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Getreide, verschiedene Brotsorten

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Experten der Universität Hohenheim veröffentlichen wissenschaftliche Artikel zu Nährstoffen und Anbaufragen in alten Weizenarten / Herausforderungen liegen im Anbau         

EmmerDer Emmer galt zur Römerzeit als „Weizen von Rom“. Erst ab der Neuesten Zeit verlor er in Europa an Bedeutung.Back to the roots: Die alten und lange vergessenen Weizenarten Einkorn, Emmer und Dinkel bieten nicht nur geschmacklich ein besonderes Erlebnis. Auch gesundheitlich sind sie wertvoll, produzieren beispielsweise Lutein, einen Schutzstoff für die Augen. Wissenschaftler der Universität Hohenheim forschen an Möglichkeiten den Ertrag der alten Weizensorten zu erhöhen – ohne Gentechnik. Die gesundheitlichen Vorteile und Möglichkeiten für Landwirt & Co. heben die Wissenschaftler in zwei Fachartikeln im vergangenen Jahr hervor (im Journal of Functional Foods und in Crop Science). Weiter wurde eine Webstory der Amercian Society of Agronomy und der Crop Science Society zu den Erkenntnissen veröffentlicht.

Gut 46 kg Brot werden in jedem deutschen Haushalt im Durchschnitt jährlich verzehrt, lautet eine Auswertung des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks e. V. in Berlin. An der Spitze der Mehlsorten: Brotweizen und Roggen. „Dabei gibt es gerade in der Weizenfamilie noch alte Arten mit einigen gesundheitsförderlichen Inhaltstoffen, die bisher missachtet werden“, erklärt Prof. Dr. Reinhold Carle, Lebensmitteltechnologe der Universität Hohenheim. Gemeinsam mit Jochen Ziegler und Dr. Friedrich Longin hat er Vorteile, Probleme und Möglichkeiten von alten Weizenarten untersucht und sie jetzt in zwei wissenschaftlichen Artikeln im Journal of Functional Foods sowie Crop Science veröffentlicht.

Mehr Lutein für bessere Augen
AugeIn alten Weizenarten sind Stoffe, die das Auge schützen„Natürlich enthält auch beispielsweise der Brotweizen Inhaltsstoffe, die für den menschlichen Körper wichtig sind“. Vielversprechender sähe es jedoch bei den alten Weizenarten vor allem beim Einkorn aus, so Prof. Dr. Carle: Er verzeichnet eine bis zu zehnmal höhere Konzentration an cholesterinsenkenden Sterylferulaten, Vitamin E und dem Augenschutzstoff Lutein.
„Lutein wird für den gelben Fleck im Auge benötigt, den Bereich des scharfen Sehens“, sagt Jochen Ziegler vom Fachgebiet Technologie und Analytik pflanzlicher Lebensmittel der Universität Hohenheim.

Gesünder Leben – auch ohne Grünkohl & Co.
Regelmäßig zu sich genommen, könne es beispielsweise die altersbedingte Makuladegeneration (AMD), also den Hauptgrund des Erblindens älterer Menschen, verhindern. „Das Problem ist, dass Lutein vom Körper nicht selbst produziert werden kann“, so Ziegler. „Darum müssen wir es über unsere Nahrung aufnehmen.“

Vor allem Lebensmittel wie Grünkohl oder Spinat enthalten eine hohe Menge an Lutein. Das Problem erklärt Prof. Dr. Carle: „Wir essen nicht jeden Tag einen Topf Spinat um ausreichend Lutein aufzunehmen. Brot hingegen nehmen wir regelmäßig zu uns. Die alte Weizenart Einkorn bietet nun eine Möglichkeit, dass sich auch die Menschen gesünder ernähren, die nicht regelmäßig grünes, luteinreiches Gemüse zu sich nehmen.“

Natürlich gesund und resistent
Besonders attraktiv mache Einkorn das natürlich hohe Vorkommen von Lutein, sagt Ziegler. „Im Unterschied zum Golden Rice, bei dem Carotinoide durch Gentechnik in das Grundnahrungsmittel Reis eingebracht wurden, muss bei dieser alten Weizenart nichts verändert werden. Sie enthält von Natur aus viel Lutein.“ Warum die alten Weizenarten nicht schon längst die neuen verdrängt haben, liege nicht an ihren Inhaltsstoffen – sondern vor allem an den Herausforderungen im Anbau und an ihrem geringen Ertrag.

