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Käsestück   veganer Käse

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„Käse“ ohne Milchbestandteile? Die Bezeichnung dieser Lebensmittelgruppe als „Käse“ wird von einer EU-Richtlinie verboten. Nötig hat diese Festlegung der „Run“ auf diese milchfreien Produkte gemacht. Zu einem steigt die Zahl der Menschen, die sich einem veganen Lebensstil verschrieben haben, zum anderen nimmt leider auch die Laktoseunverträglichkeit oder –allergie immer mehr zu. Und dann gibt es noch eine ungebremste Neugier von Feinschmeckern, Hobbyköchinnen und -köchen, die es spannend finden, ein unbekanntes kulinarisches Terrain zu beschreiten.

Das Büchlein „Käse vegan“ ist ein sympathischer und vor allem vorurteilsfreier Türöffner in die Welt des besonderen „Käses“. Die ersten Seiten erzählen ohne Duktus wichtige Grundlagen zur Herstellung. Beispielsweise erklärt Autorin Marie Laforét, dass die meisten als vegan deklarierte Käsesorten im Supermarktregal mit Palmöl hergestellt sind. Von den Herstellern wird ein nachhaltiger Lebensmittelkonsum suggeriert, doch das Wissen um die Inhaltsstoffe relativiert großgeschriebene Werbeslogans. Interessant auch die Beantwortung der Fragen, welche Grundzutaten man für die Herstellung eines veganen „Käses“ braucht und was sich hinter natürlichen Geschmacksverstärkern und Fermentationsstartern verbirgt.

Das Buch "Käse vegan"   Foto: Redaktion ichtragenatur.deDas Buch "Käse vegan" Foto: Redaktion ichtragenatur.dePflanzlicher Mozzarella, Cashew-Soja-Ricotta, Käse nach Feta-Art, veganer Knoblauch-Kochkäse und so weiter. Die Pflanzenliebhaberin Laforét erzählt schnörkellos von ihren selbst erprobten und in Eigenregie illustrierten Rezepten. Und genau darin liegt die Verzauberung des Büchleins. Geschmackvoll von der Autorin fotografierte und genussvoll drapierte Käsevariationen machen jeden „Anti-Veganer“ zumindest zum einem „Muss-Probierer“. Jeder möchte sich mal einen veganen Parmesan über seine Nudeln streuen oder sich von den großen „veganen Käseklassikern“ verführen lassen.

Ein kleines Rezeptbuch, wie es nur von Kochkünstlern in unserem Nachbarland Frankreich geschrieben werden kann. Schade ist, dass der Leser kein Bild der Autorin und ihren Lebenslauf vorfindet. Zu gerne hätte man mehr über sie erfahren.

Das Buch„Käse vegan“ von Marie Laforét hat 72 Seiten mit einem Hartcover-Umschlag und zahlreichen Abbildungen, ist im Leopold Stocker Verlag, in Graz erschienen und kostest 12,95 €. Aus dem Französischen übertragen von Mag. Claudia Binder
ISBN 3702015329, EAN 9783702015329

Der Blog von Marie Laforét   www.100-vegetal.com

Florian Simon Eiler , Bilder: pixabay

Vegan EinleitungsbildMehr vegane Themen gibt es hier

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veganes BackenInspiriert von seiner Tochter Melanie, die sich seit einigen Jahren vegan ernährt, hat der österreichische Spitzenkoch Siegfried Kröpfl nun mit ihr zusammen sein zweites Kochbuch auf den Markt gebracht. Mit "Wir backen vegan" kann das rein pflanzliche Backvergnügen beginnen. Von traditionellen Mehlspeisen bis hin zu modernen Kreationen - für alle Naschkatzen ist etwas dabei.

Das Buch von Melanie und Siegfried Kröpfl bietet allen Fans von Süßem genau das Richtige. Beim bloßen Durchblättern macht es Lust auf einen veganen Kaffeeklatsch und das Nachbacken der süßen Köstlichkeiten, die durch farbig-ansprechende Bilder präsentiert werden.

Die Vielfalt ist einzigartig: Schnell einen veganen Kuchen zaubern? Das geht! Die Geschmacksvielfalt ist mehr als überzeugend und kann mit konventionellen Rezepten, die mit Ei, Sahne und anderen Zutaten hergestellt werden, vollkommen mithalten.

