehrweg zu kaufen, ist optimal bei Transportwegen von 200 bis maximal 300 Kilometern. So sind Gläser für Milch und Joghurt aus regionaler Herkunft ideal.
  • Keine Produkte mit Umverpackungen kaufen, eine Suppenterrine im Becher braucht keine zusätzliche Kartonmanschette.

Text:ökolandbau.de, Bilder unbeschriftet pixabay,   danke dafür

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Robert Redford: Die Stimme der Natur

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Die Mammutbäume sprechen...

 „Und dann kamen die Menschen und die Hölle fing an...“

Zum Projekt:
Robert Redford, Julia Roberts, Penélope Cruz, Harrison Ford, Edward Norton, Ian Somerhalder und Kevin Spacey: Das sind die Namen der Prominenten, die der Natur ihre Stimme geben. Nachdrücklich, ernst und auffordernd. Sie verwandeln sich in einen Ozean, in ein Korallenriff, in plätscherndes Wasser, in einen Mammutbaum, in den Regenwald, in Blumen, in fruchtbarem Erdboden und in die Mutter Natur selbst. Faszinierende Bilder einer teilweise noch intakten Welt zeigen uns die Schönheit aber auch gleichzeitig die Zerbrechlichkeit der Natur. So lautet auch der Slogan der Umweltschutzorganisation „Conservation International“ :

Natur braucht den Menschen nicht. Aber die Menschen die Natur.

Die Kurzvideos wollen wachrütteln und den Blick schärfen: Sie demonstrieren somit nicht nur die natürlichen und naturbelassenen Gebiete dieser Erde, sondern eben auch die Auswirkungen der Menschenhand und seiner großen Gier.

Diese als Kampagne angelegte Kurzfilme unter dem Titel „Nature is Speaking“ (Die Natur spricht!) sind sicherlich nicht die ersten Dokumentationen dieser Art, die auf das Thema aufmerksam machen. Doch die Botschaften erhalten hier nochmals eine andere Dimension. Die Symbiose von Pflanze und Tieren ist dann fruchtbar und gelingend, wenn die Natur sich ausdehnen und entfalten und ihre eigenen Regenerationsprozesse steuern kann.

Weitere Stimmen der Natur finden Sie in unserer Mediathek.



 

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