Umweltschutz und Biodiversität
Zwar habe vor allem Einkorn eine hohe Resistenz gegen Pilze und Krankheiten. „Die alten Weizensorten sind eine attraktive, einfach anzubauende Kulturart“, so die Einschätzung von Dr. Friedrich Longin, Experte für Einkorn, Emmer und Dinkel an der Universität Hohenheim. „Man muss sie kaum spritzen und sie wachsen quasi von selbst. Das belastet natürlich auch die Umwelt weniger. Außerdem fördert der Anbau der alten Arten die Biodiversität, ein wichtiges Ziel für zukunftsfähige Landwirtschaft.“

Der Ertrag ist zu gering
MehlsackIn ihrem Wachstum liege aber auch das Problem, so Dr. Longin: „Die Halme von Einkorn und Emmer werden sehr lang. Man muss darauf achten, dass sie nicht umkippen und die Ernte dadurch verloren geht.“ Auch der Ertrag sei deutlich geringer als beim Brotweizen, sagt der Experte der Universität Hohenheim: „Emmer erreicht lediglich 50 % des Ertrages von Brotweizen, Einkorn sogar nur 25 %. Dadurch sind sie natürlich auch viel teurer. Das bekommt der Verbraucher zu spüren.“
Selbst durch verbesserte Züchtungen könne man den Ertrag nur bedingt steigern. „ Der Brotweizen wurde die letzten 100 Jahre intensiv züchterisch verbessert, das kann man beim Einkorn und Emmer so schnell nicht mehr aufholen.“
Ein weiteres Problem sei ein zusätzlicher Arbeitsschritt. „Alte Weizenarten besitzen im Gegensatz zu modernen noch ihre Hülle um das Korn, sie sind also bespelzt. Um die Körner von ihrer Hülle zu befreien entsteht in der Müllerei ein erheblicher Mehraufwand – auch das macht die alten Arten teurer.“ Umgekehrt stellt diese feste Umhüllung einen natürlichen Schutz gegen Schaderreger und Schadstoffe dar.

Experte fordert Umdenken und regionale Vermarktung
Trotz allem sieht der Experte der Universität Hohenheim ein hohes Marktpotenzial in den alten Getreidearten. „Der Trend unter den Verbrauchern geht zurück zum ‚Ursprünglichen‘. Auch auf Regionalität legen Kunden immer größeren Wert.“
Auf dem regionalen Markt sieht Dr. Longin die alten Weizenarten auch in Zukunft. „Wenn feste regionale Produktionsketten zwischen Landwirten, Müllern und Bäckern entstehen, fördert das nicht nur das regionale Handwerk. Die kurzen Produktionsstrecken sparen auch Geld.“

Sein Tipp um die alten Arten attraktiver zu machen: „Landwirte, Müller und Bäcker müssen zusammenarbeiten. Der Landwirt muss vor dem Anbau abklären, wer ihm seine Ernte abnimmt. Diese Sicherheit kann der Müller ihm aber nur geben, wenn Bäcker bereit sind, etwas Neues, dafür aber sehr Gesundes auszuprobieren. Denn auch das ist ein Trend unter den Verbrauchern: gesünder leben. Mit den alten Weizenarten kann das gelingen.“
Quelle: Text: Florian Klebs, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Universität Hohenheim/Bilder: Pixabay  

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Weltweit nimmt die Urbanisierung von Landschaften zu.

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Leipzig - Weltweit nimmt die Urbanisierung von Landschaften zu. 60 Prozent der Flächen, die 2030 voraussichtlich städtisch sein werden, sind heute noch gar nicht bebaut. Wie sich die biologische Vielfalt dadurch verändert, lässt sich nur rückblickend feststellen. Allerdings gibt es für die meisten Städte erst seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts systematische Erhebungen der biologischen Vielfalt. Wissenschaftler des UFZ und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) zeigen nun anhand historischer Daten, wie sich die Vielfalt von Pflanzen in der Region Halle (Saale) in über 300 Jahren der Verstädterung verändert hat und machen Vorhersagen für die Zukunft.