Viele Klassiker wie der Bienenstich, die Schwarzwälder Kirschtorte oder der bei Kindern so beliebte Marmorkuchen werden vegan interpretiert, aber es gibt auch viel Neues zu entdecken. Die Rezepte reichen von einfachen, schnell gezauberten Kuchen bis hin zu etwas aufwändigeren Torten. Sogar eine Baisers Variation namens „Windringe“ ist in „Wir backen vegan“ zu finden.

Süßschnäbel finden hier einfach alles: Rezepte für Kekse & Pralinen, Torten & Kuchen, Cupcakes & Muffins, Mehlspeisen & Desserts und Eis & Cremes - alles ist möglich!

Und wer sich in der veganen Küche erst einmal umsehen möchte, findet hier viele Rezepte, die grundsätzlich bekannt sein sollten. Neu ist die rein pflanzliche Variante, die den Originalrezepten geschmacklich um nichts nachsteht.

Vorab erklärt ein "kleines veganes ABC" die Hintergründe, mögliche Zutaten und entsprechende Bezugsquellen sind ebenfalls im Buch zu finden.

Ein ideales Geschenk für alle, die veganes Essen für sich entdeckt haben und dennoch auf Backgenuss nicht verzichten wollen.

Text: Linda Fischer/Fotos: Hubert Krenn Verlag, Pixabay

wir backen veganMelanie und Siegfried Kröpfl: Wir backen vegan

ISBN: 978-3-99005-212-9      Preis: 19,95 Euro

Hubert Krenn Verlag


Zu den Autoren: 

Siegfried KröpflDer gebürtige Tiroler Siegfried Kröpfl hat sich in Wien an die Spitze gekocht. Im ersten österreichischen Haus der spanischen Kette Meliá Hotels International in Wien leitet er neben dem Tagesrestaurant „flow” im Erdgeschoß auch das “57 Restaurant & Lounge”, das die beiden obersten Etagen des DC Towers einnimmt. Zu Hause wird mittlerweile aber nur mehr vegan gekocht. Seine Tochter Melanie hat ihn dazu inspiriert, die vegane Küche auszuprobieren. 

 

Melanie KröpflDie diplomierte Ernährungstrainerin Melanie Kröpfl engagiert sich als Tierschützerin und hat bereits im Kindesalter beschlossen, auf Fleisch zu verzichten. Später begann sie sich für den Veganismus zu interessieren. Sie ist überzeugt, dass eine vegane Lebensform keineswegs Verzicht bedeutet. Lieblingsspeisen können gesund, schmackhaft – und tierleidfrei – genossen werden.

 Weitere Buch-Tipps finden Sie hier!

 

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BuchWer will guten Kuchen backen, der muss haben sieben Sachen … aber Ei, Butter, Schmalz und Milch gehören nicht zwangsläufig dazu.­­ Wenn man immer, oder zumindest gelegentlich vegan essen möchte, ist auch Backen ein wichtiges Thema. Schnell soll es gehen und einfach muss es sein und am besten ohne exotische Zutaten. In »Einfach vegan backen« erfüllen Jérôme Eckmeier und Daniela Lais genau das. Hier gibt es rund 80 köstliche Rezepte für jede Gelegenheit: vom Frühstück mit Pancakes und Waffeln über Kuchen, Torten, Muffins, Tartes, Strudel und Weihnachtsbackwaren bis hin zu Pizza, Quiche und Buchweizenbrötchen. 


Jérôme Eckmeier und Daniela Lais informieren umfassend darüber, welche Ersatzprodukte sich fürs vegane Backen eignen und woher man diese bezieht. Sie geben auch Hinweise zum Selbermachen veganer Grundzutaten wie Frischkäse, Quark oder Buttermilch. Schritt für Schritt wird erklärt, wie Muffins richtig fluffig und der »Käsekuchen« geschmeidig sahnig wird. So gelingen auch Einsteigern die leckeren Rezepte leicht. Alle Rezepte sind bei Laktose-Intoleranz hervorragend geeignet. 

In 80 Rezepten, von Kleinigkeiten und Snacks wie Powerriegeln, Pancakes oder Waffeln, über süße Klassiker wie Windbeutel, Brownies oder Törtchen, bis zu herzhaften Sattmachern wie Pizza, Flammkuchen oder Quiche, findet jeder etwas für seinen Geschmack.

