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Am 13. Mai ist Muttertag. Nicht nur bei uns Menschen ist das ein besonderer Tag, sondern auch im Tierreich gäbe es für viele Jungtiere Anlass einen Blumenstrauß zu verschenken. 

MuttertagBerlin - „Die Aufzucht der Nachkommen ist für die Art überlebenswichtig, entsprechend hohe Opfer bringen viele Tiermütter“, erklärt Dr. Arnulf Köhncke, Artenschutzreferent beim WWF. „Im Laufe der Entwicklung haben Tiere die verschiedensten Methoden entwickelt, um ihren Jungen einen guten Start ins Leben zu geben: die Kellerspinne  tötet sich selbst, um ihren Sprösslingen als Nahrung zu dienen und bei Elefanten dauert die Fürsorge ein Leben lang, indem die Weibchen noch ihren Töchtern bei der Aufzucht der Enkel helfen.“

Der WWF präsentiert anlässlich des Muttertags die fürsorglichsten und kuriosesten Mütter der Tierwelt:  

GorillaGorillas: Gorillababys sind wie Menschenkinder unselbstständig und brauchen lange Zeit für ihre Entwicklung. Gorillamütter investieren Jahre in die Fürsorge ihrer Sprösslinge und bekommen daher auch nur alle fünf Jahre ein Baby. Doch manchmal kommt der Nachwuchs gleich im Doppelpack, wie kürzlich in dem Schutzgebiet Dzanga-Sangha in der Zentralafrikanischen Republik. Die Gorilladame Malui konnte sich über Zwillinge freuen, ebenso wie die Umweltschutzorganisation WWF, die vor Ort seit Jahren für den Schutz der Westlichen Flachlandgorillas arbeitet.  

Tiger: Tigerweibchen tragen eine große Verantwortung, denn sie müssen für ihren Nachwuchs ganz alleine sorgen.  Bis die Jungen ab einem Alter von zwölf bis 18 Monaten alleine jagen können, muss die Tigerin reichlich Nahrung erbeuten, um die bereits recht großen Jungtiere ernähren zu können. Alle Pfoten voll zu tun dürfte das kürzlich gesichtete Amur-Tigerweibchen im Anyuisky Nationalpark haben, denn sie muss gleich drei Jungen versorgen. Für Artenschützer Grund zur Freude, für die Tigerin harte Arbeit.  

Wolfsspinne: Mütterliche Fürsorge ist jedoch nicht nur den uns verwandten Säugetieren vorbehalten. Für ihre Brutpflege bekannt ist auch die Wolfsspinne. Um besser eines ihrer acht Augen auf ihre Nachkommen zu haben, trägt sie die Eier in einem Kokon mit sich herum. Nach dem Schlüpfen klettern die Spinnchen auf ihren Rücken und halten sich an ihren Haaren fest, während die Mutter umherstreift, vermutlich um ein gutes Versteck mit optimalen Bedingungen zu finden. Um sie keiner Gefahr auszusetzen, verzichtet die Wolfspinne während diese acht Tage auf Nahrung und geht nicht jagen, ihre Jungen ernähren sich vom Eidotter.  

KrokodilKrokodil: Hinter der imposanten Erscheinung verbirgt sich eine liebevolle Mutter. Viele Krokodilarten bewachen als Schutz vor Räubern ihre Eier. Sobald sich die Jungen im Ei akustisch bemerkbar machen, hilft die Krokodilmutter beim Schlüpfen. Danach trägt sie die kleinen Krokodile sogar bis ins Wasser und schützt sie vor Gefahren.  

Totengräberkäfer: Fürsorglich und skrupellos zugleich geht es in bei einigen Insekten zu. Das Weibchen der Totengräberkäfer baut für ihre Jungen eine perfekte Kinderstube. Dazu vergäbt das Muttertier einen Kadaver, wie eine tote Maus, und hält ihn mit einem antibakteriellen Serum frisch. Wenn die Nachkommen schlüpfen, passt sie deren Anzahl einfach an die Größe es Kadavers an: überzählige Larven frisst sie auf.  

RabeRaben: Raben sind eigentlich keine „Rabeneltern“. Zwar erscheinen die Jungen nach Verlassen des Nests recht unbeholfen und von den Eltern verlassen. Tatsächlich füttern die Elterntiere ihre Nachkommen noch einige Wochen lang und schützen sie vor Feinden. Echte „Rabeneltern“ hingegen  sind im Allgemeinen Fische, Insekten und Amphibien. Nach der Eiablage überlassen sie ihren Nachwuchs meist ihrem Schicksal.  