Die Wissenschaftler nutzten dafür von Botanikern seit dem 17. Jahrhundert veröffentlichte Artenlisten sowie Daten aus Herbarien. Bereits in den 1680er Jahren erfasste beispielsweise der botanisch interessierte Arzt Christoph Knauth die Pflanzenarten, die damals auf dem Gebiet der heutigen Stadt Halle vorkamen. Dabei beschränkte er sich nicht – wie bis ins 17. Jahrhundert üblich – auf die Pflanzen, die von pharmazeutischem Interesse waren, sondern erstellte eine weitgehend vollständige Artenliste. Sein Werk „Enumeratio Plantarum Circa Halam Saxonum Et In Eius Vicinia, Ad Trium Fere Milliarium Spatium, Sponte Provenientium“ publizierte er im Jahre 1687. Mehr als 20 Botaniker erfassten die hallesche Flora im Laufe der darauffolgenden Jahrhunderte, in denen sich die Bevölkerung der Stadt mehr als verzehnfachte.

AdonisröschenDas Frühlings-Adonisröschen verschwand im 19. Jahrhundert aus Halle. Die Art ist auf stickstoffarme Böden angewiesen. Sie gilt heute in ganz Deutschland als gefährdet. Foto: André Künzelmann/UFZAnhand dieser umfassenden Daten zeigte das Team um UFZ-Geoökologin Dr. Sonja Knapp, dass die Zahl der Pflanzenarten in Halle zwischen dem Ende des 17. Jahrhunderts und dem Beginn des 21. Jahrhunderts deutlich gestiegen ist – von 711 auf 860 Arten. Zugleich sank allerdings die verwandtschaftliche Vielfalt der Pflanzen: Einheimische Arten aus verschiedensten Pflanzenfamilien starben regional aus und wurden durch enger verwandte Arten ersetzt. Dazu zählen sowohl häufige einheimische Arten als auch gebietsfremde Arten, die aus anderen Regionen der Welt stammen. Als die Forscher die Summe aller Astlängen im Stammbaum, die verloren gegangen sind, berechneten, kamen sie zu dem Ergebnis, dass im Raum Halle 4,7 Milliarden Jahre Evolutionsgeschichte verloren gegangen sind – so stark sank die berechnete verwandtschaftliche Vielfalt. 

Japanischer StaudenknöterichDer Japanische Staudenknöterich kommt seit dem Ende des 20. Jahrhunderts in Halle vor. Die gebietsfremde Art wächst gut auf warmen, stickstoffreichen Standorten. Foto: André Künzelmann/UFZZusätzlich zu diesem Rückblick in die vergangenen drei Jahrhunderte wagten die Wissenschaftler einen Blick in die Zukunft: Das Team berechnete, wie sich die aktuelle verwandtschaftliche Vielfalt der halleschen Flora ändern würde, wenn zum einen die auf der Roten Liste der gefährdeten Arten genannten Pflanzen aus Halle verschwinden würden und zum anderen die in Deutschland häufigsten gebietsfremden Arten, die es in Halle noch nicht gibt, dort einwandern würden. „Die verwandtschaftliche Vielfalt wird sehr wahrscheinlich weiter sinken“, sagt Dr. Marten Winter, der seitens des iDiv an der Studie beteiligt war.

Die verwandtschaftliche Vielfalt von Pflanzen gilt als wichtige Grundlage der Stabilität von Ökosystemen. Sie fördert die Vielfalt anderer Organismen und kann die Produktion von Biomasse steigern. Wie viele Millionen Jahre Evolutionsgeschichte verloren gehen müssen, damit Ökosysteme instabil werden, ist bislang allerdings ungeklärt. Die Wissenschaftler plädieren daher für einen vorsorgenden Schutz der biologischen Vielfalt. Da der Verlust der verwandtschaftlichen Vielfalt in Halle primär durch den Verlust einheimischer Arten getrieben wurde – darunter viele Arten, die auf nährstoffarme und kühle Lebensräume angewiesen sind – plädieren Sonja Knapp und ihre Kollegen für einen verstärkten Schutz dieser Arten und ihrer Lebensräume. 
Quelle: Text: Susanne Hufe, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ/Bilder: UFZ, Pixabay

Publikation:
Knapp S, Winter M, Klotz S: Increasing species richness, but decreasing phylogenetic richness and divergence over a 320-year period of urbanisation. J. Appl. Ecol. DOI 10.1111/1365-2664.12826.http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/1365-2664.12826/full

StadtVielleicht auch interessant: Wie Kommunen ihren Grad an Nachhaltigkeit messen können

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Hamburg - Er hat "Löffel", mit denen man nicht essen kann, "Lichter", die man weder an- noch ausknipst und eine weiße "Blume", die nicht in der Vase steht: Der Osterhase alias Europäischer Feldhase! Eva Goris von der Deutschen Wildtier Stiftung erklärt die Hasen-Geheimsprache. Jedes Kind kennt den Osterhasen - aber über das "Original", den Europäischen Feldhasen, wissen die Wenigsten Bescheid.