Tipps und Tricks für Anfänger und Fortgeschrittene 
Neben den Rezepten bietet das Buch zahlreiche Tipps und Tricks für Anfänger und Fortgeschrittene. Einkaufsempfehlungen zeigen, wo die passenden Zutaten für jedes Rezept zu finden sind. Die Autoren erläutern pflanzliche Alternativen, mit denen auch alte Familienrezepte oder Lieblingsspeisen aus anderen Kochbüchern veganisiert werden können.
Quelle: Text und Buchcover: Verlag Dorling Kindersley/Autorenfotos: Facebook/privat/Foto: Einleitungs- und Beitragsbild Pixabay

Zu den Autoren:
EckmeierJérôme Eckmeier ist Koch und Lebensmitteltechniker. Dank seiner Internet-Kochshow auf YouTube und seinem Blog ist er eine feste Größe in der Vegan-Sparte. Er ist Chefkoch des Vegetarierbunds Deutschland und regelmäßig auf Messen und Events präsent.

 
Daniela LaisDaniela Lais arbeitet in Graz für die vegane Backstube des alteingesessenen Restaurants Ginko und lebt seit über zehn Jahren vegan.

 

 

Infos zum Buch:
Einfach vegan backen: Süß & herzhaft - zum Genießen & Wohlfühlen von Jérôme Eckmeier und Daniela Lais 
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten, ca. 95 Farbfotografien
Verlag: Dorling Kindersley (März 2015) 
Sprache: Deutsch 
ISBN 978-3-8310-2780-4 
EURO 19,95 [D] 20,60 [A]

WeihnachtenWeitere vegane "Köstlichkeiten" für kalte Adventsabende finden Sie hier!

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Es ist wieder chic, mit Zutaten zu kochen, die direkt vor der Haustür wachsen. In ihrem Buch „Speisekammer aus der Natur“ zeigt das Autorenduo Machatschek/Mauthner eindrucksvoll, wie man unscheinbare Kräuter, Gräser, Blüten und Beeren zu wahren Delikatessen verarbeiten kann.

BuchcoverWer mit Wildpflanzen in der Küche arbeitet, muss sich nicht auf deren saisonale Verfügbarkeit beschränken. Das Autoren-Duo präsentiert altbewährtes Wissen und selbst erprobte Möglichkeiten, wie man auf Wiesen oder Weiden sammelbare Kräuter, Wildgemüse und Wildobst mit einfachen Mitteln wie Essig, Salz, Süßstoffen oder Alkohol verarbeitet und haltbar macht. Die einzigartigen Beispiele eingelegter Blätter, Blüten oder Wurzeln und die Anleitungen zur Zubereitung von Sirup, Säften oder Soßen und verschiedener Hauptgerichte und Beilagen stellen ein Novum für Kräuter- und Kochkundige dar. So wertet eingelegtes Wildgemüse Reis, Teigwaren oder Salate auf, harmonieren Heublumen mit Lamm oder Schaf und eignet sich Tannenmehl zum Backen von Winterbrot. Oder schon mal was von Waldgeissbart-Spargel gehört? Oder von eingelegten Schilfsprossen oder Schwarzwurzel-Blütenknospen? Knospenpulver als Würzmittel? Paste aus jungen Wacholdertrieben? Birken-Blättersirup? Kompott aus den Blattstielen des Alpenampfers? Und das sind nur einige wenige Rezepte, die dem Leser sofort ins Auge springen. 

Unterteilt wird das Buch in vier jahreszeitliche Kapitel namens Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Winternutzung. Die über 40 (!) Unterkapitel decken wirklich fast jede erdenkliche Möglichkeit der Konservierung ab. Damit die Liste nicht zu lang und unübersichtlich wird, hier nur ein paar Highlights:

  • Mariniertes Spross- und Spargelgemüse (z.B. Margeritensprossen)
  • Fermentierung von Blättern (z.B. Giersch)
  • Marinierte Knospen (z.B. Ringelblumen, Spitzwegerich, Löwenzahn)
  • Spezielle Gewürze aus Blüten, Blättern, Samen und Wurzeln 
  • Verschiedene Siruparten (z.B. aus Spitzwegerich, Wiesensalbei)
  • Tinkturen und Hochprozentiges (z.B. aus Apfelkernen, Ebereschenknospen)
  • Pilze (z.B. getrocknete Pilze in Honig eingelegt)
  • Wildkräuter-Chutneys (z.B. pures Chutney aus Alpenampfer-Blattstielen)
  • Kompott (z.B. Weissdorn in Rotwein)
  • Marmeladen und Wildobstsaucen (z.B. Zieräpfel in süss-saurem Sirup)
  • Kandierte Blattstiele und Früchte (z.B. kandierte Hagebutten)
  • Fruchtkäse (z.B. aus Cassis, Mispeln, Berberitzen)
  • Alternative Kaffee-Arten aus Labkräutern, Wurzeln, Dörrobst und Nussfrüchten


