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  • Ethical Fashion Show Berlin feiert Jubiläum

    Ethical Fashion Show Berlin feiert Jubiläum

    Greenshowroom und Ethical Fashion Show Berlin/Themenschwerpunkt: Soziale Aspekte stehen im Vordergrund/Premiere: CSR-Tag des DTB im Rahmen des Messe-Duos

    Berlin - Willkommen zur Sommersaison! Vom 28. bis 30. Juni 2016 versammeln der Greenshowroom und die Ethical Fashion Show Berlin internationale Top-Player des Eco-Fashion-Segments. Auf dem Gelände des Postbahnhofs am Ostbahnhof entsteht einmal mehr die zentrale Plattform für nachhaltige Mode während der Berlin Fashion Week. Im Obergeschoss präsentiert sich der Greenshowroom, während sich die Ethical Fashion Show Berlin auf den Flächen im Ober- und Erdgeschoss erstreckt. Ein umfangreiches Event-Programm im Club des Postbahnhofs sowie Gastro-Angebote im Außenbereich komplettieren das dreitägige Messe-Duo.

    Eco-Fashion im Rampenlicht
    GreenshowroomBomber-Jacket von STUDIO ELSIEN GRINGHUIS.Der Greenshowroom und die Ethical Fashion Show Berlin bilden Europas größte B2B-Plattform für ökologisch und fair produzierte Mode im Rahmen der Berlin Fashion Week. Im Postbahnhof am Berliner Ostbahnhof stellen mehr als 160 internationale Labels aus: High-Fashion und passende Accessoires präsentiert der Greenshowroom, Street- und Casualwear zeigt die Ethical Fashion Show Berlin.

    Organisator beider Veranstaltungen ist die Messe Frankfurt, die mit rund 50 Textilmessen in Europa, Asien und Amerika weltweiter Marktführer für Fachmessen der Textilbranche ist.

    Ethical Fashion Show Berlin startet in Jubiläumssaison
    Einen triftigen Grund zum Feiern gibt es in diesem Sommer auf der Ethical Fashion Show Berlin: Zum zehnten Mal liefert die Messe eine Bühne für renommierte und aufstrebende Eco-Fashion-Brands und rückt zeitgeistige Street- und Casualwear ins Rampenlicht. 

    In der Jubiläumssaison sind u.a. mit dabei:
    KnowledgeCotton Apparel mit einem umfassenden Produktspektrum für Damen und Herren, Daily´s Nothings Better/Trevor´s Choice mit Essentials, Shirts und mehr, Dedicated mit frecher Herrenmode sowie El Naturalista und Ultrashoes mit neuen Schuhkollektionen für die warme Jahreszeit.

    Zeitgleich stellt der Greenshowroom die High-Fashion-Neuheiten für den Sommer 2017 vor. Es präsentieren sich unter anderem Aikyou mit bezaubernder Lingerie, Alinaschuerfeld mit einer elegant-provokanten Schuh- und Taschenkollektion und Cocccon mit edlen Seidenprodukten. Auch Cus stellt wieder im Greenshowroom aus und präsentiert zeitlosklassische Kleider, ebenso wie Deepmello mit Schuhen, Taschen und Kleidern aus pflanzlich gegerbtem Leder sowie Flavia Aranha mit einer Damengarderobe zwischen chique und casual.

    DTB lädt zum CSR-Tag in den Postbahnhof ein
    Erstmals trägt der Dialog Textil-Bekleidung (DTB) seinen CSR-Tag in Kooperation mit der Messe Frankfurt aus. Dazu wird es am zweiten Messetag (29. Juni 2016) im Club des Postbahnhofs ein ganztägiges Vortragsprogramm geben mit dem Titel: „Responsible Management of Supply Chains – Social Compliance and Chemical Input“.