SchultafelHier kommen die 10 Geheimnisse des Osterhasen aus der Jägerfachsprache: das Osterhasen-Lexikon

1. "Seine langen Ohren sind die Löffel. Sie sind trichterförmig und zehn bis 15 Zentimeter lang. Damit hört der Hase auch leise und weit entfernte Geräusche ausgezeichnet", erklärt Eva Goris.

2. Die Augen sind die Lichter oder Seher. Sie sitzen - wie bei allen Fluchttieren - seitlich am Hasenkopf. Eva Goris: "Durch diese besondere Position kann der Feldhase in einem 360 Grad Winkel schauen und jede Bewegung um ihn herum blitzschnell wahrnehmen. Trotzdem ist der Feldhase eher kurzsichtig."

3. Der Schwanz wird als Blume bezeichnet. Sie ist meist weiß gefärbt.

4. Typisch für den Feldhasen sind die langen Hinterbeine - in der Waidmannssprache Sprünger genannt.

5. Hat der Hase Auslauf, schlägt er am Abend einen flinken Hasenpass vom Wald zum Feld. Ein umgekehrter Hasenpass vom Feld zum Wald am Morgen nennt man Einlauf.
Feldhase © Deutsche Wildtier Stiftung/T. Martin

6. Spricht ein Jäger vom Hasen-Balg, meint er kein uneheliches Hasenkind (die Häsin rammelt ohnehin mit mehreren Hasenmännchen), sondern das weiche, warme Hasen-Fell. 

7. Der Hase schläft nicht im Bau. Eva Goris: "Um auszuruhen oder sich zu verstecken, scharrt er im Erdboden eine kleine Mulde, die Sasse."

8. Rückt der Hase zu Holze, läuft er in den Wald hinein, um sich dort etwa vor Fressfeinden wie Fuchs oder Bussard zu verbergen.

9. Wenn die Häsin einen "innehat", hatte sie nicht etwa zu viel Kräuterschnaps: Sie ist trächtig. Die Jungen werden übrigens nicht geboren, sondern gesetzt.

10. Hat der Hase einen Satz verloren, geschah dies nicht auf dem Tennisplatz: Ein Satz Junghasen sind die Geschwister eines Wurfes. Wurden sie vom Fuchs gefressen, ist der Satz verloren gegangen.
Quelle: Text: Deutsche Wildtierstiftung/Bilder: Pixabay

OstereierWeitere Osterthemen hier bei uns!

 

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Am 14. Mai ist Muttertag. Nicht nur bei uns Menschen ist das ein besonderer Tag, sondern auch im Tierreich gäbe es für viele Jungtiere Anlass einen Blumenstrauß zu verschenken. 

MuttertagBerlin - „Die Aufzucht der Nachkommen ist für die Art überlebenswichtig, entsprechend hohe Opfer bringen viele Tiermütter“, erklärt Dr. Arnulf Köhncke, Artenschutzreferent beim WWF. „Im Laufe der Entwicklung haben Tiere die verschiedensten Methoden entwickelt, um ihren Jungen einen guten Start ins Leben zu geben: die Kellerspinne  tötet sich selbst, um ihren Sprösslingen als Nahrung zu dienen und bei Elefanten dauert die Fürsorge ein Leben lang, indem die Weibchen noch ihren Töchtern bei der Aufzucht der Enkel helfen.“

Der WWF präsentiert anlässlich des Muttertags die fürsorglichsten und kuriosesten Mütter der Tierwelt:  

GorillaGorillas: Gorillababys sind wie Menschenkinder unselbstständig und brauchen lange Zeit für ihre Entwicklung. Gorillamütter investieren Jahre in die Fürsorge ihrer Sprösslinge und bekommen daher auch nur alle fünf Jahre ein Baby. Doch manchmal kommt der Nachwuchs gleich im Doppelpack, wie kürzlich in dem Schutzgebiet Dzanga-Sangha in der Zentralafrikanischen Republik. Die Gorilladame Malui konnte sich über Zwillinge freuen, ebenso wie die Umweltschutzorganisation WWF, die vor Ort seit Jahren für den Schutz der Westlichen Flachlandgorillas arbeitet.  