Ohrwurm: Auch unter den Insekten gibt es Ausnahmen, die an intensiver Brutpflege kaum zu übertreffen sind. Nachdem das Ohrwurmweibchen eine Brutröhre gegraben und 50 bis 60 Eier abgelegt hat, sitzt sie wochenlang wachsam auf dem Eierhaufen. Die Eier werden regelmäßig gewendet, von Schimmel befreit, aussortiert und wenn es erforderlich ist, auch in ein besseres Versteck umquartiert. Sind die Sprösslinge geschlüpft, geht Mutter Ohrwurm gemeinsam mit ihnen auf nächtliche Ausflüge. Ausreißer werden wie bei Katzen mit dem Mund zurückgetragen. Stirbt die Mutter, dient sie den Jungtieren als Nahrung. 

Magenbrüterfrosch: Kinderliebe geht durch den Magen. Um sie vor Feinden zu schützen, verschluckt das Weibchen des Magenbrüterfroschs die Eier. Im Magen schlüpfen die Kaulquappen und wachsen zu kleinen Fröschen heran. Während dieser Zeit kann die Froschmutter keine Nahrung zu sich nehmen. Nach rund sechs Wochen kriechen die kleinen Frösche aus dem Maul ihrer Mutter, wittert sie Gefahr, können sie auch schon mal bis zu einem Meter weit herausgespuckt werden.  

Oktopus: Besonders aufopferungsvoll kümmern sich Oktopus-Weibchen um ihr Gelege. Während der Brutzeit bewachen sie ihre Eier und befächern sie stets mit frischem Wasser. Auf Nahrungssuche verzichtet die Oktopus-Mutter, um ihre Jungen nicht allein zu lassen. Potenzielle Eierräuber schlägt sie in die Flucht. Erst wenn die Nachkommen schlüpfen, verlässt sie das Versteck – nur um vor Erschöpfung zu sterben. Ein besonders hingebungsvolles TiefseeOktopus-Weibchen entdeckten Forscher 2007: Ganze viereinhalb Jahre bewachte sie die Bruthöhle. Vermutlich beeinflussten veränderte Temperaturen die Länge der Brutzeit.  

SpatzenHausspatz: Spatzenmütter gehen für ihren Nachwuchs sogar über Leichen. Die kleinen Singvögel leben meistens monogam in einer lebenslangen Ehe zusammen. Doch das Spatzenmännchen hat gelegentlich auch noch andere Geliebte. Um ihn dennoch für die alleinige Brutpflege ihrer Nachkommen gewinnen zu können, verfolgen Spatzenweibchen das untreue Männchen zum Nest der Rivalin und töten die Küken. 
Quelle: Text: WWF/Bilder: Pixabay

PETA
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Hongkong verbietet Handel mit Elfenbeinprodukten ab 2021 / WWF fordert Bann in allen Drehkreuzen des illegalen Wildtierhandels

Hongkong/Berlin - In Hongkong wird der lokale Handel mit Elfenbein ab dem Jahr 2021 verboten. Das hat der Legislativrat der chinesischen Sonderverwaltungszone am Mittwoch entschieden. Damit folgt die Stadt dem Beispiel Chinas, wo der nationale Elfenbeinhandel bereits seit Ende des vergangenen Jahres nicht mehr gestattet ist. Neben dem Handelsstopp votierte das Hongkonger Parlament auch für eine Verschärfung des Strafrechts: Mit bis zu zehn Jahres Freiheitsentzug wird das illegale Geschäft mit Wildtierprodukten ab sofort geahndet.

Der WWF wertet die Entscheidung als wichtigen Schritt für den Elefantenschutz: „Der Elfenbeinmarkt in Hongkong zählt zu den größten der Welt und steht damit in direkter Verbindung zur massenhaften Wilderei auf die Dickhäuter in Afrika. Obwohl offiziell nur der Handel mit altem, legalem Elfenbein erlaubt ist, wird auch solches von erst kürzlich gewilderten Elefanten illegal zum Verkauf angeboten“, sagt Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland. „Nach China ist Hongkong der zweite große asiatische Handelsplatz, der geschlossen wird. Das ist ein starkes Signal an die internationale Wildtiermafia. Es ist nun wichtig, dass Länder wie Vietnam, Thailand und Myanmar nachziehen und ihre Regelungen ebenfalls verschärfen.“ Als Wermutstropfen bezeichnet der WWF das späte Inkrafttreten der Hongkonger Regelung erst im Jahr 2021.