    Neue Online-Präsentationsmöglichkeiten für Labels
    Im vergangenen Sommer frischte die Messe Frankfurt die Webseiten des Greenshowrooms und der Ethical Fashion Show Berlin auf. Dabei wurden neue Online-Präsentationsmöglichkeiten für die ausstellenden Labels geschaffen, die seither eine eigene Webpräsenz einrichten und so ihre neuen Kollektionen visualisieren können.
    Quelle: Text und Bild: PM Messe Frankfurt Exhibition GmbH

    Weitere Informationen: 
    www.greenshowroom.com
    www.ethicalfashionshowberlin.com
    www.facebook.com/greenshowroom

  • LaCoppa-Kaffeekapseln: lungo und voll öko

    LaCoppa-Kaffeekapseln: lungo und voll öko

    SG Naarden/Ndl. - Deutsche trinken jährlich Kaffee aus Milliarden Kaffeekapseln. Den meisten Kapselkonsumenten ist das Abfallproblem durchaus bewusst. Aber auf das stylische Kaffeevergnügen der Umwelt wegen zu verzichten, da muss wohl einiges passieren. Außerdem sehen die großen Hersteller auf dem Markt bislang kein Umweltproblem. Deutschland habe schließlich eine flächendeckende Mülltrennung, und die gebrauchten Kapseln könnten durch das Duale System getrennt und recycelt werden, argumentiert etwa Nespresso. So kaufen die Deutschen jedes Jahr mehr davon. Laut sueddeutsche.de (März 2016) sind es nun drei Milliarden kleine Portionen. Das entspricht ungefähr 5000 Tonnen Müll in Form von Aluminium und Plastik.

    Die Kaffeefirma LaCoppa stellt sich diesem glitzerndem Umweltdesaster: Der Hersteller wirbt bei den Kapseln mit dem Erkennungsmerkmal „des grünen Rings“. Dieser soll dem Verbraucher signalisieren, dass die Kaffeekapseln zu 100% kompostierbar sind. Klingt perfekt!

    LaCoppa, TeamMark Klep und Lena Johanning in ihrer kleinen "LaCoppa Bar" im Empfang des Büros in den Niederlanden. Foto: privatichtragenatur.de wollte von Mark Klep, General Manager von LaCoppa, und Lena Johanning, Freelance Sustainability Communication Manager, unter anderem wissen, wie viel tatsächlich von ihren Kapseln wiederverwertet wird.

    Sie bezeichnen sich selbst als „innovative Kaffeefirma“. Seit wann gibt es LaCoppa? Und wie kam es zu der Idee, eine voll kompostierbare Kaffeekapsel herzustellen? 
    Single-Served Systeme bestehen schon seit 1979. Doch seit 2011 wurde es zu einem Lifestyle-Phänomen mit einer daraus resultierenden großen Nachfrage und stetig wachsendem Marktvolumen. Dieser Trend als solches war logisch und gut, denn die Kaffeequalität hat sich deutlich verbessert. Jedoch ist die Umweltverschmutzung der Verpackung der große Nachteil dieses Trends.
    Wir wollen einen Unterschied machen. Man kann richtig guten Kaffee trinken, der nachhaltig verpackt ist. Die Verwendung von fossilen Brennstoffen muss enden.

    Das Müllaufkommen durch Plastik und Aluminium und dessen Folgen sind erschreckend. Wenn wir nichts ändern, finden wir zukünftig in den Ozeanen pro drei Tonnen Fisch, eine Tonne Plastik. Die Idee Bioplastik aus PLA (Poly Lactic Acid) als Alternative zu fossilem Plastik zu verwenden, ist nicht neu, jedoch unsere innovative Verarbeitung von PLA. Wir haben in den vergangenen vier Jahren die richtigen Bedingungen und technischen Anpassungen erarbeitet, um unser Produkt auf den Markt zu bringen.