Tiger: Tigerweibchen tragen eine große Verantwortung, denn sie müssen für ihren Nachwuchs ganz alleine sorgen.  Bis die Jungen ab einem Alter von zwölf bis 18 Monaten alleine jagen können, muss die Tigerin reichlich Nahrung erbeuten, um die bereits recht großen Jungtiere ernähren zu können. Alle Pfoten voll zu tun dürfte das kürzlich gesichtete Amur-Tigerweibchen im Anyuisky Nationalpark haben, denn sie muss gleich drei Jungen versorgen. Für Artenschützer Grund zur Freude, für die Tigerin harte Arbeit.  

Wolfsspinne: Mütterliche Fürsorge ist jedoch nicht nur den uns verwandten Säugetieren vorbehalten. Für ihre Brutpflege bekannt ist auch die Wolfsspinne. Um besser eines ihrer acht Augen auf ihre Nachkommen zu haben, trägt sie die Eier in einem Kokon mit sich herum. Nach dem Schlüpfen klettern die Spinnchen auf ihren Rücken und halten sich an ihren Haaren fest, während die Mutter umherstreift, vermutlich um ein gutes Versteck mit optimalen Bedingungen zu finden. Um sie keiner Gefahr auszusetzen, verzichtet die Wolfspinne während diese acht Tage auf Nahrung und geht nicht jagen, ihre Jungen ernähren sich vom Eidotter.  

KrokodilKrokodil: Hinter der imposanten Erscheinung verbirgt sich eine liebevolle Mutter. Viele Krokodilarten bewachen als Schutz vor Räubern ihre Eier. Sobald sich die Jungen im Ei akustisch bemerkbar machen, hilft die Krokodilmutter beim Schlüpfen. Danach trägt sie die kleinen Krokodile sogar bis ins Wasser und schützt sie vor Gefahren.  

Totengräberkäfer: Fürsorglich und skrupellos zugleich geht es in bei einigen Insekten zu. Das Weibchen der Totengräberkäfer baut für ihre Jungen eine perfekte Kinderstube. Dazu vergäbt das Muttertier einen Kadaver, wie eine tote Maus, und hält ihn mit einem antibakteriellen Serum frisch. Wenn die Nachkommen schlüpfen, passt sie deren Anzahl einfach an die Größe es Kadavers an: überzählige Larven frisst sie auf.  

RabeRaben: Raben sind eigentlich keine „Rabeneltern“. Zwar erscheinen die Jungen nach Verlassen des Nests recht unbeholfen und von den Eltern verlassen. Tatsächlich füttern die Elterntiere ihre Nachkommen noch einige Wochen lang und schützen sie vor Feinden. Echte „Rabeneltern“ hingegen  sind im Allgemeinen Fische, Insekten und Amphibien. Nach der Eiablage überlassen sie ihren Nachwuchs meist ihrem Schicksal.  

Ohrwurm: Auch unter den Insekten gibt es Ausnahmen, die an intensiver Brutpflege kaum zu übertreffen sind. Nachdem das Ohrwurmweibchen eine Brutröhre gegraben und 50 bis 60 Eier abgelegt hat, sitzt sie wochenlang wachsam auf dem Eierhaufen. Die Eier werden regelmäßig gewendet, von Schimmel befreit, aussortiert und wenn es erforderlich ist, auch in ein besseres Versteck umquartiert. Sind die Sprösslinge geschlüpft, geht Mutter Ohrwurm gemeinsam mit ihnen auf nächtliche Ausflüge. Ausreißer werden wie bei Katzen mit dem Mund zurückgetragen. Stirbt die Mutter, dient sie den Jungtieren als Nahrung. 

Magenbrüterfrosch: Kinderliebe geht durch den Magen. Um sie vor Feinden zu schützen, verschluckt das Weibchen des Magenbrüterfroschs die Eier. Im Magen schlüpfen die Kaulquappen und wachsen zu kleinen Fröschen heran. Während dieser Zeit kann die Froschmutter keine Nahrung zu sich nehmen. Nach rund sechs Wochen kriechen die kleinen Frösche aus dem Maul ihrer Mutter, wittert sie Gefahr, können sie auch schon mal bis zu einem Meter weit herausgespuckt werden.  