Die Folge der starken Nachfrage nach Elfenbein ist laut WWF eine dramatische Wildereikrise in Afrika. Jedes Jahr werden nach Angaben der Umweltschützer etwa 20.000 Elefanten illegal getötet. Die Wilderei für Elfenbein, aber auch Nashorn-Horn sei längst Teil der international organisierten Kriminalität. Dabei sei die illegale Jagd nicht nur eine Gefahr für die Tierwelt, sondern untergrabe das staatliche Gewaltmonopol, fördere Korruption und behindere die wirtschaftliche Entwicklung. Der größte Absatzmarkt für Wildereiprodukte – insbesondere Elfenbein – war bislang China. Im Zuge des chinesischen Handelsverbots warnt der WWF vor einer Verlagerung der Geschäfte in andere asiatische Regionen.
Quelle: Text: WWF/Bilder: Pixabay

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Hamburg - Knapp zwei Wochen vor Heiligabend sind viele Bundesbürger noch immer auf der Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk. Wie wäre es mit einer Bienenpatenschaft beim Start-up BEEsharing? Mit dem Geld fördern Paten örtliche Imker und Projekte wie etwa eine Waschstraße zur Behandlung kranker Bienenvölker. Das Engagement gegen das Bienensterben wird zusätzlich mit leckerem Honig und exklusivem Social-Media-Content belohnt.

BienenstockBienen produzieren nicht nur Honig. Sie spielen auch eine wichtige Rolle bei der Bestäubung von Pflanzen. Seit einigen Jahren ist die Zahl der fleißigen Insekten jedoch rückläufig. Eine Ursache ist die Varroa-Milbe. Sie wurde aus Asien eingeschleppt und befällt immer mehr Bienenvölker. Das Hamburger Start-up www.beesharing.eu hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem Bienensterben entgegenzusteuern und bietet Bienenfreunden eine Patenschaft für Bienenvölker an, die sogar direkt beim Paten aufgestellt werden können. "Sämtliche imkerlichen Leistungen, vom Schwarmmanagement über die behördliche Registrierung bis hin zur Honigernte, werden von uns übernommen", sagt Nils Gerber, Co-Gründer von BEEsharing und selbst zertifizierter Bestäubungsimker.

Mit den Beiträgen werden nicht nur Imker vor Ort unterstützt, sondern auch allgemeine Aufklärungs- und Bildungskampagnen rund um die Themen Bienen und Bestäubung finanziert. Daneben beteiligen sich die Paten an Projekten wie dem Bau einer speziellen Bienenwaschstraße. Sie reinigt kranke Völker von der amerikanischen Faulbrut "Das Bienensterben ist eine der zentralen ökologischen Herausforderungen unserer Zeit", mahnt BEEsharing-Gründer Otmar Trenk.

HonigPaten erhalten neben einem Zertifikat im Rahmen von zwei geführten Standbegehungen pro Jahr tiefere Einblicke in die faszinierende Welt ihrer Bienen. Darüber hinaus stellt BEEsharing den Paten in regelmäßigen Abständen Foto- und Videomaterial zur Verfügung, um die Erfahrungen und das eigene Engagement mit anderen teilen zu können. "Am Ende des Jahres dreht sich dann alles um die süßen Seiten des Imkerns und die Paten erhalten bis zu 30 kg Honig, die wir auch gern in Honiggläser mit individuellem Etikett abfüllen", so Gerber und Trenk von BEEsharing.