    Was sind die Materialbestandteile Ihrer „grünen“ Kapseln?
    Unsere Kapseln bestehen aus erneuerbaren, pflanzlichen Rohstoffen. Daraus wird in einem Fermentierungsprozess Bioplastik hergestellt. Das von uns verwendete Bioplastik besteht aus Zuckerrohr und Zuckerrüben und nicht etwa aus Mais. Das war eine bewusste Wahl, denn diese Pflanzen stehen in keiner Konkurrenz zu primären Nahrungsmittelquellen. Außerdem sind diese GMO-frei (gentechnisch modifizierte Organismen, Anm.d.Red.) und Bonsucro zertifiziert.

    Und nun zur Farbe der Kapseln. Mit welchen Pigmenten werden sie eingefärbt?
    LaCoppaZuckerrohr ist die Basis für das Bioplastik. Foto: LaCoppaWir verwenden natürliche Farbpigmente. Damit die Kapseln so schön bunt sind, ist keine Chemie nötig, auch eine Tomate ist knallrot. Sie stellen also keinerlei Gefährdung für die Gesundheit oder für die Qualität des Kaffees dar.

    Gibt es durch die besondere Verpackung Aroma-Einbußen?
    Nein, wir garantieren vollstes Aroma in einem Schuss. In unseren Kapseln ist eine clevere Versiegelung eingebaut. So bleibt das Aroma drin und der Sauerstoff draußen. Auch diese besteht aus pflanzlichem Material und ist ebenfalls vollkommen kompostierbar. Im Gegensatz zu anderen Anbietern brauchen wir daher keine Aluminiumummantelungen. Denn LaCoppa soll nichts als guten Geschmack hinterlassen.

    Wo werden die Kapseln produziert?
    Unsere Kapseln werden in den Niederlanden produziert. Auch die Kaffee-Rösterei befindet sich dort. So wird der Kaffee sofort frisch in die Kapseln gefüllt.

    Gibt es für den Verbraucher eine nachprüfbare, standardisierte Norm für die Kompostierbarkeit?
    Ja, unsere Kapseln sind nach der europäischen Norm EN13432 zertifiziert. Nach dem Gebrauch können unsere Kapseln einfach in den organischen Biomüll geworfen werden. Am Ende des Kompostierungsprozesses, in einer industriellen Kompostieranlage, bleiben nur noch natürliche Produkte zurück: Wasser, Kohlenstoff und Kompost. Die industrielle Kompostierung dauert ungefähr 12 Wochen. Außerdem kann man unsere kompostierbaren Kapseln an dem grünen Ring erkennen. Nur Kapseln mit einem grünen Ring sind kompostierbar und pflanzenbasiert.

    Sind die Kapseln kompatibel für alle gängigen Kaffeekapselmaschinen?
    Ja, LaCoppa ist mit den marktführenden Nespresso®-Maschinen kompatibel.

    Setzt sich die Recyclefähigkeit bei der Verpackung fort?
    LogoAuch bei der Außenverpackung haben wir uns eine ressourceneffiziente und umweltfreundliche Lösung einfallen lassen. Die gesamte Pappe ist FSC zertifiziert und kann ganz normal mit Papier und Kartons recycelt werden. Außerdem spart unsere kleine Schachtel über 70 Prozent Pappe gegenüber üblichen Verpackungen.

    Sind Ihre teurer als herkömmliche Kaffeekapseln?
    Nein, preislich sind sie ungefähr auf einer Höhe mit herkömmlichen Kapseln.

    Nach unserem Wissenstand werden LaCoppa-Kaffeekapseln exklusiv in den Müller-Drogeriemärkten vertrieben. Werden wir die kompostierbare Kapsel bald in allen großen Lebensmittelmärkten im Sortiment finden?
    Müller war von Anfang an sehr begeistert von LaCoppa. Natürlich würden wir gerne in der Zukunft expandieren, doch zunächst führen wir unsere Zusammenarbeit mit Müller fort.

    Ihr besonderer Aroma-Kick-Tipp für die Fußball-Europameisterschaft? 
    (lachen) Ganz klar 1:0 für den Ristretto.