Mehr als 300 Seiten, vollgepackt mit Tipps, Tricks, Anleitungen, Rezepten und Abwandlungsmöglichkeiten. Dazwischen eingestreut sind Abschnitte zu den einzelnen Pflanzen und hilfreiches Grundwissen. Beispielsweise eine Auflistung von Teekräutern und ihren Anwendungsgebieten bei Erkrankungen und eine Übersicht über diejenigen Pilze, die sich gut für Pilzpulver eignen. Fotos ergänzen die allermeisten Rezepte, oft finden sich auch noch Abbildungen der Pflanzen, Pflanzenteile und Früchte. 

Das Wissen um die Nutzung sammelbarer Pflanzen ist so alt wie die Menschheit selbst. Dieses Buch ist ein wichtiger Schritt, bedrohtes kulinarisches Erbe vor dem Verschwinden zu bewahren.
Quelle: Böhlau Verlag, lin/Bilder: Verlag, Einl.bild: Pixabay

Zu den Autoren:
DI Dr. Michael Machatschek
Der promovierte Vegetationskundler Michael Machatschek leitet die Forschungsstelle für Landschafts- und Vegetationskunde in Hermagor/Kärnten. Er ist als freiberuflicher Ökologe, Landschafts- und Freiraumplaner und Wanderforscher unterwegs, sammelt und dokumentiert altes Gebrauchswissen und führt Lehrtätigkeiten durch. Zudem ist er Autor zahlreicher Bücher zu Fragen der Landnutzungsformen und Kräuterkunde.

Elisabeth Mauthner
Elisabeth Mauthner ist als Heilmasseurin, Lebens- und Gesundheitsberaterin tätig. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit natürlicher Ernährung und einfachen Lebensweisen. Als erfahrene „Kräutlerin“ nutzt sie das gezogene Gemüse und Obst der Gärten und die Pflanzen der Landschaft zur Selbstversorgung.

Michael Machatschek, Elisabeth Mauthner

Speisekammer aus der Natur
Bevorratung und Haltbarmachung von Wildpflanzen

Böhler Wien 2015, 388 S., 500 farb. Abb., 23.5 x 15.5 cm
Geb. Ausgabe Preis: € 29.90


ISBN-13 978-3-205-79656-5


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Wer gleich starten will - hier gibt's Rezepte von einem "grünen" Spitzenkoch!

Die Aroniabeere ist durch ihre besondere Vielfalt an Vital- und bioaktiven Pflanzeninhaltsstoffen charakterisiert.

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CoverDie Aroniabeere ist durch ihre besondere Vielfalt an Vital- und bioaktiven Pflanzeninhaltsstoffen charakterisiert. Die blauvioletten Beeren werden seit Jahrzehnten in der Volksheilkunde bei verschiedensten gesundheitlichen Problemen erfolgreich angewendet. Nun liegen neue Forschungserkenntnisse zu Zell- und Gefäßschutz sowie Entgiftung und Immunsystem vor. Sie bestätigen die günstige Wirkung der Aroniabeeren auf die menschliche Gesundheit. Diese lassen auf eine gefäßschützende und antidiabetische Wirkung sowie auf immunstärkende und eventuell krebshemmende Effekte schließen. Auch kosmetische Produkte bedienen sich mittlerweile der hautpflegenden Eigenschaften der Aronia.

Prof. Michaela DöllAutorin, Prof. Dr. rer. nat. Michaela Döll, Foto: privat

Die Autorin, Prof. Dr. rer. nat. Michaela Döll, hält an der Universität Braunschweig (TU) Vorlesungen zum Thema Ernährung und Diätetik unter dem Aspekt von Nahrungsergänzungsmitteln und functional food. Sie ist als Expertin für Ernährungsmedizin und Gesundheitsvorsorge in Deutschland bekannt und hält als Spezialistin für Vitalstoffe seit vielen Jahren im In- und Ausland Vorträge und Fortbildungen für Therapeuten. Sie hat bisher weit über 150 Fachartikel in medizinischen Fach- und Gesundheitszeitschriften sowie zahlreiche Bücher veröffentlicht, die teilweise in mehrere Sprachen übersetzt wurden. In Fernsehen und Hörfunk ist sie eine gefragte Gesprächspartnerin in Sachen Ernährung.