Oktopus: Besonders aufopferungsvoll kümmern sich Oktopus-Weibchen um ihr Gelege. Während der Brutzeit bewachen sie ihre Eier und befächern sie stets mit frischem Wasser. Auf Nahrungssuche verzichtet die Oktopus-Mutter, um ihre Jungen nicht allein zu lassen. Potenzielle Eierräuber schlägt sie in die Flucht. Erst wenn die Nachkommen schlüpfen, verlässt sie das Versteck – nur um vor Erschöpfung zu sterben. Ein besonders hingebungsvolles TiefseeOktopus-Weibchen entdeckten Forscher 2007: Ganze viereinhalb Jahre bewachte sie die Bruthöhle. Vermutlich beeinflussten veränderte Temperaturen die Länge der Brutzeit.  

SpatzenHausspatz: Spatzenmütter gehen für ihren Nachwuchs sogar über Leichen. Die kleinen Singvögel leben meistens monogam in einer lebenslangen Ehe zusammen. Doch das Spatzenmännchen hat gelegentlich auch noch andere Geliebte. Um ihn dennoch für die alleinige Brutpflege ihrer Nachkommen gewinnen zu können, verfolgen Spatzenweibchen das untreue Männchen zum Nest der Rivalin und töten die Küken. 
Quelle: Text: WWF/Bilder: Pixabay

PETA
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Für den Schutz von Tieren zeigen Promis vollen Körpereinsatz! und
Muttertagsrosen - nicht ganz so rosig...


In fast der Hälfte aller UNESCO-Weltnaturerbestätten werden bedrohte Arten gewildert.

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WWF-Studie: Wilderei in fast der Hälfte des UNESCO-Weltnaturerbes

In fast der Hälfte aller UNESCO-Weltnaturerbestätten werden bedrohte Arten gewildert, wird illegal Holz geschlagen oder illegal gefischt. Bereits vierzehn Stätten stehen auf der Liste des Welterbes in Gefahr. Das zeigt die nun veröffentlichte WWF-Studie „Not for Sale“. Die Naturschutzorganisation ruft daher weltweit zur engeren Zusammenarbeit im Kampf gegen den illegalen Handel mit Tier- und Pflanzenarten auf. Die internationale Staatengemeinschaft dürfe nicht tatenlos dabei zusehen, wie Wilderer das Welterbe plündern und ausrauben, so die Warnung des WWF.

Neben besserem Schutz und Überwachung von Welterbestätten braucht es laut WWF eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Washingtoner Artenschutzabkommen CITES, der UNESCO, nationalen Behörden, Nichtregierungsorganisationen und der Zivilgesellschaft, um den illegalen Handel mit bedrohten Arten zu stoppen. „Die Regierungen müssen ihre Anstrengungen erhöhen und die gesamte Kette des illegalen Handels angehen, bevor es zu spät ist“, warnt Marco Lambertini, Generaldirektor des WWF International. 

Bekannt für ihre Schönheit, Geologie, Ökologie und Biodiversität bieten UNESCO-Welterbestätten rund um den Globus Lebensraum für viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Dazu gehören beispielsweise rund ein Drittel der wildlebenden Tiger oder beinahe 40 Prozent aller Afrikanischen Elefanten. Aber auch für das vom Aussterben bedrohte Java-Nashorn in Indonesien oder den im Golf von Kalifornien vorkommenden Vaquita, der als kleinster Wal der Welt gilt, gehören solche Gebiete zu den letzten Rückzugsrefugien. Der WWF hat 2016 eine globale Kampagne gestartet, um auf die Bedrohung der UNESCO-Welterbestätten aufmerksam zu machen und diese für kommende Generationen zu schützen.
Quelle: Text: WWF/Bilder: Pixabay

KlaviertastenHören Sie: Mit Klassik gegen den Elfenbeinhandel

 

Damit Brüderhähne als Masthähnchen weiter leben können, will die gemeinnützige Ökologische Tierzucht (ÖTZ) von Bioland und Demeter zum Zweinutzungshuhn zurückkehren.