    Frau Johanning, Herr Klep, vielen Dank für das tolle und informative Gespräch!

    Das Gespräch führte Lin Fischer.

    LaCoppaMehr über LaCoppa finden Sie hier
    Einer unser TOP3-Artikel:  Kaffeekapseln - die Krönung des dummen Kunden: Ein Kommentar von Florian Simon Eiler und die Glosse zum Kaffeekapselwahnsinn

     

  • Alle E-Räder auf einen Blick

    Alle E-Räder auf einen Blick

    Internetportal »Besser E-Radkaufen« gibt Tipps zum Kauf und sicheren Umgang - Überblick zu 1.072 Marktneuheiten. Serviceangebote auch zum Trendthema Lastenrad

    EBikeBerlin - Der Aufschwung der Elektrofahrräder in Deutschland ist ungebremst. Als Mobilitätslösung im urbanen wie ländlichen Raum gewinnen sie immer mehr an Bedeutung. 2015 wurden laut Zweirad-Industrie-Verband 535.000 E-Räder verkauft, eine Steigerungsrate von 11,5 Prozent. Damit sind aktuell rund 2,5 Millionen E-Räder unterwegs. Die Vorteile der E-Räder: Steigungen oder Gegenwind sind keine Hürden mehr und selbst auf längeren Strecken von bis zu 20 Kilometern können sie problemlos mit dem Auto mithalten, es somit ersetzen.

    Wer einen Kauf in Erwägung zieht, dem bietet der ökologische Verkehrsclub VCD mit dem Internetportal »Besser E-Radkaufen« Orientierung. Neben klassischen Verbraucherinformationen zur Reichweite von E-Rädern, Akkukapazitäten, Gewicht und Ergonomie aber auch zu Rechtsfragen, wie Versicherungspflicht, ist der besondere Clou der Webseite ein sogenannter Typentest. Dieser gibt konkrete Hilfestellungen für die Kaufentscheidung und zeigt, worauf im Detail und individuell geachtet werden muss. Denn welches E-Rad das Richtige ist, hängt ganz entscheidend von persönlichen Präferenzen und den Einsatzbereichen ab.

    Neben der hilfreichen Beratung zu Kauf und Nutzung bildet die umfassende E-Rad-Datenbank das Kernstück des Portals. In Kooperation mit der Online-Marktübersicht »GreenFinder« wurde diese Datenbank aktualisiert und umfasst nun über 9.500 E-Rad-Modelle, darunter mehr als eintausend Marktneuheiten der Saison 2016. Viele technische Detailinformationen sowie Hinweise zum Kaufpreis erleichtern Verbraucherinnen und Verbrauchern in der wachsenden Modellvielfalt das passende E-Rad zu finden.

    LastenradGemütlich mit dem Lastenrad zur Schwimmhalle.
    Foto: © Aleksander Slota/VCD
    Auch zum neuesten Trend auf dem Fahrradmarkt, dem Lastenrad, bietet der VCD umfangreiche Informationen - für private sowie für gewerbliche Nutzer. Dazu gibt es einen Marktüberblick speziell über E-Lastenräder sowie eine bundesweite Umkreissuche nach dem nächsten Fahrradhändler, der Lastenräder zum Probefahren anbietet. So finden Familien, die testen möchten, wie sich der Familieneinkauf per Lastenrad transportieren lässt, oder Kuriere und Handwerker, die vom Auto umsatteln wollen, schnell und unkompliziert Angebote in ihrer Nähe.
                                  