Die großen Patenschaften, die pro Jahr bei rund 1.000 Euro beginnen und mindestens zwei Jahre laufen, eignen sich vor allem für Unternehmen, Vereine oder in Gruppen organisierte Bienenfreude. Aber auch für Privatleute besteht mit einer Wildbienen-Patenschaft (ab 279 Euro pro Jahr) die Möglichkeit, einen eigenen Beitrag zum Bienenschutz zu leisten - oder eben zu Weihnachten zu verschenken.
Quelle: Text: Presseportal/Bilder: Pixabay

Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://www.beesharing.eu/index.php/bienenpatenschaft
Über www.beesharing.eu

BEEsharing ist das weltweit erste Online-Netzwerk, auf dem sich Imker, Landwirte und Bienenfreunde vernetzen und austauschen können. Obst- und Gemüsebauern können in der gesamten DACH-Region die erforderliche Bestäubungsleistung über die Plattform mit regionalen Bienenvölkern abdecken. Neben der digitalen Vermittlung der Bienenvölker kümmert sich BEEsharing um die behördliche An- und Abmeldung der Bienentransporte und deren Durchführung bis hin zur Bereitstellung von fachspezifischem Wissen rund um Bienen und Bestäubung. Menschen, die sich im Kampf gegen das Bienensterben einbringen wollen, können aufwww.beesharing.eu auch eine Bienenpatenschaft übernehmen. Das Hamburger Start-up-Unternehmen wurde 2014 von den drei Imkern Otmar Trenk, Wolfgang Reuter und Nils Gerber gegründet.

 

Augen auf beim Nistkastenkauf.

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NABU: Nicht jede Kiste mit Loch ist geeignet

Berlin - Auf der Nordhalbkugel fällt der meteorologische Frühlingsanfang auf den 01. 03 2018 und mit ihm beginnt die Brutzeit vieler Gartenvögel. Wer für die gefiederten Mitbewohner noch rechtzeitig zusätzlichen Wohnraum schaffen will, sollte neue Nistkästen möglichst bis Mitte März anbringen. Der NABU warnt jedoch vor dem Kauf ungeeigneter Nisthilfen, die derzeit in manchen Geschäften angeboten werden. Meist bleiben sie unbesetzt und rufen große Enttäuschung hervor, manchmal schaden sie aber sogar den Vögeln, denen man eigentlich helfen möchte.

NistkastenDie Größe des Einfluglochs beim Nistkasten hängt von der Vogelart ab. Für Blaumeisen ideal sind 26 bis 28 Millimeter. Foto: NABU/Rita PriemerNicht alle Gartenvögel nutzen Nistkästen, sondern nur Arten, die natürlicherweise in Höhlen alter Bäume oder in Spechtlöchern brüten. Die häufigsten Nutznießer künstlicher Nisthöhlen sind daher Kohl- und Blaumeisen sowie Haus- und Feldsperlinge. Größere Kästen werden häufig von Staren angenommen. Für jede Vogelart gibt es eine ideale Größe des Einfluglochs. Bei den kleinsten Meisen sind das 28 Millimeter Durchmesser, bei den größeren Kohlmeisen 32 und beim Star 45 Millimeter. Andere Arten, wie Haus- und Gartenrotschwanz benötigen eine halboffene Vorderwand, man spricht dann von einer Halbhöhle. Für seltenere Arten wie Mauersegler, Mehlschwalben oder den Waldkauz gibt es besondere Spezialnistkästen.

"Nach Mitte März sinken die Chancen, dass ein neu angebrachter Nistkasten in diesem Jahr genutzt wird, mit jedem Tag ein bisschen", sagt NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. Aber später zurückkehrende Zugvögel wie der Trauerschnäpper freuten sich dann umso mehr über noch leere Nistkästen. Und manchmal zögen Vögel später im Frühjahr für eine zweite oder sogar dritte Brut an einen neuen Nistplatz um. "Wer ganz sicher gehen möchte, dass im eigenen Garten die Vogelschar nicht durch einen Mangel an Nistgelegenheiten begrenzt wird, sollte von jeder Sorte Nistkasten mindestens so viele anbringen, dass einer unbesetzt bleibt", so Lachmann weiter.

NistkastenEin voll ausgebuchter Nistkasten ist nur dann zu erwarten, wenn die Maße passen. Foto: PixabayDas Selberbauen von Nistkästen ist eine dankbare Aufgabe für angehende Heimwerker und macht auch mit Kindern viel Spaß. Der NABU bietet dafür detaillierte Bauanleitungen an. Aber auch im Handel gibt es viele gut geeignete Nistkästen zu kaufen. Allerdings haben die Experten des NABU in den letzten Tagen in manchen Märkten auch völlig ungeeignete Produkte entdeckt, an denen weder Kunden noch die Vögel ihre Freude haben würden. "Nicht jede Kiste mit einem Loch ist gleich ein funktionierender Nistkasten", warnt Lachmann.