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Für all diejenigen, denen das Tierwohl auch der "Brüder" aus der Legehennenbrüterei am Herzen liegt, eine zusätzliche Alternative: Bioeier, die durch einen Mehrpreis von einem Cent die Züchtung von Zweinutzungsrassen fördern. 

CoverSie gibt es in den Naturkostfachgeschäften, Hofläden und Biosupermärkten, die das Siegel der Ökologischen Tierzucht gGmbH (ÖTZ) verwenden dürfen. 

"Wer für das Ei einen Cent mehr bezahlt, unterstützt die Entwicklung zum Ökohuhn der Zukunft, mit dem auch das grausame Kükentöten beendet werden kann", erklärt Inga Günther, Geschäftsführerin der ÖTZ und selbst Hühnerzüchterin. Dank der gemeinsam von Bioland und Demeter initiierten gemeinnützigen Ökologischen Tierzucht gGmbH (ÖTZ) wird die Entwicklung eigenständiger Geflügelrassen und eines Zweinutzungshuhns vorangetrieben. Wer jetzt beim Eierkauf auf das ÖTZ-Siegel achtet, fördert diese Arbeit. Durch Unterstützung aus dem Naturkostfachhandel bekommt die ÖTZ schon bei über 22 Millionen Bioeiern einen Zusatz-Cent für die aufwändige Züchtungsarbeit.

Weil inzwischen weltweit fast ausschließlich Hühner gezüchtet werden, die entweder zum Eierlegen oder zur Mast taugen, sind Legehennen Eierlegmaschinen und ihre Brüder, die männlichen Küken aus den Legehennen-Aufzuchten, wirtschaftlich uninteressant. Damit Brüderhähne als Masthähnchen weiter leben können, will die gemeinnützige Ökologische Tierzucht (ÖTZ) von Bioland und Demeter zum Zweinutzungshuhn zurückkehren. Die Hennen dieser Rassen legen Eier, die Hähne setzen Fleisch an. Allerdings kostet diese Züchtungsarbeit nicht nur viel Zeit, sondern auch richtig viel Geld. Deshalb bieten ÖTZ, Landwirtinnen und Landwirten und nicht zuletzt Bio-Händler den verantwortungsbewussten Verbraucherinnnen und Verbrauchern nun die Chance, sich ebenfalls an dem Projekt zu beteiligen.

"Die Abhängigkeit von industriellen Zuchtstrukturen passt nicht zu uns als Bio-Branche. Wir wollen die Weichen stellen für eine wirkliche Alternative in der Geflügelzucht. Das wünschen sich auch die Verbraucher", betonen Bioland und Demeter. "Wir möchten würdevoll mit den Tieren umgehen und das beginnt schon bei der Züchtung. Kaum ein Bereich der ökologischen Tierhaltung fordert den Paradigmenwechsel hin zu mehr Tierwohl derart deutlich ein wie die Geflügelhaltung. Die Zucht von Legehennen liegt nämlich bisher weitgehend in der Hand von wenigen weltweit operierenden Unternehmen, die Elterntierherden, Brütereien, Aufzucht und Legehennenhaltung sowie Mast und Schlachtung in einem Verbund kontrollieren." Und weil die Ökotiere Biofutter bekommen, Auslauf haben, munter scharren dürfen und mehr Platz an Futterstellen und Tränken sowie auf Sitzstangen haben, schmecken ihre Eier auch besonders gut – nicht nur zu Ostern.

Quelle: Text: Ökolandbau/Pressemitteilung der Ökologische Tierzucht gGmbH/Bilder: Pixabay

FleischLesen Sie dazu: WWF-Einkaufsratgeber für Fleisch und Wurst

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TTIP-Urteil - Niederlage für die EU-Kommission und Sieg für die Bürger

Freitag, 12. Mai 2017 18:31

3,3 Millionen Menschen haben vor zwei Jahren für die selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative (EBI) gegen TTIP und CETA unterschrieben. Der Europäischen Kommisson interessierte das wenig. Nun hat die Organisation vor Gericht der Europäischen Union (EuG) Recht bekommen – in allen Punkten! Gratulation. Das ist gelebte Demokratie und eine Blamage für Junker und all diejenigen, die Bürgerbegehren in der EU am liebsten überhaupt nicht akzeptieren wollen.

Unsere Glosse zu TTIP .



 

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