    Die VCD-Serviceangebote zu E-Rädern und Lastenrädern:

    - E-Rad-Kaufberatung und -Datenbank: »Besser E-Radkaufen« http://e-radkaufen.vcd.org
    - Lastenräder für private Anwendung, inklusive Händlersuche: www.vcd.org/lastenraeder.html
    - Lastenräder für gewerbliche Anwendung: »Lasten auf die Räder!« www.lastenrad.vcd.org 
    Quelle: Text: Presseportal Deutschland/Bilder: VCD, Pixabay

    FlaggeHilfe beim Kauf bietet auch EcoTopTen, mehr hier bei uns!
    Zur Info eine Studie: Das E-Bike erobert Europa
    Humor: eine Glosse zum Fahrradfahren - Nieder mit den alten Götzen

  • Im kompostierbaren T-Shirt auf der schwimmenden Rohstoffbank

    Im kompostierbaren T-Shirt auf der schwimmenden Rohstoffbank

    „Die Welt ein kleines Bisschen besser machen.“ - Mit diesem Ansatz schießen „grüne“ Startups wie Pilze aus dem Boden. Verwundert reibt man sich als Verbraucher die Augen, wenn man per App Lebensmittel bei sich um die Ecke ausfindig machen kann, die übermorgen ihr Mindesthaltbarkeitsdatum verlieren - günstig einkaufen und damit den Lebensmittelmüllberg ein wenig reduzieren helfen. Erholen kann man sich von der Shopping-Tour auf einer Parkbank. Sie ist an eine grün bemooste Wand, einen sogenannten CityTree, montiert, der mit Vorliebe Feinstaub frisst. Ein kleiner Beitrag für zunehmend saubere Luft in unseren Metropolen. In Wien gibt es Belohnung für soziale Arbeit, in den Niederlanden werden Recycling-Ideen am Fließband geboren und in Berlin trifft sich alles, was Rang und Namen hat, um fair produzierte und nachhaltige Mode zu bestaunen.

    Copyright CityTreeCityTree in Oslo; Copyright CityTreeMitten aus unserer Gesellschaft erwachsen Fragen nach dem „wie wir leben“. Experten monieren, dass unsere Lebensweise bisher sehr wenig dazu beigetragen habe, dass wir mit voller Stolz den Planeten an unsere Enkel weitergeben können. Eine ständige wachsende Zahl von Menschen, die nach Lösungen suchen, findet sich beispielsweise in der „degrowth“-Bewegung. Sie stellen die provokante Frage: „Schadet dem Menschen das Streben nach immer noch mehr Wachstum mehr, als es ihm gut tut? Postwachstum also als Chance, um die weitere Vergiftung, Vermüllung und Erwärmung unseres Planeten zu stoppen.

    Die Idee von Cradle to Cradle (C2C) steht dem Wachstumsgedanken eher neutral gegenüber. C2C, übersetzt „von der Wiege zur Wiege“, baut auf Materialkreisläufe und positiv definierte Materialien, die für Mensch und Umwelt gesund sind.

    Bei cradle to cradle entsteht kein Müll
    Rohstoffkreisläufe nehmen die zentrale Rolle in dem Konzept ein. Dabei unterscheidet man zwischen einem biologischen und einem technischen Kreislauf. Beide sind einfach erklärt: Obst und Gemüse wächst. Bei der Ernte fallen Schalen, Strunk usw. an. Diese „Bio-Abfallprodukte“ werden nicht weggeworfen, sondern kompostiert und später zur Düngung des Apfelbaums wieder eingesetzt. „Am Ende darf kein Müll entstehen“, erklärtNora Sophie Griefahn. Sie ist Mitbegründerin und Geschäftsführerin des gemeinnützigen Cradle to Cradle-Vereins. Man könne die richtigen Dinge tun, um gar keinen Abfall mehr zu erzeugen. „Materialien gebrauchen, statt kopflos zu verbrauchen“, so Griefahn. Ein Anspruch, der beim technischen Kreislauf in unserer Wegwerfgesellschaft alles andere als gegeben ist. Beispiel Alt-Computer: Die meisten Teile des Geräts werden einfach weggeworfen.

    Ziel von Cradle to Cradle ist, dass alle Bestandteile, und gemeint sind wirklich alle, wiederverwendet werden können. Wissenschaft und Technik sind inzwischen soweit, Materialien derart aufzubereiten, dass sie in neuen Gegenständen problemlos und ohne jede Qualitätsminderung eingebaut werden können.    