So sind manche billigen Modelle viel zu klein, um einer Schar von bis zu zehn oder mehr Jungen ausreichend Platz zu bieten. Eine Grundfläche von zwölf mal zwölf Zentimeter sollte selbst bei den kleinsten Kästen das Mindestmaß sein. Wichtig ist auch eine zur Kastengröße passende Einfluglochgröße: Kleine Kästen sollten die kleineren Löcher für kleinere Vogelarten besitzen. Das Einflugloch sollte sich im oberen Teil der Vorderwand befinden, sein Unterrand sollte mindestens 17 Zentimeter vom Boden des Kastens entfernt sein, damit Katzen und andere Räuber nicht mit der Pfote die Jungen aus dem Nest angeln können. "Stattdessen finden wir manchmal winzige Kästen im Angebot mit riesigen Löchern in der Mitte der Vorderwand, die kaum ein Vogel je nutzen wird", stellen die NABU-Experten fest. Die häufig vor dem Loch angebrachte Sitzstange ist dagegen unnötig und für die Bewohner sogar schädlich. Denn sie erleichtert Räubern das Klettern am Kasten.

Das beste Material ist raues Naturholz. Es ist atmungsaktiv und sorgt für ein gutes Klima im Nest. Ganz abzulehnen sind Nistkästen aus Plastik, die sich in der Sonne stark aufheizen und zudem den Jungvögeln keine Chance geben, an den glatten Wänden hinaufzuklettern. Zudem muss es unbedingt die Möglichkeit geben, die Kästen nach der Brutsaison zur Reinigung zu öffnen. Fest verschlossene Kästen sind schnell voll mit Nistmaterial, toten Jungvögeln und Vogel-Parasiten und dann auf Jahre unbenutzbar.
Quelle: Text: NABU/Bilder: Pixabay

NistkästenMehr zu Nistkästen auf nabu.de 
Unter dem Titel "Wohnen nach Maß" gibt es eine 48-seitige NABU-Broschüre mit detaillierten Anleitungen. Bezug für zwei Euro plus Versandkosten. 

Hirsch

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Welche Rolle spielt Rotwild in der Natur? Die Antwort hängt davon ab, wen Sie fragen. Für die einen ist der Hirsch im Wald eine Art „Elefant im Porzellanladen“: Also ein Schädling, den es zu bekämpfen gilt. Für die anderen ist Rotwild Teil des Ökosystems; ein „Natur-Gestalter“, ohne den andere Arten nicht existieren würden.

Ein Samen geht auf Wanderschaft 
Die einen sind vom Winde verweht, die anderen reisen lieber per Anhalter durch die grüne Galaxis und wieder andere lieben das große Fressen: Wenn Pflanzensamen auf die Wanderschaft gehen, nutzen sie allerlei Tricks und lassen sich dabei gern von Wildtieren transportieren. Sie verkleben oder haften mit borstigen Widerhaken im Fell oder lassen sich zwischen den Hufen von A nach B transportieren. Manchmal reichen sparrige Stängel, die mit ihren Samenkapseln einfach im Fell hängen bleiben. Dann wieder katapultieren zurückschnellende Zweige die Samen auf den Tierkörper und werden auf der rauen Felloberfläche fortgetragen.

Ahorn-SamenAhorn-SamenViele Samen locken mit saftigen Schalen, um von Wildtieren gefressen zu werden. Hartriegel und Weißdornsamen beispielsweise überstehen vorverdaut die Magen-Darm-Passage nahezu schadlos. An anderer Stelle ausgeschieden, dient der frische Kot gleich als Startdünger und erhöht so die Chancen einer schnellen Keimung. Weit über 50 Pflanzenarten reisen über viele Kilometer im Verdauungstrakt der Tiere.

 

Wundersame Reise der Samen
„Rothirsche sind ideale Spediteure für Pflanzensamen“, sagt Dr. Andreas Kinser, Jagd- und Forstexperte der Deutschen Wildtier Stiftung. „Die großen Säugetiere sorgen auf ihren Wanderungen für die Artenvielfalt und werden so zu Natur-Gestaltern.“ Biologen sprechen von Zoochorie, wenn sie die wundersame Reise der Samen meinen. Wandernde Hirsche verbreiten über größere Distanzen allerlei Pflanzenarten und bereiten mit ihren Spuren sogar den Boden für neue Biotope, in dem sie die Erde freilegen. Auf Wanderungen zu den Brunftplätzen der Hirsche können die Samen Strecken über hundert Kilometer zurücklegen. 

