4,7 Milliarden Plastikbecher werden in Frankreich jedes Jahr weggeworfen. Das wird sich ändern: Frankreichs Präsident François Hollande will Plastikgeschirr und -besteck ab 2020 verbieten. Er begründet seine Entscheidung mit den nationalen Maßnahmen für den Schutz des Klimas. Das Energiewende-Gesetz „Energy Transition for Green Growth“ verbietet die Verwendung von Einweg-Löffeln und -Tellern aus Kunststoff ab dem Jahr 2020.

Anschauen: Die unglaubliche Geschichte eines Löffels

 

Auch aus diesem Grund macht Frankreich ernst beim Thema Plastik. Auch Tüten aus dem Material sind in Zukunft verboten; das wurde bereits im Juli dieses Jahres beschlossen. Und was ist mit Deutschland? Bislang bewegt sich hier wenig: Verschiedene Einzelhändler geben mittlerweile Einkaufstüten aus Kunststoff nur mehr gegen eine Gebühr ab, der Lebensmittel-Discounter Lidl hat angekündigt, ab 2017 ganz auf Plastiktüten zu verzichten.

Wir fragen uns und die Bundesregierung: Wann geht unsere Umweltministerin Barbara Hendricks endlich das Thema Mikroplastik in Kosmetik-, Körperpflege- und Reinigungsmitteln an? Derweilen gelangen die winzigen Plastikpartikel weiterhin täglich in unsere Abwässer – und damit ins Meer. Verbindliche, gesetzliche Regelungen wie in Frankreich wären besser.
Quelle: Greenpeace Deutschland