    Das dass alles nicht nur bloße „grün-gefärbte“ Träumerei ist, zeigt eines der größten Containerschiffe der Welt. Die von der dänische Reederei „Maersk Line“ gebaute, 400 m lange, über die Weltmeere schippernde Rohstoffbank besitzt einen „C2C-Passport. In dem Pass sind alle im Schiff verbauten Materialien gelistet. Wird der Containerriese abgefrackt, kann jede einzelne Schraube, jeder Bolzen und der Bordcomputer wieder verwendet werden.

    Foto: cradle to cradle e.V.Foto: cradle to cradle e.V.Zurück auf trockenem Boden, in Deutschland, bei Cradle to Cradle e.V. Die Organisation macht derartige Projekte wie das voll recyclefähige Containerschiff erst möglich. Die Organisation mit seinen 22 Regionalverbänden und 300 ehrenamtlichen Aktiven sieht sich als Vermittler zwischen Politik, Industrie und Wissenschaft. „Wir gehen rein in die Unis und erzählen von Cradle to Cradle“, erzählt Tim Janßen, selbst Wissenschafter mit Fokus auf Nachhaltigkeitsmanagement. Wichtig sei bei der Übermittlung der Idee ein „Perspektivenwechsel“. Der C2C-Dozent: „Ein Ingenieur hat sicher ein spezifisches Fachwissen und geht die Sache von einer ganz anderen Warte aus an.“ Der Verein sehe sich hauptsächlich als „Rahmen für engagierte Menschen“.

    C2C-Produkte wecken bei dem Verbraucher großes Interesse
    Engagiert muss man auf alle Fälle sein, wenn man ein konsequent C2C-konzipiertes Produkt auf den Markt bringen möchte. Soll heutzutage ein „grünes“ Produkt im freien Markt funktionieren, muss auch das „Drumherum“ in Ordnung sein. Stichwörter wie fairer Handel, Sozialstandards der Angestellten und Bauern, CO2 - Fußabdruck und ressourcenschonende und umweltfreundliche Anbau-, Ernte- und Weiterverarbeitungsmethoden. Das Berliner Startup leef hat diesen Schritt gewagt. Es macht aus heruntergefallenen Palmblättern der Areka-Palme in Indien kompostierbares Geschirr und verkauft es erfolgreich im „hauseigenen“ Online-Shop. In Baden-Württemberg ist der Sitz von Trigema, einem wahren Pionier in Sachen C2C in Deutschland. Schon vor Jahren hat die Firma mit ihren kompostierbaren T-Shirts für Aufsehen gesorgt. Ein mutiger Schritt, der belohnt wurde. „Das Cradle to Cradle-Konzept wird von den Kunden gut angenommen, die Nachfrage steigt“, sagt Sabine Breusch von der Trigema Werbeabteilung.

    Umso verständlicher ist, dass der erste Internet-Shop mit rein Cradle to Cradle zertifizierten Produkten seine Eröffnung vorbereitet. Im Netz sammelt cradlelution aus Lüneburg mit Crowdfunding Startkapital für die ersten Klicks auf C2C Bio Kapuzen-Sweatshirts.

    Von der Wiege zur Wiege – die Idee einer müllfreien Welt, in der alles gebraucht und wiederverwendet wird, ist längst den Kinderschuhen entschlüpft und auf dem Weg, erwachsen zu werden.

    Florian Simon Eiler

    Foto: pixabay,   big merci

    Zum selben Thema:
    Müllfrei leben - Eine Vision sorgt für Aufsehen: Der Verein cradle to cradle

  • Gib mal ordentlich Gummi oder Energie kann jeder erzeugen

    Gib mal ordentlich Gummi oder Energie kann jeder erzeugen

    Der große Tüfteln und Forschen rund um das Thema regenerative Energie geht munter weiter. Unzählige Forscher suchen nach immer neuen Wegen, um Energie nachhaltig, sprich sauber, zu erzeugen. Während in Montreal eine Gruppe von Wissenschaftlern einen Kinngurt, der Kaubewegungen in Energie umwandeln kann, erfunden haben, gibt es in Deutschland Schüler, die ihre eigenen Mini-Windanlagen bauen und die dadurch gewonnene Energie für die Schulstunden nutzen.