Text: Eva Goris,  www.DeutscheWildtierStiftung.de    Bilder: pixabay

WolfVielleicht auch interessant: Wenn Wolf und Luchs sich "Guten Tag" sagen und Reportage: Auf den Spuren des Burgherrn vom Mangfalltal - der Biber

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Frankfurt - Der Online-Fotoführer „African Plants“ wächst kontinuierlich: Vergangenes Jahr hatte die Senckenberg-Datenbank die 5000er-Marke der illustrierten Pflanzenarten geknackt. Damit bildet die öffentlich zugängliche Fotosammlung etwa 10 Prozent der bekannten Pflanzenarten im kontinentalen Afrika ab. Derzeit werden weitere Fotos aus dem schwer zugänglichen Zentralafrika ergänzt und stehen so Hobbybotanikern, Afrika-Reisenden und Wissenschaftlern gleichermaßen zur Verfügung.

BlumeAuch das Sandelholzgewächs Aptandra zenkeri ist jetzt für (Hobby)Botaniker zu finden. © DJ. HarrisDas Sandelholzgewächs 
Aptandra zenkeri, die Tagblume Commelina aspera und die Tropenpflanze Pollia condensata, deren Beeren dank einer besonderen Oberflächenstruktur im kräftigen metallisch-Blau erstrahlen – Dies sind nur einige der Neuzugänge, die aktuell im Online-Fotoführer „African Plants – A Photo Guide“ zu finden sind. „Wir haben die Datenbank im Jahr 2008 ins Leben gerufen, weil die Flora Afrikas zwar vielfältig und spannend, entsprechende Bestimmungsliteratur aber Mangelware ist“, erklärt Dr. Stefan Dressler aus der Abteilung Botanik und molekulare Evolutionsforschung am Senckenberg Forschungsinstitut in Frankfurt.

Nun wurde die 5000er-Marke der in der Online-Sammlung abgebildeten Pflanzenarten geknackt. „Damit haben wir etwa 10 Prozent aller bekannten Pflanzenarten des kontinentalen Afrikas in unserer Foto-Datenbank erfasst.“, freut sich Dressler.

Der Frankfurter Botaniker hat den Fotoführer gemeinsam mit seinen Kollegen Dr. Marco Schmidt und Prof. Dr. Georg Zizka entwickelt. Die Datenbank erlaubt die Suche nach wissenschaftlichen, aber auch nach Trivialnamen sowie nach 18 verschiedenen Merkmalen wie Blütenfarbe, Art der Früchte oder Anordnung der Blätter. So kann das Online-Verzeichnis nicht nur von Wissenschaftlern, sondern auch von Hobby-Botanikern oder Touristen genutzt werden.

EricaErica longifolia kann anhand verschiedener Merkmale nun im Fotoführer identifiziert werden. © © Stefan Dressler„Wir finden es toll, dass unser Projekt so großen Anklang findet – innerhalb der letzten zwei Jahre haben über 55.000 Personen die Datenbank besucht. Bei einer geschätzten Anzahl von 45.000 bis 60.000 Pflanzenarten in Afrika sind wir aber auch weiterhin auf die Hilfe von Hobby-Fotografen, Touristen, Bürgerwissenschaftlern und Kollegen angewiesen“, erläutert Dressler und fährt fort: „Besonders in Zentralafrika ist es – auch aufgrund der politischen Verhältnisse – schwer an Fotomaterial zu gelangen.“

Um so mehr freute es die Frankfurter Botaniker, dass ihnen kürzlich ein Datensatz mit mehr als 8000 Fotos aus dem zentralafrikanischen Kongo-Becken von einem schottischen Kollegen vom Royal Botanic Garden Edinburgh zur Verfügung gestellt wurde. Dressler hierzu: „Im Moment werden diese Fotos wissenschaftlich überprüft, zugeordnet und dann in der Datenbank – für jedermann sichtbar – online gestellt.“
Quelle: Judith Jördens, Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum/Einl.bild: Pixabay

Den Online-Fotoführer findet man unter www.africanplants.senckenberg.de

Fotos von afrikanischen Pflanzen können an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! geschickt werden.

 Elefant
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Artenvielfalt auf dem Display

 

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