Ein Buch geschrieben von einer Expertin auf dem Gebiet der Aroniabeere mit vielen aufschlussreichen Auskünften und Hinweisen rund um die kleine Beere mit großer Wirkung: Von allgemeinen wissenswerten Informationen über Pflanzenkost, die Inhaltsstoffe der Aroniabeere und viele interessante Anwendungsgebiete. Eine spannende Lektüre für jeden Aroniafan!
Quelle: Text: lin/edition buntehunde/Bilder: Verlag, Pixabay

Produktinformation
Prof. Dr. rer. nat. Michaela Döll: Aronia. Kleine Beere - große Wirkung
edition Buntehunde, Regensburg, 1. unveränderter Nachdruck (1. Juni 2016)
Taschenbuch: 120 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 393494180X
ISBN-13: 978-3934941809
Preis: EUR 14,95

Buch-TippWeitere interessante Buch-Tipps finden Sie hier!

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Graz - Ich ess nur noch super! Açai, Chia, Goji, Quinoa – klingt namentlich schwer zu verdauen, was man neuerdings alles essen soll. Dabei macht dieses teure Superfood außerordentlich schön, gesund und fit. Oder ist es eher superproblematisch?
Die Autorinnen von "Schwarzbuch Superfood" sind diesen Fragen nachgegangen.

CoverVon der Werbung und den Lebensmittelkonzernen werden sie hoch gepriesen: Superfoods sollen Schlankmacher, Jungbrunnen und Vorbeugung gegen alle möglichen Krankheiten in einem sein: Chia-Samen, Goji- und Açai-Beeren, Quinoa, Gräser und exotische Früchte sollen nicht nur den Alterungsprozess aufhalten. Angeblich machen sie auch gute Laune, verringern das Risiko für Krebs, Alzheimer und Herzkreislaufkrankheiten, senken die Blutfettwerte und stärken das Immunsystem.

Ob Tee, Saft oder Marmelade – in einigen Drogerien und Supermärkten gibt es schon jetzt unzählige Lebensmittel, in denen irgendeine Super-Zutat steckt. Erhältlich sind sie auch als Tabletten oder Nahrungsergänzungspulver.


Doch welche gesundheitlichen Wirkungen entfalten die so angepriesenen „Superfoods“ wirklich? Und wie sieht es mit den Produktionsbedingungen aus?
Manche stammen aus dem tropischen Regenwald, wo eine nachhaltige Nutzung nicht möglich ist, andere stammen aus intensivem Anbau mit Pestizideinsatz, wieder andere müssen nach Europa eingeflogen werden und hinterlassen einen entsprechend großen ökologischen Fußabdruck.

Noch fragwürdiger ist die Einnahme von teuren Superfoods wie Acai Beere, Chia Samen, Kamukamu usw. in Form von Pulver und Pillen als Nahrungsergänzungsmittel.



Die Autorinnen geben einen Einblick in angepriesene Wirkungen, ernährungsphysiologisches Potenzial, Produktionsbedingungen und Transport exotischer Superfoods und stellen ihnen einige heimische Kraftbündel gegenüber. Ein kleines, wertvolles Büchlein zum Thema Superfood - nicht wirklich ein Schwarzbuch aufgrund der neutralen, kritischen Haltung der Autorinnen. Was sie anprangern, völlig zu recht, ist die mangelnde ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit und den oft nicht nachgewiesenen gesundheitlichen Nutzen.
Hilfreich: die diversen Superfood-Porträts sowie der Hinweis auf das heimische "Superfood", wie etwa Heidelbeeren, Sanddorn, Brennessel nach dem Motto: Warum  in die Ferne schweifen, wo das Gute liegt so nah.
Wer wissen will, was an den neuen Küchenhelden wirklich dran ist, sollte dieses Buch unbedingt lesen! 
Quelle: Text: lin/Leopold Stocker Verlag/Bilder: Cover/Verlag, Pixabay



Zu den Autorinnen: 

Daniela Grach, MSc., Mag. Caroline Schlinter, Dr. Marlies Wallner und Mag. Nicole Zöhrer beschäftigen sich als ausgebildete Ernährungswissenschafterinnen und Diätologinnen seit mehreren Jahren mit dem Thema „Superfood“.

Schwarzbuch Superfood - Heiße Luft und wahre Helden
Daniela Grach/ Caroline Schlinter/Marlies Wallner/Nicole Zöhrer
Leopold Stocker Verlag, 1. Auflage Juni 2016
87 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen, 14,5 x 21 cm, Hardcover
ISBN 978-3-7020-1581-7

Preis € 9,95

Cover
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