    Kaugummikauen erzeugt EnergieMit Kaugummikauen soll jetzt nicht die Energiewende geschafft werden. Aber es könnte zumindest ein kleiner Beitrag dazu sein, um kleine, persönliche Elektronik-Geräte selbst zu betreiben. Das können sich zumindest Entwickler im entfernten Montreal vorstellen. Dr. Aidin Delnavaz von der Montreal's École de Technologie Supérieure und seine Kollegen haben ein Ein-Mann-Kraftwerk entwickelt. Ein Gurt, der aus piezoelektrischen Verbundfaser (PFC) besteht, wird um das Kinn gespannt. Wenn PFC bewegt wird, entsteht eine elektrische Spannung. Laut Studie sind bei Kaubewegungen Leistungen von 18 Mikrowatt erzeugt worden.

    Die Schüler der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule in Gladbeck lassen lieber den Wind für sich arbeiten. Im Rahmen eines Projekts haben sie Mini-Windanlagen aus Biegesperrholz gebaut. „Wir liegen bei einer Spannung von acht bis neun Volt. Damit könnte man zum Beispiel eine Autobatterie laden“, verdeutlicht Techniklehrer Guntram Seippel in einem Interview in der Zeitung „Der Westen“. Nach der Winterpause sollen die kleinen Holzkraftwerke im Schulhof wieder aufgestellt werden und Strom für die schuleigene Ladestation bewerkstelligen. E-Bikes, E-Roller sind dort angeschlossen. So viel Erfindergeist wurde im Dezember vergangenen Jahres mit einem zweiten Platz beim Gladbecker Umweltpreis belohnt. Das Preisgeld solle in zukünftige Objekte fließen, so Lehrer Seippel.

    Kaubewegungen erzeugen Strom

    In Montreal wird hingegen kräftig gekaut. Die erkaute Energie eines Gurtes reicht aus, um zum Beispiel ein Hörgerät zu betreiben. Allerdings könnte man durch weitere Lagen PFC die Strommenge multiplizieren, so die Entwickler.  

    Die Forschung steckt freilich noch in den Kinderschuhen beziehungsweise in den Weisheitszähnen. Bis nutzerrentable Stromerzeugung stattfinden kann, bedarf es noch einiger Forschungsarbeit.

    Zum Training kann jeder schon einmal munter drauf loskauen. Man reiht sich somit ein in eine prominente Gruppe von Wiederkäuern mit John Wayne, James Dean, Doris Day und Uschi Obermaier..

     

    Florian Simon Eiler

    Foto: pixabay,   big merci

    Mal etwas Humoriges - Glosse zum Einstieg der Mafia in die grüne Energie: Viel Wind um die Familie

     

 

 

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Mit CETA und TTIP kommt Gentechnik auf Acker und Teller

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So lecker kann Tofu sein - vegane Nachtische

Samstag, 11. Juni 2016 07:39

Mit einem herrlichen Dessert zelebriert man den krönenden Abschluss eines schönen Essens.
BIOSpitzenköchin, Mayoori Buchhalter, hat dabei seit 19 Jahren eine besondere Passion: Die Gründerin und Inhaberin des Kölner BioGourmetClubs mit Kochschule und Akademie zaubert zu jedem "herkömmlichen Gericht" eine vegane Variante.
Lassen Sie sich überraschen!

 

vegan grillenVorher vegan grillen mit BIOSpitzenköchin Mayoori Buchhalter Mayoori Buchhalter .
Weitere vegane Rezepte gibt's hier

 



 

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